Claudia am 11. Mai 2008 — 9 Kommentare

6 Fragen, die man nur Google fragt

Mit welchen Anliegen Menschen über Google hier auf dem Diary landen, verblüfft mich immer wieder! In Zukunft werde ich einmal im Monat besonders beeindruckende Fragen veröffentlichen – und natürlich antworten, so gut ich kann!

1. Wie verbessere ich die Welt ?

Wenn du dir morgens die Zähne putzt, fängst du schon damit an! Und dann einfach weiter machen: tun, was anliegt. Höre in dich hinein und folge deiner inneren Stimme, nicht dem, was andere für wichtig halten. Die GANZE WELT musst du nicht auf deinen Schultern tragen, es ist auch erlaubt, sie zu genießen. Und wenn du über irgend etwas ganz besonders empört bist, dass du nicht alleine verändern kannst, dann schau mal hier rein, da finden sich Mitstreiter! Mehr zum Thema liest du hier.

2. Wie vertraue ich meinem Mann ?

Wenn du das fragen musst, vertraust du ihm also nicht. Niemand außer dir weiß, woran das liegt: bist du ein misstrauischer Mensch, der niemandem vertrauen kann? Oder hat dein Mann dir Anlass gegeben, ihm zu misstrauen? Erforsche dich selbst und werde dir klar, was du willst und was nicht. Sei dann ebenso klar in deiner Kommunikation: Rede offen mit ihm über alles, was dich bedrückt, aber ohne ihn in die Ecke des Schuldigen zu drücken. Dann bist du schon einen großen Schritt weiter! Und wenn du magst, lies mehr über „Vertrauen und Beziehung“.

3. Was motiviert mich in einem neuen Unternehmen zu arbeiten?

Offensichtlich nichts. Warum lässt du es nicht einfach bleiben? Ohne Leidenschaft geht gar nichts..

4. Was ist eine Beziehung?

Immer, wenn du zu jemandem in Kontakt trittst, beziehst du dich auf ihn: auch zum Bäcker, bei dem du deine Brötchen holst, hast du eine Beziehung. Vermutlich meinst du aber die Beziehung zwischen Mann und Frau: ein länger andauerndes Verhältnis, in dem die beiden einander nicht egal sind, sondern zu zweit ihr Glück suchen. Meist unter Einbeziehung von Erotik, oft mittels großer Ansprüche ans Gegenüber, was einen Berg von Problemen mit sich bringen kann. Deshalb sprechen manche auch von „Beziehungskiste“, was mich auch an „Käfighaltung“ denken lässt.

5. Wer gibt mir Arbeit?

Schaffe dir Arbeit! Beschäftige dich mit dem, was dir Freude macht, lerne dazu, werde immer besser, dann wirst du genau in diesem Sektor auch nützlich für Andere! (Siehe auch: Ist Arbeit nur Mittel zum Zweck?)

6. Wer will Sex mit mir?

„Wer f…. will, muss lieb sein!“ heißt ein alter Spruch. Um zu jemandem lieb sein zu können, musst du allerdings erstmal Kontakt aufnehmen. Und die ödeste Art, das zu tun, ist die explizite Suche nach dem Sexpartner. Frauen mögen es allermeist nicht, allein zur Triebbefriedigung benutzt zu werden – auch dann nicht, wenn sie selbst bedürftig und entsprechend auf der Suche sind. Geh also „raus in die Welt“, zeige dich, beteilige dich, trete in Kontakt – das Erotische schwingt immer mit zwischen Mann und Frau, und wenn es dann „funkt“, dann merkst du es schon! (Wenn das nichts für dich ist, gibts ja noch den kommerziellen Sektor).

Diskussion

Kommentare abonnieren (RSS)
9 Kommentare zu „6 Fragen, die man nur Google fragt“.

  1. Das karakterisiert Google und die Hoffnungen der Menschen die Google nutzen recht gut.

  2. Verstehe ich das hier jetzt richtig? Menschen schreiben solche Fragen in eine Suchmaschine! Vielleicht sollte man in diesem Stadium besser eine Kirche aufsuchen. Nein, ich werde diese Fragen jetzt auch einmal an Google stellen – erinnert mich an 2001 von Stanley Kubrick – dieser selbstdenkende Computer HAL oder so… Wie allein sind wir eigentlich?

  3. Ja, genau so ist das zu verstehen: Menschen stellen Google solche Fragen.

    Allerdings wissen wir nicht, in welchem Geist sie das tun! Als ich selbst das Internet entdeckte, gab ich z.B. „Sinn des Lebens“ ein – ich besuchte dann viele der Seiten, die gefunden wurden und schrieb einen langen Artikel mit dem Titel „Vom Sinn des Lebens zum Regenwurmglück“,  der später bei Philosophie-Studenten sehr beliebt war.
    Oft ist es der reine Spieltrieb, nehme ich mal an. Und auch die Situation, nun wirklich nicht von einem Menschen wegen blöder Fragen angemacht zu werden: die Maschine urteilt nicht.

  4. Das stelle ich mir so vor: Völlig allein in einer riesigen Bibliothek, unbeobachtet mit der Möglichkeit der unbegrenzten Antworten auf alle Fragen. Das Problem daran ist, wir bekommen mehr Informationen in kürzester Zeit als unser Verstand verarbeiten kann. Zum Teil aus dem Zusammenhang gerissen, vielleicht sogar falsch. Das System der Suchmaschine zeigt den meistverlinkten Artikel ganz oben – Ich öffne, lese und glaube, glaube daran was da steht.

  5. Wollte das mal etwas vertiefen und habe folgende Suchanfrage gestellt : „welche fragen stellt man google“ …und da bin ich sehr froh… es gab keinen Suchtreffer… Also müssen wenigstens hier noch die Menschen selber überlegen um Fragen zu stellen… Hätte ja auch sein können, das selbst das auch schon jemand für einen abnimmt… ;-)

  6. Es ist manchmal wirklich erschreckend was man da liest. Diese Fragen sind aber eher noch harmlos ;)

  7. Die schönste Suchanfrage, die ich relativ häufig auf einem unserer Blogs gelesen habe ist: „Wie ist meine Kontonummer?“

  8. @Axel: es steht zu befürchten, dass Google auch darauf bald eine Antwort geben kann…

  9. Can I buy a vowel…

    I haven’t any idea about this blog post. None of it makes sense to me….

Was sagst Du dazu?

*) Pflichtfelder. E-Mail wird nicht veröffentlicht