Claudia am 22. Dezember 2015 — 5 Kommentare

Überraschend gefunden: Audio-Resonanz

Die Umsetzung des neuen Konzepts „Blogs statt News“ tut mir nicht nur gut (bessere Stimmung, weniger Zeitdruck-Gefühl), sondern fördert auch Überraschendes zu Tage.

Ich schaue derzeit mehr als sonst danach, woher die Leute kommen, die hier landen, und besuche dann meinerseits diese Blogs, umso wahrscheinlicher, je weniger ich sie schon kenne.
Und so fand ich heute auf „Mal schräg, mal schön“ den „Podcast: ein Kommentar“ von Violine.

Nun sind Podcasts bisher nicht mein Ding, denn ich bin eine eilige Leserin, die geschwind die Texte scannt. Bei Podcasts fühl ich mich „verhaftet“, leide am Verlust der Macht, die Geschwindigkeit der Rezeption selbst bestimmen zu können. Trotzdem hab‘ ich schon drüber nachgedacht, selbst zu „podcasten“, also in freier Rede das zu sagen, was sonst in einem Blogbeitrag landen würde (oder meist eben auch nicht, weil ich nicht dazu komme).

Und jetzt Violine mit ihrem Podcast, der ein Kommentar zu einem meiner Diary Artikel ist!!! Klar, dass ich das anhören MUSS! :-)

Und ich staune: Erst singt jemand, vielleicht Violine selbst – und am Ende nochmal. Dazwischen tatsächlich eine interessante Resonanz auf die im Ausgangsartikel angesprochene Thematik (die Erwartung, dass Flüchtlinge „nett sein“ müssen) – nicht ausufernd, sondern prägnant auf den Punkt, wie ich es von Podcasts eher nicht kenne.

Ich bin beeindruckt! Auch von dem Mut, Intro und Ende selbst zu singen. Ich trau mich ja nicht mal, zu reden, bzw. wälze Befürchtungen, dass mal Genuschel, Gehüstel oder Dialekt den Hörgenuss trüben und – vermutlich wichtiger – dass ich mich dabei ziemlich „unperfekt“ zeigen müsste.

Danke, Violine!

Interessant ist auch noch ein anderer Aspekt dieser „Fundsache“. Der Audio-Kommentar ist nämlich vom 15.Juni und ich hab‘ ihn bis heute nicht bemerkt. Kein Wunder, wenn ich täglich Stunden damit zubringe, mich im Ozean der News & Infos zu verlieren! Da geht sowas glatt an mir vorbei…

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P.S. Ein schönes Kommentargespräch hat sich unter „Facebook, die Wärmestube“ entwickelt. Mit ganz „neuen“ Teilnehmern…. :-)

Diskussion

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5 Kommentare zu „Überraschend gefunden: Audio-Resonanz“.

  1. Mensch, Claudia, danke!
    Das ist tatsächlich von mir selbst gesungen, stammt aus einer Messe von Schubert. Und ich mache immer so kurze Podcasts. Das lange Zeug ertrage ich – wie Du – in der Regel nicht.

  2. podcasts, ab und an mal, bringt doch eine sehr persönliche Note in den blog. Ich find das gut, wenn zu den Beiträgen auch irgendwann eine Stimme dazu gehört. Und vielleicht, für mutige, auch ein Video. Vielfalt belebt.

    Media`s in wordpress, so wie ich jetzt gelesen habe, meist nur über den Umweg youtube empfohlen. Na ja, Umweg ist halt relativ gemeint.

    Claudia, hallo. Haaalloooo. Hallo Claudia, kannst du mich hören? Hey – Claudia, wir wollen einen podcast von dir :)

  3. Kann da Menachem nur unterstützen! Nuscheln stört nicht, auch nicht Dialekt oder falsches Tempo…es brächte ein zusätzliches“Gewicht“ ins Gesagte!

  4. Wirklich ein interessanter Ansatz! Aber da es mir so geht wie Claudia: Text scannen, das „Heft in der Hand behalten wollen“ (also auch das Tempo….), fürchte ich: So schön dieses Beispiel ist, wird es jedenfalls für mich die Ausnahme bleiben… Ich denke eher: Das, was bleibt und zählt, ist der liebevolle Ansatz. Und da ist dann wieder die Form egal….
    Viele Grüße, ungesungen….
    Maria

  5. @Maria: da du erst kurz bloggst, ist es absolut nicht verwunderlich, dass du nicht im Traum dran denkst, Audioblogs in Betracht zu ziehen, weder produzierend noch konsumieren!

    Ich blogge hier allerdings im 17.Jahr – und bin so ganz allgemein eine, die immer mal gerne was Neues anfängt, das eine Herausforderung mit sich bringt, aber auch neue Erfahrungen ermöglicht. Und für jemanden, der normalerweise zu ungeduldig ist, um ein Audiofile zu hören, ist es eine spannende Sache, das mal selbst zu versuchen! :-)

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