Claudia am 03. April 2024 — 19 Kommentare

Es reicht: Amazon Prime gekündigt!

Kürzlich hab‘ nach längerer Zeit mal wieder eine Serie auf Amazon Prime angefangen. Die Werbung vor dem Start hätte ich ja noch hingenommen, aber Unterbrecherwerbung im Film? Nein danke! Ich schau deshalb auch keine Privatsender und habe nicht vor, mich an derart unterbrochene Sendungen zu gewöhnen. Also gleich mal gekündigt, doch leider werde ich die „Vorteile“ noch 345 Tage genießen dürfen, denn der Jahresbeitrag ist noch nicht lange her.

Bei Google zahle ich für Youtube ohne Werbung und zusammen mit Netflix reicht mir das auch. Die Vorteile „schnelle Lieferung“ und „kostenloser Versand“ auf Amazon bringen mir nicht wirklich was. Ich brauche die bestellten Sachen nicht so schnell wie möglich und die Versandkosten bekommt man ja nicht etwa geschenkt, sie werden meist einfach in die Preise eingerechnet.

Dass auf Amazon alles billiger ist als sonstwo, stimmt schon lange nicht mehr. Ich checke regelmäßig Preise und finde oft woanders das günstigere Angebot. Was auch verständlich ist, wenn man weiß, dass Amazon von den Händlern hohe Provisionen kassiert, insbesondere, wenn der Versand über Amazon läuft. Der Verkauf auf anderen Plattformen kann allerdings dazu führen, dass die Händler massiv Umsatz auf Amazon verlieren, weil ihre Waren nicht mehr in der „BuyBox“ angezeigt werden, was schon zu Existenz-bedrohenden Verlusten geführt hat (Quelle).

 

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19 Kommentare zu „Es reicht: Amazon Prime gekündigt!“.

  1. Kann ich nachvollziehen. Wenn ich schon zahle, dann will ich nicht noch Werbung sehen.

  2. Als ich von der Umstellung erfuhr, habe ich mein langjähriges Abo gekündigt. Schließe mich auch Stefan an. Ich will keine Werbung in Film oder Serie. Bislang reut es mich nicht. Netflix hats ja besser gemacht. Dort bekommt man kleinere Preise, wenn man Werbung akzeptiert. Das ist jedenfalls fairer, als die Amazon-Methode.

  3. Ist jetzt auch schon über ein Jahr her, dass ich Amazon Prime gekündigt habe. Braucht man nicht wirklich. Allerdings war das bei mir so, dass mit dem Tag der Kündigung auch sofort das Abo endete und ich innerhalb weniger Tage den überzahlten Betrag erstattet bekam.

  4. Auch wenn ich weder Prime noch Netflix oder andere solcher Abos habe: Ist hier nicht das „Übliche“ geschehen?

    Erst wird mit Lockangeboten und niedrigen Preisen geködert und wenn genug angesprungen sind, zieht man die Zügel an. Dasselbe ist bei Netflix mit Account-Sharing passiert und irgendwo und irgendwie wird halt alles zur Ware. Entweder bezahle ich wenig und werde dafür mit Werbung zugesch….. oder ich drücke fett ab und bin dann „befreit“ von Verbraucherinformationen.

    Dem habe ich mich von Anfang an verweigert und selbst mein „normaler“ Account von Amazon aus der Anfangszeit als Buchhändler ist längst Geschichte, als Anfang der 2000er abzusehen war, wohin bei Bezos die Reise geht.

    Bücher kaufe ich im lokalen Laden im Ort und Filme schaue ich entweder über die normale Mediathek oder direkt. Lieber kaufe ich eine DVD/Blue-Ray, wenn mich etwas mehr interessiert, als es nur einmal zu sehen.

    Was die ganzen Prime-Vorteile betrifft, ist Etliches davon auch Augenwischerei und Marketing.

    Das Argument „billiger“ ist wie bei E-Bay eher suggestiv, denn hier wie dort sind die Preise einfach marktüblich. Für etwas billiger als Schnäppchen muss man das Zeug a) gerade zum Kaufzeitpunkt brauchen, sonst hortet man so etwas auch auf Vorrat und gibt Kohle aus, die man sonst gar nicht verplempert hätte; und b) ist das wie mit SSV, Black Friday, den Phantasiezahlen oben, die durchgestrichen sind, um den Normalpreis günstiger aussehen zu lassen bis zu künstlichem Verknappen a lá nur noch x Stück am Lager alles unterschwelliger Druck, um zum Kauf zu animieren = Haben will!

    Nimmt man das ganze Konzept und Auftreten von Amazon als Monopolisten an, dann sind das wie bei Messengern, Betriebssystemen, Rabattsystemen a lá Deutschland-Card/Payback viele Gründe, entweder ganz zu verzichten oder auf zwar vielleicht kompliziertere, aber freie/andere Alternativen zu schauen.

    OT. Immerhin habe ich dafür beim Querlesen im Blog von Stefan Pfeiffer diesen guten Artikel gefunden, der wiederum in das auch jüngst hier vertretene Thema Landwirtschaft/Pestizide/Insektizide schlägt und da auch etwas meine Sicht bedient, weil es eben nicht „nur“ Glyphosat ist, sondern das ganze System intensivierter Landwirtschaft die Umwelt kaputt macht und damit sind mit Sicherheit nicht die kleineren Bauern gemeint – Daumen hoch dafür.

  5. Ich habe solche Abonnements nicht. Das einzige ist Spotify, da kann man den ganzen Output eines Künstlers verfolgen. Aber selbst dagegen sperrte ich mich – denn jetzt höre ich CDs nur noch im Auto.

  6. @alle: vielen lieben Dank für Eure Kommentare! Es freut mich besonders, wenn auch weniger Wichtiges bemerkt wird und ich so erfahre, wie es Euch mit alledem geht.

    @Stefan: Genau so!

    @Horst: naja, im Grunde will Amazon auf den Status von Netflix kommen, denn mit einer Zuzahlung bekommt man Prime Video weiter ohne Werbung. Der Weg war halt ein anderer, nervigerer… :-)

    @Menachem: Sofor-Abbruch des Abos und Rückzahlung bieten sie offenbar gar nicht mehr an, jedenfalls hab ich davon nichts bemerkt.

    @Thomas: Wow, du bist also ein Totalverweigerer, Respekt! Ich kaufe nix online, ohne zuvor ausführlich Preise zu recherchieren und Kommentare zu lesen. Meist bin ich dann ganz zufrieden mit meinen Käufen und muss nur höchst selten etwas zurücksenden.

    Was Amazon insgesamt angeht: Der Laden bekommt tatsächlich Probleme durch TEMU! Gegen Temu-Marketing sind Amazon et al Waisenknaben! Hier ein paar aktuelle Artikel dazu:

    Ampelpolitiker fordern EU-Maßnahmen gegen Temu

    Fragwürdige Geschäftspraktiken: Temu wurde abgemahnt

    Mit Podcast: „Temu sieht aus wie eine Mischung aus Ein-Euro-Shop und Candy Crush

    Ich hatte mal kurz die Temu-App auf dem Handy (dafür gab es bei einem meiner zwei Einkäufe dort recht viel Rabatt): Was für ein Generve! Kam sofort wieder weg…

  7. Das Problem ist: Wenn man eine Sache nirgendwo findet, bei Amazon gibt es das Gewünschte garantiert. Streamingangebote mit Werbung ist einfach eine Zumutung, das geht gar nicht, zumindest aus meiner Sicht. Ich fand das Vorgehen von Netflix eine Frechheit und habe gleich gekündigt.

    Es gibt ja eine Menge Anbieter und wenn da einer ein Aboangebot macht, bin ich dabei, ansonsten eben nicht. Was ich nicht begreifen kann ist, dass Netflix beispielsweise nach Einführung von Werbung, Preiserhöhung und auch noch Sharingverbot, Zulauf bei den Abonnenten hatte.

  8. TEMU – Amazon ist in etwa wie Produktvergleiche bei Discountern;-)

    Dabei sollte jedem klar sein, dass die aggressive Marktstrategie mit Dumpingpreisen, Gutscheinen usw. trotz allem seinen Preis hat und sei es nur der Zugriff auf und das Nutzen der eingetriebenen Daten. Das man dafür oftmals nur Schund kauft und dann noch Rücksendung und Gewährleistung einbüßen kann…

    …es reicht im Grunde der Eintrag von Wikipedia, um so in etwa das Geschäftsmodell abzuchecken, und bei superbillig stinkt halt immer etwas.

    Totalverweigerer ist so nicht richtig und ich kaufe auch online und vergleiche Preise. Dann nutze ich in der Regel Einkaufen als Gast und oldschool Überweisung oder Rechnung und im äußersten Notfall Paypal. Das würde ich mir aber auch lieber vom Hals schaffen, hat aber wie bei Paypal For Friends auch seine Vorteile unter bestimmten Umständen. Dann kaufe ich halt wirklich nur das und dann, wenn ich etwas brauche statt Angebote etcpp. und schon dadurch „spare“ ich vielleicht mehr wie so mancher chronische Schnäppchenjäger.

    Selbst bei meinem fast einzigem Schwachpunkt Bücher kaufe ich lieber über Genialokal im Laden vor Ort als beim Großversender bis auf Antiquitäten oder Verlagsexemplare. Und bei bestimmten Dingen zahle ich auch lieber etwas mehr und kaufe vor Ort. Genauso halte ich es bei Bäcker, Fleischer usw. Dazu gab es erst jüngst einen Artikel, dass wie bei den Tante-Emma-Läden zwar allerortens deren Sterben bemängelt wird, beim Einkauf dann aber der Brötchenaufwärmer im Supermarkt den Schnitt macht, auch wenn es finanziell nicht nötig wäre. Der Beitrag ist genau der Punkt. Da bin ich stur und Dinosaurier und zum Glück haben wir bei uns im Dorf einen „richtigen Bäcker“ und einen Laden, der uns viele Fahrten in die Stadt erspart mit 2x die Woche Landfleischer. Letzten Endes leben wir dadurch finanziell und vom Zeitaufwand her auch nicht schlechter.

    Bei mir sind selbst die großen Ketten wie Saturn, Media-Markt usw. raus und der ganze On-Demand-Streaming-Klimbim oder Abos/Pay-TV sind zugegeben durchgefallen bei mir. Ich habe privat nicht einmal ein Smartphone für die Apps;-)

  9. @Peter: also ich hab Netflix ohne Werbung, aber auch schon länger ein Abo. Ich zahle sogar mehr, um mit einer weiteren Person zu teilen. Ist billiger als zwei Accounts. Witzigerweise versuchten sie danach noch, mich dazu zu bringen, die 2.Person anzugeben (locken mit extra Komfort für den Partner) also die Person zu konkretisieren – mach ich nicht, es sind nämlich zwei, wobei die zweite Person nur selten mal reinschaut.

    @Thomas: Was meine Daten angeht, bin ich ignorant und großzügig. Ich kaufe sowieso nur, was ich brauche, da können sie mich mit Werbung noch so zupflastern. Nervig finde ich, dass jeder Shop, in dem ich mal eine Klamotte gekauft habe (NICHT Amazon!) mir alsbald Printkataloge in den Briefkasten sendet. Was für eine Verschwendung, die landen direkt im Müll. Newsletter kann man abbestellen, aber analog nerven sie einfach so weiter…

  10. Bei solchen Sachen merke ich immer: irgendwie geht es zwar alles an mir vorbei, aber ich merke auch keinen Verlust. Beim Streaming nutze ich das kostenlose (in den Jahresbeitrag integrierte) Angebot der örtlichen Bibliothek, die Mediatheken der Öffentlichen, aber meist hält mein Interesse, jetzt mal mehr Filme oder Serien zu schauen nicht lange genug an, bzw. interessiert es mich nicht. Im Februar bin ich in den Genuss gekommen mal Netflix schauen zu können, aber auch da habe ich nur eine Reihe von Filmen mitgeschaut, die beide interessiert haben, als ich es noch einige Zeit alleine nutzen konnte war ich a) von dieser schieren Masse überfordert und b) auch verängstigt, mich da u.U. in irgendwas zu verrennen, sprich, irgendwann viel zu viel zu schauen, wo man doch eigentlich sinnvollerweise Bücher lesen könnte, bzw. die wenige Zeit, die ich für mich nutzen kann, dann mit irgendwelchen Dokus über Essen in allen möglichen Ländern zu verballern. Eine Folge ok, aber doch nicht gefühlte hundert. (Bei dieser kurzfristigen Nutzung von Netflix fiel übrigens auf: viele Filme sind in Land A nicht zu sehen, bzw. in Land B nicht zu sehen, manchmal, wie bei der Serie Charite nur aus dem einfachen Grund, dass sich da irgendwo in irgendeiner Folge mal zwei Männer küssen…)

    Aber ganz allgemein. Ich frag mich bei vielen Angeboten immer wieder: warum wollen wir das (bzw. wird uns eingeredet, dass)? Ich stell immer fest, dass wenn die Leute was haben, alle es haben. Komischerweise haben selbst unsere klammen Sekretärinnen mehrere Streamingdienste, tragen viele Kollegen, die um Hilfe beim E-Mail-Öffnen, diese komischen Smartwatches, hat gefühlt jeder diesen Wassersprudler etc pp. Ich habe nichts davon: und siehe da, es geht auch. (Ich weiß, das ist wieder sehr überheblich, aber ich frag mich halt.)

  11. @Holger: Hab‘ Dank für deinen Kommentar, mit dem du ein interessantes Fass aufmachst: Inwiefern brauchen wir „das alles“? Ich habe weder eine Smartwatch noch einen Wassersprudler, aber zum Streaming kann ich was sagen:

    Ich habe keinen klassischen TV-Empfang, sondern nutze Zattoo für das lineare Fernsehen. Das habe ich mir allerdings weitgehend abgewöhnt, denn „ansehen was gerade kommt“ erscheint mir als Zeitverschwendung: Rumzappen bis man was findet, was dann aber schon angefangen hat – nein danke!

    Mediatheken und das Streaming bieten mir viel mehr, wobei ich mich aber vom Angebot auf Netflix (und bisher auch gelegentlich Prime) durchaus schon überfordert fühlte. 30 Min suchen bis ich was finde, ist auch Zeitverschwendung! Habe also gelernt, auf Empfehlungen zu achten: Freunde, soziale Medien, Presse. Dass ich irgendwas nicht sehen kann, weil „in meinem Land nicht verfügbar“ ist mir auf Netflix noch nicht passiert.

    „viel zu viel zu schauen, wo man doch eigentlich sinnvollerweise Bücher lesen könnte“

    Zwar bin ich in der Gutenberg-Galaxis aufgewachsen, aber heute lese ich praktisch keine gedruckten Bücher mehr. Das ist schade, aber meine Interessen beziehen sich schon viele Jahre auf Sachbücher, nicht auf Belletristik. Zu Wissenschaftsthemen schaue ich Youtube-Videos (Astronomie, Physik/Quantenphysik/Astrophysik, Bewusstsein, Geist, KI-News, Geschichte, Ernährung/Fitness u.v.m.), die weit mehr „am Ball“ sind als Bücher. Auch viele Videos/Podcasts zu Themen der Zeit – bis all das in Büchern ankommt, hat sich die Welt schon weiter gedreht. Immerhin hab ich die Harari-Bücher als Hörbücher gehört – und weil ich ein Audible-Abo habe, auch „Achtsam morden“. :-)

  12. @Siewurdengelesen: Danke für den Link (Standard), den du bei Stefan Pfeiffer gefunden und hier verlinkt hast.

  13. @Claudia, vielen Dank für deine Gedanken
    Lineares Fernsehen: Ich hatte zwischen 2014 und 2015 mal eine kleine DVB-T Zimmerantenne, nachdem ich umständehalber mir wieder einen Fernseher zulegen musste und seit diese Möglichkeit nicht mehr besteht, weil die DVB-T-2-Geschichte dann viel zu kompliziert wurde, bin ich völlig fernsehlos.
    Wobei eben: Mediathek und das auch nur stoßweise, immer mal, wenn es etwas gibt, ansonsten ist es mir zuviel. Auch das Angebot der Stadtbibliothek (ich hoffe, es ist ok, wenn ich filmfriend erwähne) ist -obwohl bedeutend kleiner als das Netflix, was ich gesehen habe- mir meist zuviel. Wenn ich was sehe, dann auch auf Zuruf/ Empfehlung, aber auch das ist schwierig. Ich bin recht mäklig.
    Die Gutenberg-Galaxie: da bin ich wahrscheinlich dann wirklich renitent und altmodisch. Ich kann das nicht ändern. Und solange es irgendwo noch alte Bücher gibt, die keiner mehr will, wird hoffentlich kein Problem entstehen. Und so, wie mein Bücherregal mit ungelesenen Büchern belegt ist, lese ich (dann aber unter Hochdruck gerechnet) knappe 10 Jahre. Also deutlich länger.
    Hörbücher kann ich überhaupt nicht ertragen, auch wenn ich jetzt umständehalber mal ein Hörspiel (Liu Cixins Drei Sonnen) gehört habe. Ich bin wahrscheinlich mit den seltsamsten Vertretern der Hörbuchzunft konfrontiert worden (Kerkelings Mann/Fjord) und bleibe sehr skeptisch bis hin zu einem kategorischen Nein.
    E-Books sind ok, aber ich konnte mich da auch nie entscheiden, was zu kaufen und hatte mir nur Sachen von der internationalen Gutenbergseite runtergeladen, aber auch da ist das fehlende Interesse Haupthemmnis.

  14. Ich gestehe ketzerisch: ich habe mein Primeabo noch und habe auch nicht vor, es zu kündigen.

    Preisvergleiche im Netz sind oft aufwändig und lohnen meiner Erfahrung nach häufig den Unterschied nicht. Hinzu kommen die Lieferkosten. Oftmals (natürlich nicht immer!) ist Amazon dann eben doch billiger, die Auswahl ist gigantisch und was den Kundenservice angeht, kenne ich kein anderes Unternehmen, kein Geschäft, keinen Onlineshop, der denen das Wasser reichen kann.

    Die garantierte Lieferung erleichtert bei zwei Vollberufstätigen mit Kind das Leben ungemein, wobei es mir eben nicht so sehr auf die Geschwindigkeit ankommt (das ist ein netter Nebeneffekt), sondern die Zusage an einem bestimmten Tag zu liefern – in der Regel bekomme ich auch rechtzeitig ein Zeitfenster mitgeteilt, dass dann auch eingehalten wird. Im Gegensatz zu allen anderen Paketdienstleistern ist es mir beim Amazon eigenen noch nicht ein einziges mal passiert, dass der Bote nicht geklingelt hat. Und ich kann problemlos für eine schmale Mark ins Ausland inkl. UK liefern lassen, schneller als DHL und billiger als UPS oder FedEx.

    Dass da jetzt bei Filmen Werbung geschaltet wird, ist mir natürlich auch aufgefallen. Na und? Dauert irgendwas mit 30 Sekunden, kann ich wegschauen und tut nicht weh.

    Und ich habe mit Primereading: sehr viele Bücher im Abo enthalten, noch mehr für Cent- oder kleine Eurobeträge und immer wieder einige Perlen im selfpublishing Verlag, die den Weg in den klassischen Buchhandel niemals gefunden hätten. Natürlich brauche ich einen Kindle (das ältere azw Format konnte noch mit calibre in epub umgewandelt werden) – kostet einmalig 50 Euro und ist tatsächlich ein super eBook.

    Die große Auswahl bei Streamingdiensten (egal welcher) an Filmen und Serien als Argument dagegen zu nehmen, weil man sich dadurch überfordert fühlt, kann ich nicht nachvollziehen. Was bei Bibliotheken und Buchhandlungen und in jedem Geschäft sonst als ein Qualitätsmerkmal gilt – nämlich eine möglichst große Auswahl anbieten zu können bzw. zu haben, soll hier auf einmal schlecht sein? Rätselhaft.

  15. @Holger: danke für deinen vertiefenden Bericht! Das mit den 10 Jahren: Ist damit gemeint, dass du so lange brauchen würdest, um die ungelesenen Bücher zu lesen? Kann ja nicht sein, dass du ERST 10 Jahre liest… :-)

    @Brendan: aus deinem Bericht geht ja eine ziemlich andere Nutzung von Amazon Prime hervor als meine. Da lohnt sich Prime für dich natürlich trotz der Werbeunterbrechnungen. Was die Lieferungen angehnt, sind mir Unterschiede nie wirklich aufgefallen, denn bei Amazon verkaufen ja viele Händler, die dann selber liefern lassen – also über die gewohnten Lieferdienste. Auch kaufe ich noch bei anderen Shops und bin es insgesamt gewohnt, dass sie nicht klingeln (bin im 3.Stock), sondern das Paket irgendwo bei Nachbarn lassen oder gleich in die DHL-Filiale zur Abholung geben.

    „Und ich kann problemlos für eine schmale Mark ins Ausland inkl. UK liefern lassen, schneller als DHL und billiger als UPS oder FedEx.“

    Du verkaufst etwas über Amazon?

  16. @Claudia: ne, ich kaufe etwas und lasse das ins Ausland liefern. Kommt schon mal vor, wenn die Familie verstreut in Europa lebt.

  17. @Claudia: Ich müsste von heute an, 2024 bis 2034, jedes Jahr knappe 70 Bücher lesen, damit ich den Stapel ererbter, gefundener, gekaufter und geschenkter Bücher (die teils seit 1997 oder sogar 1988 ungelesen sind) „abgelesen“ hätte. Ich schaffe durchschnittlich so zwischen 70 und 90 Bücher pro Jahr, wobei das schon die obere Grenze ist und oft genug bedeutet, dass ich flüchtig/ oberflächlich/ quer lese. Und ich müsste dann ganze zehn Jahre konsequent auf Neuerwerb und Bibliotheksbesuch verzichten. Will sagen: es wird wohl nichts werden, leider bin ich kein Dennis Scheck oder Karl Kraus, die phänomenale Lesepensen haben/ hatten.

  18. @Holger: Wow, was für ein Lesepensum! Aber sag: Warum entsorgst du die ungelesenen Bücher nicht, wenn du sowieso weißt, dass du sie nicht lesen können wirst?
    Meine ursprünglich vielen Bücherregalmeter habe ich nach dem Motto „Was ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nochmal lesen will, kommt weg“. Die fangen ja nur Staub!

  19. @claudia: Da hängen sehr sehr viele Emotionen dran, manche Bücher sind von Verwandten. Sagen wir es mal so: ich bin auf dem Weg dahin, aber es dauert sehr sehr lange. Und generell mache ich es ungern, die Wendezeit und das wahnwitzige Entsorgen vieler Bücher, für die man ein halbes Jahr zuvor noch angestanden hätte, haben mich sehr stark geprägt. Auch meine Studienzeit. Ein gebrauchter Mann, den man fürs ganze Seminar lesen musste: 12 Mark (heute ein Witz) und da kann ich mich nicht lösen, auch wenn ich weiß, ich lese es wahrscheinlich nicht noch mal… Ach kompliziert.

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