Claudia am 13. September 2007 — 31 Kommentare

Wie viel Geld ist für dich GENUG?

…diese Frage habe ich Bernd Franzen gestellt, dessen Entspannungsblog „Im Alltag leben“ ich gerne lese. Ich freue mich, dass er sich zu einem Gastbeitrag zu diesem spannenden Thema hat hinreissen lassen!

Geld?

Als Claudia mich fragte ob ich zu dem Thema etwas schreiben wollte, war ich erst einmal überfahren.

Geld ist immer ein Thema – aber für mich eines mit Stolpersteinen, weil mir dazu der Bezug fehlt.

Früh stand ich auf mehr oder weniger eigenen Füßen. Das Studium habe ich alleine finanziert, bin also schon in jungen Jahren darauf angewiesen gewesen von dem zu leben, was ich erwirtschafte. Man sollte annehmen, dass man es dann lernt, Geld zu schätzen.

Geld bestimmt unseren Status. Mit Geld sind wir Privatpatient beim Arzt, fahren erster Klasse – egal ob bei PKW, Bahn oder Flugzeug, haben ein dickes Büro ganz oben im Haus und in der Hierarchie. Mit Geld können wir uns das Leben bequem machen in dem wir andere für uns arbeiten lassen können und mit Geld haben wir viele Freunde. Jedenfalls wenn sie etwas von uns erwarten können. Geld ist Macht, Macht macht frei, weil wir selbst entscheiden können. Macht ist geil!

Es scheint ein Genfehler zu sein. Alle diese Verheißungen des Geldes haben eines nie vermocht: Mich zu animieren mehr dafür zu tun, als unbedingt nötig. Kostspielige Statussymbole sind nicht mein Ding. Beruflich und familiär bin ich auf ein Auto angewiesen, also habe ich eines. Sogar ein bequemes, weil ich Vielfahrer bin und die alten Leute in der Familie einen guten Einstieg brauchen. Es ist aber kein Stern dran und aus Bayern kommt es auch nicht. Wir nennen das Ding französische Badewanne und es passen 7 Leute rein. Das ist praktisch und bequem. Und wenn eine Schramme dran ist, dann ist die eben dran.

Die Einrichtung ist von einem schwedischen Möbeldiscounter, weil niemand von uns Böcke hat, für einen Sessel tagelang durch die Gegend zu laufen. Zudem tut es der alte Sessel noch, wenn man eine Decke drüber legt. Wenn ich in unserer Vorortstraße, wo viel Wert auf Statussymbole gelegt wird, wahrgenommen werde, dann vermutlich als der Typ mit den vielen Pflanzen vor dem Haus, von dem niemand so richtig weiß wie und wovon er lebt. Was „Richtiges“ kann es jedenfalls nicht sein ;-)

Es ist durchaus nicht so, als wüsste ich Luxus und Bequemlichkeit nicht zu schätzen. Selbst Macht haben oder die nach außen gehende Darstellung von genug Geld (= genug Macht) ist mir keine besonders unangenehme Vorstellung. Die dafür notwendige Geldmenge zu erwirtschaften würde aber bedeuten, dass diese Dinge in meinem Leben eine zentrale Stellung einnehmen würden. Und da liegt der Knackpunkt. Der Genfehler ist wohl ein Fehlen von Sehnsucht nach Machtsymbolen und die damit verbundenen falschen Freundschaften.

Früh ’selbstständig‘, immer freiberuflich arbeitend, mit Kindern und Familie muss man lernen mit Geld umzugehen. Wenigstens der „Grundkurs“ soziale Absicherung und „Wie ich meine Krankenkasse bezahle“ sind Pflicht. Aber warum soll ich mich in die Mühlen begeben um ganz besonders viel Geld verdienen zu wollen?

Lebensunterhalt: Nebenprodukt frei gewählter Arbeit

Ich arbeite viel. In einem Brotberuf, zusätzlich als Yogalehrer und Entspannungstrainer und bin ehrenamtlich im Vorstand eines bundesweit tätigen Verbandes der Gesundheitsselbsthilfe tätig. Schon immer habe ich Dinge „gearbeitet“ die mir etwas bedeutet haben. „Jobs“ hatte ich nur in meiner Studienzeit, um Miete und Nahrungsmittel zu bezahlen. Danach ging es in so gut wie jeder Tätigkeit nicht mehr primär um den Lebensunterhalt: der ist sozusagen als Nebenprodukt abgefallen. Es waren immer Projekte oder Tätigkeiten die ich übernommen oder angenommen hatte bevor ich wusste, ob man damit auch Geld verdienen kann. Ich habe mich auch nie um eine „Stelle“ beworben, es waren immer andere, die auf mich zukamen und mir etwas Interessantes angeboten haben. Oder es wurden Ideen für Projekte gemeinsam entwickelt und dann auch durchgezogen.

Da ich mir in den Kopf gesetzt habe in Zukunft mehr Entspannung zu unterrichten, stehe ich jetzt allerdings erstmals unter dem Zwang, Werbung für meine Kurse machen zu müssen. Eine interessante Erfahrung, erstmals in meinem Leben um Arbeit, wenigstens ein wenig, buhlen zu müssen. Aber auch hier ist es nicht das Geld, was mich treibt. Es ist wieder der brennende Wunsch, hier mehr zu machen. Geld im machtbringenden Umfang lässt sich als Yogalehrer ohnehin nicht verdienen.

Also bedeutet mir Geld nichts?

Doch, Geld bedeutet mir etwas. Wohnung, Essen, soziale Absicherung sind mir wichtig. Und ich bin sehr dankbar, dass ich mir darüber nicht mehr Sorgen machen muss als jeder andere, der einer Arbeit nachgeht. Für diese Dinge reicht es im Moment, die Situation ist stabil. Zudem stehe ich nicht alleine da, denn meine Partnerin unterstützt mich und die Absicherung der Familie betreiben wir als Familie, nicht als Einzelkämpfer.

Und was ist mit Geld = Macht?

Macht hat mindestens zwei Aspekte. Die Lust daran andere zu beherrschen auf der einen Seite und auf der anderen Seite das Bedürfnis nach Anerkennung. Zum ersten Aspekt habe ich tatsächlich keine Beziehung. Beherrschen bringt mir keinen Lustgewinn, denn ich mag das Gespräch, den Austausch und die Liebe auf Augenhöhe. Wollte ich beherrschen müsste ich darauf verzichten.

Bleibt die Anerkennung. Ja, die möchte ich. Darauf lege ich Wert. Ich möchte durch das, was ich tue, Wertschätzung erfahre. Durch mein Tun, meine Arbeit und die Art und Weise wie ich mit den Menschen umgehe. Das sind die Dinge die mir Anerkennung bringen.

Das ist auch eine Aufgabe, denn die Menschen mit denen ich umgehe, sind empfindlich. Sie wollen ernst genommen werden und haben es verdient. Wenn ich ihnen mit Macht- und Imponiergehabe käme, verlöre ich sie.

Mehr Geld würde mir nicht mehr Anerkennung geben oder mehr Zufriedenheit. Darum ist genug Geld da.

Bernd FranzenBernd Franzen.
Freiberuflicher Biologe und Entspannungstrainer.
Bloggt vor allem zu Entspannungsthemen und Yoga unter blog.imalltagleben.de

Diskussion

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31 Kommentare zu „Wie viel Geld ist für dich GENUG?“.

  1. Lieber Bernd, in Dir erkenne ich einen Bruder im Geiste, was die Arbeit angeht! Nie im Leben (mit Ausnahme der Studi-Zeit) hab‘ ich gearbeitet, nur um den Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Der „Brotjob-Aspekt“ kommt allerdings auf Dauer schon vor, wenn es um Routine-Dinge geht, die in jedem kreativen Feld AUCH anfallen. Aber mich ganz und gar auf eine „Stelle“ mit im Grunde ungeliebter Arbeit zu setzen, weil sie mir Sicherheit bietet, kam mir nie in den Sinn.

    Allerdings: ich hab‘ auch keine Kinder, du schon! Von daher wundert es mich, dass es dir möglich war, diese Art des „freudigen Arbeitens“, das auf Sicherheit pfeift, durchweg leben zu können. Kann es sein, dass deine Frau den „sicheren Job“ hat?

    In meinem Leben gab‘ es auch Zeiten „offizieller Arbeitslosigkeit“, die mir Gelegenheit gaben, meinen Impulsen zu folgen und zu tun, was mir Freude machte – was dann nach einiger Zeit auch wieder eine eingenständige Einkommensperspektive eröffnete. Da haben sich die Verhältnisse leider deutlich verschlechtert, denn „arbeitslos sein“ bedeutet heute einen ganz anderen, behördlich verordneten Stress als früher, als es noch „ALHI“ gab.

    Trotzdem finde ich es wichtig, solche Lebenswege zu zeigen. Und manchmal schmunzle ich darüber, wenn diese Art, zu leben und zu arbeiten, als etwas GANZ NEUES gehypt wird!

  2. Moin Claudia,
    meine Frau hat zwar ein mehr geregeltes Einkommen als ich, ihre Stelle wird aber nach Berlin umgesetzt. Soweit zur Sicherheit, denn die Frage „Wie weiter?“ bliebt immer im Hintergrund.

    Vielleicht kommt es auch nicht so zentral heraus: Es gibt ja einen „Brotberuf“, also eine Scheine, auf der ich regelmäßig und mit seit vielen Jahren gleichen Auftraggebern zusammen arbeite. Ich pfeife also keineswegs auf Sicherheit, was auch sträflich wäre, denn die Kinder haben berechtigte Ansprüche, etwa in der Ausbildung (eine Tochter ist gerade auf einem Schüleraustausch, das kostet durchaus Geld). Diese „feste“ Arbeit macht mir zudem auch Freude und bildet die Basis von der aus ich es mir erlauben kann, eben auch andere Projekte zu machen.

    Es hat in der Vergangenheit Zeiten gegeben, in denen ich über zwei Jahre aus gesundheitlichen Gründen völlig aus dem Erwerbsleben herausgeschossen war und mehrere Jahre, in denen mein körperlicher Gesundheitszustand sehr kritisch und labil war. Diese Zeiten können jederzeit wieder kommen. Darum genieße ich meine derzeitige Situation ganz besonders.

    Sie hat nichts mit Bohème zu tun, sondern ist eine Art erarbeitete Freiheit. Ein Mix aus bewusster Verzicht auf viele materielle Möglichkeiten sowie dem Ausleben der Neigungen und wäre sicher auch nicht möglich, wenn nicht ein gewisser Ausbildungsstand mir auch ein Grundeinkommen ermöglichen würde, dass ich etwa als Lagerarbeiter nie in der aufgewendeten Zeit schaffen würde.

    Nicht, dass ich als Lagerarbeiter nicht glücklich werden könnte (habe ich in Studienzeiten lange von gelebt und von so einer Vollzeitstelle könnte ich gut leben), aber der zeitliche Aufwand für die Grundsicherung wäre sehr viel höher. Mein ehrenamtliches Engagement und auch meine Webpräsenz könnte ich dann z.B. nicht in der jetzigen Weise realisieren.

    Ich denke Lebensweise und Lebenswege gehören sehr zusammen. Es ist immer ein Paket aus Fähigkeiten, Neigungen, bewussten Entscheidungen (wie viel Geld brauche ich wirklich!) und schlichtes Schicksal (Krankheit, Jobverlust) was bestimmt wo es lang geht. Vieles davon kann man in weiten Grenzen selber bestimmen. „Im Alltag leben“ als mein „Lebensprojekt“ lotet einen Teil diese Möglichkeiten und Grenzen aus. Ist eben alles Yoga ;-)

    Liebe Grüße

    Bernd

  3. Hallo Bernd, ein sehr interessanter Beitrag, mit wohl ebensovielen strittigen Meinungen, wie es Menschen gibt. Deine Einstellung gefällt mir und eigentlich beneide ich Dich dafür. Wer wie ich noch auf der Suche ist, versucht oft Anhaltspunkte zu finden, wie man an der ein oder anderen Stelle seinem persönlichen Glück näher kommt. Ich freue mich über jedes Lebensmodell anderer Menschen, weil es mir Möglichkeiten aufzeigt, an die ich vielleicht noch nicht gedacht habe und mich für meinen Weg inspirieren. Auch die Einstellung zu Geld gehört dazu. Worauf kann ich verzichten? Worauf will ich partout nicht verzichten? Wie verändert sich mein Konsumverhalten, wenn ich meinen Weg gefunden habe? Was benötige ich um meinen Weg zu gehen? Fragen über Fragen.

  4. Super toller Beitrag – klasse!

    Christa

  5. Moin Georg,

    es ist wirklich meine sehr persönliche Sicht der Dinge. Zudem nur ein angerissenes Fragment. Um es ganz zu erklären, müsste ich ein Buch schreiben … aber das würde auch nicht die volle „Wahrheit“ enthalten.

    Strittige Meinungen enthält der Beitrag übrigens nicht ;-) … ich streite mich nicht mit mir darüber. Du darfst und solltest deine eigene Meinung zum Thema haben. Sie ist (ich habe dein Blog gerade überflogen) vermutlich anders wie meine oder hat zumindest andere Schwerpunkte. Und das ist gut so. Du lebst nicht alleine und spätestens Nick wird dafür sorgen, dass Du deine eigene Lösung finden musst.

    Mein Lebensmodell ist nicht deines. Aber wenn wir klug sind, werden wir von unseren Modellen lernen.

    Wenn mein Modell möglicherweise „fertig“ klingt: Nein – das ist ein falsches Bild. Jeden Tag gehe ich aufs Neue auf die Suche, teste es, prüfe ob es noch für mich stimmt. Bei der Richtung bin ich mir jetzt sicher, die Einzelheiten werden immer wieder angepasst.

    Das ist wichtig!

    Viele Grüße

    Bernd

  6. Huhu, Christa ,-)

  7. Seite einer Zeit fehlt die Schaltfäche für die Druckversion.
    Ist das so gewollt ?

    Ansonsten nur Lob !

    Otti

  8. Hallo Bernd,
    vielleicht kam es in meinem Kommentar nicht so rüber, aber auch wenn unsere Lebensmodelle unterschiedlich sind, stimme ich Dir völlig zu. Mit strittig meinte ich nicht, dass Du Dich streitest, sondern dass es viele Meinungen zum Thema Geld, Geldverdienen, Geld-ausgeben, Statussymbolen gibt. Ich find’s Prima, wenn jemand offen äußern kann, das ihm Geld wichtig, aber nicht das Wichtigste ist und menschliche Mechanismen reflektiert und sie akzeptiert oder dazu steht.
    Oder rede ich jetzt an Dir vorbei???

  9. Und bevor ich es vergesse, ich glaube nicht, dass Lebensmodelle je fertig sind. Dafür passiert zuviel im Leben. Klingt zwar abgeschmackt, aber der Weg ist das Ziel, oder?

  10. Eine interessante Diskussion. Allerdings glaube ich, dass ein offenes Internetforum dieser Diskussion in einer ganz bestimmten Richtung immer eine Grenze setzen wird. Probleme nämlich mit dem Nicht-Haben von GENUG Geld wird wohl kaum jemand ernsthaft beschreiben, wenn sie existentieller Art sind. Dabei sind das dann wirklich ganz wichtige Themen, wenn z.B. aufgrund von Krankheit oder Schicksalsschlägen persönliche Not entsteht. Gerade hier könnte das Internet als Medium Menschen zusammenbringen. Hier sehe ich einen Widerspruch in den Möglichkeiten der Nutzung des Internets selbst. Einerseits kann es Menschen auch in solchen Situationen verbinden. Andererseits verlangt es fast irrwitzigen Mut, in Notsituationen diese Öffentlichkeit zu wählen.

  11. @Otti

    früher hab ich noch „händisch“ die Seiten gebaut und für jede einzelne Seite eine zweite „Druckfassung“ erstellt. Seit das Diary auf WordPress läuft, gibt es das nicht mehr. Will man sich einen Artikel ausdrucken, enthält die erste Seite „Menü-Chaos“, doch der Artikel selbst wird darunter dann stimmig ausgedruckt (kannst du in der „Druckvorschau“ deines Druckertreibers sehen und nur ausdrucken, was „Artikel“ ist und nicht das Menü-Wirrwarr davor).

    Ich werde mich aber bald mal um ein ordentliches Druck-Stylesheet kümmern – Geduld!

  12. @Ina

    Liegt es nicht an den Menschen selbst, ob es „irrwitzigen Mut“ kostet, über Geldprobleme zu sprechen oder nicht? Kommt doch auch immer drauf an, wie wichtig es in so eine Lage dem Einzelnen erscheint, den Schein der Normalität aufrecht zu erhalten.

    Bei Krankheit und Schicksalsschlägen helfen üblicherweise Verwandte, Freunde, und in gewissem Umfang auch das soziale Netz (das zugegeben nicht mehr so engmaschig ist). Man hätte sich auch früher damit kaum je an „die Medien“ gewandt! Bewegt man sich aber in vertrauten Communities, passiert es schon mal, dass konkrete Hilfe angeboten wird, wenn jemand in eine Notlage gerät – nicht unbedingt immer öffentlich.

    Ich hab mal in einer finanziellen Krise drüber geschrieben:
    http://www.claudia-klinger.de/digidiary/22_08_05.shtml
    Der Grund war allerdings nicht Schicksalschlag oder Krankheit, sondern „nur“ eine Flaute bei den Aufträgen. Trotzdem hat es mir nicht geschadet und etliche Leute haben in der Folgezeit Diary-Artikel gesponsert – ich war sehr gerührt! Und ein Privatkredit wurde mir auch angeboten, den ich dankend annahm – allerdings nicht NUR aufgrund des Artikels, es bestand bereits eine E-Mail-Freundschaft.

    Von ganz Fremden ohne jede Beziehung zum Notleidenden kommt Hilfe meist nur bei wirklich spektakulären Fällen, die über die Presse verbreitet werden – im Normalfall kommt es auf den „Vernetzungsgrad“ der Person an, online und offline.

    Wir helfen entlang am Grad „gefühlter Nähe“ – das ist wohl einfach menschlich und nicht so leicht zu ändern.

  13. „Wir helfen entlang am Grad “gefühlter Nähe” – das ist wohl einfach menschlich und nicht so leicht zu ändern.“

    Ja, genau. Ich meine gerade das Internet hat dieses außerordentlich große Potential NÄHE herzustellen. Ein Teil meines Freundeskreises lebt internetfrei und dort gibt es gerade bei dieser Behauptung eher nur zweifelnde Gesichter.

    Was passiert denn? IP-Nummern hinterlassen Spuren, manchmal gibt es anonyme Kommentare, manchmal welche mit Link/E-Mail-Adresse zum Absender, quantifizierbar in der Nutzungsstatistik (für manche schon genug) und im Ernstfall rückverfolgbar.

    Emotional gesehen passiert viel mehr. Kann viel mehr passieren. Auch dann, wenn nicht kommentiert wird. Ich lese einen Artikel, der mich bewegt und FÜHLE NÄHE. Ich kann, wenn ich will kommentieren, in Kontakt treten.

    Auf der anderen Seite weiß oder ahnt fast jeder, dass dies eine Öffentlichkeit ist, in der jeder mitlesen könnte. Dies ist ein Dilemma beim Kommentieren bzw. selbst bloggen zu bestimmten kritischen Themen. Darauf wollte ich hinaus. Ich kann mir vorstellen, dass hier und andernorts beim Mitlesen NÄHE entsteht, die sich viel intensiver auch über Kommentare und Links transportieren lassen würde. Dem entgegen steht die reale Gefahr, dass z.B. ein Arbeit/Geldgeber mitliest und Informationen z.B. über Krankheit, Weltanschauung, Sexualität usw. auswertet.

    Meine Freiheit zu Schreiben oder Nicht hat dann auch wieder was mit dem Thema Geld/Existenz zu tun.

    „Liegt es nicht an den Menschen selbst, ob es “irrwitzigen Mut” kostet, über Geldprobleme zu sprechen oder nicht?“

    Na klar. Respekt vor allen, die das mit ihrem authentischen Schreiben im Web tun.

    „Bei Krankheit und Schicksalsschlägen helfen üblicherweise Verwandte, Freunde, und in gewissem Umfang auch das soziale Netz (das zugegeben nicht mehr so engmaschig ist).“

    Bei Information über Krankheiten helfen ganz enorm GESCHÜTZTE Communities. Das kann mitunter mühsame Strapazen ersparen, schnell die jeweils richtige Info zu bekommen.

    „Von ganz Fremden ohne jede Beziehung zum Notleidenden kommt Hilfe meist nur bei wirklich spektakulären Fällen, die über die Presse verbreitet werden – im Normalfall kommt es auf den “Vernetzungsgrad” der Person an, online und offline.“

    Ja genau. Und ich meine genau diesen NORMALFALL MIT NIEDRIGEM „VERNETZUNGSGRAD“. Da kann das Internet enorm viel an Informationen, Zuspruch, Kontakten usw. bieten. Offene Internetforen jedoch bieten sich da eher nicht an, denn die Themen Arbeit, Krankheit, Tod, Existenz, Angst, Hilfebedürftigkeit usw. sind ja in dieser Situation noch nicht bearbeitet, es ist noch keine eigene Position dazu gefunden, über die berichtet werden könnte. Die eigene Unsicherheit, das Suchen, Scheitern und Bangen will man doch nicht für alle lesbar mit stenographieren lassen. Andererseits: Wer alles ausschöpfen will und sich auf die Suche z.B. nach Behandlungsmöglichkeiten begibt, wird zunehmend auf das Internet zugreifen.

    Ein Beispiel, wo das Internet helfen konnte: Eine Freundin klagte in einem Telefonat über Ihre Einsamkeit u.a. aufgrund dessen, dass sie seit Anfang 20 berentet ist. In ihrem Bekanntenkreis gebe es nur AltersrentnerInnen. Sie hat keinen Kontakt zu Gleichaltrigen, lebt lange schon allein in einem bayerischen Dorf, wegen der gesünderen Luft. Die Berliner Großstadtluft hatte sie nicht mehr vertragen und war vor einigen Jahren umgezogen. Geld für PC und Internetanschluss hat sie nicht.

    Nach diesem Telefonat bin ich in ein geschütztes Forum gegangen, natürlich mit ihrem Einverständnis und habe ihr Problem geschildert und bereits nach wenigen Stunden (!) kamen 3 E-Mails von jungen Frauen in ähnlichen Situationen, eine davon lebt sogar wenige Kilometer von ihrem Wohnort entfernt.

    Natürlich wäre sie nie auf die Idee gekommen, sich mit ihrer Einsamkeit an die Presse zu wenden. Und natürlich hätte kein Redakteur die Einsamkeit von Frau XY im Dorf Z berichtenswert gefunden. Allein das Internet konnte hier helfen.

    Vielen Dank an Claudia und Bernd und Georg und alle anderen, die hier mitlesen und schreiben für diese offene und sehr anregende Diskussion.

  14. Toll, Ina – das sind schöne Ermunterungen und Erfolge, die du da berichtest!

    Was die Info bei Krankheiten angeht: Uninformiert (über meine Beschwerden, die möglichen Ursachen und Therapien) würd ich heute nicht mehr zum Arzt gehen!

    Ansonsten bin ich der Meinung, dass man auf ein „Grundrecht auf Netzzugang“ hinarbeiten muss. TV war ja z.B. lange schon auch für Sozialhilfeempfänger im „Korb“, Internet gehört da heute definitiv dazu! Und wenn man krank oder pflegebedürftig wird, womöglich in ein „Heim“ kommt – umso wichtiger, seine Bezüge zur „Welt da draußen“ nicht plötzlich gekappt zu sehen!

    Der jungen Frau aus deinem Beispiel wäre auch erst wirklich geholfen, wenn jemand ihr einen PC mit Netzanschluss hinstellt und ihr das Wichtigste beibringt. So eine riesige finanzielle Hürde ist das nicht, an vielen Stellen werden PCs ausgesondert und könnten gespendet werden – und der Zugang kostet ja nun nicht mehr die Welt.

    Vielleicht verbessern hier lokale Communities bald die Lage: Web2.0 in Kleinstädten und Landkreisen. Ich bin da recht optimistisch!

    LG

    Claudia

  15. Sorry, Claudia, lese ich da richtig: „Der jungen Frau aus deinem Beispiel wäre auch erst wirklich geholfen, wenn jemand ihr einen PC mit Netzanschluss hinstellt und ihr das Wichtigste beibringt.“?

    Diese jungen Frau wurde zuvor beschrieben als: „Eine Freundin klagte in einem Telefonat über Ihre Einsamkeit“.

    Das (1.Zitat) nennst du ‚wirklich geholfen‘? Wie tief sind denn die Ansprüche an ein menschenwürdiges Dasein bereits gesunken? Auf Harz-IV Niveau mit iSmoothing?

    Das verstehe ich überhaupt nicht bzw. anders bzw. das wäre doch höchstens ein erster Schritt auf dem Wege, ihr zu helfen. Oder sollen wir alle irgendwann nur am (wenigstens realen) PC sitzen und unseren virtuellen Doms den virtuellen Samen von der virtuellen Tastatur lecken?

    (Ups, für den letzten Satz entschuldige ich mich schon mal prophylaktisch, aber ich lasse ihn stehen. wg. Blöden- und Blondinenschutz!)

  16. „Ansonsten bin ich der Meinung, dass man auf ein “Grundrecht auf Netzzugang” hinarbeiten muss.“

    Ja, das finde ich auch. Und auch das Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen für alle“, finde ich zum Thema „Wie viel Geld ist für Dich genug?“ sehr interessant, nachzulesen unter:
    http://www.initiative-grundeinkommen.ch/content/home/
    Interessant auch die Frage, was ich arbeiten würde, wenn für mein Einkommen gesorgt wäre:
    http://www.initiative-grundeinkommen.ch/content/was/

    Lieben Gruß
    Ina.

  17. @SuMuZe

    also mein PC war in diesem Fall nur Mittel zum Zweck. Hätte sie einen eigenen PC + Grundkenntnisse im Umgang mit dem Internet vorher schon gehabt, hätte sie vielleicht schon viel früher mit Hilfe des Internets diesen oder andere reale Kontakte herstellen können.

  18. @Sumuze
    na, das ist doch einfach: ein einmaliger Kontakt zu einer ähnlich Einsamen, vermittelt über Ina, ist zwar schön, doch nicht zu vergleichen mit dem selbständig Kontakte knüpfen können, das der Netzanschluss ermöglicht! Ob sie dann „vor dem PC sitzen bleibt“ oder sich mit den Leuten auch trifft, hängt dann von ihr selber ab und wohl auch von ihrer Krankheit.  An Erotik-Chats hab ich jetzt gar nicht gedacht, sondern ans „ganz normale Web-Leben“, in dem man seinen Hobbys und Interessen nachgeht, bloggt, liest, Foren besucht und zig Leute kennen lernt.

  19. Ja, der Satz mit dem Sex war auch saublöd, ich sehe es ein.

    Aber was ich meinte, halte ich nach wie vor für korrekt. Menschen, die mit Einsamkeit geschlagen sind, sind das häufig nicht, weil die Mittel zu ihrer Überwindung fehlen, sondern weil sie die oft vorhandenen Mittel nicht oder nur schlecht nutzen. Ich denke, das www ist ein feiner Tummelplatz vor allem für Menschen, die auch ohne www danke einer Menge kommunikativer Kompetenz (so heißt es wohl) nicht vereinsamen oder verstummen würden.

    Wenn ich mir die Kinder und Jugendlichen anschaue, die ich persönlich aus ein paar Zusammenhängen kenne, dann sind die ‚Erfolgreichen‘ auch die, die recht offen und bunt mit dem www umgehen. Die ‚Einsamen‘ und ‚Schwierigen‘ ziehen sich am PC in seltsame Nischen (Netzspiele u.a.) zurück. Denen ist damit in meinen Augen nicht geholfen, im Gegenteil, sie finden noch eine Nische, die sie weiter ‚hinab‘ zieh. Und das muß nicht Schmuddelsex sein.

  20. Ohne jetzt in Abrede zu stellen, dass das oftmals so ist, wie du beschreibst: ich meine, gelesen zu haben, dass sich Schüler und Studies, die in der Klasse zu schüchtern zum Reden sind, in Foren und Communities u.U. zu ungeahnter Form auflaufen, weil sie sich ohne f2f-Kontakt trauen, sich zu äußern…

    Mir wärs jedenfalls in der Jugend so gegangen – da hab‘ ich noch aufs mündliche Abi verzichtet, ob wohl ich mich nur hätte verbessern können – so gruslig fand ich Prüfungssituationen!

  21. claudia, den letzten absatz kann ich unterschreiben. ich habe zwar mündliche prüfungen trotzdem absolviert, aber ansonsten fand ich es viel angenehmer, mich übers netz schritt für schritt aneinander herantasten zu können, statt f2f gleich das volle paket ins gesicht geknallt zu bekommen (beiderseits) und daraus ggf. falsche schlüsse zu ziehen (wieder beiderseits). das netz hat mir zu weitaus mehr sozialkontakten verholfen (menschen, die ich auch ab und zu persönlich treffe), als alle möglichkeiten vorher. dazu kommt natürlich noch, dass das netz hilft, wenn man aus beruflichen oder privaten gründen umziehen muss und das lokale netzwerk wegbricht. das netz ist ja immer da, egal wo man lebt, solange man einen pc und telefonanschluss hat. und das hat wenigstens für mich was tröstliches.

    „analog“ habe ich oft die erfahrung gemacht, dass eine verbindung nur so lange anhielt, wie man im gleichen verein o. ä. war (ob das nun chor, tanzen, sportgruppe oder was auch immer war). im netz haben meine kontakte auch dann überlebt, wenn die gemeinsame aufgabe oder umgebung (mailingliste z. b.) sich auflöste.

  22. Sehr schöner Beitrag. Hab ihn durch Zufall gefunden. Mir gefällt es wie Sie mit dem Thema Geld umgehen. Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einem Versicherungsvertreter. Es ging um einen Nebenjob. Ich hab abgelehnt, weil ich es wichtig find, dass man hinter der Arbeit steht die man tut. Es gibt nicht viele Menschen denen das wichtig ist.

  23. @Claudia:

    Diesen Satz von dir („dass sich Schüler und Studies, die in der Klasse zu schüchtern zum Reden sind, in Foren und Communities u.U. zu ungeahnter Form auflaufen, weil sie sich ohne f2f-Kontakt trauen, sich zu äußern…„) fand ich sehr interessant und habe erst gedacht, er sei völlig falsch.

    Jetzt habe ich mich gestern mal sehr lange mit zwei Jungs (ca. 14 und 15) unterhalten, die ich als sehr schüchtern betrachte. Ich kenne sie schon fast 2 Jahre aus Nachhilfeprojekten, daher haben sie ein wenig Vertrauen zu mir. Beide spielen sehr viel und reden auch mit Freunden (und sogar Freundinnen) in Foren und Chatrooms. Ich wollte nicht zu aufdringlich sein oder mit gezielten Fragen viel vorgeben, deswegen hatte ich nur ein paar Eindrücke, die ich aber recht interessant finde:

    a) Tatsächlich reden sie virtuell viel freier als face-to-face, insbesondere haben sie überhaupt erst einmal Partner gefunden, mit denen sie reden können. Beide sind davon offensichtlich sehr begeistert und nutze das Internet ausgiebig, soweit es ihnen möglich ist.

    b) Beide schienen aber sich unbehaglich dabei zu fühlen, daß sie sehr viel ‚Fassade‘ aufbauen dort, die dann wiederum sie daran hindert, aus den virtuellen Kontakten jemals reale werden zu lassen (einer deutete an, daß er sich älter darstellt, beide meinten, sie würden oft nicht erkennen lassen, daß sie keine geborenen Deutschen sind)

    c) Für ihr reales Leben schienen beide eher wenig oder keinen Effekt der virtuellen Kontakte zu sehen. Das kann allerdings mein Eindruck sein, denn ich glaube in den beiden Jahren wenig ‚Verbesserung‘ in ihrem Verhalten bemerkt zu haben. Im Gegenteil, ich empfinde sie als womöglich noch ‚verschlossener‘ als zuvor, das Gespräch gestern war extrem mühsam und sicherlich nur möglich, weil sie mir ein klein wenig die Funktion einer Briefkastentante zuerkennen.

    d) Was mich auf den letzten Punkt bringt: ich empfinde die Äußerungen der beiden Jungs (und nicht nur ihre) manchmal als sehr zwiespältig: sehr scharfer Kritik, ja Zorn, was ihre realen Lebensumstände angeht (da kannst du ihnen kein X für ein U vormachen, da ist kein bischen Dummheit, auch wenn sie seltsam ‚dumm‘ reden) steht eine fast schrankenlose Affirmation gegenüber, was ‚virtuelle‘ Dinge (Medienhype um Kunstfiguren aus Showbizz oder auch Religion und Politik, Internet allgemein) betrifft, gegenüber. Mir kommt es fast so vor, als würden sie – durchaus kritisch begründet – die gleichen Aussagen ablehnen, wenn sie mündlich etwa von einem Lehrer oder einem Erwachsenen kommen, die sie, wenn sie via Browser ihnen entgegen-gepop-up-t werden, fast andächtig schlucken.

    Nun, ein paar Eindrücke zu einem wie, ich finde, sehr spannenden und bedrückenden Thema.

  24. Ich hatte das mit den „Chancen für Schüchterne“ schon mehrfach in durchaus seriösen Quellen gelesen, wobei mir der auch erwähnte Punkt gefallen hat, dass auf dem Schulhof (leider) eher die mit der körperlichen Gewalt „das Sagen haben“, wogegen im Netz dann eben Eloquenz und Kommunikationsfähigkeit eine Rolle spielt.

    Wie so oft, ist zu bedauern, dass es in dieser Hinsicht auch wenig „Lernen für das Leben“ in den Schulen gibt: es müsste Unterrichtsstoff sein, wie man sich im Netz bewegt, wie man Informationen beurteilt, was es bedeutet, „anonym“ zu sein und mit welchen Schwierigkeiten man auf die eine oder andere Weise rechnen muss. So wäre z.B. zu raten, dass das Weglassen womöglich „negativer“ Aspekte weniger schlimm ist als das Fälschen von Angaben – denn im ersten Fall kann man sein Profil im Lauf der Zeit ergänzen, im zweiten Fall steht man als „Fake“ da und kann nicht „real werden“.

    Auch die unkritische Begeisterung für alles „Netzige“ würde sich verlieren, wenn man sich in der Schule intensiv damit beschäftigen würde – evtl. bis hin zur Erstellung einer eigenen Website / eines Blogs, um auch mal ein Gegengewicht zum passiven Konsumieren zu setzen. Man könnte das ja gut mit anderen Unterrichtsthemen verbinden (die dann den „Content“ abgeben) – gibts sowas denn gar nicht???

  25. Ja, die Schüchternen, ich weiß jetzt nicht, für welche Schüchternen diese seriösen Qellen gelten, aber hier herum haben die Schüchternen in der Regel weder die Chance qua körperlicher Stärke sich durchzusetzen noch qua Eloquenz oder Kommunikationsfähigkeit. Deswegen sind sie hier auch hauptsächlich die Schüchternen und Außenseiter.

    Zur Schule: sicher gibt es da einen Raum mit PC’s. Viel wird getan, damit die nicht kaputt gemacht oder mißbraucht werden, es wird rührend dafpür gesorgt, daß der Raum sauber ist und imer abgeschlossen und daß der Zugang genau geregelt wird usw. usf.

    Lernen tun die Kinder dort Excel oder Word oder wie du mit einer Maus umgehst (das nennt sich grafisches User Interface, GUI, hat mir ein Lehrer mal ernsthaft verraten). Ein Lehrer (hat vermutlich zu Hause eine geklaute Version von Photoshop) macht auch Bildverarbeitung mit Bildern vom letzten Schulfest und so. Ja.

    Ojeh, Querverbindungen zwischen Unterrichstinhalten? Womöglich noch verschiedenen Fächern? Dann auf eigenen Websites präsentiert? Von den Kindern selbst? Also denen, von denen wir hier sprechen, nicht von dem, der nach seinem USA-Aufenthalt wirklich tolle Ideen in den Unterricht einbrachte, oder der, die dieses wunderbare sebst verfaßte Gedicht neulich so ausdrucksstark vortrug. Nun, da das garantiert nicht unter Eliteförderung fallen wird, stehen die Chancen dafür wohl nicht so gut.

    Und: natürlich wären Kurse, die z.b. das Thema ‚Kennenlernen im Internet‘ praktisch angingen, spannend, und ich denke, sie fänden mit der Zeit auch viel Anklang. Wenn ich mir dann aber die mögliche Dozenten dafür anschaue, hege ich so meine Zweifel. Die haben angesichst möglicher rechtlicher Probleme bei solchen Unternehmungen sicher im Vorfeld schon die schadstoffarme Unterhose voll!

    Ach, ist nun doch wieder ein ganzer Sermon geworden und ich fange an mich aufzuregen und werde ungerecht. Vielleicht wird ja unter Vista alles besser, und wenn die Schulen bald alle High-Speed-DSL haben und neue PC’s gesponsort kriegen und .. und .. und ich halte ja schon die Klappe…

  26. Geld? … hmmm, ich hatte etwa die gleiche Einstellung wie Bernd Franzen. Es war angenehm, immer hatte ich welches. Dennoch bedeutete es mir nicht allzuviel. Und ich hab eben erfahren, wieviele Jahre es braucht, es aeuffnen, und wie schnell es im Kamin sein kann. Da gab’s einen Bankrott. Und nun gehoere ich zu den Menschen, die fuer andere arbeiten und nicht mehr zu jenen, die andere arbeiten lassen. Zwar bin ich wieder am Zusammenraffen, denn irgend etwas brauch ich schon. Allein schon, um auch wieder mal ueber den Ozean mein altes Europa zu besuchen. Aber ich hab den Wert des Geldes erkannt. Es hat eigentlich keinen. Bist mal ohne, erkennst du die wirklichen Werte wie Selbstbewusstsein, Liebe, einen Menschen neben dir, der zu dir haelt … eine Katze und einen Hund. Damit alleine kann man schon recht gut durch die Welt kommen.

  27. Interessanter Beitrag. Hat mich auch ein bisschen nachdenklich gestimmt. Wichtig ist für mich auch der Aspekt, dass jeder nackt geboren wird und niemand Geld mit ins Jenseits nehmen kann. Jesus hat gesagt, man soll sich hier Schätze für den Himmel sammeln und damit sind sicherlich keine irdischen Reichtümer gemeint.

  28. hello…

    agree…

  29. Wunderbarer Artikel/Interview. Und auch eure ganzen Kommentare habe ich gerade mit Genuss gelesen. Bin eben erst über die Seite gestolpert, aber bei solch spannenden Geschichten und aber auch Diskussionen werde ich demnächst wohl öfter vorbeischauen.
     
    Und wie heißt es so schön: Geld regiert die Welt
     
    Liebe Grüße, Anja

  30. @Anja: glatt gelogen! Du hast hier nur (völlig beliebige) lobende Worte abgelassen, um deinen Link zu einem Kredit-Forum zu setzen. Sowas lösche ich allerdings weg, sobald ich es bemerke. Für DICH mag Geld die Welt regieren – für mich ist das nicht so und soweit es stimmt, ist es jedenfalls kein Grund, das auch noch zu beklatschen!

  31. […] läuft bei Claudia im digital diary Blog eine interessante Diskussion, angeregt durch den Gastbeitrag von Bernd […]

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