Thema: Weltgeschehen

Claudia am 21. März 2012 — 2 Kommentare

Lesetipp: Israel ❤ Iran

Seit Monaten verstärkt sich die Kriegsgefahr rund um den Iran, getrieben von vielerlei Interessen, begleitet von kriegstreibericher Propaganda von allen Seiten. Am liebsten mag man gar nicht hinsehen, ein Gefühl, dem unsere Mainstream-Medien trotz brisanter Lage meist willfährig entgegen kommen: da ist eher Gauck, die NRW-Wahl oder Trainerwechsel im Fußball ein Mega-Thema. Und auch ich schreibe lieber über völlig nebensächliche Streitigkeiten der GRÜNEN, anstatt dieses allzu heiße Thema anzufassen. Von dem ich ja auch nicht mehr weiß, als in unserer Presse so am Rande rüber kommt. Weiter → (Lesetipp: Israel ❤ Iran)

Diesem Blog per E-Mail folgen… (-> Sidebar)

Claudia am 20. März 2012 — 11 Kommentare

Ach je, die GRÜNEN…

Sie wissen, dass es falsch und schädlich ist, können es aber nicht lassen. Während wichtige Wahlkämpfe in den Ländern statt finden, hört man von den GRÜNEN nur innerparteiliche Querelen um die „Spitzenkandidatur“ für die nächste Bundestagswahl.

Wer aus der Viererbande soll es werden? Nein, kein Mann soll alleine vorne stehen, es muss quotiert werden und vielleicht sogar eine „Urwahl“ durch die Mitglieder statt finden. Claudia Roth nervt, Trittin sagt nichts, Özdemir ist beleidigt, Künast kam in Berlin nicht gut an – ja Himmel, wen interessiert denn das heute? Wie wahrscheinlich ist denn bittschön ein grüner Bundeskanzler oder eine Kanzlerin nach der nächsten Wahl???

Waren es nicht die GRÜNEN, die immer meinten, statt Personen sollten Inhalte vermittelt werden? All diese Gesichtsplakate („da muss Renate ran“ etc.) zeigen vor allem eines: dass die GRÜNEN eine lange etablierte, in die Jahre gekommene Partei sind, die kaum mehr über den parteipolitischen Tellerrand hinaus sieht, sondern sich nurmehr einem vermuteten Mainstream andient, der angeblich immer „Köpfe sehen“ will. Jahrzehntelang zurecht geformt von einer Presse, die am liebsten über Streitigkeiten zwischen diesen „Köpfen“ schreibt, anstatt über nervige Sachthemen, die fürs Volk ja viel zu langweilig wären. Weiter → (Ach je, die GRÜNEN…)

Diesem Blog per E-Mail folgen… (-> Sidebar)

Claudia am 13. März 2012 — 5 Kommentare

Vom Handy-Mann und der spontanen Bereitschaft zu dienen

Ich hätte natürlich auch „helfen“ schreiben können statt „dienen“, das hätte normaler und ehrenwerter geklungen, trifft aber den Punkt nicht, der mir beim folgenden Erlebnis aufgestoßen ist:

Auf dem Weg zur U-Bahn kam mir ein Mann um die dreissig entgegen, das Handy ans Ohr haltend und sichtlich ins Gespräch vertieft. Noch etwa zwei Meter von mir entfernt, schaute er mich plötzlich fragend an und machte dazu mit der freien Hand ein Zeichen für „Feuerzeug drücken“. Weiter → (Vom Handy-Mann und der spontanen Bereitschaft zu dienen)

Diesem Blog per E-Mail folgen… (-> Sidebar)

Claudia am 09. März 2012 — 6 Kommentare

Kony 2012 – kann „das Internet“ einen Gotteskrieger stoppen?

Ob es wohl jemanden gibt, der von „Kony 2012“ noch nichts mitbekommen hat? Seit Tagen sieht man das Video über die Schandtaten des ugandischen Rebellenführers allüberall. Gestern berichteten dann auch die TV-Nachrichten und die Mainstream-Medien sprangen auf das Thema auf.

„Das Internet jagt einen Massenmörder“ titelt etwa der STERN und nennt auch gleich Kritikpunkte an der weltweit erstaunlich erfolgreichen Kampagne der von zwei Journalisten gegründeten Organisation Invisible Children. Männer wie Joseph Kony würden zu einem Unikum des Bösen stilisiert, während es doch andere gäbe, die ganz ebenso oder gar noch schlimmer agieren. Zudem sei der in Uganda regierende Präsident ebenfalls ein Menschenrechtsverletzer, der durch die Aktionen der Initiative gestützt werde. Weiter → (Kony 2012 – kann „das Internet“ einen Gotteskrieger stoppen?)

Diesem Blog per E-Mail folgen… (-> Sidebar)

Claudia am 08. März 2012 — Kommentare deaktiviert für Griechenland: Hedgefonts und Kleinanleger Seit an Seit

Griechenland: Hedgefonts und Kleinanleger Seit an Seit

Es ist ein bisschen blöd, über etwas zu bloggen, was schon morgen wieder ganz anders aussehen kann. Ich mach’s trotzdem, weil ich diesen Tag äußerst spannend finde: Heute Abend um 21.00 Uhr läuft die Frist für den „freiwilligen“ Schuldenschnitt privater Gläubiger griechischer Staatsanleihen ab – und es mehren sich die Meldungen, dass es alles andere als sicher sei, dass die nötige große Mehrheit zustande kommt. Weiter → (Griechenland: Hedgefonts und Kleinanleger Seit an Seit)

Diesem Blog per E-Mail folgen… (-> Sidebar)

Claudia am 14. Februar 2012 — 6 Kommentare

Alle Blödheit geht vom Volke aus

In der letzten Zeit hab‘ ich öfter mal dran gedacht, einen Blogbeitrag zum Thema „Wie ertragen wir all den Mist, der in der Welt vorgeht?“ zu schreiben. Immerhin tut es gut, wenigstens schriftlich die eigene Ratlosigkeit und die angesichts der täglichen Nachrichten immer wieder „aufpoppende“ Wut auszusprechen.

Dass so ein Posting dann doch nicht zustande kam, liegt an meinem Hang zum Konstruktiven: Bloßes Schimpfen und Jammern – was soll das helfen? Vermutlich würden Kommentare geschrieben, die ganz individualistisch die Segnungen weitgehender Ignoranz preisen, was mich dann nur noch weiter runter zieht. Obwohl ich mich selbst durchaus gelegentlich abwende und manche Sauerei gar nicht mehr mitlesen mag, finde ich das falsch und mag es nicht unterstützen. Weiter → (Alle Blödheit geht vom Volke aus)

Diesem Blog per E-Mail folgen… (-> Sidebar)

Claudia am 11. Februar 2012 — 1 Kommentar

Abseits von Griechenland: Was die EU sonst so treibt

Morgens beginne ich den Tag mit dem Lesen der Nachrichten. Empfehlenswert ist da immer auch ein Blick auf NetNews-Global, wo man von Vorgängen lesen kann, die in unseren Mainstream-Medien praktisch nicht vorkommen.

Nach Afrika sind jetzt die Inder dran

So verhandelt die EU offenbar seit 4 Jahren ein weitgehendes Freihandelsabkommen mit Indien, das europäischen Nahrungsmittel-Konzernen endlich Zugung zum indischen Markt ermöglichen soll. Nachdem schon Afrika mit dem Billigfleisch aus Massentierhaltung überschwemmt und die dortigen Kleinbauern um ihre Existenz gebracht wurden, ist jetzt also Indien dran! Dem Wunsch der Inder, wenigstens Milchpulver, Geflügel und andere landwirtschaftlich Produkte vom Abkommen auszunehmen, wollte die EU nicht entsprechen. Verhandelt wurde „unter höchster Geheimhaltung“ vor den jeweiligen Öffentlichkeiten, wie Christine Chemnitz, Handelsexpertin der Heinrich-Böll-Stiftung, kritisiert.

Am 9.Februar hätte das Abkommen unterzeichnet werden sollen, doch hat die indische Regierung die Sache erstmal auf Eis gelegt, da hunderttausende kleine Straßenhändler auf die Straße gingen, unterstützt von NGOs.

Gefunden hab‘ ich all das im Onlinemagazin „Lebenshaus Schwäbische Alb“, das weiter schreibt:

„Doch die EU besteht weiterhin auf der völligen Marktöffnung für europäische Groß-und Einzelhandelskonzerne. Diese Liberalisierung würde jedoch bis zu 5,7 Millionen der rund 37 Millionen indischen Kleinhändler um ihr Einkommen bringen und sie in extreme Armut treiben, heißt es in einer Studie, die das katholische Hilfwerk Misereror, die Heinrich-Böll-Stiftung sowie die indische Nichtregierungsorganisation Third World Network im Dezember veröffentlichten.
Die Studie warnt auch vor der von der EU verlangten Abschaffung aller indischen Zölle für europäische Milchpulver- und Geflügelimporte. 90 Millionen Menschen leben in Indien von der Milchwirtsschaft, über 3,5 Millionen von der Geflügelhaltung.

Misereor-Hauptgeschäftsführer Josef Sayer verweist darauf, dass, „in Indien schon heute 225 Millionen Menschen chronisch unterernährt sind, ein Viertel der Bevölkerung“. Das geplante Freihandelsabkommen „würde die Einhaltung des Menschenrechts auf Nahrung für weitere Menschen akut gefährden“.

Ich bin im Grunde eine begeisterte Europäerin und eher für MEHR als weniger Europa. Aber dieses verselbständigte Konglomerat aus Funktionären und Lobbyisten, das von sich behauptet, eine ökologisch und sozial verträgliche, nachhaltige Entwicklung zu fördern, während in Wahrheit den Interessen profitgieriger Großunternehmen und Agrarfabriken zur Durchsetzung verholfen wird, kotzt mich ungeheuer an!

Allein Deutschland exportierte 2011 Waren im Wert von 1 Billion – aber da geht noch mehr, gewiss doch! Man kann z.B. Mecklenburg komplett mit Mastanlagen voll stellen, das ist ja so schön Platz. Und der Rest der Welt kann ja auf den letzten noch nicht ausgelaubten Böden Futter für all die leidenden Kurzzeit-Kreaturen anpflanzen – da gibt doch schöne Arbeitsplätze!

Diesem Blog per E-Mail folgen… (-> Sidebar)

Neuere Einträge — Ältere Einträge