Claudia am 19. August 2000 — Kommentare deaktiviert für Zerteilt und zerstreut

Zerteilt und zerstreut

Leben mit dem Internet bedeutet, sich einem unmenschlichen Potenzial auszusetzen. „Unmenschlich“ ist nicht abwertend gemeint, sondern im Sinne von „noch nie da gewesen“, dem Menschen bisher nicht gegeben. Wenn ich ein „Bild“ dafür suche, um zu verdeutlichen, was ich meine, fallen mir nur Dinge ein wie „durch einen Fleischwolf gedreht und anschliessend in alle Richtungen zerstreut werden“, was natürlich ganz falsch ist, denn der Körper wird ja gerade NICHT erfasst, bei der „Zerteilung und Zerstreuung“ tritt also kein Schmerz auf. Weiter → (Zerteilt und zerstreut)

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Claudia am 18. August 2000 — Kommentare deaktiviert für Wünschen & wollen

Wünschen & wollen

Seit gut einem Jahr wohne ich nun hier in „Schloß Gottesgabe“. Mein in den letzten Jahren Berlin stärker gewordener Wunsch nach einem Leben auf dem Land ist auf bestmögliche Weise erfüllt. Es war kein romantischer Wunsch. Ich fand es einfach schrecklich, nur dreimal im Jahr die Metropole zu verlassen und „die Jahreszeit zu besichtigen“. Von Kreuzberg aus musste man in jede Richtung mehr als eine Stunde fahren, um überhaupt den Stadtrand zu erreichen: nicht lohnend, wenn das Wetter nicht stabil ist, wenn man nur eben mal Luft schnappen oder eine grüne Wiese sehen will, die nicht völlig „übernutzt“, sprich vermüllt ist. Das ewige Dröhnen des Strassenverkehrs: Niemals Stille! Heute scheint es mir schon unvorstellbar, wieder in diesen Verhältnissen zu leben. Und wenn ich nach Berlin ‚reinfahre, hab‘ ich erstmal zwei Stunden Kopfschmerzen und leide unter dem Stadt-Smog. Weiter → (Wünschen & wollen)

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Claudia am 17. August 2000 — Kommentare deaktiviert für Die Logik des Netzes

Die Logik des Netzes

Der Regen tröpfelt auf das Oberlicht aus milchglas-artigem Hartplastik, das über der Wendeltreppe zwischen unseren beiden Wohnetagen viel Licht hereinläßt. Ich liebe diesen Sound, er hat etwas Beruhigendes und vermittelt das Gefühl: Kein Grund, etwas zu tun! Bleib drin, lies die Zeitung oder ein Buch, es gibt nichts zu tun. Weiter → (Die Logik des Netzes)

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Claudia am 16. August 2000 — Kommentare deaktiviert für Die Midas-Krankheit

Die Midas-Krankheit

Noch ein Huhn tot! Diemal war es ein kleiner Hahn, der vom Hund gefressen wurde, nachdem er sich durch eine Lücke unter der Tür aus dem Hühnergehege befreit hatte. Traurig, selbst die Hühner hat es mitgenommen, sie haben gestern durchweg keine Eier gelegt. „So regelt alles die Natur“, sagt der Nachbar, und ist froh, den Hahn demnächst nicht selber schlachten zu müssen, wenn er alt genug gewesen wäre, mit dem alten Hahn Stress zu bekommen. Weiter → (Die Midas-Krankheit)

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Claudia am 15. August 2000 — Kommentare deaktiviert für Von Webseiten, die weh tun

Von Webseiten, die weh tun

Oft wundere ich mich, wenn ich sehe, wie manche Menschen sich mit den Inhalten ihrer Website viel Mühe geben, aber offensichtlich kein Gefühl für Optik und Lese-Ergonomie aufbringen. Ich weiss einfach nicht, was dahinter steht: Spüren sie es nicht, wenn die Augen schmerzen, weil eine Hintergrundgrafik das Lesen fast verunmöglicht? Merken sie nicht, das z.B. Knallgrün auf Schwarz ganz fetzig aussieht, aber keiner auf diese Art ein paar Seiten Text lesen will? Fühlen sie nicht die Enge, wenn zwischen Bildern und Texten keinerlei Abstand bleibt? Oder die Belästigung und Anstrengung, wenn der Text einfach endlos lange so herunterläuft, womöglich in GANZER Bildschirmbreite, noch dazu ohne Absätze oder sonstige Stützen (Zwischenüberschriften, Eye-Catcher etc.) für’s Auge?? Weiter → (Von Webseiten, die weh tun)

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Claudia am 14. August 2000 — Kommentare deaktiviert für Politik des Vertrauens

Politik des Vertrauens

Endlich Sommer! Seit vorgestern mittag bin ich dem Gerät fern geblieben, eine ungewöhnlich lange Zeit. Auch jetzt – es ist 7 Uhr zehn – schreib‘ ich erstmal Diary, bevor ich einen Blick in die Mailbox wage: Zu viele verschiedene Dinge könnten auf mich einstürmen, mit dem Ergebnis, dass ich mich auf das Schreiben nicht mehr konzentrieren kann, weil allzuviel ‚einfällt‘, um noch etwas auswählen zu können. „Sich verzetteln“ hiess das, als man noch mit Papier arbeitete. Weiter → (Politik des Vertrauens)

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Claudia am 12. August 2000 — Kommentare deaktiviert für Real Life kann weh tun

Real Life kann weh tun

Die Liste Netzliteratur ist meine Lieblings-Community: Anders als in vielen anderen Mailinglisten, die sich durch ihren rauhen Ton und ständige „Hahnenkämpfe“ auszeichnen, gehen die Leute meist freundlich miteinander um. Klar, es wird auch mal gefrozzelt, es gibt Phasen der Langeweile und Mails, die kein Newcomer verstehen kann, aber alles in allem ist es doch „eine fröhliche Schar“, viele Mitglieder kennen sich persönlich (f2f) und arbeiten in manchem Projekt zusammen. Weiter → (Real Life kann weh tun)

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Claudia am 11. August 2000 — Kommentare deaktiviert für User und Loser

User und Loser

Heute morgen will meine Mailbox auf teleteaching.de weder senden, noch empfangen – macht nix, hab‘ ja mehrere. Ich schaue ins Protokoll des Mailprogramms, was denn los ist. Da steht: POP3: 07:21:45 [rx] -ERR Flush of temp pop dropbox /var/mail/.klinger.pop failed (28), und nach dem Sende-Versuch meint das Prog: SMTP: 07:22:08 Fehler – Der Server bietet den gewünschten Dienst nicht an. Weiter → (User und Loser)

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