Thema: Weltgeschehen

Claudia am 09. Februar 2012 — 5 Kommentare

Warum Griechenland nicht offiziell pleite gehen darf

Das Folgende hab‘ ich grade als Resonanz auf den Artikel „Einigung in Athen scheitert an Rentenfrage“ auf SPIEGEL ONLINE gepostet. Die Kommentare dort sind zum Teil äußerst ignorant bezüglich der Lasten, die Rentnern und Arbeitnehmern für die „Rettung“ abverlangt werden, während die Reichen ihre 200 Milliarden längst außer Landes gebracht haben. Was mich vor allem wundert, ist die Meinung vieler, man könne und solle Griechenland locker pleite gehen bzw. aus dem Euro austreten lassen. Da wird ein „Ende mit Schrecken“ präferiert, ohne dass auch nur einer der vielen Kommentatoren etwas zu dem sagt, was droht, WENN das so gemacht würde. Weiter → (Warum Griechenland nicht offiziell pleite gehen darf)

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Claudia am 08. Februar 2012 — 21 Kommentare

RTL-Unterhaltung: Messi-Leben aufräumen – Start in ein neues Leben

„Sollen wir dein Leben aufräumen?“ fragt die „Messi-Therapeutin“ den 32-jährigen Frührentner Markus, der mit seinem Vater in einem Chaos lebt, das jeder Beschreibung spottet. Natürlich stimmt Markus zu, sonst wär‘ ja aus der neuen Folge von „Start in ein neues Leben“ nichts geworden.

Die Herkulesarbeit kann also beginnen: zuerst rückt das Entmüllungsteam an und befreit das Haus von 45 Kubikmetern Dreck und Müll, die sich dort in einem Ausmaß angesammelt und aufgetürmt haben, dass man sich als Zuschauer so richtig schön gruseln kann. Sämtliche total versifften Möbel kommen gleich mit weg. Markus hatte in der letzten Zeit nur noch auf der Wohnzimmercouch geschlafen, da er wegen der Müllberge sein Bett gar nicht mehr erreichen konnte. Es folgt die Ungezieferbekämpfung, denn überall haben sich Insekten breit gemacht. Danach das Putzen, wobei die Reinigungsdienstleisterinnen ausgiebig zu Wort kommen: so einen Dreck haben sie noch nie gesehen. Weiter → (RTL-Unterhaltung: Messi-Leben aufräumen – Start in ein neues Leben)

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Claudia am 20. Januar 2012 — 3 Kommentare

Lasst Euch berühren – Video-Tipp zum weitergeben

30 Minuten quer durchs Thema „Fleisch“, sehr sachlich, kein „veganer Zorn-Film“! Gut zum weitergeben.

Es wird alles gezeigt, beginnend mit gradezu voyeuristisch geil in Szene gesetzter Edel-Steaks. Auf Horrorbilder von (gar nicht so) besonderen Grausamkeiten wird dagegen angenehmerweise weitgehend verzichtet. Braucht der Film auch nicht, es reicht, was man sieht.

FAZIT am Ende: nein, es müssen nicht alle Veggies werden, aber den Ausstieg aus der Massentierhaltung sollten/könnten wir angehen. Und Fleisch dann eben nur noch – teuer! – zu besonderen Anlässen (wenns denn sein muss..).

– das Video ist leider nicht mehr verfügbar –

***

Wie es mir in Sachen Tierprodukte grade geht, hab‘ ich auf Unverbissen-vegetarisch.de verbloggt.

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Claudia am 03. Januar 2012 — 25 Kommentare

Wer hat jetzt noch Lust, Bundespräsident zu werden?

Anfänglich war ich milde gestimmt: ein Darlehen vom Unternehmerfreund in der Vergangenheit erschien mir als keine sooo gravierende Verfehlung, dass der Bundespräsident gleich zurück treten müsste. Was aber mittlerweile alles geschah, änderte meine Meinung und ich frage mich: wie viele Stunden will sich Wulff eigentlich noch ans Amt klammern?

Wie bescheuert muss man sein, um der BILD-Zeitung Drohungen auf den Anrufbeantworter zu sprechen? Dabei einen „Bruch“ in Aussicht zu stellen, der die Frage aufwirft, welche besonderen Beziehungen da wohl bestanden haben? Weiter → (Wer hat jetzt noch Lust, Bundespräsident zu werden?)

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Claudia am 01. Januar 2012 — 12 Kommentare

Kein ordentlicher Jahreswechsel-Text

Keine zusammenfassende und bewertende Rückschau, keine Wunschliste 2012, nicht mal die üblichen Weihnachts- und Neujahrsgrüße mit Postkartenmotiv – verdammt, was ist nur mit mir los?

Fast neidisch lese ich beeindruckende Jahreswechselreden z.B. von Thinkabout oder TheIntelligence, doch wollen sich meine Gedanken einfach nicht zu einem entsprechenden Posting verdichten. Der vorherrschende Eindruck ist Unübersichtlichkeit, ein Gefühl des Unvermögens. Ich quelle oft über vor Ideen und Schreibvorhaben, doch hapert es dann an der Umsetzung. Allzu schnell kommen die Gedanken vom Hölzchen aufs Stöckchen, alles ist ja „irgendwie“ mit allem verbunden. Die gebotene Kürze eines Blogbeitrags war sowieso niemals ausreichend, einem Thema wirklich gerecht zu werden, und sie wird immer kürzer, denn wer will schon noch lange Texte lesen? Weiter → (Kein ordentlicher Jahreswechsel-Text)

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Claudia am 15. Dezember 2011 — 18 Kommentare

Nurmehr Heilige in die Politik? Woher nehmen?

Da hat unser heutiger Bundespräsident also einen Kredit nicht angegeben, den er von einer Unternehmergattin dereinst bekommen hat. Obwohl er offiziell nach Geschäftsbeziehungen zum Unternehmer gefragt worden war.

Den neuen Berliner Justiz- und Vebraucherschutzsenator Michael Braun hielt es nur 11 Tage im Amt, dann musste er zurück treten, weil er sich – so die Behauptung – als Notar bei der Beurkundung von Immobiliengeschäften unkorrekt verhalten habe.

Kaum ist der neue FDP-Generalsekrätär nominiert, titelt das Hamburger Abendblatt „Fahrerflucht? Ermittlungen gegen Patrick Döring“. Ja, er habe einen Rückspiegel angekratzt, versehentlich und ohne es zu bemerken, sagt der so Beschuldigte. Weiter → (Nurmehr Heilige in die Politik? Woher nehmen?)

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Claudia am 30. November 2011 — 13 Kommentare

Zur EURO-Krise: Sparen oder Geld drucken?

Eigentlich war mir eher danach, im Dezember besinnlichere Themen anzuschlagen. Mehr nach innen schauen, über das Leben, das Glück und die Basics des Mensch-Seins schreiben, das Gemeinsame hinter allen Kontroversen suchen…

Aber nix da! Was derzeit politisch und in Sachen Euro-Krisenmanagement geschieht, lässt mich an der Oberfläche haften: Rettungsschirme, Eurobonds, Elite-Bonds, EZB, Spardiktate, drohende Staatspleiten, möglicher Eurozerfall – was ich da lese, lässt mir so oft die Hutschnur hochgehen, dass „Besinnlichkeit“ einfach keine Chance hat.

Was da tagtäglich von den Verhandlungstischen der Krisen-Politiker berichtet wird, macht nicht viel Hoffnung, dass es ihnen gelingen könnte, die Dinge in den Griff zu bekommen. Mal abgesehen von den Inhalten der jeweiligen Ideen und Initiativen, scheint alles stets nach demselben Muster abzulaufen: Weiter → (Zur EURO-Krise: Sparen oder Geld drucken?)

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Claudia am 22. November 2011 — 12 Kommentare

Der Motor, der nicht stottern darf

Thinkabout schrieb gestern in seinem Blogposting „Wir graben uns in den Schlund der Erde“ über den aktuellen Run auf die letzten Energie-Ressourcen unseres Planeten. Z.B. will die Gas-Branche Gas unter dem Delaware-River-Becken abbauen, das 15 Millionen Menschen im Osten der USA mit Trinkwasser versorgt – ein riskantes, mit vielerlei Risiken und Umweltschäden verbundenes Vorhaben, das immerhin „vorerst gestoppt“ wurde. Aber Thinkabout glaubt nicht dran, dass das lange hält, denn:

„Wir sind ein gieriger Moloch, eine Horde von Heuschrecken. Und wir tun der Erde nicht gut. Wirklich nicht. Am Ende aber wird das die Natur nicht kümmern. Wir sind nur eine Episode für sie. Uns aber müsste es längst ganz anders kümmern, als dies der Fall ist. Dabei ist das Problem längst übermächtig, wenn es so weit voran geschritten ist. Wir müssten erst Ehrlichkeit lernen – und uns bewusst machen, was die Ressource “Energiekraft” uns tatsächlich kostet. „

und weiter:

…“Der Motor, der nicht stottern darf, heisst Wachstum. Und darum wächst uns die Erde über den Kopf, in dem sie unter uns, um uns und über uns ganz langsam aber sicher ihre Ressourcen knapper und ihre Reaktionen empfindlicher werden lässt.“

Das Tragische ist, dass es offenbar keine positive Vision für eine Welt (oder auch nur ein Land) ohne Wachstum gibt. Unser Problem ist tatsächlich der “freie Markt”, den wir im Grunde alle schätzen. Aber da ist halt strukturell inbegriffen, dass niemand den Konsumenten fragt: Willst du, dass wir für ein paar Amazon-Päckchen mehr in Naturschutzgebieten Ölschiefer abbauen?

Das Bemühen um eine Energie-Wende hierzulande geht ebenfalls wie selbstverständlich davon aus, dass künftig genauso viel Energie bzw. MEHR davon produziert werden soll – nicht etwa weniger (was auch mit “Erneuerbaren” nicht ohne massive Umweltschädigung geht). Und schon wegen prognostizierter 40 Euro mehr pro Jahr und Haushalt gibt es ein politisches Trara, als ginge es allen ans Eingemachte!

Verzicht ist ein Unwort, Wachstum ist Zwang – und das nennen dann manche noch immer FREIHEIT.

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