Thema: Lebenskunst

Reflexionen über Wesentliches

Claudia am 03. September 2016 — 5 Kommentare

Aktiv Webwerken statt passiv News konsumieren

Irgendwo bin ich vorgestern über einen Artikel zum Thema „Tote Links“ gestolpert. Das hat mich dazu angeregt, mal die Blogroll in meinem Gartenblog zu überprüfen, das ja nun auch schon zehn Jahre alt ist. Anders als hier ist die Blogroll dort eine wilde Sammlung diverser Gartenblogs, die ich seit langem nicht mehr auf Erreichbarkeit geprüft hatte. Und weil es viele sind, nutzte ich ein Online-Tool, um die toten Links zu finden.

Banner-Gartenblog

Mit toten Links ins rauschhafte Webwerken..

Im Ergebnis wurde mir eine ellenlange, mehrseitige Liste mit toten Links aus dem gesamten Blog präsentiert: Blogroll-Links, Artikel-Links, Kommentarlinks, Pings und Trackbacks – es hat mich zwei Stunden beschäftigt, das alles zu bereinigen. Aber es brachte mich auch in Kontakt zu einem Tun, von dem ich erst jetzt spürte, wie sehr ich es vermisse und wie gut es mir tut: Pflege und Weiterentwicklung eigener Webprojekte. Weiter → (Aktiv Webwerken statt passiv News konsumieren)

Claudia am 27. April 2016 — 35 Kommentare

Mein erster Besuch in einem Pflegeheim

Um halb drei nachmittags betrete ich das Pflegeheim, das erste, das ich von innen sehe. Ich besuche Frau M., die Verwandte eines lieben Freundes, die hier seit einigen Wochen lebt, nachdem sie im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt nicht mehr zurück in ihre Wohnung konnte. Das Pflegeheim macht einen sauberen Eindruck, im Eingangsbereich tönt leise Musik aus einem Radio – und so sieht es da aus:

Pflegeheim

Das Haus wirkt von der Einrichtung und den Räumlichkeiten her wie ein Krankenhaus mit etwas mehr Deko. Und mehr Ruhe, trotz der Musik. Vor dem weiteren Vordringen in das ziemlich unbelebt wirkende Gebäude dsinfiziere ich mir die Hände am dafür vorgesehenen Spender. An der Wand ein Schild: „Wir freuen uns auf Ihre Meinung!“ und Formulare zum Ausfüllen. Weiter → (Mein erster Besuch in einem Pflegeheim)

Claudia am 25. März 2016 — 4 Kommentare

Karfreitag – von Twitter inspiriert

KarfreitagEs ist ruhig heute, unglaublich ruhig. Der „stille“ Feiertag und das miese Wetter schenken mir ruhige Stunden wie ich sie hier selten erlebe. Was tun? Ich MUSS nichts tun, wie schön! Also treibe ich mich ein wenig im Netz herum, auf den Spuren von #Karfreitag.

Ewige Wiederholung des Gleichen

Wie jedes Jahr an Karfreitag ist das #Tanzverbot der wiederkehrende Aufreger auf Twitter. Menschen, die vermutlich sonst eher selten das Tanzbein schwingen, demonstrieren ihren „zivilen Ungehorsam“ bzw. zumindest den Wunsch danach. Andere posten Bilder von Salamis, ihren heute extra Fleisch-lastigen Speiseplan, ihre Lust auf ein Steak – insgesamt ein etwas pubertär wirkendes „Aufbäumen“ gegen die per Tradition, Gesetz und Verordnung kolportierten Aspekte dieses christlichen Feiertags. Weiter → (Karfreitag – von Twitter inspiriert)

Claudia am 23. Februar 2016 — 12 Kommentare

Im Wunschraum die Leere – Endwinterdepression?

„Das ist ein leicht depressiver Zustand!“, sagte ein lieber Freund, als ich ihm von meinen Irritationen berichtete. Nichts Schlimmes, keine Sorge – es ist nur so, dass ich mich zur Zeit in einem seltsam wunschlosen Zustand befinde. deprikatzeMan könnte meinen, ich sei halt ein glücklicher Mensch, dem es an nichts mangelt. Das ist auch meine bevorzugte Interpretation, aber so fühlt es sich leider nicht an.

Was machen die Gedanken normalerweise, wenn man sich ein wenig angeödet fühlt? Wenn ein Tag wie der andere verläuft, das Wetter grau und regnerisch ist, wenn die Arbeit nurmehr als Routine erscheint, das Abarbeiten gefühlt immer mühsamer wird? Ich kenne das sonst nur so, dass ich dann gedanklich in den Raum der Wünsche abtauche. Nach etwas suche, was ich jetzt gerne täte, welches Projekt ich zum Beispiel starten könnte, um wieder mehr Spannung zu erleben und neue Erfahrungen zu machen. Weiter → (Im Wunschraum die Leere – Endwinterdepression?)

Claudia am 12. Oktober 2015 — 9 Kommentare

Brief an HP: Warum noch Worte aneinander reihen?

Dass ich seit 17 Jahren blogge, bzw. seit 19 Jahren ins Netz schreibe, verdanke ich den „Briefen an meinen Yogalehrer“, die ich zwischen 1993 und 1997 schrieb. Er hat in den samstäglichen Yoga-Stunden (mit nur 4, max 5 Schülern!) nicht nur Übungen vermittelt, sondern immer auch Reden gehalten, während wir auf den Matten lagen und erstmal entspannten, den Alltag gehen ließen. Es waren wunderbare, spontane Reden über verschiedene Aspekte des Yoga und seine Sicht auf alles – auf Mensch und Welt und das Woher/Wohin/Wozu. Meine Briefe waren die Resonanz auf diese Reden, aber auch Berichte über mein Leben, mein aktuelles Befinden und Denken in den angesprochenen Kontexten.
Irgendwann merkte ich: Es braucht IHN nicht mehr als Adressaten – meine Briefe sind lange schon Texte, die gut für sich stehen können. Warum also nicht „für alle“ schreiben? Bzw. für alle und niemanden, für mich und Mitmensch. Die Texte liegen nun immer noch auf meiner Festplatte herum, als Beispiel veröffentliche ich mal einen, der bereits stark von meinem Internet-Erleben beeinflusst ist.
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