Claudia am 30. März 2020 —

Corona: zu den laufenden Entwicklungen

Das ist kein „richtiger“ Blogpost, sondern nur eine Plattform, um die aktuellen Entwicklungen zu besprechen. Unter „Was von alledem wird bleiben? 10 Fragen“ sind es jetzt schon 87 Kommentare, deshalb lade ich ein, das Gespräch hier fortzusetzen. Ein sehr langer Kommentarthread macht es für manche Mitlesenden schwierig, noch etwas dazu zu sagen, weil der Eindruck sich aufdrängt, man müsse erst alles nachlesen.

Die aktuelle Lage am 30.März 2020

  • Deutschland: 62435 Infizierte, 541 Todesfälle
  • Italien: 97689 Infizierte, 10779 Todesfälle
  • Spanien: 80.110 Infizierte, 6803 Todesfälle
  • weltweit: 734.833 Infizierte, 34.819 Todesfälle

Diskutiert werden derzeit vielerorts (und auch hier)

  • die Fragen rund um den Ausstieg aus den Einschränkungen und das Wieder-Anlaufen der Wirtschaft
  • die Folgen des „Lockdown“: wirtschaftlich, psychisch, gesellschaftlich und individuell
  • ethische Fragen rund um die Versorgung der Erkrankten und den Schutz von Risikogruppen
  • grundsätzliche Überlegungen, wie die „Welt danach“ aussehen wird.

Lasst uns also den Austausch über all das (und was Euch sonst noch zu Corona einfällt) hier fortsetzen. Unterschiedliche Meinungen sind explizit erwünscht, solange Reden und Gegenreden in gewohnt argumentativer und respektvoller Form erfolgen. Man kann und soll alles besprechen, ich denke nicht, dass es etwas bringt, Gedanken zu tabuisieren, die den Leuten nun mal kommen.

***

Update: Lesestoff zur Anregung:

Wolf Schneider hat auf Connection.de einen recht umfangreichen Artikel über „Die Krise“ verfasst, der sowohl dem Mainstream als auch der vielfältigen Kritik und völlig anderen Analysen Raum gibt und viele Links dazu enthält. Zitat:

„Die Pandemie hat unübersehbar auch einen hysterischen Anteil. Den sollten wir vermeiden. Es freut mich, dass »die Wissenschaft« gegenüber Verschwörungstheorien und esoterischen Hokuspokus durch die Corona-Krise gerade im Aufwind ist – wer weiß, wie lange noch. Was mich daran besorgt, ist allerdings der Glaube vieler dieser Wissenschaftler, dass es zu ihrer Sicht gar keine Alternative gäbe. Jeder Mainstream ist immer auch eine massenhypnotische Veranstaltung, gesteuert von den jeweils gerade geltenden Narrativen. Das gilt auch für den wissenschaftlichen Mainstream, der ebenfalls Narrative gestaltet und Narrativen folgt – und auch Statistiken sind Narrative, die man so oder so gestalten kann, da gibt es große Freiheitsräume für kreative Geister, ohne dass man lügen müsste. Wir sollten nie zu einer Schafherde von brav folgenden Gläubigen werden, die Abweichler verachten und ausgrenzen. Obrikeitsdenken tut der Demokratie nicht gut, und unserer Gesundheit und der Wissenschaft auch nicht.“

Trotzdessen folgt Wolf, genau wie ich, im persönlichen Alltag den erlassenen Regeln – in der Überzeugung, dass das derzeit vernünftig ist.

***

Und weiter:

Wenn mir mein lieber alter Freund extra eine SMS schickt, um mir einen Artikel anzuempfehlen, dann ist das in jedem dieser seltenen Fälle ein sehr sehr lesenswerter. In diesem Fall eine großformatige Betrachtung verschiedener „Narrative“, die gerade virulent sind bzw. werden: religiöse, mythologische, politische – auf dem Hintergrund der Weltgefahrengemeinschaft, die wir durch die Globalisierung geworden sind. Ein Essay von Thomas Assheuer in auf ZEIT ONLINE:

Pandemien: Die Heimsuchung

„Schon immer haben Seuchen die kulturelle Fantasie angesteckt. Der Verdacht lautet: Die Zivilisation habe es nicht anders verdient. Wie zynisch.“

***

Vegleichsweise schnell zu lesen sind die spannenden Überlegungen zum „Danach“, die der Soziolige Phillip Staab anstellt:

Corona-Krise: „Wir haben uns als Kantianer geoutet: Jedes Leben zählt“

„Was wird aus dem Staat? Wir schlagen ja gegenwärtig Pfade ein, die man als Staat nicht einfach wieder verlassen kann. Lange Zeit waren wir auf dem kollektiven Pfad des Wirtschaftswachstums als höchstem Ziel staatlichen Handelns unterwegs. Damit haben wir gebrochen. Plötzlich wird die Gesundheit großer Minderheiten, die zum Wachstum nicht mal viel beitragen, höher bewertet als dieses Ziel. Wir haben uns als Kantianer geoutet: Jedes Leben zählt.“

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Diskussion

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129 Kommentare zu „Corona: zu den laufenden Entwicklungen“.

  1. Ja, es gibt so viele virulente Narrative! Yuval Hararis Bücher beschreiben einsichtig, unterhaltsam und sachkundig, nun auch Assheuer in der Zeit – und jetzt werden wir beschallt, bestürmt und infogeflutet von Massen virulenter Narrative, die einen Virus zum Thema haben.
    Die weit verbreitete Interpretion von Clovid 19 als strafender Agent der Natur ähnelt tatsächlich der mittelalterlichen Interpretation der Pest als Strafe Gottes – guter Vergleich (von Assheuer)! Gaia als Wirt, der seinen Schmarotzers Homo sapiens abwirft und überlebt, finde ich da schon faszinierender, aber auch das ist (nur, aber auch immerhin) ein Mythus – Assheuer würde wohl sagen: Gaia ist nicht mythenfähig.
    Danke für deinen guten Blog und in diesem Falle den Überblick über Corona und Folgen!

  2. @Wolf – „Gaia als Wirt, der seinen Schmarotzers Homo sapiens abwirft und überlebt, finde ich da schon faszinierender, aber auch das ist (nur, aber auch immerhin) ein Mythos –“

    Zufällig heute einen Text von Bernd Winkelmann erhalten, Autor v. „Die Wirtschaft zur Vernunft bringen“ u. engagiert in Fragen einer Politischen Spiritualität zu Themen eines notwendigen Paradigmenwechsels in Politik
    und Gesellschaft…… in dem er u.a. schreibt:
    “ Es gibt die steile Gaia-Hypothese, die von einem bewusstseinsähnlichen Handeln des Lebewesens Erde ausgeht. Die schwache Gaia-Hypothese spricht nur von einem
    sich selbst erhaltenden und sich selbst regenerierenden Reagieren des Ökosystems Erde, wie es in allen
    lebendigen Systemen zu erkennen ist. In beidem wird die Hypothese gewagt, dass ökologischen Katastrophen, Epidemien, zivilisatorischen Zusammenbrüche u.ä. eine Selbsterhaltungserhaltungsreaktion des
    Ökosystems der Erde gegen ihre Zerstörung durch die Menschen sein könnte. Wie auch immer, wir sollten die drohenden Umweltkatastrophe und die gegenwärtige Coronakatastrophe als eine Herausforderung und Ruf des Lebens an uns heute verstehen: Was führte in die Katastrophe hinein, was will es uns lehren, wohin müssen wir umkehren, neu anfangen? Der Zukunftsforscher Matthias Horx fragt: „Könnte
    es sein, dass das Virus unser Leben in eine Richtung geändert hat, in die es sich sowieso verändern will?“

    http://www.winkelmann-adelsborn.de/Dokumente/Corona%20und%20Umweltkrise%2028.3.20.pdf

  3. @Ute: Der “ steilen“ Gaia-Hypothese kann ich nicht folgen.
    Wenn man dem Raubbau an Mutter Erde verfolgt, hätte eine solche Reaktion schon früher eintreffen müssen, spätesten seit der Verschlammung der Weltmeere durch Plastik.
    Daß Gaia eine Art Organismus ist, der nicht unendlich viel Raubbau tolerieren kann, ähnlich einem Auto, dem man nach und nach bestimmte Teile, zum Schluss die Räder, wegnimmt, ist dagegen unbestritten.

  4. https://www.youtube.com/watch?v=wdjYwwV-Oss

    one size fits all

    oder: mach mit bleib fit.
    patsch mit den händen
    entlang an den wänden

    erkenne die mauern
    die dahinter lauern
    danke für alles
    im fall eines falles.

    wie war das früher
    was war dort anders
    wer war der rührer
    woher diese brühe
    danke für alles
    im fall eines falles.

    bestimmt sind namen
    sowas wie samen
    sammeln die stimmen
    im groben rahmen
    weben daraus
    das kartenhaus
    mit sieben und assen
    in allen gassen
    danke für alles
    im fall eines falles

    schweine und vögel
    liebstöckeltroegel
    rocken im harz
    pandemisch
    und schwarz
    danke für alles
    im fall eines falles.

    inreimezumvergessengo

  5. „Was mich daran besorgt, ist allerdings der Glaube vieler dieser Wissenschaftler, dass es zu ihrer Sicht gar keine Alternative gäbe.“

    Na ja, zumindest einer der aktuellen Hauptberater der Regierung ist da doch etwas bescheidener:“Ich bin kein Politiker, sondern Wissenschaftler. Ich erkläre gern, womit ich mich auskenne. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen für alle transparent kommuniziert werden, damit sich jeder ein Bild von der Situation machen kann. Aber ich sage auch deutlich, wo die Grenzen meines Wissens sind. Das habe ich immer getan.“

    Hat mir den Mann doch sehr sympathisch gemacht, wie überhaupt das ganze Interview sehr sachlich, so gar nicht hysterisch, marktschreierisch, die Grenzen des Wissens nicht wegsalbadernd und erst Recht nicht esoterisch ist. Wer es noch Mal lesen will: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/christian-drosten-coronavirus-pandemie-deutschland-virologe-charite

  6. Denken wir mal zurück – dazu gibts ja unzählige tolle Dokus! – in was für Zuständen die Erde schon war: voll vereist und auch total warm, ganz ohne Eis, dazu 5 große Artensterben aufgrund Klimawandel und Asteroid, das sechste verursachen wir gerade.

    Das alles legt nicht unbedingt nahe, dass da ein Wesen sein könnte, das für den Selbsterhalt kämpft. Ich denke, wir sind der Natur in ihrer Vielfalt herzlich egal (das macht es so entspannend, sich darin aufzuhalten). Nur hat unser Tun natürliche Folgen. Wenn wir den Planeten vermüllen, schaden wir uns selbst, das Nanoplastik ist in unseren Körpern und die Fortpflanzungsfähigkeit leidet durch Medikamente im Wasser. Wenn wir die Arten aussterben lassen weil wir allen Platz für uns, unsere Städte, die Industrie, Landwirtschaft und Massentierhaltung nutzen, dann verändern wir das Klima und stören die Nahrungskette auf Dauer derart, dass wir immer mehr Probleme bekommen werden – ganz einfach als Folge dieses Tuns, für dass es keine einzelnen „Schuldigen“ gibt. Jede und Jeder ist ja massiv durch den eigenen Lebensstil beteiligt. Die Möglichkeiten, aus dem Geschehen ganz auszusteigen, sind faktisch nicht gegeben.

    Das Verschwinden der Metaphysik sei eine wesentliche Ursache des Geschehens, sagte ein philosophierender Freund. Das hat insofern mit diesem Thema zu tun, als die Gaja-Hypothesen genau wie die alten Schuld&Strafe-Gottes- Mythen eine Spiritualisierung des menschlichen In-der-Welt-Seins versuchen. Wenn ich mir nun anschaue, wie z.B. die vergleichsweise sehr religiösen US-Amerikaner agieren, wie sich jetzt inmitten der Krise dort evangelikale Prediger volle Kirchen wünschen, dann hab ich nach wie vor Zweifel, ob das wirklich hilfreich ist. Und die Spiri-Szene (da siedle ich die Gaja-Hypothese an) isst zwar vegetarisch, trennt Müll und übt Achtsamkeit, tourt aber deutlich mehr herum (von Workshop zu Retreat zu Satsang zu Yoga in der Toskana) als viele andere.

    Mein persönliches Fazit aus eigenen Erfahrungen mit Glaubenssystemen ist: wir müssen damit leben, dass weder Gott, noch Natur, noch Gaja uns umsorgt – wir müssen das selber machen. Die Nächsten und auch alle Fernen sind die Einzigen, an die wir uns wenden können und sollen – in der Freiheit, Himmel oder Hölle, Paradies oder Orkus zu erzeugen.

    In diesem Sinne bin ich immer wieder dankbar für die kleine Freude einer friedlichen Diskussion!

  7. Vor 14 Tagen (also gefühlt vor einer halben Ewigkeit in diesem Ereignis- und Informations-Tsunami, in dem wir uns alle befinden) habe ich hier irgendwo kurz geschrieben, dass ich sprachlos bin und hoffe, dass dieser Albtraum bald zu Ende geht.
    Seit einer Woche kann ich über diese weltweite extreme Ausnahmesituation wieder schreiben und mir wird Tag für Tag die Tragweite immer bewusster – und es ist nicht abzusehen, wann dieser Lern- und Anpassungsprozess beendet ist. Ich nehme an, es geht anderen hier und anderswo genauso oder ähnlich.

    Es wird immer mehr Menschen klarer, um was es bei all den Maßnahmen, die jetzt (fast) überall verhängt werden, geht – naja, es gibt auch Ausnahmen (Hallo @ingo :) – und jeder ist gefordert, sich mit der neuen Situation bis auf weiteres irgendwie zu arrangieren. Die einen merken die neue Weltlage an ihrem Tagesablauf wenig bis gar nicht, die anderen finden sich, wenn sie Glück haben, plötzlich im Home Office, wieder andere sind oder werden bald arbeitslos.

    Bemerkenswert finde ich die Tatsache, ich habe es schon einmal erwähnt, dass jeder mit dieser Ausnahmesituation gleich konfrontiert ist. Wir stehen alle auf der gleichen Stufe auf Augenhöhe! Sogar der Papst hat gesagt – den zitiere ich als bekennender Atheist normalerweise nicht -, wir sitzen alle im gleichen Boot (meint das aber wahrscheinlich anders).
    Was mir auffällt, ist, dass das Wort „Mainstream“ plötzlich eine ganz andere Dimension und Bedeutung bekommt. Fast die ganze Welt befindet sich zur Zeit in einem „Mainstream“, ist informationstechnisch völlig gleich getaktet, macht sich ähnliche Gedanken und Sorgen, und tappt in der Auseinandersetzung mit dieser Pandemie doch mehr oder weniger im Dunkeln, wenn wir ehrlich sind.
    Das ist doch hochgradig spannend und historisch einmalig, denke ich.
    Vor hundert Jahren zum Beispiel, als die Spanische Grippe wütete, gab es weder eine so global vernetzte Wirtschaft, noch so eine global vernetzte Informationssphäre in Echtzeit, wie heute. Es konnte daher rein technisch gar nicht zu einem derartigen „Mainstream“ kommen.

    Wie schwimmt man in einer solchen Situation gegen den Strom?
    Ist das überhaupt möglich und sinnvoll?
    Das Virus befällt ja auch Individualisten und diese tragen es dann weiter…

    Die einzige Antwort, die mir dazu einfällt ist, zu versuchen bzw. nicht aufzuhören, so klar wie möglich zu denken und die Situation so gut es geht zu reflektieren. Das hält – mich zumindest – in diesem beunruhigend dynamischen „Mainstream“ über Wasser.
    Bis wieder Land in Sicht ist, das kann, wie es derzeit ausschaut, noch dauern…

  8. @Günther:

    „hochgradig spannend und historisch einmalig“

    genau das ist auch mein Hauptgedanke, mein Staunen! Die „soziale Distanzierung“ ist nur physisch, mental sind wir näher beieinander als je zuvor – und das sogar ziemlich weltweit. Nicht durch freiwillige Zuwendung, sondern durch gemeinsame, überall ähnliche Erfahrungen. Dadurch hat man quasi mit jedem ein gemeinsames Thema – unglaublich!
    Endlich tritt die „global vernetzte“ Wirtschaft auch mal ins Bewusstsein von Menschen, die sich „für Wirtschaft nicht interessieren“. Die Grenzen-dicht-Forderer können nun mal sehen, wie es ist, wenn das wahr wird: überall fehlen Helfer in der Landwirtschaft, die Folgen wird man übers ganze Jahr spüren. Lieferketten brechen zusammen, Industrie steht zu großen Teilen still. Die Jagd nach Beatmungsgeräten, Schutzmasken etc. auf dem Weltmarkt zeigt, wie „auf Kante genäht“ wir selbst in lebenswichtigen Ressourcen agieren.

    Assheuer schreib im oben verlinkten Essay:

    „welche Spuren wird die Heimsuchung im gesellschaftlichen Gedächtnis hinterlassen, nach all den Monaten der Angst und dem Shutdown der Normalität?
    Vermutlich wird der letzte Nationalträumer dann begriffen haben, dass in einer Weltrisikogesellschaft alle mit (fast) allen schicksalhaft „verschuldet“ sind. Die liberale Staatsverachtung wird verstummen und die Globalisierung den Bürgern in einem noch düstereren Licht erscheinen; der Preis für die – ungleich verteilten – Reichtumsgewinne, das weiß man nun, ist eine rasende Mobil- und Verfügbarmachung der Welt, eine Vergleichgültigung geografischer Räume und ein Verlust an nationaler Selbstversorgung. Zudem hat die Globalisierung nahezu überall ein Wirtschaftsmodell durchgesetzt, das sich nur dynamisch stabilisiert, nur durch einen schuldenfinanzierten Exzess, nur durch Mehrproduktion, Mehrkonsum, Mehrverschleiß, Mehrtourismus und durch die Erfindung von Bedürfnissen, von denen der Endverbraucher gestern noch gar nicht wusste, dass er sie heute haben würde. „

    Modehändler klagten kürzlich, die Mode des Frühjahrs, die jetzt nicht weg geht, könne im Sommer nicht mehr verkauft werden – und zwar aufgrund schneller modischer Wechsel!
    Ich vermute mal, all das wird jetzt etwas ausgebremst, auch über die Zeit der Einschränkungen hinaus. Denn die Leute werden das Geld erstmal zusammen halten und nicht in einen Kaufrausch verfallen (den könnte man jetzt ja auch online ausleben). Sich vielleicht mehr überlegen, was wirklich gebraucht wird… mit unabsehbaren Folgen für die Wirtschaft.
    Na, man wird sehen…

  9. Danke Claudia und Günther für die persönlichen Stimmungsberichte.
    Brendan: ich folge auch drosten, aber nicht so sehr, weil er in persönlichen Facetten punktet, sondern weil sein Verständnis auch dem der anderen „staatswissenschaftlern“ der Welt vergleichbar ist.

  10. @Claudia:

    Endlich tritt die „global vernetzte“ Wirtschaft auch mal ins Bewusstsein von Menschen, die sich „für Wirtschaft nicht interessieren“.

    Irgendwann im letzten Jahrhundert lernte ich im Rahmen meines Wirtschaftsinformatikstudiums etwas über Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, gründete auch selbst gemeinsam mit einem Freund ein kleines Start-Up-Unternehmen und war damit etwa zehn Jahre tätig.
    D.h. ich weiß ungefähr, was es heißt, eigene Konzepte, Kalkulationen und Pläne zu entwickeln, Eigenverantwortung und das unternehmerische Risiko zu übernehmen, mit Banken zu verhandeln, Verträge abzuschließen usw.
    Deshalb kann ich gut nachvollziehen, wie sehr einzelne Unternehmen trotz Möglichkeiten von Kurzarbeit, Home Office und staatlichen Überbrückungshilfen in der derzeitigen Situation in der Luft hängen, keine Planungssicherheit und existenzielle Sorgen haben. Aber genau diese Sorgen teilen sie ja mit ihren Mitarbeitern, die ebenfalls nicht wissen, wie es weitergehen soll.

    Was die „global vernetzte“ Wirtschaft anbelangt, gebe ich zu, viele Dinge nicht zu wissen und als selbstverständlich angesehen zu haben. Internationale Lieferketten, globaler Austausch von Wissen, Waren und Dienstleistungen – also alles, was sich im Hintergrund abspielt, bevor das fertige Produkt in den Regalen und Schaufenstern landet, das alles machen sich die allerwenigsten bewusst. Auch die global vernetzten Kapitalmärkte sind ein Bereich, der mich bisher kaum interessiert hat. Ich habe seit Jahrzehnten eine Online-Bank, erledige meine Bankgeschäfte am Computer und finde es erstaunlich, wenn ich daran denke, dass in „normalen“ Zeiten das meiste reibungslos zu funktionieren scheint.

    Das alles gerät jetzt einwenig ins Wanken, Teile der Industrie und des Handels stehen still, vieles läuft im Minimalbetrieb, und plötzlich merken wir, was es heißt, systemrelevant zu sein. Es ist schon irgendwie gespenstisch, das ein so großes „System“ im Vollbetrieb in so kurzer Zeit fast ganz heruntergefahren werden kann. Dass das nicht ganz ohne Folgen bleiben kann, liegt auch für mich auf der Hand. Wie lange der (Fast-)Stillstand dauern kann, ist noch unklar, aber mehr als ein paar Monate kann es wohl nicht sein, soweit ich die Einschätzungen von unterschiedlichen Seiten mitbekommen habe.

    Anders als nach einem Krieg, wird bei einer Pandemie nichts Materielles wie z.B. Gebäude, Industrieanlagen oder Fabrikshallen zerstört, die wiederaufgebaut werden müssten. Strukturen, Institutionen und Fachwissen bleiben erhalten, werden danach vielleicht da oder dort in Frage gestellt oder verbessert, aber sonst kann das ganze „System“ wie gehabt wieder schrittweise hochfahren, wenn es soweit ist, oder?

  11. @Günther: Ich hatte mich schon immer gefragt, wie das eigentlich vor sich ging, daß Deutschland sich nach dem 2. Weltkrieg in unvorstellbarer Zeit (wirtschaftlich) erholte. Da habe ich noch eine ordentliche geschichtliche Lücke.

    Das Vernetztsein allzeit (und in jedem Augenblick fast) war mir immer schon nicht geheuer, auch wenn in @Wolf Schneider’s Artikel jemand zu Wort kam, der in etwa sagte, daß heute gelte: Gleichzeit = Raumzeit. D.h. man ist nahezu unmittelbar und fast räumlich mit jedem verbunden.

  12. D

    ie Schwindelambulanz Sinsheim zählt zu den größten Schwindelambulanzen weltweit und hat sich besonders auf seltenere und bislang nicht erkannte Ursachen für Schwindelerkrankungen spezialisiert.

    https://www.schwindelambulanz-sinsheim.de/

    mag ja sein, dass begriffe wie „schwindel“ „ambulante Schwindelbehandlung“
    „Ambulanzschwindel“ grade in der jetztzeit ein klein wenig auf gewöhnungsbedürftigkeit stossen:).

    kann ja sein, dass ein einziger Spezialist (einer von ca 650.000) meinungsführer auf einem bestimmten Fachgebiet sein kann.

    https://www.youtube.com/watch?v=5q8J7yIuSs0

    kann ja sein, dass jeder dem spezialisten vertraut, der ihm am vertrauenswürdigsten erscheint.

    alles unbenommen und vollkommen in Ordnung.

    was für mich nicht in ordnung ist:

    wenn die Begriffe an sich nicht mehr so verstanden und interpretiert werden
    wie sie ursprünglich gedacht waren. womit wir uns sehr schnell wieder in dem vermutlich nie wieder trockenzulegenden Sumpf der Verschwörungen
    befinden.

    wenn experten ihr fachwissen und ihre fachkompetenz von vorneherein
    abgesprochen wird, nur um den eigenen heilen weltbegriff nicht zu gefährden oder gar hinterfragen zu muessen.

    wenn gegenläufige Meinungen und einschätzungen überhaupt nicht mehr
    zugelassen werden, weil ein ergebnisoffener Umgang damit sofort
    ein heile welt bild schief-, oder gar von der wand fallen-, lassen könnte.

    „es gibt keine zuverlässigen Zahlen, die eindeutig den Corona19 virus
    als ausschlaggebende Todesursache für die statistisch erfassen Fälle
    beweisen“

    leider geschieht dies zur zeit nicht nur hier sondern überall auf diesem Globus, wissenschaftliche erkenntnisse beruhen auf allgemein anerkannten
    Kriterien; Forschung, falsifizierbarkeit, ortsungebundene, unabhängige überprüfbarkeit um nur einiges was ich davon begriffen zu haben glaub (hm..)

    ich bin weit davon entfernt „koronaleugner“ zu werden oder zu sein;
    allerdings bin ich sicher, dass dieser Begriff in naher zukunft in den allgemeinen Medien signifikant auftauchen und sich vermehren wird,
    viral gehen wird.

    Der Rote Baron und der Heiligenschein!

    https://www.youtube.com/watch?v=sd_PncrJXmQ

    was mich wirklich stört:

    diese eklatante Arroganz mit der von den politischen Verantwortungsträgern die gesamte Verfassung ausser kraft gesetzt werden kann aufgrund der vom WHO ausgerufenen Pandemie zustands.

    seuchenrecht steht über Verfassungsrecht.

    es ist eher unwahrscheinlich, dass einmal geänderte Gesetze und verfassungsrechte mit der selben Geschwindigkeit wieder zurückgenommen werden, sollte die „krisensituation“ wieder in einen Normalzustand übergehen

    Notstandsgesetzgebung, Ermächtigungsgesetz all das geht mir gewaltig auf den Senkel.

    „panikmachern geht wissen auf den geist.“

    https://www.youtube.com/watch?v=sd_PncrJXmQ

    Zahlenkonfetti: Die desolate Datenbasis der Corona Prognosen

    https://www.youtube.com/watch?v=W1Ho5akuSBM

    ich könnte ewig so weitermachen, aber das soll erstmal genug sein:)
    es bringt eh nur sehr wenig, mangelnde Expertise mit fragwürdigen internetten „hyperlinks“ ausbügeln zu wollen.

    gruss vonner rems
    indawirdmirschwindelligo

  13. @ingo – „was mich wirklich stört:

    diese eklatante Arroganz mit der von den politischen Verantwortungsträgern die gesamte Verfassung ausser kraft gesetzt werden kann aufgrund der vom WHO ausgerufenen Pandemie zustands.
    seuchenrecht steht über Verfassungsrecht.“

    Ergänzend dazu: Maximale Maßnahmen auf Basis minimaler Gewissheit
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=59776#more-59776

  14. https://www.youtube.com/watch?v=VIOZLL6iOa0

    was wirtschaftlich abgehen wird, und bereits schon abgeht.
    (warum ich vor ein paar tagen (!) gefragt habe warum die
    Wirtschaft gegen die wand gefahren wird)

    1, 2 billionen kurzfristig für ein coronarettungspaket.
    das soll für 4 Wochen halten.

    wenns denn doch herbst wird (wie ein gewisser herr kretschmann
    vor 2 wochen geäussert hat) wirds unbezahlbar.

    es wird zweifelsohne faszinierend werden.
    interessante Zeiten?
    naja.
    schaun wir mal
    infakthenewsgo

  15. Offener Brief von Professor Sucharit Bhakdi an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel :
    https://swprs.org/offener-brief-von-professor-sucharit-bhakdi-an-bundeskanzlerin-dr-angela-merkel/

  16. Korrektur zum Link v. Bernd Winkelmann:
    Die Coronakrise und die drohende Umweltkatastrophe – eine gemeinsame Herausforderung? -Nachdenken in Quarantänezeiten

    http://www.winkelmann-adelsborn.de/Dokumente/Corona_und_Umweltkrise_28_3_20.pdf

  17. @alle: es gibt Hoffnung, die Einschränkungen wirken! Während die Medien nur „fasziniert“ auf mehr Sterbefälle schauen, ist die Steigerungsrate der bestätigt Infizierten von 1,5 am 28.3. auf nurmehr 1,2 am 31.3. gesunken. (Jürgen Siebert rechnet das täglich auf Fontblog aus).

    Zu den Corona-Toten und ihrer Diagnose: Wie ich schon öfter schrieb, habe ich diese Kritik durchaus gelesen, halte sie aber für nicht relevant. Warum? Weil es darauf ankommt, was tatsächlich in den Krankenhäusern geschieht! Es lässt sich doch nicht wegdiskutieren, dass in Italien und Spanien und NewYork Zustände herrschen, wie man sie eben NICHT jedes Jahr wegen der Wintersterbefälle aufgrund sonstiger Grippen und mehrfacher Krankheiten hat. Bei weitem nicht! Und auch bei uns steigen die Belegungsraten, es wird noch immer erwartet, dass auch hierzulande „die Grenzen der Belastbarkeit“ erreicht werden – hoffen wir mal, dass das nicht passiert.

    Update: Wie ich gerade lese, bewegen sich die Schweden doch in Richtung der bei uns aktuellen Beschränkungen. Gymnasien, Berufsschulen und Universitäten sind geschlossen, am Sonntag wurden die Zahlen für Versammlungen von 500 auf 50 herunter gesetzt. Restaurants sind noch immer offen, Homeoffice wird „empfohlen“ und Besuche in Altersheimen sind jetzt verboten.

    Dazu sagen die Kritiker nichts – und auch du, Ingo, sagst dazu nichts!

    Deshalb habe ich kein Problem mit den Einschränkungen, hoffe aber, dass sie gelockert werden, wenn die Steigerungsraten unter 1 fallen. Dass unser eigener Innenminister allerdings durch seinen Einreisestopp für Helfer die halbe Landwirtschaft in Aufruhr versetzt, finde ich falsch. Selbst wenn unter den Helfern Corona-Fälle auftreten sollten, werden sie eben hierzulande (vermutlich besser) versorgt als zuhause.

    Ich gehe übrigens nicht davon aus, dass das alles „bis Herbst“ dauern wird. Großveranstaltujngen werden noch lange nicht stattfinden, aber spätestens im Mai werden wir Lockerungen im normalen Leben sehen. Und die Industrien werden genau dann wieder anfangen, wenn sie ihre Teile wieder geliefert bekommen – die haben ja nicht „auf Befehl von oben“ aufgehört.

    Wie es verläuft, wenn (fast) keine Einschränkungen im Alltag verordnet werden, sehen wir einerseits an den zu spät aktiv gewordenen USA, werden es aber viel näher und deutlicher an Schweden sehen, die noch immer einen weitgehend normalen Alltag pflegen – als einzige in Europa. Vielleicht schaffen sie es ja, ich bin gespannt!

    Update: Wie ich gerade lesen, hat Schweden nun auch ein paar mehr Restriktionen eingeführt, aber es ist noch alles ein gutes Stück weit von unseren entfernt.

  18. @Claudia: Was Du zu Schweden und anderen Ländern anmerkst: Es ist doch so, M.E., daß all die Zahlen und Maßnahmen schwer vergleichbar sind. Letztlich ist es wohl so, daß man wohl nur innerhalb EINES Lands den jeweiligen Zahlen Gewicht geben kann.
    @Horst hat gestern einen famosen Artikel geschrieben, den würde ich allen anempfehlen.

    Ich denke auch, daß mit bestimmten Massnahmen (u.a. Makenpflicht in öffentlichen Räumen) ein Schritt zur Öffnung gegangen werden könnte. An Konzerte/Theater/Kino/Kunstausstellungen im Sommer/Herbst mag ich im Moment nicht glauben, da wird es schwierig.
    Und obwohl diese Dinge nicht „lebenswichtig“ sind, finde und fand ich sie höchst attraktiv. Im Gegensatz zu Dir, @Claudia, war ich ja ein häufiger Gänger zu kulturellen Veranstaltungen. Es war wie das Salz in der Suppe und ungewürzte Speisen mag niemand. Jede Veranstaltung dieser Art befeuerte mich auch in meinem Alltag.
    Aber ich gebe zu, das ist (leider) im Moment kein Thema.

  19. „Exit-Strategien: Maßnahmen für Kinder sollten schnellstens überdacht werden. “ https://www.nachdenkseiten.de/?p=59809

  20. @Ute:

    Kinder scheinen das Virus aber auch nicht in dem Maße zu übertragen, wie es andere Bevölkerungsgruppen tun.

    Aha. Der Artikel ist nicht unterschrieben, auch schon das 1. Statement darin kann man bezweifeln.

  21. @Ute: Das liest sich für mich wie eine Rechtfertigung überfordeter Eltern, die Kinder möglichst schnell in die Schule zu geben, weil sie mit Hausbüro und Hausbeschulung völlig überfordert sind. Was in der Tat auch ein Problem ist, sollten die Schulen länger geschlossen bleiben als bis Ostern. Studenten können vielleicht ein Semester aussetzen und vieles tatsächlich zu Hause lernen. Je jünger die Kinder sind, desto schwieriger wird das Lernen. – Das ist eine wohlwollende Interpretation.

    Gehässig ließe sich sagen, dass viele Eltern jetzt Mal merken, dass ihre Jaqueline-Chantal oder Xaver- Ludwig mitnichten hochbegabt und lediglich unterfordert, sondern einfach nur schrecklich verzogene, bockige Gören sind, um die sich doch bitte gefälligst wieder die Lehrer zu kümmern haben, weil die Eltern sie selbst nicht im Griff haben. Aber wir wollen in diesen Zeiten ja nicht so böse sein.

  22. @Gerhard – „Aha. Der Artikel ist nicht unterschrieben, auch schon das 1. Statement darin kann man bezweifeln.“

    Verstehe nicht, was du damit meinst?

  23. @Brendan – „Gehässig ließe sich sagen, dass viele Eltern jetzt Mal merken, dass ihre Jaqueline-Chantal oder Xaver- Ludwig mitnichten hochbegabt und lediglich unterfordert, sondern einfach nur schrecklich verzogene, bockige Gören sind, um die sich doch bitte gefälligst wieder die Lehrer zu kümmern haben, weil die Eltern sie selbst nicht im Griff haben. Aber wir wollen in diesen Zeiten ja nicht so böse sein.“

    „Böse“ ist ein Begriff, den ich tunlichst meide, da ein weites Feld…

    Die obige Beschreibung verdeutlicht doch, wie sehr Kinder auch auf Unterstützung, außerhalb des Elternhauses, angewiesen sind.
    Die Gründe für ‚überforderte Eltern‘ sind zahlreich und moralische
    Be- wie Abwertung helfen nicht weiter.
    Zudem habe ich u.a. das hier im Hinterkopf:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article206938253/Corona-Roerig-sieht-Anstieg-von-Gewalt-gegen-Kinder.html

  24. @Ute, der von Dir verlinkte Artikel ist nicht mit Klarnamen unterlegt.
    Nochmal:

    Kinder scheinen das Virus aber auch nicht in dem Maße zu übertragen, wie es andere Bevölkerungsgruppen tun.

    Was sagst Du zu solch einer Behauptung im artikel?

  25. @Gerhard – -„der von Dir verlinkte Artikel ist nicht mit Klarnamen unterlegt.
    Der Name der Autorin ist im Artikel mit Sandra Reuse angegeben.

    „Kinder scheinen das Virus aber auch nicht in dem Maße zu übertragen, wie es andere Bevölkerungsgruppen tun.
    Was sagst Du zu solch einer Behauptung im artikel?“

    Das ist für mich nicht im Fokus meiner Betrachtung, da ich, wie schon an anderer Stelle angemerkt, als zur gefährdeten Gruppe zugehörig definiert,
    bereit bin, zugunsten der jungen Menschen mich ‚zurück zu nehmen‘.
    Für mich ist wichtiger, wenn die Autorin schreibt:
    „Die Risiken und gesundheitlichen und wirtschaftlichen Opportunitätskosten für Kinder und ihre Familien sollten auf Basis der vorliegenden Zahlen hinterfragt werden. Das körperliche und psychische Bedürfnis von Kindern nach Sozialkontakten mit Gleichaltrigen, aber auch zu anderen Familienmitgliedern, nach Bewegung im Spiel, nach frischer Luft und Tageslicht, sollte in diesen Abwägungsprozess einfließen.“

    Im Übrigen unterhalte ich auch in Corona-Zeiten Kontakt zu meiner Enkelkinder-Schar und das ohne 1-2 Meter Abstand zu halten.

  26. „Sag mir was du liest, und ich sage dir wer du bist.“
    Dieses alte bekannte Sprichwort (Verfasser unbekannt!?) könnte man heute umformulieren bzw. ergänzen in:
    „Sag mir was du liest, hörst und schaust, und ich sage dir wer du bist.“

    Aber so einfach ist das wohl nicht.
    Sicher, wer immer nur die gleichen (Sozialen) Medien, Blogs, Youtube-Videos konsumiert, befindet sich bald in einer „Echo-Blase“, wo sich seine Ansichten vielfach bestätigen, verstärken und einzementieren – der Blick von Außen wird immer schwieriger oder unmöglich, es gibt kein Korrektiv mehr, das den eigenen Standpunkt infrage stellt und wenn man auf Andersdenkende trifft, reagieren dann viele mit Unverständnis, Ärger und/oder Empörung.

    Bis vor wenigen Wochen war das ein bekanntes soziologisches bzw. psychologisches Phänomen, das zwar manchmal problematisch, aber weiter nicht so schlimm war. Wir leben ja in einer pluralistischen und liberalen Gesellschaft, wo jeder seine individuelle Ansichten und Meinungen haben darf und vertreten soll. Im besten Fall kommt eine konstruktive Diskussion oder ein kritischer Diskurs zustande – im schlechtesten Fall redet man aneinander vorbei, ignoriert sich, schreit sich an oder will eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben.

    Heute bzw. seit einigen Wochen ist das einwenig anders, glaube ich. Es treffen in der Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit diesem Thema „Coronavirus“ diese unzähligen unterschiedlichen „Echo-Blasen“ aufeinander, richten sich (fast) alle – wie durch einen großen unsichtbaren „Magneten“ verursacht – gleichartig aus, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: dieses neuartige und für viele tödliche Virus so schnell wie möglich los zu werden. Mehr oder weniger im globalen Gleichschritt wird von (fast) allen Regierungen dieser Welt im Eiltempo beraten, entschieden und gehandelt. Die Zeit drängt, das neuartige Virus breitet sich rasend schnell aus, bedroht und tötet brutal und unbarmherzig. Rettung und damit ein Happy-End ist noch nicht in Sicht.

    Klingt wie der spannende Plot des ersten Teils eines Katastrophenfilms, ist aber – und das fasse ich noch immer nicht ganz – unsere REALITÄT, was immer das sein soll. Zum Philosophieren auf der Höhe der aktuellen Ereignisse hat wohl derzeit keiner Zeit und einen freien Kopf – angesichts der dramatischen Bilder.
    Ich nehme an, wir befinden uns derzeit in einer globalen „Echo-Blase“. Das ist absolut neu, faszinierend und einzigartig, mit dem war nicht zu rechnen…

    Teil 2 dieses „Katastrophenfilms“ folgt demnächst… hoffentlich.


    PS: Ich schreibe immer ‚fast‘, weil wahrscheinlich viele den Ernst der Lage noch immer nicht ganz checken.
    Zwei Beispiele: der Präsident Lukaschenko aus Weißrussland hält den weltweiten Umgang mit Corona für eine „Psychose“. Oder der Präsident Berdimuhamedow aus Turkmenistan verbietet gleich landesweit das Wort „Coronavirus“, d.h. es darf weder darüber berichtet noch gesprochen werden.
    Ich denke, nicht wenige „einfache“ Leute hier im sogenannten Westen ticken (noch) ähnlich wie diese zwei „Präsidenten“…

  27. @Günther – „Die Zeit drängt, das neuartige Virus breitet sich rasend schnell aus, bedroht und tötet brutal und unbarmherzig. Rettung und damit ein Happy-End ist noch nicht in Sicht.“

    Zur Angstminderung finde ich daher Einlassungen wie folgende
    sehr hilfreich: „Wir kultivieren mit dieser Maßnahme den Erreger“
    https://www.radiomuenchen.net/podcast-archiv/radiomuenchen-themen/2013-04-04-17-32-41/1816-wir-kultivieren-den-corona-erreger.html

  28. @Günther – „Sicher, wer immer nur die gleichen (Sozialen) Medien, Blogs, Youtube-Videos konsumiert, befindet sich bald in einer „Echo-Blase“, wo sich seine Ansichten vielfach bestätigen, verstärken und einzementieren …“

    Bezieht sich das auch auf die Berichterstattung des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens über das Coronavirus?

  29. hi @claudia

    Update: Wie ich gerade lese, bewegen sich die Schweden doch in Richtung der bei uns aktuellen Beschränkungen. Gymnasien, Berufsschulen und Universitäten sind geschlossen, am Sonntag wurden die Zahlen für Versammlungen von 500 auf 50 herunter gesetzt. Restaurants sind noch immer offen, Homeoffice wird „empfohlen“ und Besuche in Altersheimen sind jetzt verboten.

    Dazu sagen die Kritiker nichts – und auch du, Ingo, sagst dazu nichts!

    ich muss schwer an mich halten um gerade dies nicht zu tun:)
    verbotene Besuche im Altersheim“:

    ich wohne seit ca 10 jahren mit meiner mutter zusammen
    seit 4(5? au a mann, wie die zeit vergeht) im schwäbischen
    davor in Salzgitter.

    ich bin dagegen, die „alten“ ins Altersheim „abzuschieben
    und habe mir zur Aufgabe gemacht, selbst wenn alles andere den Bach runter geht, wenigstens das Restleben meiner mutter (85) ein wenig
    mit dem in meiner kraft stehende zu „verbessern“.

    dazu wäre sehr viel zu sagen, mach ich aber aus persönlichen Gruenden nicht.

    jeder muss wohl selbst entscheiden wie sehr er/sie sich um seine altvorderen
    kümmert; ich habe meinen spass gehabt, bin im grossen und ganzen „gescheitert“ was das wirtschaftliche anbetrifft.

    meine eigene familie ist weit (zeitlich und räumlich) von mir entfernt
    und selber bin ich auch schon mitte 60. was also ist der plan für mein restleben?

    irgendwas konkretes sollte schon dauerhaft dabeisein, larifari hatte ich genügend und sehe es auch täglich in meinem umfeld.

    danke. kein bedarf.

    nur mal so angenommen:
    meiner mutter gehts gesundheitlich schlecht; sie befindet sich in einem altersheim, das allein für die unterbrinung ihre komplette rente plus alle möglichen zuschuesse der kasse monatlich komplett aufsaugt.

    jetzt wirds kritisch, und mir wird verboten sie zu besuchen?
    WIE BITTE???“

    ich glaube es hackt!!

    oder andersrum:
    kontaktverbot werdender _Väter in der Kliniik bei der entbindung:
    „WAS ISS???“

    ich sag da nix weiter zu, allein der Umstand dass diese Verbote
    verhängt werden sagt meiner ansicht nach alles über dieses System
    obrigkeitshöriger schlafschafe in einem vollkommen unmoralischen
    Obrigkeitsstaat mit all den üblichen widerlichen Exemplaren
    der ‚Machtausübenden.

    ich muss schweigen um mich nicht um kopf und kragen zu „schreiben“

    das hat rein garnichts mit uninformierter Borniertheit zu tun sondern ist das Ergebnis einer 65 Jährigen lebens- und berufserfahrung.

    sorry dafür, aber ich sehe die dinge nun mal etwas anders als der wohlbehütete Mainstream in seinen gepflegten Spritzguss gefängnissen und den stromliniengeföhnten haschmichichbinderfrühling meinungen.

    nix für ungut
    gruss vonner rems
    inistauchnurnemeinungo

  30. @Ingo – habe gerade auch mit meinem aufgeregten Schwiegersohn
    gesprochen, dessen Vater (in Finnland lebend) aufgrund eines Sturzes
    operiert werden muss. Seine Frau darf ihn nicht besuchen, weil sie
    selbst , 70 plus, als Risikogruppe definiert wird. Es ist unglaublich, was
    an sog. Kollateralschäden durch diese sog. Schutzmaßnahmen in Kauf genommen wird. Der Vater ist dement und dürfte nach Aufwachen
    der Narkose noch verwirrter sein, und die Mutter ist in heller Aufregung
    vor Angst. Solcher Art von Fremdbestimmung im Gewand des, „alles zu unserem Besten“, bringt mich auf die Palme.

    Andere Tragödien erlebe ich gerade mit Menschen, denen ein naher Angehöriger verstorben ist, und wo die Trauerfeier / Bestattung auf nicht absehbare Zeit aufgeschoben wird. Solche restriktiven Maßnahmen blockieren lebensnotwendige Trauerprozesse und fördern Traumata.
    Mir geht das alles sehr zu Herzen.

  31. Gut, @Ingo, dass deine Mutter nicht in einem Pflegeheim ist:
    https://pflege-prisma.de/2020/03/31/sterbezahlen-in-pflegeheimen/

  32. https://www.youtube.com/watch?v=pFFZKG5Yq_w&feature=youtu.be

    dieser rainer maria war schon so ein vorseher..
    stell dir vor du könntest wenn du könntest,
    stell dir vor du würdest wenn du könntest
    stell dir vor dein käfig wäre keiner

    stell dir eine welt für freie panter vor
    und stell dir vor es wäre frieden
    stells dir vor, stells dir einfach vor.

    stell dir vor es gäbe freiheit
    stell dir vor es steht dir frei
    ein universum aus echter freiheit,
    stell dir vor du wärest frei.

    inunddannguggnachrichtengo

  33. @Ute Plass:

    „Zur Angstminderung…“

    Hmm, denkst du, ich hätte Angst? Wie kommst du auf diese Idee?
    Ich würde meinen emotionalen Zustand mittlerweile eher als gefasst bezeichnen, zumindest die meiste Zeit über. Ich bin mit mir im Reinen. Fassungslos machen mich nach wie vor die Art, Reaktion und der Umgang vieler Menschen mit dieser Pandemie und deren Auswirkungen. Man lernt Menschen plötzlich erst richtig bzw. ganz anders kennen. Aber dazu habe ich ja schon einiges geschrieben.

    „…Echo-Blase…“
    „Bezieht sich das auch auf die Berichterstattung des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens über das Coronavirus?“

    Das kenne ich nicht – ich wohne in der Nähe von Wien.
    Aber ich nehme an, dass (fast) in jedem Land derzeit versucht wird, über das Coronavirus zu berichten – die einen aufgeregter, die anderen unaufgeregter – je nach politischem System, Kultur und Gewohnheit. Auch Kommentatoren, Redakteure und Journalisten sind „nur“ Menschen, denke ich…

  34. @Günther:

    „Rettung und damit ein Happy-End ist noch nicht in Sicht.“

    es deutet sich immerhin Besserung an! Die Verdoppelungsrate der Infizierten ist gegenüber einem Verlauf ohne Einschränkungen schon deutlich verlangsamt.
    Ich verfolge das im Fontblog.

    @Ingo: ich finde bewundernswert, wie du dich um deine Mutter kümmerst! Und bzgl. meiner Frage scheinst du mich falsch verstanden zu haben: ich meinte, die Kritiker (und du) relativieren die Gefahr unter Hinweis auf viele Falschdiagnosen, sagen aber nichts zur konkreten Lage in den Krankenhäusern, die wir doch ganz real in Italien, Spanien und New York sehen können.

    Mit dir bin ich der Meinung, dass diverse Besuchsverhinderungsregelungen unmenschlich sind! Gestern sah ich im TV, dass eine Familie die Mutter (Krebs im weit fortgeschrittenem Stadium) nicht besuchen darf – nur einmal wurde die Frau im Rollstuhl an ein Fenster gerollt, um mit der draußen/unten stehenden Familie zu kommunizieren. Was für ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass die Frau sowieso bald sterben wird…
    (in Berliner Hospizen dürfen Angehörige immerhin noch kommen, Ehrenamtliche aber nicht mehr, was jene ohne Angehörige sicher sehr vereinsamt).

    Ebenso verrückt die Väter-bei-Geburt-Regelungen – keine Ahnung, ob das pro Krankenhaus verschieden ist, Manche dürfen wohl bei der Geburt dabei sein, dürfen dann aber nicht bleiben!

    Ganz furchtbar muss es auch für diverse Demente sein, die in ihre Zimmer gesperrt sind und Pflegepersonal plötzlich nurmehr in voller Schutzmontur zu Gesicht bekommen. Siehe auch den Fall, den Ute berichtet.

    Gleichzeitig sehen wir Berichte über Alten- und Pflegeheime, wo hohe Ansteckungsraten sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Pflegenden festgestellt wurden – inkl. vergleichsweise vieler Todesfälle.
    Nun kann man vielleicht sagen: das sind Hochaltrige, die sowieso bald sterben werden, sollen sie doch Besuche auf eigenes Risiko empfangen… aber das Pflegepersonal? Wenn das ausfällt, was dann?

    Wer noch laufen kann, hat in Altenheimen Glück, denn eine Ausgangssperre gibt es für die Bewohner bundesweit nicht. Man versucht nur, „sie zu überzeugen“, aber einige halten sich nicht dran.

    Ich möchte nicht in dieser Zwickmühle stecken, hier Maßnahmen entscheiden zu müssen!

  35. @Günther –
    ‚Angstminderung‘ beziehe ich auf mich selbst, weil es mir hilft unterschiedliche (ExpertInnen)Stimmen zur jetzigen Krise anzuhören und eben nicht in einer ‚Echo-Blase‘ hängen zu bleiben.
    Gibt es in Österreich ähnliche Kritik wie diese
    https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-scharfe-kritik-an-ard-und-zdf-wegen.2849.de.html?drn:news_id=1114517 ?

    Gerade erhalte ich von meiner, in Frankfurt lebenden Freundin,
    einige lesenswerte Artikel, die in der Frankf. Rundschau erschienen sind:

    https://www.fr.de/frankfurt/frankfurter-stadtdekan-gott-dank-lebt-jetzt-diskurs-wieder-auf-13635529.html

    https://www.fr.de/panorama/solitaer-wird-solidaer-13635382.html

    https://www.fr.de/politik/corona-folgen-klimakrise-gerecht-loesen-13635402.html

  36. @Claudia – „…. ich meinte, die Kritiker (und du) relativieren die Gefahr unter Hinweis auf viele Falschdiagnosen, sagen aber nichts zur konkreten Lage in den Krankenhäusern, die wir doch ganz real in Italien, Spanien und New York sehen können. “

    Leider ist es ja so, dass ‚die Kritiker‘, nicht das Gehör finden, wie die von sog. ‚Leitmedien‘ als ‚ glaubwürdige Experten‘ bezeichneten.
    Bezüglich der konkreten Lage in den Krankenhäusern gibt es auch von den als ’nicht seriös deklarierten Experten‘ Antworten: siehe z.B.
    https://www.wodarg.com/fragen-antworten-zu-covid-19/

    Unglaublich wie die Person Wodarg angegriffen wird:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=59726

    @Günther: hier ein Beitrag, der sich u.a. mit der Situation in Österreich
    beschäftigt: https://www.servustv.com/videos/aa-23g8k22691w12/

  37. Vielleicht interessiert es einige:
    „Der statistische Geburtsfehler der Covid-19..“

    https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/kekule-corona/geburtsfehler-bei-covid-zahlen100.html

    Meine Kritik geht auch in die Richtung, dass politische Entscheidungen mit ungeheurer Tragweite zu einseitig aufgrund von Virologen-Expertenmeinungen getroffen werden. Wo bleibt das multiprofessionelle und interdisziplinäre ExpertInnen-Team?

    Die Forderung nach einer Baseline-Studie erachte ich für richtig:
    https://www.openpetition.de/petition/online/fuehren-sie-die-baseline-studie-durch-wir-brauchen-endlich-saubere-corona-daten

  38. @Ute Plass: mich überzeugt Claudias Hinweis, dass der Blick auf andere Länder belegt, wie die fatalen Folgen der Pandemie aussehen. Wenn viele Tote Covid19 zugeschrieben werden, weil die Menschen den Virus trugen, mag das mathematisch und wissenschaftlich zu Relativierungen verleiten.

    Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Kapazitäten der Krankenhäuser völlig überlastet sind mit all den schlimmen Folgen. Also haben wir es nicht mit einem erklärbaren Phänomen zu tun, sondern mit einer ganz realen Bedrohung, die durch das Virus ausgelöst wurde. Jedenfalls hat das nichts mit falschen Interpretationen oder Zählweisen zu tun.

    Ich finde es geradezu tragikomisch, dass gerade diejenigen, die sonst (berechtigterweise) die lauteste Kritik an unserem mangelhaften Gesundheitswesen und in der Pflege äußern, nun zu erkennen scheinen, dass es in anderen Ländern (Italien, Spanien, Frankreich, USA und vllt. noch an vielen weiteren Ecken der Welt) wesentlich mehr zu beanstanden gibt. Ich frage mich, wie kann es sein, dass Deutschland nun als geradezu vorbildlich im Vergleich zu den anderen Ländern gesehen wird? Wodarg macht nichts anderes, als die Hoffnung zu stärken, dass das deutsche Gesundheitswesen mit dieser Herausforderung klarkommt. Genau das wissen wir aber noch gar nicht.

  39. @Horst Schulte – „Ich finde es geradezu tragikomisch, dass gerade diejenigen, die sonst (berechtigterweise) die lauteste Kritik an unserem mangelhaften Gesundheitswesen und in der Pflege äußern, nun zu erkennen scheinen, dass es in anderen Ländern (Italien, Spanien, Frankreich, USA und vllt. noch an vielen weiteren Ecken der Welt) wesentlich mehr zu beanstanden gibt. “
    Das schlecht Bestehende mit dem noch schlechter Bestehenden zu vergleichen hilft ja nicht weiter. Und es ist doch prima, wenn die vielen
    kritischen Initiativen hier vor Ort mit dazu beigetragen haben, dass die ‚Schwarze Null‘ sich nicht noch tiefer in das Gesundheitswesen eingegraben hat. Stichwort: Bündnis Care-Revolution.

    Das dieses Virus eine reale Bedrohung darstellt bezweifle ich nicht, stelle die Bedrohung allerdings in einen größeren Zusammenhang:
    Zitiere:
    „Man kann ihn förmlich riechen, den Angstschweiß, der aus den Poren von Fernsehsendungen und Posts in den Sozialen Medien dringt: jetzt, wo es unserem politischen und medialen Establishment endlich dämmert, was das Coronavirus eigentlich bedeutet. Und ich spreche hier nicht von der Gefahr, die für unsere Gesundheit besteht.“
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=59872#more-59872

    Und nun rufen die Enkelkinder :-)

  40. Nein, es hilft nicht. Aber es hilft denen, die so überschwänglich kritisieren, das Verhältnis von Maßnahmen und Wirkungen, die die deutsche Regierung getroffen hat, vielleicht mit anderen Augen zu sehen. Wenn die getroffenen Maßnahmen so furchtbare Wirkungen haben (was ich übrigens keineswegs bezweifle) wie heißt denn für die Kritiker die Alternative? Lassen sie diese Frage nicht weitgehend unbeantwortet?

    Hier noch ein schönes, besser gesagt, interessantes und lehrreiches Video. https://youtu.be/3z0gnXgK8Do

  41. @Claudia:
    Ich bin auch lieber Optimist als hoffnungsloser Schwarzmaler. Aber die Zahlen geben nicht sehr viel her, solange man die Dunkelziffer der Infizierten nicht besser schätzen kann. Aussagekräftig sind meiner Ansicht nach nur die an Covid-19 Verstorbenen – und die steigen überall relativ schnell.
    Und bis die sogenannte Herdenimmunität in jedem Land erreicht ist, dauert es noch sehr lange – gerade bei flachen Kurven, die man ja erreichen will. In Deutschland mag das Gesundheitssystem ausreichen (die nächsten Wochen werden das entscheiden), aber in anderen Ländern, vor allem in großen Städten, siehts eher traurig aus. Aber das hast du ja eh auch geschrieben.

    @Ute Plass:
    Kritik an den Regierungsmaßnahmen und am öffentlich-rechtlichen Fernsehen gibt es in Österreich von vielen Seiten. Obwohl die Oppositionsparteien in der ersten Schockstarre vor mehr als zwei Wochen geschlossen und einig die notwendigen drastischen Maßnahmen mitgetragen haben, versuchen sie sich gerade in der „Ruhe vor dem Sturm“ (Originalzitat von Kanzler Kurz am Wochenende) zu profilieren und politisches Kleingeld zu wechseln, was nicht verwundert – sie machen das, was sie in einer Demokratie sollen und bedienen dabei ihre Wählerschichten. Verantwortung in dieser schwierigen Situation müssen sie nicht übernehmen, da ist es relativ leicht zu kritisieren. Aber so funktioniert eben das politische Spiel, das offensichtlich trotz schwerer Krise (noch) munter weitergespielt wird.

    Kritik am öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das ich in „Normalzeiten“ fast nicht mehr konsumiert habe, nehme ich zur Zeit nicht so wahr. Er hat in solchen außergewöhnlichen Krisenzeiten auch sehr viel Verantwortung, das darf man meiner Ansicht nach nicht außer acht lassen. Die Gratwanderung zwischen beunruhigender und beruhigender Information ist derzeit besonders schmal und schwierig. Man will den Großteil der Bevölkerung weder panisch bzw. mutlos machen noch im Unklaren bzw. unwissend lassen, weil sie ja die Maßnahmen verstehen und mittragen sollen. Unter diesem Blickwinkel schaue ich mir diverse Sendungen an. Mir ist aber völlig klar, wie manipulierend und verdummend Fernsehen im Grunde ist bzw. sein kann.

    Ich lese relativ viele Kommentare in den Online-Medien, damit ich einen möglichst ungefilterten Eindruck von der Stimmung in der Bevölkerung bekomme. Genau dieser Eindruck führte in den letzten Tagen und Wochen bei mir persönlich zu vielen Erkenntnissen und zu einem Umdenken.
    Zur Zeit gibt es viele selbsternannte „Experten“, praktisch jeder ist einer und „weiß“ es besser als der andere. Die Unsicherheit und Aufregung ist groß. Jeder kritisiert alles und jeden. Man zweifelt an und sucht Schuldige.
    Wirklich große Verantwortung haben aber zur Zeit nur ganz wenige, in deren Haut ich jetzt nicht stecken möchte. So wichtig Kritik in einer offenen und freien Gesellschaft in „normalen“ Zeiten ist, aber jetzt ist nicht der Augenblick, Öl ins Feuer zu gießen. Die Situation ist (wird?) dramatisch und gefährlich genug, finde ich.

  42. Das von Horst verlinkte Video von MaiLab hab ich heute auch angeschaut. Die Frau finde ich toll! Grade hat sie ihr erstes Kind bekommen, das ist ihr erstes neues Video nach der Geburt. Ihre Art ist so unnachahmlich freundlich und mitfühlend, auch bei recht unschönen Themen.

    In diesem Video erklärt sie die Pandemie und erläutert verschiedene Szenarien – nirgends wurde bisher so deutlich und mit Zahlen unterlegt, dass es so schnell keine „zurück zu normal“ geben wird. Insbesondere eine Sache hab ich so klar noch nirgends gehört: Wir werden nie und nimmer auf „natürlichem Weg“ zur Herdenimmunität kommen! Enden wird das Desaster mit der Impfung, die frühestens in einem Jahr kommen soll.

    Heute hat der Senat von Berlin getagt, R2G hat jetzt auch einen Bußgeldkatalog verkündet, aber in einem Punkt haben sie „gelockert“, über den ich mich lautstark beschwert hatte: Man darf sich jetzt wieder auf Bänke und sogar auf einer Decke auf die Wiese setzen! Natürlich nicht in Gruppen und mit 5 Metern Abstand. Grillen ist jetzt explizit verboten.
    Es wird nämlich bald warm hier…
    Auch bisher bestehende Pflicht für jeden, im Freien seinen Ausweis mitzuführen, wird wieder abgeschafft. Auch das hatte scharfe Kritik gegeben.

    Update: die Besuchsregelungen in Berlin sind nicht ganz so unmenschlich wie anderswo – danke R2G!
    Zitat aus dem heute aktualisierten Covid-19 Maßnahmengesetz

    § 6 Besuchsregelungen

    (1) Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern dürfen vorbehaltlich des Absatzes 2 keinen Besuch empfangen.

    (2) Kinder unter 16 Jahren und Schwerstkranke dürfen einmal am Tag von einer Person für
    eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Menschen mit Atemwegsinfektionen.

    (3) Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und besonderen Wohnformen im Sinne des Neunten Buchs Sozialgesetzbuch vom 23. Dezember 2016 (BGBl. I S. 3234), das zuletzt durch Artikel 8 des Gesetzes vom 14. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2789) geändert worden ist, dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren oder von Menschen mit Atemwegsinfektionen.

    (4) Patientinnen und Patienten in Einrichtungen der Sterbebegleitung sowie Bewohnerinnen und Bewohner von solchen Einrichtungen und Schwerstkranke und Sterbende unterliegen keinen Beschränkungen für den Empfang von Besuch.

    (5) Gebärende dürfen sich zur Geburt in einem Krankenhaus von einer Person eigener Wahl begleiten lassen. Neugeborene und deren Mütter dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren, ausgenommen Geschwister des Neugeborenen, oder von Menschen mit Atemwegsinfektionen.

    (6) Besuche von mit der Seelsorge betrauten Personen sind, gegebenenfalls unter Auferlegung erforderlicher Verhaltensmaßregeln, stets zulässig.

  43. https://www.youtube.com/watch?v=hW3j-EzDsrI

    mpi schreiben im original an schwindelforscher

    Das RKI (Robert Koch Institut) untersagt eben diese Untersuchungen an den ang. „Corona-Opfern“ wegen ☣️ANSTECKUNGSGEFAHR☣️ … 😂🤣😂 … klar, die Leiche könnte ja den Pathologen anhusten. Da muss einer beim RKI zu viele Zombiefilme geschaut haben.

    🖕😡🤬 FUCK, wenn es nicht so ABGRUNDTIEF VERBRECHERISCH wäre, wäre es zum SCHREIEN KOMISCH. 🤪

    Mit anderen Worten, und ich bringe es jetzt mal GANZ KACKDREIST AUF DEN PUNKT: Das „Robert kocht auch nur mit Wasser-Institut“ bescheisst uns nicht nur nach Strich und Faden, sondern gibt jetzt auch noch die Anweisung die BEWEISE für diesen MEGABETRUG zu verbrennen oder zu begraben.

    WER JETZT IMMER NOCH NICHT RAFFT WAS HIER LOS ist, sollte sich ganz schnell eine CT machen lassen und überprüfen lassen, ob er in seinem Schädel noch ein Gehirn hat, oder da nur noch ein paar „Covid19“ Viren rumkullern.

    Gut, ich bin froh, dass man diesmal einen „Virus-Witz“ gewählt hat um die Finanzblase zu „entlüften“, aber, dass wir uns fast alle DERART von den „kompetenten Institutionen 🤢🤮“ VERARSCHEN LASSEN und oben drauf noch unsere FREIHEIT MASSIV BESCHNEIDEN lassen ist schon krass!

  44. inzitiertanderego Ich habe das Video eben angesehen und gleich kommentiert. Es gibt viele, viele dumme und dümmste Kommentare. Diese Bewertung mache ich daran fest, dass dort über Alternativen zum Vorgehen der Regierung (Lockdown) nichts zu erfahren ist. Diese Leute meckern mit oder ohne Aluhut auf dem Däts. Die können vermutlich auch gar nichts anderes, als blöde Sprüche abzusondern.

    Wie verhält sich das für dich? Schließt du dich ernsthaft diesen Idioten an und erklärst uns netterweise hier einmal, wie du dazu kommst, diesen Quatsch zu unterstützen? Ich hoffe mal, du siehst dir die aktuelle Lage in anderen Ländern an und vergleichst auch einmal die dort getroffenen Maßnahmen mit denen, die hier in Deutschland gelten. Glaubst du, dass die Bilder der Opfer, die uns in den Nachrichten gezeigt werden (in Italien, Spanien, Frankreich oder USA u.s.w.) gefakt sind und der Deep State die Finger im Spiel hat? Natürlich kann es sein, dass sich unter den Toten Menschen befinden, die nicht am Corana-Virus verstorben sind sondern mit diesem Virus. Das ändert aber nun leider gar nichts daran, dass die Toten da sind. Oder gehst du soweit, auch das zu bestreiten?

    Alles in allem, bitte teile uns doch einmal mit, welchen Umgang du in verantwortlicher Positionen pflegen würdest. Übrigens, dass das RKI nur mit Wasser kocht, ist doch eine Binse. Dort herrscht zwar die Wissenschaft aber weder Prof. Wieler noch seine Mitarbeiter haben je behauptet, alles richtig zu machen. Was treibt dich an, von einem Megabetrug zu berichten? Weißt du mehr oder spinnst du einfach nur herum?

  45. Nicht so aufregen! Ingo hat ’nen Brass, schon klar.

    Mich bewegt aber durchaus auch die Frage, warum du, Ingo, diesen Aluhut-Kritikern über mehrere Tage aufsitzt. Ich hab mein Argument schon mehrfach genannt und will es gern konkretisieren:

    Selbst WENN ein Anteil der Toten an seinen multiplen Krankheiten gestorben ist, in anderen Fällen der Virus „nur“ „hinzu kam“, dann ist und bleibt es doch weiterhin einzig relevant, ob die Intensiv-Betten und Beantmungsgeräte ausreichen bzw. ausreichen werden. Und die laufen derzeit langsam immer weiter voll – ein Groß-Krankenhaus in Brandenburg hat bereits Aufnahmestopp!

    Sowas hatten und haben wir NICHT jedes Jahr bei den üblichen Grippen! Und wie es ist, wenn es nicht mehr genug Behandlungsplätze gibt, das sehen wir doch an Italien, Spanien, USA…. was gibts denn daran herum zu deuteln?

    Und in einer Situation, in der trotz Hochfahren der Produktion Tests noch immer Mangelware und die Labore komplett ausgelastet sind, weit davon entfernt, alle Lebenden testen zu können, bei denen das sinnvoll wäre – in einer solchen Lage ’ne Verschwörungstheorie draus zu machen, dass man Tests nicht an Tote verschwendet…. naja, merkst du selbst, oder?

    Ingo, ich dachte, du bist „systemrelevant“ und arbeitest (wieder)? Nicht?

  46. RKI-Präsident heute:

    „Die Kontaktverbote und weiteren Einschränkungen wirken offenbar. Es sei gelungen,die Reproduktionszahl des Virus auf eins zu drücken, teilte Wieler mit. Das bedeutet, dass ein Infizierter nur jeweils einen andere Person ansteckt. Wenn das so bliebe, wäre mit einer konstant bleibenden Zahl der Corona-Infektionen zu rechnen. Die Hoffnung lautet aber, dass die Reproduktionszahl bald unter eins sinkt. Wenn sie das tut, würde die Ausbreitung des Virus nicht nur verlangsamt, sondern eingedämmt. „

  47. ja, habs wie gesag.. ah geschrieben schirftlich.
    bin systemrelevant und täglich am arbeiten.

    unbenommen davon:
    obiges war ein vollzitat und darüber der link zum schwindelinstitut,
    dessen leiter vermutlich kein alumegahutträger ist
    hat post vom institut erhalten die er vorliest und dazu stellung nimmt.

    was ist daran aluhut?

    sorry.

    dass bodo „ballermann“ auf mainz free tv
    keinerlei hemmungen mehr kennt wenn er den pc anmacht,
    ist mir verständlich, ich sehe jeden monat mal nach was er grade so mitmacht.
    bodo hat n brass, das mag verständlich oder aluhut sein,
    mir vollkommen gleichgültig weil ich daran eh nix ändern kann.
    ich bin alles in allem noch ziemlich ruhig.

    stinknormale informationen,die mehr aussagen als die allgemein grassierende meinungsbekundung rund um den globus
    sind offensichtlich nicht mehr erwüänscht, sollten diese schlcihten infos
    nicht in den massengeschmack passt.

    ok. alles gut.

    ich werde bodo und seine äusserungen nicht kommentieren,
    bodo beschäftigt sich wie sehr viele anderen auch mit den folgen von den
    gehirnwäschen imjahr 2001.
    dazu schriebe ich nix mehr, allein der begriff Aluhut
    geht mir schon sowas auf den senkel, dass sich meine fingerkuppen
    von selbst schon vor der tastatur wegflüchten soolte sich eine begriffsstrukur
    die auch nur in der harmlosesten art und weise nach terror et all bilden könnte, gibts den blauen bildschirm.

    wann wird der begriff coronaleugner eigentlich hoffähig?

    seis drum.
    NEIN. ich streite mich hier nicht mir aluhutleugnern und em ganzen geraffel
    drumrum. will ich nicht, mach ich nicht, es führt zu nichts.

    grus vonner rems
    ingo

  48. Nebenbei:

    Beim Sichten des anfänglich hier zitierten Interviews mit Wodarg bin ich übrigens auf die von ihm empfohlene offizielle Statistik-Quelle über „Sterbefälle in Europa“ gegangen. Sie heißt https://www.euromomo.eu/ und verzeichnet die Toten jeder Woche nach Ländern. Damals hatte er sie zitiert als Beweis dafür, dass es in Wahrheit doch gar keine besonders gestiegene Todesrate gäbe (was mich nicht wunderte, denn noch waren es erst wenige, das dauert, bis in der Statistik was auffällt.).
    Schaut es Euch jetzt an, mittlerweile sieht man die klare Abweichung nach oben bei den Hochaltrigen in Italien, Spanien und anderen Ländern.

  49. hallo,

    inzitiertanderego Ich habe das Video eben angesehen und gleich kommentiert. Es gibt viele, viele dumme und dümmste Kommentare. Diese Bewertung mache ich daran fest, dass dort über Alternativen zum Vorgehen der Regierung (Lockdown) nichts zu erfahren ist. Diese Leute meckern mit oder ohne Aluhut auf dem Däts. Die können vermutlich auch gar nichts anderes, als blöde Sprüche abzusondern.

    ich hatte nicht die Absicht die Kommentare zu verlinken.
    ich habe herrn Schiffmann verlinkt, beziehungsweise Sein Video über einen Brief den er von einem Arzt-Kollegen erhalten hat.

    ich hab mir jetzt die Mühe gemacht und ein transcript dessen was ich verlinken wollte angefertigt.

    bitte seid so gut und sagt mir was an diesem Text „Aluhut“ ist.
    sagt mir bitte auch, wie sehr ihr euch wirklich mit dem Thema auseinandersetzt und hört um Himmels willen damit auf
    mit „ALUHUT“ zu polemisieren.

    ja guten morgen aus Sinsheim.
    also das ist jetzt der Hammer, also ich hätte nciht damit gerechnet, so ein
    schreiben zu bekommen nach dem letzten video in dem ich darauf hingewiesen habe dass es doch sinnvoll sei die Toten zu untersuchen um herauszufinden wer von denen an corona gestorben ist oder nicht.

    ich lese ihnen das schreiben im Original vor, das einzige was ich weglasse ist der Namen des Absenders weil derjenige ist professor in einem pathologischen Institut und er möchte es nicht, dass er genannt wird.
    ich habe es allerdings hier und ich kann das ganze beweisen und belegen.

    autopsien bei corona:
    das Robert Koch Institut rät ab.

    sehr geehrter Herr Kollege Schiffmann, als Facharzt für pathologie und
    neuropathologie teile ich ihre Ausführungen zum Thema autopsie bei corona
    patienten voll und ganz.

    in diesem zusammenhang möchte ich darauf hinweisen dass sich das Rober koch institut aus gruenden des Infektionsschutzes gegen Obduktionen ausspricht.

    Zitat RKI:

    eine innere Leichenschau, Autopsien oder andere aerosolproduzierende Massnahmen sollten vermieden werden. sind diese notwendig, sollten diese auf ein minimum beschränkt werden“

    zitat RKI ende

    Ein schelm der böses dabei denkt. bisher war es für Pathologen selbstverständlich mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen
    auch bei HIV-, Aids-, Hepatitis-, Tuberkulose-,Prion-Erkrankung
    und so weiter zu obduzieren.

    Es ist schon bemerkenswert, dass bei einer Seuche, die über den ganzen Globus tausende von Patienten dahinrafft, und die wirtschaft ganzer Länder nahezu zum Stillstand bringt, nur äusserst spärliche Obduktions-Befunde (in Klammer auf sechs patienten aus China klammer zu) vorliegen.

    Sowohl aus Seuchenpolizeilicher wie auch aus Wissenschaftlicher Sicht sollte
    hier doch ein grosses öffentliches interesse an Obduktionsbefunden bestehen.

    Das Gegenteil davon ist der Fall.

    Hat man Angst davor die wahren Todesursachen
    der positiv getesteten Verstorbenen zu erfahren?

    Könnte es sein dass die Zahlen der Corona-Toten
    dann dahinschmelzen würden wie Schnee in der
    Frühlingssonne?

    minimale bzw begrenzte Autopsien wie sie das
    Robert Koch Institut empfiehlt, sind übrigens immer problematisch
    weil man in der Regel nur das findet was man sucht.

    wesentliche, unerwartete Befunde aber unentdeckt bleiben.

    Quellen zu den beiden Chinesischen Veröffentlichungen anbei

    vielen Dank für Ihre grossartige Aufklärungsarbeit!
    Ich bewundere Ihren Mut!

    Ich bitte darum, dass die Öffentlichkeit entsprechend dieses Schreiben auf sich wirken lässt. Wir brauchen Ergebnisse. Wir haben Tote; wir wissen nicht wie schwerwiegend eine Erkrankung ist, wenn wir diese Toten obduzieren, wissen wir in nicht mal einer Woche woran sie gestorben sind.

    wir haben genug pathologische institute und Experten;
    das sollte auch nicht in einem Institut passieren, sondern in den Bundesländern von gerichtsmedizinischen und pathologischen Instituten.

    dann können wir vielleicht sogar noch vor Ostern auferstehung feiern.

    DAS habe ich verlinkt.
    WAS BITTE ist an diesem Text Aluhut?
    HAbt ihr diesen Text überhaupt zu Kenntnis genommen
    oder habt ihr gleich (weil: Stempel: Ingo)
    zur Aluhut Keule gegriffen?

    gruesse aus dem remstal
    inbinmehralserschuettertgo

  50. @Ingo (@Horst),

    sorry, Ingo – der Mann ist auf den ersten Blick (!) KEIN klassicher „Aluhut“, sondern beschwert sich vor allem über die seiner Ansicht nach mangelnden Autopsien – und darüber, dass das RKI empfiehlt, die gründlichen Autopsien aufgrund Ansteckungsgefahr zu unterlassen.

    Wäre er dabei geblieben, fände ich das ok. Solche Sachen kann man sachlich diskutieren! Warum auch nicht?

    Er rastet dann allerdings ziemlich aus, indem er betrügerische Machenschaften und deren Vertuschung unterstellt:

    „….sondern gibt jetzt auch noch die Anweisung die BEWEISE für diesen MEGABETRUG zu verbrennen oder zu begraben.
    WER JETZT IMMER NOCH NICHT RAFFT WAS HIER LOS ist, sollte sich ganz schnell eine CT machen lassen und überprüfen lassen, ob er in seinem Schädel noch ein Gehirn hat, oder da nur noch ein paar „Covid19″ Viren rumkullern.“

    DAMIT hat er den „Aluhut“ dann doch verdient, oder etwa nicht? Ich halte den Begriff übrigens für eine relativ humorige Bezeichnung, nicht wirklich böse…

    In der Sache stimme ich einem Kommentierenden unter dem Video zu, der einwirft, dass das RKI sich mit seiner Empfehlung voll und ganz im Rahmen des offiziellen Vorgehens bewegt. Er zitiert dazu eine Quelle, nämlich

    Biologische Gefahren 1, Handbuch zum Bevölkerungsschutz

    die ich gesichtet habe. Dort steht im Kapitel 5.10 auf Seite 520:

    Vorgehensweise bei der Obduktion/rechtsmedizinischen Untersuchung

    Eine innere Leichenschau (Obduktion, Autopsie) sollte nur unter den Bedingungen der Sicherheitsstufen S 3 bzw. 4 (z. B. in einigen der genannten Behandlungszentren mit Sonderisolierstation) oder in mobilen Isoliereinheiten mit HEPA-Filter erfolgen. Als Personenschutz-maßnahmen sind gleichwertige Atem- und Körperschutzsysteme ähn-lich der Infektionspatientenversorgung zu wählen (z. B. Maske mit ABEK2 P3-Filter, gebläseunterstützte Vollschutzanzüge oder umluft-unabhängige Systeme – siehe 6.3 und 6.4).“

    Ob der Dr.Schiffmann das in seiner Schwindelambulanz leisten kann?
    Ob es sinnvoll ist? Schließlich ist dieses Handbuch ja nicht adhoc für Corona geschrieben worden (um einen wie auch immer gearteten BETRUG zu ermöglichen), sondern es ist die 3.Auflage von 2007, aus der hier zitiert wird.

    Es ist sozusagen die offizielle Bibel der Seuchenbekämpfung! Und da soll ich einem Dr.Schiffmann eher glauben als dem Expertengremium, das hochwahrscheinlich hinter dem Handbuch steht? Warum?

    Zur Sinnfrage der Obduktionen bzw. zur Diagnose sagt ein weiterer Kommentierer:

    Wie definiert man „daran gestorben“?
    Gehst du drauf, weil deine Lunge aufgrund der Pneumonie voller Wasser läuft, wäre das schon recht eindeutig WEGEN Covid19… Was ist aber, wenn du seit 10 Jahren eine COPD hast, deine Lungenleistung deswegen um 20-40% reduziert ist und dann stirbst? Ohne die COPD hättest du wohl überlebt…. Aber ohne COVID19 wärst du nicht gestorben. Du hättest noch viele Jahre mit der Einschränkung leben können.
    Gleiches bei Herzleiden. Du kannst mit deinem Herzfehler locker noch 20 Jahre leben. Aber die Überlast durch die Lungenentzündung, aufgrund von COVID19, hat es nicht geschafft…
    Bist du nun an COVID19 oder wegen deinem Herzleiden gestorben?…

    Es tut mir leid, dass ich mich in meiner ersten Reaktion zu sehr von Horsts Brandrede habe beeinflussen lassen – ich kann mir nicht alles gleich ansehen (arbeite auch noch!) und dachte, es sei so ein Wodarg…
    Aber wenn ich nun die Kommentare unter dem Video lese, kann ich auch nachvollziehen, warum Horst sich so aufregt… Es schmerzt mich regelrecht, dieses Zeug zu lesen, diese hirnrissigen Vorstellungen, was angeblich HINTER der Corona-Krise steht. Meine Güte, was sind das nur für Leute? Wie kommen die nur auf diese absurden Ideen?

    Ganz allgemein herrscht doch eher eine seltene Einigkeit zwischen vielen, die ansonsten sehr unterschiedliche Positionen vertreten und gesellschaftlich im Streit liegen.
    Weil es wirklich kaum jemanden gibt, der die Entwicklungen toll findet – außer vielleicht jenen Verlorenen, die Chaos herbei sehnen und den Ausnahmezustand befürworten, weil sie sich im Straßenkampf aller gegen alle vielleicht Chancen ausrechnen, die sie sonst nie hatten? Ich weiß es nicht.. .aber erschütternd find ich das schon!

  51. hallo claudia,

    Wäre er dabei geblieben, fände ich das ok. Solche Sachen kann man sachlich diskutieren! Warum auch nicht?

    Er rastet dann allerdings ziemlich aus, indem er betrügerische Machenschaften und deren Vertuschung unterstellt:

    „….sondern gibt jetzt auch noch die Anweisung die BEWEISE für diesen MEGABETRUG zu verbrennen oder zu begraben.
    WER JETZT IMMER NOCH NICHT RAFFT WAS HIER LOS ist, sollte sich ganz schnell eine CT machen lassen und überprüfen lassen, ob er in seinem Schädel noch ein Gehirn hat, oder da nur noch ein paar „Covid19″ Viren rumkullern.“

    DAMIT hat er den „Aluhut“ dann doch verdient, oder etwa nicht? Ich halte den Begriff übrigens für eine relativ humorige Bezeichnung, nicht wirklich böse…

    tja..
    dass zeigt exemplarisch wovan wir alle pandemisch befallen sind:
    wir verstehen, sehen und lesen nur das wovon wir vorher überzeugt sind und uns quasi selbst in dem zu lesenden wiederfinden.
    den „Quark“ mit Megabetrug und all dem hat nicht herr Schiffmann
    sondern Bodo“Ballermann“ Schickedanz geschrieben.
    die verlinkte Seite läuft unter „Mainz Free TV“
    diese Seite hat nicht das geringste mit dem Schwindelinstitut gemeinsam.

    wir sollten wirklich etwas achtsamer mit uns umgehen, diese
    verallgemeinerungen und halbscha(r)fen Beobachtungen während unserer wachbewussten zeiten sind immens gefährlich in zeiten wie diesen.

    „es ist Krieg und wir, die Klasse der Reichen werdne ihn gewinnen“
    frei nach einem zitierendenEdelfederkabarettisten der Warren Buffet zittiert,
    den vermutlich reichsten mann der mainstream welt.

    das war jetzt keine „reinlegefiestour“ ich habs nur mal der vollständigkeit
    hier in diesem Altehrwürdigen Forum erwähnt um historisch gesehen
    wirklich der held zu bleiben, der ich nie gewesedn bin und auch niemals sein will.

    herzliche gruesse ausmremstal
    bleibt alle gesund und munter, morgen ist auch nochmal sonnenaufgang.
    inwerordnunghältistnurzufaulzumsuchengo

  52. sorry, das hatte ich vergessen:

    Es ist sozusagen die offizielle Bibel der Seuchenbekämpfung! Und da soll ich einem Dr.Schiffmann eher glauben als dem Expertengremium, das hochwahrscheinlich hinter dem Handbuch steht? Warum?

    es ist im ganz und allgemeinen relativ unbekannt meiner meinung nach,
    dass im Rahmen der Vogelgrippe und dem „Tamiflu“-Mannöver die WHO
    eben dieses Handbuch um eine Passage verändert hat.

    war vor der Änderung zum Ausrufen der PANDEMIE unter anderem
    eine mindestzahl von TOTEN wesentlicher Bestandteil zur Begründung
    einer PANDEMIE, so hat die WHO diesen Passus gestrichen
    und durch Mindestzahl der Infizierten ersetzt.

    Tamiflu konnte im Anschluss daran millionenfach an die jeweiligen
    Staaten zur Vorratshaltung und Seuchenbekämpfung verkauft werden.
    das ist auch Aluhut?
    also ich finds nicht gerade lustig, eher kaffkaesk

    gruss aus dem Remstal
    inichsolltejetztlieberdieklappehaltengo

  53. @Ingo: angesichts deiner Vorhaltung hab ich höchst verwundert NOCHMAL auf die Videoseite geschaut, um die es geht.
    Das ist ja wirklich HÖCHST verwirrend!!
    Ich kenne es von unzähligen Video-Kanälen nämlich so:
    1. Oben das Video
    2. darunter der Kanalname und allerlei Erläuterungen dazu, evtl. Links zu Quellen – und zwar vom Herausgeber/Verfasser des Videos! (so macht es MaiLAB und unzählige „Influencer/innen“)
    Hier ist es offenbar so, dass das Video von Dr. Schiffmann ist, darunter aber Texte von jemandem, der als „Mainz TV“ vom Leder zieht, damit vermischt aber wiederum den Videotext zitiert.
    Ich habe also nicht ganz grundlos die Texte unter dem Video dem Schiffmann IM Video zugeschrieben.

    1) Denn auch du, Ingo, hast den GESAMTEN Text unter dem Video zitiert UND nachgefragt, was daran „Aluhut“ sei (eine Frage, die nur auf das Video selbst bezogen nachvollziehbar ist)
    2) woraufhin ich darlegte, worauf sich meine Wertung bezieht,
    3) worauf du mir erzählt hast, das eine sei Schiffmann, wogegegen der „„Quark“ mit Megabetrug und all dem von Schickedank/Mainz TV sei.
    Das ist also schon ein wildes Zusammenpanschen auf mehreren Ebenen, das wir alle beide (und dieser Mainzer) auf je eigene Art hier vorgelebt haben! :-)

    Zu 2 / Änderung der Pandemiedefinition: war mir bekannt. Ich weiß allerdings nicht, ob die unterstellte Verbindung belegt/bewiesen oder nur vermutet/unterstellt war. Und ich hatte und habe keine große Lust, das selbst zu beforschen, wie sollte ich auch? Bin keine „investigative Journalistin“ und müsste vermutlich einfach den einen oder anderen glauben. ’ne Begründung wirds wohl gegeben haben, die nicht einfach hieß: einer von uns hat nen Kumpel bei BigPharma, der uns das vorgeschlagen hat und ne fette Spende rüber gereicht.. Keine Ahnung, wie gesagt!

    Himmel, ich bin dabei, einen Ratgeber über vogelfreundliche Sträucher zu schreiben… und immer wieder komm ich davon ab! :-)

  54. Danke Brendan! Das sind gut nachvollziehbare und mit Verweisen auf laufende oder vergangene Forschungen belegte Antworten auf von diversen Kritikern aufgeworfene Fragen.

    Wir werden noch alle zu Pandamie-Experten werden! :-)

  55. Noch einen Artikel zu Dr. Bodo Schiffmann (et al) gefunden – als Kommentar unter einem seiner Videos):

    Corona – so funktioniert der Schwindel

  56. Politik und Medien müssen nichts beweisen, sie müssen dafür sorgen dass die Mehrheit der Bürger alles glauben. Und wer daran nicht glaubt, wird als Spinner und schlimmeres diffamiert.

    es ist im grunde doch vollkommen uninteressant
    wie man eine ansammlung von 80-90 millionen
    leute dazu bringt auf zuruf ganz einfach zuhause
    zu bleiben und mit sämtlichen sozialen Aktivitäten
    einfach aufzuhören.

    es spielt keine rolle wie man es fertigbringt
    verfassungs-verbriefte Rechte mit einem
    zurechtgestammelten vom tisch zu wischen
    und die betroffenen freuen sich sogar ueber
    die ungewohnte durchsetzungsfähigkeit
    ihrer oberhirten.

    es spielt nicht im entferntesten irgendeine rolle,
    woran man gestorben ist wenn man tot ist.
    die geschichte ist ganz einfach zuende (für die
    ungläubigen).

    was also spielt eine rolle?
    der weg zum ….. (?)ziel,
    das wie des………(heute)?
    spielt es eine rolle, was jedem einzelnen
    seine verbrieften grundrechte in den
    jeweils verfassungsrechtlich geltenden
    „lebensüblichen“ umgebungen und verortungen
    wert sind?

    ablenkung als weg ohne ziel,
    brot und spiele und seien sie auch noch so grausam,
    solange der homo sapiens in seinem kindergarten
    spielen darf wird sich an den grundsätzlichen
    fragestellungen nichts ändern, die verhältnisse
    sind eben so.

    eine zementierte grundhaltung, fest auf dem boden
    der fdgo verankert hat noch jede noch so irre
    entgleisung der medialen pandemie auf der
    linken arschbacke ausgesessen.

    zahlen daten fakten sind lediglich
    willkommene zubrote zur täglichen
    zerstreuung der kritischen kräfte
    die ansonsten die klappe zu halten haben.

    und wenns dann doch widererwarten langweilig
    werden sollte werden eben kurzerhand die
    grundlegenden regeln über den haufen geworfen
    es wird neu gewürfelt und „gott“ spielt propeller
    im sarg der geschichte.

    sage bloss nicht, dass es dafür keinerlei belege
    gibt. es gibt keinen bedarf für belege.
    belege vernichten wälder die eigentlich CO2
    in stärke und sauerstoff umwandeln sollten.

    es führt zu nichts, ein weg ohne ziel
    aber es ist immerhin ein weg der zu
    begehen ist. nichts ist nichts.
    nada,
    nirwana.
    amen.

  57. @ingo:

    wir verstehen, sehen und lesen nur das wovon wir vorher überzeugt sind und uns quasi selbst in dem zu lesenden wiederfinden.

    wir sollten wirklich etwas achtsamer mit uns umgehen, diese verallgemeinerungen und halbscha(r)fen Beobachtungen während unserer wachbewussten zeiten sind immens gefährlich in zeiten wie diesen.

    Wo ich dir recht geben muss, gebe ich dir gerne recht.

    Im Übrigen muss ich jetzt etwas loswerden, das ich schon lange sagen wollte. @ingo, du bist mit deinen regelmäßigen Kommentaren hier ein wichtiger Grund, warum ich diesen Blog von Claudia seit zwanzig (!) Jahren gerne lese. Hut ab vor deinen originellen Sprachkonstrukten und großteils kritischen, manchmal für mich vielleicht eher skurilen Gedanken zum WELTgeschehen.
    Nur bei den Mega-Themen „Klimawandel“ und jetzt eben „Corona-Virus“ bin ich anderer Ansicht bzw. schätze die Tragweite anders ein wie du.
    Die drastischen Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels werden wir beide wahrscheinlich nicht erleben (ich bin auch schon 55 Jahre alt), daher bleibt offen, ob die Erklärungen, Warnungen und düsteren Prognosen der Wissenschaft stimmen oder nicht.
    Anders jetzt diese „Corona-Krise“. Wir werden alle in den nächsten Monaten in der einen oder anderen Form, direkt oder indirekt hautnah erleben, was es mit diesem neuartigen Corona-Virus bzw. dieser Lungenerkrankung Covid-19 auf sich hat – und können danach (wann immer das ist) sicher überprüfen, wer recht behalten hat mit seiner Einschätzung. Ich bin dann gerne bereit, einzugestehen, dass ich falsch lag.

    Jetzt bleibe ich noch dabei: diese Zeiten sind nicht nur politisch und gesellschaftlich immens gefährlich (ich spüre dieses „Erdbeben“ einigermaßen stark), sondern eine einmalige Zäsur sondergleichen – auf allen nur erdenklichen Ebenen. Und jeder muss irgendwie Stellung dazu nehmen – nicht sprachlich, sondern mit seinem konkreten Handeln. Und da bin ich gespannt, wie dieses Handeln in westlichen Demokratien ausschauen wird.

  58. @Topic Wie soll diese neue Welt danach aussehen und wann soll sie denn entstehen, wenn nicht jetzt?
    Wo sollen all die Engel auf einmal herkommen, die diese neue Welt auch so gestalten werden? Und wann werden sie anfangen, diese Welt so zu gestalten? Nachdem Frau Merkel in irgendeiner Ansprache das kontaktbezogene Rausgehen wieder als gestattet ausruft?

    -> Hat der bisherige Staat an dieser neuen Welt ein Interesse? Nein!
    -> Haben große Konzerne daran ein Interesse? Nein!
    -> Haben Investoren daran ein Interesse? Nein.
    -> Hat der Geldadel daran ein Interesse? Nein!
    -> Wäre Royal TV dann noch pausenlos möglich? Nein!
    -> Wäre Profifußball dann noch möglich? Nein!

    Wer sollte sich also dafür interessieren?
    Die nötige Revolution fällt daher wieder mal aus.
    Das Hauen und Stechen geht nur in die nächste Runde.

    Wir werden es erleben, dass die Leute dann das Virus nicht mehr fürchten brauchen, sondern den Hunger und die Kälte, die sanitären Notstände und die allgemeine Mittellosigkeit.
    Das alles wegen einem Virus, der nicht mal so bedeutend ist, wie HIV.
    ____
    „Trotz des von der Bundesregierung dafür aufgelegten Kreditprogramms verweigerten einige Banken in Not geratenen Firmen Finanzhilfen, sagte Altmaier der Internetsendung „Bild Live“.“

  59. @Ingo
    Die große Verschwörung von „Politik und Medien“? Die letzten 4 hier verlinkten Veröffentlichungen haben 2 Dinge gemeinsam: sie wurden im Internet veröffentlicht und sie widersprechen all denen, die behaupten, Covid 19 sei gar nicht so schlimm, habe es schon immer gegeben etc. pp. Nicht ein Politiker kommt darin zu Wort. Abgesehen vom BR sind die Veröffentlicher keine Medien.

    Gerade in Deutschland sind keine 80 bis 90 Millionen (von einer zentralen Instanz) einfach so dazu gebracht worden, zu Hause zu bleiben. Es gab und gibt in allen Teilen der Gesellschaft auf allen Ebenen heftige Diskussionen über den richtigen Umgang mit der Situation, unterschiedliche Meinungen über Sinn, Zweck, Erfolg, Intensität, Ausgestaltung und Dauer jeder einzelnen Maßnahme. Die Politik nimmt einen Haufen Geld in die Hand, um die ökonomischen und sozialen Folgen so einigermaßen abzufedern. Nur weil es so erstaunlich ist, dass eine Gesellschaft aus Rücksicht auf einen Großteil ihrer schwächsten Mitglieder wahnsinnig große ökonomische und soziale Einschränkungen in Kauf nimmt, heißt das nicht, dass sie auf Zuruf von „Oberhirten“ so reagiert. Wenn dieses Verhalten nicht in dein Bild von unserer Gesellschaft passt, solltest du vielleicht eben dieses Bild mal hinterfragen und nicht allen anderen pauschal Obrigkeitshörigkeit vorwerfen.

    Die ersten Klagen gegen die Einschränkung der Grundrechte sind eingegangen, nicht so sehr wegen der Maßnahmen selbst, sondern weil einfach von der Exekutive verordnet, ohne eine gesetzliche Grundlage zu haben. Vorschläge für Gesetze sind aufgrund scharfer Kritik an Grundrechtseingriffen wieder geändert worden. Die einzelnen verantwortlichen Politiker werden sehr unterschiedlich in ihrem Handeln beurteilt. Keineswegs wird ihnen kritiklos Durchsetzungsfähigkeit attestiert. Die Kritik reicht von zu spät, zu wenig, zu lasch bis hin zu zu viel, zu streng, zu viel PR- Aktion.

    Den Toten ist es egal, wie sie gestorben sind, schon richtig. Das aber auch nur, weil sie eben tot sind. Diese Aussage ist an Zynismus nicht zu überbieten. Denn den an Covid 19 Sterbenden wird es wohl nicht egal (gewesen) sein, woran sie gerade sterben. Den Angehörigen ist es auch nicht egal. Denen ist es auch nicht egal, dass die Toten jetzt an der Viruserkrankung gestorben sind und nicht erst in 2,3 oder 4 Jahren. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die jetzt Toten sich auch einen anderen Zeitpunkt und eine andere Art zu sterben gewünscht hätten, als sie noch am Leben waren.

  60. Egal wie man es sieht: die Corona-Krise ist deprimierend – und viele Menschen kommen kaum oder gar nicht raus in die Natur.
    Da tut es gut, mal was richtig Schönes zu sehen – hab ich gestern gefunden und war fasziniert! Sogar mit Musik, bei der ich mich aufs Arbeiten konzentrieren konnte…

  61. Was mir aufgefallen ist: Seit Coronavirus uns bedroht und wie der berüchtigte gelbe Schleimschwamm unser Leben einschränkt, gar es unter sich zu begraben versucht, sind die Wochendtalkshows der Öffentlichen anders geworden. Substanzielller, tiefgründiger, es geht ums Eingemachte, auch bei den zugeschalteten Gästen. Da wir Social Media vermeiden, ist unser/mein Gesichtsfeld eingeengt. Aber die täglichen Newsletter bringen genug Informationen. Mancher Post (heißt es so?) hier befremdet mich ob der Schärfe und des Umfangs. Wahrscheinlich kann ich mir gar kein Urteil erlauben, weil ich/wir privilegiert sind: eigene Wohnung, auskömmliche Rente. Trotzdem ist das, was gerade geschieht, wie in einem schlechten Traum. Da haben die Wissenschaftler schon Jahrzehnte den Teufel an die Wand gemalt, die Menschen aber sind wie in dem Spiel „Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann“ vor ihm ausgerissen und haben geschrien: niemand. Auch Kassandra lässt grüßen. Obwohl ich zu der Risikogruppe gehöre (84, behandelter Bluthochdruck seit den 90iger Jahren, ständigem leichten Rachenkatarrh , durch die Arznei ständig verstopfter Nase) bin ich gelassen. Denn auch diese Zeit hat ihren Platz in dem mehr oder weniger verborgenen Plan, nach dem mein Leben verläuft. Außerdem hat sich für mich eine Tür geöffnet in einen Garten. Wenn die altgediente Bloggergemeinde mich alte Frau auslacht, kann sie das gern tun. Es gibt eine Zeit nach Corona

  62. @nila

    Außerdem hat sich für mich eine Tür geöffnet in einen Garten. Wenn die altgediente Bloggergemeinde mich alte Frau auslacht, kann sie das gern tun. Es gibt eine Zeit nach Corona
    Was sagst Du dazu

    whow:)
    für hämisches gelächter gäbs vermutlich prügel. echte:)
    glückwunsch zur geistigen Regsamkeit und ein vermutlich
    interessantes leben. Meine mutter (gleichaltrig)
    wäre zu diesem beitrag nicht im entferntesten
    imstande.

    lebe lang und in frieden!
    invzwischenmittelunrringfingo

  63. Liebe Nila, schön, dass du hier wieder schreibst! Ja, ich würde gerne mit 84 noch so sehr „alle beisammen haben“ wie du, vermute aber, dass ich aufgrund des nicht so gesunden Lebenswandels insgesamt nicht so alt werde.

    „Mancher Post (heißt es so?) hier befremdet mich ob der Schärfe und des Umfangs.“

    Man merkt, dass du „social Media“ eher vermeidest! :-) Die „Schärfe“ hier hält sich in gut erträglichen Grenzen, finde ich.
    Auch wenn Dissenzen mal hoch kochen und Einzelne sich aufregen, findet man doch immer wieder zum argumentativen Austausch zurück. Dafür ist die Langform durchaus förderlich! Ich habe sogar das Kommentarlimit von 3000 auf 5000 Zeichen hoch gesetzt – wir müssen sowieso derzeit viel Verzicht üben, da soll es wenigstens an Platz für den Austausch nicht mangeln! (Heißt jetzt nicht, dass Ihr alle noch einen drau legen müsst! ;-).

    Für die anderen: Nila hat im Biografie-Forum ein wenig über ihr Leben berichtet. Ihre Autobio gibts dort auch zum Runterladen. Erstaunlicherweise ist Nila eine Schreibende geworden, obwohl sie in den 50gern nur Landwirtschaft lernen durfte!

  64. Das XII. Sonett

    Heil dem Geist, der uns verbinden mag;
    denn wir leben wahrhaft in Figuren.
    Und mit kleinen Schritten gehn die Uhren
    neben unserm eigentlichen Tag.

    Ohne unsern wahren Platz zu kennen,
    handeln wir aus wirklichem Bezug.
    Die Antennen fühlen die Antennen,
    und die leere Ferne trug…

    Reine Spannung. O Musik der Kräfte!
    Ist nicht durch die lässlichen Geschäfte
    jede Störung von dir abgelenkt?

    Selbst wenn sich der Bauer sorgt und handelt,
    wo die Saat in Sommer sich verwandelt,
    reicht er niemals hin. Die Erde schenkt.

    Rainer Maria Rilke, 1922
    Aus der Sammlung Erster Teil

    98 Jahre ist dieses Gedicht alt. Es kam mir als kleiner Trost in den Sinn in den

  65. https://www.youtube.com/watch?v=2zisGifezU0

    -für mich- abschliessend der unverfälschte steinmann
    Schwindel- Experte mit langjähriger, fundierter medizinischer und wissenschaftlicher Berufserfahrung.

    wer ihm mal in echt zuhören mag, sollte sich dieses Video
    in aller ruhe einige male zu gemüte führen.

    wer dann immer noch denkt, wissenschaft geht anders
    dem ist vermutlich in dieser welt nicht mehr zu helfen.

    was ist so störend an der Forderung von ihm, bzgl. Obduktion?
    warum wird dieser Experte, (ein begriff der meiner meinung nach
    viel zu oft äusserst schludrig und mit geradezu bösartig-verleumderischer
    Art und Weise als gegenargument zur verächtlichmachung eben jener kritischen wissenschaftlichen stimmen schlagzeilenträchtig missbraucht
    wird) mit ^haltloser kritik überzogen die ausschliesslich zur verteufelung seiner gestellten fragen dienen soll und an der sache ansich
    immer absichtlich vorbeizielt?

    aber trotzdem: ich halt mich ab sofort raus, im streit der experten sollte
    endlich mal offen gestritten werden mit allen wissenschaftlich getesteten Mitteln um wieder auf ein normales mass der Stand der dinge zu kommen.

    leute meines schlages mit einem ähnlich gelagerten wissensniveau sollten dabei vernuenftigerweise die klappe halten und allenfalls die ein oder andere Frage stellen, die ihren horizont bei weitem überschreitet.

    dann könnte ich zumindest wieder den weißkitteln den notwendigen respekt und das vertrauen entgegenbringen, was mir schon seit längererr zeit abhanden gekommen ist.

    indasisthoffentlichmeinletzterzudiesemthemago

  66. https://www.youtube.com/watch?v=jbtqSGumuZk&list=LLPCYo6z0lt4-0alZMokxPKQ

    eine insel mit zwei zwergen
    und nem schnöselinterieur
    hat verfügt sofort zu schliessen
    dass die korone hier nicht reinkommt
    und das ganze land versaut.

    paradiesisch ist die insel,
    nett der laden von frau waas
    doch auch der wird morgen schliessen
    das geniesse von Herrn Ärmel
    macht nicht den finalen spass.

    auch die königin der insel,
    eine gutberatne frau
    will die korone hier nicht haben
    will nichts haben haben von dort draussen
    weil sie die insel schon sehr lang regiert

    drum bleibt weg von dieser insel
    lasst die fingerchen davon
    eure gier nach neuen ufern
    neuem geld und neuen märkten
    ist hier falsch auf dieser insel
    diesem schönen schlummerland

    inkannsnichtlassensorrygo

  67. Als, wenn es dann stimmt, würde ich mich als 70. Kommentar gerne hier anhängen.

    Zeit und Raum haben sich in den letzten 4 Wochen für mich verloren. Eine seltsame neue Freiheit. Ich schlafe wann ich will, bin wach wann ich will, esse, lese, laufe…… einfach alles dann, wann mir danach ist.

    Im Gegensatz zu @Günther, verstehe ich @Ingo in seinen Kommentaren kaum bis gar nicht. Es ist mir im Informationsgedränge einfach zu aufwendig, seine Gedanken zu durchdringen und in eine mir verständliche Einfachheit runterzubrechen. Schade, denn sie wären für meine Rundumsicht mit Sicherheit eine Bereicherung. Gerne erinnere ich mich dabei an Susanne, der ich herausfordernd und grenzwertig intellektuell folgen konnte, die aber leider schon lange nicht mehr dabei ist.

    Liebe @Nila, hätte ich nicht deine 2 Kommentare hier gelesen, meiner würde jetzt nicht hier stehn. Ja! Es gibt eine Zeit nach Conora.

  68. @Menachem Welcland:

    Im Gegensatz zu @Günther, verstehe ich @Ingo in seinen Kommentaren kaum bis gar nicht.

    Da sollte ich etwas klarstellen. Ich kenne @ingo (zumindest seine sprachlichen Äußerungen und Werke im Internet – ich bin ihm nie persönlich begegnet) schon sehr sehr lange. Irgendwie mag ich seine Art und seinen Stil. Seine (teilweise) philosophischen Texte regen mich zum Nachdenken an und ich finde mich da (teilweise) wieder, soweit ich sie verstehe. Kunstwerke (im weitesten Sinn) sind für mich immer Spiegel, die einem vorgehalten werden. Man erkennt sich darin, ob einem das passt oder nicht. Allgemein formuliert: man sollte der Wahrheit ins Gesicht schauen (können). Der Nachteil bei @ingo, soweit ich das beurteilen kann: die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn ist fließend. Es ist, wie bei jedem guten Künstler, ein Drahtseilakt ohne Sicherheitsnetz.

    Was seine geposteten Youtube-Videos anbelangt, bin ich ähnlicher Meinung wie @Claudia und @Horst. Diese Leute mit scheinbar „alternativen Meinungen“ bedienen, gerade in Krisenzeiten, bewusst eine ganz bestimmte Zielgruppe, damit sie Aufmerksamkeit und hohe Klickzahlen bekommen. Das steht ihnen meiner Ansicht nach selbstverständlich zu – das sollte eine Demokratie aushalten können. Nur auf den Leim gehen sollte man diesen Leuten nicht, finde ich. Eigenes kritisches Denken und Urteilsvermögen ist wahrscheinlich das Wichtigste in solchen turbulenten Zeiten. Ich habe aber absolut keine Ahnung, wie man das erreichen kann und kenne auch kein Patentrezept dafür. Ich halte mich gerade selbst mühsam über Wasser…

  69. Bei der Beurteilung der Corona-Zahlen kann ein „gut in Mathe“ helfen, schreibt ein Lehrer der Mathematik-Didaktik an der Uni Paderborn in der FAZ. Mir hat das Lesen dieses Textes geholfen, auch wenn die hier gegebenen Interpretationen den Lesern dieser Blogs nicht neu sein dürften.

  70. Man möge mich korrigieren. Aber verwechselt der Mathe Didaktiker nicht Mortalität mit Letalität in seinen Ausführungen? Davon ab sind die Fragen nicht neu, die er stellt. Ein Krebspatient mit Covid 19 auf der Intensivstation, dessen Herz aussetzt. Ein Opfer der Pandemie? Dem Virus zuzuordnen? Herzstillstand? Oder doch dem Krebs erlegen? Und gerade jetzt aktuell: ist die Beantwortung dieser Frage relevant für den Augenblick oder nicht doch eher für eine Aufarbeitung in 6 oder 12 Monaten?

  71. https://www.youtube.com/watch?v=bqaoyYZkzWg

    von wölfen und Wallfahrten

    btw: ich selbst versteh mich und meine texte am wenigsten:)
    immerhin, manchmal muss ich klammheimlich grinsen
    wenn ich mir vorstelle, wie ein anderer/e irgendwo auf diesem globus
    irgendeine äusserung meiner zusammengeklaubten silbenverbindungen
    durch seine äusseren schutzwälle durchlässt und herzhaftes
    Gelächter seine häusliche umgebung erschüttert.

    humor ist eine mächtige triebfeder,
    das vergesse ich manchmal.

    :)
    gruss aus dem remstal
    innocommentgo

  72. Eigentlich sollte mein Kommentar nur aus einem „Zeichen“ bestehen. Das geht aber nicht, da der Kommentar mindestens 10 Zeichen verlangt. Deshalb jetzt mein Kommentar dazu, der nur aus einem Zeichen besteht:

    .

  73. Die Bundeskanzlerin sagt: es sei aber nicht an der Zeit „Entwarnung zu geben – das sagt uns auch kein Virologe“.
    Da habe ich aber anderes gehört. In diesem Video finden Sie 35 ausgewählte Experten, die Ihre Meinung geäußert haben. Darunter auch viele Virologen. In den öffentlich rechtlichen Sendern, werden nach wie vor keine anders lautenden Aussagen zugelassen. Teilweise wird auf die „Querdenker“ auch Druck ausgeübt. Keiner dieser Damen und Herren ist ein Verschwörungstheoretiker, verantwortungsloser Mensch oder Nazi, auch wenn alle so betitelt werden. Diese Menschen haben das versucht, was man in einer Krise immer zuerst machen sollte. Ruhe bewahren, Fakten präsentieren, Fehler aufdecken. Selbst Stanford Professoren werden nicht gehört. Was ist das für eine seltsame Welt geworden? Wo sind die garantierten Bürgerrechte, die freie Meinungsäußerung und die Freiheit der Religionsausübung geblieben?
    „Gerechtigkeit der Erden, o Herr, hat dich getötet“

    https://www.youtube.com/watch?v=TY26rZ5xRwA

    es ist egal?
    wirklich?
    alles „sogenannte“ Experten?
    wer von seinen Entscheidungen auch privat (selber) profitiert
    sollte zumindest hinterfragbar sein. das ist eine aussage,
    die auf dauer dann eben doch ihre berechtigung hat, finde ich.

    inwielangewerdenwirnochindiesemhollywoodscriptgefangengeahltengo

  74. @ingo:

    es ist egal?
    wirklich?
    alles „sogenannte“ Experten?
    wer von seinen Entscheidungen auch privat (selber) profitiert sollte zumindest hinterfragbar sein. das ist eine aussage, die auf dauer dann eben doch ihre berechtigung hat, finde ich.

    Vielleicht stelle ich vorsichtig ein paar Gegenfragen (ich habe sie für mich schon beantwortet in den letzten Wochen):
    Welchen Fachleuten (um das no-go-Wort zu vermeiden) vertraust du persönlich in deinem Alltag?
    Warum tust du das?
    Wer von diesen Fachleuten profitiert nicht in irgendeiner Weise von deinem Vertrauen?
    Ändert diese Tatsache etwas an deinem Vertrauen?

    inwielangewerdenwirnochindiesemhollywoodscriptgefangengeahltengo

    Das möchten wohl gerade sehr viele weltweit wissen, nur kann es ihnen keiner sagen. Funktionierende Glaskugeln sind gerade Mangelware.

  75. Harald Wiesendanger über die Massenmedien während der Corona-Krise: ICH SCHÄME MICH – meines Berufsstands.
    https://www.nachrichten-fabrik.de/news/harald-wiesendanger-ueber-die-massenmedien-waehrend-der-corona-krise-ich-schaeme-mich—meines-berufsstands-152103
    Hinweis zu diesem Artikel hier: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/
    ………………
    https://www.rubikon.news/artikel/die-psychologie-der-massen
    und viele weitere lesenswerte Beitrag auf RUBIKON, welches vom „Leitjournalismus“ als verschwörungstheoretisch denunziert wird
    ……………..
    https://neue-debatte.com/2020/04/05/psychologische-kriegsfuehrung/
    ……………….

    Da weiterhin Besuch von Tochter mit Familie, bin ich vollauf beschäftigt mit den lieben Kleinen :-)

  76. „In einem Thesenpapier üben mehrere Gesundheitsexperten Kritik an der Krisenpolitik der Bundesregierung. Sie sprechen von Langzeitschäden in der Bevölkerung, die der teilweise Shutdown verursache.“
    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/corona-experten-thesenpapier-101.html

  77. „Das schweigende Gesundheitsministerium: Wie in Frankreich eine effektive Therapie gegen Covid-19 unterdrückt wird.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=60005#more-60005

    Wer aktiv werden will: https://www.nichtohneuns.de/ -:)

  78. Gute Nachrichten, endlich zeigen sich die Wirkungen der Einschränkungen deutlich:

    Niedrigster Anstieg der Infektionszahlen seit zwei Wochen

    Das zeigt sich auch in der Statistik im Font-Blog von Jürgen Siebert:
    https://www.fontblog.de/covid-19-evening-stats-april-06/

    Gefallen hat mir der Blogpost in „The Nuv Advanced“, der aus einer luxuriösen Home-Office-Situation heraus anmerkt: Wehe einer meckert?

    Der beschreibt so punktgenau das Leben in Berlin:

    „In Berlin lebe ich hauptsächlich, weil ich alles machen könnte, wenn ich wollte. Ich könnte ins Theater, zum Poetry Slam, ins Kino, ins Museum, zu einer Kunstausstellung, in eine hippe Bar und ins Restaurant meiner Wahl. Mache ich alles so gut wie nie, aber ich KÖNNTE. Es hat mich deswegen überrascht, dass alleine das nicht können, selbst wenn ich es realistischerweise so gut wie nie tue, ein Gefühl von Einschränkung verursacht.“

    U.a. deshalb bin ich 2002 nach 2 Jahren Mecklenburg wieder zurück nach Berlin. Die Abwesenheit der Möglichkeiten war einfach zu drastisch.

    Wie nach und nach „Lockerungen“ eingeführt werden, wird man am Beispiel Österreich besichtigen können. Eine Zucük zu „Normal“ wird es demnach allerdings ziemlich lange nicht geben.

    Meine 2 geschneiderten „Volksmasken“ sind schon vor ein paar Tagen gekommen. Ich rechne damit, dass es bald üblich werden wird, im Supermarkt und ÖPNV Maske zu tragen.

  79. Zu Chloroquin und Hydroxychloroquin:

    • ist jetzt in den USA offiziell zur Corona-Therapie (in Notfällen) zugelassen
    • Big Pharma: Novartis hat laut Agenturberichten 30 Millionen Einheiten des Mittels Hydroxychloroquin, Bayer eine Millionen Einheiten seines Arzneistoffes Chloroquin zur Verfügung gestellt, hatte die Behörde erklärt.

    Und hier die Anmerkungen von Droste zu der kleinen Studie mit dem Mittel, die er beschreibt und aus Gründen kritisiert. Weltweit laufen aber wohl derzeit viele Studien – ich bin überzeugt, dass alles genutzt werden wird, was einen echten Nutzen verspricht. Umso mehr, je dramatischer die Situation eines Patienten ist.

  80. Ich pflichte @Menachem oben in seinem punktuellen Statement schon lange hier voll zu: .

  81. @alle:

    neuer Blockpost: Wie kommen wir da wieder raus?

  82. »Eine Krise der mathematischen Bildung« hat Professor Dr. Wolfram Meyerhöfer von der Universität Paderborn seinen kritischen Zwischenruf über den unsauberen Umgang mit Zahlen in der Krise um das Coronavirus SARS-CoV2 betitelt, der am 2. April in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien.

    Darin äußert der Mathematiker Zweifel am Vorhandensein der ausreichenden mathematischen Bildung in Behörden und in der Politik, um über die weit reichenden Maßnahmen zu entscheiden, die inzwischen in Deutschland verhängt wurden und das wirtschaftliche wie gesellschaftliche Leben nahezu vollständig zum Erliegen gebracht haben.“
    https://vitalstoff.blog/2020/04/06/keinen-fahrplan-im-rki/#more-1878
    …………………….
    Professor Scheller beklagt die schlechte Datenlage und setzt sich mit Schätzungen auseinander, die im ZDF Professor Harald Lesch aufgestellt hatte, und die in dieser Woche einen Kollaps der Kliniken vorausgesagt hatten. Dies werde nicht geschehen, so Professor Scheller, weil die Zahlen, von denen ausgegangen wurde, nicht die Wirklichkeit wiederspiegeln.
    Er macht eine andere Rechnung auf: Die Zahl der Infektionen steigt exponentiell, aber auch die Zahl der Testungen. Das führe zu erheblicher Ungenauigkeit in der Aussagekraft des Datenmaterials.
    Hier ist der erste Beitrag von Prof. Scheller, den wir am 22. März ohne Namensangabe veröffentlicht haben.
    Quelle: VitalstoffBlog, 24.03.2020
    ……………………….

    Giorgio Agamben zur Corona-Krise: Wir sollten uns weniger sorgen und mehr denken:
    https://www.nzz.ch/amp/feuilleton/giorgio-agamben-zur-coronakrise-wir-sollten-uns-weniger-sorgen-und-mehr-nachdenken-ld.1550672

  83. @Ute: Die Zahl der Testungen steigt exponentiell? Wirklich? Das hat der Mathematiker gesagt? So wie die Zahl der Neuinfektionen? Obwohl diese gerade nicht (mehr) exponentiell steigt?

  84. Es gibt einen neuen Kulturbeitrag für Augen und Ohren.

  85. @Brendan: Hier eine Antwort des Mathematikers:

    „…..ich habe nicht gesagt, dass die Zahl der Testungen exponentiell steigt. Auf diese Zahlen habe ich noch nie geschaut.

    Ich selbst sage auch nichts zum exponentiellen Verlauf der Zahl der Neuinfektionen. In meinem FAZ-Artikel (anbei) erwähne ich das nur als Mathelehrer-Freude – so wird das halt modelliert. Mich hat im Nachklang des Artikels jemand angeschrieben, der die Zahl der Neuinfektionen in Funktionen modelliert und der eher eine lineare Funktion sieht (nach einem exponentiellen Anstieg zu Beginn). Das leuchtet als Folge der Kontaktsperren ja auch ein. Wir wissen halt nicht, welchen Verlauf die Kurve bei welchen Lockerungen nimmt. Im Ganzen geht es aber ohnehin kaum um die Zahl der Neuinfektionen. Ich würde mittlerweile meinen Fokus auf die Frage richten: Sterben mehr Menschen pro Tag als sonst? Das scheint nicht der Fall zu sein, übrigens auch in anderen Ländern (scheinbar außer Italien) nicht.

    Viele Grüße, Wolfram Meyerhöfer

  86. @Ute: Sorry, hatte diese Aussage „Die Zahl der Infektionen steigt exponentiell, aber auch die Zahl der Testungen. Das führe zu erheblicher Ungenauigkeit in der Aussagekraft des Datenmaterials.“ dem zweiten von Dir verlinkten Professor zugeordnet. Aber das ist ja ein Virologe und der darf so einen Unsinn ja ruhig behaupten. ;-)

    Ich bin sicher, nicht nur in Italien liegt die Zahl der Toten pro Tag höher als sonst, sondern auch in Spanien, aktuell in den USA und wohl auch dem UK.

    Womöglich auch in Ecuador?
    https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronavirus-in-equador-wie-die-situation-in-guayaquil-eskalierte-a-d9a73c04-116a-4cba-9647-968826248b5b

    Im Übrigen liegt die Zahl der Covid 19 Toten höher als bislang gezählt: https://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/nicht-alle-corona-toten-kommen-in-die-statistik-16710902.amp.html

  87. @Ute, @alle

    habe mir den Artikel von Giorgio Agamben grade durchgelesen. Und finde, dass er sehr angestrengt versucht, die aktuellen Phänomene des „Lockdown“ in sein Spezialgebiet „Ausnahmezustand“ und seine entsprechenden Analysen (wobei er sich auch auf Canettis „Masse und Macht“ bezieht) zu pressen, quasi hinein zu definieren und zu analysieren.

    Es gelingt ihm nicht. Ich erkläre mir seine Sicht der Dinge so, dass er natürlich in diesem Alter und mit der Vita aus seiner Denkblase nicht mehr heraus kann. Sicher sitzt er auch nicht die halbe Zeit am Gerät und sichtet die vielfältigen Kontakte, die neuen Gemeinschaftsaktivitäten, die vielen Formen der Solidarität und gegenseitiger Hilfe, die es da zu bemerken gibt.

    Deshalb halte ich es mit der Kritik, die dankenswerter Weise gleich auch dort zu finden war:

    Coronavirus und das nackte Leben – warum Giorgio Agamben falsch liegt

    „Was wir erleben, ist nicht die Normalität des Ausnahmezustands, der uns alle seit langem bedroht. Es verhält sich genau anders herum: Wir sehen eine Welle zwischenmenschlicher Solidarität in einer einzigartigen epidemischen Ausnahmesituation.“

  88. Corona: Gericht kippt Oster-Reisebeschränkungen in MV (richtig so!!!)

    „Mit dem Beschluss des OVG setzten sich mehrere Kläger durch – unter ihnen der Greifswalder Anwalt Jost von Glasenapp. Er meinte im Vorfeld, die Reise-Einschränkung sei völlig „sinnbefreit“. Ihm habe noch niemand erklären können, so von Glasenapp, warum „das Infektionsrisiko höher sei, wenn Menschen aus der dicht gedrängten Stadt an die weitläufige Küste fahren“.
    … Es gebe keinen Anhaltspunkt, dass am Strand oder anderen Orten im Freien das Kontaktverbot nicht eingehalten werden könne – zumal Cafés und Gaststätten ohnehin geschlossen seien. Offenbar hat sich das Gericht der Sichtweise angeschlossen, eine Begründung liegt noch nicht vor. Ungeachtet des aktuellen Beschlusses bleibt es beim Einreiseverbot für Einwohner aus anderen Bundesländern. „

  89. Georg Kohler: „Wir sehen eine Welle zwischenmenschlicher Solidarität in einer einzigartigen epidemischen Ausnahmesituation.“
    Das trifft zu, wiewohl sich zeigen wird, ob und wie sich Solidarität in die
    derzeit beklatschten Tätigkeiten ’nach Corona‘ ausdehnen wird?
    Der Soziologe Heitmeyer sagt: „Solidarität verändert keine Strukturen“
    https://www.deutschlandfunk.de/corona-pandemie-soziologe-solidaritaet-veraendert-keine.694.de.html?dram:article_id=474121.

    Nun, wir werden sehen….

  90. @Claudia:

    habe mir den Artikel von Giorgio Agamben grade durchgelesen. Und finde, dass er sehr angestrengt versucht, die aktuellen Phänomene des „Lockdown“ in sein Spezialgebiet „Ausnahmezustand“ und seine entsprechenden Analysen (wobei er sich auch auf Canettis „Masse und Macht“ bezieht) zu pressen, quasi hinein zu definieren und zu analysieren.

    Ich habe diesen Artikel auch gelesen und sehe das genauso wie du.

    Seit ein paar Tagen treibt mich eine – für mich – neue Erkenntnis um und ich teste gerade eine gewagte Hypothese, indem ich alles was ich höre, lese und sehe, mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf filtere und wahrnehme.

    Und zwar geht es um eine Verallgemeinerung deiner Analyse auf wirklich alle Menschen. Was immer ich zur Zeit höre, sehe und lese, ob hier im Blog oder in den verschiedensten Medien oder bei mir zu Hause in meinem persönlichen Umfeld – es ist immer das gleiche Bild, wenn Menschen über diese einzigartige Krise reden. Jeder greift auf seine Erfahrungen, auf sein Wissen, auf sein gesamtes Gedächtnis mit allen erlernten Strategien und eingeübten Routinen zurück, um diese einmalige Krise irgendwie verstehen, einordnen und realisieren zu können.
    Egal ob du @Claudia, @ingo, @ute oder alle andere hier Mitschreibenden, ob diverse Journalisten, Medienleute, Poster auf diversen Sozialen Medien, ja sogar alle Politiker, Wissenschafter oder sonstige Experten diverser Fachgebiete. Jeder kann nur so reagieren, wie er eben ist bzw. war in seinem Leben. Es wird sogar noch verstärkt und klarer erkennbar in einer Situation wie dieser – sowohl im scheinbar Positiven als auch im scheinbar Negativen.

    Der springende Punkt ist nun, dass Menschen bekanntermaßen sehr verschieden sind. No na, denkt sich jetzt wahrscheinlich jeder. Aber ich habe diese Erkenntnis und ihre Konsequenzen erst jetzt richtig tief verstanden, glaube ich, und spüre seit Kurzem eine neu erlebte Gelassenheit, Milde und Toleranz gegenüber mündlichen und schriftlichen Aussagen aller Art von anderen Menschen. Ich kann plötzlich sehr aufmerksam Gesprochenes und Gelesenes auf mich wirken lassen, ohne es gleich zwanghaft bewerten zu müssen.
    Ich erkenne sehr schnell und bewusst, ob die andere Äußerung, Ansicht oder Meinung mich persönlich berührt oder nicht. Wenn nicht, ist das völlig okay – ich muss, ja kann nicht alles verstehen, was in diesem weltweiten „Rauschen“ gerade passiert. Diese Bescheidenheit, ja fast Demut, habe ich so noch nie erlebt oder gespürt. Ich erkenne mich plötzlich besser und bin mit mir im Reinen. Fühlt sich sehr angenehm an.

    Sehr spooky das ganze für mich als Anti-Esoteriker ;-)

    Nichts desto trotz ist faire und redliche Kommunikation, eine konstruktive Diskussion und ein kritischer Diskurs gerade in Zeiten wie diesen so wichtig. Nur erwarte ich mir auf diversen politischen und gesellschaftlichen Ebenen nicht mehr so viel wie früher. Diese Naivität habe ich mittlerweile verloren. Ich hoffe nur, dass die Stimmen der Vernunft in turbulenten Zeiten wie diesen die Oberhand behalten.

  91. @Günther – mich sehr ansprechend , wie du das Geschehen im Außen
    auf eine Weise verinnerlichst, dass du darüber „seit Kurzem eine neu erlebte Gelassenheit, Milde und Toleranz gegenüber mündlichen und schriftlichen Aussagen aller Art von anderen Menschen spürst“.
    Das würde die Befreiungs-Theologin/Philosophin Dorothee Sölle vermutlich
    „mystische Empfindsamkeit“ nennen. :-)

  92. Der neue Euphemismus (1.:)
    Die Geschichte lehrt uns, dass jedes soziale Phänomen politische Implikationen hat oder jedenfalls haben kann. Deshalb ist es angezeigt, den neuen Begriff aufmerksam zu beobachten, der eben ins politische Lexikon des Westens Einzug fand: Social Distancing, soziale Distanzierung.

    Obwohl der Begriff wohl als Euphemismus geprägt wurde, um das grausame Wort «Abgrenzung» zu vermeiden, muss man sich fragen, worin eine politische Ordnung bestehen könnte, die sich darauf gründet. Dies ist umso dringlicher, als es sich nicht nur um eine rein theoretische Hypothese handelt. Jeder Notstand – diesmal ist es der gesundheitliche – ist immer auch ein Labor, in dem neue politische und soziale Lagen ausprobiert werden, die auf die Menschheit erst noch warten.

    1.:
    beschönigende, verhüllende, mildernde Umschreibung für ein anstößiges
    oder unangenehmes Wort „»geistige Umnachtung« ist ein Euphemismus
    für »Wahnsinn«“

    Anzahl Woerter: 113
    Fremdwörter ,“hochsprechbegriffe“: 10
    Hauptwörter: 19
    ist: 3x
    muss: 1x
    kann/könnte: 2x
    ————————
    das beruhigende -für mich- an solcherlei Texten ist, dass mit diesen 113 worten etwas beschrieben wird was ebensogut aus der
    Waschmittelwerbung für ein neues produkt mit
    „kauf mich!!“ abgekürzt dargestellt werden könnte.

    werbung dient allen, gewerbetreibenden und Konsumenten.
    den einen wegen der nachhaltig erwerbsorientierten lebensführung,
    den anderen zur grundbedürfnisbefriedigung und nachhaltigen
    haeuslichen kassenbestandsentwicklung; -nach befriedigung dieser
    bedürfnisse zusätzlich noch für die sozialen belange sowie egozentrierter
    luxusstrategien.

    Werbung dient in erster linie durch aufmerksamkeitserzeugung zur bekanntmachung neuer und /oder alter, zuwenigumgesetztenladenhütern zur verbraucherinformation zur erzeugung eines sogenannten Wachstums zur sicherstellung der prinzipien des sozialverträglichenFrühablebens von Waren-und sonstigem antropogenen dienstleistungen.

    werbung bedient sich allgemein anerkannter propagandamittel
    vor allem: wiederholung, wiederholung, wiederholung.

    so, was steht nun da in diesen 113 worten?
    (was verstehe ich von dem was da übermittelt wird?)

    „euphemismus“

    schon der erste eindruck erzeugt in mir dieses altbekannte
    gefühl, jetzt wirds wieder rundgehen, da ist ein apostel der neuen alphaBets
    gemeinde wieder mal ausgezogen den homoludensi auf diesem globus
    das fürchten zu lehren.

    „die geschichte lehrt uns“

    welche geschichte?
    die siegergeschichte der Kreuzzüge?
    10.000 tote in jerusalem?
    alle folgenden siegergeschichten seit dem jahr 36 AD?

    „jedes soziale Phänomen politische Implikationen hat“

    diese tiefgründige bemerkung lässt bei mir sämtliche
    alarmglocken bimmeln. (ich hab die scheissdinger leisergestellt,
    eigentlich sollten sie nur vibrieren, aber meine veraltete
    2DGTechnik stellt sich immer wieder von selbst auf
    Fabrikzustand)
    meine gedanken beginnen sich in spezielle Untersuchungskommissionen
    und unterausschuesse zu geschlossenen veranstaltungen nur mit passwortgesichertem zugang zu flüchten.

    nicht gerade einfach, so eine prekäre situation, wenn man sowiso nicht allzuviele gleichzeitig parat und zur seite zu stehen hat.

    „eine vermehrt auftretende erkrankung ist auch ein soziales phänomen,“

    und schon dieser eine der wenigen hiergebliebenen lässt mich leise fluchen.

    „politische implikationen“

    dieser nebengedanke wird sofort verhaftet und unter psychoterrorismussverdacht gestellt, das regal, das sowiso schon wie die verbogenen Balken in meinem alten fachwerkhaus fast bis zum keller durchhängt.

    MIAU!!!
    ah.. wie ?was?
    AH! mikesch kommt grade vorbei, macht seine runde an der e-guitarre vorbei links hochspringen, übers bett auf den alten marshal Röhren verstärker von dort auf die Fensterbank, hinter dem HD Monitor entlang und zwischen laptop und dessen tastatur @!!!§§qwertz!“‚# durch am aschenbrecher und der kaffetasse vorbei auf meine auf dem
    schreibtisch abgelagerten Füsse, dreht sich zwei-dreimal um die eigene achse
    und nimmt anschliessend seine

    eh, alter, Fips und ich wollen jetzt was zu fressen , sieh zu dass du in die pötte kommst“

    position ein und linst mich erwartungsvoll an.

    sorry, muss los,
    bis die tage

    inhabauchnochnprivatlebenverflixtundzugenageltgo

  93. @Günther: ein schöner Text und eine tolle, dem eigenen inneren Frieden sehr förderliche Erkenntnis!

    „Egal ob du @Claudia, @ingo, @ute oder alle andere hier Mitschreibenden, ob diverse Journalisten, Medienleute, Poster auf diversen Sozialen Medien, ja sogar alle Politiker, Wissenschafter oder sonstige Experten diverser Fachgebiete. Jeder kann nur so reagieren, wie er eben ist bzw. war in seinem Leben. Es wird sogar noch verstärkt und klarer erkennbar in einer Situation wie dieser – sowohl im scheinbar Positiven als auch im scheinbar Negativen.“

    Ja, das stimmt, in den allermeisten Fällen. Es gibt aber schon auch die Möglichkeit der Veränderung, des für ein Individuum „neuen“ Verhaltens (obwohl einem da manchmal Zweifel kommen können!). Sonst würde sich ja nie etwas ändern, weiter entwickeln!

    „Ich erkenne sehr schnell und bewusst, ob die andere Äußerung, Ansicht oder Meinung mich persönlich berührt oder nicht. Wenn nicht, ist das völlig okay – ich muss, ja kann nicht alles verstehen, was in diesem weltweiten „Rauschen“ gerade passiert. „

    Ja, so ist das. Und auch Angriffe, Beleidigungen, Zuschreibungen jeder Art sagen in aller Regel weit mehr über die Person aus, die sie formuliert als über die Betroffenen bzw. Gemeinten.

    Persönliche Gelassenheit zu praktizieren, sich nicht betroffen zu fühlen, nicht immer alles bewerten bzw. bei Nicht-Übereinstimmung kritisieren zu müssen, eine Art freundliche Ignoranz gegenüber manchen Erscheinungen der Vielfalt zu praktizieren – das geht, das klappt, solange man nur für sich agiert.

    Schwierig wirds, wenn das eigene Verhalten auch andere Menschen betrifft. Da entstehen dann Erwartungshaltungen, die sich nicht mit der skizzierten Haltung vereinbaren lassen, die ja nicht alle teilen bzw. selber drauf haben.

    Der Hinweis: Überlies bzw. ignoriere doch, was dir missfällt (z.B. bezogen auf die Kommentare hier), reicht leider nicht allen. Ich will das nicht weiter mit „Hintergrunderfahrungen“ vertiefen, sondern nehme es lediglich zum Anlass, immer mal wieder zu appellieren:

    • Bitte bezähmt den Trend zum großen Ausufern,
    • bleibt beim Thema oder kommt zumindest dahin zurück,
    • streut nicht allzu viele Links ohne eigene Stellungnahme dazu, WARUM ihr ihn setzt bzw. wie eure eigene Haltung zum Autor/Link-Content ist.

    Ansonsten schließe ich mich Günthers Hoffnung an:

    „Ich hoffe nur, dass die Stimmen der Vernunft in turbulenten Zeiten wie diesen die Oberhand behalten.“

    Wie es stimmungsmäßig aussieht, zeigt das aktuelle Politbarometer zur Akzeptanz der Corona-Maßnahmen und dem weiteren Vorgehen. Es lohnt sich, nicht nur das Balkendiagramm zu sichten, sondern auch die Detailantworten zu lesen.

  94. @Claudia -„Schwierig wirds, wenn das eigene Verhalten auch andere Menschen betrifft. Da entstehen dann Erwartungshaltungen, die sich nicht mit der skizzierten Haltung vereinbaren lassen, die ja nicht alle teilen bzw. selber drauf haben.“

    Nur zu wahr. Sehe ich auch aktuell in meiner Familie, in der unterschiedlich mit der „Corona-Krise“ umgegangen wird.

    Günthers Hoffnung:
    „Ich hoffe nur, dass die Stimmen der Vernunft in turbulenten Zeiten wie diesen die Oberhand behalten“,
    könnte Auftrieb erhalten durch folgendes Interview:
    https://vitalstoff.blog/.
    Gesprächsführung u. Journalismus von dieser Art braucht es zuhauf.

  95. Schon erstaunlich, zu welchen Verrenkungen die Coronakrise so manche Politiker inspiriert:

    Leugner, Lügner und Verschwörungstheoretiker
    Hokuspokus gegen Corona

    „Verharmlosen, falsch informieren, irreführen, ablenken: vier Methoden, wie Politiker weltweit den Kampf gegen die Corona-Pandemie behindern. „

    Natürlich sind es vor allem „die üblichen Verdächtigen“, die hier völlig kontraproduktiv agieren und ihre Bevölkerung dem Schicksal überlassen. Mir tun die Leute leid, die in diesen Ländern leben müssen – in Zeiten des Internets wird es nicht wenige geben, die sehr wohl gut informiert sind über das, was abgeht. Für sie kommt zusätzlich zu Corona noch ein weiteres Mal das Erlebnis der Machtlosigkeit gegenüber verwantwortungslosen Machthabern.

  96. es ist nicht verwunderlich, welche massnahmen bezueglich
    „VIRUS“ unternommen werden, wie der lockdown begründet und
    verlängert und verlaengert und verlaeeengert wird.

    es erstaunt niemanden warum jegliches manöver, den „VIRUS“
    zu erfassen, ob mit obduktionen, verlässlichen vergleichsstatistiken,
    anhörung von verleumdeten medizinischen Experten,
    offenen Verfassungsbrüchen durch staatliche Organe
    einfach so durchgewunken und medial verbreitet werden.

    ALLES was den schlechten Ruf des Gegners (VIRUS) am atmen-
    und die rezipienten der Botschaft bei der stange hält
    sorgt nachhaltig dafür, dass andere Faktoren vollkommen aus dem
    licht der öffentlichkeit verschwinden.

    kritische stimmen aus dem Finanzbereich sind sich einig
    dass auf die gesamte aktien immobilien und sonstige investmentwelt
    eine bereits diagnostizierte und nicht mehr abwendbare
    vernichtungswelle zurollt.

    der tsunami wird bis in 8-10 wochen über alle hereinbrechen
    und das system das wir bis heute in der mehrheit sicherlich nicht
    begriffen haben ruinieren.

    bis dahin gibt es keine märkte mehr die irgendwas zur
    finanziellen absicherung kaufbare güter mehr anbieten koennen.
    goldmärkte sind geschlossen, die paar übrigen rolexen sind weg,
    der mittelstand hat den todesstoss erhalten, wir erleben jetzt
    den zusammenbruch dieser Zusammenhänge und palavern, sabbeln
    geifern, schwafeln expertieren ueber den VIRUS bis zur völligen verblödung.

    DIE FED hat auf null gesetzt, aber es gibt keinen mehr der damit was anfangen kann. kommende Aktiennachschussforderungen, futures
    leerverkaeufe weiss der geieer, kenn mich da nicht aus können nicht mehr ausgeglichen werden daher werden aktien der investmentgesellschaften
    zwangsenteignet und zum ausgleich der fälligen kurszusammenbruchsforderungen verwendet.

    mit nicht ausreichender wirkung.

    der kapitalmarkt wird mehr als 80% seines derzeitigen „wertes“ ersatzlos
    verlieren, eine reperatur wird mindestens 5-8 JAHRE dauern.

    und wir bleiben friedlich setzen uns soggar im freien im park
    lächerliche masken auf und bleiben friedlich. lassen uns zu ostern den krichgang verbieten, der Petersplatz bleibt leer urbi et orbi at his best.

    die bundesregierung hat diese informationen es interessiert sie aber nicht im geringsten sondern schuert weiter das feuer unter den Hintern der VIRUS
    fuerchtenden.

    das ist nicht kriminell, das entspricht keinerlei mess-undbewertbaren bezeichnung.

    mir persönlich ist das vollkommen wurscht.
    ich weiss was mir nach einem crash geschieht.
    ich kann nichts mehr verlieren, das ist meine beruhigung.

    mit diesem post äussere ich meine persoenliche meinung auf deren freiheit ich nach wie vor bestehe, grundgesetz hin oder Span &co-schwachsinn her.
    ich vermute einem mechanismus der meinungsmacher auf den leim gekommen zu sein und fühle eine gewisse klammheimliche heiterkeit
    wie damals bei bommi baumanns „wie alles anfing“ aufsteigen.

    gruss
    inmeinemeinungistnebensaechlichgo

  97. @Ute Plass:

    Das würde die Befreiungs-Theologin/Philosophin Dorothee Sölle vermutlich „mystische Empfindsamkeit“ nennen. :-)

    Dorothee Sölle war sicher eine tolle und engagierte Persönlichkeit – ich kannte sie bisher nicht und habe einwenig nachgelesen -, aber für Theologie und Mystik bin ich nicht empfänglich, fürchte ich.
    Ich bin davon überzeugt, dass auch Atheisten mit eher naturwissenschaftlichem Background empfindsam bzw. sensibel sein können. Für mich sind viele Phänomene, die jetzt erkennbar werden, wissenschaftlich, psychologisch und philosophisch zu verstehen. Aber jeder kommt wohl aus einem anderen Eck und hofft auf tieferes Verständnis, um besser mit sich und der Welt klar zu kommen.

  98. @Claudia:

    Es gibt aber schon auch die Möglichkeit der Veränderung, des für ein Individuum „neuen“ Verhaltens (obwohl einem da manchmal Zweifel kommen können!). Sonst würde sich ja nie etwas ändern, weiter entwickeln!

    Was ich gerade an mir selbst beobachte, ist, dass ich mich eben nur selbst verändern kann und dass das mit meiner engeren Umgebung vorerst gar nichts zu tun hat. D.h. man kann sich nur selbst weiterentwickeln und tut das auch ständig – der eine mehr, der andere weniger oder gar nicht. Manche sind mit 15 Jahren schon „fertig“ entwickelt, was ihr Weltbild und ihre Weltanschauung betrifft, und bekommen höchstens mehr an Lebenserfahrung dazu. Andere haben Selbstzweifel bis ins hohe Alter, stellen sich infrage und sind bis zum Ende nie „fertig“ in ihrer Entwicklung. Zwischen diesen beiden Extremen spielt sich die Entwicklungs- und Änderungsfähigkeit jedes Einzelnen ab, denke ich.

    Und auch Angriffe, Beleidigungen, Zuschreibungen jeder Art sagen in aller Regel weit mehr über die Person aus, die sie formuliert als über die Betroffenen bzw. Gemeinten.

    Ja, das sehe ich auch so.

    Persönliche Gelassenheit zu praktizieren, sich nicht betroffen zu fühlen, nicht immer alles bewerten bzw. bei Nicht-Übereinstimmung kritisieren zu müssen, eine Art freundliche Ignoranz gegenüber manchen Erscheinungen der Vielfalt zu praktizieren – das geht, das klappt, solange man nur für sich agiert.

    „Freundliche Ignoranz“ – danke, diese Formulierung merke ich mir :-)

    Schwierig wirds, wenn das eigene Verhalten auch andere Menschen betrifft. Da entstehen dann Erwartungshaltungen, die sich nicht mit der skizzierten Haltung vereinbaren lassen, die ja nicht alle teilen bzw. selber drauf haben.

    Ja, die zwischenmenschliche Interaktivität im Kommunizieren und Verhalten im Alltag kann sehr kompliziert sein. Das kennt wohl jeder aus eigener Erfahrung.
    Um so mehr „bewundere“ ich – gerade jetzt – Führungspersönlichkeiten in verantwortungsvollen Positionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
    Wie trifft man den richtigen und angemessenen Ton, um von möglichst vielen Menschen verstanden zu werden?
    Mit welcher Haltung ist man am vertrauenswürdigsten und überzeugendsten?

    Mir kommt es gerade sehr seltsam, ja fast unmöglich vor, dass ein(e) Kanzler(in) eines demokratischen Staates bei einer Pressekonferenz so einfach hintritt, redet und annimmt, dass er/sie eine einheitliche Menge an Zuhörern hat, die alle am gleichen Informationsstand sind. Da hören ja einerseits z.B. relativ gut informierte Journalisten und anderseits am Bildschirm zu Hause hochgebildete oder ganz einfach gestrickte (ohne Wertung jetzt) Bürger zu.
    Sind sich diese Politiker(innen) wirklich bewusst, dass sie es nicht mit einer homogenen Masse (welch zynisches Wort!), sondern mit einer sehr heterogenen Menge an Individuen zu tun haben?

    Gerade in dieser Krise wird m.E. überdeutlich, wie anmaßend (Spitzen-)Politiker und Journalisten von (Groß-)Medien im Grunde sind.
    Wie muss man in diversen Machtpositionen eigentlich ticken, um so zu tun, als hätte man alles unter Kontrolle und treffe evidenzbasierte Entscheidungen?
    Wen sprechen solche Führungspersönlichkeiten konkret an?
    Glauben sie wirklich, dass sich Individuen in solch einer einmaligen und tiefen Krise auf Dauer so einfach führen und gängeln lassen wie bisher?
    Wie lange kann das gut gehen?

    Mir kommen jedenfalls immer größere Zweifel an diesem Verhalten.
    Ich weiß aber leider auch keine Lösung und bin sehr gespannt, wie sich die Dinge in den nächsten Monaten entwickeln werden…

  99. diese gespräche hier sind aussergewöhnlich:)
    ein, nein DER grund warum ich mich in dieses
    forum derart vernarrt habe dass ich mich schon
    als eine art holobiont dieser antropogenen
    silbenversammlung fühle.

    in den vielen jahren sind reizworte, reizbegriffe,
    konstellationen von inspirierenden sichtweisen
    der welt die wir zu kennen meinen und nahezu
    makrobiologischer dimension durch meine lesenden
    nervenzellverbindungen geblitzt, dass ich lediglich
    „danke!“ dafür sagen kann.

    was ist wirklichkeit, was ist wirkliches wissen?
    die dinge die die welt im innersten zusammenhalten,
    die wirkliche welt draussen und drinnen gestalten

    atome sind das kleinste geheimnis, pure materiepartikel
    und lange nicht die kleinste form messbarer „gegenstände“
    (Atomos – griechisch) der grundlegenden schwingungszustände
    von weiss der geier was noch entdeckt oder wiedergefunden wird.

    lebender organismus mensch:
    wir leben nur weil wir schon bei der geburt oder vermutlich schon
    bei der zeugung eine symbiose mit den fuer uns unsichtbaren
    anderen kleinst“lebe“wesen eingegangen sind.
    ohne die unablässige zusammenarbeit unserer körperzellen
    unserer körpermaterie mit den ca 1,5 kg von milliarden unterschiedlicher bakterien, die wir in unauflösbarer symbiose mit uns jeweils individuell
    unterscheidbar herumtragen wären wir nicht lebensfähig.

    nun kommt ein virus (auch ein ding in der dimension der bakterien)
    und bringt den ganzen offiziellen Weltcharakter unserer erreichten
    übereinkünfte durcheinander. wir sehen nicht nach innen, wo der eigentliche
    kampf zur arterhaltung tatsächlich permanent auf höchstem entwicklungs
    niveau seit millionen von jahren „tobt“. unser immunsystem ist für uns
    ein begriff der eher fernen wissenschaft der weisskittel, uns muss der begriff
    immunsystem hinreichen um nicht weiter nachzuhaken.

    stattdessen sind wir alle damit beschäftigt nach „draussen“ eine
    daseinsberechtigung zu rechtfertigen indem wir anderen unsere
    inneren schlachten zur verantwortung übertragen.

    wir haben nicht gelernt auf uns selbst in mechanischer hinsicht
    aufzupassen (?). wir vertrauen auf die evolution, unseren uns überlegenen
    vertretern in wirtschaft, politik und medizin und gehen unseren täglichen
    beschäftigungen nach. wenns denn unbedingt sein muss auch
    beeinträchtigt oder schlimmstenfalls garnicht falls es unseren
    verantwortlichen richtiger erscheint.

    natürlich holen wir auch zuhause eingesperrt regelmässig luft
    unser herz schlägt unaufgefordert zigtausendmal zuverlässig bis zum
    stillstand aller uns betreffenden notwendigkeiten.
    wir brauchen unsere körperfunktionen nicht bewusst zu kontrollieren,
    es waere vermutlich töricht oder tödlich bewusst einen tag lang
    alle körpereigenen prozesse selbst zu steuern.

    heute habe ich den begriff „holobiont“ zum erstenmal gehört
    und einwenig darüber nachgegoogelt, allerdings nicht mit google
    sondern mit „starpage.com“ einer wirklichen googlealternative
    da ich dieser datenkrakengemeinschaft irgendwie überdrüssig bin

    eventuell führt die aktuelle krise tatsächlich dazu dass wir die neu gewonnene freizeit zwar nicht in freiheit aber doch zu innerer
    weiterentwicklung benutzen unsere direkten berührungspunkte
    mit dieser wirklichkeit auf sehr bodenständige art und weise
    neu kennen und benutzen zu lernen.

    nachgedachte gruesse vonner rems
    indenkenzudenkenistverfuehrerischgo

  100. @Günther:
    ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstehe: Natürlich entwickelt man sich immer SELBST weiter – was aber nicht bedeutet, dass das ohne Einflüsse von Anderen und von Ereignissen passiert.

    Vorbildern nachstreben, Probehandeln in Selbsterfahrungsworkshops, dem/der Liebsten zuhören und mal was anders machen, Anregungen aus der Lektüre – aber auch heftige Ereignisse/Erlebnisse – all das verändert Menschen. Mein eigenes Weltbild hat sich schon öfter verändert, sogar durchaus drastisch. Einmal besonders krass, als ich (80ger, Hausbesetzerzeiten) 8 Wochen in einer Hausgemeinschaft lebte, in der der Wortschatz von 85% der meist jüngeren, wenig gebildeten Teilnehmer nur rudimentärstes schwarz/weiß kannte – bald war ich so deprimiert, dass ich die Welt nurmehr schwarz und alles als hoffnungslos empfand. Zum Glück konnte ich mit Hilfe von Freunden schnell ausziehen. Ein denkwürdiges Erlebnis, machte es mir doch klar, welchen heftigen Einfluss die SPRACHE hat!

    Zu den Politikern: du wirfst alle in einen Topf, dabei machen sie ihre Sache sehr unterschiedlich gut oder schlecht. Grade höre und lese ich z.B. viel Lob über Angela Merkel, die es schafft, in recht einfacher Sprache „zu allen“ zu sprechen, dabei vertrauenswürdig, kompetent und mitfühlend zu wirken.

    Und ja: in der Regel SIND sie sich bewusst, dass sie zu einer heterogenen Menge sprechen. Als Politikerin würde auch ich versuchen, mir möglichst keine Blöße zu geben, Vertrauen auszustrahlen, auch wenn ich weiß, dass Gewissheiten selten sind. Und selbst, wo offenkundig alles ungewiss ist, so gehört es doch zum politischen Geschäft, Entscheidungen zu treffen, Maßnahmen zu ergreifen – in der C-Krise am besten solche, die schlimmste Entwicklungen, wie sie anderswo zu sehen sind. zu verhindern. Dass „man zu wenig weiß“ wurde und wird ja vielfach durchaus verkündet und als Grund für „sicherheitshalber“ eher restriktive Maßnahmen angeführt.

    „Wie lange kann das gut gehen?“

    So lange, wie eine interessierte, informierte Mehrheit das als sinnvoll empfindet! Die Datenlage ist ja gar nicht schlecht, wir können viel nachschauen und uns auch eine Meinung zu umstrittenen Daten bilden (wie etwa zu den Corona-Toten: an oder mit C gestorben etc.). Dabei wird ständig alles diskutiert, seriöse Kritiker, aber auch Außenseiter und „Querulanten“ aller Coleur finden ihr Publikum, aber indem ihren Behauptungen argumentativ entgegen getreten wird, kann jede/r für sich abwägen, wer wohl recht hat – und bisher ist die große Mehrheit mit dem, was derzeit stattfindet, noch einverstanden.

    Das kann sich allerdings schnell ändern, ich denke, Ende April wird die Ungeduld / Unzufriedenheit deutlich gestiegen sein. Weil das aber auch „die Politik“ weiß, werden sich bis dahin andere Perspektiven ergeben… (=Spekulation, klar!)

  101. @Ingo: die Vorgänge im kleinsten Bereich sind ja nicht etwa unbekannt, sondern werden ständig erforscht und auch bekannt gemacht. So hat etwa das „Darmbiom“ in den letzten Jahren eine grandiose Bekanntheitskarriere hingelegt – und somit dem Begriff „Denken aus dem Bauch“ neue Bedeutung gegeben.

    Aber auch Viren sind nicht nur böse. Forscher/innen meinen gar: „Am Anfang war das Virus“ und rechnen den Viren wesentliche Bedeutung für die Evolution des Lebens insgesamt zu. Wir haben auch schon viele Viren in unser Erbgut eingebaut, die sich zum Teil sogar rekonstruieren lassen!

    Welchen Stellenwert jemand dem eigenen Immunsystem einräumt, ist sehr verschieden – je nach Bildungsgrad, Interessenlage, Hypochondrie-Faktor und Arbeitsrealität. Schau dich um, ganze Branchen leben davon, Mittel und Nahrungsergänzungen zu verkaufen, die „das Immunsystem stärken“. Die zunehmenden „Autoimmunkrankheiten“ haben ebenfalls dazu beigetragen, dass viele eine Ahnung bekommen haben, wie die „inneren Schlachten“ so verlaufen.

    Wenn es um die Innenschau geht, rate ich eher, grobstofflich anzufangen – dazu eine Ernährung, die das Darmbiom bei Laune hält.
    Hilft leider alles nix gegen Viren, die dem Immunsystem unbekannt sind – da muss es irgendwann leider durch! Wie es das schafft, kommt dann auf die allgemeine Verfassung an – die genannten „Risikogruppen“ haben schlechtere Karten.

  102. hi claudia:)

    Wenn es um die Innenschau geht, rate ich eher, grobstofflich anzufangen – dazu eine Ernährung, die das Darmbiom bei Laune hält.
    Hilft leider alles nix gegen Viren, die dem Immunsystem unbekannt sind – da muss es irgendwann leider durch!

    wasser holen und holz hacken.

    oder :
    zen: die kunst ein fahrrad zu warten.

    wie bereits erwähnt, erhalte ich hier ständig input,
    ständige veränderung im doch ewig gleichen und
    es fühlt sich gut an.

    wenn ich abends oder spät in der nacht nachdenke was ich den Tag über
    zu mir genommen habe, welche konkreten nahrungsmittel nötig waren
    um den körper am funktionieren zu halten sehe ich immer wieder
    mit wie wenig so ein komplexes system auskommt und reibungslos
    funktioniert.

    ein beeindruckendes schauspiel erlebte ich gezwungenermassen
    als mir mit 2 Schrauben im linken ellbogen, den ich mir bei einem
    Salto mortale mit meinem rad (panisch angezogene vorderradhandbremse,
    vorderrad blockiert, ein astreiner überschlag vorwäts in perfekter längsrichtung und aufschlag kurz vor einem aus einer ausfahrt
    herausfahrendem auto; aus judozeiten-fallübungen angelernt
    hab ich wohl den aufprall mit dem linken arm reflexhaft versucht abzufedern)
    angebrochen hatte.

    die OP wurde ambulant mit örtlicher betäubung durchgeführt.
    mein linker arm war mit einem grünen tüch senkrecht vor mir hängend vor meinen blicken abgeschirmt fixiert und die Chirugen unterhielten sich ganz zwanglos wärend sie die notwendigen bohrungen, schnitte verschraubung und spezial nähte durchführten.

    ich konnte meine herzfrequenz, atmung und puls auf dem instrumentenbord
    ablesen, fühlte nichts weiter als einen seltsamen druck im linken arm, hörte die akku-bohrmaschine und blieb locker wie nie.

    ich achtete also auf die pulsfrequenzanzeige und versuchte konkret mit atmung und denken diese anzeige zu beeinflussen.
    das hat funktioniert! das war faszinierend, die op selbst war im prinzip für mich voellig nebensaechlich da ich mich aufs atmen und die konkret ablesbare veränderung der anzeige konzentrierte.

    ich hatte alles was ich brauchte, mehr sogar:
    ich hatte wieder was neues gelernt:)

    in uns steckt mehr, viel mehr als wir wahrnehmen, da bin ich mir absuolut sicher:)

    gruss aus dem remstal
    inmissinglinkwargenialgo

  103. Ein sehr guter Artikel aus schweizer Sicht:

    COVID-19 – eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen
    GASTKOMMENTAR von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt

    Gute Unterscheidung, was man weiß und was nicht – und was man hätte wissen können.

  104. […] besonders schwarzmalerische Sicht der Dinge hat Ingo in die Kommentare geschrieben, der beklagt, dass diese Aspekte in der Debatte kaum eine Rolle spielen. Ich zitiere ein paar […]

  105. Ingos Einlassung war mir Anlass, einen neuen Post zu den wirtschaftlichen Folgen zu eröffnen. Dieses Thema in all seiner Vielfalt bitte dort weiter diskutieren.

  106. Den Artikel von Prof. Robert Vogt habe ich eben auch gelesen. Ich wollte ihn gerade verlinken. Wer nach der Lektüre dieses Artikels, der sozusagen den Status quo widergibt, immer noch nicht „klüger“ hinsichtlich vieler Einzelfaktoren und Diskussionsbeiträgen, dem ich wohl nicht mehr zu helfen. Das Abtun und Relativieren der Tragweite dieser Epidemie, das ja leider noch immer so weit verbreitet ist, sollte damit schlagartig beendet sein.
    Prof. Vogt beklagt die mangelnde Bereitschaft der Politik und in diesem Fall das Versagen des schweizerischen Gesundheitssystems. Er macht den Schweizern große Vorwürfe und selbstverständlich sind diese (leider) auf alle möglichen anderen westlichen Industrienationen übertragbar. Dass wir in Deutschland bisher noch so relativ glimpflich davongekommen sind, irritiert mich weiterhin.
    Dass andere diese Tatsache allerdings dazu benutzen, die Maßnahmen als übertrieben und unnötig abzulehnen, macht mich echt wütend. Ob die Versäumnisse auf der Ebene der Entscheidungsträger irgendwann so thematisiert werden, dass sie künftig weitestgehend ausgeschlossen werden könnten? Nötig wäre es. Allein mir fehlt der Glaube.

  107. @Claudia:

    ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstehe: Natürlich entwickelt man sich immer SELBST weiter – was aber nicht bedeutet, dass das ohne Einflüsse von Anderen und von Ereignissen passiert.

    Ja, ich denke du hast mich richtig verstanden. Wir sind ja eingebettet in eine vielfältige Umwelt und entwickeln uns in der Auseinandersetzung mit ihr. Ich meinte nur, dass das jeder nur für sich alleine tun kann und nicht erwarten kann, dass andere das auch in dieser Weise tun. So ist es eben meist nicht.

    […]Ein denkwürdiges Erlebnis, machte es mir doch klar, welchen heftigen Einfluss die SPRACHE hat!

    Kennst du zufällig die „Philosophischen Untersuchungen“ von Ludwig Wittgenstein, wo er die vielfältigen Sprachspiele des Alltags analysiert? Es ist zwar jetzt nicht gerade der Augenblick für solche Bücher, weil man dazu Konzentration und Muße braucht, aber falls es irgendwann einmal wieder hoffentlich ruhiger werden sollte, empfehle ich dir dieses Buch ausdrücklich. Ich habe es erst im Februar sehr langsam gelesen, also kurz vor dem Ausbruch dieses „Corona-Wahnsinns“ und war beeindruckt, soweit ich es verstanden habe.

    Zu den Politikern: du wirfst alle in einen Topf, dabei machen sie ihre Sache sehr unterschiedlich gut oder schlecht. Grade höre und lese ich z.B. viel Lob über Angela Merkel, die es schafft, in recht einfacher Sprache „zu allen“ zu sprechen, dabei vertrauenswürdig, kompetent und mitfühlend zu wirken.

    Ja, ich habe ein paar Ansprachen von ihr gehört und finde, sie macht das viel besser als z.B. Sebastian Kurz bei mir in Österreich, den ich nur schwer aushalte – das ist aber mein Problem und nicht das Thema hier.

    Und ja: in der Regel SIND sie sich bewusst, dass sie zu einer heterogenen Menge sprechen.

    Wird so sein, ich kann das im Einzelfall nicht beurteilen, aber problematisch finde ich es trotzdem.
    Ich stelle mir folgende Fragen:
    Wie schafft man es in einer fortgeschrittenen Demokratie, nicht „von oben herab“ zu allen Bürgern in einer notwendig einfachen Sprache zu „predigen“, sondern das Bedürfnis „von unten“ – also von jedem Individuum – so zu wecken, dass sich möglichst viele dieser Individuen aktiv und vielfältig informieren?
    Sollte die Vermittlung von Medienkompetenz vielleicht ein Fach unserer Schulen werden?
    Ich weiß, ich träume gerade so vor mich hin ;-)

    „Wie lange kann das gut gehen?“
    So lange, wie eine interessierte, informierte Mehrheit das als sinnvoll empfindet!

    Dann hoffen wir mal, dass das noch lange so bleibt.

    …bisher ist die große Mehrheit mit dem, was derzeit stattfindet, noch einverstanden.
    Das kann sich allerdings schnell ändern, ich denke, Ende April wird die Ungeduld / Unzufriedenheit deutlich gestiegen sein. Weil das aber auch „die Politik“ weiß, werden sich bis dahin andere Perspektiven ergeben… (=Spekulation, klar!)

    Ja, Politiker arbeiten zur Zeit als ge- bzw. teilweise überforderte Krisenmanager sicher mit verschiedensten Szenarien (von „Best-Case“ bis zum „Worst-Case“), die sie durchspielen, um auf möglichst vieles vorbereitet zu sein. Ziel ist sicher immer, möglichst schnell wieder zu einem politischen Normalzustand zu kommen. Ich würde mir aber als mündiger Bürger wünschen, diese Krise zu nutzen, um einmal diesen politischen Normalzustand infrage zu stellen. Erneuerung und Weiterentwicklung demokratischer Strukturen ist m.E. dringend notwendig!

  108. https://www.weforum.org/reports/the-known-traveller-unlocking-the-potential-of-digital-identity-for-secure-and-seamless-travel

    das original als PDF (in english)

    weltwirtschaftsforum veröffentlicht KTDI 2

    seit 2 Jahren hechelt auch unsere zur zeit so beschäftigte Bundesregierung
    diesem Vorhaben willfährig hinterher.

    https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/known-traveller-2/

    norber häring hat dies dankenswerterweise übersetzt und seine überlegungen dazu ins netz gestellt.

    von dort mein bezug auf meine über die zeit danach hinausgehenden
    befürchtungen (auch in punkto Grundgesetz, art. 8
    -Versammlungsfreiheit der grade großzuegig ausser kraft gesetzt wurde)

    zitat aus dieser bemerkenswerten Arbeit:

    Ein globales, totalitäres System

    „…Der Trick ist die Fiktion von Freiwilligkeit, das abgepresste aber ausdrückliche Einverständnis zur Datennutzung, das man jedes mal geben muss, wenn man in diesem System eine staatliche Leistung erhalten oder nur irgend etwas digital bezahlen will…..“

    „….Bei KTDI und SSID geht es nicht um unrealistische Idealvorstellungen Washingtons und der Datenkraken, sondern um etwas was weltweit mit sehr viel Engagement und großen Erfolgsaussichten im Hintergrund vorangetrieben wird. Wir werden wenig davon mitbekommen, bis es da ist…“.

    „…Covid-19 bringt den Vorgeschmack…“

    wofür diese corona-handyapp auch taugt:

    „….Totale algorithmische Bevölkerungskontrolle. Wer in Wuhan keinen grünen Button auf seinem Überwachungs-Smartphone vorweisen kann, der signalisiert, dass man wahrscheinlich nicht infiziert ist, der kann sich höchstens zu Fuß bewegen und darf Restaurants und ähnliches nicht betreten. In Südkorea werden Aufnahmen von Überwachungskameras, Kreditkartendaten und GPS-Daten ausgewertet, um potentielle Virusträger zu identifizieren und zu verfolgen. Covid-19 ist wie ein Himmelsgeschenk für die Pläne des Weltwirtschaftsforums.

    Wenn das KTDI-Konzept einmal umgesetzt und zu SSID verallgemeinert eingeführt ist, brauchen die Aufseher in solchen Fällen nur noch einen Häkchen in der Datenbank zu setzen, ob man getestet wurde, oder ob die eigenen GPS-Daten in unmittelbarer Nähe eines Infizierten oder in einem Risikogebiet registriert wurden, und schon kann die Bewegungs- und Handlungsfreiheit beliebig und automatisiert eingeschränkt werden. Und dank Covid-19 finden sehr viele Menschen diese totalitären Möglichkeiten jetzt sogar erstrebenswert…“

    dahin wollen wir?
    freiwillig?

    ja, ganz toll, mein handy sagt deinem handy dass ich kein corona habe
    sollte mein handy deinem handy nicht sagen können dass ich ueberhaupt
    irgendetwas habe weil es die app nicht hat, kann dein handy mal eben
    kurz anrufen, automatisiert..

    die menge der zitate und die sehr stark verkürzten inhalte sind meiner meinung nach hier notwendig um darzustellen, was ich auf keinen fall
    nach beendigung der krise erleben will aber wahrscheinlich erleben werde.
    aus diesen wenigen angaben zum „ausnutzen der coronakrise zur änderung der welt wie wir sie zu kennen glauben“ resultiert letztendlich meine wut
    und enttaeuschung über den ganzen schlamassel der in summe gesehen
    für mich bereits beschlossene sache ist.
    vor allem

    dank Covid-19 finden sehr viele Menschen diese totalitären Möglichkeiten jetzt sogar erstrebenswert..“

    ist für mich eine klare Aussage, dass hier mithilfe eines unglücklichen ereignisses, einer meinetwegen: naturgegebenen, nicht antropogenen katastrophe dinge ermöglicht werden deren manipulier-Charakter
    an vergangene totalitäre Staatsformen sehr stark erinnert

    kann man diese entwicklung nach der krise noch irgendwie entschärfen oder aufhalten?

  109. @ingo:

    […]kann man diese entwicklung nach der krise noch irgendwie entschärfen oder aufhalten?

    Deine Wut und Enttäuschung über das ganze „Schlamassel“ kann ich gut nachvollziehen.
    Norbert Haering ist sicher ein wichtiger und kompetenter Warner vor „totalitären Horrorvisionen“ aller Art. Er ist ja auch ein Kritiker der Bestrebungen zur möglichen Abschaffung des Bargeldes – auch so eine wahnwitzige und gefährliche Idee, die seit einigen Jahren ständig im Raum steht, aber hier in D oder Ö nie und nimmer umgesetzt werden kann – hoffe ich zumindest.

    Was diverse Apps anbelangt (mit der sog. „Corona-App“ habe ich mich noch nicht näher auseinandergesetzt), bin ich weniger beunruhigt. Wer soll mich schon wie zwingen, diese zu installieren? Wir leben eben nicht in China!
    Wer soll mich zwingen, das Smartphone überall mitzunehmen und das kontrollieren?
    Wenn alle Stricke reißen, besorge ich mir wieder ein Festnetztelefon oder so ein superkleines Handy, wo man keine Apps installieren kann ;-)

    Um einer „totalitären Horrorvision“ zu entgehen, gibt es m.E. einige Möglichkeiten: als Individuum einfach nicht mitmachen (z.B. bargeldlos zahlen statt mit Kreditkarte, Apps nicht installieren), darüber mit anderen reden (so wie du jetzt hier gerade), gewaltlosen Widerstand leisten (z.B. bei Demonstrationen), wenns unbedingt sein muss usw.

    Für einen totalitären Staat gehören m.E. ja immer zwei Typen von Menschen: einerseits durchgeknallte (Möchtegern-)„Herrscher“ und andererseits gutgläubige „Beherrschte“, die nichts checken und/oder gerne verdrängen. Geschichtliche Beispiele erspare ich mir hier.

    Zur Abwechslung und zum Ausgleich würde ich an deiner Stelle auch einmal positive Zukunfts-Visionen lesen. Auch die sind möglich und erstrebenswert. Nur so eine Idee…

  110. @günther:

    Zur Abwechslung und zum Ausgleich würde ich an deiner Stelle auch einmal positive Zukunfts-Visionen lesen. Auch die sind möglich und erstrebenswert. Nur so eine Idee…

    hallo grosser:)
    hab ich, vor langer zeit schon. als ich noch ein haus hatte war in meinem büro
    eine Wand bestehend aus einem raumhohen bücherregal ca 4m breit
    3,2m hoch bestand ca 2000 bücher. die ich alle „vernascht“ hatte.
    ein grosser teil davon trivialliteratur, hauptsächlich SF und Fantasie der „besseren“ sorte. die bücher von Stanislav Lem hatte ich alle und kenne
    vieles aus den inhalten noch als inneres kopfkino „das hospital der verklärung“ bspw. Pilot pirx und und und. grass butt stand daneben,
    ein raumschiff namens helva (U.K.Leguinn); Ökotopia; danke für den fisch
    alles von dem genialen „42“-er natürlich die 4 (5) Bände der „Trillogie“ per anhalter durch die galaxis die erstausgaben der Silberbände PR (alle); daneben: Kontinent der Wale Wittgensteins meisterstück daneben das dicke weisse. die scheibenwelt; Larry niven assimov fast alles….
    die liste ist schier endlos. darunter allerdings auch fachbücher, alte
    kunsthandwerk (Holz) handbücher; großformatige Kunstsammelbände; DALI <– ein vergessener meister; MC Escher…nein, das führt zu weit.

    ich habe positive, sehr viele positive gedanken als kopfkino erlebt und möchte sie nie wieder missen. aber: heute kann ich nicht mehr lesen
    weil ich mir die augen mit meinen jugendsünden verdorben habe
    und lesen auf der seite liegend mit brille halte ich nicht mehr lange durch.

    ich würde mich darüber freuen, wenn uns allen die neu verfügbare zeit dazu verhelfen würde ueber unser verhältnis zu dem was ist und dem was sein sollte in aller ruhe nachzudenken.

    weit entfernt von hass und niedertracht über die zweifelhaften methoden wie
    uns allen dieses weltweite "problem" bedrohung durch einen pandemischen virus aufgeschwatzt wurden sollten wir darüber nachdenken warum wir mittlerweile freiwilllig anscheinend bereit sind unser handy zu einer elektronischen fussfessel aufrüsten zu lassen.
    "ich hab nix zu verbergen" und "bei facebook sind viel mehr daten frei zu haben"
    sind keine argumente sondern fadenscheinige beschwichtigungen einer big data noch nicht aktivierten kontrolle einiger weniger über eine unwissende masse .

    wir sollen "freigelassen" werden wenn wir geimpft sind.
    ich werde nie freigelassen werden können weil ich NICHT von einer organisation geimpft werden will deren hauptsponsor Bill gates seine minichips entwickelt die sich speziell in impfstoffen hervorragend in millionen menschen hineintransportiert werden können. SPINNER??? nein, recherchiert selbst sucht nach Gates und impfstoff implantate; Nanotechnik, RFID technik.

    ich halte die abschaffung von §8 GG versammlungsfreiheit für einen schweren verfassungsbruch durch die verantwortlichen organe. darüber sollten wir uns auch in unseren käfigen auf dem balkon zuhause mal in aller ruhe nachdenken.

    sind wir wirklich damit einverstanden?
    sind wir damit einverstanden, dass unsere legislative(regierung) unsere executive (Polizei) mit diesem Verfassungsbruch dazu zwingt im rahmen ihrer aufgaben befehlsgemäss das grundgesetz auf das alle ihren eid geschworen haben mit füssen zu treten?

    sind wir damit einverstanden dass hinter jeder uniform zum feierabend wieder ein mensch wie du und ich steht? sind wir damit einverstanden, dass dieser mensch in einen gewissenskonflikt qua Befehl von oben gezwungen wird? funktioniert so die Politik die wir demokratisch so damit beauftragt haben?

    wäre ne gelegenheit mal in aller ruhe darüber nachzudenken.
    urbi et orbi. amen

  111. @Günther: „Zur Abwechslung und zum Ausgleich würde ich an deiner Stelle auch einmal positive Zukunfts-Visionen lesen. Auch die sind möglich und erstrebenswert. Nur so eine Idee…“
    Eine Empfehlung, die sicherlich uns allen gut tun kann. :-)

    Habe gestern diese Deutschlandfunksendung angehört.
    „Bietet Corona die Chance für eine bessere Welt?“
    Kommt drauf an, in welche Richtung sich diese „Zeitenwende“, in der wir uns befinden, bewegen wird. Die Frage nach Verantwortungsübernahme durch Mitsprache, Mitgestaltung… für die von mir erwünschte, visionierte
    Richtung nehme ich als bestärkenden Impuls aus diesem Gespräch, zwischen dem Soziologen Bude und dem Autor/Regisseur Milo.

    https://www.deutschlandfunk.de/heinz-bude-vs-milo-rau-bietet-corona-die-chance-fuer-eine.2927.de.html?dram:article_id=474486

    In diesem Sinne, frohe Ostern.

  112. https://www.youtube.com/watch?v=CD5WLQdxjrQ
    schwindelambulanz kleinkram zu ostern

  113. sorry, oben drüber nur der link zur schwindelambulanz, kein
    text, keine begründung keine stellung nahme dazu von mir

    also:
    wir haben april.
    12. april 2020.
    hätten die von der bundesregierung nichts getan hätten wir
    heute keine krankenhausbetten mehr frei, zigtausende von toten
    und …… (wenn corona sich ungehindert hätte so ausbreiten
    koennen wie es das robert koch institut und die WHO
    vorausberechnet haben)

    der „Peek“ also der höhepunkt der verausgesagten katastrophe
    sollte ende März erkennbar sein /Stattfinden.

    stattdessen hat die regierungstruppe gehandelt und folgerichtig
    stehen 65% der krankenhausbetten leer.

    reife leistung.

    kollateralschäden:
    (tote, die es ohne pandemie nicht gegeben hätte)
    eine ziemlich lange liste die der herr doktor da vorliest.
    eine ziemlich kurze liste der hier gestorbenen pandemieopfer
    im angegebenen zeitraum.

    eine übersicht über die jahressterblichkeit zu „grippezeiten“
    grippezeitstatistiken die jedes Jahr auftreten.

    die diesjährige bislang fortgeführte statistik
    zeigt die heroischen erfolge der massnahmen abgesehen von den
    paar einzelhändlern und ramschwarenverkäufern die wegen kundenmangels
    ihre verfickten scheiss schlagmichtot läden nicht öffnen durften,
    kein angemessenes kapital vorher bunkern konten und in real
    fix und fertig pleite sind.

    Kaufhof ist der nächst grössere schuppen der die läden nicht mehr
    öffnen wird. pleite. war eh so ein trollramschladen ohne mitarbeiter, die jetzt eben auch auf dem balkon sitzen duerfen und nachdenken können
    was sie von dieser sache halten sollen.

    die liste der andersdenkenden ärzte, Fachärzte (!) die
    es gewagt haben, anderer meinung als das Robert Koch Institutsgenie
    zu sein wurden als lange liste (nicht nur 2 oder drei) erwähnt.

    erwähnt wurden auch zurückgewiesene Verfassungsgerichtsklagen
    durchgeknallter rechtsanwälte, die dachten sie könnten sich ihr
    „sogenanntes“ recht nicht nur vors knie nageln sondern einfordern.

    ich rechne damit das diese video auch (wie 4 vorhergehende der schwindelambulanz) umgehend wieder gelöscht wird wegen volksaufwiegelung oder sonstigem groben unfug der die U-tub nettiquette
    verletzt.

    also: kleinkram zu ostern, erwähnenswert und der rede wert.

  114. @ingo:

    […]eine Wand bestehend aus einem raumhohen bücherregal ca 4m breit
    3,2m hoch bestand ca 2000 bücher. die ich alle „vernascht“ hatte.

    So ähnlich sieht meine Bücherwand auch aus, wobei ein guter Teil davon nicht „vernascht“ werden kann, sondern eher zur „trockenen“ und „harten“ Literatur gehört, die man lange kauen muss und dann schmecken sie oft auch noch bitter :)

    ein grosser teil davon trivialliteratur, hauptsächlich SF und Fantasie der „besseren“ sorte.

    Von Lem habe ich ein paar Bücher gelesen und den genialen „42“-er auch, aber sonst habe ich mich nie mit SF anfreunden können – man trifft ja immer nur eine zufällige kleine Auswahl an Autoren, in deren Phantasie- und Gedankenwelt man dann eintauchen kann.
    MC Escher-Bilder sind in meinem Studier- und Arbeitszimmer lange an der Wand gehangen :)

    ich habe positive, sehr viele positive gedanken als kopfkino erlebt und möchte sie nie wieder missen.

    Ist bei jedem, der viel gelesen hat in seinem Leben, wohl ein wichtiges Fundament und ein unbezahlbarer Schatz, glaube ich. Das merke ich gerade jetzt in dieser Krise sehr stark.

    ich würde mich darüber freuen, wenn uns allen die neu verfügbare zeit dazu verhelfen würde ueber unser verhältnis zu dem was ist und dem was sein sollte in aller ruhe nachzudenken.

    Ja, vielleicht hast du recht und es gelingt, das Positive (!) im Menschen hervorzuholen.

    […]wäre ne gelegenheit mal in aller ruhe darüber nachzudenken.
    urbi et orbi. amen

    Ich gehöre ja nicht gerade zu den „aggressiven“ und missionierenden Atheisten, weil ich der Ansicht bin, dass jeder selbst für sein Weltbild und seine Weltanschauung verantwortlich ist. Wenn ein religiöser Glaube welcher Art auch immer so vielen offensichtlich in ihrem Leben Halt gibt und sie Mut und Hoffnung daraus schöpfen können – so what? Passt schon.
    Das war die milde Version.
    Über die problematische und (historisch) schockierende Version z.B. der „Kriminalgeschichte der Christentums“ kann nachlesen, wer will.
    Passt aber hier nicht zum Thema.

    Sehr passend zum Thema sind sogenannte „Alternative Medien“ im Internet, die du @ingo unermüdlich ausgräbst und hier postest.
    Die meisten Inhalte davon scheitern bei meinem automatisch ausgeführten „Realitiy-Check“ und Plausibilitätstest. Ich frage mich in der Sekunde, wenn ich etwas im Internet oder sonstwo sehe, höre oder lese, ob ich mir das jetzt antun soll oder nicht. Lebenszeit ist kostbar.
    Wenn ich in der zweiten Sekunde entscheide, dass ich es mir antun soll, dann „weiß“ ich spätestens nach fünf Minuten, wenn mein „Kritisches Denken“ und „Urteilsvermögen“ einsetzt zu arbeiten, ob ich den gebotenen Informationen vertrauen kann oder nicht. Meistens kommt auch Menschenkenntnis dazu, wenn ich ganz aufmerksam zuhöre oder zusehe.
    Dann merke ich auch relativ schnell, ob mich das Thema überhaupt interessiert, ob ich schon ein Hintergrundwissen darüber habe, wie ich es einordnen kann, was es mir bringt usw.
    Wenn all diese Hürden genommen sind, erst dann lese, schaue oder höre ich weiter. Danach recherchiere ich eventuell nach, prüfe Quellen und denke über den Inhalt nach. So in etwa funktioniert bei mir der „Medienkonsum“.

    Der springende Punkt ist jetzt, dass du @ingo scheinbar Leuten zuhörst, zusiehst oder Inhalte liest, die dich regelmäßig wütend, empört und enttäuscht machen.
    Warum tust du dir das freiwillig (!) an?
    Wo ist dein persönlicher Nutzen, den du daraus ziehst?

    Im Gegensatz zu einem religiös Glaubenden, der genau weiß, warum er sich manche Dinge antut, die vielleicht naive Illusionen und eingebildete Vorstellungen sind, weißt du @ingo in meinen Augen nicht sehr genau, warum du dir das antust.
    Ist es Aufklärung (im besten Sinne von Voltaire)?
    Hmm, für mich sind die meisten Videos, die du postest, eher Vernebelung und reine Hirngespinste, die vor einem „unsichtbaren Feind“ warnen – so ähnlich wie der Glaube an einen „unsichtbaren Freund“ (uups, sorry, das sollte ich zu Ostern nicht unbedingt schreiben – lasse es aber jetzt stehen).

    Zuletzt ein gut gemeinter Ratschlag von einem „virtuellen Freund“ und Bewunderer deiner sonstigen Gedanken- und Sprachwelten:
    Mache so oft wie möglich „Reality-Checks“ und prüfe alle Inhalte auf Plausibilität.
    Wir leben nicht in einer „Science Fiction“-Welt“, sondern in einer „realen“ Welt (die ist m.E. faszinierend und seltsam genug!).
    Der „Realitäts-Film“ wird nicht von Hollywood oder „bösen“ Eliten inszeniert, sondern inszeniert sich ständig auf unerklärliche Weise selbst.

    So, genug fürs erste :)

  115. hallo:)
    ich wusste dass du ebenso mit bücherregalen ausgestattet bist und
    ein leben ohne kopfkino für dich nur schwer vorstellbar oder zumindest wesentlich ärmer wäre.

    „die kriminalgeschichte des christentums,“ insgesamt glaub 3 Bände
    von einem herrn deschner.

    ja. auch diesen meister der voltgeladenen aufklärung habe ich zu stehen gehabt, auf empfehlung von Waldemar hammel im philosophie forum
    „Philweb“ vor *zig jahren den ersten band gekauft in der selben nacht noch
    als durchgehenden krimi gesehen und nach durchwachter nacht
    nach der erledigung der anstehenden baustelle in helmstedt (?)
    oder braunschweig die anderen beiden bände gekauft.

    ein vollkommen verschwörungstheoretisch freier bericht einer historischen fehlentwicklung einer ansonsten millionenfach überzeugenden idee.
    die fehler stecken in den antropo-genen einer arrogant gewordenen
    priesterschaft, einer elite die nahe am von damls „goettlich ernannten“ weltlichen Verantwortungsträger, Adel, und feiner gesellschaft ihre pfründe
    auf ebenjene antropogene weise aufstieg die heute zu diesen mich aufregenden gesamtglobalen missständen geführt hat.

    antropogen wird zu einem geflügelten begriff bei mir, je länger ich mit diesem
    silbenwerk der herrschaftssprache umgehe umso öfter drängt dieser lümmel
    durch die tastatur ins netz. menschgemacht.
    behaftet mit allen schwächen die die krönung der schöpfung zu bieten im stande ist.

    allerdings: wo viel schatten ist, muss auch viel licht sein, sonst wäre die welt
    in grau getaucht, trübe allüberall und nichts würde mich vermutlich
    antreiben licht in meine geistige finsternis zu bringen:)
    (boah…)

    warum ich mir das antue?

    ja. gute frage. ist notiert.
    balkongeeignet.

    gruss ausmremstal
    inau mannistdas schon wieder so lang hergo

  116. @ingo:

    die fehler stecken in den antropo-genen einer arrogant gewordenen
    priesterschaft, einer elite die nahe am von damls „goettlich ernannten“ weltlichen Verantwortungsträger, Adel, und feiner gesellschaft ihre pfründe
    auf ebenjene antropogene weise aufstieg die heute zu diesen mich aufregenden gesamtglobalen missständen geführt hat.

    Stichwort „Elite“ – noch eine paar persönliche Bemerkungen von mir (ich hoffe, @Claudia hat noch etwas Geduld mit diesen Offtopic-Gesprächen):
    Ich bin, wie schon erwähnt, überzeugter Anarchist im positiven (!) Sinn (die Deutungshoheit dieses Begriffs habe ich mir mühsam erarbeitet und verinnerlicht, entgegen aller bekannten historischen Ereignissen, Interpretationen in diversen Lexika oder regelmäßigen Aussagen und präsentierten Angstbildern von mehr oder weniger allen mächtigen Spielern in Großmedien und Politik):
    ein positiver Anarchist ist für mich friedlich, (relativ) autonom, aufgeklärt, eigenverantwortlich und (meist) gelassen und zufrieden.

    Der Loslösungs- und Befreiungsprozess von diversen Eliten ist m.E. noch lange nicht abgeschlossen. Priester, Kaiser, Könige, Fürsten usw. sind schon längst „entmachtet“ bzw. haben keine Autorität mehr. Die historisch gewachsenen Institutionen und Strukturen sind aber noch alle (entschärft und verändert) da und bleiben wahrscheinlich auch noch sehr lange wirksam. Die lösen sich ja nicht von alleine auf und „wegzaubern“ kann man sie auch nicht.

    In der heutigen hochkomplexen, globalen und medial vernetzten Welt ist es m.E. absolut unmöglich, als Einzelner einen so klaren Durchblick zu bekommen, um „böswillige“ Eliten irgendwo im Hintergrund zu erkennen, zu entlarven und zu bekämpfen. Jeder, der das behauptet, ist für mich ein Scharlatan, Blender, Narr oder Geschäftemacher der übelsten Sorte – und sicher kein Aufklärer.

    Die greifbaren, problematischen, vielleicht auch arroganten Eliten sind mitten unter uns und überall klar erkennbar. Z.B. diverse Journalisten in (Groß-)Medien, die meisten Spitzenpolitiker mit ihren eingelernten phrasenhaften und leeren Reden, skrupellose und profitgierige Geschäftsleute usw. Die sind konkret zu kritisieren, zu hinterfragen und vielleicht mit friedlichen und demokratischen Mitteln zu ersetzen. Mehr geht m.E. nicht.

    Anarchist wird man nur ganz alleine. Man kann diese Haltung niemanden aufzwingen (das wäre ein Widerspruch in sich). Die Zeit der Revolutionen ist längst vorbei. Mit der Zeit wird es aber vermutlich immer mehr positive Anarchsten geben. Klares, helles, redliches, authentisches (Mit-)Denken kann ansteckend wie ein Virus sein und sich langsam aber doch verbreiten. Die Dunkelziffer kann ich nicht einschätzen, aber sie ist weltweit wahrscheinlich gar nicht so gering :)

  117. Hoffe sehr, dass dieses ‚Thesenpapier zur Pandemie‘ von den den verantwortlichen EntscheidungsträgerInnen in der Politik Beachtung und
    Gehör findet:

    https://www.praxiskollektiv.de/aktuelles-zu-covid-19/

    Thesenpapier zur Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19
    Datenbasis verbessern
    Prävention gezielt weiterentwickeln
    Bürgerrechte wahren
    Thesenpapier zur Pandemie.pdf

    PDF-Dokument [139.6 KB]

    Verfasst von:

    Prof. Dr. med. Matthias Schrappe Universität Köln, ehem. Stellv. Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit Hedwig François-Kettner Pflegemanagerin und Beraterin, ehem. Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit, Berlin Dr. med. Matthias Gruhl Arzt für Öffentliches Gesundheitswesen Hamburg/Bremen Franz Knieps Jurist und Vorstand eines Krankenkassenverbands, Berlin Prof. Dr. phil. Holger Pfaff Universität Köln, Zentrum für Versorgungsforschung, ehem. Vorsitzender des Expertenbeirats des Innovationsfonds Prof. Dr. rer.nat. Gerd Glaeske Universität Bremen, SOCIUM Public Health, ehem. Mitglied im Sachverständigenrat Gesundheit Endversion vom 5. April 2020

  118. @Ingo –
    warum ich mir das antue?
    ja. gute frage. ist notiert.
    balkongeeignet.

    Lieber Ingo, bitte weiter „Rufer in der Wüste“ sein.
    Dein „heiliger“ Zorn dafür ist notwendig, und klar: Auch das ist bekannt:
    „Alles hat seine Zeit“.
    Auch wenn ich mich als gott-los ansehe, so finde ich doch, dass der Rückgriff auch auf die hebräische Bibel und seine Propheten so einiges an menschlicher Erfahrung rüber bringt.
    Die mythische Gestalt der Ostara gefällt mir allerdings auch, da diese ja jetzt als Frühlingsgöttin in fruchtbarer Weise wirken soll.
    Hoffentlich erreicht sie auch die EntscheidungsträgerInnen in der Politik, damit diese rasch die faulen Eier entfernen, die sie den Menschen in deren Lebensnester gelegt haben. ;-)

  119. unsre alten götter wohnten gern
    in der korona mit dem sonnenkern
    oh, wie in der raetselhaft koronium
    die linientreuen fragen kreisen
    erzeugen dabei lichtgestalten
    die selbst goether für unmöglich halten.

    sie singen reden tanzen gern
    ums goldne kalb als wanderstern
    und sieh, sie ziehen nacht für nacht
    gen bethlehem zur golgathenschlacht.
    und dreissig silberlinge klingen leise
    auf die altvertraute weise.

    dazu rieselt still und sanft
    weitgereister sternenstaub
    weiterhin zur erde nieder
    wo die gichtgedichter
    umgeben von den geisterlichtern
    schrauben an den alten liedern

    wir sind hier und die sind dort
    und waehrend diese lichtgestalten
    aurora für nen mehlsack halten
    der in china umfällt und europa
    auf den magen schlägt
    verbrennen wir aus altem brauch
    den gartenmuell zu schall und rauch

  120. arghh.. schon baumbart sagte alles zu seiner zeit, keine eile!
    na gut, im prinzip wollte ich das gebot „richte nicht“
    aus diesem schönen minnesang woertlich raushalten und nur
    hinterherschwingen lassen aber das funktioniert so nicht.
    das setzt zuviele unbekannte Variablen zur allgemeinverständlichkeit
    voraus. also nochmal das ganze; eventuell kann claudia das hier drüber löschen?

    unsre alten götter wohnten gern
    in der korona mit dem sonnenkern
    oh, wie in der raetselhaft koronium
    die linientreuen fragen kreisen
    erzeugen dabei lichtgestalten
    die selbst goether für unmöglich halten.

    sie singen reden tanzen gern
    ums goldne kalb als wanderstern
    und sieh, sie ziehen nacht für nacht
    gen bethlehem zur golgathenschlacht.
    und dreissig silberlinge klingen leise
    auf die altvertraute weise.

    dazu rieselt still und sanft
    weitgereister sternenstaub
    immerfort zur erde nieder
    wo die gichtgedichter
    umgeben von den geisterlichtern
    schrauben an den alten liedern richten

    wir sind hier und die sind dort
    und waehrend diese lichtgestalten
    aurora für nen mehlsack halten
    der in china umfällt und europa
    auf den magen schlägt
    verbrennen wir aus altem brauch
    den gartenmuell zu schall und rauch

    inkoppschuettelgo

  121. @Ingo: sag mal, soll ich dir ein eigenes Blog einrichten? Nur mal so, bei Betrachtung deiner Schreibmenge und Frequenz… :-)

  122. @Ingo: sag mal, soll ich dir ein eigenes Blog einrichten? Nur mal so, bei Betrachtung deiner Schreibmenge und Frequenz… :-)

    upps..
    ah..
    ahhhh.

    nö.

    :)
    bei der hochfrequenzschreiberrei bleibts das sicherlich nicht,
    ich werde vermutlich in absehbarer zeit für lange zeit die
    klappe halten:)

    ich kann mit eigenen homepages nicht umgehen,
    ich würd wieder zwanzig kartenhäuser bauen die mir dann
    irgendwie allesamt nicht mehr zusagen und folgerichtig
    in die tonne treten.

    dabei wäre es wirklich schade um die kommentare der dann dort
    stattgefundenen kommentare der kommentierenden, alles
    ungeborene texte in ferner zukunft.
    ich gehe zu unverantwortlich mit texten um;
    beim hausverlust 2016 bspw hab ich ca 3 m3 (einen papier-container voll)
    aller texte die ich aus meinen damaligen schriften und kommunikationen
    (die ich nebenher auch manchmal ausgedruckt habe)
    entsorgt (das waren etwa 50 leitzordner voll /die dicken leitzordner)
    sowie meine 25 bautagebücher (jeweils jahresbücher mit tageseinteilung)

    das ist alles auf irgendeiner muellkippe in salzgitter gelandet.
    diese brücken sind alle abgerissen.
    -koppschuettel-
    und genauso könnte ich mit neuen dingen umgehen,
    also:

    lieber nicht.:)
    gestatte mir lieber hier ab und zu mal etwas zu schreiben
    oder auch mal zu polemisieren. die tage werden auch wieder anders
    die sonne knallt heute richtig auf meinen balkon und es macht echt laune
    „einfach sitzen“ daran kann ich mich auch gewöhnen.

    garantieen gibt es eh keine.

  123. Vitamin D – „Hype oder Hope“ Vortrag von Prof. Dr. Jörg Spitz
    https://www.youtube.com/watch?v=xEU7Hb8KrpM

    ein hochinfektionoeser gesundheitserreger

    den vortrag kann man sich kostenlos als pdf runterladden.
    ist von 2018, also präkoronalisch. aus einer zeit wo
    noch links links und recht recht und 1plus eins noch zwei war

    stellt eure 2m2 sonnenkollektorhaut mal wieder der sonne zur verfügung statt einen sack drüberzuhängen, lasst aber das geschmiere mit
    schutzmitteln weg weil sonst funktioniert die Vita D produktion nicht.

    https://www.youtube.com/watch?v=Q3GzBbmnI10

    das kleine gallische dorf sinsheim,
    genauer: die Schwindelambulanz

    noch genauer: herr Dr. Bodo Schiffmann
    hat Corona 25 hochgeladen.
    empfehlens-„fiat“ gedanken zur postösterlichen zeit

    11:53 wo ist der unterschied?

    möglicherweise denken die schweden etwas vernünftiger als die
    pandemisch panischen leute auf der welt drum rum?
    kann es sein dass die luft hinter den schwedischen gardinen
    in schweden leichter zu atmen ist wie auf dem rest der welt?

    ich mag diese art an die dinge heranzugehen.
    zahlen daten fakten
    messen, analysieren, vergleichen
    strich drunter:
    so wie: these antithese — Synthese
    klingt irgendwie überzeugend,
    vor allem: es ist auch durch die peers weltweit
    unabhängig voneinander nachzuvollziehen.

    was muss noch geschehen damit wieder gewusst wird statt geglaubt?

    ich hab die nase voll von diesen religionskriegen!

    invitaDgo

  124. https://youtu.be/8Lz_qPvKCsg
    Rheinhard May
    Das narrenschiff
    (auf grosser fahrt)

    Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
    Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
    Im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
    Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
    Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
    Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
    Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
    Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
    Sie zieh’n wie Lemminge in willenlosen Horden.
    Es ist, als hätten alle den Verstand verlor’n,
    Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor’n,
    Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

  125. Lieber Ingo, meine sanften Hinweise scheinen an dir vorbei zu gehen. Gefühlte 90% des Kommentaraufkommens in letzter Zeit kommt von dir. Mir haben bereits andere das Mitschreiben gekündigt – eben deshalb.

    Davon abgesehen ist auch diese Kommentarstrecke nun wirklich extrem lang geworden. Das liest niemand mehr – und ich hab langsam auch keine Lust mehr, drauf zu schauen.

    Deshab: danke an alle, ich schließe jetzt diesen Beitrag, in dem zur letzten Etappe der Corona-Zeit m.E. auch alles gesagt ist. Heute beginnt ja eine neue, ich bin gespannt.