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Claudia Klinger am 21. Mai 2013

Eine unverbissen-vegetarische Facebook-Seite

Eine extra Seite im Gesichtsbuch für mein Veggie-Blog? Ich hab’ länger drüber nachgedacht, ob es das wirklich braucht, aber jetzt probier ich es einfach mal aus:

Unverbissen  vegetarisch auf Facebook

Normalerweise bin ich nicht so häufig auf Facebook und kenne mich in den Feinheiten nicht so aus. Wenig reizvoll war auch immer der Gedanke, dass Diskussionen auf FB nur zu noch weniger Kommentaren im Blog führen werden – will ich das? Nein! Allerdings geht’s mir bei “Unverbissen vegetarisch” nicht um traute Gespräche in kleiner Runde, sondern tatsächlich um die Verbreitung der Inhalte: Am Liebsten würde ich alle mal bekochen, um zu demonstrieren, dass sich viele traditionelle Gerichte (wie etwa meine Slow-Bolognese) sehr weitgehend mit Fleischalternativen herstellen lassen. Davon wissen viele Normalköstler so gut wie nichts, leider!

Also beschreite ich alle erdenklichen Wege, diese erstaunlichen Tatsachen und das entsprechende KnowHow zu verbreiten: Das Blog, das Buch (zu dem mich der Trias-Verlag überredete) und nun halt auch die Facebook-Seite!

Und ja: über “Likes” freu’ ich mich!

Claudia Klinger am 15. Mai 2013

Männlichkeit: Was ist das? Was war das?

Ich fange an mit “was war das?” – denn grade hab’ ich auf ein Twitter-Statement (eines Mannes) reagiert, das so lautete:

“Scheiß doch auf die Seemannsromantik Ein Tritt dem Trottel, der das erfunden hat. Niemand ist gern allein mitten im Atlantik – Element of Crime”

Meine Resonanz: “Och… https://t.co/gm7JKFrTOR

Dieser Uralt-Song transportiert ein archaisches Männlichkeitsbild, das frau erst dann freundlich-nostalgisch zitieren und wertschätzen kann, wenn es definitiv überwunden ist. Verrückt, nicht wahr? :-)

Es gibt eine deutlich peinlichere deutsche Fassung:

Mit 14 Jahren fing er als Schiffsjunge an,
Er war der Jüngste aber er war schon ein Mann
Ein Mann wie ein Baum und stark wie ein Bär,
So fuhr er das erste mal über das Meer

Sie hieß Mary- Ann und war sein Schiff
Er hielt ihr die Treue was keiner begriff
Es gab so viele Schiffe so schön und groß
Die Mary- Ann aber ließ ihn nicht los…

und später dann:

Und als er eines Tag`s erster Steuermann war
Da liebte er ein Mädchen mit strohblondem Haar
Er gab ihr sein Herz doch sie war ihm nicht treu
So fuhr er bald wieder zur See Ahoi.

Das markiert – abgesehen vom archaischen Besitzdenken – ein für mich noch immer relevantes Attraktivitätsmerkmal der Männlichkeit: Unabhängigkeit, Interessen abseits und jenseits von “Beziehung”, die IHN letztlich halten, auch wenn ansonsten alles den Bach runter geht. Ein “Heldentum der Autonomie”, das komplett irreal, aber doch irgendwie attraktiv ist. Auch für Frauen.

Ich schreibe über dieses Thema im gleichen Geiste wie ein ehemaliger Raucher nach der Befreiung ein schönes nostalgisches Buch über die Freuden und Schönheiten des Rauchens, über die Erotik des Sargnagels verfassen kann. :-)

Denn “nachhaltig” ist diese Art Männlichkeit nicht. Es handelt sich eher um das kollektive schön-reden der Drohnen-Existenz: es braucht letzlich nicht viele Männer für die Reproduktion der Art. Das weiß selbst der zitierte Song-Text:

“Nach jeder Reise schwur er jetzt mustre ich ab
Er schwur`s als Kapitän doch sie wurde sein Grab
Die Mary-Ann sank am 19 Mai
Bei einem Orkan vor der Hudson Bay”.

Einer weniger. Wen kümmerts…

Liebe Männer, liebe Frauen: wir sollten verdammt froh sein, dass all das hinter uns liegt! SPIELERISCH kann man solche Geschlechter-Imagos im erotischen Kontext natürlich gerne zur beiderseitigen Lust inszenieren. Aber im Ernst, im richtigen Leben haben solche Bilder keinen förderlichen Platz mehr in der Welt.

Das ist meine Meinung. Nicht etwa Feminismus.

Claudia Klinger am 13. Mai 2013

Einfach mal krank…

Dass ich derzeit in Sachen Online-Präsenz ziemlich inaktiv bin, liegt an einer stinknormalen Erkältung, die mich allerdings heftig erwischt hat. Kopfweh, Husten, Schweißausbrüche, Schwachheiten aller Art – die ganze Palette halt. Dabei hält die Welt leider nicht einfach an, bis ich wieder gesund bin. Gewisse Dinge müssen termingerecht bearbeitet, geschäftliche Mails beantwortet werden – und auch den Garten kann ich mitten in der Pflanzzeit nicht mal eben so sich selber überlassen (frische Luft und etwas Bewegung ist ja auch ganz gut!) Dennoch gönne ich mir ein ungewöhnlich hohes Maß an passivem herum liegen – es möge mich also bitte niemand ermahnen! :-)

Diese “Statusmeldung” schreib’ ich nicht, um herum zu jammern, sondern zur Info für alle, die vielleicht gerade irgend etwas von mir erwarten: Kann ein bisschen dauern! Hoffentlich nicht mehr lange!!!

Claudia Klinger am 2. Mai 2013

Die Jugend persönlich beforschen – warum nicht?

Diese Inspiration hat mir meine Nichte heut’ vermittelt. Deren Facebook-Account ich unter den “Befreundeten” habe, aber nie wirklich hinschaue. Das gilt nicht nur für sie und sagt auch nicht viel über unsere verwandschaftlich massive, aber persönlich minimale Beziehung.
Heut’ hat sie mich dennoch ispiriert, indem sie schrieb:
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Claudia Klinger am 30. April 2013

Von der täglichen Wut

“So ein Aufreger morgens tut aber auch gut. Da kochen die Emotionen hoch, man fühlt sich gleich wacher und lebendiger”, sagt ein lieber Freund auf meine selbstkritischen Bemerkungen zum morgendlichen Medienkonsum. Dagegen warnt “Bill Bonner” auf Schrott&Meyer vor den Gesundheitsgefahren zuvieler News:

“Nachrichten aktivieren laufend das limbische System. Panik erzeugende Nachrichten erhöhen die Ausschüttung von Cortisol im Körper. Dies verändert das Immunsystem und hemmt die Freisetzung von Wachstumshormonen. Mit anderen Worten: Ihr Körper befindet sich dann in einem Status des chronischen Stresses. Ein entsprechend hohes Cortisol-Niveau kann die Verdauung stören, das Wachstum verschwinden lassen (von Zellen, Haaren, Knochen), es kann zu Nervosität führen und zu erhöhter Anfälligkeit für Infektionen. Weitere mögliche Effekte sind Furcht, Aggression, Tunnelblick und Desensibilisierung.”

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Claudia Klinger am 28. April 2013

Wochenrückschau: die größten Hämmer

1.)

Was die EU in Sachen Neuregelung der Saatgutverordnung plant, ist wieder mal genau das, was Konzerne sich wünschen: Alte Gemüse- und Obstsorten würden durch Zulassungshürden, die nur von Standardsaatgut zu nehmen sind, aus dem Markt gedrängt. Zwar soll die Weitergabe von Samen unter Gartenfreunden entgegen ersten Meldungen nicht strafbar werden, doch WOHER sollen die ihr Saatgut noch bekommen, wenn sie anderes wollen, als das, was es sowieso im Supermarkt gibt? (Da bleib ich im wilden Gartenblog dran. Die Kampagnen-Petition hab’ ich auch mitgezeichnet).
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