Claudia am 14. Oktober 2018 — 1 Kommentar

Unteilbar – wirklich groß!

Dass es so viele werden würden, hätte ich nicht gedacht: Über 240.000 Menschen demonstrierten in Berlin gegen Rassismus, Ausgrenzung, Hass und Hetze. Ein großer Erfolg der Veranstalter/innen, die es geschafft haben, sehr sehr viele, auch recht unterschiedliche Gruppen zum mitmachen zu bewegen! 450 bundesweite Organisationen haben den Aufruf mitgetragen, Punks, Eishockey-Fans, lokale Mieterinitativen, Gewerkschafter, Eltern, „Ossis gegen recht“, Katholiken, Böhmermann und der Zentralrat der Muslime – das Spektrum der Teilnehmer war so breit, dass es fast einfacher ist, jene aufzuzählen, die nicht dabei waren, wie es die TAZ tut:

„Gegen „unteilbar“ sprachen sich reaktionäre Teile der Berliner CDU („linksradikale Verbrecher“), versprengte DKPlerInnen, ein sehr kleiner Bodensatz der antideutschen Linken – und eben Sahra Wagenknecht für ihre so genannte Sammlungsbewegung „aufstehen“ aus.“

So sehr ich gelegentlich mit einigen Ansichten von Sarah Wagenknecht sympatisiert habe: Ihre Distanzierung halte ich für einen großen Fehler. Wer versammeln und #aufstehen will, sollte nicht den Spaltpilz geben und sitzen bleiben, wenn es darum geht, eine möglichst breite Basis gegen rechts zu mobilisieren. Zumal die Forderung nach „offenen Grenzen“ im Aufruf wohlweislich nicht enthalten war – was soll das also?

Nun, #aufstehen ist anscheinend doch nicht nur „Team Sarah“, denn es sind doch viele unter dem Banner „#aufstehen!“ mitgelaufen. Gut so!

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Diskussion

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Ein Kommentar zu „Unteilbar – wirklich groß!“.

  1. Dass sich #aufstehen verweigert hat ist für mich auch das Ende dieser „Bewegung“. Ich habe mich eingetragen und weiß jetzt schon gar nicht mehr, was ich mir eigentlich vorgestellt hatte. Ein exklusiver Debattierklub war es jedenfalls nicht. Ich bin enttäuscht.

    Interessant ist übrigens auch, wie kritisch die andere Seite auf die Veranstaltung schaut. Da werden Gruppen herausgepickt, die mit den „nötigen“ Attributen versehen und als Kronzeugen gegen das eigentliche Anliegen der Veranstaltung benutzt werden. Andererseits ist das wohl größtenteils die Retourkusche für Chemnitz. Dort sind Nazis mitgelaufen und die veröffentlichte Meinung hat den Demonstranten vorgehalten, sich von diesen nicht distanziert zu haben. Eigentlich ist das alles großer Quatsch. Statt froh darüber zu sein, dass wir Demonstrationsfreiheit genießen, schlagen wir uns nicht nur mit unliebsamen Mitläufern rum, sondern lassen uns mit den Diskussionen von den eigentlichen Anliegen total ablenken.

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