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Claudia am 24. Oktober 2014

Von Breaking Bad zu Game of Thrones – Serien, wie sie das deutsche TV nicht hinkriegt

Dass es weit Besseres gibt als das, was wir von deutschen TV gewohnt sind, ist mir erst bei Breaking Bad so richtig drastisch aufgefallen: eine unglaublich gute, vielfach preisgekrönte Serie, die die Entwicklung eines an Krebs erkrankten, gutbürgerlichen Chemielehrers zum rücksichtslosen Drogenboss zeigt. Spannende Charaktere, überraschende Handlungen, filmkünstlerische Elemente, die das Seh-Erlebnis steigern und nicht etwa nerven – ich war hin und weg! Bzw. bin es noch, denn mittlerweile bin ich am Anfang der fünften Staffel, sechs gibt es insgesamt.

Serienfoto BB

Für mich war Breaking Bad der Einstieg ins Programm-unabhängige Serien-Gucken. Als nämlich Amazon die Prime-Mitgliedschaft um seine umfangreiche Videothek ergänzt hatte, bekam ich gefühlt kostenlos unverhofft Zugang zu unzähligen Filmen und Serien, darunter als besondere Perle eben auch die Breaking Bad-Staffeln. Mir ist das weit lieber als die Folgen irgendwo von dubiosen Quellen zu streamen, ich habs lieber bequem und werbefrei auf meinem auch noch nicht alten Internet-fähigen TV-Gerät. weiter…

Claudia am 6. Oktober 2014

Globalisierte Barbarei: Ein Versuch, das Phänomen „Islamischer Staat“ zu begreifen – von Tomasz Konicz

[Der folgende Artikel von Tomasz Konicz wurde im STREIFZÜGE-Magazin erstveröffentlicht. Da er unter "Copyleft" erscheint, habe ich ihn (trotz "Überlänge") mal hierhin übernommen. Die Analyse ist umfangreich und tiefschürfend, auf jeden Fall sehr lesenswert. Für die Übernahme hab ich mich mit einer Spende bedankt]

Auf ein Neues! Wieder einmal mobilisiert der Präsident der USA eine Koalition der Willigen, um gegen „Das Böse“ (SPON) zu Felde zu ziehen. Diesmal ist es die Terrortruppe „Islamischer Staat“ (IS), die in einem dreijährigen Feldzug niedergerungen werden soll, in dessen erster Phase die US-Airforce ihre Luftschläge auch auf Syrien ausweiten wird. Zugleich fordert das Weiße Haus vom Kongress die Kleinigkeit von 500 Millionen US-Dollar, um „moderate syrische Rebellen zu trainieren und zu bewaffnen“, wie Reuters berichtete. weiter…

Claudia am 3. Oktober 2014

Der Sinn des Lebens nach Gregor Eisenhauer

Gestern blieb ich kurz beim RBB hängen geblieben. In der Sendung “Stilbruch” kam der Philosoph Gregor Eisenhauer zu Wort, der seit 10 Jahren für den Tagesspiegel Nachrufe auf Berlinerinnen und Berliner schreibt. Kein Wunder, dass man so recht nahe an der Sinnfrage lebt. Eisenhauer hat nun ein Buch mit dem schönen Titel “Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens in aller Kürze beantwortet” geschrieben. Es fällt auf, dass dieser Titel mit dem Hinweis ” in aller Kürze” dem Zeitgeist weit entgegen kommt: Sich allzu ausführlich mit Sinnfragen zu beschäftigen, scheint unzumutbar, da baut man (= der Verlag?) lieber vor. :-) weiter…

Claudia am 28. September 2014

Linktipps am Sonntag

Einen Zwischenrant Internet hat Juna verfasst: “Keine Initiative, kein Engagement für einen guten Zweck, keine neue Idee und keine Diskussion in diesem unserem Internet ohne die Korinthenkackerei selbsternannter Experten.” Recht hat sie, ich lese sowas mittlerweile kaum noch.

Nach Gesten und Benimmregeln fragt Anne Kühn auf Geschlechterallerlei – und ob sie heute noch zeitgemäß seien. Das Kommentargespräch macht deutlich, was für ein Gewürge rund um solche nicht mehr selbstverständlichen zwischengeschlechtlichen Verhaltensweisen heutzutage stattfindet (mein Kommentar ist jetzt frei geschaltet).

Schreien Fische stumm? fragt Jörg Albrecht bei der FAZ und geht der Frage nach, ab wann man bei Tieren von Schmerzempfinden sprechen kann. No brain, no pain?

Die RBB-Doku Fleisch vom Fließband – Massentierhaltung und ihre Folgen bringt binnen einer knappen halben Stunde (fast) sämtliche Aspekte der Kritik an der immer noch zunehmenden Massentierhaltung auf den Punkt. Dabei wird nicht die Moralkeule geschwungen, sondern kurz und knackig informiert, was für krasse Schäden und Gefahren die fabrikartige Fleischerzeugung für Mensch und Umwelt ganz konkret mit sich bringt.

Panik im Mittelstand oder: Wohin driftet der Journalismus? – Wolfgang Michal, der bei CARTA ausgestiegen ist, analysiert die Lage und wirft einen Blick in die Zukunft.

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Claudia am 17. September 2014

Wir brauchen tatsächlich eine Alternative – nicht nur für Deutschland

Einen sehr lesenswerten Artikel über das “Problem AfD” hat Juna geschrieben. Unter dem einsichtigen Titel “Ja, ich nerve. Die AfD auch” analysiert sie mögliche Ursachen:

“Wer sich nach den Wahlen fragt, wie „das“ passieren konnte und wo die ganzen AfD-Wähler herkommen, hat in den letzten Jahren nicht gut aufgepasst. „Wir werden mit Angst regiert, meine Damen und Herren“, sagte Volker Pispers am Sonntag abend – und das ist bereits seit vielen Jahren so. Die regierenden Parteien reden uns ein, wir müssten in permanenter Angst vor anderen Menschen leben, und nur der Staat könne uns schützen“…..
………… Ein Feindbild zu generieren ist unglaublich leicht. Die Menschen haben gerne Schuldige für nationale Missstände, für die niemand so richtig verantwortlich sein möchte.

… und macht Vorschläge, wie darauf reagiert werden könnte:

“Kommen wir zu dem, was wir tun können: Bloggen. Wie z.B. Michaela Merz, die über ihren Austritt bei der AfD schreibt. Die Parteiziele der AfD für jeden verständlich übersetzen, wie @leitmedium hier vorschlägt. Deutlich machen, dass es genügend Menschen gibt, die nicht bereit sind, in einer Welt voller Angst vor anderen Menschen zu leben. Und die Menschen ganz direkt fragen: Wovor habt Ihr Angst?

Eine erfrischende Herangehensweise! Der Eiertanz der Parteien rund um die leidigen AfD-Erfolge ist nicht das, was die Welt braucht, sondern allzu offenkundig nur der Versuch, selber “gut dazustehen”, anstatt an die Wurzeln der Probleme zu gehen. Juna sucht dagegen mit einiger Leidenschaft nach Ursachen und Herangehensweisen und es ist nicht falsch, was sie schreibt. Aber LEIDER verhält es sich so, wie ein Kommentierender namens “Erbloggtes” so erschreckend klar ausführt dass es eben nicht nur um “Angst-Propaganda” geht, sondern reale Angst vor wirklich drohenden und bereits begonnenen Entwicklungen, die die Protestwähler zur AFD treibt, bzw. den Teil, der tatsächlich schon unter Marginalisierung und sozialem Abstieg leidet. weiter…

Claudia am 13. September 2014

Mega-Trend: Überwachung statt Selbstvertrauen

Angesichts mancher gesellschaftlicher Entwicklungen bin ich ganz froh, nicht “ewig” zu leben. Schließlich macht es irgendwann keine Freude mehr, nurmehr Menschen von einem “neueren Typus” vorzufinden, deren Blick auf das Leben und was man damit anfangen könnte, ein ganz anderer ist. Deren Selbstverständnis nicht mehr von innen, aus der Intuition, den Gefühlen, den Verkettungen und Prägungen individueller Lebenserfahrung im Unbewussten entsteht, sondern über technische Geräte und durch Bewertungen eines Publikums zustande kommt.

Die Frage “wer bin ich?” werden sich diese Post-Humanen nicht mehr stellen, sondern die Antworten “in Echtzeit” von Geräten ablesen, die über den eigenen Status informieren – über die gesellschaftliche Akzeptanz bei den jeweils relevanten Gruppen, die aktuelle Performance auf unterschiedlichen Leistungsfeldern bis in die Details der eigenen Körperlichkeit hinein. Angereichert mit einer Menge hilfreicher Anweisungen, wie das so festgestellte Selbst in allen erdenklichen Formen zu optimieren sei. weiter…