Claudia am 13. Februar 2017 — 2 Kommentare

This is the end….

My only friend, the end:

Wie so viele Songs aus dem kreativen 70gern berührt mich auch heute „The End“ von den Doors noch immer. Ganz ohne dass ich mich jemals für eine Übersetzung interessiert hätte, die über „This ist the end, my only friend, the end…“ hinaus gereicht hätte. Der Satz hat mir als Mem offenbar gereicht. Warum eigentlich?

Weil der Satz das ganze Überleben wollen (und auch: JEMAND sein wollen!) um jeden Preis konterkarriert. Klar, das war damals im Vietnam-Krieg-Kontext gesungen und hat gepasst. Der Kontext hat mich allerdings textlich nicht MEHR interessiert als der Kontext beim ebenso „reinhauenden“ Spruch „Come on baby light my fire!“. War alles heftig, berührend, den Nerv der Zeit treffend, die so ganz anders war als die angstvolle Befindlichkeit heute.

Auch Bundespräsidenten bleiben ja gerne mit banalen Sätzen im Gedächtnis. Heute bei Anne Will wurde die Ruck-Rede von Herzog, der „Tag der Befreiung“ von Weizäcker und irgendwas von Gauck (?) als Beispiel für „das, was im Gedächtnis bleibt“ zitiert. Wulffs „Der Islam gehört zu Deutschland“ hat spürbar gefehlt. Hat den versammelten Herr- und Frauschaften wohl weniger gefallen. Da zensiert sich die TV-Elite lieber selbst. Weil: der Wind hat sich ja gedreht…

Diskussion

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2 Kommentare zu „This is the end….“.

  1. Der Wind hat sich gedreht. Es gibt heute Phänomene, die ich nicht verstehen kann – oder will? Manchmal denke ich allerdings, dass es vielleicht einfach an mir liegt. Daran, dass ich so vieles so viel ernster nehme, als ich es früher getan habe.

    P.S.: Ist die Schreibweise „Gauk“ ein Hinweis darauf, dass du neben der korrekten Schreibweise des Namens aus Protest sein mantraartiges Freiheitsgesäusel möglichst schnell vergessen willst?

  2. Pastorales Gesäusel, ja, davon blieb bei mir nichts hängen…
    Tippfehler ist korrigiert, danke!

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