Claudia am 10. Dezember 2022 — 22 Kommentare

Was mach‘ ich mit dem Smartphone?
[Und Ihr?]

Wie nennt Ihr das Ding, das die meisten von uns mit sich herum tragen: Handy oder Smartphone? Jenny hat kürzlich in den Kommentaren Jörg Schieb lobend erwähnt, der zwischen Handy und Smartphone noch einen Unterschied macht. Für mich sind das alles Handys: die alten nur zum Telefonieren und die neueren Generationen, mit denen man wesentlich mehr anfangen kann. Jenny schrieb dann weiter:

„Ich bin mit Nokia-Geräten aufgewachsen. Smartphones empfinde ich als nicht langlebig und robust genug. Und „Smart“ als Marketing-Buzzword suggeriert Menschen mit Englischkenntnissen, dass es eine schlaue Idee sei, allem einen Internetanschluss zu verpassen.“

Dieser beeindruckende Purismus inspiriert mich, einfach mal meine eigene Smartphone-Nutzung zu verbloggen. Vorab mal meine Handy-Historie, die Ihr aber auch (überspringen) könnt!

Ein Nokia-Knochen war auch mein erstes Handy. Ich bekam es 1999 als Geburtstagsgeschenk und hatte eigentlich keine Verwendung dafür. Damals lebte ich zwei Jahre auf dem Land, weil ich unbedingt mal raus aus Berlin wollte. Im Dorf nahe Schwerin, in dem ich gelandet war, saß ich ebenso vor dem heimischen PC wie zuvor, aber immerhin mit Ausblick und Auslauf ins Grüne.

In Gottesgabe, Gutshaus und Ausblick
Weil ich mich nicht viel weiter als bis zum nächsten Supermarkt bewegte und alle Ausflüge mit meinem Lebensgefährten unternahm, dümpelte das Handy in der Schublade. Meist war der Akku leer, doch wenn ich ihn mal auflud, dauerte es immerhin recht lange bis zum Ende!

Der Einstieg ins Smartphonzeitalter passierte dann eher beiläufig, ich glaube es war ein ACER (Android 2.3), das mir ein Freund gezeigt hatte. Immerhin jetzt mit „richtigem“ Bildschirm und allerlei Apps. Noch immer wusste ich nicht, wozu man all das Zeug brauchen sollte und spöttelte gerne über die Heavy User, die „für alles eine App“ am Start hatten.

Das Verständnis kam erst nach und nach, jeweils mit einem Schub im Urlaub. Aber so richtig nutze ich das Smartphone erst seit dem Sony Z3 und dem jetzigen: Ein Huawai P20pro, das letzte Modell, das nicht unter die US-Sanktionen gefallen ist und noch alle Google-Dienste mitmacht.

Wofür ich das Smartphone nutze

Das Smartphone, das ich meistens Handy nenne, ist für mich mittlerweile der Mini-Computer, den ich für vieles nutze, was keinen großen Bildschirm braucht, sowie für vieles, was NEBEN der PC-Nutzung stattfindet.

  1. Telefonfunktion: Am allerwenigsten brauche ich das Ding zum Telefonieren. Ich maile lieber, schicke SMS oder kommuniziere über DM auf Twitter. Im Lauf der Jahre ist es etwas mehr geworden, so für kurze Abstimmungen mit dem Liebsten mit Inhalten wie: Bringst du bitte H-Milch mit? Was war es für ein altes Handy, das ich dir mal überlassen habe?
  2. SMS:  Für kurze Abstimmungen, Verspätungsmeldungen vor Besuchen, zunehmend für die immer häufiger verlangte „2-Wege-Identifizierung“ beim Einloggen (Bank, Google, Lieferando etc.)
  3. Banking-App: Auch für 2-Wege-Authentifizierung, fürs Bestätigen von Überweisungen etc.
  4. Google fragen:  Oft ergeben sich in Gesprächen reine Wissensfragen, z.B. im Garten, ob diese oder jene Pflanze eigentlich gedüngt werden will und wie oft. Aller erdenklichen Fragen hab‘ ich bei solchen Gelegenheiten schon gestellt, quer durch Wirtschaft, Politik, Geschichte, Wissenschaft, aktuelle Ereignisse und und und.
  5. News / Twittern / Blogs lesen:  unterwegs in der U-Bahn, im Wartezimmer beim Arzt (wie angenehm, dort nicht mehr auf veraltete oder sowieso unterirdische Print-Magazine angewiesen zu sein!)
  6. Fotografieren:  Die für ein Smartphone großartige DigiCam war der Grund, warum ich das Sony-Handy gegen das Huawei getauscht habe. Ich fotografiere hauptsächlich im Garten und im Urlaub, aber auch auf anderen Wegen lernte ich es zu schätzen, die Cam „sowieso dabei“ zu haben und nicht das halbe Kilo BridgeCam mitschleppen zu müssen. Fürs Web reicht die Qualität der Bilder und mehr brauche ich eigentlich nicht.alte Badewanne, bemalt
  7. Pflanzen bestimmen:  Mit der PlantNet-App kann ich im Garten oder beim Spaziergang eine unbekannte Pflanze ablichten und erfahre sofort, was es für ein Gewächs ist – ganz toll!
  8. Google-Map/Router:  Vor allem im Urlaub wichtig, auch um sich gelegentlich führen zu lassen. Anders als in gedruckten Plänen findet man auch Restaurants, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. (Google hat mich schon interessante Abenteuer in wirklich sehr abseitigen, wilden Gegenden Italiens erleben lassen!)
  9. Booking.com: Im Urlaub von Unterkunft zu Unterkunft – zur Kommunikation mit den Gastgebern/FeWo-Vermietern.
  10. DLF-Audiothek:  Derzeit ist das meine morgens-noch-im-Bett-News-App. Manchmal lass ich den DLF auch weiter laufen, wenn ich schon am PC sitze und arbeite.
  11. Hörbücher:  Mit der Audible-App höre ich gelegentlich Sachbücher und neuerdings die tollen Achtsam-Morden-Krimis (Hörprobe). Nicht morgens, sondern abends vor dem Einschlafen. Hat eine praktische Schlaffunktion, mit der man das Beenden der App voreinstellen kann. Als ich noch im Fitness-Center war, hab ich kurzzeitig das Sporteln mit Musik entdeckt – bevor das zur Praxis wurde, kam Corona. Für Spaziergänge wg. Gesundheit (nicht jetzt bei dem Wetter!) plane ich, die immer gleiche Strecke künftig mit Hörbuch weniger gelangweilt zu überstehen.
  12. Wecker: ist für die ganze Woche voreingestellt, oft drücke ich noch „weiter schlummern“.
  13. Timer: Brauche ich häufig in der Küche. Habe auch eine analoge Eieruhr, die ich zusätzlich nutze.
  14. QR-Scanner: Eher selten, aber gelegentlich lese ich diese QR-Codes aus, um zu einer erweiterten Info zu kommen.
  15. Kinokarten: Ja, hab ich schon mitgemacht, aber sicherheitshalber hatte ich doch einen Ausdruck dabei! :-)
  16. Mailen:  Für Zeiten der Abwesenheit von zuhause hab ich mir Apps für meine Mail-Accounts eingerichtet. Allerdings betreibe ich dann kein übliches Mailen, ich bin wirklich ABWESEND. Es ist mehr für Notfälle gedacht, einem Sicherheitsbedürfnis geschuldet.
  17. Tracking: Ich lasse mich von Google tracken und kann dann den Monatsbericht sehen: Viel Bewegung ist da nicht! Ich lasse das stattfinden, weil wenigstens irgendwer wissen soll, wo ich zuletzt war, sollte ich wider erwarten abhanden kommen. Damit das nicht nur eine Software ist, teile ich den Standortverlauf mit dem Liebsten.
  18. Vorbei: Corona-Warn-App, Cov-Pass-App, Luca-App:  Letztere hab ich nie gebraucht, die erste hat mich paarmal gewarnt, die Pass-App hatte ich für den Urlaub drauf, sicherheitshalber.

Tja, ist ja doch mittlerweile eine ganze Menge, was ich so mit dem Smartphone mache! Es wird auch deutlich, dass mein Sicherheits- und Kontrollbedürfnis mit dem Alter gewachsen ist. Die häufig gesehene Nutzung „Musik hören“ oder Telefonieren beim Gehen ist dagegen nicht so meins. Vielleicht wird’s was mit den Hörbüchern bei Spaziergängen, mal sehen, was der Frühling bringt.

Um zum Schluss Jenny zu antworten:  Es ist bei vielen Dingen sicher KEINE GUTE IDEE, ihnen einen Internet-Anschluss zu verschaffen. Beim Handy, das dadurch zum Smartphone wurde, ist es aber wirklich großartig und erweitert den Handlungsspielraum erheblich!

Diskussion

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22 Kommentare zu „Was mach‘ ich mit dem Smartphone?
[Und Ihr?]“.

  1. 5) News / Twittern / Blogs lesen: unterwegs in der U-Bahn, im Wartezimmer beim Arzt (wie angenehm, dort nicht mehr auf veraltete oder sowieso unterirdische Print-Magazine angewiesen zu sein!)
    Da hatte ich früher ein Taschenbuch dabei. Zur Zeit muss ich kaum warten, daher habe ich meistens nichts dabei, das Handy an der Gardarobe in der Jacke.

    6) Nachdem ich meine kleine Panasonic verlor, fotografiere ich nur noch mit dem Handy, es sei denn ich bin auf Insektenpirsch.

    Meine Nutzung:
    Spotify läuft seit kurzem auf dem Handy. Will gleich mal guvcken, was Tony Levin rausgebracht hat, hatte ihn ja mal in Frankfurt gesehen, ist ne Weile her.

    Taschenlampe, in einem niedrigen Tunnel auf Kreta.

    Termine verwalten

    Whatsapp-Austausch

    Telefonieren mit Freunden, oft in Dreierkonstellation.

    Checken Blog

    P.S.:
    2001 habe ich mich gewundert, wie vor Ubahnstationen in Tokio EINJEDER und nahezu zeitgleich GEFÜHLT auf sein Phone starrte. Das Phone war damals immer Bestandteil jeder Werbung.

  2. Telefonieren
    SMS
    Signal
    Zeit Abo und überhaupt News lesen
    Onlinebanking
    Onlineshopping
    Schnappschüsse (fürs richtige Fotografieren nutze ich dann doch lieber eine gute Digicam)
    Wikipedia
    YouTube Musik selten
    Spotify täglich und häufig
    Happy Glass
    Mails checken, lesen und ab und zu beantworten. Nur wenns aufwändig wird, gehe ich dafür an den Laptop.
    Ganz wichtig: Passwort Manager für alle Passwörter
    Kontakte nicht nur für Telefon sondern auch Mail-Adressen und postalische.
    Google Maps für Navigation
    App von ÖPNV für Ticketkauf
    Fitnessdaten speichern über die SmartWatch
    AntennaPod für Podcasts
    Ab und zu Rechner, Taschenlampe und Timer
    CovPass
    Drive
    Speichern von Covid Testergebnissen über Mail und Screenshots
    Doctolib
    Kinderarztapp
    Familylink
    Salfeld Kindersicherung für Smartphone der Tochter
    Drucker

    Ist schon einiges, was da zusammen kommt.

  3. Ich habe gar kein Smartphone…

    … aber ein Handy. Ein ziemlich altes Sony W610i in der Größe eines Schokoriegels, das neben SMS und Telefonieren eine kleine Kamera hat, die mit ihren lächerlichen 2 Megapixeln überraschend gute Bilder macht. Außerdem ein sehr guter MP3-Player, Kalender, Adressbuch, Rechner, Leuchte usw… Was ich noch öfters nutze, ist die gute alte MMS – die im Januar deaktiviert wird. Ja, vielen Dank auch dafür!
    Am Smartphones stört mich die Größe, die kurzen Akkulaufzeiten, die mangelnde Reparierbarkeit, die Tatsache, daß wohl sehr viel über Firmen geht, die ich ablehne – beispielsweise Google und Facebook, die kurze Lebensdauer und die unglaublich langweilige Optik, sehen ja inzwischen alle gleich aus. *gähn*
    Und die allgemeine galoppierende Verblödung meiner Umgebung. Manche scheinen das Denken inzwischen komplett dem kleinen Kasten zu überlassen.

  4. Als Dinosaurier habe ich weder Smartphone noch Handy.

    Es geht mir ähnlich wie Holly und da langen mir die dienstlichen Wanzen mehr als genug, an denen ich nicht vorbeikomme. Und auf den Dingern speichere ich amtlich nichts Persönliches und die kommen selbst daheim nur in das Gastnetz.

    Mit den Akkulaufzeiten kann ich Holly zwar nicht zustimmen, denn die sind bei den smarten Dingern m.E. nicht kürzer als bei herkömmlichen Handys. Das hängt eher vom Nutzer ab. Wer natürlich ständig alle Verbindungen aktiviert hat und dann zig Apps offen lässt, muss sich nicht wundern, dass die Dinger ständig down sind.

    Für Fotos ziehe ich die SLR vor und Lesen findet bei mir ebenfalls bevorzugt in analoger Form statt. Podcasts etcpp. gehen auch am PC/Laptop und dann mag ich das nicht „so nebenbei“ beim Verrichten anderer Dinge. Ganz ähnlich ist das wie die Seuche Musikhören per Ohrhörer und sich damit auch aus der Welt in seinen eigenen Tunnel beamen. Ich will meine Umgebung bewusst erleben genauso wie ich bewusst abschalte, wenn ich mich der Muße Lesen, Musik was auch immer hingebe.

    Was mir bei den smarten Dingern am meisten aufstößt, ist diese selbstverstärkende Abhängigkeit, die bei vielen wirklich Suchtcharakter hat. Keine Minute ohne auf das Teil zu starren; ständig bimmelt oder vibriert es; man quatscht Sprachnachrichten außer für den Empfänger für seine gesamte Umgebung und geht der damit auch noch auf den Senkel; Kommunikation findet zwar nicht mehr von Person zu Person statt, dafür nur noch per Flachmann, einen Großteil seiner Zeit und seines Wegs mäandert man blicklos als Smombie durch die Welt uswusw. Das ist zwar ein düsterer Blick, aber leider ist das so, weil es für Etliche nicht Teil, Nutzen und Bereichern des lebens ist, sondern gefühlt nahezu dessen gesamter Inhalt.

  5. Ich nutze mein Smartphone nur für wenige Dinge:
    telefonieren per Festnetz und mobil
    einreichen von Rechnungen bei meiner Krankenkasse
    abfragen von Mails
    fotografieren
    verwalten von Terminen und Erinnerungen
    SMS
    verwalten meiner Passwörter
    und natürlich whatsappen

  6. Dazu kommt noch:
    jumingo – super für Paketversand
    untis mobile – App der Schule für Stundenplan, ausgefallene Stunden etc.
    App meines Mobilfunkanbieters
    Fritzbox app
    Alexa – nutze ich extrem selten
    Volume booster
    PayPal
    Reddit – kommt demnächst wieder runter. Ist langweilig
    Foldplay für gespeicherte Musik
    Galerie und Notizen von simplemobileapps
    Notizen von google, die ich nach Bedarf mit anderen teilen kann
    Moia
    Dropbox
    ebay Kleinanzeigen
    Threema – nutzt aber kaum noch jemand
    Teams
    Excel und Word
    vlc Player
    zoom
    Als kleine Spiele noch flow free und roll the ball
    Kein WhatsApp , FB, Twitter oder Instagram. Interessiert mich nicht.

    Ehrlich gesagt verstehe ich die Kritik zum Teil nicht. Das Smartphone ist eine extrem kompakte Schalt-, Verwaltungs- und Kommunikationszentrale. Die Paranoia hinsichtlich Abhören ist maßlos übertrieben. Man sollte sich selbst nicht so wichtig nehmen. Musikhören über Smartphone und Spotify ist super. Ich stoße auf Sachen, die ich sonst nie entdeckt hätte. 2 Stunden beim Sport können sonst lang werden. Zusätzlich kann ich noch in den Öffis Zeitung lesen. Mich wundert es nicht, dass so viele beim Bus – und Bahnfahren aufs Smartphone schauen, sie lesen (irgendwas) oder spielen Tetris und co. Was haben die Leute früher gemacht? Zeitung gelesen und Löcher in die Luft geguckt – ganz toll!

    Mich erinnert die Diskussion doch stark an die in den 70ern, als das Aufkommen des Walkman den Untergang des Abendlandes bedeutete.

  7. Bordkarten lasse ich mir mittlerweile auch aufs Smartphone schicken.
    Billiger-Mietwagen App. Kommt ab und zu vor, dass ich einen brauche.
    loyal app für ein super Restaurant, dass die Karte nicht mehr physisch am Tisch hat, sondern nur online über die App anzeigt.
    Temple run.

  8. Ich wüßte aber nicht, daß ein Walkman jemals was in die Welt ausgeplaudert hätte.
    Das ist übrigens noch ein Punkt, der mich auf die Palme bringt – daß ich mich entschuldigen muß, weil ich diese Dinger ablehne und stellenweise bzw. immer häufiger das Gefühl haben muß, kein Mensch mehr ohne das Sch….-Ding zu sein!
    Man wird behandelt, als ob man geistig minderbemittelt wäre.

    Zu der Datenautobahn, die diese Dinger hinterlassen, will ich schon gar nichts mehr sagen – aber der Satz, daß man sich selbst nicht so wichtig nehmen sollte, ist doch ein wenig … blauäugig.

  9. Na toll, da ist ja einiges zusammen gekommen, danke Euch!

    @Gerhard: „kleine Panasonic“ verloren? Ich hab ne Lumix DMC LX5, mit der ich nie warm wurde. Will ich verkaufen, bei Interesse Email!

    @Behan: Wow, ein Heavy User! „Happy Glas“ hab ich gegoogelt, so ’ne Art Tamagochi in Glasform? Für Dropbox, Excel, Word würde ich den großen Bildschirm vorziehen!

    @Holly: Es gibt immerhin das Fairphone, das ist reparierbar. Kaputten Screen und leeren Akku tauschen geht auch bei vielen gängigen Modellen. Und es gibt durchaus mehrere Größen – zu klein KÖNNEN sie eher nicht werden bei den Nutzungsanforderungen.

    @Siewurdengelesen: Die von dir kritisierten Verhaltensweisen finde ich ganz ebenso unangenehm! Wenn so ein Swombie auf mich zukommt, weiche ich nicht aus, sondern bleibe irgendwann stehen und schaue, ob er mit mir kollidieren wird! :-) Die verblüfften Gesichter 60 cm vor mir sind schon lustig! Auch kann ich das Smartphone noch immer zuhause vergessen und gerate NICHT in Panik – ist sicher auch eine Sache der Sozialisation und des Alters. Das PrintLesen hab ich quasi verloren mit schlechter werdender Sehfähigkeit – da hätte es dann immer die richtige Kombi von Lesebrille, Lichtquelle und Sitzmöbel gebraucht. Da war es dann leichter, zu hören…

    @Horst Scheuer: „verwalten meiner Passwörter
    und natürlich whatsappen“ – genau das mach ich NICHT. Ist mir zu unsicher und Whatsapp zu sehr in Verruf geraten. Habs mal kurz genutzt weil eine Verwandte unbedingt wollte. Ist mir dann aber auf die Nerven gegangen, weil sie dauernd Bildchen, Grafiken, „Lustiges“ aller Art sendete – echt nervig! Zum Glück hatte ich weiter keinen Grund für Whatsapp.

    @Behan: und noch mehr Nutzungen… wow! Ich hab mal das Spiel Angry Birds probiert (bin an sich keine Spielerin), wurde aber schnell langweilig. Ja, früher hat man in Bus und Bahn Zeitung oder Buch gelesen – da seh ich jetzt auch keinen großartigen Unterschied zu heute, ist halt anderer Stoff und durchaus sehr verschieden (wie man auch hier sieht).

  10. @Claudia: nein, ein Spiel, bei dem man Wasser so lenken muss, dass es in ein trauriges Glas läuft, bis es wieder happy ist. Sehr kurzweilig und durchaus knifflig. https://www.google.com/search?gs_ssp=eJzj4tVP1zc0TEsyKExLyk0yYPTiykgsKKhUSM9JLAYAcwAIrQ&q=happy+glas&oq=happy+glas&aqs=chrome.1.69i57j46i512j0i512l7.6735j0j7&client=ms-android-dt-de-revc&sourceid=chrome-mobile&ie=UTF-8

    Ja, es sind viele Apps aber die meisten sind ab und zu bis selten in Gebrauch. Telefon, Mails und Chrome mit Zeitung und News sowie Spotify sind täglich in Nutzung. Der Rest bei Bedarf, was heißt auch mal 6 Monate gar nicht. Google (habe ein Pixel) ist so nett und informiert mich regelmäßig darüber, welchen Apps sämtliche Berechtigungen entzogen wird, weil ich sie zu lange nicht genutzt habe.

    @Holly: Dabei ging es mir auch eher um den Kulturpessismus, der bei den Klagen über die Smartphone-Nutzung ständig mitklingt. Darüber hinaus finde ich es interessant, dass Du meinst, Dich rechtfertigen zu müssen, kein Smartphone zu benutzen. Ich kriege eher (auch hier wieder) das Gegenteil zu hören: die Musik klingt nicht gut, sie muss so und so klingen, das und das ist doch am PC viel besser (für word und Excel stimmt das absolut. Aber den habe ich nicht ständig dabei.) Aber die Daten! Ja, was ist mit denen? Manchmal denke ich mir, es wäre besser, alle Daten, restlos alle öffentlich zugänglich zu machen. Ohne Ausnahme. Von jedem. Was würde im schlimmsten Fall passieren? Die Welt untergehen? Glaube ich nicht.

  11. @claudia, zu whatsapp: du schreibst: Habs mal kurz genutzt weil eine Verwandte unbedingt wollte. Ist mir dann aber auf die Nerven gegangen, weil sie dauernd Bildchen, Grafiken, „Lustiges“ aller Art sendete – echt nervig!
    So etwas habe ich auch, man kann es schlicht ausblenden. Diese bekannte schickt permanent seflies,brauche ich nicht

  12. Ach, vergessen, obwohl wichtige Nutzung:
    12. Fotografieren

  13. @Boris: da scheint was schief gegangen zu sein. 1 – 11 fehlt.

  14. Jo, den eigentlichen Kommentar mit 1-11 habe ich abgeschickt… und er scheint irgendwo im Datennirwana verlorengegangen zu sein. Ich versuche mal zu rekonstruieren:

    Ich also: Handys von 1999 bis 2012, ab 2012 dann Smartphones. Jetzt Xiaomi… genutzt wie folgt:
    1. Telefonieren eher wenig
    2. SMS schon öfter
    3. Threema noch öfter
    4. E-Mail mit K-9 Mail
    5. Internet/Surfen mit Firefox, fast völlig Reklamefrei
    6. Navigation (Motorrad) mit Kurviger, zu Fuß mit G.Maps, wenn’s sein muss
    7. Musik hören und eBooks lesen im Urlaub
    8. WLAN für mein Tablet am Arbeitsplatz bereitstellen
    9. Passwortverwaltung und 2FA für diverse Onlinenutzungen
    10. Kalender und Terminverwaltung
    11. Wecken am Morgen – allerdings mit dem Vorgänger-Smartphone
    und schließlich:
    12. Fotografieren

  15. @Boris: 8. WLAN für mein Tablet am Arbeitsplatz bereitstellen,
    davon hörte ich unlängst auch zum 1. Mal.
    So manche Features sind einem manchmal nicht bekannt.

  16. Gerade ist noch ein guter Film in der Mediathek, der das (Un)wesen der smarten Dinger zwar nicht direkt beschreibt, aber deren Verdongeln mit den SM und das Verweilen in der Blase beschreibt und wie das u.a. durch den Gründer des CCC etwas vorhergesehen wurde.

    Genau dieses Abschirmen des Einzelnen in seiner virtuellen und oft falschen Realität ist m.E. ein Problem dieser Teile, das gleichzeitig diesen Suchtfaktor hat. Ich kann es nur nicht gut oder besser beschreiben. Ein Satz dazu fast am Ende: Manchmal hilft nur Ausschalten und das nicht nur beim smarten Gerät.

  17. Ich habe kein Smartphone und finde es schade, dass man keine anonymen SIM-Karten mehr bekommt. Bzw. ausländische nicht in Deutschland benutzen kann.

    3. Banking-Apps würde ich nie benutzen, genauso wenig wie Online-Banking. Ich habe es eher mit Bargeld. Andererseits wurde mir noch nie die Brieftasche gestohlen, weil ich die immer vorne in der Hosentasche trage. Taschendiebe müssten mir sehr auffällig an der Hose herumfummeln und am Schlüsselbund vorbeikommen. Und „Taschendiebe“ und „unnötiger Aufwand“ sind wie Öl und Wasser.

    4. Google benutze ich nicht schon seit über 10 Jahren nicht mehr. Ich benutze nur Youtube und das auch nur über Invidious-Instanzen. Als der Begriff „Digital Natives“ aufkam fand ich es erheiternd, wie viele angebliche „Natives“ keine anderen Suchmaschinen als Google, Bing und vielleicht noch Yahoo kennen.

    5. Das hat Zeit bis ich zuhause bin und am Laptop sitze.

    8. Dafür nehme ich Openstreetmap.

    11.Hörbücher höre ich eher wenn ich gerade dafür Zeit habe.

    12. Ich habe einen Radiowecker mit DAB+.

    16. Ich war zuletzt 2010 im Kino.

    18. Ich habe nichts davon benutzt und lebe immer noch. An Luca mag ich nicht, dass dahinter Smudo steht und der CCC die App ziemlich demontiert hat. Und ich finde es… interessant, wenn eine Seite der Gesellschaft Xavier Naidoos (und Attila Hildmann, ursprünglich mal veganer Koch) Ansichten über Covid glaubt und die andere Seite eine App von einem zweiten Musiker benutzt, der sich nach Erkenntnissen des CCC als wenig kompetent entpuppt hat. nein_doch_ohhh.mp4 )

    @Siewurdengelesen: Der „Elefant im Raum“ ist, dass sich die Leute mit Werbeblockern befassen müssten. Aber solange man bei Online-Spielen irgendwelche Boni dafür bekommt, dass man Werbevideos schaut…

    @Behan: Da hat jemand anscheinend unter einem Stein gepennt als Edward Snowden an die Öffentlichkeit ging.

  18. @jocki

    Bei Smartphone@all nützt nur Werbung blockieren wenig. Das Angebot an „freien“ Endgeräten, die kein verdongeltes OS wie Android/iOS haben, ist sehr überschaubar und kommt für die Masse der Nutzer ohnehin nicht in Betracht. Dann noch Software nicht aus den proprietären Stores, sondern per F-Droid und generelles Nutzen freier Alternativen, bei denen nicht die einschlägigen Schnorrer dahinterstehen, ist halt unbequem, aufwändig uswusf.

    Es bedeutet weiterhin, sich auch so mit dem Dahinter zu befassen und dann bleibt über IMEI usw. das Ding immer noch eine Wanze, anhand der sich mindestens Bewegungen nachvollziehen lassen und was und wen man von diesem Teil aus kontaktiert. Metadaten fallen also in jedem Fall an und lassen sich höchstens minimieren. Es geht halt entweder bequem oder sicher und da sind die Meisten „bequem“. Und wie in vielem nützt das reine Wissen wenig, wenn verdrängt wird.

  19. Auf einem Xiaomi Redmi Note 9S (zweites Smartphone nach einem NoName)

    1. Wecker
    2. WhatsApp
    3. Fotografieren
    4. Dienstplan/Termine
    5. Übersetzungen mit/bei Patienten
    6. Podcast/DLF
    7. Musik hören
    8. SMS (mit zwei smartphonelosen Freunden)
    9. SecureGo+ (Sparda 2FA)
    10. Twitter/Facebook
    11. Dropbox
    12. Videos (Journale, Magazine, News)
    13. Wirkstoffe, Diagnosen, Abkürzungen googlen

    Was brauche ich für Paßwortverwaltung? Eine App? Oder notiert man sich die dort einfach irgendwo?
    @Dostoevskij@mastodon.social

  20. Eine App, die selbst wiederum passwortgeschützt ist. Aber man muss sich nur eines merken.

  21. […] letzte Diary-Eintrag „Was mach‘ ich mit dem Smartphone? [Und Ihr?]“ hat etliche Mitlesende dazu inspiriert, detailliert Auskunft über ihre jeweilige […]

  22. Hallo alle,
    herzlichen Dank für Eure Berichte, die ich sehr spannend finde! Basierend auf dem Vergleich der unterschiedlichen Nutzungen ist heute Teil 2 erschienen:

    Höchst persönlich:
    Datenhaltung und Sicherheitsbedürnis auf dem Smartphone

    Wem etwas dazu einfällt, gerne dort weiter kommentieren!

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