Mittlerweile ist in meinem Firefox-Browser die KI am linken Rand immer nur einen Mausklick entfernt. Zwar habe ich auch ein Perplexity-Abo für umfangreichere Aufgaben, aber im Alltag nutze ich hauptsächlich Gemini, die Google KI, die – zumindest gefühlt – immer besser wird. Und ja, zum kleinsten Abo konnte mich Google locker überreden, als irgendwann mal „mein Limit für Thinking erreicht“ war.
Dass Gemini auch programmiert, war mir garnicht bewusst! Erst als ich bemerkte, dass für die beiden letzten Blogposts die Anzahl der Kommentare nicht angezeigt wurde, kam ich auf die Idee, als ich Gemini nach der URsache fragte. Die Antwort: Weil ich die Kommentare geschlossen hatte, um die Debatte unter dem nächsten Post weiter zu führen wird keine Zahl mehr angezeigt. Diese werde von den Entwicklern nicht als bloße Statistik verstanden, sondern als Aufforderung zum Mitreden. So so, ich bin aber mehr für Statistik und forderte Gemini auf, ein Plugin zu schreiben, dass dieses Verhalten ändert und die Kommentare wieder anzeigt.
Die Antwort kaum schnell: Erstmal die Erklärung, wie WordPress das Theme-Verhalten in diesem Kontext handhabt, dann der Code fürs Plugin und auch noch eine Anleitung, wie ich das über zwei Wege ins Blog bekomme. Toll, das könnte also auch bei Blogger/innen klappen, die nicht so „systemnah“ arbeiten wie ich!
Nun denn, geladen, ausprobiert und: Immer noch keine Zahlen!
Anstatt aufzugeben, berichtete ich Gemini den Flop, woraufhin es wiederum erklärte, woran es liegen könnte und dafür einen weiteren Code schrieb. Wohlgemerkt, es hatte keine Fehler gemacht, sondern im Lauf der Jahre haben sich die Methoden in WordPress geändert – und mein Blogtheme ist ja recht alt.
Alsdenn, geladen, ausprobiert – wieder nichts! Wir drehten also noch eine Korrektur-Runde, in der Gemini es schaffte, den Code für mein Alt-Theme passend zu machen. Jetzt werden die Zahlen angezeigt!
Sehr toll fand ich die Erklärunge bei jedem Schritt. Ich lernte so beiläufig noch einiges über die PHP-Programmierung in WP-Themes. Nicht dass ich das bräuchte, aber es gab mir das Gefühl, nicht irgend eine Black Box zu installieren. Verstehen, nachvollziehen können, zur Not prüfen lassen – erst das gibt mir ein Gefühl der Sicherheit. Wobei dieses Plugin sowieso unkritisch ist, da kein Input von außen erfolgt.
Wer mag: Hier das Gespräch mit Gemini.
Klar, das ist jetzt keine Großleistung von Gemini, denn anscheindend kann das Dingens schon länger komplexe Projekte programmieren, Apps, Agenten – was auch immer grade State of the Art ist. Aber ICH bin keine Programmiererin und bin auch nicht auf dem Laufenden, dachte z.B., Claude Code sei die KI der Wahl (oder Gemini Code Assist, Canvas, AI Studio…), wenn man was entwickel will – aber das ist halt nicht mein Metier! Dass es aber ganz beiläufig im Bloggeralltag nützlich sein kann und mit dem „ganz normalen Gemini“ funktioniert, ist für mich eine Entdeckung – spät, aber immerhin! :-)
Und sonst:
- Google kills the Website – ja, es stimmt, die alte Google-Suche ist tot und seit dieser Woche noch toter!
- Mehr denn je braucht es eine Blogsupersuchmaschine (Frank Westphal [Rivva] ist immer noch dran!
- Gegen die Lagerlogik: Netzpolitik jenseits von links und rechts @rene_pfister #rp26
- Die Blogosphäre war unsere digitale Schriftkultur – und sie lebt noch (Steven Voß)
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3 Kommentare zu „Gemini programmiert Plugin und erklärt, was es tut“.