Allergischer Schnupfen
Seit letztem Herbst litt ich unter einem seltsamen Schnupfen, der meist gegen Abend fast Schock-artig einsetzte: erst eine Reihe heftiger Niesanfälle, dann schwoll binnen weniger Minuten die Nase zu, so dass ich kaum mehr sprechen konnte. Das Ganze dauerte jeweils so zwei Stunden, in denen ich eine Menge Taschentücher verbrauchte. Dann ließ es ebenso abrupt nach, wie es gekommen war.
Da keinerlei andere Erkältungserscheinungen mit dem Schnupfen verbunden waren, tippte ich auf “was Allergisches”. Ein Versuch mit den Anti-Histamin-Tabletten eines Heuschnupfen-erfahrenen Freundes brachte allerdings nichts.
Mit kleinen Pausen setzte sich das Phänomen über den ganzen Winter fort, womit Jahreszeit-abhängige Allergene wie Pollen etc. schon mal ausschieden. Tiere habe ich auch nicht, am Essen konnte es nicht liegen, denn auch drastische Veränderungen brachten keine Besserung.
“Geh doch zum Arzt”, denken jetzt sicher viele. Das mache ich definitiv als Letztes, wenn mir zu einer Krankheitserscheinung gar nichts mehr anderes einfällt und die jeweilige Sache unaushaltbar wird – und das war sie ja noch lange nicht: ich kann auch mit verstopfter oder fließender Nase gut arbeiten! Natürlich hab’ ich im Netz recherchiert, was mich beim Arzt erwartet: vielerlei Allergietests mit begrenztem Aussagewert, danach evtl. eine Jahre-lange Immunisierungsbehandlung, die – so hörte ich von Menschen, die das hinter sich haben – auch nicht in jedem Fall hilft.
Und überhaupt: gegen WAS sollte ich denn allergisch sein, das immer pünktlich um 18.30 Uhr diesen Schnupfen hervor kitzelte?? Hausstauballergiker leiden, wie meine Recherchen ergaben, vor allem morgens, nachdem sie die Nacht im Hausstaubmilben-verseuchten Bett verbracht haben – bei mir kam es gegen Abend.
Ich wartete also einfach ab, wie es sich entwickeln würde, wenn sich ALLES, die gesamte Umwelt ändert. Hoffnungsfroh flog ich für gut fünf Wochen nach Phnom Penh und lebte dort in einem täglich nass gewischten, durchweg gefliesten Appartement. Anderes Essen, andere Luft, andere Kleider, andere Pflanzen – ha, mein Schnupfen blieb unbeeindruckt! Ich beobachtete ihn genauer und stellte fest, dass er immer acht Stunden nach dem Aufstehen akut wurde. Legte ich mich zuvor zu einem Mittagsschlaf hin, konnte ich ihn dadurch in den späteren Abend verschieben – interessant!
Wochenlang hielt sich der Schnupfen, was vor allem dann nervte, wenn ich mit Menschen zusammen war und eigentlich locker plaudern wollte. Ansonsten bin ich ziemlich leidensfähig, indem ich solche Erscheinungen nicht groß bewerte, sondern einfach neugierig betrachte, so in etwa wie das Wetter, über das ich mich auch nicht aufrege, da ich es ja nicht ändern kann. Und die Niesanfälle kann man glatt auch ein wenig genießen…
Dass ich allerdings trotz meiner genauen Beobachtung so gar keine THEORIE des Schupfens bzw. seiner Ursache finden konnte, ärgerte mich! Im Web fand ich einige wenige Infos über den sogenannten “ganzjährigen nicht-allergischen Schnupfen”, der genau meine Symptome umfasste, aber eben NICHT allergisch sein sollte: Ursache unbekannt, Behandlung “auf gut Glück” analog der Allergiker-Behandlung. Na danke!
Nach der dritten Woche in Kambodscha hörte der Schnupfen schlagartig auf. Noch ist er nicht wieder gekommen, gelegentliche leichte “Anflüge” verstärkten sich nicht. Könnte es sein, dass so eine Allergie (Hauptverdächtiger: Hausstaub) eine Symptomatik auslöst, die zum Abklingen wochenlang braucht? Ich hatte immer geglaubt, allergische Reaktionen seien etwas, das bei Kontakt mit dem Allergen ohne jedes Zögern sofort auftritt und bei dessen Abwesenheit sofort verschwindet.
Mittlerweile bin ich dabei, in der Wohnung den Kampf gegen den Hausstaub aufzunehmen, sicherheitshalber. Und ich plane sogar, zum Arzt gehen, um die “herrschende Meinung” zumindest mal zu hören. Insgesamt finde ich die “Theorie der Allergie” allerdings hochgradig unbefriedigend. Mal angenommen, es ist Hausstaub: Warum hätte der mir denn 52 Jahre meines Lebens nichts geschadet, um im 53. dann plötzlich unerträglich zu werden? Wieso wird jemand auf einmal “allergisch” gegen irgend etwas? Da fehlen mir die Antworten!
Nun, ich genieße jetzt mal die Symptom-freie Zeit, solange sie noch währt – und nehme die drohende Wiederkehr des Schnupfens als zusätzliche Motivation zur Renovierung meiner Wohnung.
Update 5.9.08: Auf diese Seite leitet auch die in meinem Besitz befindliche Domain “allergischer-schnupfen.de” weiter, die ich gerne abgebe, sollte jemand ein Angebot machen! (Bin offensichtlich vom Schnupfen geheilt…)


Liebe Claudia,
da muss ich doch ganz kurz…das habe ich auch! und zwar um 18 Uhr 30….als ich auf einer zeitungsredaktion arbeitete, dachte ich, es liege daran, dass sie immer dann die Heizung runterdrehen…jetzt ist es nicht mehr so ganz uhrzeitgebunden und ich arbeite woanders…und ich glaube, es hat mit persönlicher Erschöpfung zu tun, wenn ich nämlich schlafe, geht es weg (dazu passt doch auch deine Mittagsschlaferfahrung). Auch mich stört es, wenn ich mich gern unterhalten würde und dann aber plötzlich ab etwa halb 10 schwer krank wirke…am nächsten Morgen ist es garantiert weg. Ursache? leier auch keine Ahnung. Therapie? mehr schlafen…wenn es geht. Bin aber gespannt, was du herausfindest, Hausstaub gibts bei mir leider auch genug…
liebe Grüsse
Caroline
4. April 2008 at 13:20 Uhr
@Caroline: und du bist auch NICHT zum Arzt? :-)
Ja, auf die “Energie-These” bin ich auch gekommen – allerdings war es dann in Kambodscha wirklich weg, egal, wie erschöpft ich manchmal war! Ich neige also zur Hausstaub-These, denn nach nun eineinhalb Wochen im alten Umfeld scheint es sich so langsam wieder einzustellen… Lies mal über die Hausstaubmilbe! Man ist nicht chancenlos, obwohl die quasi überall ist.
4. April 2008 at 19:21 Uhr
Der Arzt wird dir vermutlich auch nur sagen, dass du entweder damit leben musst und “mildernde Mittel” einsetzen kannst, oder dich zu testen (Achtung, teilweise schmerzhaft). Der Test alleine bringt da natürlich nichts. Was folgt ist die (ebenfalls schmerzhafte) Hyposensibilisierung. Da bekommst du regelmäßig eine Spritze mit den Allergika injiziert. Bei manchen hilft es, bei anderen wiederum nicht.
Bei mir war die Wirkung gut, allerdings hatte ich nicht mit Hausstaub usw. sondern mit den üblichen Pollen zu kämpfen…
Lg
5. April 2008 at 16:36 Uhr
Vielleicht solltest Du mal über Schimmelsporen nachdenken. Wenn man den Schimmel auch nicht offensichtlich an den Wänden sieht. Mehrmals täglich gut durchlüften oder zumindest am Morgen und vorm Schlafen gehen. Die Nasenschleimhäute und die Augen reagieren als erstes bei einer Allergie, danach kann sich das Ganze auf die Atemwege ziehen (Asthma).
7. April 2008 at 18:19 Uhr
Haustaub ist ein grosser Factor (vor allem bei Babys) Allergien hervorzurufen. Das su das Haus von Haustaub reinigs ist auf jeden fall ein guter anfang. Ungluecklicherweisse leide ich an Heuschnupfen. Um genau rauszubekommen was deine Alergie oder “Nichtalergie” ist solltest du beim Artzt einen Allergietest machen lassen. Bei meinem Hausartzt kostet der nichts und ist auch nicht unangenehm. Hoffe geholfen zu haben.
Gruss
Taxco
8. April 2008 at 10:54 Uhr
Es könnte sich aber auch um eine Pollenallergie handeln.
10. April 2008 at 12:23 Uhr
Kann es nicht, denn es ist auch mitten im Winter.
10. April 2008 at 13:49 Uhr
Die Schimmel-Theorie von Dara klingt doch ganz plausibel
15. April 2008 at 16:00 Uhr
Das ist schon sehr eigenartig mit den Allergien. Bei mir wurde Anfang 2007, da war ich gerade aus Neuseeland zurück, eine Hausstauballergie festgestellt. Zum Glück haben wir hier Holzboden und ein Ledersofa, es ist also auszuhalten. Eine Katzenallergie habe ich auch. Obwohl ich früher über 5 Jahre eine Katze hatte und es keinerlei Probleme gab – plötzlich war sie da. Mir auch unverständlich.
Der Witz ist: Ich war, nachdem die Hausstauballergie festgestellt wurde, in Kanada. Schlief dort auf einer Farm auf einer Matratze die ca. ein halbes Jahrhundert alt war – ohne Allergikerbezüge. Zudem saß jeden Abend eine Katze bei mir und schmiegte sich an mich. Kein Niesen, keine geröteten Augen, nichts.
Ich glaube, ich muss auswandern, um das loszuwerden ;-) Hyposensibilisierung hat schon im Ansatz nicht funktioniert.
24. April 2008 at 20:57 Uhr
Liebe Claudia
ich habe Allergischer Schnupfen seit gut30 Jahren. Geh ja nicht zu einem Arzt, mit der ganzen Sensibilisierung landest Du in Teufels Küche.Ich würde dir einen guten Homöopathischen Arzt oder eine gute Heilpraktikerin. Ich war bei einem Hoöopaten und der hat ganz gut hinge kriegt. Die Allergie ist nie auf etwas Spezielles, meistens sind es verschiedene Faktoren wie; Staub Pollen kombiniert mit Wind kühle und Nässe. Wenn ich in warmen Ländern reise habe ich nie eine Allergie.
Was mich erstaunt ist, dass die Allergie immer um ca.18:30 beginnt und etwa 4 Stunden später aufhört. Kochst Du in dieser Zeit oder meditierst Du mit Aromastoffen oder sonst etwas mit Düften? Auch Lösungsmittel haben eine ähnliche Wirkung. Hast irgend etwas umbauen lassen oder hattest Du zu dieser Zeit, ein neues Möbel ?
Ich hoffe dass ich Dir vielleicht etwas helfen konnte.
Liebe Grüsse zentao
4. Juni 2008 at 14:52 Uhr
@zentano: Nein, es gibt absolut GAR NICHTS, was ich in dieser Zeit “immer gleich” getan oder erlebt hätte (das hab ich echt ausgetestet!). Und: es war in Deutschland so und blieb auch in Kambodscha noch 3 Wochen ! Dann war es weg… nun lebe ich weitgehend schnupfenfrei, mal schauen, wie lange das anhält!
5. Juni 2008 at 17:16 Uhr
[...] bin da kein bisschen anders, deshalb hat mich jetzt auch der allergische Schnupfen wieder im Griff, dieser seltsame Schnupfen ohne Erkältungsgefühl, nur mit [...]
17. November 2008 at 10:30 Uhr
Hallo Claudia, lese gerade über Deine ‘Allegie’. Zunächst möchte ich sagen, daß dies bei mir seit Jahren auftritt, morgens beim Aufstehen, abends, im Garten arbeitend, wenn ich würzig esse, Wein trinke, immer verschieden. Ich denke, es ist eine Alters-”schwäche”. Die Schleimhäute in Hals, Nase, wie auch Vagina usw. verlieren halt an “Schleim”, d.i. Schutz und sind so Umwelteinflüssen mehr zugesetzt. Wir sind ja dauernd in Staub praktisch “gebadet”, kein Wunder.
Zum anderen habe ich in einer englische Studie gelesen, daß im Vergleich zwischen der stark umweltverschmutzten damaligen DDR und der BRD in letzterer die Allergien in viel stärkerem Maße auftraten, was man auf übertriebene Hygienemaßnahmen zurückführte, und daß, jetzt, nach 20 Jahren, die Ratio-Skala in beiden Landteilen gleich geworden ist.
28. Dezember 2008 at 23:22 Uhr
Hallo liebe Leidensgenossen, Hallo Claudia,
als ich den Beitrag von Claudia gelesen habe sind mir die Augen sehr weit aufgegangen. Ich leider an dieselbe Symptomen nur in Grün!
Ich habe gehofft dass es ein „Happy end“ am Schluss gegeben hätte. Pfeiffer-deckel!
Nirgendwo bekomme ich Hilfe, Ärzte rundum!
Im vorigen Jahr hat das Symptom bei mir angefangen aber nur für ca. 10 Tagen dann war alles weg. Ich dachte an eine Erkältung ohne mies oder Krank gefühlt zu haben. Bin dann in den Staaten für 5 Wochen, Hunde, Katze etc. haben nicht an mir haben können, auch Staub oder sonstiges.
Nicht einmal ein Niesanfall, nicht einmal Nassenlaufen. Klasse, oder?
In November hat die Krotze wieder angefangen bis jetzt. Zwischen durch ein paar Tage ruhe und dann fängt das psyklus wieder an. Ich werde bald Wahnsinnig!
War beim Arzt und bin auf fast alle Allergie getestet worden, Milben usw.
Außer Gräser war nix! Das einzige was mir bis jetzt geholfen hat ist Antihistamin, ein kleine Flasche 6 Euro gut für drei bis 4 Tage. Die Ärzte verschreiben es nicht weil die Kassen es nicht übernimmt, mit der hinter Gedanke, leide oder sterb! Na ja, nur 6 € ist nicht sehr viel oder? Aber auf der Dauer! Was mich an die Sache mit die Antihistamin ärgert ist dass
die Kassen es nicht übernimmt aber, in gleichen Zug sie bezahlen für ein Cortison haltig Nassen spray für dieselben Krankheitsbild der mir ein Arzt auf Kassenrezept verschrieben hat. Tut mir leid, da fange ich an zu bezweifeln!
(Der Cortison spray hilft auch nicht!)
Ich habe überlegt an was diese Krankheit zurück zu führen ist. Essen ist immer sehr Abwechselungs- reich wie in der Vergangenheit etc.
Klamotten auch. Habe meine Frau gefragt wegen eines eventuell neuen Wäschemittel, auch nichts. Ich komme einfach nicht dahinter.
Na ja, nun ist noch eine da. Ich sage immer: Es gibt soviel Elend in diese Welt, auf diese Misere kommt es gar nichts mehr drauf an!
Sollte eine von euch irgendwann auf eine Lösung stoßen, wäre ich sehr dankbar für eine Nachricht.
28. Januar 2009 at 23:12 Uhr
Leide seit ca. 2 Wochen (bin 58 J) unter dem gleichen Übel. Augen tränen, Rotznase und Niesanfälle am Abend, so oft mußte ich in einem Monat nicht niesen, wie jetzt an 1nem Abend. Krieg keine Statistik zusammen, warum das so ist. Das beginnt zu Hause, im Supermarkt, im Freien oder in geschlossenen Räumen. Ich habe vor 2 1/2 Jahren das Rauchen nach über 30 Jahren aufgegeben. Das kann doch damit nichts zu tun haben!?
9. Februar 2009 at 23:24 Uhr
Hallo Leidgenossen,
ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und möchte nun auch meinen Senf dazu geben. Ich hatte zwar (noch) nicht die genannten Symptome (liegt vielleicht daran, dass ich “erst” 49 Jahre alt bin), leide aber seit meiner Jugend an Pollenallergie und habe schon alles ausprobiert – von Eigenblutbehandlung über Cortison bis Hyposensibilisierung. Nichts davon hat wirklich geholfen. Letztes Jahr wurde ich durch einen Freund auf eine Methode aufmerksam, die fantastische Resultate ermöglicht. Und das vollkommen schmerzfrei, ohne “Blutvergießen”, ohne Spritzen!
Und – was das Beste ist – die Wirkung setzt sofort ein, man darf nach der Behandlung allerdings für 26 bis 30 Stunden nicht mit dem Allergen, bzw. dem Stoff, den man nicht vertägt, in Kontakt kommen. Diese Behandlungsmethode nennt sich NAET Behandlung. Diese Behandlung kann ich nur jedem empfehlen! Einfach mal im Web schlau machen: NAET eingeben und informieren! Lohnt sich wirklich!
10. Februar 2009 at 16:35 Uhr
Ich hatte in den 70er sehr viele Probleme mit meiner Allergie. Das äusserte sich mit knallroten Augen, unerträgliches Kratzen im Hals und Fließschnupfen vom Allerfeinsten und Gemeinsten. Ich konnte kaum aus den Augen gucken. Damals ging ich zum Arzt, der verschrieb mir Allergietabletten. Genutzt haben die so gut wie garnix. Ich wurde lediglich hundemüde davon. So konnte es aber nicht weitergehen. Ich beschloss “mich allein” zu behandeln. Ich habe mir meine Allergie “weggesprochen”. Heute kenne ich diese “Krankheit” nicht mehr. Liest sich merkwürdig aber ich hatte Erfolg damit.
11. Februar 2009 at 06:49 Uhr
Hallo zusammen,
bin gerade auf diesen Beitrag gestoßen und bin beruhigt, dass ich mit diesem Problem nicht alleine bin. Seit einigen Monaten quält auch mich der “abendliche Schnupfen”. Ständiges Niesen und Nase putzen Tag für Tag, lästig. War auch beim HNO, hab mich auf Allergien testen lassen, alles negativ. Vorsichtshalber verschrieb er mir ein Nasenspray mit Cortison, welches aber nichts gebracht hat. :( Mit “Altersschwäche” hat es meiner Meinung nach nichts zu tun, da ich “gerade mal” 19 Jahre alt bin ;D.
Ich hoffe, es nimmt bald ein Ende. :(
8. August 2010 at 17:53 Uhr
Guten Morgen, ich bin bei der Suche auf Antworten auf diese Seite gekommen. Mir geht es ähnlich. Allerdings habe ich nicht nur tägl. gegen 18.30 Schnupfen sondern auch jeden Morgen allerdings niemals so stark wie am Abend. Ich bin realtiv ratlos zumal ich an den meisten Abenden “normalen” Schnupfen habe und an manchen, da ist es so als gäbe es kein Morgen mehr. Tagsüber habe ich keinen Schnupfen bzw. muss nur ganz selten Nießen.
Anfangs dachte ich, das ist eine verschleppte Erkältung aber eine Erkältung mit Zeitschaltuhr?
1. November 2010 at 07:03 Uhr
Ich fand auch keine Antworten, obwohl ich jede Menge recherchiert habe. Das Phänomen der Pünktlichkeit wird auch nirgends erwähnt!
Bei mir war es dann irgendwann einfach mal vorbei – keine Ahnung, warum!
1. November 2010 at 13:15 Uhr
Mir geht es wie Euch. Seit 2 Jahren habe ich diesen merkwürdigen Schnupfen … immer abends und gleich morgens früh. Einen Arzt habe ich deshalb noch nicht aufgesucht, da ich eine Untersuchungsarie die nicht’s bringt befürchtete. Eure Berichte haben es bestätigt.
An manchen Tagen ist er stärker, an anderen weniger, aber er ist immer da. Parallel dazu habe ich juckende Hände. Ist der Schnupfen stärker, jucken auch die Hände mehr.
Wir haben seit 15 Jahren einen Hund, aber es fällt mir schwer vorzustellen, dass ich nach 15 Jahren auf einmal allergisch reagieren soll.
Test dazu: Letzten Januar waren wir für 2,5 Wochen auf den Malediven und dort war es keinen bißchen besser.
18. November 2010 at 11:37 Uhr
Einfach mal überlegen: “Wovon habe ich die Nase voll?”
18. November 2010 at 14:29 Uhr
@Heidi: es heißt, Allergien entwickeln sich über lange Zeit. Warst du mit oder ohne Hund auf den Malediven?
@Uwe: was meinen Schnupfen anging, war ich 100%ig sicher, dass es nix Psychisches war. Denn ich war total glücklich, rundum zufrieden, noch dazu dann auf einer wundervollen “Abenteuerreise”, die keinerlei negativen Aspekte mit sich brachte – und trotzdem pünktlich täglich 2,5 Std. der Schnupfen! Es war wirklich zum Lachen, wie es mich regelmäßig überkam, wie ich dann wirkte und wie danach alles komplett weg war….
Nach 3 Wochen in Kambodscha war der Schnupfen dann auch weg und blieb weg!
18. November 2010 at 23:45 Uhr
@Claudia
Dafür hat man ja den Körper, daß der einem zeigt, daß etwas nicht passt, obwohl man sich 100%ig sicher ist, daß alles ganz perfekt läuft. :)
Vielleicht hattest Du die Nase voll davon, in der Bude zu sitzen und nicht in die Welt hinaus zu kommen, um etwas anzufassen?
19. November 2010 at 12:42 Uhr
@Uwe: wenn dem so wäre, dann wär der Schnupfen nicht dauerhaft verschwunden… (im übrigen hab ich einen Garten und komme zwischen März und November SEHR VIEL raus, um etwas anzufassen. :-)
20. November 2010 at 12:27 Uhr
Dann ist´s ja gut.
Ich finde es halt interessant, in Krankheiten und körperlichen Störungen einen Sinn zu erkennen und eine gute Absicht dahinter zu vermuten. :)
Die Sichtweise, daß Störungen des Befindens chaotisch und zufällig über einen kommen, finde ich etwas uneffektiv.
Ist natürlich Geschmackssache. :)
21. November 2010 at 14:50 Uhr
Schließe mich deiner Meinung an, @Uwe. Dazu gibt es einen interessanten Beitrag im Netz:
Psychoneuroimmunologie
http://www.gesundheit.de/medizin/psychologie/gesunde-seele/wie-die-seele-den-koerper-heilt
Mal ausnahmsweise eine deutsche Studie :)
21. November 2010 at 18:14 Uhr
@Uwe: ich bin an diesem Ansatz eher zu nah dran als zu weit weg! :-) Bzw. bin sozusagen dabei, mich erstmalig wieder in die andere Richtung zu bewegen: Krankheit ist auch mal OHNE Sinn möglich. Bzw. ohne einen Sinn, der für mich (!) Bedeutung hätte.
Diese ganze Denkrichtung begann ja in den 70gern mit Fritz Zorns Buch “Mars”, in dem er bekannte: Ich habe Krebs und es geschieht mir recht! Später begeisterte Thorwald Detlevsen mit seinem recht esoterischen Werk “Krankheit als Weg”, das gleichwohl viele Menschen ansprach und ein Bestseller wurde.
Seitdem ist das “Symptome interpretieren” in breiten Kreisen fast schon Volkssport geworden und hat auch seine Schattenseite gezeigt: Krebskranke mussten sich nun auch noch den Vorwurf “selber schuld” anhören, was ihre Lage psychisch nicht verbessert hat.
Trotzdem frage ich immer noch zuallererst: Was will mir das sagen? Und oft genug ist die Antwort durchaus laut und deutlich (wenn auch nicht sehr psycho-esoterisch), nämlich “sitz nicht soviel vor dem Monitor, beweg dich mehr!”
Ja, ja, sag ich dann. Ich bemüh mich ja.. . und klick dann wieder auf Rivva… :-)
Anderes dagegen bleibt unerklärt und widersetzt sich allen Interpretationen und auch Experimenten. Und verschwindet dann einfach wieder… SEHR eigenartig!
22. November 2010 at 01:36 Uhr
Ach so, dann hast Du auch dieses Thema schon durchreflektiert, Claudia. :) Du hast schon Recht, manches bleibt rätselhaft und unerklärt und die Grenzen des Verstandes sind bald erreicht. Die Einstellung: “Kommt von allein, geht von allein”, trägt manchen auch ganz gut, wie ich beobachten durfte.
Ich habe kaum Krankheitserfahrung und kann eigentlich zu diesem Thema nicht viel beitragen aber der Aspekt des psychischen bzw. seelischen “Warum” schien mir zu fehlen, und deshalb habe ich ihn erwähnt. :)
22. November 2010 at 11:21 Uhr
Bei mir ist es genau so…
Pünktlich um 0.30 Uhr gehen die Symptome los. Einfach schrecklich. Seit Tagen geht das schon so… Das Kuriose bei der Sache ist die Uhrzeit. Immer pünktlich auf die Minute.
10. Juni 2011 at 00:47 Uhr
Kann die Symptome die zeitgebunden sind bestätigen. Habe diese Symptome ebenfalls seit ich nach einem Wassereinbruch einen Pilzbefall hatte. Die Stelle war in der nähe vom Bett hinter einem Schrank. Draußen war an der wand ein Abflussrinne an der stelle. Die Wand war durchfeuchtet und so nistete sich der Pilz ein. Da die stelle nicht groß war habe ich mit chemie dagegengearbeitet. Die stelle dann überstrichen und 1 Jahr ruhe gehabt. Leider ist der pilz nicht weg und hat die farbe aufgedrückt, siehe da wieder selbe Symptome. Nu die Wand intensiv behandelt. Mal sehn wie lange es dauern wird bis der Pilz erwacht. Hoffe nie ;D.
Gruß an alle geplagten.
13. September 2011 at 19:24 Uhr
Ich habe folgendes Problem:
Seit Jahren schon leide ich unter Schnupfensymtomen, die nicht erklärbar sind. z.B. von November 2010 bis zum 5.5.2011 hatte ich jeden morgen nach dem Aufstehen einen ca. 2 Stunde dauernden Schnupfenanfall mit zugeschwollenen Augen und Fließnase. Dieses verschwand VOLLSTÄNDIG bis zum 4.10.2011 und sezte von einem Tag auf den andern wieder ein. Zudem kommt oft noch eine abendliche Schnupfenattacke so von 19 Uhr an, die verschieden lange dauert. Es gibt keinerlei Ansatzpunkte, warum es in der genau definierten Zeit nicht vorkam, in dieser Zeit lebe ich exakt genauso wie in der anderen Zeit. Die Anfälle kommen sehr heftig und gehen dann innerhalb von Sekunden in absolut beschwerdefreie Zeitkäume von einigen Stunden über.
9. November 2011 at 12:06 Uhr
@Dennis: genauso war es bei mir auch – besonders erstaunlich, dass es in Kambodscha auch 3 Wochen lang so weiter ging, mit leicht verschobenen Zeiten. Also in einer Umgebung, in der SÄMTLICHE üblichen Verdächtigen der Allergie-Auslösung weg bzw. andere waren!
Es wundert mich noch heute. Leider scheint mittels Sammlung solcher Beobachtungen gar nicht geforscht zu werden..
10. November 2011 at 14:15 Uhr
[...] Allergischer Schnupfen [...]
17. November 2011 at 11:54 Uhr
.. wie Dennis es beschreibt ..
Bei mir ging es etwas oktober 2008 los. Abends Niesanfälle, juckende Nase, zuschwellende Nasenschleimhäute, juckender Gaumen .. wenn es dicke kommt fangen auch die Augen an zu jucken. Nach langem Naseputzen schlafe ich dann irgendwie ein.
.. und wenn ich Pech habe, wache ich morgens mit leichtem jucken in der Nase auf, ein leichtes Naserunzeln reicht um erst mal wieder die Nase zu putzen.
Manchmal höre ich mich dann morgens nicht nur fies nasal an dann habe ich auch geschwollene Augen, als hätte ich die Nacht durchgenacht oder wäre bös erkältet … beides verschwindet bis vormittags wie von Geisterhand. An sooooo Tagen habe ich es schwer morgens zur gewohnten Zeit aus dem Bett zu finden, es fühlt sich an als sei der Körper erschöpft und will noch etwas liegenblieben.
Das Schauspiel geht bei mir im Herbst etwa Oktober los und hört so Ende Februar/März auf. Einmal war es unterbrochen, als für etwa 8 Wochen eine Krankenhaus-/Rehaaufenthalt hatte. Da hatte ich nix.
Wir haben hier die Matratzen getauscht, die Kissen, die Fussböden, Gardinen sind eh Staubfänger, ich wechsel wöchentlich die Bettwäsche.
Der Schimmelpilz war auch ein Gedanke von mir .. das Haus hier ist gut 80 Jahre alt. D.h. im Winter gut heizen und auch für Luftaustausch sorgen. Macht man das nicht isser da ..
Ich bin mir nicht sicher, aber wenn ich statt mit dem Auto mit dem Farrad zur Arbeit fahre, dann meine ich es abends od. morgens häufiger oder heftiger zu haben. Habe ich dann mehr von etwas in den Haaren das mich fertig macht?
Ich habe diesen Psydoschnupfen nicht jeden Tag im gleichen Verhältnis da. Heute Abend zum Beispiel habe ich gar nix .. nicht einmal einen nur leicht juckenden Gaumen .. jaja, ein seltsamer Mist ist das.
15cm neben mir liegt der Kater, und da schläft er auch die ganze Nacht. 2. Katze und Hund auch im Schlafzimmer. Habe ich mich auch gefragt, bin ich auf das Winterfell der Katzen seit 2008 allergisch? Ende kommender Woche liegt das Blutergebnis auf Hausstaub und Katze vor .. im Januar soll Hund und Gräser getestet werden, dann gibts noch den Pflastertest.
Das schöne Cortisonnasenspray habe ich aber direkt bekommen .. hab ich Schiss vor, ich weiss noch nicht ob ich es je benutzten werde. Nasenspray als solches hasse ich, weil es so viele Abhängige davon gibt.
Im Frühjahr, Sommer – Herbst bin ich viel draußen im Garten, und dann bin ich beschwerdefrei .. seltsame Geschichte ist das. Ich werde mir die Seite hier ablegen, bin gespannt wann es nach diesem Winter wieder aufhört .. und was die Allergietests ergeben.
Mein Hausarzt heute meinte, ich sollte wenn möglich die Finger vom Cortisonnasenspray lassen, hat mir aber Kindernasentropfen verschrieben, weil er sich selber nicht sicher ist, ob ich gerade eine Nebenhöhlenentzündung habe (ich weiss das ich keine habe) .. wo ich heute wirklich nur mit Migräne vorstellig war .. ach ja .. was will man machen, die Ärzte wollen auch etwas zutun haben :o(
Es klingt vielleicht blöd, aber es beruhigt mich zu wissen das ich keinen Hirngespinnstigenpsydoschnupfen habe, auch wenn ich damit nicht weiss was ich habe …
13. Dezember 2011 at 00:17 Uhr
@Betty: hab Dank für die ausführliche Schilderung deiner Variante des seltsamen Leidens. Bin gespannt, was bei den Tests noch heraus kommt, denn eigentlich wär “Katze” bzw. “Hund” ja eine der nahe liegendsten Möglichkeiten. Wie ich las, kann diese Allergie irgendwann kommen, selbst wenn man Jahre lang kein Problem mit Tieren hatte.
Dagegen spricht, dass es nur nachts ist…
Allen kann ich aber Hoffnung machen: ohne jede Behandlung ist es bei mir fast ganz verschwunden. Es gibt nur noch sehr seltene und ganz leichte Schnupfenanfälle, die über Nacht kommen und morgens schnell verschwinden. Toi toi toi!
13. Dezember 2011 at 09:56 Uhr