Claudia am 22. März 2000 — Kommentare deaktiviert für Etwas mit Sinn?

Etwas mit Sinn?

Mit dem gestrigen Diary-Eintrag wollte ich mal nicht sinnvolle Sätze mit Aussage und vorausgegangener Reflexion zu bilden, sondern einfach losschreiben. Das geht und kann sogar richtig Spaß machen, wie jeder weiß, der mal einen Creative Writing-Kurs besucht hat. Ich wollte allerdings keinen Spaß, sondern war äußerst frustriert über die Nutzlosigkeit sinnvoller Texte: Ich kann ja soviel wissen und auch hinschreiben, aber das ändert nichts, nicht am Putenfleisch-Dilemma und nicht am eigenen Handeln. Weiter → (Etwas mit Sinn?)

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Claudia am 21. März 2000 — Kommentare deaktiviert für Mal anders…

Mal anders…

Gedanken kommen nicht in ganzen Sätzen, sagt M., und meinetwegen soll es ruhig mal so vor sich hinschreiben, alles draußen vor oder überhaupt nicht mehr, im Zweifel Leere. Leere Zigarettenschachtel, Camel Filter, Funktastatur von Logitech, was gibt es außer Produkten? Marken, Namen, Zeichen, Logos, Tätowierungen, Webdesigns, Warenmuster, ich bin ich und nicht du, muß das täglich neu bewiesen werden? Heute ist wieder so ein Tag, der einfach endet, ohne jungen wilden Autoren ein Thema gegeben zu haben. Die ergonomische Plastikablage für die Handballen an der Tastatur verhilft auch nicht dazu, große Worte zu machen oder klitzekleine Lacher hervorzukitzeln. Alles easy, draußen sind schon 10 Grad, der Frühling ist da. Gottfried Benn hat daraus gute Gedichte gemacht, sagt M.

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Claudia am 19. März 2000 — Kommentare deaktiviert für Putenfleisch

Putenfleisch

Eine Pute. Als ich klein war, war das noch ein Ereignis! Ein Riesenvogel, der kaum in den Backofen passte, zwei Monate vor Weihnachten beim Bauern bestellt, mit Spannung erwartet, misstrauisch beäugt, in mehreren Stunden gebraten und dann die „7 Sorten Fleisch“ im Rahmen eines großen Familiengelages verspeist. Die Reste reichten für den nächsten Tag und wir sonnten uns im Gefühl, etwas Besonderes zu sein: andere Familys waren schließlich noch bei der gemeinen Weihnachtsgans, ha! Weiter → (Putenfleisch)

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Claudia am 17. März 2000 — Kommentare deaktiviert für Arbeit in der Infogesellschaft

Arbeit in der Infogesellschaft

Man kann wunderbar arbeiten als Networkerin: In aller Ruhe in Schloß Gottesgabe vor dem Monitor sitzen, dazwischen mal aus dem Fenster auf die Wiese hinaussehen, kurz die Hühner besuchen oder in den Nachbarort einkaufen fahren – nicht so sehr wegen des Einkaufens, sondern um mal was anderes zu sehen, die weiten Felder, die Wäldchen, den unendlichen Himmel. Und daneben viele Fäden im Netz spinnen, Mail-Kontakte zu den unterschiedlichsten Menschen unterhalten, Projekte organisieren, die noch vor Jahren einen großen Mitarbeiterstab und ein physisches Büro erfordert hätten – alles easy, preiswert und schnell, allein mit Maus und Monitor und einem guten Bürostuhl. Weiter → (Arbeit in der Infogesellschaft)

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Claudia am 15. März 2000 — Kommentare deaktiviert für Morgens um 7

Morgens um 7

Es ist 7.14 Uhr, in einer Stunde werde ich hier den Abflug machen. Noch genieße ich die morgendliche Ruhe, diese ausgeschlafene Frische im Kopf, noch völlig frei von den üblichen 1000 Gedanken, die mich gewöhnlich – wenn auch mit begrenzter Macht – durch den Tag treiben. Weiter → (Morgens um 7)

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Claudia am 14. März 2000 — Kommentare deaktiviert für Vom Wanderzirkus

Vom Wanderzirkus

Herzlichen Dank an die Leser, die mir wegen meiner Ausschaltprobleme Tips geschickt haben! Ja, ich habe so ein neues PC-Gehäuse, doch es tut nicht ganz, wie es eigentlich soll – aber das ist ja praktisch normal, wer vom Gerät Perfektion erwartet, sitzt einem Mythos auf: dem Mythos, wir wären in der Lage, etwas besseres zu schaffen, als uns selbst. Geschenkt! Weiter → (Vom Wanderzirkus)

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Claudia am 11. März 2000 — Kommentare deaktiviert für Mein technoider Alltag

Mein technoider Alltag

Wieder mal ist der PC abgestürzt. Nichts besonderes eigentlich, aber das „Zusammenwirken“ zwischen Ausschaltknopf und System scheint schon seit dem Kauf dieses Geräts nicht in Ordnung: Ich muß tatsächlich DEN STECKER ZIEHEN, Ausschaltknopf bleibt ohne Wirkung. Auch das normale „Herunterfahren“ funktioniert nicht, entweder es bleibt ein schwarzer Bildschirm mit blinkendem Curser als „Endzustand“ übrig oder der Screen „Computer wird heruntergefahren“ findet sich ein und dann geschieht nichts mehr. Weiter → (Mein technoider Alltag)

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Claudia am 09. März 2000 — Kommentare deaktiviert für Das Leben, ein Kreis

Das Leben, ein Kreis

Meine erste Erinnerung in diesem Leben ist eigentlich ohne Inhalt: eine warme, sonnenbeschienene Steinmauer, in den Ritzen frische Gräser, Blumen, eine bunte Decke, die ein wenig kratzt, eine Holzbank, auf der ich liege, meine Mutter, irgendetwas in einer Tasche kramend…. für all das hatte ich keine Worte. Ich sah es nur, doch ich sah es anders als je zuvor: ich spürte, daß inmitten dieser Formen, Farben und Gefühle ICH war. Daß ICH ein Wesen IN dieser Welt bin – und ich bewegte leicht den Oberkörper hin und her und bemerkte mit Freude, wie daraufhin der Anblick „schwankte“. Freude? Es war unglaubliche Euphorie, namenlose Exstase, zu realisieren, daß da neben dem Wahrgenommenen auch ein Wahrnehmender ist! Weiter → (Das Leben, ein Kreis)

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