Thema: Weltgeschehen

Claudia am 13. Juli 2010 — 5 Kommentare

Abgebrannt: Helft Carola und ihrer Familie!

„Das Leben, wie ich es kannte, endete gestern, als ich halbnackt mit meinem Kind auf dem Arm vor den Flammen flüchtete“ – so beginnt der Eintrag auf Carolas Blog „Moving Target“. Die Katastrophe, die ihr und ihrer Familie zustieß, kennen die meisten von uns nur aus dem Fernsehen: das Dachgeschoss, in dem sie lebte, ist abgebrannt. Alles ist vernichtet, Hab und Gut verbrannt, inklusive des Homebüros, von dem aus Carola arbeitete. Zum Glück kamen alle mit dem Leben davon, doch ihr Mann Oliver musste auf die Intensivstation, da er sich bei Löschversuchen schwere Verbrennungen zuzog. Weiter → (Abgebrannt: Helft Carola und ihrer Familie!)

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Claudia am 29. Juni 2010 — 17 Kommentare

Demokratie: Vom Parteienstaat zur Bürger-Community

Parteien sind in unserer Staatsform „Organe der politischen Willensbildung“, so will es das Grundgesetz. Dabei spricht der Wortlaut des Artikel 21 von einer „Mitwirkung“ an dieser Willensbildung, doch geht die Praxis, die wir seit Jahrzehnten erleben, weit über bloßes Mitwirken hinaus. Anders als Bürgerinitiativen, Lobbys und die Presse sind es schließlich die Parteien, die bestimmen, was im Parlament passiert, wer regiert und was dann tatsächlich umgesetzt wird. Und sie sind nicht nur in den Parlamenten präsent, sondern auch in öffentlich-rechtlichen Anstalten, in den Interessengruppen und Verbänden, in kommunalen Eigenbetrieben und in der Verwaltung.

Dies alles war lange Zeit nicht wirklich umstritten: zwar gab es immer die Kritik an Postengeschacher, Parteienkungelei und Parteibuch-Karrieren, doch leuchtete andrerseits ein, dass das System im Grunde „alternativlos“ war. Zwar konnte man sich Volksabstimmungen zu einzelnen, besonders wichtigen Fragen vorstellen, doch wären auch diese (hätten die Parteien sie befürwortet) immer die große, aufwändig durchzuführende Ausnahme gewesen – nicht wirklich tauglich fürs tägliche Politikgeschäft in all seinen komplexen Verästelungen. Weiter → (Demokratie: Vom Parteienstaat zur Bürger-Community)

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Claudia am 09. Juni 2010 — 5 Kommentare

Vom Guten im Schlechten: zum Sparpaket

Nun ist also Schluss mit „Freibier für alle“: Das Sparpaket der Koalition nimmt den Hartz4ern das Elterngeld und streicht den Rentenbeitrag – auf dass „künftige Generationen“ dann die Grundsicherung bezahlen, die nun mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Rentenschicksal vieler wird. Auch Übergangszuschläge zu Hartz4 entfallen, genau wie Heizkostenzuschüsse für Wohngeldempfänger.

Auch die meisten anderen Sparmaßnahmen sind so geartet, dass nicht etwa die „starken Schultern“ mehr belastet werden, sondern die vielen Verbraucher, die bald bei Flugreisen und vermutlich auch bei Fahrten mit der Bahn tiefer in die Tasche greifen müssen. Dass der Arbeitgeberverband das Sparpaket begrüßt, spricht ja für sich genommen schon Bände: von „sozial ausgewogen“ kann nicht die Rede sein, man hat schlicht dort gespart, wo der geringste Widerstand zu erwarten ist. Wogegen die Vorhaben, die bezüglich Banken und Wirtschaft geplant sind, derzeit mehr Luftnummer und Hoffnung sind als reale Fakten. Ganz zu schweigen von der Unverschämtheit, mit der „durch die Hintertür“ die Verlängerung der AKW-Laufzeiten auf einmal zum Sachzwang für die Erreichung der Sparziele gemacht wird! Weiter → (Vom Guten im Schlechten: zum Sparpaket)

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Claudia am 30. Mai 2010 — 3 Kommentare

Ölpest, Eurokrise, Oderflut, Gaza und immer wieder Gorleben

Nach der Urlaubswoche ohne Medien ist meine Sensibilität gegenüber den aktuellen Katastrophen-Nachrichten deutlich größer geworden. Alles regt mich weit mehr auf als sonst, was ganz klar zeigt, dass die massive Berieselung mit „News“ üblicherweise etwas Einschläferndes hat.

Oder-Hochwasser: Zuwenig katastrophal für all die Sondersendungen

Am erträglichsten ist mir noch das Oder-Hochwasser: da waltet Natur und der menschliche Eingriff, der so ein Ereignis zur potenziellen Katastrophe macht, zieht sich schon über mehrere Generationen hin. Immerhin gibt es mittlerweile wieder ein paar „Polder“, die man öffnen kann, wenn die Flut kommt. Und derzeit sieht es so aus, als ginge das Ganze glimpflich ab. Sehr zum Missfallen der Medien, denen einfach nicht genug Katastrophe geboten wird: Touristen auf dem Damm und ein Alltag, der einfach so weiter geht – nicht sehr ergiebig! Weiter → (Ölpest, Eurokrise, Oderflut, Gaza und immer wieder Gorleben)

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Claudia am 25. Mai 2010 — 13 Kommentare

Wieder online nach 8 medienfreien Tagen

Eine gute halbe Woche Urlaub hat es gebraucht, bis ich spürte, dass mir ‚was fehlt. Kein Internet, keine Zeitungen, kein TV: meine „Mediendiät“ geriet zur Nulldiät, obwohl ich mir sicherheitshalber einen USB-Stick mit allen Zugangsdaten eingepackt hatte. Das „Real Life“ an der in der Vorsaison noch recht lieblichen Costa Brava nahm mich dann allerdings so in Beschlag, dass dunkle Netzcafés und kühle Monitore einfach nicht lockten konnten – gut so!

Die kurze Reise hatte sich ergeben, da die Eltern meines Liebsten dort ein Ferienhaus haben – und eine Arztpraxis für Touristen, die lieber zu einem deutschen Arzt gehen. So kam ich dazu, eine beeindruckende Landschaft zu erleben, die heute vor allem eines zeigt: Was der Mensch liebt, zerstört er, indem er es besitzen bzw. damit Geld verdienen will. All diese Orte mit hässlichen Bettenburgen an einstmals schönen Stränden, die vielen Siedlungen, die sich wie Geschwüre die Berghänge hoch fressen – und alles quasi „im Schlaf“, denn außerhalb der Saison wohnt da kaum einer. Weiter → (Wieder online nach 8 medienfreien Tagen)

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Claudia am 21. April 2010 — 4 Kommentare

Gelesen: Meinhard Miegel – Wohlstand ohne Wachstum

„EXIT“ steht in großen roten Lettern auf dem Umschlag des Buchs von Meinhard Miegel, mit dem „einer der renomierstesten Sozialwissenschaftler Deutschlands“ (Klappentext) antritt, Wege aus dem Dilemma unserer Zeit zu weisen. Er widmet sein neuestes Werk „denen, die über den Tag und Tellerrand hinaus schauen“, womit ich mich durchaus gemeint fühle. Zudem bewegt mich das Wachstumsproblem schon länger, erscheint der Zwang zum ständigen „Mehr von allem“ doch schier unlösbar, ähnlich einem ZEN-KOAN, das auch nicht mit dem Mitteln des Intellekts gelöst werden kann.

Miegel schrieb sein Buch 2009 inmitten der Finanz- und Wirtschaftskrise, die ihm für sein Thema eine Steilvorlage bot. Im Einleitungskapitel „Wachstum Wachstum über alles“ geht er mit einer Politik ins Gericht, die mit Rettungsschirmen, Abwrackprämien und riesigen Konjunkturprogrammen den Karren noch weiter in den Dreck schiebt und sämtliche hehren Ziele (Haushaltskonsolidierung, Umweltpolitik, Generationengerechtigkeit, Ordnungspolitik etc.) in die Tonne tritt, sobald das Wachstum mal ein wenig schrumpft. Und zwar im Konsens von rechts bis links, national und international, im Konsens auch von Unternehmern und Gewerkschaften, die allesamt wie Süchtige am Tropf des Wachstums und seiner Finanzierung aus immer mehr Schulden hängen. Weiter → (Gelesen: Meinhard Miegel – Wohlstand ohne Wachstum)

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Claudia am 16. April 2010 — 6 Kommentare

Eyjafjallajoküll

Wie eigenartig: da hat man sich ausgiebig an die menschengemachten Katastrophen gewöhnt, da zeigt uns ein Vulkan, dass es auch noch anderes zu fürchten gibt. Sogar mitten in Europa, das bisher den Erdbeben und Vulkanausbrüchen eher von Ferne mitleidig zusah.

Kein Flugverkehr mehr wegen zuviel Asche am Himmel – es klingt wie eine kurzzeitige Maßnahme, aber wer will wissen, wie lange der Vulkan so weiter machen wird? Die Wolke sei jetzt schon etwas „reiner“, heißt es im SPIEGEL, doch bedeute das kein baldiges Ende des Ausbruchs. Weiter → (Eyjafjallajoküll)

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