Thema: Zeitgeist

Claudia am 16. Juli 2000 — Kommentare deaktiviert für Zugreise, Blüten der New Economy, Nürnberg

Zugreise, Blüten der New Economy, Nürnberg

Die Kurzreise nach Nürnberg war eine mittlere Verrücktheit – ich muß wohl einen Anfall von „Lust auf viele Leute“ gehabt haben, als ich zusagte. Die Veranstaltung war auch durchaus interessant, ich habe nette und interessante Menschen getroffen, ABER: es ist der reine Wahnsinn, für einen einzigen Abend eine so lange Hin- und entsprechende Rückfahrt in Kauf zu nehmen. Völlig geplättet und todmüde kam ich gestern zurück und noch jetzt merke ich schmerzhaft: zu viel und zu lange GESESSEN! Weiter → (Zugreise, Blüten der New Economy, Nürnberg)

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Claudia am 13. Juli 2000 — Kommentare deaktiviert für Teamwork?

Teamwork?

Morgen abend um 19 Uhr werde ich in Nürnberg in der „schwarzen Ledersessel-Situation“ einer Lounge namens „Cosmo“ (echt!) mit Ralf Ebbinghaus, Peter Matthies und den Initiatoren über „Teleexistenz und immaterielle Produktion“ plaudern. Es sollen so 20 bis 30 Zuhörer da sein, dazu die Projekt-Initiatoren krüskemper_sadlowski. Weiter → (Teamwork?)

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Claudia am 09. Juli 2000 — Kommentare deaktiviert für Nirvana

Nirvana

So, nach dieser kleinen Pause will ich jetzt wieder TÄGLICH Diary schreiben. Diese „Gewohnheit“ hat sich mittlerweile verselbständigt. Wenn ich mal aussetze, fühle ich das Fehlen des roten Fadens, der sich durch das Chaos dieser Welt zieht – schon komisch! Weiter → (Nirvana)

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Claudia am 30. Juni 2000 — Kommentare deaktiviert für Consumed

Consumed

„Du suchst Musik, die dich berührt?“ hatte er gefragt. Ja, und ich bin es lange schon satt, mir für’s „berührt werden“ zehn bis 25 Jahre abgehangene Oldies anhören zu müssen. Sentimentale Besuche in den Sound-Museen der eigenen Vergangenheit langweilen mich. Selbst wenn ich niemals davon loskomme, wie ein Automat auf Stücke wie „I ‚ve got life“ (aus dem Musical „Hair“) oder „Avalance“ von Leonard Cohen mit einchlägigen Gefühlen zu reagieren, ödet es mich doch schon an, während es geschieht. Also lebe ich seit den Zeiten der neuen deutschen Welle mangels Alternative in musikalischer Stille. Weiter → (Consumed)

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Claudia am 28. Juni 2000 — Kommentare deaktiviert für Mensch: ein Raubtier?

Mensch: ein Raubtier?

Connie schrieb zum gestrigen Diary-Eintrag, in dem ich die Abschaffung der gesellschaftlichen Formen und Rituale bedauerte:

„Tja, das ist ein Punkt, an dem ich herumzuknapsen habe und der mich sehr beschäftigt. Wir wollten die Höflichkeitsfloskeln und das Verlogene dabei abschaffen und nun stellen wir (oder zumindest ich) fest, daß dabei die Höflichkeit selbst, nämlich der Respekt vor dem Anderen, vor der Würde und der Einmaligkeit des Anderen, vor der Unverletzlichkeit des Anderen, wenn er vielleicht gerade einmal schwach ist, auf der Strecke geblieben ist. Aus dem Muff, der unter den Talaren steckte oder in der Gesellschaft herrschte, ist ein obszönes, aggressives Klima, angeheizt von RTL und Konsorten, geworden und deren Einfluß auf die Befindlichkeit der Menschen erscheint mir fast noch gefährlicher und heftiger als der Einfluß des guten alten Axel Springer damals… Ist dieser Raubtier-Charakter, der sich überall zeigt, das WAHRE, das ECHTE? Dann Gute Nacht!“

Weiter → (Mensch: ein Raubtier?)

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Claudia am 21. Juni 2000 — Kommentare deaktiviert für Menschen züchten – aber wohin?

Menschen züchten – aber wohin?

Als im letzten Jahr Peter Sloterdijk in seinen „Regeln für den Menschenpark“ vorschlug, zumindest einmal darüber nachzudenken, inwiefern die künftigen Errungenschaften der Gentechnologie zur Veränderung der Menschen genutzt oder nicht genutzt werden sollten, war die Freude groß. Endlich mal wieder ein richtiger, ein GEISTVOLLER Skandal! Die Sache wurde monatelang durch die verschiedenen Medien gezogen, der Schlagabtausch zwischen Sloterdijk und Habermas unterhielt die Leser aufs Beste. Seit Botho Strauss‘ „anschwellendem Bocksgesang“ hatte es so eine fetzige Kontroverse nicht mehr gegeben. Weiter → (Menschen züchten – aber wohin?)

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Claudia am 08. Juni 2000 — Kommentare deaktiviert für Zwangsjacke Intellekt

Zwangsjacke Intellekt

Mit „intellektuell“ meine ich nicht einen gehobenen Bildungsstand oder gar akademische Würden, sondern die Grundprägung, mit der lange schon die Menschen entwickelter Industriestaaten von klein an konditioniert werden: Ursachen und Wirkungen in Beziehung setzen, immer auf Sinn und Zweck schauen, alle Dinge und Handlungen analysieren und begründen – und dies alles in „schlüssigen“ Texten und Reden ausdrücken. Weck‘ mich mitten in der Nacht und frag mich: Warum rauchst du eigentlich noch immer? Schlaftrunken blinzelnd werde ich eine Rede vom Stapel lassen, die dieses verrückte Verhalten vollständig erklärt, ja – bei aller Schädlichkeit – als das einzig Richtige in meiner Situation erscheinen läßt. Weiter → (Zwangsjacke Intellekt)

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Claudia am 06. Juni 2000 — Kommentare deaktiviert für The Medium is the Message

The Medium is the Message

…sprach dereinst Marshal McLuhan und gab damit Denkerinnen und Denkern jede Menge Stoff, an dem entlang sie sich aufreiben und unzählige „Papers“ verfassen konnten. Dass das Medium die Botschaft sei, sie nicht etwa nur transportiere, widerspricht dem gesunden Menschenverstand so dramatisch, dass es einfach GENIAL sein muss. Weiter → (The Medium is the Message)

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