Claudia am 15. September 2009 — 34 Kommentare

Gesucht: Das Thema für mein nächstes Blog – eine Umfrage

Das Digital Diary ist ja nun über 10 Jahre alt. In dieser Zeit hat sich das Web drastisch geändert und der Trend zum Themenblog ist ungebrochen. Themenblogs finden mehr Leser/innen und lassen sich leichter in den entsprechenden Zusammenhängen bekannt machen – wogegen so ein „Allround-Blog“ immer ein „Gemischtwarenladen“ ist, der deutlich weniger zum Wiederkommen reizt. Da erscheint heute ein Artikel zum Wahlkampf, wo es eben noch um Ritalin und kürzlich um Körper und Gefühle ging. Das Konzept „alles unter einem Dach“ ist ja nicht nur auf Blogs im Verschwinden begriffen und ich frage mich: wie weiter?

Für große Themen ein eigenes Blog

Mit dem Gartenblog, dem Webwriting-Magazin, dem Lustgespinst und dem Berlin-Blog Modersohn-Magazin bin ich ja schon einige Schritte Richtung „Diversifizierung“ gegangen. Der wesentliche Unterschied zum Digital Diary ist für mich der, dass es in diesen Themenblogs viel mehr um „die Sache“ geht als um mich und mein persönliches Erleben.

Mit zunehmendem Alter finde ich das WICHTIGER und spannender, was jetzt aber nicht heißt, dass die persönliche Sicht verschwinden soll, sondern nur, dass ich (auch) themenzentrierter schreiben will: z. B. eine Yoga-Übung ausführlich darstellen, meine Erfahrung damit rüber bringen – aber an der Stelle dann NICHT auch noch berichten, dass ich es nicht immer schaffe, die in der gebotenen Regelmäßigkeit zu üben und wie ich das finde.

Die Qual der Wahl – welches Thema ist am spannendsten?

Nun überlege ich, weitere „Großthemen“ in solch‘ eigenständigen Blogs zu versammeln – und bitte mal um Euer Voting, was davon Ihr am liebsten lesen würdet. Es sind bis jetzt nur „Arbeitstitel“, deshalb eine kurze Erläuterung der Projekte:

  • Die Kunst des Alterns: der Jugendwahn in unserer Gesellschaft versetzt viele in Angst und Schrecken vor dem Altern. Abnehmende Gesundheit, Fitness, Attraktivität und Dynamik, sowie die Aussicht auf Gebrechlichkeit, Krankheit, Tod – das ist der Drache, dem Ältere begegnen müssen und der im allgemeinen Bewusstsein rein negativ gesehen wird. Dagegen will ich anschreiben – und ich kann es auch, denn mein eigenes Altern bringt zwar jede Menge „Zipperlein“, aber auch ebenso viel Positives, das ich nicht mehr missen will!
  • Wellness mit Sinn: das Blog vom guten, körperlich UND geistig gesunden Leben. Yoga, Entspannung, sinnliches Erleben, Ernährung, Fitness und all die Themen, die zwar massiv im Web beschrieben sind, doch gerne würde ich meine eigene Sicht der Dinge auch in unverstellter Kantigkeit dazu geben.
  • Klingers Buch-Blog: im Gegensatz zu früheren Jahren verschlinge ich nicht mehr mehrere Regalmeter Buch pro Jahr. Was ich aber lese (und meist auch kaufe), sind Bücher, die es verdienen, ausführlich gerühmt zu werden. Es würden nicht nur Neuerscheinungen besprochen, sondern auch jene Bücher, die man mit Gewinn mehrmals lesen kann, Bücher, die massiven Einfluss auf mein Denken hatten und haben – in der Regel nicht Belletristik/Fiction, sondern Sachbücher über Themen, die mich bewegen.

Update 19.9.: die Umfrage ist abgeschlossen – hier das Ergebnis:

Umfrage-Ergebnisse

Thema Altern: 100 (64,94%); Thema Wellness: 20 (12,99%); Buch-Blog: 34 (22,08%) = 154 Stimmen gesamt (100%);

Diskussion

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34 Kommentare zu „Gesucht: Das Thema für mein nächstes Blog – eine Umfrage“.

  1. Auch wenn der Trend gegenläufig sein mag, so finde ich Blogs, die alle Aspekte einer Autorenpersönlichkeit widerspiegeln, durchaus reizvoll. Bei sehr weit auseinanderliegenden Bereichen mag eine Trennung noch sinnvoll sein. Aber Themenbereiche wie Netz und Politik etwa sollte man finde ich nicht zwanghaft aufzusplitten versuchen. Da gibt es viele Überlappungsbereiche, und es würde eher verkrampft wirken, wenn man da sauber trennen wollte. Der von dir festgestellte Trend zur Spezialisierung ist finde ich dann eine Option, wenn man wirklich nur ein spezielles und kleines Interessengebiet beackern will, mit dem Anspruch von Vollständigkeit, zum Beispiel ein Blog nur über Google-Chrome-Extensions, oder über selbst abgelaufene Wanderwege.

    Bei den drei Optionen, die du zur Auwahl stellst, würde ich Altern und Wellness eigentlich nicht trennen. Da überschneidet sich wirklich viel. Mit der Bücherschau ist es was andeeres. Das kann man insofern als eigenes Blog aufziehen, als man dafür spezielle Templates verwenden kann, z.B. mit Review-Mikroformaten oder fest eingebauten Afilliate-Links zu Amazon.

    viele Grüße
    Stefan Münz

  2. Hmm… mich würden glaube ich zwei der genannten Themenblogs interessieren/reizen: Die Kunst des Alterns und Klingers Buch-Blog mit einer leichten Preferenz für letzteres.

  3. Also, ich finde alle oben genannten Themen interessant. Mir gefällt der Blog so wie er ist. Ich würde gerne weiterhin in voller Bandbreite über alle Themen lesen.

  4. Also ich dachte gerade fast alles Themen, die Dich auch berühren. Das könnten jetzt Deine Gedanken sein :-)
    Ich lese nicht mehr viel, sitze dafür mehr Zeit an meinen Fotos, das ist das Einzige, was ich gerade als Unterschied sehe. Ich komme auch fast dahin, das ich Stefan Münz da zustimmen würde. Die ersten beiden Themen würden für mich auch zusammen gehören. :-) Allerdings, ich bin noch nicht so schreiberfahren wie Du :-)betrachte mich noch als Newcomer und hätte gern mehr Zeit zum Lesen und Schreiben.

  5. liebe claudia,

    habe natürlich abgestimmt und sehe den trend zur spezialisierung auch, hoffe aber dennoch, dass das „digital diary“ nicht zu sehr unter der spezialisierung leidet, denn ich lese hier gerade wegen des „gemischtwarenladens“ und der persönlichen ansichten und erfahrungen so besonders gerne. das gibt dem blog die „seele“.

    ciao,
    limone

  6. Mein Blog ist ebenfalls ein Potpourri, insofern kann ich gut nachvollziehen, dass dieser Umstand nicht gerade Stammleser anlockt. Insofern finde ich dein Bestreben deinen vielen Blogs einen weiteren hinzufügen sehr gut nachvollziehen.

    Und sehr gerne würde ich erfahren, welche Lektüre du bevorzugst, wie sie auf die wirkt, generell, was du dazu mitzuteilen hast. Wofür auch immer du dich letztlich entscheidest: Ich bin gespannt.

  7. Liebe Claudia,
    ich lese schon so unendlich viele Jahre bei dir mit, dass ich regelrecht enttäuscht wäre, wenn das Digidiary verschwinden würde. Spezialisierung hin oder her, so hoffe ich doch, dass das Digidiary bleibt?!?
    Solltest du allerdings ein zusätzliches Blog in Angriff nehmen wollen, dann bitte über das Altern ;) Ich gehe es denn mal anklicken, wollte das aber nicht unkommentiert machen.
    Liebe Grüße aus Hamburg
    Gudrun

  8. Oh, ich danke Euch schon mal sehr für Eure Resonanzen!! Und keine Sorge: das Digital Diary BLEIBT.

    Es ist eher so, dass ich mich hier freier fühle, persönlicher und autobiografischer zu schreiben, evtl. auch mal Experimente mit anderen Textsorten zum machen, wenn ich gewisse „Großthemen“ anderswohin auslagere, die dann einen EIGENEN PLATZ haben.

    Bzw. es kommt mir manchmal seltsam vor, einem Text wie Gefühle und Bewegung einen Kurztext aus dem Netz-Alltag nachfolgen zu lassen – wenn da jemand Text 1 liest und wieder kommt, kriegt der/die doch die Krise!

  9. Wenn ich an dein Publikum denke, dann wird es wohl das Altern werden ;-) Tja, wir sind halt schon in der Mehrzahl Grufties – gab es nicht einmal eine Diskussion darüber in alten Zeiten? Lang ist es her …
    BTW: Sind nicht alle Blogs eigentlich zum Thema Altern?

  10. Ja, gerade in letzter Zeit finde ich das Vielfache an Themen im Digital Diary spannend. Und ein jedes Thema hatte seine Würze…es war offensichtlich „wesentlich“, was gerade zum Thema gewählt wurde.

    „Alter“ finde ich spannend, ist meine Nr 1, aber muß in diesem zukünftigen Blog mit Gewalt GEGEN die negative Sicht des Alterns geschrieben werden? Sicher gibt es Gewinne beim Altern, aber auch Verluste..und die müssen nicht krampfhaft kleingeredet werden.

    „Buchblog“: Auch interessant. Vielleicht werde ich ja so
    nochmal zum Leser.

    Gruß
    Gerhard

  11. ich verstehe die eingrenzung so nicht
    sinnvolle wellness und ein feines buch passen doch wundervoll in kunstvolles altern *giggle*
    liebe grüße birgit

  12. Ich schwanke zwischen Altern und Buch, als Gruftie mit leichter Präferenz fürs Altern. Immerhin: es gibt wesentlich mehr Leute, die altern, als welche, die lesen ;-)

  13. Habe gerade erfolgreich – sprich ta(s)tenreich – einen Konflikt gelöst: Der Weblog zum Altern lässt den Blog zum Buch einen Pixelabstand mehr zurück…
    Mikil Eiki

  14. Mir gefällt das Spezialisieren eher nicht. Ich liebe es, durch Ramschläden oder Kaufhäuser zu laufen und von Küchenmessern bis Heimkinoanlagen alles zu bestaunen (und anzufassen oder auszuprobieren!), was es da zu kaufen gibt. Und auf einer Website lese ich dann gerne, wenn mir die Art, wie dort geschrieben oder gezeigt wird, gefällt.

    Die paar Sites, die ich regelmäßig nach Neuem abgrase (nur mäßig unterstützt von einem RSS-Feedleser) erreiche ich über ein Liste mit Lesezeichen im Browser, die ich anklicke, wenn mir danach ist und in der Reihenfolge, die mir gerade gefällt. Wären da nun zu viele Sites drin (wg. zunehmender Spezialisierung), wären sie alle nicht mehr auf einmal am Bildschirm zu sehen. Ich müßte sie immer wieder neu ordnen, das dann auch jeweils aktualisieren und all solchen Krams machen. Ich vermute, eines Tages hätte ich dazu schlichtweg keine große Lust mehr und viele Sites würden nur deswegen aus dem Radius meiner Besuche ausscheiden.

    Lieber ist mir, wenn ich denken kann: ‚Ha, diese Site lohnt es zu besuchen, neulich stand doch da schon das und das, also hinein, mal sehen, was sich heute so finden läßt!‘

    Ich habe selten, wenn ich surfe, direkt ein Thema vor Augen, nach dem ich schaue. Das mag heute nicht mehr üblich sein. Ich höre immer öfter, wenn ich jemanden um etwas frage, als Antwort: Google doch mal nach! Das könnte ich natürlich auch gleich tun. Aber ich frage gerne andere Menschen, wenn ich etwas nicht weiß. Und zwar frage ich dann eben die Menschen, denen ich gerne zuhöre. Das sind seltener Spezialisten als Menschen, die auch zu anderen Themen etwas zu sagen wissen.

    Ich läse also lieber auf einer Site zu allen Themen, die die Sitebetreiberin interessieren, immer mal wieder etwas!

  15. natürlich das alter.
    das kannst du doch in deinem bisherigen digidiary gut einbinden. noch mehr spalten und sparten – das zerklüftet doch deine seiten zu sehr. sie sind so schon sehr umfangreich, wie ich finde. eine spezialisierung ist nicht unbedingt ein gewinn.
    rosadora

  16. Guten Tag.
    Ich täte gerne etwas über Musik lesen.
    Speziell Jimi Hendrix. Die Kunst des Nichtalterns.

  17. Hi Ihr Lieben,

    was ich hier „umfrage“, ist ein Meinungsbild – ich bin da eben grade NICHT festgelegt! Ob es wirklich ein neues Blog wird oder ob es nicht reicht, die Kategorien neu zu ordnen und mit einem neuen Design auch mehr „in den Blick zu rücken“, ist durchaus auch eine bedenkenswerte Option!

  18. Moin Claudia, zwischen sinnvollem Wellness (mind-body, work‐life‐time‐balance wie im Gartenblog vorgeschlagen oder den Körper und Geist in Ordnung bringen – wie es schon der olle Pfarrer Kneip in seiner Ordnungstherapie vorschlägt) und einem Schwerpunkt über sinniges Altern würde ich tatsächlich auch nicht großartig unterscheiden. Das eine ist eine Fassette des anderen. Wenn Dir die Kunst des Alterns wichtig ist, wird das bewusste Leben sicher ein zentrales Thema sein. Ist das (dein) bewusstes Leben im Zentrum deiner Betrachtung, wirst Du deine inneren und äußeren Reifungsprozesse nicht ignorieren können. Im bewussten Umgang mit diesem Thema wird wohl vor allem dein momentanes Interesse den Schwerpunkt bilden. Und das dürfte wohl auch von Beitrag zu Beitrag nicht immer gleich bleiben.

    Das Kaufhaus (Karstadt, Quelle …) Blog, alles auf einen Haufen, halte ich auch für ein Auslaufmodell. Auch ich lesen gerne quer in einem Blog in dem ich interessante Beiträge finde. Aber das hat Grenzen. Wenn es Querbeet über Kochrezepte, philosophische Betrachtungen, Garten, Musikrezensionen, Wahlkampfanalysen, Bastelanleitungen … geht, dann verliert man doch schnell die Lust, weil keine Verbindungen zwischen den Beiträgen sind. Sich aber leiten lassen in organischen Themenkomplexen, dann ist das spannend. Also Spezialisieren ja aber ohne zu Atomatisieren.

    Viele Grüße, Bernd

  19. Hallo Claudia!

    Mich würde speziell die Frage nach „dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ interessieren. Spaß beiseite, ich finde es (gelegentlicher Leser) hier gut und habe keine Orientierungsprobleme. Beim Spezialisieren würde doch schneller das Große & Ganze leiden.

    Matthias
    Spam-Schutz: Summe von 1 + 8 ?
    Mist, wieder nicht 42

  20. Ich schliesse mich sumuze an. Ob es nun die absolute Erfolgsgarantie ist oder nicht, ist mir egal. Aber ich für meinen Teil optiere für die One-Man- oder One-Woman-Show mit „Alles unter einem Dach“. Die Besonderheit von Weblogs ist doch gerade, dass dahinter ein Mensch steht, den man in seinen Freundeskreis aufnehmen oder auch ignorieren kann, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Mir gefällt eine Claudia Klinger, von der man nie weiss, welches Thema sie als nächstes behandelt, besser als eine, die sich unterteilt in „alternde Frau“ (*gg*), „Yoga-Treibende“ und was weiss ich noch. Vielleicht kommt als nächstes ein Blog „Claudia kocht“ oder „Claudia klöppelt“. Nein danke! Sonst mache ich auch ein Spezialblog: „Schreibman kocht – vor Wut“. Liebe Grüsse

  21. Ich hätte lieber alles versammelt und einen Klick Claudia und meine Blogroll ist viel zu lang, als dass ich zig Blogs einer Person einzeln da möchte, und manche Themen interessieren mich gar nicht, aber wenn du dazu schreibst vielleicht doch, und ich weiß, dass man in viele Seiten schnippeln soll für die Werbung, aber die bin ich doch gar nicht, und überhaupt zerfällt alles, wo ist denn noch einer, den man in den Arm nehmen kann? Da schreibe auch ich gerne mal was sowieso schon dasteht. Andererseits kenn ich dich ja, wird schon was Gutes bei rauskommen.

  22. @Dirk: es gibt heute vielgestaltige Formen, Texte aus dem Web zu lesen. Das Lesen per Feedreader ist eine davon. Wenn du nur den Feed des Diarys abonnierst, bekommst du alles mit, was HIER erscheint (Wer hierher surft, sieht auch noch die letzten Twitter-Tweets).

    Willst du „alles“, nimmst du besser den Feed meines sogenannten „Life-Streams“ auf Friendfeed:

    http://friendfeed.com/claudiaklinger?format=atom

    dahin werden ALLE Blogpostings (aus Diary, WWMAG, MOMAG, Gartenblog, Lustgespinst) gemeldet – plus einige Artikel, die ich händisch / per Firefox-Plugin empfehle. Vor diese könnte ich noch allesamt „Lesetipp:“ schreiben, damit sie vom eigenen ganz einfach zu unterscheiden sind.

  23. Wenn du nur den Feed des Diarys abonnierst, bekommst du alles mit, was HIER erscheint (Wer hierher surft, sieht auch noch die letzten Twitter-Tweets). Willst du ‚alles‘, nimmst du besser den Feed meines sogenannten ‚Life-Streams‘ auf Friendfeed..

    Also, Claudia, diese Sätze sind exakt das, was ich an vielen Aussagen in Computer-Sprech so einmalig irritierend finde.

    Ihre Struktur ist:

    Um (a) zu bekommen, mache einfach nur (b). Dann mußt du nur noch (c) [und ggf. d, e, …] machen, dann hast du fast schon (a), aber nur, wenn (b‘), aber natürlich immer auch zusätzlich (c‘) [und ggf. d‘, e‘, …] erfüllt sind, denn sonst hast du nur (a*), aber mit einem zusätzlichen (b*) sowie, das versteht sich, einem weiteren (c*) [und ggf. d*, e*, …] bekommst du (a**) was dann durch ein simples (b**) …. (usw. ad infinitum)

    Das ist jetzt keine Kritik an dir, ich bin überzeugt, daß die Welt der Programme, Routinen und Bibliotheken, der short und far pointer, der Einsprungspunkte und call-back-Routinen (ich gebe jetzt, klar doch, mit Worten an, die ich hier und da aufgeschnappt habe, aber klingen sie nicht einfach süß??!) in diesen Maschinen vor uns exakt so aufgebaut ist.

    Und dann kommt da ein kleiner Wicht und möchte alles mit einem Klick einfach nur lesen, und ihm wird gesagt, null Problemo, du mußt ja nur…. ;-)

    LG
    Susanne

  24. […] der Überschrift “Gesucht: Das Thema für mein nächstes Blog – eine Umfrage” stellt Claudia Klinger implizit den Trend zum Themenblog in Frage. Meine Meinung ist: […]

  25. Hi Su, ich ging (aus persönlichem langjährigen Kontakt) davon aus, dass Dirk einen Feedreader kennt – hab es aber so allgemein ausgedrückt, damit andere, die das nicht kennen, den „Feedreader“ leicht googeln können oder in Wikipedia schauen. Und ein Klick auf die angegebene URL ZEIGT ihn ja auch.

    Wie würdest du denn so einen Tipp geben? Ich habe keine Ahnung, nach wieviel Jahren ein Programm wie „Feedreader“ als allgemein bekannt angesehen werden kann. Immerhin bietet Google schon lange einen Online-Feedreader an – und seit es Blogs gibt, nutzen das viele, um leichter viele Quellen überschauen zu können:

    ?

  26. […] Gesucht: Das Thema für mein nächstes Blog – eine Umfrage […]

  27. @Claudia: Stimmt, ich weiß, was ein Feedreader ist. Ich habe meinen vor Jahren rausgeschmissen, weil, was ich lese, keine Nachrichten sind. Zu wissen, was sich tut im Klingerweb, hab ich den FriendFeed in Firefox abonniert. Ich vergesse nur oft, dort nachzusehen. Was ich brauche, ist der eine Link ins Klingerweb für meine Blogroll.

    @SuMuze: Stimmt, mit den Sätzen. Es ist wohl ähnlich bei den Juristen, man weiß es schon und will es einfach sagen, doch dann fällt auf, was alles zu bedenken ist und was sich denkt, wer einfach klickt und dann was sieht, was nicht erwähnt, weil grad egal, doch irritiert, es ist ja da … usw. Das macht auch die Erfahrung, dass Rückfragen kommen.

    [Es war schon schön, das Ungestüm der Jugend. Und vielleicht setzt man besser aller tausend Wörter ein Bild. / Ich will übrigens nicht kunstvoll altern, ich wäre gerne wieder Kind. Offenbar kommt das von selbst – je schlechter ich sehe, je langsamer mein Gehirn begreift, desto mehr staune ich wieder. (Das scheint ein Vorteil unsrer Zeit, dass sie sich ändert.)]

  28. @Dirk:
    Die Illusion, durch genaue Fallunterscheidungen Wirklichkeit hinreichend abzubilden, hegen aber wohl selbst viele Juristen nicht (obgleich der Anteil der Deppen unter ihnen sicherlich in der Nähe des Erwartungswertes für jede beliebige Subpopulation unserer Gesellschaft liegen dürfte). Im Computerjargon meine ich oft ein Echo eines – vergeblichen – Wunsches nach intellektueller Allmacht über seine Welt und vor allem seine Produkte zu hören: die Maschine sei unsere, also wissen wir komplett um ihr Inneres wie um ihr Äußeres.

    Inwiefern in der Juristensprache ebenfalls Echos eines Anspruchs auf Allmacht mitschwingen, ist bestimmt eine sehr interessante Frage. Der gemeine Feld-, Wald- und Wiesenjurist liebt es ja geradezu abgöttisch, wenn er einem anderen Menschen beweisen kann, daß dessen ‚Meinung‘ eben nur Meinung und als solche auch noch falsch sei. Und nur er, der Jurist, nun endlich Aufklärung im Sinne von Regelung und Geltung bringen könne. Was andererseits sehr häufig in die Welt vieler Menschen ein heftiges Erstaunen setzt – das allerdings selten von ihnen herzlich begrüßt wird.

    Staunen selbst – jedoch nicht in dem Sinne, wie heute das Wort ‚erstaunlich‘ oft verwendet wird, da sollten die Leute lieber ‚großartig‘ oder ‚wunderbar‘ benutzen – halte ich für etwas sehr Lebendiges. Ein Mensch, der nicht staunt, ist fertig – im übelsten Wortsinne!

    @Claudia:
    Ich glaube nicht, daß solche ‚Tipps‘ oder ‚Hilfen‘, wenn es um die Schnittstelle zwischen Mensch und Programmen (oder um ein web-angepaßtes Rezeptionsverhalten) geht, großartig anders oder besser formuliert werden können, als Du es zum Beispiel oben gemacht hast. Uns wird von jener Technik sowohl eine eigene Sprache wie auch diese spezifische Art der Beschreibung aufgezwungen. Wehrst du dich dagegen und versuchst, explizit deine eigene (oder eine andere, nicht angepaßte) Art des Schilderns anzuwenden, klingt alles noch verdrehter und wohl eher lächerlich, auf keinen Fall aber hilfreicher.

    Ich sehe z.b. einen gewaltigen Unterschied, wenn ich mir Menschen anschaue, die mit Computern aufgewachsen sind. Ihre Art, mit Programmen umzugehen, ist äußerst effektiv, simpel und erfolgreich. Sie finden durch unbekümmertes Herumprobieren Schaltknöpfe, Menüpunkte und ganze Abfolgen von Funktionen mit einer erstaunlichen Sicherheit und Schnelligkeit heraus. Und manche können dir nach wenigen Malen bereits Dinge über ein Programm erklären, die du gar nicht kennst und wohl auch niemals auf dich selbst gestellt heraus bekommen hättest.

    Menschen aber, die wie ich erst sehr spät überhaupt sich bereit erklärt haben, Dinge wie Computer wahrzunehmen und zu akzeptieren, gehen anders an ein user interface heran. Ineffektiver, mühsamer und zumeist überkompliziert. Suchen nach einem ihnen verständlichen, oft physikalisch-kausalen System des Bedienens (wie im Auto, wo ich ziemlich genau weiß, welche Hebel und Schalter was für mich tun werden, jedenfalls weiß ich das von denen, die für’s Fahren wichtig sind und nicht für die Angeberei). Und das ist grundfalsch!

    Die beste Methode, einen Computer zu verwenden, ist womöglich die Herangehensweise des draufgängerischen ‚trial & error‘ plus das Vertrauen auf ein Gedächtnis, das wie ein großer Stapel funktioniert. Immer hinein, was nur hinein will, und hoffen, daß es bei Gelegenheit auch wieder zum richtigen Zeitpunkt heraus purzelt. Meistens macht es nichts aus, ist das einmal nicht der Fall. Es gibt ja immer wieder genug andere Punkte.

    Das ist vielleicht ebenfalls die beste Methode, sich im modernen Web zu ‚bewegen‘. Lege deinen auf deine Fähigkeiten und Wünsche passend eingerichteten Aufmerksamkeitsfilter auf alles, was gerade aktuell erreichbar ist für dich, schwimme im Strom der dabei wahrzunehmenden Veränderungen mit und werfe selbst tapfer hinein, was immer dir einfällt. Irgendwas wird schon hängen bleiben. Und wenn nicht, kommt sicher sofort was Neues, was auch nicht hängen bleibt. Beides macht aber im Grunde gar nichts aus.

    Sympathisch ist mir das nicht, wie jede meiner Beschreibung leicht entnehmen kann. Aber genug davon an diesem schönen (etwas diesigen) Sonntag, bei selbst gebackenen Hörnchen (der Teig ein wenig zu fett geraten) und bewaffnet mit Kaffeebecher und Laptop, um – gegen die üblichen Proteste der Mitfrühstückenden – schnell mal durchs Netz zu surfen! Was die um mich herum so reden, kenne ich ja alles schon auswendig….

  29. Dieses ganze Rubriken- und Schubladendenken ist doch einfach überholt. Wenn Du einen Text darüber schreibst, wie Yoga Dich jung erhält – kommt das dann in den Yoga- oder in den Alternde Frau-Blog?

  30. […] des Textes, den ich in der Tiefe meiner Festplatte fand, hat mich Susanne (SuMuze) inspiriert, die in einem Kommentar darüber reflektierte, wie Menschen unterschiedlicher digitaler Sozialisation mit […]

  31. @schreibman: auf jeden Fall würde ich „die Kunst des Alterns“ nicht auf ein Geschlecht beschränken!

  32. So war das ja auch nicht gemeint.

  33. Liebe Claudia,

    haben wir uns das mit dem Jugendwahn nicht selbst zuzuschreiben? Waren es nicht wir selbst, die damals unser Jung-Sein so hochgehalten haben? Und jetzt höre ich überall von meinen AltersgenossInnen, dass jetzt Älterwerden dran ist. Das schöne an der Zeit in der wir leben ist, dass wir gleichzeitig alt und jung sein können. Das finde ich cool.

  34. @Heiner: nein, den von dir angenommenen Zusammenhang sehe ich nicht so. Es ist etwas anderes, wenn Junge die Jugend feiern und sich von Älteren abgrenzen, als wenn eine ganze Gesellschaft meint, sich mittels der verrücktesten Anstrengungen partout „jung als ob“ stylen zu müssen, weil jung/straff/glatt/schlank das einzige verbliebene Ideal ist. Gerade dieses „sich stylen“ war ja z.B. in den 70gern eher out: man ließ die Haare wachsen, warf die BHs weg und meinte „gehe nirgendwohin, wofür du andere Kleider anziehen musst!“ Und mit „jung“ waren auf jeden Fall eher innere Einstellungen gemeint, nicht die mühsam zugerichtete und teuer bezahlte äußere Hülle.

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