Thema: Leben & Arbeiten

Claudia am 26. Februar 2013 — 5 Kommentare

Wieder online – nach einer Woche Sizilien

Gestern brauchte ich erstmal einen „Transfertag“, um mich hier im Berliner Winter und vor dem Monitor meines schrottigen PCs wieder einzugewöhnen. Meinen Kurzurlaub hab‘ ich nicht angesagt, denn ich will nicht online bekannt geben, wenn meine Wohnung eine Woche lang unbeaufsichtigt ist. Unter mir ist schon eingebrochen worden, während der Nachbar nicht da war, da bin ich lieber konsequent vorsichtig. Zwar gibt es bei mir nichts, was den Einbruch lohnen würde, aber erleben will ich sowas einfach nicht!

Catania

Die Woche in Sizilien war wunderschön! Die Temperaturen so rund um 15 Grad, in der Sonne so richtig sommerlich warm. Trotz dieses angenehmen Klimas liefen die Sizilianer in Winterklamotten rum – sogar mit Wollmütze und manche mit Handschuhen. Das Hotel, ein B&B in Catanias historischem Zentrum, hatten wir erst nur für zwei Nächte gebucht, waren dann aber so angetan, dass wir (= mein Liebster und ich) die ganze Woche blieben und von da aus zu Tagesausflügen nach Taormina, Syrakus und Messina starteten.

Der Ätna tat uns dann noch den Gefallen, mal wieder auszubrechen:

Glücklicherweise war am 24. wieder Ruhe, so dass unser Rückflug starten konnte. Schon beeindruckend, so ein Naturereignis! Ich war ganz ergriffen und hab‘ es leider nicht geschafft, ein ordentliches Foto zustande zu bringen. Wie gelassen die Sizilianer „unter dem Berg“ leben, ist auch erstaunlich. Immerhin haben Lavaströme und Erdbeben Catania in der Vergangenheit schon mal komplett zerstört!

Offline…

Es war auch ein Urlaub vom Internet. Zwar hatte ich das Tablet mitgenommen und im Hotel gab es kostenloses WLAN, doch hab‘ ich es nur ab und an benutzt, um Abfahrtszeiten von Bussen und ähnliche Infos zu suchen. Nur einmal hab‘ ich eine Kurzinfo über meine Netz-Abstinenz hier gepostet, damit sich niemand wundert, dass ich grade nicht auf die Kommentare meiner lieben Stammleser/innen reagiere. Der Versuchung, überall mal nach dem Rechten zu sehen, gar meine Mails abzurufen oder Reiseberichte zu posten, konnte ich sehr gut widerstehen! So wurde der Urlaub auch eine richtige Erholung vom Netz, von den immer zu vielen Infos und all den Möglichkeiten, die normalerweise nach mir rufen: Mach dies, tu das, poste hier, kommentiere dort, kümmere dich um deine „Netzpräsenz“, unterzeichne eine Petition, teste das neue Tool etc. usw.

Mein Buch ist erschienen, aber noch hab‘ ich’s nicht!

Es herrschte also angenehmste Ruhe und Entspannung. Dass mitten in dieser Urlaubswoche mein Buch „Unverbissen vegetarisch“ erschienen ist, änderte daran nichts. Es reicht noch gut, wenn ich es jetzt ein bisschen bekannt mache. Im Moment warte ich auf meinen Nachbarn, bei dem ein Paket mit Freiexemplaren abgegeben wurde. Bisher kenn‘ ich es nur als PDF und bin durchaus gespannt, wie es „in echt“ so wirkt und aussieht! Ich bin heute recht glücklich damit, der „Verführung“ durch die nette Programmplanerin des TRIAS-Verlags erlegen zu sein. So allein für mich hätte die Motivation eher nicht gereicht, sowas als BOD oder E-Book zustande zu bringen. Insofern: es braucht noch immer Verlage! (Hier mal eine umfangreiche Leseprobe)

Genug geurlaubt…

Dass ich keiner „entfremdeten Arbeit“ nachgehe, zeigte sich in den Träumen: ab Tag 5 träumte ich mich nach hause vor den PC, schrieb träumend Blogartikel, an die ich mich sogar erinnere, erledigte gar Auftragsarbeiten und fühlte mich sauwohl dabei!

Heute ist auch der letzte Tag dieses Computers, der zwar wirklich toll und schnell ist, auch noch nach fünf Jahren, aber leider stürzt er oft mit „schweren Systemfehlern“ ab, auch nach Windows-Neuinstallationen. Oft meint er, die Netzwerkverbindung sei nicht vorhanden, Photoshop geht gar nicht mehr, Systemwiederherstellungen klappen nicht – es muss eine Hardwaremacke sein, die immer wieder alles durcheinander bringt. Und ich hab‘ die Nase gestrichen voll und mir vor dem Urlaub noch einen neuen bestellt. Den hole ich heute ab – ich freu‘ mich drauf!

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Claudia am 07. Februar 2013 — 26 Kommentare

Verführt vom „leeren Boot“: Zur Abhängigkeit von Menschen, Systemen und Geräten

Eine ZEN-Geschichte:

“Ein Mann ruderte an einem sehr nebligen Morgen sein Boot stromaufwärts. Plötzlich sah er ein anderes Boot stromabwärts kommen, das keine Anstalten machte auszuweichen. Es kam ihm genau entgegen. Er rief: `Vorsicht! Vorsicht!´, aber das Boot fuhr genau in seins hinein, das fast sank. Der Mann war außer sich und begann die andere Person anzuschrein, ihr gehörig die Meinung zu sagen. Aber als er genau hinschaute, sah er, daß in dem anderen Boot überhaupt niemand war. Es stellte sich heraus, daß das Boot sich gelöst hatte und stromabwärts trieb. All sein Ärger schwand, und er lachte und lachte.”

(Thich Nhat Hahn: Innerer Friede – Äußerer Friede – via Abraxandria)

Diese kleine Erzählung soll uns die Erkenntnis vermitteln, dass es nicht das Geschehen selbst ist, das Gefühle wie Wut, Ärger und schlimmstenfalls Hass entstehen lässt, sondern die Annahme, da sei jemand, der uns das Geschehen absichtsvoll zumutet, warum auch immer.
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Claudia am 01. Januar 2013 — 9 Kommentare

Alsdenn: 2013

Ich hatte mich schon damit abgefunden, mal gar nichts zum Thema Jahreswechsel zu schreiben. Statt dessen hab‘ ich mir faule Tage gegönnt und gelesen, was andere so zu diesem Anlass verfassen. Rückblicke, Wunschzettel, Vorsätze und jede Menge anklagendes oder sarkastisches Gemosere über den Zustand der Welt: sehr berechtigt, aber auch ermüdend. Empören, entlarven, anklagen, warnen – kommt mir alles vor wie aufs Gas treten im Leerlauf. Aber wie mal wieder ein Gang einzulegen sei, weiß niemand. Bzw. jeder weiß es besser als der Andere, was ungefähr denselben Effekt hat.
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Claudia am 14. Dezember 2012 — 15 Kommentare

Was brennt in Euch?

Mit dieser Frage beendet Menachem sein letztes Blogposting mit dem vielsagenden Titel „Hätte ich doch nur…“. Es handelt vom Scheitern der Selbständigkeit, vom Nicht-Erreichen einst gesetzter hoher Ziele, vom nochmaligen Scheitern in einem neuen Versuch – und davon, dass das immer noch besser ist als irgendwann auf dem Sterbebett denken zu müssen: Oh, hätte ich doch nur…!

Menachem lädt mit seinem Artikel zur Jahresend-Besinnung ein. Im Kontext „Selbständigkeit“ tut das auch Peer Wandinger mit seiner Blogparade „Ziele, Pläne und Erwartungen 2013“. Wie immer, wenns ums Geschäft geht, soll man checken, was man dieses Jahr erreicht hat und sich Ziele für 2013 stecken – am besten gleich mitsamt dem konkreten Plan, wie man sie umsetzen möchte.
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Claudia am 05. Dezember 2012 — 15 Kommentare

Energie sparen – mal ganz persönlich betrachtet

Mein Arbeitszimmer ist derzeit der einzige Raum, den ich tagsüber beheize. Momentan zeigt das Thermometer 19 Grad, womit ich mich im Moment noch ganz wohl fühle. Einer der beiden Heizkörper im Zimmer ist abgestellt: direkt neben meinem Schreibtisch mag ich die trockene Wärmeabstrahlung nicht, und auch den Pflanzen, die auf dem Fenstersims stehen, geht es so besser.

Gegen Abend öffne ich die Türflügel zum Wohnschlafzimmer und heize auch dort mit nur einem Heizkörper auf Arbeitszimmertemperatur auf. Die Tür zum Flur bleibt geschlossen, Bad und Küche betrete ich nur kurz, heize die Räume aber punktuell auf, wenn ich mal länger koche oder bade. Ebenso, wenn ich Besuch bekomme, der länger bleibt als nur für einen Kaffee im Arbeitszimmer. Weiter → (Energie sparen – mal ganz persönlich betrachtet)

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Claudia am 01. Dezember 2012 — 36 Kommentare

Gedanken zum Erwerb eines neuen PCs

Alle Welt kauft derzeit Tablets. Ich hab‘ auch eins herum liegen, doch benutze ich es nur selten. Gerade mal, um es Freunden vorzuführen, die noch keinen Blick in die schöne neue Kachel-Welt der „Apps“ geworfen haben. Und ab und an, wenn während eines (Offline-)Gesprächs kurz was zu ergoogeln ist.

Arbeiten auf dem PC

Meine Nutzungsgewohnheite sind einfach andere, die Miniaturisierung des digitalen Fensters zur Welt begeistert mich nicht, sondern schränkt mich ein. Wäre ich mobiler, wäre das vielleicht anders, doch zuhause sehe ich keinen Grund, den Platz der unendlichen Möglichkeiten gegen ein Tablet einzutauschen. Am PC jongliere ich zwischen sechs verschiedenen Programmen, hab‘ schon mal 16 Tabs im Browser offen, switche ständig zwischen Lesen, Schreiben, Bilder passend machen. Ich „arbeite“, wenn ich am Code meiner Blogs und jenem von Kundenblogs etwas ändere, lade auch oft etwas per FTP auf Server hoch und in meinem fast steinzeitlich anmutenden EIGENEN Mailprogramm rufe ich die Mails von ca. 8 Accounts ab – auch jene aus der „Wolke“ bei Google und Web.de, die ich lieber „bei mir“ habe als irgendwo da draußen. Und meine Festplatten sind mein Archiv: Daten aus 16 Netzjahren, die ich nicht missen möchte. Weiter → (Gedanken zum Erwerb eines neuen PCs)

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Claudia am 22. November 2012 — 7 Kommentare

Gekauft: Annas Zeichnung vom frierenden Mädchen

Gestern Abend läutete es an der Wohnungstür. Zwei kleine Mädchen aus meinem Haus, eines davon mit einer Mappe unterm Arm. Ihre Mutter war auch dabei, doch zunächst fragte mich das Kind mit der Mappe, ob ich vielleicht ein Bild kaufen wolle. „Ich begleite nur, es war ihre Idee!“, erklärte die Mutter.

Soviel unternehmerisches Engagement in frühen Jahren hat mich beeindruckt! Also sichtete ich die Mappe und entschied mich für dieses Bild:

Ich fragte nach dem Preis. Anna – so heißt die kleine Zeichnerin – meinte, das solle ich selbst bestimmen. Glücklicherweise hatte ich ein paar Euro Kleingeld da und bot dem Kind zwei Euro für die Zeichnung, sowie nochmal zwei Euro, wenn ich das Bild scannen und im Internet zeigen dürfe. (Nur gut, wenn man schon früh erfährt, dass Bildrechte einen Wert haben, dachte ich mir…)

Der Preis hat gepasst und über die Idee, die Zeichnung ins Netz zu stellen, haben sich alle gefreut. Vielleicht wundert sich Anna jetzt, dass das Bild kräftigere Farben hat als das Original: das macht man mit einem Bildbearbeitungsprogramm am Computer, liebe Anna!

Ich nenne das Bild „frierendes Mädchen“. Es war keine Zeit für einen längeren Austausch über das Motiv – schließlich wollten die drei noch andere Nachbarn aufsuchen und ich war mitten in einer Arbeit.

Schön, dass es Eltern gibt, die ihre Kinder solche Ideen umsetzen lassen!

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Claudia am 10. Oktober 2012 — Kommentare deaktiviert für Im Bau: Klingers PIRATEN-Special – mein 8.Blog

Im Bau: Klingers PIRATEN-Special – mein 8.Blog

Letztlich soll man Impulsen folgen, die sich über LÄNGERE ZEIT immer wieder zu Wort melden! Das sag‘ ich mir selber zur Beruhigung (aber auch aus wahrer Altersweisheit), während ich dabei bin, mein ACHTES Blog ins Leben zu rufen.

Vielleicht haben ein paar wenige Stammleser/innen bemerkt, dass es hier zwischenzeitlich eine Kategorie „Piraten-Themen“ gegeben hat – und dass die kürzlich wieder verschwunden ist. Aber wer schaut schon auf Blog-Kategorien? Ich meistens nicht… Weiter → (Im Bau: Klingers PIRATEN-Special – mein 8.Blog)

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