Claudia am 07. August 2007 — 18 Kommentare

Spiritueller Materialismus

Worum geht es eigentlich in diesem Leben? Die Frage erfordert zwar eine individuelle Antwort, doch kommt sie mir vor allem dann in den Sinn, wenn ich lese, wie andere sich ums „richtige Leben“ bemühen. Dreh- und Angelpunkt solcher Strebungen ist meist das eigene Ich, das gleichzeitig als bloßes „Konzept des Verstandes“ angesehen wird (denn: WO ist das Ich?? Es gibt nichts Substanzielles, an dem wir es festmachen könnten).

Diese Sicht der Dinge schützt nun aber nicht vor dem spirituellen Materialismus, der das eigene Wohlergehen als „ganz bei sich sein“ definiert und idealisiert, und so neue Probleme mit der Außenwelt produziert: Immer wieder sind da Andere, die mit ihren gewöhnlichen Ängsten und Aggressivitäten, mit ihren sozialen Masken und mentalen Verwirrungen die Harmonie stören. Wie unangenehm, von diesem ganzen Wust der Alltäglichkeit berührt und bewegt zu werden!

Entspannt und berührbar

Ich beschreibe, was ich phasenweise an mir selbst erlebte, damals, als die jahrelange Yoga-Praxis mich tatsächlich langsam veränderte: mehr Wachheit im Alltag, mehr Gespür für „feine Schwingungen“ und Stimmungen, ein gleichzeitiges Gewahrsein von „innen“ und „außen“, wobei die Grenzen immer mehr verschwammen. Die regelmäßigen Übungen hatten meine Muskelverpanzerungen nach und nach aufgelöst, meine Atmung normalisiert und verlängert und mich dadurch „durchlässiger“ und sehr viel sensibler gemacht.

Einerseits erlebte ich das als Befreiung von vielerlei Lasten, die ich in Gestalt von Verhärtungen und Verspannungen Jahrzehntelang mit mir geschleppt hatte. Andrerseits war es auch ein Verlust: Kein „dickes Fell“ schützte mich mehr vor den Gefühlen der Mitmenschen, die ich nun sehr viel intensiver mitbekam als je zuvor. Auch Straßen und Plätze, Gebäudeformen und Vegetation, Verwahrlosung oder Gepflegtheit der Umgebung hatten auf einmal sehr viel größere Wirkung auf mein Befinden – es ging soweit, dass ich zuhause deutlich ordentlicher wurde, weil ich so ein „kreatives Chaos“ auf einmal als Belastung empfand. „Yoga als Weg, nun endlich doch zum Spießer zu werden!“, dachte ich in einem Moment innerer Renitenz, doch wurden diese Einsprüche meines „alten Ichs“ immer weniger.

Das lag an den auch fürs „Ego“ einsichtigen Vorteilen, die der neue „Normalzustand“ mit sich brachte: nicht mehr ruhelos und getrieben, nicht automatisch in Erinnerungen und Zukunftsplänen kreisend – ich fühlte mich „ganz entspannt im hier und jetzt“, ein Befinden, das leicht bis hin zu einem ekstatischen Gefühl intensiviert werden konnte, einfach so, durch Gewahrsein des Körpers und des Atems.

Mein Haus, mein Garten, meine Wachheit, mein innerer Friede

Dass ich mit dem vom ZEN inspirierten meditativen Yoga meines Lehrers Hans Peter Hempel eine Praxis übte, die nicht allein den Geist ansprach, sondern auch den Körper „auf die Reise mitnahm“, rettete mich später aus der Falle, die ich „spirituellen Materialismus“ nenne. Eine Haltung also, die mittels spirituell motivierter Übungen und Lebenshaltungen doch nur wieder das eigene Wohlbefinden verbessern und erhalten will: ich, ich, ich und mein Haus, mein Garten, mein Auto, mein innerer Friede, meine frei fließenden Energien, meine Glückseligkeit!

Hier sollte ich vielleicht mal einschieben, dass meine „Gutmensch-Phase“ auch damals schon hinter mir lag. Das Leben hatte mich belehrt, dass „das Böse“ nicht ausschließlich bei den Anderen, sondern auch in mir sein Schattendasein lebt (und Energien zur Verfügung stellt, auf die ich nicht verzichten will). Ich hatte mit mir und all meinen hellen und dunklen Seiten Freundschaft geschlossen und lief nicht Gefahr, nach Heiligkeit oder dergleichen zu streben. Jegliche militante Lustfeindlichkeit, bemühte Askese und angestrengte Nächstenliebe sind mir fremd. Ich spreche nicht von einem „Über-Ich“ aus, das krampfhaft ein guter Mensch sein will, sehe also „spirituellen Materialismus“ nicht als „Sünde“ an, die ich in mir selbst und anderen verurteilen und bekämpfen müsste.

Nicht Sünde, sondern Sackgasse

Es ist vielmehr die Leere, die mir gezeigt hat, dass ausschließliches Streben nach (mentalem, körperlichen, psychischen und spirituellem) Wohlbefinden nirgendwo hinführt, sondern eine Art Sackgasse darstellt.

Sie hat mir gezeigt, dass es gar nicht möglich ist, es sich „nur gut gehen zu lassen“. Sämtliche Wohlgefühle sind nur erlebbar, wenn auch „Unwohlsein“ (=Leiden) in seiner Vielfalt erfahren wird. Das ist das Wesen der Dualität, aus der wir als ganze Menschen nicht AUSSTEIGEN können. Jeder neue Level harmonischen Wohlbefindens verflacht zu „nichts Besonderem“, wenn wir uns da nicht auch wieder heraus reißen lassen und die dunkle Palette der Gefühle und Empfindungen spüren – etwas, das nicht mehr „automatisch“ geschieht, wenn man „zuhause aufgeräumt“ hat, sondern allenfalls als „Zumutung der Welt“ bzw. Einflüsse der Mitmenschen mit ihren oft ausgesprochen negativen Gefühlszuständen erlebt wird.

An dieser Stelle „die Schotten dicht“ zu machen, ist ein Fehlweg, gerade weil er funktioniert. Denn wenn ich mich dem unerlösten Leiden meiner Mitmenschen verschließe, strande ich alsbald in der Leere, die sich schleichend in „Wüste“ verwandelt: die Wunschmaschine im Kopf erfüllt nicht mehr mit Sehnsüchten, von außen lasse ich nichts an mich heran, und bemerke dann kaum, dass ich am entspannt-harmonischen „bei mir selbst sein“ schon festklebe wie „der Alltagsmensch“ an seinen materiellen Besitzständen – ein Festhalten, das das Wohlbefinden zerrinnen lässt und Schicksalsschläge geradezu heraus fordert, genau wie es Wege in die Neurose und exzessives Suchtverhalten eröffnet.

Das Leiden mitfühlen

Hier zeigt sich dann der Nutzen einer auch KÖRPERLICHEN Übungspraxis: Es ist nicht so schwer, negative Gefühle zuzulassen, wenn man weiß, dass sie (unbekämpft!) auch sehr schnell wieder verschwinden. Eine Muskulatur, die Entspanntheit als Normalzustand kennt, verkrampft sich zwar bei entsprechenden Impulsen in eben jener Weise, wie es das Empfinden von Ärger, Groll, Wut etc. erfordert, kehrt aber schnell wieder zum entspannten Zustand zurück – ganz „von selbst“.

Damit sind dann auch diese Gefühlswallungen wieder verschwunden. Was bleibt ist das „Mitfühlen des Herzens“, das in der Regel durch Gefühle wie Wut und Ärger nur abgewehrt werden soll. Das Leid des Mitmenschen einfach mitfühlen, ohne zu verurteilen, ohne sich abzuwenden und ohne in hektisches „Problem lösen wollen“ zu verfallen, ist keine leichte Übung, doch machbar, wenn man weiß, dass es keine Alternative gibt.

Was sollte man denn auch sonst in diesem Leben anderes tun, als sich vom „Leid der Welt“ ergreifen und in Bewegung versetzen zu lassen? Einfach „nur genießen“?? Versuche es und es wird dir ergehen wie König Midas, dem alles, was er berührte, wunschgemäß zu Gold wurde – bevor er dann verhungerte, weil Gold nun mal nicht nahrhaft ist.

Diskussion

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18 Kommentare zu „Spiritueller Materialismus“.

  1. Liebe Claudia,

    danke für den erfrischend tiefgründigen Beitrag. Das mit der Dualität führe ich mir auch immer wieder vor Augen. Ohne „das Böse“ wäre der Begriff „das Gute“ auch völlig sinnlos. Obwohl ich denke, daß man/frau, um diesen Artikel „genießen“ zu können, schon eine Menge Erfahrungen im Leben verarbeitet haben muß, maile ich einen Link meiner 19-jährige Tochter. Bin gespannt, ob sie damit schon was anfangen kann.

    Toni

  2. Materialismus…

    Im heutigen Beitrag ihres Digital Diary kritisiert Claudia Klinger — ganz zu recht — den weitverbreiteten spirituellen Materialismus. Die Anhänger dieser Geisteshaltung schätze ich so auf runde 5% der Bevölkerung. Bei den restlichen 95% handelt…

  3. Liebe Claudia,

    bezüglich dem Thema „Spiritueller Materialismus“, dass Du so ehrlich und ernst beschrieben hast, gibt es das Buch von Chögyam Trungpa Rinpoche, indem er viele Spielarten des raffinierten Selbstbetruges aufdeckt.

    Du hast es hier so klar beschrieben: „(…)und bemerke dann kaum, dass ich am entspannt-harmonischen “bei mir selbst sein” schon festklebe wie “der Alltagsmensch” an seinen materiellen Besitzständen – ein Festhalten, das das Wohlbefinden zerrinnen lässt und Schicksalsschläge geradezu heraus fordert, genau wie es Wege in die Neurose und exzessives Suchtverhalten eröffnet.“

  4. @Toni: eher nicht! Mit 19 war ich noch auf einem ganz anderen Stern – vor allem hätte ich nicht den Schimmer einer Ahnung gehabt, was „bei sich selbst sein“ bedeutet. Bzw. ich hätte kopfschüttelnd angemerkt, dass ich doch IMMER bei mir bin, ja wo denn sonst???

    Und auch wenn ich die Frage akzeptiert hätte, hätte ich Stein und Bein geschworen, dass ich ganz besonders „bei mir“ bin, wenn ich GEGEN etwas antrete, was mir von den Altvorderen serviert wird! Wenn ich ANDERS bin als die Alten, die Herrschenden, der Mainstream, die „breite Masse“… dass ich mich ständig anstrengte, bei meiner „Szene“ gut anzukommen, meinen Freunden zu gefallen und für meine aktuelle Liebe der Hit zu sein, wär mir gar nicht aufgefallen – und wenn, dann hätt ich genau DAS als Selbstverwirklichung gerühmt!

    Und all das ist für dieses Alter total richtig! Anders hätten sie nämlich keinen Elan, die Welt zu verändern – und das liegt ja immer noch an. :-)

  5. @Claudia: Ich versteh genau, was du meinst (bin ja in etwa dein Jahrgang). Aber die 60/70ger Jahre, als wir für uns die Welt entdeckten und alle Erwachsenen entsetzlich engstirnig und verspießt fanden, ist vollkommen verschieden von dem Lebensgefühl derjenigen, die nach der Jahrtausendwende Jugendliche sind. Und natürlich auch andere Eltern haben als wir hatten. Hoffe ich zumindest. Bin gespannt, was meine Tochter dazu sagt.
    Hallo Tochter, bitte melden,

    ruft Toni in das www

  6. Hi Claudia,

    hier ein link zu einem fiktiven Interview mit dem Teufel selbst. Auf wenigen Seiten wird hier das Thema Dualität sehr kompetent und witzig abgerundet. Aufmerksame Lektüre ist empfehlenswert.

    http://www.hpz.com/neale-donald-walsch-parodie.pdf

    viel Spaß und Erkennen beim lesen

    Hermann

  7. Hallo Claudia,

    es gibt eben Epikuräer und Asketen – und vieles, vieles dazwischen
    – so soll doch einfach jeder „nach seiner Fasson sehlig werden“.

    Ich glaube, daß das in der amerkianischen Verfassung verankerte
    Recht auf Streben nach Glück schon seine Berechtigung hat, nach der einen oder eben nach einer anderen Methode.

    Gruß Hanskarl

  8. @ Hermann
    Ein netter Dialog mit dem Teufel….Aber genauso unwirklich wie ein Dialog mit Gott.

    Ja, man erlebt oft Menschen, die durch Spiritualität ein „ganz bei sich sein“ erworben haben und dabei nicht merken, dass sie ihre Mitmenschen vor den Kopf stoßen, dass sie egoistisch und schwierig werden. Gleichzeitig kenne ich aber auch Menschen, die genau aus diesem Grund und aus diesem Wissen heraus keinen Weg zu sich selbst finden (wollen) und sich in der Außenwelt von ihren Selbst-Unsicherheiten auffressen lassen.
    Beides hat seine Berechtigung, „ich bei mir“ und „ich in der Welt“.
    Die Balance ist es, die Spannung zwischen zwei Polen, die manche Menschen nicht aushalten können.

    Spirituelle Bücher und besonders die Menschen, mit denen ich über meine spirituellen Neuentdeckungen reden kann, helfen mir oft, wenn ich in der Welt, durch welche Umstände auch immer, glaube, mein Standbein verloren zu haben. Dann ist Spiritualität eine Möglichkeit aber kein Rezept.

    Jane

  9. Die negativen Gefühle zuzulassen, weil sie ja (schlau, schlau!) dann von selbst wieder verschwinden, nach dem dualen System der Dinge, ist auch nur eine feine Variante „bei sich zu bleiben“, „positiv zu denken“ und das Negative, Andere, Disparate nicht an sich heranzulassen, sondern es zu seinem Vorteil zu arrangieren, – so wie das die feineren oder gröberen „Materialisten“ auch tun; ein sehr irreführendes Wort übrigens, weil zu jedem Materialisten ein (oft uneingestandener) Spiritualist in Bezug auf das eigene Ich gehört (und umgekehrt)… Selbst an der Börse weiß man, dass man ab und an Verluste in Kauf nehmen muss und der Markt keine Einbahnstraße ist; no risk no fun, gell?

  10. Dass die Dinge sind, wie sie sind, ist keine „Methode“, man kann es bemerken oder nicht, das ändert an der Sache selbst nichts: Gefühle kommen und gehen, das ist nun mal ihre NATUR.

  11. Hi zusammen,

    folgenden Spruch von Epiktet, dem ich schon in meiner Jugendzeit in einem selbstgebastelten Holzrähmchen zu Ehren verhalf, habe ich kürzlich beim kramen in einer alten Kiste wiedergefunden und ihn froh schmunzelnd, weil er mir wie ein verschollen geglaubter weiser Freund wiederbegnet ist, sogleich an die Wand neben der Tür genagelt :

    ****
    Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen,
    sondern ihre Meinung über die Dinge.
    Wenn wir also auf Schwierigkeiten stossen,
    in in Unruhe und Kümmernis geraten,
    dann wollen wir die Schuld niemals auf einen Andern schieben,
    sondern nur auf uns selbst,
    das heißt auf unsere Meinung von den Dingen.
    ****

    Tja, die Grundwahrheiten sind und bleiben einfach, werden niemals alt und müssen auch nie neu erfunden werden… :-)

    Gruß Micayon

  12. Systeme werden gemeinhin durch Bestands-Parameter definiert. Sie zu erhalten wäre immanentes System-Ziel. Was aber, wenn ein System seine Bestands-Parameter verändern kann? Und will, oder: muß?
    Oder, anders gesagt: Wenn nichts ist, wenn alles kann, nichts muß: was ist denn dann?
    Wenn alles fließt, was heißt dann: fließen?
    Wenn nichts gewiß, was heißt dann: ungewiß?
    Oder alles Reden dann doch nur: Jargon?
    Das Quaken eines Frosches, bevor die Katze ihn sich nimmt?

  13. @Toni & Claudia
    Folgendes mailte mir meine Tochter:
    „Da geht die Claudia aber radikal gegen an, dass ich schon was mit dem Atikel anfangen kann. Solange sie es nur auf sich bezieht ist ja ok und ich denke auch, dass so was wenige in meinem Alter interessieren wuerde aber ich konnte doch einiges damit anfangen. Ich schaetze, man muss schon tiefgruendiger und vlt philosophischer sein als viele andere in meinem Alter, aber ich bin mir sicher, dass R. schon oft so was gedacht hat, was die Klinger da anspricht und ich denke J. wuerde auch was damit anfangen koennen.
    Ich kann mich noch ziemlich gut dran erinnern, dass ich mich mit R. drueber unterhalten habe, warum man nicht einfach immer gluecklich sein kann. ich denke, dass war in der Zeit nach Ms Tod, wo ich mir sehr viele Gedanken darueber gemacht habe (jetzt hat es sich wieder relativiert). Man wuerde sich an das Gluecklichsein gewoehnen. Und dann waere es nichts besonderes mehr. Wir wuerden es sozusagen gar nicht mehr empfinden.
    Wer weiss, vlt sind wir ja immer gluecklich? Bekommen es nur gar nicht mit, weil wir immer und immer mehr wollen?“

  14. Eine weise Tochter hast du da! ;-)

  15. […] erleuchtet? Nur der, der im Leben stirbt. Abseits bewusst spirituellen Strebens (das ja oft genug im Geist des “Nice to have” statt findet) geschieht dieser Tod im Leben dann, wenn das “nach Freude streben” […]

  16. Ein spannender Artikel. Ein ExFreund von mir ist Marxist, und bei dem Thema Materialismus und Spiritualität konnten wir nie auf einen Nenner kommen. Ich werde mir wohl mal Trungpas Buch bestellen.
    Ich bin auf einer spirituellen Suche.
    Kein Mensch bewegt sich im luftleeren Raum! Etwas Wesentlich Spirituelles ist es, das nicht zu vergessen.
    Übrigens bin ich auch erst 18 Jahre alt.

  17. @ira: Um mit einem Mann glücklich zu sein, braucht man nicht in jeder Hinsicht mit ihm „auf einen Nenner kommen“. Aber zugegeben: das ist eine Sicht der Dinge, die ich auch erst so ab 40 tatsächlich LEBEN konnte. :-)

    Was suchst du, das du als „spirituelle Suche“ beschreibst?

  18. […] esoterische Lobpreisungen eines MÖGLICHEN gesteigerten Daseins, plus Rezepte, wie man das HABEN, erringen und erleben kann. Und natürlich Kurse, Bücher, Workshops, mindestens aber der […]

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