Claudia am 11. August 2020 — 21 Kommentare

Welt aus den Fugen

Lukaschenko lässt das Volk prügeln, Erdogan sendet Kriegsschiffe ins Mittelmeer, Beirut liegt in Trümmern, Trump will sein Gesicht am Mount Rushmore sehen. Seehofer verbietet Städten die Aufnahme von Flüchtlingen.

In Deutschland ist wieder Heißzeit, die Dürre im Norden geht ins 3.Jahr. In ersten Gemeinden wird das Trinkwasser knapp. In der Arktis Hitzerekorde, ausufernde Brände und massiver Eisschwund. Seit Anfang Juli brennen in Russland 1,9 Millionen Hektar Wald, die meisten in Sibirien. Auch am Amazonas brennt der Regenwald heftiger als 2019, es wird mehr illegal gerodet als je zuvor. In Equador bricht eine Pipeline und verseucht mehrere Flüsse, in Mauritius havariert ein Ölfrachter vor dem Naturschutzgebiet. Das letzte intakte Schelfeis-Feld in Kanada ist auseinandergebrochen, eine 80 Quadratkilometer große Eisplatte treibt jetzt vor der Küste.

Und sonst so? Der Aggressionspegel steigt, auf der Straße, in den Läden, in den (a-)sozialen Medien, sogar auf Mitgliederversammlungen der Kleingartenvereine. Corona-Maskenstreit, Genervtheit wegen Hitze, Streit ums öffentliche Straßenland und über die Definitionsmacht in Sachen Rassismus.
An Wochenend-Nächten Partys im Park, ohne Abstand, ohne Masken, bis zum Polizeieinsatz.

Dass es mir gut geht wundert mich immer öfter.

Diskussion

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21 Kommentare zu „Welt aus den Fugen“.

  1. Schön zu hören, dass es dir trotzdem gut geht. Ich habe zwar ein schlechtes Gewissen. Aber mir gehts auch gut. Das ist vermutlich meinem sozialen Stand, dem Rentnerdasein geschuldet. Da lebt es sich auch in diesem erschreckenden Szenario immer noch ziemlich entspannt.

    Manchmal denke ich, der Status der Erde war schon einmal so wie jetzt. Alles wurde zerstört, die Erholung oder besser die Erneuerung des Planeten hat Jahrtausende gebraucht. Menschen und Tiere waren komplett verschwunden und alles begann von Neuem. Ein Grund dafür, dass Spuren einer Vergangenheit gefunden werden, die kaum oder gar nicht zu erklären sind.

  2. Es kommt darauf an, was man daraus macht.

  3. @Horst: Was für Spuren welcher Vergangenheit? Dass es irgendwann bereits eine Menschheit gegeben hat, die dann verschwunden ist – so eine These ist mir bis jetzt nicht begegnet (… naja, Steiners Rassenlehre arbeitete mit sowas Ähnlichem, wenn ich recht erinnere…).
    Was das „gut gehen“ in Bezug aufs Rentnerinsein angeht: bei mir hat diese neue monatliche Zahlung lediglich ermöglicht, dass ich mich von einem meiner Auftraggeber trennen konnte… = ansonsten keine Veränderung in Lebensstil & Status. Sogar die eigentlich zu erwartende neue „Lücke“ an Arbeit läuft gleich wieder voll…
    :-)

    @menachem:
    Heute blieb mir nichts anderes übrig, als diesen kurzen Text zu schreiben. Eigentlich wäre jedes der Themen einen eigenen Blogpost wert – aber hey, es wird soviel zu alledem geschrieben, und sowieso wissen alle Bescheid. Statt stumm zu bleiben, probier ich halt neue Formen/Formate.

  4. @Claudia, Kommentare sind m.E. nach nur eigene Reflexionen. Angestoßen aus deinem Beitrag. Alles chic! Muss ja nicht immer ein Roman sein.

    Ach ja, …, spiegeln (a-)soziale Medien nicht die soziale Wirklichkeit?

  5. Da fällt mir immer das auf Ovid zurückgehende „Tempora mutantur, nos et mutamur in illis“ ein. Ich sage: Wir haben die Zeiten, die wir verdienen. Ich sehe das wohl ebenfalls aus der Position des zurückgelehnt am Computer Sitzenden und in den Ruhestand Versetzten. Daher gelassener. Mir ist schon seit vielen Jahren klar, dass sich die Welt in einer Kommunikationsblase befindet, bei der jeder die Möglichkeit hat, von der Flatulenz eines Bibers am anderen Ende der Welt in Echtzeit zu erfahren, die dann genauso wichtig scheint, wie das versäumte Sonderangebot des Lieblingswhiskeys im Supermarkt um die Ecke. Vor allem erlebe ich, dass es kaum noch Prioritäten gibt, sondern alles mehr oder minder gleichwertig in unserem Alltag aufschlägt. Ich frage mich, wie kann man die medial vermittelte Realität noch vom Pathos trennen, mit der heute alles daherkommt?

  6. Ich hatte eher Eric von Däniken (Erinnerungen an die Zukunft) im Kopf. Jedenfalls habe ich von rassistischen Lehren eines Herrn Steiner noch nix gehört.

    @Menachem: Meine Lieblingsfrage, ob Soziale Medien die Gesellschaft spiegeln. Ich denke, dass sie das nicht tun. Sie sind die Treiber eine gesellschaftlichen Veränderung zum Negativen, die es ohne sie nie gegeben hätte. Das Bild mit dem furzenden Biber, das weltumspannend Karriere macht, passt da gut. Aber es erklärt nicht die Dynamik, in der die in die Welt gesetzten Belanglosigkeiten sie dennoch zu ihrem Nachteil verändert haben.

  7. Ihr Lieben: Marginalien („furzender Biber“) waren das ja nun mehrheitlich nicht, die ich im Text aufgezählt habe. Ich denke, die Perspektivlosigkeit in Sachen Zukunft trägt durchaus zur miesen Stimmung bei, auch zum „Pathos“, den Werner anspricht. Früher war die Zukunft etwas, auf das man Hoffnungen setzen konnte – heute ist sie ein Schreckensszenario und wir können nichts wirklich Wirksames dagegen tun.

  8. Ich denke, die Dynamik kommt daher, dass Menschen erst lernen müssen, mit der Informationsflut umzugehen, genauso wie sie lernen müssen, permanent über alle möglichen Medien zu kommunizieren. Es ist eine wechselseitige Anpassung von Menschen und ihrer Umwelt (etwa im Sinne der Piagetschen Äquilibration in der Kindheit), die irgendwann gelingen wird.
    Die Perspektivlosigkeit sehe ich vor allem als Ergebnis des ständigen Bombardements mit einschlägigen Nachrichten. Ich leugne nicht den Klimawandel, aber ich komme mir manchmal vor in einer Welt zu leben, in der es nicht nur einen gibt sondern medial multipliziert zig solcher Klimawandel (dabei gibt es ja nicht einmal ein Plural davon). Die von Claudia aufgezählten Nicht-Belanglosigkeiten sind ja nichts Neues, nur haben die Menschen früher wenig davon mitbekommen. Im Übrigen gehen dann halt Meldungen unter, dass etwa objektiv betrachtet die Gewaltkriminalität in Deutschland (https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-04/kriminalstatistik-kriminalitaet-gewalt-deutschland-gefahren-polizei-wahrnehmung) um 40% niedriger ist als vor 20 Jahren. Das ist übrigens bei uns in .at nicht viel anders! Oder wenn ich an das Waldsterben denke – in .at nimmt seit den 60er Jahren die Waldfläche konstant zu, in .de wird es nicht anders sein.

  9. @Werner – ob wir uns denn an die Dynamik gewöhnen können oder sogar den Umgang mit solchen Informationsfluten lernen zu beherrschen? Wenn ich die Ohnmacht mancher Lehrer sehe, ihren Schülern sowas einfaches wie Quellenkritik näherzubringen, kommen Zweifel in mir hoch. Dass die schiere Menge an vorgefilterten News (Bad news, good news) uns nicht guttut, steht für mich außer Frage. Ich habe probiert, keine Nachrichten mehr zu sehen und die Zeitung abbestellt. Dafür behelligt mich nun das Internet im Minutentakt. Gar kein kluger Tausch.

    Das Thema Rückgang der Kriminalität ist eines für sich. Viele bestreiten ja nachdrücklich die Korrektheit solcher Zahlen. Ich gehöre nicht zu denen. Trotzdem fällt es mir immer schwerer, die positiven Entwicklungen überhaupt noch wahrzunehmen. Nicht gut.

  10. Man muss sich doch nur die Szenarien anschauen, die manche angesichts des Buchdrucks oder des Fernsehens an die Wand gemalt haben. Ich bin da eher zuversichtlich!

  11. Der Gefahr, die Geier Sturzflug heraufbeschwört, sind wir wohl erstmal entkommen, aber sie war durchaus real. Wenn ich mich recht erinnere, gab es in den USA sogar ein Spiel mit dem Titel. Und jetzt wird atomar aufgerüstet.
    Geier Sturzflug – Besuchen Sie Europa
    Wenn im Canale Grande U-Boote vor Anker gehn,
    und auf dem Petersplatz in Rom Raketenabschußrampen stehn,
    überm Basar von Ankara ein Bombenteppich schwebt,
    und aus den Hügeln des Olymp sich eine Pershing 2 erhebt.
    Dann ist alles längst zu spät,
    dann ist, wenn schon nichts mehr geht,
    besuchen Sie Europa, solange es noch steht.
    Vor dem alten Kölner Dom steigt ein Atompilz in die Luft,
    und der Himmel ist erfüllt von Neutronenwaffelduft,
    wenn in Paris der Eiffelturm zum letzten Gruß sich westwärts neigt,
    und in der Nähe von Big Ben sich zartes Alpenglühen zeigt.
    Dann ist alles längst zu spät,
    dann ist, wenn schon nichts mehr geht,
    besuchen Sie Europa, solange es noch steht.
    Wenn aus der Haute Cuisine ein Hexenkessel wird
    wo sich der Koch aus Übersee seine alte Welt flambiert,
    da wird gelacht und applaudiert, denn selbst der Kellner kriegt ’n Tritt,
    was bleibt uns außer der Kultur, wir wünschen guten Appetit.
    Ja Dann ist alles längst zu spät,
    dann ist, wenn schon nichts mehr geht,
    besuchen Sie Europa, solange es noch steht.

    Eiine Fabel (Sie ist allerdings nicht bei Aesop zu finden, dem sie zugeschrieben wurde), erzählt von einem Menschen, der an einem Berghang abstürzt, sich an einem Erdbeerstrauch festhält und an den Beeren labt, obwohl eine Maus an der Wurzel des Strauchs nagt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Wurzel reißt und der Mensch in die Tiefe stürzt.

    Wer surft, findet auch einen Artikel, bei dem der Titel
    „Besuchen Sie Europa, solange es noch steht, dem ausufernden Fremdenverkehr gewidmet ist, den das winzigkleine Coronavirus lahmgelegt hat.

  12. @Werner – hoffen wir, dass diese Lernphase mit gutem Resultat beendet wird. Kann man die Umwälzungen des Buchdrucks und der Erfindung des Fernsehens tatsächlich mit der Digitalisierung vergleichen?

  13. Gut, dann nimm halt die Erfindung der Schrift oder die Erfindung der Funkwellen her – da hat man gejammert, dass dann das Gedächtnis seine Bedeutung verliert, wenn man es auslagern kann. Und mit Funkwellen wird ja heute noch versucht, Panik zu verbreiten. Da werden irgendwann bei 10G wahrscheinlich unsere Ganglien zum Glühen anfangen … Die Welt ist so vorhersehbar, dass es fast schon peinlich ist!

  14. @Werner:
    „.. da hat man gejammert, dass dann das Gedächtnis seine Bedeutung verliert, wenn man es auslagern kann“

    Seit es Google gibt, wurde flächendeckend soviel Gedächtnis ausgelagert wie nie zuvor! Auch wird gleichzeitig „Allgemeinbildung“ immer problematischer bzw. schwindet dahin, da aufgrund der extremen Individualisierung kaum mehr ein Konsens über Wissenswertes existiert.

    Medienkompetenz, Recherchieren, News nachchecken, Fake-Methoden kennen lernen, Herstellungsprozesse von Online-Medien kennen (wer schon mal ein Blog erstellt hat mit „Magazin-Theme“ wird nicht mehr glauben, dass die Optik alleine schon ein Zeichen für „groß“, „wichtig“ oder gar „seriös“ ist.
    Ich vermute aber, dass all das in den Schulen immer noch zu kurz kommt, weiß es aber nicht sicher,

  15. @Claudia:
    Mit deiner Analyse hast du vollkommen recht bzw. auch mit dem, dass das in den Schulen zu kurz kommt. Aber: Das sind IMHO alles Kompetenzen, die man nicht wirklich lehren kann, was letztlich nichts anderes bedeutet, dass Schulen als Vermittler von Weltwissen sowas von überholt sind, dass es eigentlich eine Schande ist, dass sie noch immer so ausschauen wie sie ausschauen. Schulen sind doch ohnehin nur noch der soziale Rahmen, wo man das an sozialem Lernen – im Guten wie im Bösen – nachholen kann, was man in der 0,8-Kind-Familie nicht lernen kann. Schau dir die Lehrpläne an, da steht irgendwo noch immer die Illusion dahinter, dass man auf Vorrat lernen kann! Ich hab in Weiterbildungsseminaren von LehrerInnen der Lernfächer (Geschichte, Geo, Bio usw.) gefordert, dass sie einfach einen Test aus dem Vorjahr in ihrer Klasse unangekündigt wiederholen sollen, um auf den Boden ihrer Unterrichtsrealität zurückzukommen. Übrigens in Mathe und Fremdsprachen war das nicht viel anders!
    Viele Probleme unserer Welt entstehen erst durch die Trägheit der Phantasie. Und jetzt bin ich ein wenig zynisch: Freuen wir uns doch über den Klimawandel, denn dann werden viel weniger Menschen im Winter erfrieren! Freuen wir uns über jede Pandemie, denn dann haben wir im Überlebenskampf einfach weniger Konkurrenten! Freuen wir uns über jede gebrochene Pipeline, denn dann kann dieses Öl nicht mehr in unseren Autos verbraucht werden – ist doch weniger Verkehr und damit eine Erhöhung der Umweltqualität!

  16. @Werner,
    wieso soll man das denn nicht lehren können? Das könnte ja sogar ich! Vor allem eignet sich Medien-Unterricht doch hervorragend für Projekte aller Art, bei denen dann auch anderer Stoff „mitgelernt“ wird, weil die Medien ja Content brauchen.

    Zynismus hab ich mir abgewöhnt, das zieht mich nur noch mehr runter….

  17. Ich widerspreche Dir nur ungern, aber wie hast Du Deine Kompetenzen im Umgang mit dem Internet erlernt? Hast Du einen Kurs gemacht? Oder diesen unsäglichen Computerführerschein? Ich denke, es geht heute um Kompetenzen, die man nicht wirklich lehren kann! Das galt aber immer schon auch für die Schule, die noch immer glaubt, Fachkenntnisse vermitteln zu können. Kennst Du jemanden, der eine Fremdsprache in der Schule wirklich gelernt hat? Wieviele können nach 12 Jahren Biologieunterricht dir nur mehr als drei Pflanzen auf einer bunten Wiese benennen? Ja, mit der Flora incognita App geht das gut – ich bin derzeit bei über 50 Wildblumen, die ich auf meinen täglichen Spaziergängen immer schon sah aber nie namentlich kannte. Aber das kann man Kinder nicht wirklich lehren, da muss man Spaß daran haben. Genauso wenig wie man Kindern das Lernen lehren kann – seit wievielen Jahren wird das „Lernen lernen“ propagiert und es gibt ja schon fast keine Schule, in der das nicht in irgendeiner Form angeboten wird. Hat sich wirklich was geändert? Gehen die SchülerInnen heute lieber in die Schule als früher? Haben sie weniger Angst vor der Schule als früher? Lernen sie leichter als früher?

  18. @Werner: jetzt müssten wir Lehrende sein, um das kundiger zu debattieren!
    Habe mal gegoogelt und z.B. das hier gefunden:
    https://medienkompetenzrahmen.nrw/
    Da ist wirklich jede Menge sinnvoller Lernstoff und zugehörige Methoden dargestellt – ob und inwieweit das umgesetzt wird, weiß ich natürlich nicht.
    Persönlich hätte ich eine Schule spannender gefunden, in der ich mehr und anderes selber machen kann als nur mal Klassenarbeit und Referat.

  19. Ich habe während meiner ganzen Lehrtätigkeit an der Uni LehrerInnen aus- und weitergebildet, ich war selber oft genug in Schulen unterwegs und kenne das, was in den Lehrplänen steht und dass es da noch übergeordnete Prinzipien gibt wie die Einbindung neuer Medien usw. in den Unterricht. Da gibt es zwei Szenarien: Wenn man diese Kompetenzen in einem eigenen Fach vermittelt, dann wird das von den SchülerInnen als Fach wie jedes andere aufgefasst und dementsprechend lernt man brav für die Prüfung und vergisst wieder alles – wie eben in anderen Fächern auch. Das zweite Szenario ist, dass man diese Kompetenzen versucht im Fächerunterreicht unterzubringen, aber da haben die LehrerInnen das Problem, dass sie das zusätzlich machen müssen und monieren, dass sie dann ja mit ihrem Stoff nicht durchkommen.
    Die von dir genannten Kompetenzen lernt man nur aus eigenem Antrieb und bei doing, d. h., man muss alles einfach selber probieren und aus den eigenen Erfahrungen lernen. Ich vergleiche es oft damit, dass man auch moralisches Verhalten nicht wirklich „lehren“ kann – nach dem Pflichtreligionsunterricht müssten alle Menschen dann ja ganz brav sein! Ich habe übrigens selber Studien zu dem Thema gemacht und 2000 sogar ein Buch dazu geschrieben (https://www.stangl-taller.at/INTERNETSCHULE/). Von den Links funktioniert ja nur mehr sehr wenig! Leider darf ich das Buch noch immer nicht komplett online stellen

  20. Kleiner Nachtrag: Die Studie aus 2000 hab ich auf einem meiner eigenen Server noch liegen: https://www.stangl-taller.at/INTERNETSCHULE/NETSCHULE2000/ Ich habe übrigens vor kurzem den Artikel eines Lehrers gelesen, der eine Vielzahl von mir damals in der Studie erhobenen Probleme abermals aufzählt, also 20 Jahre später …

  21. Toll, da hast du ja eine Menge Erfahrung! Die Methode „in allen Fächern unterbringen“ ist die einzig Richtige, denn so lernen wir ja heute selbst und lebenslänglich. Schüler/innen sind ja nicht grundsätzlich desinteressiert am Schulstoff, sondern haben Lieblingsfächer – und schätzen Erleichterungen eigentlich in allen Fächern.
    Warum es den Schulen nicht gelingen sollte, das umzusetzen, nach all den vielen Jahren – ja wie unbeweglich kann so ein Tanker eigentlich sein? Da muss man halt andere Unterrichtskonzepte etablieren, reines „Stoff lernen“ entrümpeln, den Schülern Aufgaben geben und Methoden, wie sie sich selbst das Wissen zusammen suchen und es dann in eine Form bringen, die den heutigen Seh- und Lesegewohnheiten entspricht. Ich glaube, vielen käme man damit sehr entgegen, denk nur an die Freue an TikTok etc., die viele Teenys teilen. Kinder sind gewiss nicht per se gegen Digitalisierung..

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