Claudia am 24. Januar 2024 — 16 Kommentare

3 x Meinung in Kürze: #Bahnstreik, #Totalsanktionen #Glyphosat

Statt wegen „kaum Zeit“ garnicht zu bloggen, poste ich hier mal drei Meinungen zu umstrittenen Themen, zu denen ich mich auf X in aller Kürze geäußert habe:

#Bahnstreik

Wenn es stimmt, dass die DB aktuell nicht genug Lockführer/innen hat, um mit 35 Std. den Bahnbetrieb (jetzt) zu gewährleisten, dann ist es m.E. Pflicht der Tarifparteien, in Verhandlungen eine Übergangslösung zu finden – und nicht auf Maximalforderungen zu bestehen: eine Übergangslösung, die den schrittweisen Einstieg in die 35 Std. bei Gewinnung neuen Personals regelt.

#Totalsanktionen

170 Millionen will die Ampel durch „Totalsanktionen“ einsparen: Streichung des Regelsatzes (bei Weiterzahlung der Miete), wenn ein Bürgergeldempfänger willentlich die Aufnahme einer Arbeit verweigert. Dies soll – eigentlich – auf zwei Monate befristet erfolgen, kann aber im Anschluss sofort fortgesetzt werden. In einem „Kompromiss“ genannten Entschluss, soll dies auf zwei Jahre befristet werden. Ich denke nicht, dass „Totalsanktion für max. 2 Jahre“ vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben wird. Ob jemand / eine Institution bis dahin klagt (und zwar so zügig wie möglich), hängt davon ab, ob wir das in genügender Vehemenz einfordern oder auch bespenden.

#Glyphosat – ein etwas längerer Thread

Gestern gesehen: Panorama3 (NDR) – richtig gut, aber auch mit Schwächen: Wer ein Totalherbizid (nach direkt davor geschnittener Erklärung!) dann doch unverdrossen in den Topf „alle Pflanzenschutzmittel“ einsortiert, sollte eigentlich kein Feature über das umstrittene Glyphosat verfassen! (Bezug: Die Bauern und ihr Minister, ab Min 12, EU hat die weitere Anwendung erlaubt).

Es ist nämlich schon ein großer Unterschied: Glyphosat verhindert unerwünschten Aufwuchs und wird VOR Ausbringung des Saatguts angewendet. Pestizide müssen dagegen gespritzt werden, AUF die Pflanzen, zu ihrer Verteidigung. Wer selbst gärtnert, kennt diese Problematik: Auch wenn man Wildkräuter schätzt und ihnen Platz einräumt, so ist doch schnell klar: Sie sind schneller, stärker, verdrängender als die Kulturpflanzen, die mensch ja AUCH im Garten haben will! Deshalb jähten wir, mein Liebster nennt es spöttisch-hämisch „Pflanzen rausreissen“. Tut man das nicht, wird die Ernte SEHR VIEL WENIGER, falls überhaupt etwas aufwächst (wir ziehen das meiste vor, damit es eine Chance hat). „Selektiv jähten“ ist bei uns aber Standard, weil wir manches gern stehen lassen.

In der Landwirtschaft kommt niemand jähten. Entweder es wird ein Herbizit eingesetzt (Glyphosat), oder es muss öfter mal mit einem Mega-Grubber drüber gefahren werden, was Zeit, Geld, Diesel kostet, wobei das Bearbeiten des Bodens auch noch mehr CO² produziert. Und der Ertrag wird dennoch geringer, weil die heimischen Kräuter nun mal sehr schnell sind! Das Grubbern macht man im Bio-Landbau, deshalb ist Bio auch teurer und benötigt mehr Fläche für die gleiche Menge Ertrag – nicht so gut, wenn man die Nahrungsmittel MASSENHAFT benötigt und einen gewissen heimischen Selbstversorgungsanteil halten will.

Fazit: Ich habe großes Verständnis für das Dilemma und kann mich nicht wirklich über die Entscheidung der EU ereifern.

Diskussion

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16 Kommentare zu „3 x Meinung in Kürze: #Bahnstreik, #Totalsanktionen #Glyphosat“.

  1. Hallo

    Zu 1.

    Es gab schon deutlich länger Streiks. Hat nur keiner mitbekommen, weil eben keine organisationsstarke Spartengewerkschaft sehr restriktiv vorgehen konnte, sondern weil es ein eher kleiner Ausstand war. Da haben sich die Medien jedenfalls nicht wie die Aasgeier darauf gestürzt und das ganze Bullshit-Programm mit verhältnismäßig usw. abgezogen. Ich finde es schon wieder lächerlich, dass Hinz und Kunz aus der Politik und allen möglichen Vereinen sofort herumsenfen, wie schlimm das alles für die Wirtschaft ist und man in´s Streikrecht eingreifen sollte (was mit dem TEG bereits eher erfolglos geschehen ist), erst schlichtet, bevor man streikt (sic) und blablabla…

    …die dürfen gerne mal wieder einen Blick in das GG werfen und sich Tarifautonomie erklären lassen. Da haben Politiker sich überhaupt nicht einzumischen und zumindest nicht so zu tun, als ob deren Meinung etwas bewirkte ausser verbaler Nebelkerzen. Wenn das alles soooooo schlimm ist, wieso gehen die Vertreter der Wirtschaft oder der Herr Wissing als Verkehrsminister und damit dem Bund als Anteilseigner der DB AG eigentlich nicht mal zum Bahntower und leiern denen die Ohren zu?

    Das der Streik gerechtfertigt ist, wurde gerichtlich bestätigt.

    Und hier die Forderungen der GDL, die ja so ziemlich das sind, was oben gefordert wird, nämlich stufenweises Absenken der Arbeitszeit über die Laufzeit uswusf. Aber nicht mit solchen Luftnummern, dass man für eine Stunde weniger gleich auf die Gehaltserhöhung verzichtet und sich die Bahn vorbehält, bei mangelnder Personalrekrutierung das ganze eigenmächtig zurückzudrehen und das bei Laufzeiten um die 3 Jahre. Mit nicht einmal 5% Gehaltserhöhung pro Jahr ist bei weitem nicht die Inflation der letzten Jahre kompensiert, geschweige denn etwas nach vorne. Das ist schlicht Vera….

    Was mich weiter so ankotzt, ist dieses Bashing auf Weselsky. Er mag ein eloquenter Typ sein und sein Auftreten nicht jedem gefallen, weil man in unserer Zeit der soft skills mit direkter Ansage anscheinend nicht mehr umgehen kann. Aber die 97% Zustimmung zum Streik in der Urabstimmung sind m.E. ein deutliches Zeichen und ich glaube nicht, dass das daran gelegen hat, dass jeder etwas in den Tee bekommen hat dafür. Ich schlage den ganzen Motzern und Politikern mal vor, mal so einen schicken Turnus bei mir mit zu durchlaufen im jetzigen desolaten System Bahn.

    Darf ich übrigens dezent daran erinnern, dass im Dezember wegen winterlichem Wetter die ach so krtische Infrastruktur Bahn auch längere Zeit still stand und das vor allem im Großraum München? Da hat es von den ganzen Phrasendreschern auch niemanden gejuckt, aber der böse Eisenbahner war draußen.

    Zu 2.

    Da hoffe ich ebenfalls, dass dieses ohnehin schon abgeschwächte Bürgergeld als HartzIV light nicht wieder die Sanktionspraxis anfängt. Auch hier ist offensichtlich, dass sich nur auf die Schnelle und im wahrsten Sinne des Wortes dem Armenweg wenigstens etwas Kohle für das Defizit geholt werden soll und das wieder bei denen, die sich naturgemäß am wenigstens wehren können.

    Zu 3.

    Zu Glyphosat habe ich leider keine so unvoreingenommene Haltung. Auch wenn das Zeug nicht auf die Pflanzen aufgebracht wird, ist dessen Einsatz umstritten und das abgeschwächte „wahrscheinlich krebserregend“ genug Grund, sich nach Alternativen umzuschauen, auch wenn die Strategie des gentechnisch angepassten Saatguts vom Monopolisten Monsanto meines Wissens kein Thema ist innerhalb der EU.

    Mal noch etwas zum Reflektieren. Man beachte auch die Verhältnisse der jeweiligen Studien, je nachdem, ob sie unabhängig oder im Auftrag erfolgten. Erinnert mich irgendwie an das leidige Thema Klimawandel und CO².

    Viele Grüße
    Thomas

  2. @Thomas: danke für deine ausführliche Stellungnahme! Ich stelle das Streikrecht nicht in Frage, sondern gehe davon aus, dass man in Verhandlungen Mittelwege und Kompromisse finden sollte. Die Forderung der GDL mag noch so berechtigt sein, wenn man allein von der aktuellen Arbeitssituation der Beschäftigten ausgeht. Aber was ist, wenn es wirklich stimmt, dass ein Betrieb mit 35 Stunden-Woche jetzt nicht zügig umsetzbar ist mangels Personals? Dass die Arbeit damit angenehmer würde, liegt auf der Hand – aber könnten wirklich so schnell neue Lockführer/innen gefunden werden, um den Betrieb am Laufen zu halten?
    Dass die Presse und „alle Welt“ (sogar ich, obwohl ich nur selten Bahn fahre) dazu etwas sagen, wundert doch nicht, wenn gleich 6 Tage lang der Betrieb lahmgelegt wird – das hat doch erhebliche Auswirkungen, oder bezweifelst du das? Es war in meiner Erinnerung auch immer schon so, dass Politiker zu Streiks etwas sagten – und meist dazu aufriefen, „an den Verhandlungstisch zurück zu kehren“. Das Angebot der DB ist natürlich nicht ausreichend, aber anstatt zu verhandeln gleich wieder 6 Tage streiken?

    Zu Glyphosat: Gäbe es eine ganz unschädliche Alternative, wäre sie sicher längst in Gebrauch. Ich sehe halt die Problematik: Ein Mittel, das den Aufwuchs verhindert, KANN m.E. gar nicht komplett soft, natürlich, gesund für alle sein. Ich finde, man löst das Dilemma nicht, indem auf Konzerne oder „böse Bauern“ geschimpft wird. Was genau sollen sie denn machen? Alles auf Bio umstellen? Das hat eben Grenzen, denn soviel Bio mögen oder können sich viele nicht leisten und – so lese ich jedenfalls – würde die Fläche nicht ausreichen, um entsprechend große Erträge zu gewährleisten.

  3. Hallo

    „Ich stelle das Streikrecht nicht in Frage, sondern gehe davon aus, dass man in Verhandlungen Mittelwege und Kompromisse finden sollte.“

    Das habe ich so jetzt auch nicht entnommen. Hast Du Dir allerdings einmal die Vorschläge beider Seiten seit November angesehen? Wieviel Kompromiss ist da seitens der DB AG drin? Genau gar nichts. Uns selber war schon vorher klar, dass auch diese tarifrunde wieder hart wird und jedesmal wird wieder versucht, der GDL den schwarzen Peter zuzuschieben. Gegenfrage ist dann, wie soll vorgegangen werden, um etwas zu erreichen und ohne dabei zu sehr die Kunden zu beeinträchtigen? Es gibt in diesem Fall keine Alternative und aus dem eigenen Erleben habe ich jedenfalls den Eindruck, dass bis auf die üblichen Pöbler gar nicht so viel Unmut existiert, wie es immer dargestellt wird. Wir sind ja da auch gerne bereit, Rede und Antwort zu stehen.

    Was den Personalmangel betrifft, so ist der genauso wie die marode Infrastruktur und das Material auch nicht erst seit gestern bekannt. Man hätte also längst etwas dagegen tun können. Meines Wissens liegt die Erfolgsquote bei den Lokführerlehrgängen bei unter der Hälfte. Der Rest springt vorher ab oder schafft es nicht. Dann wird ja bereits jetzt der Personalmangel mit Überstunden abgefangen, aber das geht erstens dank der bösen GDL auch nicht mehr endlos und dann müssen diese eben ausgezahlt werden. Wobei das als Kostenfaktor auf Unternehmensseite wieder billiger ist als mehr Personal einzustellen. Diese Misere trifft nicht nur auf das Fahrpersonal zu, sondern ist bei Fahrdienstleitern, Service, Gleisbau usw. nicht anders. Und das Unternehmen spielt Vogel Strauß. Welchen Anreiz hätte jedenfalls ein Interessierter, bei der DB anzufangen, wenn nicht einmal an den Konditionen etwas anders wird? Selber kann ich dabei nur sagen, dass ich nach inzwischen knapp 40 Jahren im durchgehenden Schichtdienst um jede Stunde Freizeit froh bin, wo ich mir nicht den beruflichen Dauerstreß geben muss und da ist die Aussicht auf 3 Stunden weniger mit entsprechend vernünftigen Ruhephasen durchaus eine lukrative Aussicht.

    Als weiteren Input habe ich noch zwei PDF, bei denen der Flyer der GDL zwar polemisch aufgeladen ist, aber zeigt, warum bereits vor dem TEG die Situation so eskaliert ist. Es ist halt leider auch ein ein Teil der Wahrheit, dass die damalige GdED, später Transnet und jetzt EVG mindestens zu dieser Zeit einen sehr „unternehmensfreundlichen Kurs“ gefahren hat. Als Stichwort seien hier die Ergänzungstarifverträge genannt, die einseitig damals nur das Fahrpersonal belastet hätten. Und dieser Zug ist dank GDL inzwischen sprichwörtlich abgefahren. So btw. haben vor dem TEG auch die anderes organisierten Kollegen von Vergünstigungen profitiert genau wie umgekehrt, weil dank der Günstigerregelung jeweils die für den Beschäftigten bessere Option angewendet werden muss laut Tarifrecht, wenn dem nicht eine Betriebsvereinbarung entgegensteht. Das ist halt jetzt passe, sondern selbst DB-intern werden die Verträge durch das TEG nach den Mehrheiten der jeweiligen Betriebsteile abgeschlossen, wobei das wiederum eher auf Schätzungen beruht, da das Unternehmen offiziell ja über die Gewerkschaftszugehörigkeit kein Wissen zu haben braucht.

    GDL-Blatt

    Rückblick der Böcklerstiftung

    Es tut mir auch leid um die Reisenden, denen wir jetzt leider wieder vor den Latz hauen müssen, aber zu einem Kompromiss gehören halt zwei Seiten und mit solchen Windeiern wird sich die Verhandlungsseite der GDL jedenfalls nicht über den Tisch ziehen lassen. So btw. ist dieser K(r)ampf um das Einschränken des Streikrechts und eben dieses TEG ein Ansatz, um Gewerkschaften generell kleinhalten zu können. Das sollten sich anders organisierte Gewerkschaftsmitglieder auch ganz gewaltig auf der Zunge zergehen lassen. Erst werden solche Sparten wie GDL, Cockpit, Marburger Bund „per Gesetz“ an die Wand geklatscht und irgendwann sind die anderen dran. Die Verdi hat das weitestgehend schon gepeilt, wo hier der Hase hinläuft, bei vielen anderen speziell DGB-Gewerkschaften habe ich da so meine Zweifel.

  4. Hier noch ein Beitrag des SWR, der das Thema wertfrei und ohne das übliche Bashing erörtert.

  5. @Thomas: Wow, du bist also persönlich betroffen / involviert und kannst dem entsprechend viel umfangreichere Detailinfos geben, als sie mir bekannt sind! Alle Achtung für deine fordernde Arbeit – du bist ja sowas von „systemrelevant“, das wusste ich gar nicht!
    Info für Unkundige:
    TEG: Tarifeinheitsgesetz
    EVG: Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft / konkurrierend mit GDL.

    „So btw. ist dieser K(r)ampf um das Einschränken des Streikrechts und eben dieses TEG ein Ansatz, um Gewerkschaften generell kleinhalten zu können. „

    Gefühlt gab es früher nicht diese vielen unterschiedl. Gewerkschaften und Tarifverträge wurden „allgemeinverbindlich“ erklärt – ich sag „gefühlt“, weil ich in dem Thema nie drin steckte (weil selbständig u. bei wenigen vorherigen angestellten Jobs nur befristet). Das hat sich alles gewaltig geändert! Es wirkt aber nicht immer wie „klein gehalten“, wenn man z.B. an die Erfolge der Cockpit-GW denkt.
    Was die Zustimmung zum Streik angeht, ist sie gerade im Sinken begriffen, wie ich lese, sollen jetzt 60 % „kein Verständnis“ mehr haben – wohl auch, weil ihnen die Zustände, die du beschreibst, nicht so vor Augen stehen. Ich wünsch jetzt jedenfalls viel Erfolg – bin aber eben auch nicht betroffen.

  6. Ach was soll ich sagen? Lokführer war mein Traumberuf und ist es auch heute noch. Es gibt doch noch viele andere Bereiche, wo oftmals mehr als auch nur ein bisschen Berufung dazu gehört. Mit dem Begriff systemrelevant mag ich mich nicht schmücken. Wenn das so wäre, dann hätte es 1993 nicht die Bahnreform mit all ihren Folgen gegeben, die wir jetzt immer gravierender ausbaden und die Kundschaft gleich mit.

    Wenn allerdings das eigene Unternehmen nicht nur Lokführer zum „Knöpfchendrücker“ abstempelt wie einst unser ehemaliger Personalvorstand Frau Suckale, lässt das schon ein wenig abschätzen, wie man als Eisenbahner so gehandelt wird im eigenen Unternehmen.

    Ob solche Diffamierungen oder eben auch diese permanent hinausgetröteten Zustimmungswerte, das muss man eben aushalten. Es geht nun einmal nicht ohne und dass zum Zeitpunkt des Ereignisses die Nerven blank liegen und das auf die Zahlen durchschlägt, ist doch klar. Letzten Endes ist das für mich teils schon wieder Gossenjournalismus genau wie die Sonntagsfragen und Ähnliches, Klappern gehört halt auch da zum Handwerk.

    Der Punkt ist eben auch der, dass aktuell praktisch kaum eine Schicht „planmäßig“ läuft, sondern immer etwas ist am Fahrzeug, an der Strecke oder sonstwo. Das hätte es weder bei einer ehemaligen DDR-Reichsbahn gegeben oder bei der DB der Bundesrepublik. In solch einem Fall wie dem „Wintereinbruch“ im Dezember wären genügend Leute vor Ort gewesen zum Schaufeln und es gab Notfallpläne, die diesen Namen noch verdient haben und nicht beim ersten Hauch kollabieren.

    Jetzt gibt es eine Handvoll Notfallbereitschafter und Techniker für halbe Bundesländer, die in solchen Fällen gar nicht mehr etwas bewirken können. Ich will auch nicht orakeln, aber die jetzt als neuester heißer Scheiß entdeckten „Korridorbaustellen“ werden das Problem auch nicht dauerhaft lösen, weil in der Zeit, wo ein Magistrale gebaut wird, schon wieder viel zu viel in der Fläche liegenbleibt und dort die fehlende Kleininstandhaltung früher oder später wieder zum großen Problem wird.

    https://bahnblogstelle.com/209531/mehr-langsamfahrstellen-im-streckennetz-der-deutschen-bahn/

  7. @Thomas:

    „Meines Wissens liegt die Erfolgsquote bei den Lokführerlehrgängen bei unter der Hälfte. Der Rest springt vorher ab oder schafft es nicht.“

    Weiß man, woran das liegt? Welche Voraussetzungen muss man da mitbringen?
    Und noch was: Wenn die EVG zu unternehmensfreundliche Abschlüsse macht, zudem unklar ist, wer die gewerkschaftliche Mehrheit in einem Betrieb hat, haben da nicht massenhaft Lockführer Grund, zur GDL zu wechseln?

    Grade hab‘ ich übrigens auf X geposted:

    „Ein Kommentargespräch mit einem Lockführer hat meine Meinung geändert: Es ist die DB, die sich bewegen muss, damit es Verhandlungen geben kann! Die Arbeitsbedingungen müssen sich deutlich ändern! https://claudia-klinger.de/digidiary/2024/01/24/3-x-meinung-in-kuerze-bahnstreik-totalsanktionen-glyphosat/#comment-622162 #bahnstreik“

  8. Hallo

    Zumindest im Bereich der Lokführer ist die GDL mit 80% bei der DB AG und etwa 70% bei anderen EVU ohnehin schon sehr stark organisiert. Bei Zugbegleitern und anderen Teilen des Fahrpersonals sollen es etwa 33% sein. Diese Zahlen sind aber nicht mehr aktuell und zumindest in meinem Umfeld sind auch Werkstattmitarbeiter, Fahrdienstleiter und andere Beschäftigte bereits zunehmend in der GDL und damit dürften auch außerhalb des Fahrpersonals die Quote bereits etwas höher sein. Innerhalb des Konzerns werden nach Einsetzen des TEG 18 Einheiten von 300 nach GDL-Abschluß tarifiert.

    Wobei letztere Mitglieder eben durch das TEG von ihrer Mitgliedschaft oft gar nicht von einem Abschluß profitieren, wenn sie in ihrem Betriebsteil nicht GDL-tarifiert werden. Diese Kollegen stellen sich halt „für lau“ hin und haben außer ihrer Solidarität erstmal nichts davon. Das ist halt die Krux dieses TEG, denn diese Regelung „zwingt“ quasi dazu, Mehrheiten zu organisieren, wenn man als Gewerkschaft Tarifabschlüsse durchsetzen will. Das ausgerechnet und meines Wissens nahezu nur bei der DB AG dieses TEG so konsequent angewendet wird, sollte jedenfalls zu denken geben. Subjektiv ist das für mich immer noch ein Testballon, um einerseits eine der renitentesten Gewerkschaften zu entmachten und über den langen Hebel gleichzeitig in der Tarifautonomie und dem „Streikrecht“ herumzukratzen, was ja auch wieder die sofortigen Rufe einiger einschlägiger Politiker zeigen.

    Ebenso will ich jetzt nicht so diesen Zwist EVG-GDL befeuern, aber es ist halt Tatsache, dass seit den ersten großen Streiks der GDL die Einkommenssituation beim Fahrpersonal deutlich besser geworden ist und im zweiten Anlauf darüber auch für andere Beschäftigte. Weiter ist es eine Tatsache, dass speziell Ruhezeitregelungen wie das Erhöhen des Mindestschichtübergangs von 9 auf 10 Stunden, Zulagen, Wahlmodelle über 6 Tage mehr Urlaub im Jahr usw. in erster Linie durch die GDL erzielt wurden. Und das zählt halt für den Beschäftigten. Es lässt sich ja nur mutmaßen, aber ohne diese Tarifauseinandersetzungen wäre das Gehaltsniveau und das berufliche Umfeld heute sicher deutlich schlechter und die Personalsituation damit auch.

    Die Erfolgsquote bei den Lehrgängen bezieht sich dabei in erster Linie auf die Quereinsteiger, die das auf dem zweiten Berufsweg machen. Diese sollen ja hauptsächlich die Defizite auffüllen und dieser Werdegang ist gelinde gesagt „sportlich“. Innerhalb von 9 Monaten wird die gesamte Fahrausbildung durchlaufen, das Vorschriftenwesen durchgepaukt und dann wird man noch mit dem eventuell völlig unbekannten Schichtsystem Marke Kunterbunt konfrontiert. Wer da schon in der Mitte des Lebens steht und bisher so die „normale Arbeitswelt“ gekannt hat, muss ganz schön knabbern, dazumal das Lernen mit zunehmendem Alter meist auch schwerer fällt. Wenn man da ein paar Tage hintereinander ein paar straffe Früh- oder Nachtdienste hat, dann ist man platt und der eine freie Tag danach reicht nicht, um da wieder auf Sendung zu kommen. Dann merkt man eben auch schnell, dass es relativ oft Essig ist mit Familie und Bekannten am Wochenende oder abends mal so länger wohin wie in´s Theater, weil vielleicht früh um 2:00 Uhr der Wecker klingelt. So ein Lebensrhythmus hat nachgeweisen ja auf Dauer auch gesundheitliche Folgen. Genau das merken viele der Interessierten recht schnell und suchen sich dann u.a. wegen der bereits beschriebenen Defizite dann lieber etwas Anderes, wenn es sich denn anbietet und das kann zumindest ich ihnen kaum verdenken. Und es gibt eben angesichts des theoretischen Umfangs auch einen Teil, die es dann tatsächlich nicht schaffen.

    Sind die damit durch, ist das ja noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Nach dieser Zeit besitzen diesse Kollegen erst einmal ein bis zwei Fahrzeugbaureihen, für jede weitere ist wieder ein Lehrgang fällig mit Prüfung. Dann kommen noch zunehmende Streckenkenntnis für die ganzen Strecken dazu, die je nach Einsatzort befahren werden, alle 2 Jahre ein Simulatortermin und ein Tf-Test, regelmäßiger Fortbildungsunterricht, Bahnarzt usw. Langweilig wird einem da jedenfalls nicht.

  9. @Thomas: Du meine Güte! Was für ein Arbeitsstress! 10 Stunden Pause – da kann man ja grade mal etwas Fastfood konsumieren und schnell ins Bett! Ich hätte auch nicht gedacht, dass die Ausbildung inhaltlich derart umfangreich sein muss – und das in 9 Monaten! Als Laie stellt man es sich einfacher vor, weil die Bahn halt auf Schienen fährt und die Weichen sicher nicht selbst gestellt werden müssen (bitte nicht übel nehmen, ist einfach Ahnungslosigkeit!).
    Alles in allem wundert mich da wirklich, dass sich überhaupt noch Leute finden, die den Job machen! Da hat doch jede Bürohilfskraft eine bessere Lebensqualität mit „9 to 5“-Job und 16 Stauden Pause.
    Wirklich alle Achtung, dass du das machst – und noch Zeit findest, hier umfangreich zu kommentieren!

  10. Es ist ja auch nicht ständig so, aber es zermürbt halt schon, wenn dann jedesmal wieder irgendetwas nicht hinhaut. Klar gibt es auch Branchen, wo es noch schlechter ist, wenn ich z.B. das ganze Spediteursunwesen so sehe oder die Scheinselbständigen bei diversen Zustellern. Aber es kann ja nicht sein, dass man sich immer nur nach unten orientiert. Als Lebenspartner muss man da auch sehr leidensfähig sein und es gibt so ein nettes Buch aus einer anderen Eisenbahnzeit, da durfte dann für den Moment der Herr Lokführer „mit der Katze fressen“, wenn wegen Sonderschicht oder Überzeit mal wieder das Privatleben geplatzt ist. Das kenne ich auch zur Genüge;-)

    Um sich da vielleicht ein Bild zu machen, mag man sich vorstellen, wie ein Reisezug je nach Länge mit 300-500t Last z.B. im Herbst bei Laub, Wund und Niesel erst angefahren werden muss und dann irgendwie auch wieder anhalten soll. Da nützt die stärkste Maschine nichts, wenn die Leistung nicht auf die Schiene kommt. Richtig spannend wird das dann, wenn beim Wendezug die Lok noch hinten hängt bei der Fahrt vom Steuerwagen und das direkte „Arschfeedback“ fehlt, was die Kiste gerade so unter einem veranstaltet. Güterzüge sind teils noch schwerer. Und das ist nur die technisch-physikalische Seite. Im normalen System mit Vor- und Hauptsignalen haben wir je nach Strecke und Geschwindigkeit Regelbremswege zwischen 400-1300m, innerhalb der so ein Zug angehalten werden muss bei haltzeigendem Signal, das Ding ist kein Auto oder eine Schubkarre, sondern das reagiert alles verzögert.

    Bevor dann so eine Fuhre auf die Strecke geht, ist man je nach Fahrzeug (Triebwagen/lokbespannter Zug) schon mal 1-2 Stunden vorher am Platz und macht zumindest 1x täglich einen technischen Vorbereitungsdienst mit Fahrzeug aufrüsten, Prüfarbeiten der Zugsicherungssysteme, Bremsprobe, Türsteuerung und allem Pipapo, bevor man den ersten Meter fährt. Da ist halt auch nichts mit aufsteigen und Action. Und da geht ja gerne schon das Maleur los, weil etwas nicht vorgeheizt ist, keine Luft gepumpt ist, Türen spinnen usw. Gleichzeitig wird immer wieder bei den V- und A-Zeiten geschnitzt, um noch ein paar Minuten Arbeitszeit zu sparen, die aber im Zweifel schon darüber entscheiden können, ob ich eine Störung noch in den Griff bekomme oder der Zug bereits zum Betriebsstart verspätet in´s Rennen geht oder bei größeren Sachen gleich ausfällt. Tauschen ist auch nicht immer so einfach, denn dazu muss Ersatz auch da sein und der muss meist auch erst vorbereitet werden. Ein Fahrzeug aus dem Umlauf umdrehen für solche Fälle klappt auch nicht immer, denn zumindest bei Diesel muss so eine Kiste auch mal an die Tankstelle und es hängen teils noch andere Fristen und Einsatzkriterien dran und sei es nur, dass ein eigentlich nicht umlaufgerechtes Fahrzeug auch wieder jeder fahren können muss. Sonst braucht man da als Nächstes entweder einen anderen Kollegen oder muss dann wieder tauschen. Das ist manchmal das blanke Mikado und so mancher derer, die immer so schnell beim ja durchaus berechtigten Schimpfen sind, macht sich keine Vorstellung davon, mit welchem Budenzauber da oft versucht wird, etwas zu retten.
    Das sind auch alles solche Punkte, wo ein Wertschätzen irgendwie nicht stattfindet und wenn doch, dann merkt das an der Basis keiner. Solange der Laden irgendwie läuft, hat man eher den Eindruck, dass das irgendwie hingenommen wird und sich ansonsten die Welt in den Elfenbeintürmen in erster Linie um sich selber und den Global Player dreht.

    Mit dieser Sichtweise steht jedenfalls auch dieser Kollege nicht alleine da.

  11. Da wurde ja dein „heimliches Rufen“ prompt gehört, liebe Claudia. Und die Lo/c)kführer beenden ihr Lockdown früher. Da ich weder Bahn noch S-Bahn fahre, kann ich es lockerer sehen.
    Einen schönen Sonntag
    Nila

  12. @Thomas (siewurdengelesen):

    Der Maschinist schreibt:

    „Der beste Kommentar zum Bahnstreik. Ja, ja, und ja. Vehement. Warum bloggt der Mann nicht, sondern verschwendet sein Talent in Kommentarleisten? Ich schnall’s nicht. Ein Jammer.“

    Dem kann ich mich nur anschließen, wenn ich auch deinen Kommentar in meinem Blog wahrlich nicht als „verschwendet“ ansehe :-)!
    Warum bloggst du nicht?

  13. Vielleicht genügt mir ja das „Verschwenden von Talent“ in Kommentarleisten, aber trotzdem danke für die Blumen auch von unerwarteter Seite;-)

    Es ist ja nicht so, dass meinereiner nicht noch ein Leben daneben auch noch hat und das ist ausgefüllt genug. Von daher muss ich vielleicht nicht noch eine weitere Senfecke im Netz eröffnen, wo doch die Blogosphäre auch so schon dicht genug ist, andererseits auch viele schon wieder weg sind oder aufgegeben haben.

    Die herbsten Verluste der letzten Jahre in dieser Nische waren m.E. Charlie von der Narrenschiffsbrücke und Mechthild Mühlsteins 1-Euro-Blog. Der Dornröschenschlaf der „Dame von Welt“ wird wohl auch kein Ende mehr haben.

    Da lese ich lieber weiter und oft still mit und hänge hier und da mal etwas drunter, wenn mich das Thema berührt oder ich etwas mehr oder weniger Sinniges dazu zu sagen habe. So nebenbei kann ich auf diverse Teile des Fanclubs wie z.B. bei Herrn Rose oder in anderen hier nicht erwähnten Blogs liebend gerne verzichten, wiewohl die Kommentare oft das Salz in der Suppe sind. Das wäre ein Teil der Veranstaltung, auf die ich z.B. im Gegensatz zum Maschinist nicht verzichten wollen würde. Um dem Widerspruch zu entgehen, lasse ich´s besser gleich.

    Das Aufmacherthema Streik ist ja inzwischen weitestgehend vom Tisch; was die Verhandlungen bringen, wird man sehen. Ist so eine Geschichte, die sich die DB AG leichter hätte erkaufen können. Was dabei wirklich im Hintergrund gelaufen ist, lässt sich nur erahnen. Vielleicht wollten sich Montag einfach nur ein paar „Schlipsträger“ und höhere Chargen wieder ohne Verrenkungen in ihr Monkey Business stürzen, ohne sich selber im Straßenverkehr herumärgern zu müssen oder sie hätten sonst ihre Bahncard100 gekündigt;-)

  14. Sorry, dass ich den Beitrag noch einmal hochhole. Hier geht es aber um den Zweig Glyphosat:

    Dabei ist ein Vergleichstest von Spaghettis . Das Original findet sich hinter einer Paywall bei Öko-Test.

    Dabei ist der Punkt nicht, dass sich das Zeug gerade auf Bio-Produkten so intensiv nachweisen lässt, sondern das es überhaupt so ist. Immerhin wird Glyphosat ja angeblich nur außerhalb der Pflanzzeit gespritzt und soll sich schnell abbauen. Jetzt ist weiter fraglich, wo der Weizen für die Discounter-Ware herkommt und ob das dort ebenfalls der Fall ist (siehe die beiträge weiter oben über das Versprühen in der Nähe von Siedlungen und auf den bebauten Feldern), denn dort wird sich das in erster Linie anreichern. Es bleibt weiter die Annahme, dass dies nicht nur bei Weizen so ist, sondern auch bei anderen Produkten und daher ist es vielleicht doch nicht so verkehrt, Glyphosat eher heute als morgen aus dem Verkehr zu ziehen, dazumal es ja nicht das einzige Gift ist, mit welchem wir in unserer Umwelt täglich in Kontakt kommen, sondern es gibt noch Feinstaub, Abgase, Plastik u.v.m. Da zählt alles, was weg ist.

  15. @Thomas: Interessant! Ebenfalls auf Ökotext steht in einem anderen Artikel die Beschreibung „Als sogenanntes Totalherbizid wirkt Glyphosat gegen nahezu alle Pflanzenarten. Die Wirkung erfolgt prompt – in der Regel innerhalb einer Woche.“ Wenn sie es also später auf wachsende Pflanzen sprühen würden, gingen diese auch kaputt. Ist also unwahrscheinlich und es stellt sich wirklich die Frage, wie das Zeug in die Bio-Spaghetti kam!

    Glyphosat hat eine Sonderstellung, weil es nicht Pflanzen gegen Fraßfeinde und Pilze schützt, sondern eben den Aufwuchs verhindert – und somit jede Menge Arbeit. Hier lies mal die Argumentation der Befürworter:

    Glyphosat – was sind die Alternativen?

    Da wird ziemlich deutlich, wie schwierig es wird, vom Glyphosat wegzukommen.

  16. Da wird ziemlich deutlich, wie schwierig es wird, vom Glyphosat wegzukommen.

    Das ist richtig, aber es ist auch nicht unmöglich und das war auch schon um 2018 bekannt. So btw. ist ein unterlegter Beitrag von Bayer selber natürlich mit Vorsicht zu genießen, vor allem weil wiedermal weder bei Bayer noch in der verlinkten NZZ die Studie selber angegeben wird. Der Artikel selber stammt von 2017 und damit aus der Hochzeit der Debatte um Glyphosat, dürfte aber vermutlich auch nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.

    Bei Quarks gibt es eine m.E. etwas neutralere Darstellung des Pro und Kontra dazu und hier noch ein Artikel aus der TAZ.

    Im ZDF gibt es ebenfalls einen schönen Beitrag und hier gleich noch die Studie dazu.

    Im Beitrag von Bayer wird zum Beispiel der Kritikpunkt resistenter Unkräuter unterschlagen, der vor allem in Nord- und Südamerika dazu geführt hat, dass die eingesetzen Mengen immer größer werden oder Glyphosat nicht mehr wirkt. Dann muss so oder so auf etwas anderes gewechselt werden. Zum Thema Resistenzmanagement hat der Autor der von Bayer zitierten Studie ebenfalls mitgearbeitet.

    Vom durch Gehring mitgeleiteten LfL gibt es eine aktuelle Übersicht zum Thema Glyphosat und da klingt es speziell zu Resistenzen auch nicht mehr so prickelnd. In der Grafik sieht man dabei auch sehr schön, wo das am meisten durchschlägt.

    Wenngleich hierbei vielfach Ängste und Befürchtungen in den Vordergrund gestellt werden; ein negativer Nebeneffekt ist Realität geworden, auch wenn es anfangs von der Pflanzenschutzmittelindustrie als unmöglich eingestuft wurde: Die Entwicklung von Glyphosat-resistenten Unkräutern.

    Es ist also mehr als wahrscheinlich, dass trotz aller Maßnahmen, um das zu vermeiden, diese Resistenzen auch hier zunehmen und damit Glyphosat/Roundup sowieso wirkungslos werden. Erste Erkenntnisse dazu gibt es auch schon für Deutschland.

    Alles in allem würde ich daher sagen, dass Bayer da mit nicht mehr ganz taufrischen Argumenten versucht, etwas Sand in die Augen zu streuen und zu verharmlosen.

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