Heute morgen las ich in der Frankfurter Rundschau einen Artikel von Dierk Hirschel zum Fehlschlag der Sparpolitik. Da schreibt er:
„Jetzt erkennen selbst hart gesottene Verfechter des Sparens, dass der Schrumpfkurs nicht zum Ziel führt. Deswegen lautet Merkels neue Zauberformel: „Sparen und Wachsen“. Die Berliner Zauberformel kann nicht wirken, da das Spardiktat jegliches Wachstum im Keim erstickt. Im Euroland kürzen die Kassenwarte bis 2013 rund 600 Milliarden Euro. Dadurch schrumpft das Sozialprodukt des gemeinsamen Währungsraums um ganze sieben Prozent, davon über zwei Prozent allein im laufenden Jahr. In Griechenland zerstört die Kürzungspolitik ein Viertel des Sozialprodukts. In Spanien und Portugal kostet das Spardiktat ein Siebtel der Wirtschaftsleistung. Kurzum: Ohne einen Stopp der Kürzungspolitik kommt die europäische Wirtschaft nicht mehr auf die Beine.“
FR, 11.6.2012
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Stimmt! Der Unmut über die Altparteien ist derart angewachsen, dass die junge Piratenpartei sich fast alles leisten kann, was ansonsten massiv Minuspunkte bringt. Zuwenig Programm, wilde Streitereien, chaotische Strukturen, seltsame Mitglieder, ADHS, (noch) keine Antworten auf drängende Fragen – trotz alledem liegen die derzeit ausgegebenen Mitgliedsnummern schon über 30.000 und die Umfragen sehen die PIRATEN mit ziemlicher Sicherheit im nächsten Bundestag.
Nicht nur die Piraten machen was mit „Social Media“, auch der Tanker SPD (der sich schon Ende 2007 die Domain „transparenz-und-teilhabe.de“ unter den Nagel gerissen hat) lässt sich nicht lumpen: Die „Crowd“ in Gestalt von 4497 Facebook-Mitgliedern durfte Entwürfe für ein Wahlplakat einreichen und dann abstimmen.