Claudia am 29. September 2021 — 3 Kommentare

DUNE – unbedingt im Kino anschauen!

Mein erster Kinobesuch seit Jahren: DUNE – und zwar auf der großen IMAX-Leinwand im neuen UCI-Kino am Mercedesplatz. Das Epos vom Wüstenplaneten MUSS man im Kino sehen, um es so zu erleben, wie es gemeint ist: Unglaublich bildgewaltig und mit dem Soundtrack von Hans Zimmer auch so Sound-gewaltig, wie es nur das Eqipment eines gut ausgestatteten Kinos zu Gehör bringen kann.

Gedreht an Schauplätzen in den USA, in Ungarn, Jordanen, den Emiraten, Norwegen und Kanada bietet der Film neben der eher gemächlich voran schreitenden Handlung großartige Bilder fürs Auge und nur exakt soviel Action, dass es schwer beeindruckt, aber nicht nervt. Langeweile kommt keine Sekunde auf!

Wüste
Drehort Abu Dhabi / Dune

Wer das nur per Streaming schaut (in USA vor dem Kino gestartet), verpasst eine Menge!

Ich jedenfalls bin hin und weg von dieser Neuverfilmung des Scifi-Fantasy-Klassikers „DUNE“ von Frank Herbert. Die erste Verfilmung aus den 80gern (Davin Lynch) war zwar schön skurril, konnte aber bei weitem nicht so berühren und begeistern wie die aktuelle Version von Denis Villeneuve (‚Arrival‘). Die erzählt zwar „nur“ die erste Hälfte des ersten Buches, ist aber dennoch 18 Minuten länger als die Verfilmung des ganzen ersten Buches von Herbert. Wobei es für den Filmgenuss ganz unnötig ist, die Bücher gelesen zu haben, ich hab die z.B. nie gelesen. Der Film endet mit dem Versprechen „Das ist erst der Anfang“ – und ich hoffe sehr, dass der geplante Teil 2 auch wirklich zustande kommt.

Wadi Rum - Kordanien
Drehort Wadi Rum / Jordanien

Weil Film-Rezensionen nicht so mein Ding sind und andere dazu schon viel geschrieben haben, hier ein paar Links zum Weiterlesen:

  • Süddeutsche:
    Von Dünen und Sandwürmern
    „Es gibt Momente betörender Schönheit in diesem Film. Wenn der aufgewirbelte Sand glitzert und irisiert, weil er Kristalle einer halluzinogen Droge enthält, Spice genannt. Wenn ein unglaublich elegantes Fluggerät mit acht schmalen mechanischen Libellenflügeln, wirklich neu in der Filmgeschichte, sich brummend und vibrierend in die Luft erhebt. Und wenn man als Zuschauer zum ersten Mal über eine brutalistische Wüstenmetropole fliegen darf, deren Designprinzip scheinbar direkt von der Cheops-Pyramide zu stammen scheint.“
  • KINOZEIT / Christopher Diekhaus
    DUNE – Wenn das Schicksal ruft
    „Eine Eigenschaft, die Dune von vielen anderen Science-Fiction-Spektakeln abhebt: So vergeht über eine Stunde, bis die erste fulminante, nervenaufreibend geschnittene Actionsequenz im Wüstensand den Kinosaal zum Beben bringt. Schon vorher bietet der von Greig Fraser fotografierte Film zahlreiche eindrucksvolle Landschaftsbilder und imposante Massenszenen, in denen man sich mitunter verlieren kann. Das Hauptaugenmerk liegt zunächst jedoch darauf, uns mit dem Setting, den auftretenden Parteien und den politischen Konflikten vertraut zu machen.“
  • Filmstarts-Redaktion:
    DUNE
    „Die interstellaren Ränkespiele sind hier immer ernst, aber nie trocken – und das liegt vor allem daran, dass Denis Villeneuve für seinen Anspruch, kompromisslos-ambitioniertes Science-Fiction-Kino für Erwachsene zu liefern, auch die nötigen inszenatorischen Qualitäten mitbringt. Nicht nur die Designs der Sets, der Kostüme, des Fettanzugs von Vladimir Harkonnen und der Libellenhelikopter auf Arrakis sind visionär – es ist vor allem der unbedingte Wille, aus jeder einzelnen Einstellung und jedem einzelnen Ton die maximale Größenwirkung herauszuholen, der „Dune“ wirklich unvergesslich macht.“
  • PhiloMag:
    Dune: grüne Science-Fiction ohne Technik?
    „Wir sehen eine Welt, aus der sämtliche „Denkmaschinen“ vertrieben worden sind. Lange vor den Ereignissen im Film haben die Menschen aus Angst vor der Unterdrückung durch Roboter einen Krieg gegen diese geführt. Das Ziel: Die Zerstörung sämtlicher künstlicher Intelligenz (KI) inklusive dem Gebot, dass niemand eine Maschine erschaffen darf, die dem menschlichen Geist ähnelt…..In Dune nehmen Religion und Technik also die je gegenteilige Rolle ein, die ihnen die Genrekonvention eigentlich zuschreibt. Technologie findet praktisch nicht statt. Religion hingegen ist überaus wichtig. In Dune ersetzt keine denkende Maschine Gott, sondern umgekehrt ist es die Religion, die die Leere füllt, welche die Zerstörung der KI hinterlassen hat.“
  • Nora, Teilzeitamazone auf Twitter / Thread:
    Thread mit meinen Eindrücken: Was ich toll fand (viel!), was kritisch
    „Ich hatte das Gefühl, den Anfang von etwas Großem zu erleben. … SEHR viele Gedanken zu den nordafrikanischen Einflüssen und dem Cast of Color“,
  • Filmstarts:
    „Dune“ weiter auf Erfolgskurs: Gutes Einspielergebnis trotz schwachem Kinowochenende
    „Kommt „Dune 2“ oder nicht? Die Antwort dieser Frage hängt maßgeblich davon ab, wie „Dune“ an den Kinokassen abschneidet. Zum Glück scheinen selbst widrigste Umstände – allen voran die Corona-Pandemie, aber an diesem speziellen Wochenende auch die Bundestagswahl und das gute Herbstwetter – nicht verhindern zu können, dass der Sci-Fi-Blockbuster von Denis Villeneuve Menschenmassen in die Kinos lockt: In Deutschland sahen am vergangenen Wochenende 255.000 Besucher*innen „Dune“, was zusätzliche 2,85 Millionen Euro in die Kassen spülte.“
  • Podcast „Leinwandliebe“  (gemütlich, detailreich!)
    „Dune“: Das neue Sci-Fi-Meisterwerk müsst ihr gesehen haben
    „Diese Ausgabe ist das erste große Treffen der Leseratten: Sowohl unser Moderator Sebastian als auch seine Gäste Esther von Moviepilot und Julius aus der FILMSTARTS-Redaktion haben den Roman „Dune“ von Frank Herbert gelesen und sich natürlich tierisch auf den neuen Kinofilm von Denis Villeneuve gefreut. Wie groß ihre Freude dann wirklich ausfiel und warum ihr „Dune“ unbedingt im Kino gucken solltet, erfahrt ihr in dieser Folge von Leinwandliebe.“

Zum KINO-Erlebnis: Dank Corona mit Abstand

Die tolle Ausstattung des UCI-Kinos haben wir genossen, ohne dass uns von links oder rechts jemand nahe kommen konnte. Schon bei der Online-Buchung wurde neben den bestellten Sitzplätzen je ein Platz gesperrt. Im Kino herrschte dann 3G und Maskenpflicht, letztere jedoch nicht mehr auf den Sitzen. Das mit dem Abstand hat uns sehr gefallen!

 

Diskussion

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3 Kommentare zu „DUNE – unbedingt im Kino anschauen!“.

  1. Noch nie gelesen? Nachholen bitte! Habe alle Bände mit 18 am Stück verschlungen. Und staune jetzt immer noch wie aktuell die Themen sind, die Herbert damals mit reingepackt hat. Abgesehen davon ist er ein begnadeter Geschichtenerzähler gewesen mit einer überbordenden Phantasie.

  2. Klingt interessant. Ich habe in den 80ern die Version von David Lynch gesehen – und die fand ich dermaßen schlecht, daß ich dauerhaft von der Geschichte abgeschreckt war. Man kann auch sagen, der Film war so schlecht, daß er schon beinahe wieder gut war… Dazu kam ich auch noch mit den Büchern nicht zurecht. Vielleicht lohnt ja ein neuer Versuch.

  3. Ach, so schlecht fand ich den nicht. Einige Bilder schwirren mir bis heute im Kopf rum. Man muss auch sehen, dass Lynch damals bestimmt die dreifache Menge an Film gedreht hat aber es musste eben die ganze Geschichte in einen Film. Villeneuve so scheints konnte sich hier durchsetzen und im ersten Film nur das halbe erste Buch erzählen.

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