Claudia am 22. Juli 2017 — 23 Kommentare

Mich trifft es ja nicht….

So denken vermutlich viele, wenn ein weiterer großer Schritt weg vom Rechtsstaat hin zum totalitären Regime getan wird, wie diese Woche in Bayern. Dort kann man jetzt als „Gefährder“ festgenommen werden, wenn die Polizei der Meinung ist, dass „eine Gefahr droht“, wie u.a. die SZ berichtet:

„Dabei geht es um Personen, die keine Straftat begangen haben, aber im Verdacht stehen, dies zu tun – wie sogenannte Gefährder. In Bayern können sie in Zukunft sogleich bis zu drei Monate präventiv in Gewahrsam genommen werden. Bisher galt eine Höchstdauer von zwei Wochen, die nun völlig aufgehoben ist. Alle drei Monate muss die Haft von einem Richter überprüft werden. Theoretisch können Betroffene so jahrelang im Gefängnis sitzen, ohne ein Urteil. „

Die bisher für die Einsperrung von maximal zwei Wochen erforderliche „konkrete Gefahr“ wurde dabei zur bloß „drohenden Gefahr“ – ein sehr viel weiter reichender, in dieser Form neuer Rechtsbegriff, der der Willkür Tür und Tor öffnet. Heribert Prantl kommentiert das – ebenfalls in der SZ – so:

„Das alles ist eigentlich unvorstellbar; bei diesem Gesetz „zur Überwachung gefährlicher Personen“ denkt man an Guantanamo, Erdogan oder die Entrechtsstaatlichung in Polen. Die Haft ad infinitum wurde aber im Münchner Landtag beschlossen. Die CSU sollte sich schämen; die Opposition, deren Aufstand nicht einmal ein Sturm im Wasserglas war, auch. Dieses Gesetz ist eine Schande für einen Rechtsstaat.“

Aber hey, das trifft uns doch nicht! Solche Gesetze sind für böse Salafisten und Terroristen gemacht, die den nächsten Anschlag planen. Und für Linksextreme, wenn zu befürchten ist (!), dass sie mal wieder randalieren und vielleicht Autos anzünden. Aber doch nicht für uns immer friedliche Bürger hinter den Bildschirmen, für die schon ein täglicher Spaziergang eine Herausforderung darstellt.

Seid Ihr sicher? Kennt Ihr denn alle, in deren Adressbüchern Ihr steht, wirklich gut? Follower, FB-Freunde, Kontakte allüberall – die meisten versuchen doch gar nicht mehr, irgend einen Überblick zu behalten, wie denn auch? „Lade dein Adressbuch hoch, um deine Freunde und Bekannten zu finden“ ist ein Standard-Ansinnen nahezu aller sogenannten „sozialen Netze“. Mir wurden schon oft wildfremde Leute vorgestellt, die ich angeblich kennen sollte, weil die Software irgendwelche Verbindungen zu diesen Personen festgestellt hat. Über sechs oder sieben Ecken kennt jeder jeden, das war schon vor den Zeiten des Internets eine Behauptung, die immer mal wieder experimentell verifiziert wurde.

Und was ist mit all den Datenspuren im Netz? Immer nur Unverfängliches gelesen? Der Staat hat in letzter Zeit seine Zugriffsmöglichkeiten auf unsere Kommunikation massiv ausgeweitet, aber das Thema scheint über die Szene der Netzpolitik-Interessierten hinaus kein Aufreger zu sein. Bringt doch alles mehr Sicherheit, oder etwa nicht?

Einsperren ganz ohne Straftat

Nein, nicht! Das alles bringt mehr Unsicherheit, mehr Willkür, mehr Chancen, sich in kafkaesken Situationen vorzufinden: ahnungslos verdächtig geworden, zur Sicherheit mal eben weggesperrt. Der Rechtsanwalt Udo Vetter gab jetzt im Lawblog eine Reisewarnung für Bayern heraus, darin heißt es:

„Eine Strafe setzt nach der Rechtsprechung eine Tat voraus und auch ein Gesetz, das genau dieses Handeln sanktioniert (das kann zum Beispiel auch die Vorbereitung eines Terroranschlags sein), und genau diese Tat gibt es in den Fällen der Präventivhaft eben nicht. Es gibt nur Mutmaßungen, Spekulationen, Vermutungen, die sich auf die Zukunft richten. Schon eine zweiwöchige Präventivhaft ging an die Grenzen dessen, was gemäß der Menschenrechtskonvention außerhalb Bayerns noch als diskussionfähig angesehen wird – und auch das nur bei einer konkreten, nicht nur einer „drohenden“ Gefahr. „

Als ich einst Jura studierte, waren die Lehrpersonen stolz darauf, dass wir kein „Gesinnungsstrafrecht“ hätten, sondern immer eine Straftat vorliegen müsse, oder zumindest der Versuch. Diesen Pfad der rechtsstaatlichen Tugend hat Deutschland jedoch schon 1871 mit dem §129 über die „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ verlassen, um auch unbeteiligte Hintermänner verurteilen zu können. Schon dieses Gesetz wurde alsbald

„…eingesetzt, um Sozialisten und Sozialdemokraten zu verfolgen. Im Nationalsozialismus erreichte der Missbrauch der Vorschrift zur Bekämpfung Oppositioneller ihren Höhepunkt. Praktisch jeder Andersdenkende, der sich mit anderen zusammentat, wurde mit der Begründung, er plane die Bildung einer kriminellen Vereinigung, kriminalisiert.“ (Wikipedia)

Der Paragraph wurde dann noch mehrfach erweitert (werben, unterstützen..) und 1976 – zu Zeiten der RAF – um §129a zur „Bildung einer terroristischen Vereinigung“ ergänzt. Beide Gesetze gelten seit 2002 auch für Taten im Ausland (§129b), wobei auf undurchsichtige Weise politisch verhandelt wird, wer im Ausland jewils als terroristische Vereinigung gilt. Gewaltenteilung ade!

Aber zurück zur #Unendlichkeitshaft. Auch Bayern hat eine eigene Verfassung, deren Artikel 102 so lautet:

(1) Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
(2) Jeder von der öffentlichen Gewalt Festgenommene ist spätestens am Tage nach der Festnahme dem zuständigen Richter vorzuführen.
Dieser hat dem Festgenommenen mitzuteilen, von welcher Behörde und aus welchen Gründen die Festnahme verfügt worden ist, und ihm Gelegenheit zu geben, Einwendungen gegen die Festnahme zu erheben. Er hat gegen den Festgenommenen entweder Haftbefehl zu erlassen oder ihn unverzüglich in Freiheit zu setzen.

Aber was bedeutet den Politikern schon eine Verfassung? Die SPD in der Opposition (!) hat nicht mal gegen das Gesetz gestimmt, sondern sich enthalten.

Das Böse passiert nur anderswo?

In den Medien bekam das Bayrische Gesetz nur kurz und insgesamt recht wenig Aufmerksamkeit. Lieber regt man sich ohne Ende über die grusligen Entwicklungen in der Türkei auf, wo doch tatsächlich Leute verhaftet werden, ohne dass sie irgendwie straffällig geworden wären. Einfach nur so, bzw. wegen angeblicher „Terrorunterstützung“, ein Vorwurf, der aktuell auch gegenüber 700 Firmen und Personen in Deutschland erhoben wird, BASF und Daimler inklusive.

Ganz furchtbar, ja, aber wir sollten darüber nicht vergessen, was grade zuhause so alles passiert! Unser funkelnagelneues NetzDG wird gerade von Putin kopiert, weil es sich so schön zur Abwehr oppositioneller Meinungen eignet. Bayern verstößt mit dem hier besprochenen Überwachungsgesetz gegen Verfassung und rechtsstaatliche Grundsätze – und in Schwerin haben die Stadtverordneten so viel Angst vor den Bürgern, dass jetzt 250.000 Euro Strafe drohen, wenn man den Livestream des Kommunalparlaments mitschneidet und ins Netz stellt, ihn also für die spätere Betrachtung zugänglich macht.

Was ist nur los mit diesem Land? Ich hätte nicht gedacht, dass ich hierzulande mal einen derart massiven Abbau des Rechtsstaats erleben werde, wie er derzeit stattfindet.

Dass Bürger der Polizei misstrauen, bewegt immerhin auch die Politiker in NRW: Misstrauen darf nicht sein, deshalb wurde kurz nach dem G20 die Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte abgeschafft. „Polizeigewalt“ darf man laut Schulz auch nicht mehr sagen. Sowas gibts doch gar nicht, das ist ein rein politischer Kampfbegriff!

***

Könnte ich nur ordentlich fluchen, schimpfen, ranten! Da fehlt es mir ganz klar an Wortgewalt, leider.

Diskussion

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23 Kommentare zu „Mich trifft es ja nicht….“.

  1. Mich besorgt der schrittweise Abbau der Bürgerrechte. Es wie mit dem Frosch im Wasser, das kontinuierlich erhitzt wird und der wegen der gegenüber der vorherigen Temperatur verhältnismäßig geringen Erwärmung nicht herausspringt, bis er stirbt, wenn das Wasser zu heiß wird im Gegensatz zum Frosch, der in das zu heiße Wasser gesetzt wird und sofort herausspringt.

    Die Verantwortlichen benutzen das bewährte Prinzip: Ängstige die Bürger und erzähle ihnen, dass die Einschränkung ihrer Rechte sie beschütze. Das funktionierte immer in der Vergangenheit und auch jetzt. Die Einschränkung der Rechte wird stets mit nichtssagenden Euphemismen bezeichnet (sodass sie nicht wie Rechtseinschränkungen lauten), beispielsweise mit „Vorratsdatenspeicherung“ oder „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“.

    Wie heute „der Staat“ die Bürger „durchleuchten“ kann, übersteigt unsere Phantasie. Beispielsweise werden Metadaten aller Telefongespräche aufgezeichnet. Über Plattformen wie Facebook legt ein signifikanter Anteil der Bürger freiwillig seine Privatsphäre offen und über „Smart Devices“ wie Überwachungskameras und Fernseher/Lautsprecher mit Mikrofon lassen sich etliche freiwillig in die Privatwohnung schauen. In einigen Kinderspielzeugen ist so eine Wanze eingebaut (Barbie-Puppe mit Anbindung an Internet-Servern). Ob und wie das Geheimdienste bereits nutzen, wissen wir nicht. Behauptungen wie „das wird nicht benutzt“ sind wertlos, da keine unabhängige Kontrolle vorhanden ist. Ein Gutteil der Informatiker scheint diesbezüglich über keine Ethik zu verfügen, denn erst leistungsfähige Computer und Programme ermöglichen dieses automatisierte Echtzeit-Profiling.

    Ich bezweifle, dass das von den Bayern euphemistisch bezeichnete „Gefährder-Gesetz“ mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Es ist ein weiterer Mosikstein hin zu einem Unrechts-Staat (eine graduelle Erhöhung der Wassertemperatur).

  2. Ich persönlich glaube ja, dass das Schleifen unseres Rechtsstaates mit diesen Maßnahmen erst seinen noch eher harmlosen Anfang genommen hat. Den Vorwand für die Staatsmacht liefern die immer krasseren Formen, in denen Bürger ihren Protest ausdrücken. Da denke ich an die G-20 Gewaltkrawalle aber auch an das gewalttätige Verhalten normaler Bürger (Schorndorf, Duisburg). Für viel zu viele Bürger hat das Gewaltmonopol des Staates (aus welchen Gründen auch immer) offenbar ausgedient. Die Unzufriedenheit mit staatlichen Entscheidungen mündet in militante Gegenwehr. Ich bewerte das alles nicht. Aber unter diesen Voraussetzungen sind die Mittel, derer sich der Staat zur Gegenwehr einsetzt, überhaupt nur zu erklären. Krass ist, dass wir voraussichtlich eine weitere Große Koalition im Herbst bekommen werden. Damit ist programmiert, dass der Abbau des Rechtsstaates und demokratischer Prinzipien weiter voranschreitet. Es gibt darüber hinaus zwei wichtige Faktoren, die wie Katalysatoren wirken werden:
    1.) Weitere Terroranschläge
    2.) Die Verschärfung der Migrationskrise
    Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem an europäischen Grenzen auf Menschen geschossen wird, um sie abzuwehren. Vorstöße wie die des österr. Populisten Kurz, die Flüchtlinge daran hindern sollen, dass sie Libyen erreichen oder verlassen, klingen im Vergleich eher harmlos. Aber die Debatten, die in der Öffentlichkeit heftigst geführt werden, kündigen m.E. ganz andere Maßnahmen an. Wer soll dagegen aufstehen? Den Rechten kommt das eher zupass und die Linken werden nach Hamburg erfolgreich diffamiert.

  3. hallo Ihrs,

    „Zero, sie wissen was du tust“
    von Frank elsberg genial zusammengezimmert
    mit einem postgenialen Erzähler, den man auch noch bei geöffneter Seitenscheibe durchaus gut verstehen kann.

    http://www.audible.de/t2/hoerbuch-testen?gclid=EAIaIQobChMI-6e1_oee1QIV06ntCh3qwwJoEAAYASAAEgJME_D_BwE&asin=B00JXLDU04&source_code=GAWFAPSH021815906T&s_kwcid=AL!647!3!178775998680!e!!g!!zero%20h%C3%B6rbuch&ef_id=WVcxogAAAIDPk2_U:20170722234006:s

    autsch , der link ist ziemlich lang..
    nein ich mache keine WERBUNG :)
    ich hab mir das teil auf der Autobahn gekauft und höre es seither immer wieder mal auf langen autofahrten(das teil geht als mp3 über etwas mehr als 13 (!) stunden:). eine geschichte,- erfunden zwar-, aber mit haarstraeubenden tatsaechlich schon realisierten Geraetschaften.

    wen kümmern denn heute noch begriffe wie Überwachungsstaat, freiheitlich demokritische grundvernordung (ahm..) oder gar RECHTSstaat? ich vermute, mit „keine Sau“ liege ich wie F.K. Wächter anno dunnemals mit:“wahrscheinlich guggt wieder kein schwein“ so ziemlich in der mitte der anBeterachtungsmöglichkeiten.

    unser allgegenwärtiges Rutschiputschi von freiheitlichem anspruch und gelebter Datenwirklichkeit ist mittlerweile ein SingSang unsaeglicher dummheiten geworden, kaum noch einer der mit gewissheit sagen kann wer alles seine Emailadresse hat und vor allem : wer nicht.(Spam mails, Adresshändler etc etc.)

    frueher war der Begriff „Datenkrake“ ein näselndes, neidisch klingendes schimpfwörterl vor allem in verbindung mit der
    neuen, schlanken, Werbungsfreien superschnellen findemaschine
    gooooooogle, die sich dann später mit „chrome“ zugang zu den tickenden Herzen der internetgemeinde verschafft hat und heute
    nicht zu beziffernde Gewinne aus den gesammelten Datenbeständen schuerft. (von wegen information muss frei sein und der ganze unfug).

    datentechnisch gesehen sind wir alle wohl nichts weiter mehr als „batterien(–>rote pille blaue pille)“ für die grossen Datenvermarkter, kein noch so kleines Geheimnis das diese Ursupatoren nicht längst schon mit analyseprogrammen zu 80-90% tiger Wahrscheinlichkeit einzelnen Nutzern zuordnen könnten wenn sie denn wollten.

    was sind demgegenüber schon kleinstaatliche interessen, was hat gegenüber der Datenmaffia die bayrische Volksvertretung für einen einfluss? oder Bedeutung?
    pah!
    ein furz an der Gardinenstange ist störender als eine Gesetzesvorlage in der bundesteutschen Quasselbude.

    wo ist der Unterschied zwischen ungesetzlicher Inhaftierung
    (U-Haft ohne Urteil) und dem lebenslänglichen Draussen unter dem Joch der Datentiger? bleibt einem mehr als dumpfer Hass
    auf die Verhältnisse und Verachtung fuer die Verantworlichen?

    mir schon, mir sind sie alle mittlerweile sch..egal geworden,
    my home isch my caschtle und wenn auch ein noch so enger käfig ist, zumindest bleibt mir die Einbildung eine gewisse Autonomie gegenüber der Regelungswütigen Masse Staat mein eigen nennen zu können:
    die unendlichen weiten der Phantasie, Gedankenspiele und das maunzen meiner kater:)

    sorry fürs krude, im kern hab ichs nicht abfällig gemeint:)

    gruss von der Rems
    ingo

  4. https://www.youtube.com/watch?v=XyXSp8Fe8-8

    :) irgendwie passend:)
    und wech

  5. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich hierzulande mal einen derart massiven Abbau des Rechtsstaats erleben werde,..“

    Ich auch nicht, Claudia.
    Aber die Stimmen hier zeigen doch, dass das schon alles wahr genommen wird und sich etwas aufstaut. Wie in den Stimmen schon oben geäußert sehe auch ich ein Problem darin, dass wir keine regulierende und tatkräftige Opposition mehr haben. Demokratie ohne Opposition? Wie soll das denn gehen?

  6. Hallo an Alle

    Ihr habt ja so recht!

    Es ist wie mit dem Frosch dessen Wasser man so schön langsam erhitzt, und zwar so allmählich dass er sich immer an die vorige Erhitzung gewöhnt hat, solange bis es zu spät ist.
    Aber was kann man dagegen tun?
    Kann man überhaupt etwas tun?
    Ich denke man kann.

    Wir dürfen uns nicht in einen Kampf einer Partei, einer Meinung gegen eine andere Partei, eine andere Meinung hineintreiben lassen. Rechte gegen Linke und umgekehrt ist genau dieses Modell. „Divide et impera, teile und herrsche“ war schon immer das Unterwerfungsmodell der Herrschenden. Nicht die andere Partei, die andere Gruppe ist der Feind sondern derjenige, der diesen Zwiespalt erzeugt. Derjenige oder dasjenige der oder das unerkannt im Hintergrund sitzt und diesen Zweispalt und die Probleme erzeugt hat,. Die wahre Ursache liegt auf einer anderen Ebene, oder wie Einstein sagte: Probleme können nicht auf der Ebene gelöst werden, auf der sie entstanden sind.

    Deswegen brauchen wir eine neue Partei, die die Ursachen dieses „Teile und herrsche“ Spiels erkannt hat und fähig ist es zu ändern. Friedlich, zum Vorteil aller.

    Geld beherrscht die Welt. Gebt mir die Macht über das Geldssystem und es ist mit egal was die Könige machen, soll ein bekannter Bankier gesagt haben.
    Man wird keine bekannte Partei finden, die das erkannt hat und eine Veränderung des Finanzwesens, von dem wir alle abhängig sind, anstrebt. Keine einzige Partei.

    Ausser einer neuen Partei:
    Der Deutschen Mitte
    Ja, ich mache Parteienwerbung, aber bevor Ihr das ablehnt bitte informiert Euch über diese Partei. Bitte tut das. Das Wohl Deutschlands und auch der ganzen Welt könnte davon abhängen, ob diese Ideen rechtzeitig bekannt werden. Ich übertreibe nicht!

    Insbesondere sind die youtube Vorträge von Christoph Hörstel und Franz Hörmann in meinen Augen sensationell. Wenn diese Ideen allgemein bekannt würden, könnten alle Spannungen aufgelöst werden. Ohne Kampf, denn zu seinem Vorteil lässt sich jeder gerne überreden, auch die Herrschenden.
    Politik geht anders, nämlich mit Ethik, mit Kooperation statt mit Konfrontation. Das wird aber erst dann möglich wenn das verändert wird was dieses „Teile und herrsche “ Spiel erst möglich macht, nämlich das Geldwesen, die höhere Ebene, die Ursache.

    H.G

  7. @Hans Georg: Ich wende mich gar nicht gegen deine Parteiwerbung. Aber ich frage mich angesichts der Erfahrungen (SPD, GRÜNE. PIRATEN, LINKE), ob das „Partei gründen“ wirklich das Mittel der Wahl ist, um die Dinge zum Positiven zu wenden. Egal in welche Partei du schaust, du wirst immer Menschen finden, die aus guten, nachvollziehbaren Gründen da mitmachen (die NPD nehm ich aus, die AFD NOCH nicht; die befindet sich allerdings zügig auf dem Weg Richtung NPD)- aber was hilfts?

    Parteien sollen laut Grundgesetz an der politischen Willensbildung mitwirken. Lange wurde bekrittelt, dass man nur über sie überhaupt Chancen hätte, etwas zu beeinflussen. Das hat sich auf Dauer als falsch heraus gestellt. Heute sehen so deutlich wie nie, wie groß der Einfluss der Bürger/innen sein kann – und umso deutlicher werden auch die Unterschiede zwischen uns.

    Ich zweifle bei alledem, ob es Sinn hat, sich nochmal in einer neuen Partei-Utopie zu verlieren – die dann im besten Fall doch nur wieder so werden wird, wie alle. Werden MUSS, denn tolle Forderungen und berechtigte Kritik äußern, ist einfach. Andere Lösungen zu finden, sauschwer!

    Lieber sollten wir das Gemeinsame suchen, quer über alle „Lager“ hinweg.

  8. Liebe Claudia,

    Du sprichst das aus was wohl die Einstellung der meisten Nichtwähler ist und ich verstehe das sehr gut, ging es mir doch genauso.

    Schliesslich könnte man auch denken, dass es den Parteigründern nur um fette Bundestagsdiäten geht. Am Anfang haben so Parteigründer vielleicht sogar Ideale, wollen etwas besser machen und wenn sie dann dran sind merken sie wie mühsam es ist etwas zu verändern und stellen schliesslich fest, dass es auch so geht, ohne Anstrengung, wenn man nur im Mainstream mit schwimmt.
    Besipiele gibt es leider genug.

    Aber ich halte Folgendes dagegen.

    Erstens sollte man nie die Hoffnung aufgeben. Wie soll es denn besser werden, wenn es niemand mehr gibt der dies wirklich versucht. Wir sind auf die Idealisten angewiesen die es immer wieder versuchen, trotz aller Fehlschläge. Wieviele Versuche braucht ein Wissenschaftler oft um etwas wirklich Neues zu erfinden? Vielleicht ist er sogar auf dem falschen Weg, seine Versuche führen in eine Sackgasse und er hat Jahre umsonst (wirklich umsonst?) vertan.
    Und doch sind es gerade diese Ausnahmen die die Menschheit weiter gebracht haben !
    Stell Dir vor, falls Du ein Christ bist, Jesus hätte sich gesagt, dieser Menschheit kann man nicht mehr helfen. Oder Mohamed oder Buddha um auch andere zu nennen hätten resigniert. Wir sind zwar keine der Genannten aber auch auf uns kommt es in diesem Falle an

    Zweitens unterliegen wir alle einer kollektiven Beeinflussung etwa der Art, dass es keine Lösung gibt, dass man sich an die Gegebenheiten anzupassen hat, dass es gefährlich oder mühsam sei zu widersprechen. Das ist pure Mindkontrolle, unmerklich aber sehr wirksam. Jeder Mensch ist seinem Wesen nach ein Riese, der sich aber überzeugen hat lassen, das er ohnmächtig ist und ja doch nichts verändern kann, Eine Ahnung davon wie umfassend das ist kann man gewinnen, wenn man die Vorträge von Prof Mausfeld auf youtube anhört.

    Drittens brauchen wir überhaupt eine Partei ? Ja, ich denke schon, schliesslich leben wir alle in dem Umfeld dass die Mächtigen durch Parteien erzeugen. Und dieses Umfeld wird allmählich, wie im Froschgleichnis so umgestaltet, dass ein Ausbruch aus dem kollektiven Umfeld, der political correchtness immer schwieriger wird.

    Da gibt es auch die Esoteriker, die auf den Hundersten Affen Effekt hoffen. Wenn also eine gewisse kleinere Zahl von Aufgewachten auf der Erde wären, dann würde die Öffentliche Meinung umkippen. Das mag sein oder nicht, aber darauf will ich mich nicht verlassen. Auch das könnte eine Art von Mindkontollprogramm sein, dass die Menschen zur Untätigkeit verführt .Man kann nur an sich selbst und an der eigenen Entwicklung arbeiten – was man iauch mmer tun sollte! Auf die Entwicklung der Umwelt hat man nur indirekt Einfluss wenn man z.B. eine entsprechende Partei unterstützt.

    Der Fehler bisher war, dass Parteien, später unterwandert oder umgedreht wurden.
    Kann das bei der DM auch geschehen? Ja, natürlich. Aber Christoph Hörstel der Gründer der DM kennt sich in der Politik aus und hat Vorkehrungen getroffen, dass das nicht geschehen kann. So ist das Parteiprogramm festgeschrieben und kann nicht verändert werden. Man kann nur Parteimitglied werden, wenn man diesem Programm in allen Punkten zustimmt Das Parteiprogram ist das Wahlprogram und kann in keiner Koalition verändert werden. Eine Gruppe die ihr eigenes Süppchen kochen wollte wurde bereits entfernt.

    Viertens kann die DM Lösungen anbieten, die gängigen Parteien verändern nur die Symptome anstatt die Ursache zu beseitigen. Das gab es in Spaniem die grosse Volksbewegung Podemos, aber wie sie an der Macht waren wussten sie nicht was sie wollten.

    Ich könnte noch mehr Punkte aufführen, muss jetzt aber Schluss machen.
    Höre Dir doch wenigstens die Vorträge von Christop Hörstel und Franz Hörmann an.
    Vor allem Hörmann hat umwerfende Ideen, in die man sich allerdings etwas hineindenken muss,

    H.G

  9. @H.G.: Ich bin keine Nichtwählerin, war es nie und werde es nicht werden. Über die von dir promotete DM werd ich mich mal informieren, doch glaub ich derzeit eher an Veränderungen INNERHALB bestehender Parteien als an Erfolge von Neugründungen. Diese gehen – abgesehen von ihrer voraussehbaren Chancenlosigkeit – oft mit einiger Naivität ans politische Geschäft, worunter ich spontan auch sowas wie ein „unveränderbares Parteiprogramm“ zähle. Auch die Piraten mussten lernen, dass nicht alles geht, was man sich so wünscht, sondern dass es ein Parteiengesetz gibt, das diese Möglichkeiten begrenzt. Und ich vermute mal, dass es zu den Basics von Parteien gehört, dass die Mitglieder selbstverständlich das Programm ändern, bzw. den Erfordernissen der Zeit anpassen können.

    Nun behaupte ich nicht, dass es nie wieder neue erfolgreiche Parteien geben könnte. In Frankreich haben wir das gerade gesehen – aber eben auf dem Hintergrund einer gesellschaftlichen Lage, die das möglich machte. In DE sehe ich das derzeit nicht, hier versteht die Mehrheit mittlerweile ein „weiter so“ als beste aller Optionen, da – verglichen mit anderswo – das Wohlstandsniveau noch einigermaßen hoch ist.

  10. Es ist natürlich immer leicht, nach unten, auf die Schwächeren zu treten. Dummerweise wird diese Gruppe immer größer. D. h., die Mittel die zur Ruhigstellung der Leute gebraucht werden, müssen größer werden. Wenn jetzt noch breiter Jobverlust durch die Digitalisierung hinzukommt (ich rechne mit den ersten Auswirkungen schon in 5 Jahren), bleiben weniger Menschen um das Salär für die Unteren zu generieren, also kommt es zur Unzufriedenheit, sowohl bei den Leistungsempfängern (die Unterstützung sinkt) als auch bei den Leistungserbringern (die Abgabenquote wird sich merklich erhöhen). Das kann natürlich dazu führen, dass über die Parteien und deren Politik nachgedacht wird und sich massive Unzufriedenheit breit macht, die in dem einen oder anderen Fall auch in öffentlicher Gewalt gegen die Herrschenden richtet. Das möchten die derzeit Regierenden nicht, also wird alles dafür getan, das treudumme Volk schon einmal prophylaktisch so auszuspionieren und mit entsprechenden Gesetzen zu drangsalieren, dass es zu solchen Tendenzen gar nicht erst kommen kann. Das ist das Einzige, was in meinen Augen einen Sinn ergibt, warum solche Gesetze schnell durchgewunken werden. Ich hätte es auch kurz mit Machterhalt umschreiben können.

  11. Einstein:
    Probleme (unangenehme Situationen) können nicht auf der Ebene gelöst werden, auf der sie entstanden sind !!!

    Das heisst alle Versuche die bestehende Situation zu ändern indem an ein paar „Stellschrauben“ gedreht wird, werden auf die lange Sicht hin scheitern.

    Solange man nicht die Ursache beseitigt, werden sich höchstens die Symptome ändern
    Man kann nicht neuen Wein in alte Schläuche füllen.
    (Natürlich kann man, aber der Schlauch wird platzen -:) )

    Deswegen sind bestehende Parteien im Grunde „VeränderungsResistent“

    Vadim Zeland schreibt in seinem Buch „Transsurfing“:
    [Hervorhebungen und Kommentare in eckigen Klammern von mir]
    „Menschengruppen deren Bewusstsein auf ein und dieselbe Weise ausgerichtet ist erschaffen energo-informative Strukturen – die sogenannten Pendel. Diese Strukturen entwickeln eine Art von Eigenleben und unterwerfen die Menschen ihren Gesetzen. Die Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, dass sie gezwungen sind gemäss den Interessen dieser Pendel zu handeln…..“
    […]
    „Diese Strukturen bilden sich, wenn eine Gruppe von Menschen beginnt auf eine bestimmte Weise zu handeln. Daraufhin schliessen sich mehr Menschen der Gruppe an [ indem sie damit übereinstimmen] und die Struktur weitet sich aus, gewinnt an Einfluss und zwingt ihre Mitglieder , etablierte Regeln zu befolgen.“
    […]
    „Die Struktur entsteht, wenn die Gedanken der Menschen auf eine bestimmte Weise ausgerichtet sind….wenn die Parameter ihrer gedanklichen Energien identisch sind [sie also miteinander in Übereinstimmung sind]. In diesem Fall entsteht inmitten des Ozeans der Energien eine eigene, unabhängige, energo-informative Struktur [ein Gedankenfeld mit einer gewissen Schwingung oder Absicht] – ein energetisches Pendel. Diese Struktur bekommt eine Art von Eigenleben und bindet die Menschen an ihre Gesetze.“
    [Ein Pendel nennt er es deswegen, weil diese Struktur wie ein Pendel eine bestimmte Frequenz hat, die jedem der damit übereinstimmt, diese Frequenz aufzwingt und ihn so ohne dass er es bemerkt manipuliert. Ein Pendel wie er es nennt ist also eine Art immaterielles? Schwingungsfeld, mit einer gewissen Absicht und Information ausgestattet. Man könnte es auch als Egregore oder Geistenergie oder Dämon bezeichnen.]
    […]
    „Ein solche Struktur ist insofern unabhängig, als sie sich selbständig, nach eigenen Gesetzen [ihrer Schöpfer, aber nur anfangs] entwickelt. Die Anhänger begreifen nicht, dass sie nach den Gesetzen des Pendels handeln und nicht nach eigener Willkür. Zum Beispiel entwickelt sich in Organisationen ein ganzer bürokratischer Apparat, der wie ein eigenständiges Wesen fungiert, unabhängig vom Willen der einzelnen Beamten. Natürlich können mächtige Funktionäre auch eigene Beschlüsse fassen. Diese dürfen jedoch den Prinzipien des Systems nicht widersprechen, andernfalls werden sie von den anderen Mitgliedern [durch Nicht-Übereinstimmung] abgelehnt werden.“
    […]
    „Jedes beliebige Pendel ist seinem Wesen nach DESTRUKTIV. da es von seinen Anhängern [für seine eigene Existenz] Energie nimmt und ihnen seine Macht aufzwingt……Das Pendel hat nur ein Ziel, die Energie des Anhängers zu bekommen. Ob dieser etwas davon hat oder nicht ist ihm gleichgültig…….Wer Glück hat findet seinen Platz im System und fühlt sich dort wie ein Fisch im Wasser. Als treuer Anhänger gibt er dem Pendel seine Energie und das Pendel gewährt ihm eine Sphäre für seine Existenz. Sobald ein Anhänger aber die Gesetze der Struktur [die ihm innewohnende oft verborgene Absicht] zu verletzen beginnt, stimmt die Frequenz seiner Ausstrahlung nicht mehr mit der Resonanzfrequenz des Pendels überein. Ein solcher Störenfried wird vom Pendel entweder verstossen oder eliminiert.“
    Zitat Ende

    Vielleicht ist das etwas überzeichnet ausgedrückt. Aber ist es in der Politik nicht häufig so, dass man sich „verbiegen“ muss, um mit der Parteilinie übereinstimmen zu können.
    Ist nicht ein Fraktionszwang Grundgesetz widrig, wo steht jeder Abgeordnete ist nur seinem Gewissen verpflichtet? Ich habe den hiesigen CDU Abgeordneten einmal gefragt, was seine Meinung damals zu dem ESM Vertrag sei. Zuerst äusserte er grosse Bedenken, müsse aber noch in Berlin nachfragen. Danach kam nur das offizielle Narrativ von dort als seine seine Meinung. Das ist die Wirkung von Pendeln wie Zeland schreibt.

    Und das vorher gesagte gilt auch und vor allem für das persönliche Weltbild, die ganze „Denke“, die Weltanschauung, den Kontext oder wie man das nennen will.

    Wir sehen nicht die Welt wie sie ist, sondern nur durch den Filter voriger Überzeugungen.

    Diese Denke ist ein „System“ von miteinander vernetzten Überzeugungen in das wir hinein indoktrinert wurden. Wie das funktioniert kann man versuchen zu verstehen, wenn man die Vorträge von Prof. Mausfeld hört, auf die ich nicht genug hinweisen kann.

    Im Mittelalter war das offizielle Pendel oder Narrativ die Religion, heute ist es die Naturwissenschaft, die genauso eine Religion ist, nämlich die Religion des Materialismus, der nicht angezweifelt werden darf.

    Und eine andere Religion ist das Geld und Zinssystem, welches nur auf Normen beruht.
    Die übliche Buchführung ist ein Normen System. Normen sind Übereinkommen, man hat das schon immer so gemacht und kommt nicht auf die Idee, das hier die Ursache liegt, warum diese Menschheit seit tausenden von Jahren auf keinen grünen Zweig kommt, was Moral, und Liebe und Verständnis für die anderen anbetrifft.

    Ich sollte jetzt aufhören, sonst steigere ich mich noch weiter hinein. Aber es kann einem schon zur Verzweiflung bringen wenn man sieht wie immer mehr Leid dadurch entsteht, das bestehende Lösungen nicht wahrgenommen werden, weil die etablierten Filter (oder Pendel) zu mächtig sind. Susanne Kablitz hat sich vor einiger Zeit das Leben genommen, nachdem sie ihren letzten Artikel mit dem Titel „Dieser Gesellschaft ist nicht mehr zu helfen“ schrieb.

    Probleme können nicht auf der Ebene gelöst werden, auf der sie entstanden sind.

    Das gilt für bestehende Parteien (oder Pendel nach Zeland)
    Das gilt für das bestehende Geldsystem, für das Franz Hörmann umwerfend neue Ideen präsentiert.
    Und das gilt auch und vor allem für das persönliche, eigene Glaubens- und Überzeugungs-System.

    H.G.

  12. @Aquii: ja, eine nachvollziehbare These! Und da jetzt auch noch das Flaggschiff „deutsche Autokonzerne“ bröckelt, wird es umso wahrscheinlicher bergab gehen.

    @Hans-Georg: es war schon immer eine beliebte Methode neuer Vordenker, alten Wein in neue Schläuche zu gießen und rund um bekannte Mechanismen ein vermeintlich neuartiges, gern auch esoterisch angehauchtes Geschwurbel zu verbreiten. Es fallen immer wieder genug Leute drauf rein! Natürlich entwickeln erfolgreiche Gruppierungen im Lauf der Zeit Strukturen, die irgendwann zu einem beschwerlichen und veränderungsresistenten Gestrüpp aus herrschenden Meinungen, Tabus und vielerlei Regelungen führen. Das gilt für soziale Bewegungen, die zu Parteien werden genauso wie für Firmen, die sehr erfolgreich werden (aktuell deutsche Autoindustrie). Da beharrt man lieber auf dem Bewährten und ist gewiss nicht selbst der Motor von Veränderungen. Diese kommen aus der Gesellschaft, wenn „der Wind sich dreht“ (Fukushima, Ehe für alle…) – und daran, wie dieser Wind weht, haben wir alle Anteil, je nach Aktivitätsgrad mehr oder weniger.
    Dass Kablitz sich umgebracht hat, wusste ich nicht. Politisch stand sie mir so ferne wie z.B. Höcke! Schade aber, wenn ein Mensch so sehr in seiner politisch-geschäftlichen Arbeit aufgeht, dass es DANEBEN kein lebenswertes Leben mehr zu geben scheint. Das ist – gerade bei uns in DE, wo ja so viele gerne hin wollen! – wirklich wirklich falsch. R.I.P. – auch wenn ich sie immer extrem krass fand.

  13. @Claudia
    Alles was hier geschrieben steht sind nur die Symptome.
    Wir müssen nach den Ursachen suchen.
    Warum ist das so?

    Bevor du weiter liest schau bitte den folgenden Vortrag an:
    https://www.youtube.com/watch?v=-hItt4cE0Pk
    Eigentlich kann ich mir dann weitere Worte sparen.

    H.G.

  14. @ Hans-Georg: das ist ein ziemlich LANGER Vortrag, von dem ich erst ein Drittel geschafft habe. Er spricht zu Studierenden, also ist es nicht verwunderlich, dass er die Basics der beeinflussenden Kommunikation referiert – wenn auch in einem skandalisierenden Impetus, als wär das alles neu und besonders perfide.

    Ich habe Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studiert, mir ist das alles nicht neu. Schon immer versuchten alle erdenklichen Interessenten, die Meinungen der Menschen zu beeinflussen – es ist Sache mündiger Bürger, durch Prüfung der Quellen, durch Überdenken der Inhalte, durch Benutzen des eigenen Verstands zu einer Meinungsbildung und – daraus folgend – einer politischen Haltung zu den diversen Themen zu kommen. Wer so tut, als sei das nicht möglich, fällt hinter die Aufklärung zurück und pflegt ein Menschbild, wie ich es von rechts außen immer wieder mitbekomme („schlafende Schafe“ etc.).
    Nun, mal sehen, was die anderen 2/3 des Vortrags bringen. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn du in eigenen Worten kurz darstellen könntest, wie denn deiner Ansicht nach „die Ursachen“ bekämpft/verändert werden sollten.

  15. @Claudia
    Wie man die Ursachen bekämpfen soll willst Du von mir wissen?
    Und mit meinen Worten?
    Da müsste ich ein Buch schreiben und das würdest Du vermutlich nicht lesen, wenn Dir schon der Vortrag von Hörmann zu lang ist.
    Aber ich will der Frage nicht ausweichen, also meine Gedanken,

    Eine wirkliche Veränderung muss einen Paradigmen Wechsel einschliessen.
    Das erfordert
    a. Arbeit jedes Einzelnen an seinem Weltbild
    b. Eine Partei als Aktivator die diese Veränderungen publik macht und DANACH HANDELT.

    Wir werden diesen Paradigmen Wechsel bekommen, denn dieses üblicherweise geglaubte Weltbild ist eine Fiktion, eine wirklich geniale Täuschung.
    Die Frage ist nur wann?
    Dauert es länger dann wird das unter Schmerzen geschehen, je später desto schlimmer. Aber offensichtlich wachen die Leute erst auf, wenn es weh tut.
    „Mich trifft es ja nicht….“

    Die Manipulationen des heute geglaubten Weltbildes sind einfach genial, was ihre Wirksamkeit anbetrifft.
    Ich habe Naturwissenschaften studiert und war danach der festen Überzeugung das Physik, Chemie und Mathematik und ev. noch Biologie ausreichen würden um die Welt zu verstehen. Es hat mich Jahre gekostet dieses materielle Weltbild als das zu erkennen was es ist, eine Erzählung, eine Geschichte die die uns die Geschichtenerzähler auftischen. Und ich meine das wörtlich, und genauso !

    Wenn Du Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften studiert hast ,dann hast Du vermutlich auch ein falsches Paradigma verpasst bekommen.
    Ich sage nicht das alles falsch ist, was so von den Lehrstühlen kommt. Das Perfide ist, dass 90% richtig ist und auch funktioniert, aber 10% sind falsch. Und diese 10% bewirken, dass es immer wieder Probleme gibt. Wenig Gift in einem heilsamen Getränk genügen, um das ganze Getränk zu vergiften.

    Und man merkt es nicht, weil man sich daran gewöhnt hat. Als Beispiel will ich die Religion anführen. Religion kommt von religare = verbinden. Religion sollte also die Verbindung mit etwas Höherem bewirken. Nicht als Fiktion, als blosser Glaube sondern tatsächlich erfahrbar. Jetzt und in diesem Leben.

    „Wenn ihr zu einem Berg sagt hebe dich hinweg und ihr glaubt das, so wird er sich hinweg bewegen“,
    „…. werdet ihr grössere Werke als ich tun können“

    Zum Teufel, das sind keine Metaphern, das ist wörtlich gemeint. Und das kann erreicht werden mit dem richtigen Weltbild, der richtigen Denke. (Jetzt, in dieser Zeit, bloss wird das nicht berichtet)
    Aber welche Religion kann die Wahrheit dieser Worte noch demonstrieren? So tut die Religion so, als ob sie einem zu etwas Höheren führen kann, aber sie kann es nicht. 2000 Jahre hat das Christentum versucht die Menschheit zu verbessern, aber nur die Formen haben sich geändert. Man ist nicht mehr so offensichtlich brutal, sondern ist zivilisierter, raffinierter „smarter“ geworden. Ja, es gab die Aufklärung, aber sie wurde so wie die gängigen Religionen unterwandert und unwirksam gemacht. Etwas Gift genügte. Und dann kann man diese vergiftete Aufklärung auch wieder verwenden um Menschen zu täuschen, wie bei der Religion, wie mit dem Begriff Demokratie.

    Jeder will Demokratie, das ist doch etwas feines. Und dann hat man die repräsentative Demokratie, wo man die Abgeordneten manipulieren kann, und da sie gut bezahlt werden, werden sie schon tun, was der Fraktionszwang von ihnen verlangt. Und die Abgeordneten, wie bei dem ESM Vertrag, wo es um sofortige Zahlung von Milliardensummen ging, wissen nicht einmal wie hoch die Summe war um die es ging.

    Aber nach dieser Abschweifung zurück zu Deiner Frage.

    a. Was also kann der Einzelne tun, um sein Weltbild zu ändern?

    Meiner Meinung nach, sollte man sich zuerst klar darüber werde, wie der eigene Denkvorgang funktioniert.
    Nicht ich denke, sondern ich werde (zum grössten Teil) gedacht.
    Das Denken denkt den Denker.
    Erst durch Bewusstwerden der eigenen Denkvorgänge wird es möglich, diese Vorgänge willentlich zu steuern.
    Erst dann hat man einen freien Willem.
    Das wird natürlich von den Geschichtenerzählern (Manipulateuren) weidlich ausgenützt.
    Wir alle sind durch unsere Vergangenheit, Eltern, Schule, Ausbildung konditioniert.
    Es ist ein quasi hypnotischer Zustand, der uns aber selten bewusst ist.
    Was Hypnose bewirken kann siehe z.B.

    https://www.youtube.com/watch?v=M8n5RRHWz4Y
    https://www.preetz-hypnose.de/hypnose-tiefenhypnose/ein-erstaunliches-experiment/
    Dieses Experiment zeigt, dass
    die konditionierte Reaktion stärker war als der real gegebene Reiz!

    In diesem Sinne kann man sehr wohl sagen, dass die heutige Menschheit zum
    allergrössten Teil aus Schlafschafen besteht, die sich von einer unbekannten „Elite“ führen lässt.
    Seehofer:
    „Die die man kennt haben nichts zu sagen, und die die was zu sagen haben die kennt man nicht.“

    Daten bestehen nicht für sich alleine, sondern sie bekommen erst ihren Sinn durch den Hintergrund auf den sie treffen. Ist dieser Hintergrund nicht vorhanden, kann die eventuelle Bedeutung eines Datums nicht erkannt werden.

    Da der übliche Hintergrund heute ein materialistischer, naturwissenschaftlicher, ökonomischer ist, können Daten die das geistige Wesen des Menschen betreffen, nicht mehr in ihrer Bedeutung richtig eingeordnet werden.

    Da wir alle durch unsere „Erziehung“ (wohin sollen wir denn gezogen werden?) nicht neutral und objektiv sind, – ja sein können, – existiert dieser geistige Hintergrund (das Primat der Gedanken über die sogenannten Fakten) nicht. Ergo werden geistige Phänomene wie Telekinese, Gedankenlesen, Leben nach dem Tod, einfach nicht mehr wahrgenommen, obwohl längst schon wissenschaftlich ohne jeden Zweifel bewiesen..

    Sogar die Quantenphysik, die mit ihrem Beweis einer Nicht-Lokalität auf das Geistige, bezw. einen nicht-materiellen Hintergrund hinweist wird materiell umgebogen.

    Will man sich also dauerhaft aus diesem materiellen Paradigma befreien, so gilt es zuerst diesen Hintergrund zu schaffen, indem man nach Daten sucht, die über das übliche Weltbild hinausführen.
    Und das braucht Zeit.

    Das war also die wenig kurze Antwort auf a. Was kann der Einzelne für sich tun.

    Ich könnte mit mehr Material dazu behilflich sein, aber nur auf Anfrage.
    Denn das erste Erfordernis ist der Wille die bestehende Situation grundlegend und nicht nur in den Symptomen zu verbessern

    Dieser Wille bildet sich meistens nur unter einem gewissen Leidensdruck (eintönige, unbefriedigende Arbeit, Sinnlosigkeit, Krankheit, unbefriedigende Verhältnisse etc.), denn wir können nicht TUN, wie Ouspensky sagt, denn wir sind in diese Kultur hinein konditioniert.
    Wir befinden uns normalerweise in dieser hypnotischen Trance der man nur durch Selbstbeobachtung und Bewusstwerdung entfliehen kann.. Wie ein Fisch im Aquarium der glaubt er habe freien Willen, aber sein Aquarium nicht verlassen kann, nicht wirklich TUN kann.

    Teil b. eine Partei…. kommt noch, wenn ich Zeit habe.

    H.G.

  16. @Georg: danke für die Erläuterung, jetzt kann ich dich besser einordnen. Und so sehr ich verstehe, dass die ökonomisch-materiell-physisch beschriebene Welt nicht die GANZE WELT darstellt, so sehr bin ich doch andrerseits überzeugt, dass niemand den Berg mit Geisteskraft wird anheben können – nicht früher, nicht heute, nicht in Zukunft.
    Die Umerziehung bzw. das „Erwachen“, das du meinst, ist eine viel großformatigere Umerziehung als jene, die du den herrschenden Kräften unterstellst. Das aber merkst du gar nicht!
    Ich hab mich im Lauf meines nun schon recht langen Lebens durchaus mit den geistigen, spirituellen, esoterischen und magischen Traditionen und Lehren aus West und Ost beschäftigt. Dass Telekinese oder gar Leben nach dem Tod „zweifelsfrei wissenschaftlich bewiesen“ sei, halte ich für eine steile These, die schon zigmal widerlegt worden ist. Nahtoderlebnisse beweisen kein Leben nach dem Tod, nur mal so als Beispiel.
    Zudem geht es doch um unser aller Leben VOR dem Tod, in dem wir Miete bezahlen und Geld verdienen müssen – dafür wurde noch keine funktionierende Alternative erdacht, die verschiedenen sozialistisch-kommunistischen Versuche sind allesamt dramatisch gescheitert.
    Da du selbst ja meinst, die Massen seien durchweg manipuliert und hypnotisiert, sehe ich schon von daher keinen Vorteil in direkter Demokratie, obwohl ich mit dem System in der Schweiz ein wenig sympatisiere. Aber man schaue nur mal, mit welchen Lügen die Leute in GB zu ihrer Brexit-Entscheidung verführt wurden – ganz gruslig, das lehrt mich eher das Fürchten als dass ich Bock auf mehr davon hätte!

  17. Mich hat auch in dem langen und lesenswerten Beitrag von Georg die plötzlich abrupt auftretende Meinung gestört, dass leben nach dem Tod wissenschaftlich erwiesen sei. Wieso dann die ganze Aufregung hier auf Erden?

    Bewusstseinswandel ist ein zu großes Wort. Da ja das „kleine Format“, ethik und wohlverhalten, nicht wirklich reüssiert ist, ist Bewusstseitswandel einfach eine zu grosse und zu hoch hängende Frucht.

  18. @Claudia, @Gerhard

    Liebe Leute, Eure Meinung in allen Ehren, aber sie zeigt deutlich die Konditionierung auf, der wir alle unterliegen.

    Die erste Frage die ich stellen muss ist, wollt Ihr Euch das antun und die rote Pille wie im Matrix Film wählen? Wollt Ihr erkennen in welcher Matrix von Illusionen ihr lebt? Das kostet einen grossen Aufwand, den man meistens nur zu leisten bereit ist, solange das Interesse anhält.
    Wollt Ihr es also wirklich wissen?
    Wollt Ihr Eure gedankliche Komfortzone verlassen?

    Aber hier noch ein paar Punkte die ich kommentieren möchte:

    Betreff: Zweifel an dem Beweis eines Lebens nach dem Tode.
    (Ich will hier keinen Roman schreiben, deswegen in aller Kürze)
    Es gibt Experimente das Monroe Instituts die wie folgt verliefen. Mehrere Tester verabredeten sich, um sich im Jenseits an einem bestimmten Ort zu treffen. Nach ihrer Rückkehr verglichen sie ihre Aufzeichnungen. Die Erfahrungen stimmten überein.
    Das schliesst etwaige Halluzinationen völlig aus. Abgesehen, dass die erfolgreichen Absolventen der Kurse sich selbst vom Jenseits überzeugen konnten

    Lest das Buch des Physikers Thomas Campbell „Meine grosse Theorie von allem“
    (Ich habe Euch gewarnt, dass das Zeit kostet :-) )
    Dann gibt es noch Bücher von Monroe selber und William Buhlman. Diese Leute gehen systematisch ins Jenseits und berichten was sie dort erleben.
    Oder schaut be i http://www.matrixWissen.de vorbei.

    Warum ist das nicht allgemein bekannt? Nun ganz einfach was nicht in dieses materielle Weltbild passt wird abgewertet und dann wieder vergessen. Wenn solche Dinge allgemein bekannt würden, wären die Kontrollmöglichkeiten der Manipulateure doch sehr eingeschränkt. Wie früher gesagt, ein Datum alleine, wenn es nicht in einen bestehenden Hintergrund eingeordnet werden kann, kann nicht in seiner Bedeutung erkannt werden.

    Betreff: Bewusstseinswandel ist ein zu grosses Wort:
    Ethik und Wohlverhalten und auch „Liebe deinen Nächsten…“ wird mühelos und unverkrampft möglich durch Bewusstseinswandel……
    …..und ist einfach die natürliche Folge eines Bewusstseinswandels und ohne einen solchen niemals möglich.
    Ein Schiff ohne Ziel wird nur schwer einen Hafen finden und wenn doch dann ist es sicher nicht der gewünschte. Deswegen ein solches Ziel.
    Es ist klar, dass das nur in kleinen Schritten erreicht werden kann, aber man muss doch zuerst wissen wohin man will.

    So resultiert eine solche Einstellung entweder aus einer erfolgreiche Indoktrination, die aber nicht mehr auffällt, weil alle sich daran gewöhnt haben.
    „Schuster bleib bei deinen Leisten“, dann können wir dich besser steuern.
    Oder resultiert aus einem zerfallenden Ziel, nach folgender Skala
    Neugierig
    Erwünscht
    Erzwungen
    Verboten, Unterdrückt
    Nein
    Zurückgewiesen

    Betreff: Man kann den Berg nicht mit Geisteskraft anheben.
    Nein bestimmt nicht solange man den Berg als schwere Materie sieht. Aber wie heisst es im Matrix Film „Du musst nicht den Löffel biegen, sondern deinen Geist“
    Und das kann man lernen, mit entsprechendem Aufwand.
    Es gab auch einmal einen Kurs wie man für sich selber Löffel biegen erlernen kann.
    Ich glaube ich habe ihn noch auf meinem Computer
    Uri Geller hat nachweislich Löffel durch Gedankenkraft verbiegen können.

    (Falls man aber jetzt nicht den nötigen Kontext, durch aufwendige entsprechende Studien und Lektüre erworben hat, wird man sofort vermuten, dass das nur ein Trick gewesen sei. Die Abwertung setzt ein und das Datum wird als unwesentlich abgetan. So funktioniert diese Mindmaschine eben)

    Betreff: Zu unserem Leben VOR dem Tod wurde noch keine funktionierende Alternative erdacht.
    Oh, doch.
    -Tesla hat mit grosser Wahrscheinlichkeit das Energieproblem gelöst.
    -Statt Uran könnte man Thorium als Zerfallsstoff verwenden. Thorium erzeugt beim Zerfallsprozess keine Radioaktivität.
    -Silvio Gesell hat mit seinen Experiment bei Wörgel gezeigt, dass ein zinsloses Geld blühende Landschaften erzeugt, ebenso wie im Mittelalter wo es eine zeitlang verwendet wurde, bis dann die Fugger kamen und das Zinsgeld wieder einführten.
    – Franz Hörmann auf youtube hat geniale Ideen darüber wie man ein Informationsgeld einführen könnte und ein Grossteil der Schulden reduzieren ohne jemand etwas wegzunehmen Wir sehen jetzt Geld als ein Tauschmittel, sollten es aber als stattdessen als Wertmasstab sehen.

    Und wieder die Frage warum das alles nicht bekannt ist?
    Weil es von denen die das Sagen haben nicht gewollt wird. Der Finanzier von Tesla war ein Ölmagnat, als Tesla mit Energie aus dem Äther experimentierte entzog er ihm die Mittel. Forschungsinstitute werden heute zu immer grösserem Teil von irgendwelchen Stiftungen finanziert, deren Gedlgeber und Eigentümer das grosse Geld ist.

    Es gibt noch mehr in dieser Kategorie, aber ich will mich nicht weiter darauf einlassen, denn mein Schwerpunkt liegt mehr auf Bewusstmachung der Funktionsweise unseres Denkvorgangs – und vor allem der Begrenzungen die dadurch entstehen.

    Der Mensch kann nicht TUN. Der Mensch ist eine Maschine, aber es ist eine seltsame Maschine, denn sie kann erkennen, dass sie eine Maschine ist und dann kann sie zu etwas anderem werden
    Ouspenky : „Vom Inneren Wachstum des Menschen“
    Sollte man lesen, wenn man die rote Pille gewählt hat.

    Betreff: Keinen Vorteil in direkter Demokratie.
    Schlafschafe müssen geführt werden, ohne Zweifel.
    Die Frage ist ,was für einen Hirten sie haben.
    Ein guter Hirte wird dafür sorgen, dass sie aufwachen, was natürlich ein längerer und mühsamer Prozess ist.
    Gelegentlich gibt es auch Schafe die erkennen, dass sie nur Schafe sind und nicht mehr „tun wollen was alle tun wollen“. Die werden dann oft von der Mehrzahl der anderen ausgegrenzt, sogar angefeindet.
    Mausfeld zeigt in seinem Vortrag, dass die „Elite“ eben kein guter Hirte ist. Das ist das Problem und eine der Ursachen, weswegen das Geldsystem der Schlüssel ist, dedr das ändern könnte.

    All dieses Wisseniüber diese Zustände ist da, aber es wird nicht wahrgenommen,

    Betreff : Die Ursachen bekämpfen
    a. Bei sich selbst: Erkennen, das man nicht tun kann solange man unbewusst ist.
    b. In der Gesellschaft ist die Ursache das gegenwärtige Geldsystem. Die Mächtigen, die etwas zu sagen haben sind nur auf Grund ihres Geld-Vermögens mächtig und einflussreich. Dieses Vermögen entsteht durch die stete Akkumulation von Zins und Zinseszins.

    Muss jetzt aber aufhören und kann dieses Thema deshalb nicht abschliessen.

    H.G.

  19. @Georg: das Problem mit Menschen, die von einem „alternativen Weltbild“ überzeugt sind, ist in der Regel nicht so sehr dieses kurios wirkende Weltbild, sondern die Haltung, die damit regelmäßig verbunden ist und die du gerade auch wieder zeigts: DU hast DIE WAHRHEIT gefunden, da gibt es keine Zweifel mehr – und die anderen sind einfach unerwachte schlafende Schafe. Das Pillen-Mem aus Matrix gehört auch immer dazu, Pop-Philosophie halt.

    Weil du aber zivilisiert diskutierst, will ich dennoch auf dich eingehen:
    Sag, hast du das, was du als „Jenseits“ beschreibst, jemals selbst betreten? Ich schon, dafür lasse ich dir 2 Links, die dich nicht viel Lesezeit kosten:

    Der philosophische Virus, Weltbilderschütterung, OOBE
    und:
    Merkwürdigkeiten am Rande des Tiefschlafs

    Monroe und Ouspensky habe ich bereits in den 80gern gelesen – eigentlich nahezu alles, was es so an Literatur über Geist, Bewusstsein, Anderwelten jeglicher Art gab.
    Wie du in den beiden Blogposts lesen kannst, kam ich nicht zum Fazit, dass irgend etwas Derartiges uns aus den Problematiken des „Lebens vor dem Tod“ retten könnte. Wir sind, was wir sind: keine Maschinen, sondern sehr weit entwickelte Primaten, die die ganze Triebnatur des Tieres noch in sich tragen, nur minimal überformt durch Kultur und den sehr dünnen Lack der Zivilisation. Der Mensch im Sinne allumfassender Humanität ist noch Projekt, nicht Fakt.

    Was das sog. „Jenseits“ angeht noch ein paar Anmerkungen:
    die über Jahre gelaufene Awareness-Studie hat ja zumindest EINEN GANZ KLAREN FALL dokumentiert, bei dem Bewusstsein und Wahrnehmung der Abläufe im Operationssaal trotz Herzstillstand minutenlang vorhanden waren. Hier der Bericht des FOCUS – wie du siehst, ist das Thema keineswegs so „gefährlich“, dass es kein Mainstreammedium anfasst!

    Interessant auch die Pim van Lommel-Studie, die ergeben hat (mich wundert das nicht), dass die geistige Verfassung, das Vorwissen, der Glaube etc. absolut KEINEN Einfluss darauf hat, ob solche Erlebnisse auftreten oder nicht. Sic! Das zum Thema Bewusstseinsentwicklung… (Für die allgemeine Info zum Phänomen ist der Wikipedia-Artikel recht gut. Mittlerweile kann man durch Stimulation bestimmter Hirnregionen das „Jenseits-Erlebnis“ erzeugen).

    Wie Tesla das Energieproblem gelöst haben soll, interessiert mich. Hast du mal einen Link?
    Was das Geldsystem angeht: das läuft ja nun schon einige Jahre OHNE Zins und Zinseszins – scheint ihm gar nicht zu schaden.

  20. @Claudia, danke für Deine Ausführungen. Sehr instruktiv.

    Was Hirnwissenschaftler alles an Eigentümlichkeiten unseres Denkapparats herausgefunden haben, ist Thema zahlreicher jüngster Bücher gewesen.
    Man kann etwa dem Gehirn in einer Versuchsanordnung vorgaukeln, daß ein verlorener Arm wieder zur Verfügung steht. Dies eine der Möglichkeiten, Phantomschmerz anzugehen.

    „Der Mensch im Sinne allumfassender Humanität ist noch Projekt, nicht Fakt.“

    Agression gehört zur Grundausstattung unserer Spezies. Man kann sogar soweit gehen, daß Agression evolutionär ein nötiges Ding ist.
    Vielleicht kann man irgendwann an genetischen Schrauben drehen, das wäre durchaus denkbar. Sonst bliebe nur der Lack.
    Fast tagtäglich kommen Meldungen, daß man bestimmte Genabschnitte identifiziert hat, die für dieses und jenes verantwortlich zeigen.
    Erst gestern wieder:
    http://www.spektrum.de/news/kontaktscheue-bienen-und-menschen-ticken-aehnlich/1486935

  21. @Claudia

    „…sondern die Haltung, die damit regelmäßig verbunden ist und die du gerade auch wieder zeigts: DU hast DIE WAHRHEIT gefunden, da gibt es keine Zweifel mehr – und die anderen sind einfach unerwachte schlafende Schafe. Das Pillen-Mem aus Matrix gehört auch immer dazu, Pop-Philosophie halt.“

    Nein, ich habe nicht DIE Wahrheit gefunden, denn Absolute sind unerreichbar.
    Aber ich denke, dass ich in einer Suche mit allergrösster Offenheit zahlreiche in vielen Systemen enthaltene Mosaiksteichen zu einem sehr stimmigen Weltbild zusammen fügen konnte.
    Schau, ist es nicht so, dass jede Weltanschauung ein System ist, wo sich die Daten gegenseitig stützen. Ein Begriff wird durch einen anderen erklärt.
    Ich füge mal einen Text ein, den ich früher geschrieben habe

    Was ist ein System ?
    Ein System setzt sich aus einzelnen Teilen zusammen, die aufeinander einwirken, voneinander abhängig sind und erst als Ganzes etwas völlig Neues bewirken. Es gibt materielle Systeme und Gedankensysteme.
    Die Art der Bestandteile, aus denen sich ein System zusammensetzt betrachten wir hier nicht, sondern nur die Art und Weise ihrer Verknüpfung, und die Art und Weise wie sie aufeinander einwirken.
    Eine Uhr ist so ein (materielles) System. Ein Rad alleine bewirkt nichts. Alle Räder zusammen können die Zeit anzeigen. Systeme müssen komplett sein, um ihren Zweck erfüllen zu können.
    Eine Kultur ist ein System, eine Religion ist ein System, eine Wissenschaft ist ein System.
    Die Sprache ist ein System, dessen Gebrauch wir in der Kindheit erlernten. Definitionen von Wörtern bestehen aus anderen Wörtern. Ein Teil erklärt, stützt so den anderen.
    Unser Modell der Welt kann ebenfalls als System verstanden werden.
    Wenn nun z.B. bei einer Uhr ein Rädchen fehlt, läuft die ganze Uhr nicht. Wenn bei einem Gedankensystem eine Einsicht fehlt, bleibt das ganze Gedankengebäude wirkungslos. So kann ein einzelnes Wissensdatum nicht viel bewirken. Tatsachen müssen so verbunden werden, dass sich mit dieser neuen Sicht etwas nützliches oder erwünschtes erreichen lässt.
    Nur Systeme (gebildet aus Überzeugungen) können eine wirkliche Veränderung im Leben eines Menschen bewirken.
    Einzeltatsachen bewirken nichts, sie werden missverstanden, umgedeutet, vergessen, – falls sie nicht in das jetzt dominierende System passen.
    (Warum? Weil jede Einzeltatsache den Filter der bisherigen Überzeugungen durchlaufen muss, und so abgewertet, umgedeutet oder gar nicht wahrgenommen wird.)
    Systeme sind keine absoluten Wahrheiten (können die Welt nicht abbilden „wie sie wirklich ist“), sondern Denkwerkzeuge. Ihr Wert ergibt sich aus ihrer Nützlichkeit – oder Wertlosigkeit.
    Wer sich an ein System als alleinige, absolute Wahrheit bindet begrenzt sich unnötigerweise.
    Hier soll nun ein System entwickelt werden, um den Menschen selbst besser zu verstehen. Auch dieses System erhält seinen Wert erst dann, wenn man erkannt hat, wie die einzelnen Teile ineinandergreifen, um einen bestimmten Zweck zu erreichen, der anfangs nicht erkannt werden kann.

    Stabile Daten und Schlussfolgerungen.
    Gedankensysteme setzen sich letztendlich aus Stabilen Daten und Schlussfolgerungen-daraus zusammen. – Stabil deswegen, weil man der ÜBERZEUGUNG ist, dass sie stabil sind. (Was sie aber nicht notwendigerweise sind)
    Das Modell der Welt so wie es im Denken des Menschen entsteht ist aus gewissen Prämissen, Axiomen, Überzeugungen oder Stabilen Daten einerseits und aus den logischen Schlussfolgerungen daraus andererseits aufgebaut.
    Ein Stabiles Datum ist dabei ein Wissenselement, das nicht in Frage gestellt wird. Eine Selbstverständlichkeit deren man sich oft nicht bewusst ist.
    (Synonym dafür hier: Glaube, Überzeugung, Evidenz, Selbstverständlichkeit…)
    So besteht die Euklidsche Geometrie aus wenigen Axiomen oder Stabilen Daten und vielen Schlussfolgerungen oder Ableitungen daraus. Das Weltbild der Physik beruht auf der Annahme, dass es Materie gibt. Religiöse Glaubenssysteme beruhen auf der Annahme, dass es Gott oder ein Jenseits, etc gibt.
    Strenggenommen sind das wirklich nur Annahmen, Hypothesen für die es nur Indizienbeweise gibt (die aber ihrerseits wieder auf Annahmen anderer Art beruhen)
    So wurde in Bezug auf das Weltbild der Naturwissenschaft der Anfang gesetzt (angenommen, postuliert), das daraus resultierende System, der Rest entdeckt.(Das Postulat besteht darin zu glauben, dass es eine objektive Aussenwelt aus Materie bestehend, gäbe.)
    Ähnliches gilt für jeden Denkinhalt. Er besteht immer aus Stabilen Daten und Schlussfolgerungen. Der springende Punkt dabei ist nun, dass die Stabilen Daten nie beweisbar sind. Sie mögen zwar vernünftig oder sinnvoll erscheinen, aber beweisen kann man sie auf logische Weise durch die Vernunft nicht.
    Stabile Daten übernimmt man meistens aus der Umwelt, die sie wieder ihrerseits aus ihrer Umwelt übernommen hat, oder man setzt Stabile Daten für sich selbst in den eigenen Entscheidungen, Bewertungen und Postulaten.
    Das System, das auf solchen Stabilen Daten errichtet wird, kann raffiniert und kunstvoll bis in alle Einzelheiten ausgearbeitet sein. Grosse Teile dieser Stabilen Daten können nicht bewusst sein. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es auf willkürlich gesetzten Daten beruht.
    Dieses Wissen ist eminent praktisch. Seine Anwendung macht kreativ. Denn ein jedes Umdenken beginnt mit dem Erkennen der Prämissen, der Stabilen Daten. Man findet keinen Ausweg aus einer bestimmten Situation, weil man z.B. etwas als gegeben und unveränderlich annimmt, was es gar nicht ist.
    Man ist sich dieses Faktums nicht bewusst. So macht es viel erfolgreicher diese Stabilen Daten zu untersuchen, anstatt immer raffiniertere Gebäude der Logik auf bereits bestehenden Daten zu errichten.
    Wenn jemand die Stabilen Daten auf denen sein Modell der Welt aufgebaut ist nicht finden kann, kann er nur erweitern was bereits besteht.
    Die Stabilen Daten sind das Fundament. Wenn man kein neues Fundament legt, kann man höchstens an dieser Stelle weiter in die Höhe bauen. Dabei wäre ein niedrigerer Bau woanders vielleicht viel sinnvoller. Deswegen drehen sich Menschen oft ständig im Kreise ihres immer gleichen Denkens.
    Erst wenn man die Prämissen, die das Denken blockierten erkannt hat, kann man sie ändern. Dann kann man neue Prämissen postulieren. Daraus ergibt sich dann in logischer Ableitung ein neues Modell der Welt. An seiner Wirksamkeit kann man erkennen, ob es brauchbar ist.
    Soweit dieser frühere Text.

    Nun ist JEDE Weltanschauung, AUCH die gängige, ein solches System aus Überzeugungen und Evidenzen gebildet und jeder Mensch kann die Welt nur auf Grund dieser Weltanschauung erkennen. Das ist eben die Art wie man die Welt anschaut.

    Wenn mir nun eine „Arroganz des Wissenden“ vorgeworfen wird, dann gilt dieser Vorwurf natürlich genauso für die Vertreter eines „naiven Realismus“. Die sind heute natürlich in der Überzahl und die Wahrheit liegt in einer „Demokratie“ immer bei der Mehrheit. (Auch so eine falsche Überzeugung)

    Wahrscheinich bist Du nicht damit einverstanden, wenn ich implizit sage, dass die Art wie wir die Welt sehen nur auf Überzeugungen beruht.
    Schlieslich kann es doch keinen Zweifel daran geben, dass da ein fester materieller Tisch vor mir steht, den ich anfassen und berühren kann.
    Ist das wirklich sicher?
    Muss man diesen Tisch nicht zuerst WAHRNEHMEN ?
    Und läuft diese Wahrnehmung nicht über Sinnesreize, die dann Interpretiert werden müssen?
    Und hängt diese Interpretation nicht von früher Gelerntem ab?

    Ich will Dir im Folgenden noch einen früheren Artikel von mir zumuten.

    Die gängige Vorstellung ist doch die, dass da eine Welt ist in der wir leben, da gibt es Landschaften, Häuser, Bäume andere Menschen und mich selbst.
    Ich bewege mich in dieser Welt der Objekte hin und her. Ich bin selbst ein Objekt in dieser Welt, so wie alle anderen.
    Ich, der ich glaube ein Körper zu sein.
    Dinge existieren, wenn ich sie sehen, berühren oder sonst wie identifizieren kann.
     

    Nun will ich ihnen eine andere Sichtweise darlegen. Das was jetzt folgt ist völlig logisch und unwiderlegbar, obwohl es ihnen wahrscheinlich sehr seltsam und ungewohnt vorkommen mag.
     

    Überlegen sie bitte woher sie wissen, dass da ein Gegenstand ist, wie z.B. ein Stuhl der vor ihnen steht.
    Sie werden sagen, dass er, wenn er beleuchtet wird die Lichtstrahlen der Lichtquelle widerspiegelt.
    Diese Strahlen gelangen in ihr Auge und treffen auf lichtempfindliche Nervenzellen.
    Diese erregen dann Nerven die in ihr Gehirn führen.
     

    Bis hierher scheint alles klar und verständlich zu sein.
    Aber was geschieht dann? Wie wird aus diesen Nervenreizen das Bild eines Stuhls?
    Nervenreize bestehen aus elektrischen Ladungen, Potentialunterschieden oder Bewegungen von Ionen.
    Wie wird aus so etwas ein Bild?
    Woher „weiss“ unser Gehirn, dass diese Nervenreize das Bild eines Stuhls sind?
    Und wie kommt es, dass wir das Bild des Stuhls „da draussen“ sehen und nicht IN unserem Gehirn?

     
    Eine Antwort auf diese Fragen könnte sein, anzunehmen, das Gehirn hätte das „gelernt“. Dieser Reiz bedeutet ein etwas hartes, Jener Reiz bedeutet die Farbe Rot, eine Kombination spezieller Reize bedeutet das Objekt Stuhl, u.s.w.
    Wenn das erlernt wurde muss es einen geben von dem es erlernt wurde, Das wären dann die Eltern eines Babys und Kleinkindes und dessen Umgebung. Gut.

     
    Aber woher haben diese es erlernt? Wieder von ihren Eltern. Und diese von ihren Eltern. So ergibt sich eine unendliche Kette in die Vergangenheit. Man muss so zu dem Schluss kommen, dass die Art der Interpretation von äusseren, physikalischen Reizen eine kulturelle Überlieferung ist.
    Wir kommen so zu der Aussage:
    Eine Kultur wird definiert und entsteht durch die Art und Weise wie die physikalischen Reize der (angenommenen) Aussenwelt mit Bildern, Auslegungen etc. verknüpft werden.
    Aber kann eine erlernte Interpretation die reale Welt „da draussen“ 1:1 abbilden?
    Kann unsere Annahme, dass es da eine objektive Aussenwelt gibt stimmen?
     

    Naiverweise nimmt man an, dass das Abbild der Welt in uns und die „Realität“ da draussen im Grossen und Ganzen übereinstimmen. Diese Übereinstimmung habe sich durch eine evolutionäre Anpassung der Menschheit an die zuvor gegebene Realität ergeben.
     

    Lassen wir dieses Argument einmal so stehen und fahren wir in der obigen Analyse fort. Denn jetzt erst kommt die kopernikanische Wende. Ich bitte sie hier genau aufzumerken.
     

    Wenn das materielle Gehirn nämlich nur Sinnesempfindungen (also Nervenreize) kennt – UND SONST GARNICHTS – woher weiss es dann von seiner eigenen
    Existenz?
     

    Woher weiss das materielle Gehirn, dass es da ein materielles Gehirn gibt, ausser durch die Interpretation von Nervenreizen?
    (Und diese Interpretation wurde erlernt, wie wir zuvor gesehen haben.)
    Kann das „materielle“ Gehirn deswegen etwas reales, wirklich existierendes sein oder ist es vielmehr nichts als ein Bild, durch kulturelle Überlieferung erschaffen?
     

    Denken sie über diese Frage genau nach.
    Meditieren sie darüber, auch längere Zeit, bis ihnen diese Sachlage ganz klar wird.

     
    Aber es muss doch ETWAS geben, denn schliesslich nehmen wir etwas wahr Wir sehen eine Welt.
    Und hier kommen wir auf des Pudels Kern.
     

    Ein Fotoapparat kann von allem Bilder machen ausser von sich selbst. Das Auge kann alles sehen, aber nicht sich selbst Gilt das nicht auch für das materielle Gehirn?
    Ist es also vernünftig anzunehmen, dass das materielle Gehirn SICH SELBST (also nicht bloss ein Spiegel-Bild von sich) erkennen kann?
    Die einzig vernünftige Erklärung kann deswegen nur sein:
     

    Das wirkliche Gehirn ist nicht materiell, sondern ein Beobachter des materiellen Gehirns.
    Das materielle Gehirn wird von dem “ wahrnehmenden Gehirn“ wahrgenommen.
     

    Das „materielle Gehirn“ ist nur ein Bild im wahrnehmenden Gehirn.
    (Dieses Bild entstand durch die in einer Kultur gebräuchliche Interpretation.)
    Das eigentliche wirkliche Gehirn ist das wahrnehmende Gehirn – oder Bewusstsein.
     

    Nur DIESE Vorstellung kann obiges Problem lösen, auch wenn sie im ersten Moment sehr ungewohnt erscheint.

     
    Das wahrnehmende Gehirn hat sich das Bild eines materiellen Gehirns erschaffen, um ein Zentrum für sich zu haben und um erklären zu können was es ist.
    Eine Erklärung die nur das materielle Gehirn kennt ist falsch. Sie ist nichts anderes als eine durch unsere Kultur erlernte Sichtweise.

     
    Wer also sind wir? Ein Körper der ein Gehirn hat und sonst nichts?
    Oder sind wir nicht vielmehr das „wahrnehmende Gehirn“ das sich das Bild eines Körpers samt materiellem Gehirn erschaffen hat?
    Das wahrnehmende Gehirn, das der Beobachter seiner Realität, der Wahrnehmer seines Universums ist.
     

    Das ist nur folgerichtig gedacht und beileibe nichts Neues. Die Basis unserer Existenz ist Bewusstsein und nicht Materie.
    Dinge existieren ZUERST nicht deswegen weil ich sie berühren oder mit den Sinnen erfassen kann, sondern ZUVOR muss mir bewusst werden, dass das ein Ding IST.
    Erst DANN kann ich eine Berührung registrieren und die Existenz des Dings feststellen..
     

    Die Grundlage auf der alles ruht ist IMMER Bewusstheit von etwas.
    Ohne Beobachter kann es nichts Beobachtetes geben.
    Jedenfalls nicht für den Beobachter der jeder von uns ist-
     

    Sogar in der Quantenphysik wurde erkannt, dass jede Messung eines Objekts IMMER auch einen Beobachter erfordert. Der Ort eines Elektrons als Welle ist unbestimmt (überall und nirgends), erst durch die Messung (Beobachtung) wird das Elektron als Körper an einer bestimmten Stelle wahrnehmbar.
    Erst durch den Akt der Beobachtung wird eine Wirklichkeit (hier der Ort des Elektrons) erschaffen.
     

    Nun nochmal zu dem Argument, es gäbe eine objektive Aussenwelt und wir hätten im Laufe der Evolution gelernt, die Reize die das materielle Gehirn empfängt in richtige, der objektiven Aussenwelt entsprechende Bilder umzuformen. So käme es, dass objektive Aussenwelt und das Bild von ihr in unserem materiellen Gehirn einander entsprechen.
     

    Wenn Zeit nicht objektiv existiert, da auch sie etwas ist was wahrgenommen werden muss, so gibt es auch keine Evolution. (Jedenfalls nicht im bisher geglaubten Sinne). Die Evolutionstheorie ist deswegen ein mentales Konstrukt, eine Rückrechnung ( aus dem Jetzt in eine angenommene Vergangenheit) um den gegenwärtigen Zustand der beobachtbaren jetzt vorhandenen Realität der Menschheit zu erklären. Man kann nicht einen zeitlichen Begriff zur Beschreibung eines Gehirns (und seiner Konstrukte) verwenden, das Zeit erst erzeugt.

     
    So stellt eine Wissenschaft die Bewusstsein aus Gehirnfunktionen ableiten will die Dinge auf den Kopf.
    Das Gehirn produziert nicht Bewusstsein, sondern das Bewusstsein produziert das Gehirn.
     

    Ich bin nicht in meinem materiellen Gehirn, sondern mein materielles Gehirn (und die ganze von mir wahrgenommenen Welt) ist IN mir. (in meinem Bewusstsein)
     

    (Das Bewusstsein (das Wahrnehmende) produziert das Bild des Gehirns und dieses Bild ist alles was wir kennen)
     

    Aber wenn jemand betrunken ist oder das Gehirn auf sonstige Weise beschädigt ist, dann werden doch auch die Bewusstseinsfunktionen betroffen? Schlaftabletten beinträchtigen das Bewusstsein indem sie schläfrig machen.
    Richtig, aber das lässt sich leicht erklären. Ein Klavierspieler, (das Bewusstsein) kann auch nur auf einem einwandfreien Klavier (dem materiellen Gehirn) eine schöne Melodie erzeugen. Wird das Klavier, (also das Gehirn) beschädigt, leidet auch die Melodie.
     

    Um die Aufgaben in dieser seiner Realität bewältigen zu können hat sich, das „wahrnehmende Gehirn“ der Beobachter oder „das Wahrnehmende“ ein Werkzeug erschaffen, einen mentalen Supercomputer unseren Mind (das englische Wort ist besser als die übliche deutsche Übersetzung „Verstand“) mit seinen Gedanken, Gefühlen und Empfindungen.
    Dieser ist mit dem biologischen materiellen Gehirn verbunden und spielt in der vorigen Metapher die Rolle des Klaviers. So bestimmt die Qualität des Mind-Supercomputers (mit allen seinen Filtern) die Qualität dessen was wahrgenommen werden kann.
     

    (Um Missverstänissen zuvorzukommen, wir sind auch nicht der Mind, sondern der Wahrnehmer des Minds, z.B. in einer tiefen Meditation wenn wir unsere Gedanken beobachten, wie sie kommen und gehen. Mehr dazu später).
     

    Wer also sind wir unserem Wesen nach? Ein Körper der mit seinem Gehirn in seiner Umwelt herumläuft? Das kann nach obiger Analyse nicht stimmen.
    Wir können unserem tiefsten Wesen nach nur „das Wahrnehmende“ sein.

     
    Wie zuvor gesagt, das Auge kann alles sehen, aber unmittelbar nicht sich selbst. (Wenn man von künstlichen Hilfsmitteln, wie Spiegel absieht). Ein Beobachter kann alles beobachten nur nicht sich selbst .So kann der Beobachter nicht das Beobachtete sein.
    Der Seher ist NICHT das Gesehene.
    Das wahrnehmende Gehirn als der Beobachter kann nicht in seiner Welt als das Beobachtete enthalten sein.
     

    „Das Wahrnehmende“ BIN ich. Denn ICH bin es der wahrnimmt.
    Das ist mir als Basis meiner Erkenntnis unmittelbar gegeben.
     

    Wir kommen so zu der Formulierung „Das Wahrnehmende, das ich bin“
     

    (Ich bin es der wahrnimmt – auf dieser Grundlage ruht alles andere was man mir so über das Wesen dieser Welt beigebracht hat. Denn dieses andere kommt FÜR MICH danach. Das andere sind die Interpretationen, wie sie durch die Kultur in der wir leben bestimmt wurden.)
     

    Das ist sicherlich für die meistens für uns eine ungewohnte Vorstellung: Sich selbst als etwas zu sehen was nicht körperlich ist. Zu sehr sind wir daran gewöhnt uns als Körper zu sehen, der sich in seiner gegebenen objektiven Umwelt bewegt. Aber eben diese lebenslange tief eingewurzelte Vorstellung ist es die uns hier festhält.
    Jeder ist das Wahrnehmende, ist Bewusstsein, aber wenn der Fokus der Aufmerksamkeit gewohnheitsmässig stetig auf die falsche Vorstellung „ich bin ein materieller Körper“ gerichtet ist – so erleben wir genau DIESE.
    Wo Dein Bewusstsein ist, da BIST Du.
    Denn dein Bewusstsein ist alles was du hast, bist, erlebst.
     

    Im Mittelalter wurde geglaubt, dass die Sonne sich um die Erde drehe. Schliesslich konnte das jeder täglich beobachten. Dann aber kam Kopernikus und bewies das Gegenteil: Die Erde dreht sich um die Sonne. Erst diese Korpernikanische Wende, das neue Weltbild, erlaubte eine vernünftige Astronomie.
    Eine solche Kopernikanische Wende sollten Sie vollbringen indem sie erkennen, das nicht das Gehirn als Beiprodukt Bewusstsein erzeugt, so wie es offensichtlich zu sein scheint, sondern dass das Bewusstsein das Bild des Gehirns in sich erzeugt. Erst diese Wende wird es ermöglichen ein vernünftiges Bild der Welt in der wir leben zu erstellen.

     
    Ist also der Mond nicht da, wenn wir nicht hinschauen? Nein, ist er nicht.
    Der Mond existiert nur wenn wir den Fokus unserer Aufmerksamkeit auf dieses Feld von Bewusstsein richten. (So wie alle Dinge)

    Aber es gibt doch Bilder vom Mond und andere Menschen sehen ihn auf gleiche Weise.
     

    Der Mond (die Mond-Idee, die Mond-Vorstellung) ist Teil des kollektiven Bewusstseins, oder des Morphogenetischen Feldes mit dem wir in Übereinstimmung (Resonanz) gegangen sind, als wir hier inkarnierten. Indem man den Fokus seiner Aufmerksamkeit (sein Bewusstsein) darauf richtet geht JEDER PERSÖNLICH für sich in Übereinstimmung mit diesem Feld und kann es so wahrnehmen.
     

    Das ist ein bewusster (oder leider meistens unbewusster ) Schöpfungsakt, da wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten WOLLEN: Wollen wir den Mond nicht wahrnehmen gibt es den Mond IN UNSEREM BEWUSSTSEIN nicht. Da aber jeder von uns den Mond nur in seinem Bewusstsein erschafft gibt es den Mond nicht, wenn wir nicht hinschauen (oder sonst ein Bild von ihm erzeugen).

     
    So ist Wollen, Intention, Entscheidungen, Absicht (bewusst oder unbewusst) dasjenige was die Erscheingsformen unserer persönlichen Realität erschafft.

     
    Zahllose Entscheidungen, Verhaltensweisen und Ängste werden durch den unterliegenden Glauben beeinflusst ein sterblicher Körper zu sein. (Wie z.B. die Angst vor dem Tod). Werden beeinflusst von der daraus sich ergebenden Notwendigkeit sich an Materie und ihre Eigenschaften anpassen zu müssen, da man diese wie man glaubt nicht ändern kann.
    Wenn ich mich im tiefsten Inneren als Körper sehe, kann ich nicht glauben, dass falsche Überzeugungen krank machen können. So glaube ich dass nur Tabletten, Operationen, Massagen etc. Heilung bewirken können – und so ist es dann auch, denn es erfüllt sich was ich glaube.
    Voraussetzung jeder grundlegenden Heilung muss deswegen damit beginnen zu erkennen „Wer man ist“, so wie es am Eingang zum Orakel von Delphi gestanden haben soll: Mensch erkenne wer du bist.
    Tom Johanson titelte sein Buch: „Zuerst heile den Geist“.

     
    Je mehr sie sich aber auf diese Gedanken einlassen werden wird folgender Effekt eintreten:
    Vieles was zuvor wichtig war wird weniger wichtig werden und zuvor weniger Wichtiges wird wichtiger werden. Wieso?
    Um etwas zu bewerten (seine Wichtigkeit einzuschätzen) benötigt man einen Masstab. (Um zu wissen wie lang ein Holzstück ist benötigt man einen Zollstock). Wenn sie sie sich als Körper sehen ist dieser Masstab mit dem die Wichtigkeit jedes Vorkomnisses unbewusst gemessen wird, dieser Körper und alle Überzeugungen die damit verbunden sind.
    Wenn sie sich dagegen mehr und mehr als spirituelles Wesen sehen, als Beobachter, dann wird das zu ihrem neuen Masstab. Dadurch ergeben sich ganz andere „Wichtigkeiten“. Dies um so mehr je mehr sie diesen neue Masstab verinnerlichen.
     

    Wenn man erkennt, dass man nur der Beobachter seines eigenen Lebensdramas ist, verliert das Drama seinen Schrecken…………..solange man Beobachter bleibt.

     
    Nach dieser Erkenntnis zerfällt die Welt also in Beobachter (das Wahrnehmende) und Beobachtetes (also unsere Realität, das was für UNS real ist unsere Aussen- und Innenwelt).
    Mit diesem Erkenntnis-Schlüssel lassen sich viele Tore öffnen.
     

    Im Zustand des reinen Beobachters stehen wir ausserhalb der Welt – wir können so das Beobachtete verändern, aber nicht so gut erleben. In einem Zustand wo wir uns mit dem Beobachteten identifizieren („ich bin mein Körper“) können wir besser erleben aber nichts verändern.
    Stellen sie sich vor sie sitzen in einem spannenden Kinofilm und erleben alle Freuden und Ängste des Helden mit. Sie sind in diesem Moment der Held und erleben so intensiv. Aber sobald sie sich dessen bewusst werden, dass sie ja im Kino sitzen sind sie wieder der Beobachter und sie selbst und können diese Identifikation mit dem Helden aufheben. Ähnlich sind wir im Kinofilm unseres Lebens und haben vergessen, dass wir der Beobachter dieses Lebensdramas sind.
     

    Machen Sie sich klar:
    Sie, SIE selbst sind das Wahrnehmende und…….
    Das Wahrnehmende kann nicht Materie sein, da es Materie zuvor wahrnehmen muss.
    Das Wahrnehmende kann nicht Energie sein, da auch Energie erst wahrgenommen werden muss.
    Das Wahrnehmende kann nicht Raum sein, da auch Raum etwas wahrgenommenes ist.
    Das Wahrnehmende kann nicht Zeit sein da auch der Ablauf der Zeit zuerst wahrgenommen werden muss..
    Das Wahrnehmende kann auch nicht Gedanken, Gefühle oder Empfindungen sein, denn auch diese müssen erst wahrgenommen werden.
    Was also ist das Wahrnehmende, was können wir über es aussagen?
    Wir können über es aussagen, dass es etwas wahrnehmen und damit erleben WILL.
    Es hat einen Willen, eine Absicht.
     

    So erschafft es sich etwas zum wahrnehmen, seine Welt. Der bekannte Philosoph Arthur Schopenhauer hat seinem Hauptwerk den Titel gegeben: „Die Welt als Wille und Vorstellung“. Er beginnt dieses Werk mit dem Satz „Die Welt ist meine Vorstellung“.
    Unser Wille, unsere Entscheidungen sind es die bestimmen, wie wir die Welt erleben.
    Die verwirklichte Absicht ergibt die Erscheinungsformen, Welten, Universen, Objekte, Körper.

    Soweit dieser Artikel.

     Es kommt drauf an, dass man diese Kopernikanische Bewusstseinswende bei sich selbst vollzieht. Blosses durchlesen des vorigen Textes, wird wahrscheinlich nicht genügen, Die Indoktrination durch die Kultur in der wir aufgewachsen sind, ist sonst zu mächtig.

    Will man sich darauf einlassen?
    Das ist die rote oder blaue Pille, eine bewusste Entscheidung.
    Will man in einer Scheinrealität weiter schlafen oder will man versuchen aufzuwachen?

    Der Matrix Film ist eine sehr gute Metapher, wenn man ihn unter diesem Gesichtspunkt betrachtet. Alle wahren Religionen die von Erleuchtung, Auferstehung, Aufstieg, Himmelreich etc sprechen, erfordern diese Kopernikanische Bewusstseinswende als Startpunkt.

    Zu mir:
    Ich will mich hier auch nicht als arroganter Besitzer der alleinigen Wahrheit aufspielen. Ich hatte aber als von der Naturwissenschaft verbildeter das Problem für mich einen logischen und vernünftigen Zugang zu diesem Wissen zu finden.
    Die Gedanken im vorigen Artikel stellen mein bisher bestes DENKWERKZEUG dar.
    Sie sind mit Sicherheit Erweiterungs und Verbesserungs-fähig.
    Und ich damit im Einklang mit allen WAHREN esoterischen Religionen und auch Philosophen wie Kant und Schopenhauer.

    Was wirst Du tun??
     
    H.G.

  22. @H.G.
    Erstens hast du meine Frage nicht beantwortet.
    Zweitens ist eine Kommentarspalte nicht dafür da, ganze eigene Artikel in veritabler Länge zu posten. Ein LINK zu diesen Artikeln hätten genügt. Gar gleich ZWEI davon! (Es ist doch ein Leichtes, einen Beitrag irgendwo online zu stellen, selbst ohne eigenen Blog. Siehe http://alexundvalerie.com/artikelverzeichnisse/).
    Drittens empfinde ich diese Kommunikation als äußerst einseitig. Schade, dass du das nicht selbst bemerkst.

  23. […] Mich trifft es ja nicht…. […]

Was sagst Du dazu?

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