Claudia am 09. April 2001 — Kommentare deaktiviert für Berlin – was sonst?

Berlin – was sonst?

Angesichts der Zerissenheit, die mich bezüglich des Lebens auf dem Land, bzw. in der Stadt umtreibt, schrieb mir kürzlich eine Leserin, die innere Stimme brauche eben Zeit. Gerade aus Berlin zurück, kann ich das nur bestätigen. Anders als das letzte Mal bin ich weniger euphorisiert, aber auch weniger geschafft. Diesmal hatte ich eine „richtige“ Bleibe, in die ich mich zurückziehen konnte, hab‘ mich nicht mit Terminen überlastet und keine anstrengenden feucht-fröhlichen Feste gefeiert. Dafür drei schöne Treffen mit alten Freunde, die sehr inspirierend verliefen: Pläne schmieden, Möglichkeiten ausspinnen, motivieren und motiviert werden, wunderbar! Jetzt hab‘ ich Blasen an den Füßen, weil ich so viel gewandert bin, dabei mehr Schönes, Schräges und Schreckliches gesehen als ich hier in Jahren zu Gesicht bekomme. Wie konnte ich nur denken, die Stadt sei für mich erledigt? Weiter → (Berlin – was sonst?)

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Claudia am 06. April 2001 — Kommentare deaktiviert für Vom Fluß

Vom Fluß

Heute also Berlin. Hat sich spontan so ergeben, denn mein Nachbar fährt hin. Ich werde alte Freunde besuchen, meinen Yogalehrer treffen, und, wenn Zeit bleibt, ein bißchen im „neuen Berlin“ herumwandern, Sonntag dann wieder „draußen“ sein, glücklich darüber. Bewegung muss wohl sein. Weiter → (Vom Fluß)

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Claudia am 04. April 2001 — Kommentare deaktiviert für Angst vor Veränderung

Angst vor Veränderung

Wenn es nach der Statistik ginge, würde ich noch 33 Jahre leben. Mal angenommen, eine Fee erschiene und fragte mich: „Willst du, dass für den Rest der Zeit alles ganz genauso bleibt, wie es jetzt ist?“ Sie brächte mich in Verlegenheit, ich könnte nicht spontan antworten, wäre hin- und hergerissen zwischen dem Naheligenden „sicher nicht!“ und meiner Bequemlichkeit, Trägheit und der Angst vor Veränderungen. Weiter → (Angst vor Veränderung)

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Claudia am 01. April 2001 — Kommentare deaktiviert für Plauderei über virtuelle Räume

Plauderei über virtuelle Räume

Die Büroklammer aus Winword kratzt sich am Kopf, schaut mir in die Augen und zieht die Brauen hoch – zwinkert, lächelt verschmitzt, guckt in Richtung Werkzeugleiste, dann wieder zum Scrollbalken, zwinkert wieder – jetzt starre ich das Teil bestimmt schon zwei Minuten an! Ich klicke drauf und schicke den wundersamen Help-Agenten zurück ins Nichts. Lass‘ mir doch nicht von einer Büroklammer die Ruhe stören – ob es Menschen gibt, die nicht mal „in einem Schreibprogramm“ mit sich alleine sein mögen? Weiter → (Plauderei über virtuelle Räume)

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Claudia am 30. März 2001 — Kommentare deaktiviert für Frühlingsgefühle

Frühlingsgefühle

Vögel zwitschern, ein Hund bellt, die Bäume ragen in den verhangenen Himmel, als wollten sie die Schale durchbrechen, hinter der die Sonne scheint. Immer.

Frühling? Jeden Abend höre ich Entschuldigungen der Wetterberichter, als läge es in ihrer Hand: Vielleicht morgen, ganz sicher übermorgen, zumindest im Süden, und womöglich endlch mit „zweistelligen“ Temperaturen.

Heute morgen spüre ich den Frühling, Sonne hin, Temperaturen her. Ein Gefühl wie Sekt, nur subtiler. Und spannend, so als würde gleich etwas Großartiges geschehen, die Welt aufreissen, die Blase der Wahrnehmung zerplatzen, und eine innere Stimme sagen: Hey, das bis jetzt, das war nur der Vorfilm! Weiter → (Frühlingsgefühle)

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Claudia am 29. März 2001 — Kommentare deaktiviert für Strafe und Schaden

Strafe und Schaden

Es regnet, dafür ist es endlich wärmer! Die Zeit am Ende des Winters, die sich dieses Jahr besonders lange hinzieht, erscheint mir als die Schlimmste des ganzen Jahres: Und immer noch ein Tag, an dem KEIN Frühling kommt…

Welch seltsames Bild: Die Leute von Robin Wood auf den Gleisen im Wendtland, Arme geschickt einbetoniert, gut zugedeckt von fürsorglichen Polizisten, damit sie sich nicht erkälten. Und Schily verkündet mit eisigem Gesicht, man werde sie verklagen, für den Polizeieinsatz finanziell haftbar machen. Mensch Schily! Von jemandem, der so sehr Staat, Recht & Gesetz vertritt, hätte ich erwartet, daß er nicht versucht, das Strafrecht mit den Mitteln des Zivilrechts zu verstärken. Im Strafrecht steht, welche Handlungen nicht erlaubt und deshalb strafbar sind und mit welchen Folgen einer rechnen muß, der es trotzdem tut. Sich an Bahnschienen zu ketten und so festzubetonieren, dass die „Befreiung“ 16 Stunden dauert, der arme Castor-Transport also einen Tag später sein Ziel erreicht (hat er’s denn wirklich so eilig?) – das ist strafrechtlich eine Sachbeschädigung mit Behinderung des öffentlichen Verkehrs. Vermutlich mit Geldstrafe belegt, normalerweise Tagessätze in überschaubarer Höhe.

Offenbar reicht das dem Innenminister nicht, er will den ganzen Aufwand des Wendtland-Einsatzes per Schadenersatzklage einzelnen Individuen anhängen, wenn’s geht auch den Umweltverbänden (wird schwer werden!). Damit unterhöhlt er den Staat als solchen, dessen legitimes Mittel das Strafrecht ist, um friedliches Miteinander durchzusetzen, nicht die „wirtschaftliche Keule“. Staatliche Gesetze kommen in demokratischer Abwägung zustande, sind das Ergebnis politischer Willensbildung: Dies und das soll unrecht sein, so und so ist der Strafrahmen, mit dem man zu rechnen hat. Um den Gesetzen Geltung zu verschaffen, gibt es die Polizei, die von allen über Steuern finanziert wird, nicht von den Tätern über Schadenersatzzahlungen oder womöglich Gebührenordnungen!

Da fährt einer viel zu schnell und verursacht auf der Autobahn einen Unfall, der folgende Stau dauert Stunden – soll man dem neben seiner Strafe wegen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung die „Gesamtkosten“ aufbrummen? Ist es schon mal vorgekommen, daß einem Mörder, Amokläufer, Sexualstraftäter die Kosten der polizeilichen Fahndung angelastet wurden? Der gerade gefaßte Kindsmörder hat immerhin eine 150-Mensch-starke Sonderkommission recht lange beschäftigt – wird man ihn zivilrechtlich dafür haftbar machen?

Schily denkt offenbar in diese Richtung. Na denn! Wenn sich das durchsetzt, werden die staatlichen Organe kein Interesse mehr haben, die Kriminalität zu bekämpfen, denn je mehr Straftaten es gibt, desto besser wird ihre finanzielle Lage aussehen: Schieß doch, Bürger! Leute, brecht mehr ein, rafft euch auf und macht Randale statt friedlich im Park zu grillen – wir brauchen neue Einsatzfahrzeuge, leichtere kugelsichere Westen und neue PCs wären auch mal wieder angesagt… Weiter → (Strafe und Schaden)

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Claudia am 23. März 2001 — Kommentare deaktiviert für Abgesang aufs Internet?

Abgesang aufs Internet?

Über 40 Prozent der Bevölkerung lehnen das Internet kategorisch ab und werden es „gewiß nicht nutzen“. Die Umfrage, die in der letzten Woche durch alle tonangebenden Gazetten gereicht wurde, könnte auch anders gelesen werden: Fast 60 Prozent sind – zumindest gelegentlich – online. Nie zuvor hat eine neue Kommunikationstechnik in solcher Geschwindigkeit die Gesellschaft durchdrungen und dabei so viel verändert wie das Netz, das INTER-Net, das sich „zwischen“ uns geschoben hat und Verbindungen ermöglicht, die vorher undenkbar gewesen wären. Weiter → (Abgesang aufs Internet?)

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Claudia am 20. März 2001 — Kommentare deaktiviert für Surftipp: Becz

Surftipp: Becz

Die Mail war ohne lange Vorrede:

„Ich falle gleich mit der Tür ins Haus: Möchte dich in meinen VOICES als neuen Webber vorstellen!

Und dann gleich die Fragen, interessante Fragen, die einen ins Nachdenken bringen: Wer bist du? Was siehst du morgens um 7.00 Uhr im Spiegel? Welche drei Dinge würdest du auf die berühmte einsame Insel mitnehmen? Was ist dein kostbarstes Eigentum? Deine persönliche Droge? Weiter → (Surftipp: Becz)

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