König Alkohol: Der Kontrollversuch ist der Kontrollverlust
Wenn es mir zu intim wäre, könne ich den Text auch gern per Mail ganz privat schicken, schreibt mir der Leser, der sich dieses Thema gewünscht und es auch “gesponsert” hat. (Danke!). Zu intim? Wikipedia zählt 4,3 Millionen Alkoholkranke in Deutschland, über 40.000 Menschen in Deutschland sterben jährlich in Folge übermäßigen Alkoholkonsums und etwa zwölf Prozent der Bundesbürger pflegen einen “riskanter Umgang” mit Alkohol. Die Droge Nr.1 wird von Wissenschaftlern mittlerweile zu Recht als “harte Droge” eingestuft, ebenso gefährlich wie Heroin & Co., obgleich legal.
Es gibt also gute Gründe, das Thema nicht “ganz privat” zu behandeln. Zumal ich in Sachen Alkohol immerhin Erfolge vorweisen kann, die mir bezüglich des Rauchens einfach nicht gelingen wollen. Gelingen? Das klingt nach Bemühen, nach Selbstdisziplin und Anstrengung, die dann verdientermaßen von Erfolgen gekrönt ist – nichts wäre falscher! Gegen keine Droge, kein Fehlverhalten, keine andere Sucht hab’ ich so ausschweifend “gekämpft” wie gegen den Alkohol, doch solange ich das tat, solange ich glaubte, ich könne die Sache “in den Griff bekommen” rutschte ich immer tiefer in die Sucht. Ganz allgemein ist es ein deutliches Anzeichen, dass man schon mitten auf dem Weg in den Abgrund ist, wenn man beginnt, das Trinken reglementieren zu wollen: Nur nach 18 Uhr, nur Bier und Wein, nur am Wochenende – mag sein, dass das eine Zeit lang funktioniert, doch wird es dabei mit großer Sicherheit nicht bleiben.
Alkohol? Ich doch nicht!
Etwa zehn Jahre hab’ ich gebraucht, um mich in einen ordentlichen Alkoholismus zu saufen: erst mit 24 begann ich damit, regelmäßig Bier zu trinken, da eine neue Liebe gerne die Nachmittage in Mainzer Biergärten verbrachte. Bis dahin hatte ich Alkoholisches wegen des Geschmacks nicht gemocht und ansonsten die “Volksdroge” mit Verachtung gestraft: mein Vater war Quartalsalkoholiker, war cholerisch und unberechenbar, soff sich phasenweise in extreme Zustände, in denen er dann die Familie terrorisierte: Nachts um drei nachhause kommen, Kinder aus dem Bett holen und die mitgebrachten Brathähnchen verspeisen lassen, einen drauf machen wollen – es war der reine Horror! Wir lebten während seiner Trinkphasen in ständiger Angst: wann wird er kommen? In welchem Zustand? Wird er wieder toben, rumbrüllen, auch mal zuschlagen – oder wird er weinerlich drauf sein, uns das Blaue vom Himmel versprechen, nach Bier und Schnaps und Rauch stinkend um Verzeihung für seine Schandtaten bitten?
Ich hatte eine ganze Kindheit und Jugend lang ausreichend Gelegenheit, hautnah zu erleben, was Alkohol aus einem Menschen macht. Nie würde ich dieser Droge verfallen, da war ich mir sicher! Meine Generation hatte Besseres, wir rauchten Haschisch und nahmen LSD, erweiterten unser Bewusstsein, erlebten echte Abenteuer des Geistes – aber selten und stark ritualisiert, in “geschützter Umgebung”, mit dem nötigen Respekt und viel utopischer Ideologie im Kopf. Timothy Leary hätte gerne LSD im Trinkwasser verteilt, um den Frieden auf Erden zu befördern – ich schweige lieber von all den Absurditäten, die ich in jungen Jahren so toll und revolutionär fand! All diese Experimente brachten mir tatsächlich neue philosophische Einsichten ins Geheimnis der Weltwahrnehmung: wenn die Filter des Geistes ausgeschaltet waren und alles an Informationen unsortiert herein kam, erlebte ich so manches Abenteuer, das ich nicht missen wollte! Zu häufiger Wiederholung drängte das allerdings nicht: zu heftig, kein Rauschpotenzial, kein Suchtfaktor.
Erste Kontrollversuche
Und doch gab es in der Art, WIE ich zum Beispiel meinen ersten Trip erlebte, schon Hinweise darauf, um was es in Sachen Droge bei mir ging: Ich wusste, dass man per LSD die gewohnte Wahrnehmung verliert und dem gänzlich Unbekannten gegenüber steht – dass man da auch manchen Horror erleben konnte, wie mir andere berichteten. Also konzentrierte ich mich darauf, die Kontrolle zu behalten. Zwar zerfiel die Welt schon bald nach Einnahme der kleinen Pille in ihre Bestandteile und vieles mehr, was ich “nüchtern” gar nicht bemerkte – doch gelang es mir immer wieder schnell, mich zu besinnen, die Gesamtsituation (ich bin auf einem LSD-Trip und muss aufpassen!) nicht aus dem Blick zu verlieren. Ich steuerte mich selbst mittels spontaner Affirmationen wie etwa: Wenn ich jetzt raus auf die (Außen-)toilette gehe, hört der Trip auf, wenn ich die Wohnung wieder betrete, kann es weiter gehen! Und zu meinem Staunen hat das sogar geklappt – wow, ich war und blieb “Herrin der Situation”! Ich schaffte es sogar, empört den zweiten Trip abzulehnen, den mir mein Begleiter anbot, der lieber etwas Erotisches mit mir angefangen hätte anstatt ins Philosophieren abzudriften. Ich hatte alles im Griff, trotz des Wirbels, den das LSD in meiner Birne anrichtete – und ich war entsprechend stolz auf mich, fühlte mich schwer Drogen-kompetent!
Was für eine Täuschung! Mit 26 zog ich nach Berlin und lernte echtes “Nachtleben” kennen. Vor 23 Uhr waren die Kiezkneipen eher leer, dann aber ging die Post ab! Aber nicht nur die Nächte waren spannend, das ganze Leben geriet zum spannenden Abenteuer: die Hausbesetzerbewegung Anfang der 80ger erfasste mich, erfasste das ganze Stadtteil: ein Sanierungsgebiet in Kreuzberg mit viel Entmietung, Leerstand bei gleichzeitigem extremen Wohnungsmangel. Ich war nach Berlin gekommen, weil mich meine Heimatstadt Wiesbaden langweilte, das Jurastudium hatte ich mit allen Scheinen abgebrochen, als mir beim Lernen fürs Examen klar geworden war, dass ich nicht Juristin werden will. Eine neue Idee hatte ich allerdings auch nicht, also kam mir der Ortswechsel mit meinem damaligen Liebsten, der der Bundeswehr entgehen wollte, gerade recht.
Alles bewegt sich und schwimmt im Bier
War ich zuvor nur am anderen Geschlecht interessiert, so erlebte ich jetzt eine “bürgerliche Geburt”: mitmischen bei gesellschaftlich wichtigen Dingen, Wohnungspolitik machen, den Stadtteil mitgestalten, immer bei “den Guten” für die Verbesserung der Welt kämpfen – ich ging voll auf im neuen Aktivisten-Lebensgefühl! Drei Jahre war ich “Vollzeit-Hausbesetzerin” und danach ging es in ähnlich engagierter Manier weiter. Alsbald war ich im Vorstand jedes Vereins in der Umgebung, gründete selbst neue Initiativen, gab eine Zeitung heraus, veranstaltete große Feste, bestimmte mit über den weiteren Ablauf der Sanierung, war verstrickt in vielerlei Kämpfe – und merkte gar nicht, wie ich langsam aber sicher zur Funktionärin wurde, die auf ihre “Klientel” im Grunde herab sieht. Ein Privatleben kannte ich nicht, war immer “an der Front”, natürlich auch in den Nächten, in denen man sich in der Kneipe traf und weiter “Politik machte”. Wer da fehlte, verlor an Einfluss – ich war überall dabei, schwamm im Lebensgefühl der 80ger wie ein Fisch im Wasser. Naja, eigentlich im Bier, doch sah ich das noch lange nicht als Problem!
Zwischen 23 Uhr und vier, fünf Uhr morgens schluckte ich bald locker acht bis zwölf große Bier – sie kamen ja quasi automatisch auf den Tisch, wenn die Gläser leer waren. Ich tat das nicht bewusst, um mich zu betrinken – es gehörte dazu, alle “Mit-Aktivisten” hatten einen ordentlichen “Zug”, mir fiel gar nicht auf, dass sich mein Alkoholkonsum kontinuierlich steigerte. Bald war es mir zu mühsam, soviel Bier trinken zu müssen, bevor die wirklich “beschwingte” Stimmung aufkam, also kamen Schnäpse dazu, auch das war durchaus “üblich”. Wir waren jung, waren voller Energie, und vertrugen noch eine Menge!
Richtung Abgrund
Mitte dreißig änderte sich auf einmal mein Lebensgefühl – es gab keine “Bewegung” mehr, nur noch den zunehmend mühsamen Alltag in meinen vielfältigen Funktionen. Ich merkte, dass ich zwar Bewunderer, Neider und Genossen hatte, aber eigentlich keine Freunde, bei denen ich mal den Kopf anlehnen konnte, wenn ich mich mies fühlte. Ich war ja “die Starke”, die immer alles im Griff hat – doch jetzt realisierte ich, dass etwas nicht stimmte. Was tat ich da eigentlich? Was hatten all diese Kämpfchen und Intrigen, die mir früher Spass gemacht hatten, eigentlich mit MIR zu tun? Wer war ICH – jenseits meiner Funktionen? Es begann die Zeit meiner kleinen und großen Fluchten: Rückzug aus allerlei Ämtern, Aufenthalte in der Toskana, der Versuch, im “spirituellen Sektor” an mir zu arbeiten: z.B. mal eine dreimonatige Massage-Ausbildung in einer Heilpraktikerschule mit viel Meditation, Gruppenarbeit, Selbsterfahrung.
Alles ganz toll und für kurze Zeit faszinierend – doch immer wieder landete ich in den heimischen Kneipen: das waren meine “Wohnzimmer”, wo sollte ich auch sonst hin? Relativ deprimiert erkannte ich, dass ich nicht im Stande war, diese Umgebung länger als zwei Tage zu meiden. Allein zuhause konnte ich ja nichts mit mir anfangen, persönliche Interessen hatte ich gar nicht entwickelt – und wenn ich dann doch gegen 23 Uhr über die Straße in die Kneipe ging, brauchte es nur ein Bier und einen Schnaps und ich fühlte mich wieder “normal”! DARAUF verzichten? Unmöglich!
Es dauerte, bis ich das Ausmaß meiner Sucht erkannte! Schließlich glaubte ich immer noch, Herrin meiner selbst zu sein und für jedes Problem eine “Lösung aus dem Kopf ” zu haben, wenn es wirklich drängend wurde. Diesen “Betonkopf” hab ich lange an die Wände schlagen müssen, bevor mir endlich aufging, wie meine Lage tatsächlich war. Ich kämpfte immer wieder gegen den Alkohol, blieb mühsam ein paar Tage abstinent, versuchte, die Schnäpse wegzulassen, aber all das hielt nur kurze Zeit. Schließlich tat ich nichts mehr außer die Nächte durchtrinken, mich tagsüber erholen und abends wieder loslegen – ich war Alkoholikerin geworden, genau wie mein Vater!! Und genau wie er soff ich mich regelmäßig in den Filmriss, in unkontrollierte Zustände, in denen ich mich verschiedentlich furchtbar aufführte! Am Tag danach erinnerte ich mich an nichts, doch war das weit schlimmer, als genau zu wissen, was man angestellt hat. Ich bestand jetzt aus zwei Personen: die, die erkannte, dass sie ein Alkoholproblem hat, und die, die zum nächsten Glas greift, wohl wissend, dass es wieder im Filmriss enden wird – Prost! Jetzt ist jetzt, Probleme lösen wir morgen, was soll schon passieren?
Kontrollverlust
Es passierte eine Menge. Ich lief gegen ein Baustellenschild, kam Blut überströmt in die Kneipe und merkte es nicht einmal. Ich ließ mehrfach etwas auf der Herdplatte stehen, schlief betrunken ein und erwachte mit dickem Kopf, weil die Feuerwehr und der Hausmeister vor meinem Bett standen. Ich trat einem Freund die Türe ein, der mich besoffen nicht einlassen wollte, ich randalierte in Treppenhäusern – es war grauenhaft, doch schaffte ich es lange, mir einzureden, dies alles sei nicht weiter schlimm. Immer gab es ja Leute, die sich noch weit weniger im Griff hatten, die nicht nur nachts, sondern auch tagsüber tranken – absurderweise fühlte ich mich noch lange als “etwas Besseres”.
Und doch dämmerte mir jetzt die unabweisbare Erkenntnis: Ich hab’ ein ausgewachsenes Alkoholproblem und sollte das endlich in den Griff kriegen! Es brauchte viele viele demütigende Erlebnisse, bis ich die tatsächliche Lage wirklich ins Bewusstsein dringen ließ – aber die größte Demütigung kam erst jetzt: ich schaffte es nicht, irgend etwas dagegen zu tun. Immer wieder probierte ich “Rezepte” aus, versuchte, nüchtern zu bleiben, saß in der Kneipe vor dem Mineralwasser, während die anderen sich betranken (und amüsierte ich mich dann gar nicht mehr!). Alles sinnlos, irgendwann kam der Moment, da ich mich endlich wieder “normal” und entspannt fühlen wollte, koste es am nächsten Tag, was es wolle.
Am Tiefpunkt ankommen
Schrecklich dann das Erkennen: Mir fällt nichts mehr ein! Ich bin am Ende mit meinem Latein, ich bin auf der Straße in den Abgrund weit gekommen und kann NICHTS dagegen tun! Zum ersten Mal im Leben krachte mein Selbstbild von der kreativen, mächtigen Person, die immer eine Lösung weiß, zusammen. Den letzten Kick gab mir der selbst verordnete Versuch, “irgend einen Job” anzunehmen. Ohne jeden Anspruch an die Arbeit oder die Bezahlung wollte ich mir beweisen, dass ich es noch KONNTE!
Und: ich konnte NICHT!!
Es war ein Interviewerjob, doch brachte ich es nicht mehr fertig, an den Haustüren wildfremder Menschen zu klingeln und sie über ihre Lesegewohnheiten zu befragen. Früher hatte ich das locker hinbekommen, und immer mal wieder ein bisschen Geld mit solchen, gar nicht schlecht bezahlten Jobs verdient. Jetzt stand ich vor den Türen in fremden Treppenhäusern und zitterte vor Angst und Unbehagen.
Ich gab es auf. Klingelte nicht, schickte die Fragebogen zurück, kündigte. Ich war am Ende und wusste nicht, wie es weiter gehen sollte. Wusste nur noch eines: dass ich gar nichts mehr tun konnte, dass nichts klappen würde, dass ich aus mir heraus nichts “Problem lösendes” unternehmen konnte – oh, was für eine demütigende Einsicht!
Aber immerhin, die hatte ich jetzt. Und handelte sogar danach, suchte Hilfe, zum ersten Mal im Leben. Ich ging zur Ärztin, trat sogar in die evangelische Kirche ein – aber sie kannten nur die “fähige Person” und wollten nicht sehen, dass ich völlig von der Rolle, kaputt und verzweifelt war. Ja, sie versuchten, mich wieder “ins Geschäft” zu locken (komm doch in den Gemeindekrichenrat!), denn wenn ich wieder was Sinnvolles zu tun hätte, wäre alles gleich wieder im Lot. Sinnlose Versuche, ich wusste, dass das alles nichts bringt, hatte derlei Initiativen ja schon etliche hinter mir. Verzweifelt steuerte ich die Kneipe an und besänftigte meine deprimierte, beängstigte Stimmung wieder mit ein paar Whisky – mittlerweile war ich härtere Sachen gewöhnt, Bier reichte lange schon nicht mehr, mich “zu entspannen”.
Magische Worte
Eines Abends dann, in einer Stimmung völliger Ratlosigkeit und Verzweiflung, fuhr ich nach Wilmersdorf zur Adresse, die auf dem Zettel stand, den mir ein alter Bekannter, der kein Problem zu haben schien, in der Kneipe Wasser zu trinken, immer mal wieder zusteckte. Mein erstes Meeting bei den Anonymen Alkoholikern. Zitternd saß ich am Tisch, sprach zum ersten Mal die Begrüßungsformel:
“Ich bin Claudia, Alkoholikerin!”
Beim Griff nach der Kaffeetasse zitterte meine Hand. Ich hörte die Anwesenden von sich sprechen, niemand hier schien ein Alkoholproblem zu haben, außer mir. Ich meldete mich und erzählte, wie es mir in letzter Zeit ergangen war und wie ich mich fühlte. Kein Kommentar von irgend jemandem, nur “Danke, Claudia!” – und der nächste begann, von sich zu erzählen. Die Art, wie sie von sich sprachen, beeindruckte mich: völlig offen, ohne jeden Versuch, ihre Probleme und Schwierigkeiten, ihre Gedanken, Gefühle und Charaktereigenschaften in einem guten Licht da stehen zu lassen. Ich war berührt, fragte mich aber, was dies alles nun für mich bedeuten würde, schließlich war ich noch voll “im Griff der Droge”.
Im Anschluss an das Meeting stand ich noch ein wenig am Büchertisch, wo mich eine alte Frau ansprach: “Kind, lassen Sie das mit dem Trinken! Das bringt ja doch nichts!”
Ich sah sie an, innerlich fiel ein letzter Groschen: Ja, das war es.
Warum hatte das eigentlich in all der Zeit niemand zu mir gesagt?
An diesem Abend ging ich nicht mehr in die Kneipe. Ich trank ab sofort keinen Alkohol mehr – mühelos!
(Teil 2 folgt in den nächstenTagen)


Lange Jahre war ich Co-Alkoholikerin, habe den Alkoholkonsum meines Mannes gedeckt, wo es nur ging. Bis ich begriff, dass das der absolut falscheste Weg war, den wir gemeinsam gehen konnten. Dann bin ich mit den Junioren zur Kur gefahren, habe noch einen Kasten Bier in den Garagenkeller gestellt (weil ja der Führerschein auch weg war und er nicht mehr selber den Kasten hätte einkaufen können).
Als wir nach 4 Wochen wieder kamen, stand der Kasten immer noch genauso da. Mein Mann ist aufgewacht, hatte Angst, dass wir ihn ganz verlassen und trank von da an keinen Tropfen Alkohol mehr. Mir war aber auch klar geworden: ich helfe ihm mehr, wenn ich nichts vertusche und ihn nicht dauernd entschuldige. Die Verantwortung dafür habe ich ihm zurückgegeben – dahin, wo sie hingehörte!
1. Juni 2006 at 16:32 Uhr
[...] König Alkohol: Der Kontrollversuch ist der Kontrollverlust [...]
1. Juni 2006 at 17:56 Uhr
@piri
Toll! Dein Mann kann sich glücklich schätzen, du hast ihm das Leiden verkürzt! Soviele Co-Alkoholiker wattieren dem Trinker/der Trinkerin die Welt und erhalten damit den Status Quo, verhindern, dass der Alkoholiker seinen Tiefpunkt erreicht.
2. Juni 2006 at 08:28 Uhr
Ich glaube nicht, daß jeder problemlos den Alkohol von einem auf den anderen Tag auf “Null” setzen kann. Besteht nicht die Gefahr, daß er in ein Delirium fällt ?
4. Juni 2006 at 00:52 Uhr
[...] (Dies ist die Fortsetzung meiner “Geschichte mit dem Alkohol” – lies dazu auch Teil 1: Der Kontrollversuch ist der Kontrollverlust) [...]
13. Juni 2006 at 11:11 Uhr
Hallo Claudia,
es freut mich zu lesen, dass Du es packst. Schön, dass Dir die AA (Anonyme Alkoholiker) geholfen haben, aber so ganz unpersönlich, ohne Mitgefühl und ohne Tipps, Ratschläge, etc. ? Wir vom Kreuzbund haben das einen anderen Ansatz. Wir treffen uns regelmäßig einmal die Woche und kenne uns – nach einer gewissen Zeit – sehr genau. Darauf wollen wir auch gar nicht vezichten. In der gemeinsamen Runde, in der Du – fast immer – alles kennst, gehen wir persönlicher auf die einzelnen Menschen ein. Wobei ich die Arbeit der AA nicht schälern will, nur mir wäre das zu unpersönlich. Also der Tipp: im www auf die Seite des Kreuzbundes: http://www.kreuzbund.de klicken und unter der Suchmaske PLZ Deinen Ort suchen, an dem Du wohnst. Es gibt bestimmt auch in Deiner Nähe Menschen, die das gleiche Problem wie Du haben. Nur Mut. Geht hin! Wir helfen weiter.
MfG
Klaus Slavicek
3. Juli 2006 at 13:38 Uhr
Lieber Klaus,
nichts dagegen, dass du hier den Kreuzbund bewirbst, aber für mich war die Methode der AA ausgesprochen passend! (Es ist übrigens lange her, heute lebe ich problemlos “trocken”, ohne noch Zuspruch zu brauchen).
Auch ein Ratschlag ist nämlich ein Schlag – und Schläge hat man schon genug bekommen vor dem alkoholischen Tief! Gerade der VÖLLIGE VERZICHT auf Kommentare zu den Aussagen der Einzelnen, das ausschließliche “von sich sprechen” der Wortmelder hat etwas ungeheuer Lehrreiches und Heilsames! Es entspannt, man muss sich auf niemanden einlassen, wird nicht zur Rede gestellt, niemand erwartet “Fortschritte” und all das!
Und wenn da jemand meint, er müsse zur Aussage eines Vorredners unbedingt seinen Senf dazu geben, hat er keine andere Möglichkeit, als es in eine EIGENE GESCHICHTE zu verpacken – denn im Meeting darf er ja nicht Dinge sagen wie: “Hey, da könntest du aber doch…”, “du solltest lieber…”, “wie wäre es mit…” etc. usw.
Das ist eine große Entlastung und hilft vielen, sich überhaupt auf so eine Selbst(!)hilfegruppe einzulassen!
Deshalb ist es dennoch nicht UNPERSÖNLICH in einer AA-Gruppe. Denn in der Regel geht man nach dem Meeting zusammen in ein Restaurant und lernt sich da sehr wohl kennen – auf freiwilliger Basis, wer es mag, macht mit, wer nicht, darf es lassen!
Die “Methode AA” ist geprägt von der Einsicht in die Machtlosigkeit – auch in die des “Ratgebers” und “Helfers”. Deshalb gibt es keine Leiter, keine Therapeuten, keine Animatuere, nur Betroffene, darunter Leute, die 20 Jahre trocken sind und viel Hilfreiches erzählen können!
Ich habe diesem Meeting-Stil weit mehr zu verdanken als nur die Trockenheit. Nämlich die Fähigkeit, auf vielen Ebenen einfach von mir zu sprechen, anstatt andere zu kritisieren und sie mit Verbesserungsvorschlägen zu malträtieren. Damit übt man Druck aus und stellt sich ÜBER den Anderen – dazu habe ich keinen Anlass, wie mich die AA so wundervoll lernen ließen! Und seither ist mein ganzes Leben deutlich freidlicher, das Zwischenmenschliche ist freundlicher und nicht mehr vom unterschwelligen “ich bin ok, du bist nicht ok” geprägt.
3. Juli 2006 at 14:01 Uhr
moin claudia,
super das du es geschaft hast – ich leider noch nicht!! bin fast ein jahr bei aa, das koncept gefällt mir, fühle mich nicht überall wohl aber ich habe die wahl des meetings. bin auch einer den schon wenig bier zu aa gebracht hat, wiel ich!! muß!! was für mich tun.
22. November 2006 at 21:02 Uhr
Hallo,
Ich denke, es geht nicht darum, welche Organisation der Selbsthilfe und wie sie heißt, sondern darum, dass jeder die Hilfe findet, die er braucht und nicht die Hilfe, die er oder sie gerne möchte.
Wenn man wissen würde, was für einen gut ist, bräuchte man sich keine Hilfe suchen.
Als ich nüchtern wurde, schaute ich nur darauf, wie glücklich trockene Alkoholiker waren, die mir helfen wollten, meinen Weg zu finden.
Menschen, die trocken leben müssen etwas richtig gemacht haben, also kann ich von ihnen lernen.
13. Dezember 2007 at 11:39 Uhr
Eine super Seite, liebe Claudia! Ich habe noch nicht alles gelesen, aber es mutet so toll an. Ein ehrliches Kompliment an Dich! In den nächsten Tagen werde ich alles in Ruhe lesen und mich wieder melden.
LB und gute 24 Std.
Gaby, AA
21. Dezember 2007 at 23:06 Uhr
hallo claudia,
auf diese seite bin ich zufällig gekommen da ich demnächst eine
Präsentation halte und mir das Thema Alkoholsucht ausgesucht habe.
ich bin selbst Alkoholkrank nach einer Langzeittherapie seit 11/2 Jahre trocken und habe auch kein Interesse mehr am Alkohol für
mich war die Therapie sehr wichtig da ich begriffen habe nur wenn ich das Umfeld ändere was als Mutter von 3 Kindern nicht sehr einfach ist
habe ich eine Chance. Es hat geklappt mir geht es gut ich habe mein Selbstbewußtsein wieder sowie meine Lebensfreude. Hab gelernt nein zu sagen das natürlich einige etwas verschreckt hat womit ich aber gut leben kann. Meine Kinder stehen voll hinter mir und ich zu meiner Krankheit.Dein Bericht hat mich sehr beeindruckt und mir ging es zumindest auch so ich musste erst ganz unten sein um loszulassen. Es tut gut solche ehrliche Berichte wie Deinen  zu lesen. Gruß Barbara
24. November 2008 at 19:54 Uhr
einfach nur danke für deinen bericht, man fühlt sich so schrecklich alleine
20. Februar 2009 at 17:06 Uhr
Du bist nicht allein. Besuche das nächste AA-Meeting, das du erreichen kannst – da bist du in jeder Verfassung willkommen, und wenn du nicht willst, musst du nicht reden. Da ist nicht der geringste Druck!
22. Februar 2009 at 10:22 Uhr
Das hast du sehr schön geschrieben, Claudia, ich konnte fast den guten Kaffee am Tisch riechen.
14. März 2009 at 16:44 Uhr
Hallo Claudia,
du hast mir damals am 01. 01.2009 AA empfohlen und ich möchte mich bei Dir dafür sehr herzlich bedanken. Ich habe seitdem zahlreiche Meetings besucht und bin trocken geblieben. Tag für Tag. Ich war von Anfang an beeindruckt und zutiefst gerührt von der emotionalen Nähe und der Ehrlichkeit bei AA. Das Zuhören, die Vermeidung von Ratschlägen und die Abwesenheit von Therapeuthen und nichtbetroffenen Besserwissern tut mir gut. Ich brauche keine schlauen Tips und Tricks, sondern teile Erfahrungen mit Menschen, die genau wissen, wovon ich rede. Und wenn ich wirklich mal um einen Rat bitte, bekomme ich den natürlich auch. Kraft und Hoffnung erhalte ich und gebe ich durch die greifbare/fühlbare Erfahrung, nicht allein zu sein, sondern mit allen Fehlern angenommen und verstanden zu werden und die Menschen am Tisch abseits von irgendwelchen Hierarchien, Getue, Status so anzunehmen und zu verstehen, wie sie sind. Die Anonymität gibt mir das Vertrauen, mich oft mehr zu öffnen, als ich es in mancher langjährigen Freundschaft getan habe.
Das Programm ist klar und einfach. Es passt für mich und ich bemerke, wie mein Alltag ohne Alkohol immer lebenswerter wird, jeden Tag mehr, mit allem auf und ab, richtiges Leben, intensive Gefühle. Dabei stehe ich ganz am Anfang und das jeden Tag neu. Du hast mir dafür in meinem verzweifelten Zustand den Anstoß gegeben und deshalb dieses persönliche Dankeschön und ein ganz großes offenes weites Dankeschön an unsere internationale Gemeinschaft AA, die Millionen Alkoholikern das Leben zurück gegeben hat. Ich begreife es als Geschenk, durch den Alkoholismus von meinem Sockel gestoßen und aus dem Dreck der Ängste, Selbstzerstörung und Depression gezogen worden zu sein und nach langer Saufzeit wieder als Mensch unter Menschen zu leben. Gute 24 Stunden wünscht Euch allen
ERIK
27. März 2009 at 23:05 Uhr
Lieber Erik, das freut mich riesig! Ich habe öfter mal an dich gedacht und gehofft, dass es so kommen würde. Wie verrückt, dass erst die Alkoholsucht mit all ihren Demütigungen bereit macht, das zu erleben, was im Grunde so einfach und doch so beglückend ist: einfach so sein können, wie man ist (“abseits von irgendwelchen Hierarchien, Getue, Status”) und so angenommen werden – könnten wir das doch alle auch ohne diesen Vorlauf im ganz normalen Leben!
Wünsch dir schöne 24 Stunden!
Claudia
28. März 2009 at 10:01 Uhr
Mein Schwager liegt zurzeit im Krankenhaus Diagnose alkoholbedingte Leberzirrhose Typ C . Überlebenschance ca. 35% innerhalb eines Jahres.
Mein damaliger Mann, war ebenso ein Alkoholiker. Anfangs gingen wir zusammen zu den Blau Kreuzlern. Damals begriff ich als liebende Ehefrau einfach nicht, wie Menschen von mir “verlangten”, ihn “fallen” zu lassen. Das ging beim besten Willen nicht in meinem Kopf zudem wir ein gemeinsames Kind hatten. Es war eine Tortour . Ich entschied mich damals zwangsläufig von ihm zu trennen, da er nebenher auch noch mit einer anderen Frau leiert war.
Im heutigen “Rückblick”, sehe ich vieles anders, wieso und warum er das tat. Zudem hat er es “geschafft” wenn man das so sagen möchte, mit dem Trinken aufzuhören. Er ist also trocken und hat sich zudem auch noch hochgearbeitet und ist Chef einer Malerkolonne geworden.
Ich habe den grössten Respekt für so eine Willenskraft, die er da FÜR SICH an den Tag legte. Heute freue ich mich riesig für ihn. Er “schaffte” es letztendlich ohne Institution.
Auf meiner damaligen Arbeitsstelle hatte ich es ebenso wieder mit einem alkoholkranken Kollegen zu tun. Der “schaffte” es ebenso trocken zu werden. Allerdings muß ich dazu sagen, dass bei ihm scheinbar “das Menschsein” wegtherapiert wurde. Dieser Mann war dermaßen “selbstbewusst” geworden, dass er, wie man so sagt, über Leichen ging. Rücksichtnahme war ein Fremdwort für ihn.
29. März 2009 at 10:33 Uhr
hallo ihr lieben
ich wohne in berlin und bin allein erziehende mutter von zwillingen ich bin alkoholkrank und stehe kurz davor meine kinder ans amt abgeben zu müssen, leider. ich würde die trennung von meinen beiden jungs nicht gut verkraften
mein einziger ausweg ist eine therapie……….
eine wirklich gute seite
14. April 2009 at 20:37 Uhr
Es ist in der Regel nicht Willenskraft, die befreit, sondern genau das Gegenteil: Machtlosigkeit gegenüber dem Alkohol. Wenn das mal begriffen und akzeptiert ist, bedeutet es, dass es künftig keinen höheren Wert mehr gibt als die eigene geistige Gesundheit (=Trockenheit. Denn ohne sie ist alles nichts und man geht unter…)
Lebenspraktisch bedeutet das ganz konkret: nichts, aber auch gar nichts mehr tun oder ertragen, was das Gefühl erzeugt, es nur trinkend auszuhalten. Job, Beziehung, Freundschaften, jegliches “etwas gelten wollen” sind dann komplett nachrangig und diesem obersten Wert untergeordnet. Denn der/die Süchtige weiß ja: sich zusammen reißen gelingt nicht auf die Dauer, man muss die Dinge wirklich ÄNDERN, nämlich komplett anders leben – eben so, dass man nicht mehr trinken muss.
Das sieht nach außen dann manchmal nach “Willenskraft” und großem Selbstbewusssein aus, doch für den Süchtigen ist es im Gegenteil Demut und das Aufgeben jeglicher Idee, man könne “irgendwie” so weiter machen….
Was ich schreibe, gilt nicht für alle, klar! Manch einer hat nicht wirklich kapituliert, sondern reißt sich eben eine Zeit lang mit Willenskraft zusammen. Das geht meist über einige Zeit, dann kommt der Rückfall. Mein Vater war z.B. so einer.
Â
Â
15. April 2009 at 13:31 Uhr
Liebe Claudia,
ja, ich denke dass wird schon so sein, dass es allein mit der “Willenskraft” auf Dauer nicht klappt denn schließlich wäre das ja zuzüglich eine enorme Anstrengung die auf Dauer nicht standzuhalten ist.
Nun, ich persönlich habe diese Alkproblem nicht aber ich kenne sehr viele Menschen die sie haben denn schliesslich ist Alkohol eine Gesellschaftsdroge.
Mein Vater trank jeden Tag nach Feierabend seine Biere. Also war das für mich nichts Aussergewöhnliches. Nun, wann fängt Sucht an? Ich glaube der Übergang ist fließend.
Â
Â
18. April 2009 at 12:26 Uhr
Hallo Claudia, ich bin vor Kurzem auf Deine Seite gestossen und finde Deine Artikel wirklich klasse.
Besonders der Alkohol-Bericht hat mir gut gefallen.
Ich glaube auch, dass man an seinem persönlichen Tiefpunkt angelangt sein muss, um etwas zu ändern.
An so einem Punkt bin ich nun: Job verloren, eine Langzeit-Therapie vollkommen in den Sand gesetzt, Freund und Bekannte haben sich abgewendet…. im Moment ist mein Leben so ziemlich das, was ich nie leben wollte!
Nocheinmal eine Therapie möchte ich nicht machen, sondern überlege, mir eine Selbsthilfe-Gruppe zu suchen. Leider ist mein Selbstwertgefühl derzeit so im Keller, dass mir allein schon der Gang zu einer Gruppe mit mir fremden Menschen eine grausige Vorstellung ist.
Was bedeutet eigentlich die bedingungslose Kapitulation vor dem Alkohol? Ich habe mit dem Begriff Schwierigkeiten?
Sollte ich nicht letzlich vor mir selbst kapitulieren?????
18. April 2009 at 19:29 Uhr
@Catti
das mit der Kapitulation am Tiefpunkt ist ganz einfach. Hier ein Beispiel für noch nicht geschehene Kapitualition:
“Leider ist mein Selbstwertgefühl derzeit so im Keller, dass mir allein schon der Gang zu einer Gruppe mit mir fremden Menschen eine grausige Vorstellung ist.”
Du hast also noch soviel Ego / Geltungsbedürfnis, dass du vor anderen Menschen als irgendwie normal bzw. “in Ordnung” wirken willst – OBWOHL du lange schon am Ende bist, OBWOHL du lange schon dein Leben nicht mehr meistern kannst und alles in den Sand setzt, was du dir vorgenommen hast, um diesen miesen Zustand zu verbessern. Du bist mit deinem Latein am Ende und wirst das (hoffentlich!) irgendwann auch ZUGEBEN können (=Kapitulation) – nach mehr oder weniger weiteren schmerzlichen und selbstzerstörerischen Erlebnissen. Ich wünsche es dir jedenfalls von Herzen!
Wenn es soweit ist, dann gibt es nichts mehr, was du MEHR fürchtest als dass alles so weiter gehen könnte wie bisher! Dann hindert dich keine Scham und kein Schuldgefühl mehr, endlich Hilfe zu suchen, du willst dann nicht mehr JEMAND SEIN/ anderen was vormachen, sondern nur noch, dass das Leiden aufhört!
DANN kannst du endlich zu einer AA-Gruppe in deiner Nähe gehen und auf einem Meeting einfach zuhören, was gesprochen wird. (Es sind dort Menschen, die diesen Zustand ausgiebig SELBER ERLEBT haben – warum dich vor ihnen schämen?) Niemand MUSS dort reden, es gibt auch keinen “sanften Druck” dazu.
Hier die URL, über die du ein Meeting findest:
http://www.anonyme-alkoholiker.de/content/04meet/04index.php
Â
19. April 2009 at 14:30 Uhr
@ Catti,
vielleicht hast Du ja Lust auf eine echte Alternative, eine recht ungewöhnliche aber in sich absolut gut begründete, klare Sichtweise zum Thema Alkoholsucht. Nachvollziehbare, auf tiefenpsychologischen Grundsätzen basierende Handlungsempfehlungen eingeschlossen.
Â
Unter folgendem link (falls er denn anständig abgebildet wird) findest Du näheres über das Buch: “Der Geist aus der Flasche” von Andreas Winter.
Wenn der link nicht funktioniert, einfach “Andreas Winter” bzw. “Psychocoach” googlen. Das Intelligenteste und m.E. auch Nachhaltigste, was ich je über Probleme mit dem Alkohol oder auch das Rauchen gelesen habe. Das ist meine ganz subjektive Meinung selbstverständlich, die keinen anderen Ansatz schmälern will und soll.
Â
http://mankau-verlag.de/webshop/details.php?id=35
beste Wünsche und gutes Gelingen
Gruß von Hermann
Â
Â
Â
10. Mai 2009 at 11:30 Uhr