Thema: Weltgeschehen

Claudia am 27. Dezember 2009 — 9 Kommentare

Blog-Ladezeiten verbessern: ein Nachmittag als Nerd

So, wie findet Ihr die aktuelle Ladezeit des Digidiary? Gestern – und auch schon in den letzten Tagen – fiel mir auf, dass es mittlerweile unerträglich lahmte. Wer hier mitdiskutiert, hat ja einen Grund, mehrere Sekunden zu warten, bis sich endlich was zeigt. Aber spontane Besucher? Eher nicht…

WordPress-Blogs haben allgemein die Unart, im Lauf der Zeit immer voluminöser und lahmer zu werden: man bindet dieses und jenes Feature ein, probiert Zusatzmodule aus, erweitert die Style-Datei (mit den möglichen Formatierungen), klatscht GoogleAds und interaktive Web2.0-Gimmicks dran – und merkt in der zunehmende Betriebsblindheit gar nicht, dass das Blog kaum noch in akzeptabler Zeit auftaucht.

Testen, testen, testen…

Also machte ich mich gestern dran, das zu ändern. Ein Test mit einer statischen Seite (meine Homepage) zeigte, dass der Server an sich recht schnell ist – es musste also am Blog und seinen vielfältigen Einzelteilen liegen, die ja erst beim Aufrufen zusammen gesetzt werden. Aber WELCHE Teile waren nun der Grund der Langsamkeit? Weiter → (Blog-Ladezeiten verbessern: ein Nachmittag als Nerd)

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Claudia am 24. Dezember 2009 — 6 Kommentare

Fröhliche Weihnachten!

So, meine Ente brutzelt im Ofen und vor mir liegen ein paar wirklich ruhige Tage: an Weihnachten arbeitet (fast) niemand, das ergibt eine fast körperlich spürbare Entlastung von jeglicher Erwartung des Funktionierens. Sehr angenehm!

Ich werde gut essen, vor mich hin träumen, spazieren gehen, im Web lesen, was andere so machen – und vielleicht hier und da auch was schreiben, noch mehr nach Lust und Laune als sonst schon. Es freut mich, dass über Twitter und Blogs ein kleiner Blumenladen in Berlin grade noch gerettet wurde – wär schön, wenn wir mit der ganzen Welt so weiter machen könnten. :-)

Früher war ich Jahrensendzeit-Muffel, weil ich mich zu allerlei Fest-Ritualen fast verpflichtet fühlte. Das ist heut‘ vorbei und so kann ich mich sogar an allerlei Weihnachtlichem freuen – ein „Fest der Liebe“ ist ja eigentlich was Tolles!

Ich wünsch Euch allen rauschende Feste oder ruhige Tage – und nochmal Danke für die angenehme Art, wie hier im Diary immer diskutiert wird!

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Claudia am 19. Dezember 2009 — 33 Kommentare

Klimakonferenz-Desaster Kopenhagen: falsches Format!

Eigentlich hat man es ja VORHER schon gewusst: dass es wenig Aussicht auf ein sinnvolles Abkommen in Kopenhagen geben werde, war bereits in den Vorverhandlungen klar. Doch dann kam – allein durch massives kollektives Beschreien der weltrettenden Wichtigkeit – ein wenig Hoffnung auf: Die Konferenz der 192 Staaten werde die nötige Bewegung schon erzeugen, wenn nicht gleich, dann spätestens mit dem Eintreffen der Staatsoberhäupter. Wer würde schon ein komplettes Scheitern riskieren wollen?

Nun ist man nach durchverhandelten Tagen und Nächten knallhart auf dem Boden der Tatsachen gelandet: keine Einigkeit, kein Abkommen. Was den einen als Reduktionsziel schon zu viel ist, ist den anderen zu wenig – mal ganz abgesehen davon, dass das Ausmaß der zu erwartenden Erwärmung ja selbst auf wackligen Füßen steht. Weiter → (Klimakonferenz-Desaster Kopenhagen: falsches Format!)

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Claudia am 07. Dezember 2009 — 81 Kommentare

Klimagipfel: WIR können, wenn wir wollen

198 Staaten beraten, ob und wie sie es schaffen wollen, den CO2
-Ausstoß so zu begrenzen, dass bis 2040 nicht mehr als zwei Grade Erwärmung dabei heraus kommt. Doch keiner der anwesenden Politiker kann sich dabei einfach vom guten Willen, von einer Aufbruchsstimmung oder von der Angst vor katastrophischen Entwicklungen zu großen Versprechen hinreißen lassen. Alle haben ihre heimischen Interessen, ihre Wirtschaft, die Wachstums- und Konsumbedürfnisse ihrer Bevölkerungen im Blick – die Demokratien ebenso wie die Diktaturen. Die Stinkreichen (wir) ebenso wie die furchtbar Armen.

Würde ein Komet auf die Erde zurasen, meint DIE ZEIT, wäre das anders: alle wären sofort einig, alles Mögliche dagegen zu tun, um ihn vor dem Aufprall abzulenken. Nicht so bei der Klimakatastrophe: viele scheinen zu glauben, es könne da Gewinner geben, denen es nichts ausmacht, wenn der Rest der Welt im Chaos versinkt. Viele sind einfach zu träge, zu ignorant und egoistisch: „Warum soll ich was für künftige Generationen tun, ich wüsste nicht, dass die mal was für mich getan hätten!“ (Goucho Marx) Weiter → (Klimagipfel: WIR können, wenn wir wollen)

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Claudia am 01. Dezember 2009 — 9 Kommentare

Wahnsinnige „Wachstumsbeschleunigung“

Es kotzt mich an: Auf ca. 9 Milliarden Steuergeld will die Koalition im Rahmen des sogenannten „Wachstumsbeschleunigungsgesetzes“ einfach so verzichten. Und das in Zeiten, wo fortwährend neue Ausgaben als SEHR WICHTIG beschworen werden, zuvorderst im Bildungssektor, der doch angeblich unsere Zukunft ist.

Wachstum soll damit angeblich beschleunigt werden: Wachstum, das wir im Rahmen der schärfer werdenden Klimadebatte doch mehr und mehr als Kern des Übels erkennen! Aber wie kommt man überhaupt auf die Idee, es würde durch diesen ohne Not veranstalteten Staatsverzicht auf bereits sichere Gelder Wachstum erzeugt? Das Geld, das den Ländern und Gemeinden fehlen wird, wird doch im Gegenteil den örtlichen Gewerbetreibenden fehlen, die von Aufträgen der öffentlichen Hand leben! Dass Hotel-Übernachtungen weniger Mehrwertsteuer kosten sollen, ist eine absurde Maßnahme in Zeiten, in denen Kinder hungrig in die Schule kommen und die „Tafeln“ allüberall wachsenden Zulauf verzeichnen. Weiter → (Wahnsinnige „Wachstumsbeschleunigung“)

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Claudia am 28. November 2009 — 11 Kommentare

Soziale Medien erfassen mich wellenförmig

… und diese Woche hat mich eine „große Welle“ schier umgehauen! Was so dramatisch klingt, ist nur der hilflose Versuch, in Worte zu fassen, wie mich das twittern, facebooken, lifestreamen/bookmarken und Wiki-diskutieren gerade wieder mal in seinen Bann gezogen hat.

„Wellenförmig“ erlebe ich dieses mich-ergreifen-lassen, weil nach jeder intensiveren Phase des Ausprobierens und Teilnehmens der Gedanke im Raum steht: Jetzt hab‘ ichs! Jetzt kenne ich es und weiß, was es mir bedeuten kann und was nicht. Es folgt dann eine Beruhigung: manche Dienste lasse ich links liegen, andere gemeinde ich in meinen Alltag ein und bin insgesamt überzeugt: da kommt nichts Neues nach. Weiter → (Soziale Medien erfassen mich wellenförmig)

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Claudia am 24. November 2009 — 8 Kommentare

Wir kaufen nicht genug und belasten die Wirtschaft

„Verbraucher erweisen sich als Belastung für die Wirtschaft“, schreibt die Financial Times Deutschland. Nach dem Wegfall der Abwrackprämie sparen sich viele größere Anschaffungen, was angesichts der Lage ja nicht unvernünftig ist. Und doch wird man mit einem solchen Verhalten „zum Hemmschuh für die Erholung der Wirtschaft“.

Im dritten Quartal haben wir sage und schreibe 0,9 Prozent weniger konsumiert als im zweiten. Während alle anderen Faktoren, aus denen sich das BIP (Bruttoinlandsprodukt) zusammen setzt, wieder wachsen, ist das Individuum unbelehrbar störrisch und übt „Kaufzurückhaltung“. Weiter → (Wir kaufen nicht genug und belasten die Wirtschaft)

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Claudia am 19. November 2009 — 1 Kommentar

Kleine Medienlese zwischendurch: Streetart, Information-Overflow, Leistungsschutzrecht

Also ich finde den aus ein bisschen Pappe mal eben gebastelten „starken Baum“ am Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg künstlerisch wertvoller als den „Pimmel über Berlin“, mit dem sich die TAZ aufwändig und formatfüllend ihre Richtung Springer-Gebäude zeigende Ostwand verzieren ließ. Zwar darf Satire alles, na klar, aber damit haben sich die TAZler einen Schuss ins eigene Knie verpasst: der Gegner wird sich freuen, dass seine „Lieblings-Linken“ nun täglich unter seinem Gemächt durchgehen müssen, wenn sie zur Arbeit gehen – ein echter Flop! Weiter → (Kleine Medienlese zwischendurch: Streetart, Information-Overflow, Leistungsschutzrecht)

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