Claudia am 09. April 2015 — 5 Kommentare

Über Hass und Unmenschlichkeit im Netz

So alt ist der Artikel von Sascha Lobo auf SPON ja noch nicht, sondern von gestern, 16.45 Uhr – und doch ist er aus RIVVA schon wieder rausgefallen! Trotz der verschiedenen Reaktionen auf Blogs, die ich gerne noch weiter „verfolgen“ würde. Da mir diese Übersicht jetzt fehlt, versuche ich, die Beiträge wieder zu finden und hier zu listen:

Sollte sich noch mehr zum Thema finden, verlinke ich das gerne (sofern es kein Hass-Pamphlet ist).

Diskussion

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5 Kommentare zu „Über Hass und Unmenschlichkeit im Netz“.

  1. Haben die Leute früher keine Zeitung gelesen? Haben die Leute früher keine Studien gelesen? Niemals in einer Kneipe gewesen? Das ist alles nicht neu.

  2. @Juh: ich sehe diese „gabs doch schon immer“-Reaktion mittlerweile als Form der Verdrängung. Ja, es gab sowas – aber nicht in dieser Masse und vor allem nicht mit diesem Impetus als gehörten solche Haltungen und Verhaltensweisen zur „neuen Normalität“.

    Ich habe übrigens Leserbriefe gelesen und war in meinem langen Leben in ziemlich vielen Kneipen – in jungen Jahren waren das für mich nächtliche Wohnzimmer. „Sowas“ war da die absolute Ausnahme und wurde sofort in die Schranken gewiesen.

    Die allgemeine Verrohung ist doch nicht zu übersehen! Ich bin ehrlich besorgt, wenn ich dies mit der Großwetterlage zwischen den Großmächten vergleiche. Nach dem letzten Krieg waren alle kleinlaut, bescheiden, und sehr sehr nett und hilfsbereit zueinander. Mittlerweile sind wir am anderen Ende des Pendels angelangt. Muss erst wieder ein Krieg erlebt werden, damit alle mal merken, dass Frieden ein hoher Wert ist und Menschen einander brauchen?

  3. „Muss erst wieder ein Krieg erlebt werden, damit alle mal merken, dass Frieden ein hoher Wert ist und Menschen einander brauchen?“

    Oh, Claudia, ich glaube, wir kennen alle die Antwort.

  4. Die Frage „Woher kommt der Hass?“ ist dabei immer nur rhetorisch zu verstehen. Jeder Versuch, sie tatsächlich zu beantworten, führt zu noch mehr Hass. Denn der Hass DARF keine Ursache haben, das würde so verstanden, als würde die Verantwortung der Hassenden relativiert, oder schlimmer noch, der Hass irgendwie entschuldigt oder gerechtfertigt.

    Nur eine einzige Erklärung des Hasses ist geduldet: Die Hassenden sind BÖSE. Inhärent, am besten von Geburt an.

    Wir können das Problem des Hasses nicht lösen, weil wir die Ursachen des Problems nicht nur nicht verstehen, sondern nicht verstehen dürfen.

  5. Interessanter Gedanke, Arnd.

    Zum Glück gibt es Menschen, die sich über dieses „nicht dürfen“ einfach hinweg setzen!

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