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Claudia Klinger am 29. August 2014

Das Wesentliche – für D.

Vom Atem, Odem des Lebens, ist leicht singen und sagen;
Verdauen dagegen ein schamhaft beschwiegenes Muss.

Auch das Herz muss schlagen, damit da ein Mensch sei
und es braucht Hirn im Kopf, meist überschätzt.

Zerfressene Lunge, Gedärm im Streik,
stolperndes Herz und wirre Gedanken –
schon sind Geld, Ruhm, Güter und Liebe dahin.
Waren nie wichtig, waren glitzernder Schaum
auf der großen Welle, die zurückfällt ins Meer.

Atmen, verdauen, herzschlagen –
im Stolpern und Schwinden begriffen
spät bemerkt als das Wesentliche.

Einfach da sein, keine Wünsche,
Froh, wenn nichts geschieht.

Draußen die rasende Welt,
Gefräßiges Strampeln in Alt- und Neuland.
Man will MEHR, was denn sonst?

Erst wenn die Schmerzen kommen und bleiben
halten wir ein.
Nurmehr da sein,
atmen, verdauen, wahrnehmen,
froh, wenn nichts geschieht.

Claudia Klinger am 25. August 2014

Morgengrauen – ein unerwartet guter Polizeiruf

Heute morgen schaute ich mir die Kritiken des gestrigen Polizeirufs an und wunderte mich: Zwar wird er gelobt, aber thematisiert wird eigentlich nur, dass ein Kommissar sich in die JVA-Anstaltsleiterin verliebt, aber dann doch an ihr zweifelt. Die “Unmöglichkeit des Vertrauens” sei das Thema der Folge, meint z.B. Katharina Riehl in der SZ. Auch für Lena Bopp in der FAZ ist der “Tanz zweier Taubstummer” offenbar das einzig Erwähnenswerte.

Sind diese Leute eigentlich so abgebrüht, dass sie gar nichts mehr wirklich berührt?

Während der erstes Szenen, die erst wieder eine Gewöhnung an eine gewisse Langsamkeit zumuteten, schoss mir noch der böse Gedanke “Altersheim-TV!” durch den Kopf. Verglichen mit den fetzigen amerikanischen Krimiserien (Navy CIS, etc.) wirkt der Polizeiruf im Anlaufen regelmäßig wie eine Schlaftablette. Danach war ich allerdings emotional so geschafft wie selten nach einem Film, ich spürte es körperlich, empfand sogar das eigene Gewaltpotenzial und dass es nicht sehr ferne liegt, auf jemanden einzuschlagen, um sich zu erleichtern.
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Claudia Klinger am 20. August 2014

Von Fleischalternativen und kleingärtnerischer Nutzung

Eigentlich will ich nur diesen “Kann nicht mehr kommentieren-Beitrag” nicht mehr oben stehen sehen, komme aber grade nicht zu einem neuen Artikel. Deshalb hier einfach mal zwei Links auf Beiträge, die ich gestern und heute länger vernachlässigten Blogs gegönnt habe:

  • WieFleisch: kein Gluten, kein Soja, kein Tofu – neue Fleischalternative ausprobiert“…Zu meinem Erstaunen enthalten die “Gemüsezubereitungen mit Fleischgeschmack” auch kein Weizeneiweiß (Gluten, Seitan) und nicht mal Lupinenmehl, mit dem seit einiger Zeit versucht wird, eine weitere Fleischalternative zu etablieren – mit nach meinem Empfinden eher weniger Erfolg.”
  • Kleingärtnerische Nutzung: Neue Serie“Viele alte und neue Pächter/innen einer Gartenparzelle stöhnen oder lästern über das verpflichtende Drittel kleingärtnerische Nutzung, das das Bundeskleingartengesetz und die auf ihm basierende Rechtsprechung den Kleingärtnern aufgibt. Der “Anbauzwang” erscheint ihnen als bloßes Relikt…”

Zu einem Gastbeitrag beim “Experiment Selbstversorgung” bin ich auch eingeladen worden – ich hoffe, gelegentlich Zeit dafür zu finden! Evtl. ist das nämlich ein guter Ort für ein Plaidoyer für die o.g. “kleingärtnerische Nutzung”, von der sich so viele genervt fühlen!

Claudia Klinger am 15. August 2014

Mundtot gemacht: Warum ich nicht mehr kommentieren kann

Egal mit welcher meiner Mailadressen @claudia-klinger.de oder @web.de ich in einem Blog kommentieren möchte: Der Kommentar verschwindet ohne jede Mitteilung im SPAM! Ich muss die Leute einzeln per Twitter bitten, die Kommentare aus dem SPAM-Bereich zu klauben und frei zu schalten. Das geht schon eine ganze Weile so und ich hab’ die Faxen ziemlich dicke!

Noch nie im Leben hab’ ich irgend etwas versendet, was man als “SPAM” beurteilen könnte. Ich verschicke überhaupt nie Massenmails. Der Newsletter, den es früher hier gab, ist maximal zweimal im Jahr raus gegangen und lief über eine andere Adresse – daran kann es nicht liegen.

Fehlersuche bei Akismet

Natürlich hab’ ich mich gekümmert und versucht, das Problem “an der Wurzel” anzugehen. Also den Dialog mit den Machern von AKISMET gesucht, die für solche Beschwerden sogar ein SPAM-Blocker-freies Formular anbieten. Und ja, ich bekam auch nette Antwort, wurde gefragt, auf welchem Blog ich diese Erfahrung machte – und angeblich wurde das dann behoben. Leider stimmte das nicht, ich konnte auch weiterhin nicht kommentieren und legte mir also eine GANZ NEUE Mailadresse zu, die Web.de den “Club-Usern” kostenlos anbietet. Mit der Adresse @email.de meldete ich einen neuen WordPress- und Gravatar-Account an, doch zu meinem Erstaunen landeten auch diese Mails im SPAM. Erneuter AKISMET-Kontakt ergab nochmal genau denselben Dialog – und angeblich “ist da nichts”, es läge nicht an AKISMET. Aber an wem sonst, wenn die jeweiligen Blogger nur genau diesen Dienst als SPAM-Blocker einsetzen? Von “lernenden Algorithmen” kann auch keine Rede sein, egal wer nun schuld ist: Meine Kommentare wurden pro Mailadresse schon zigmal frei geschaltet und damit als “kein Spam” gekennzeichnet, ohne dass das etwas geändert hätte.
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Claudia Klinger am 13. August 2014

Mein Bücherregal – ein Auslaufmodell #Blogparade

Dörte vom Minima Muse-Blog ruft zur Blogparade mit dem Thema “mein Bücherregal” auf. Sie wünscht sich “möglichst viele Liebeserklärungen an das gedruckte Wort”, doch fürchte ich, damit nicht dienen zu können. Bei mir ist das Bücherregal ein Auslaufmodell, das im übrigen lange schon einer in den 80gern beschlossenen Beschränkung unterliegt: Nicht mehr als vier mal 80cm Regalplatz!

Das sieht derzeit so aus:

Bücherregal

Wie Ihr seht, wird die Vorgabe ziemlich genau eingehalten, das Regal ist ansonsten Aktenschrank und Ablage – und ich hab’ nicht extra fürs Foto etwas verändert! Aber zugegeben: im Wohn/Schlafzimmer gibt es nochmal ein Regal, mit nochmal einem Meter Bücher, die dort verstauben bis ich mich aufraffe, sie irgendwie loszuwerden.
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Claudia Klinger am 12. August 2014

Code rules: Das Follower-Chaos ist Ursache vieler #Gates

Nun ist #fappygate schon ein paar Tage durch, das Stadium der nachdenklichen Blogpost zum Thema “Wie gehen wir im Internet miteinander um” ist erreicht. Ich verzichte hier darauf, die Geschichte des Großstreits auf Twitter nachzuerzählen, denn worauf ich hinaus will, hat nichts mit dem gegebenem Anlass zu tun, sondern gilt allgemein fürs “aneinander geraten auf Twitter”.

Juna schreibt dazu in ihrem Blogpost Marktschreier 2.0 oder Reden in Zeiten des Internet:

“Vielfach wird postuliert, Social Media begünstige Konflikte zwischen Menschen. Vor allem das auf 140-Zeichen pro Äußerung begrenzte Twitter steht nachhaltig im Verdacht, eine Art Empörungskultur zu katalysieren – soll heißen: Das schnelle, direkte, allen Internetnutzerinnen offen stehende Medium, das grundsätzlich alle Beiträge erst einmal gleichwertig nebeneinander existieren lässt, soll Streitereien und Missverständnisse fördern….

…Einem Medium die eigene Nutzung dieses Mediums vorzuwerfen ist allerdings ein wenig kurzgegriffen. Das Medium ist zunächst einmal neutral, oder auch: Soziale Netzwerke lassen eher selten aktiv Nutzer auf Nutzer los und genießen dann die Show. “

Juna besteht also auf der Selbstbestimmtheit des jeweils streitbaren Verhaltens, ruft zur Mäßigung und Achtsamkeit auf und verweist auf die Beschränktheit eines Mediums, in dem wir nur per Text kommunizieren und die Reaktionen des Gegenübers auch maximal als Text zurück bekommen. Würden wir in ein erschrockenes, beleidigtes, verängstigtes oder empörtes Gesicht sehen, würde es deutlich schwerer fallen, mal eben “nachzulegen”, nachdem wir erkannt haben, was ein locker dahin geschriebener Satz angerichtet hat. weiter…