Claudia am 23. August 2006 — 18 Kommentare

Liebe per Email

„Das ist der stockendste Dialog meiner ganzen Netzzeit“, tippte ich in einem Anflug schlechter Laune in die Tasten. Wieder hatte mich mein neuer Bekannter frustriert: erst eine lange, interessierte und engagierte Mail, auf die ich binnen 24 Stunden in entsprechender Form geantwortet hatte – und dann wieder tagelang nichts! Dieses punktuell intensive, zeitlich unberechenbare Mailverhalten macht es mir schwer, zur Person am anderen Ende der Drähte eine klare Haltung zu finden: Ist er nun jemand, der Teil meines inneren Kosmos werden will, ein virtueller Freund, der nach einiger Zeit der Kennen-lern-Gespräche vielleicht auch mal vorbei kommt? Oder ist er nur ein sporadisch aufscheinender „Kontakt“, mit dem man sich schreibend eine nette Arbeitspause gönnt, wenn er mal auftaucht, ihn dann aber besser wieder vergisst – bis zum nächsten Mal? Weiter → (Liebe per Email)

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Claudia am 11. August 2006 — 6 Kommentare

Brotjobs und Herzblut und Cyberabad

Dieses Jahr ist das Sommerloch für mich ausgefallen. Nicht mal im späten Herbst ist soviel los, muss ich so viele verschiedene Dinge machen, WILL ich auf so vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus, das scheint nicht nur für Stimmungen und Emotionen zu gelten, es ist eine allgemeine mystische Wahrheit. Ich hab’ gerufen: Hey, ich will mal mein Einkommen verstetigen, und auch ein bisschen MEHR wär mal angesagt! Und schon antwortet die Welt: Aber sicher doch! Hier hast du Arbeit! – und schüttet mich so richtig zu! Weiter → (Brotjobs und Herzblut und Cyberabad)

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Claudia am 28. Juli 2006 — 3 Kommentare

Kraft zur Veränderung II

Mir kommt es vor, als hätten wir noch NIE so eine heftige Hitzeperiode gehabt! Nur morgens erlebe ich ein zwei drei Stunden, in denen ich mich halbwegs aktionsfähig fühle, dann bin ich geradezu überfallen von allem, was ich tun wollte, sollte, müsste, aber derzeit wegen der Hitze aufschiebe. Ich springe also von diesem zu jenem, um wenigstens ein Stückchen weiter zu kommen in alledem, was nicht unbedingt die beste Methode ist, denn Ergebnisse produziert man anders. Na, es wird wieder kühler werden, der Himmel ist heute morgen verhangen und der Wetterbericht verspricht Abkühlungen für die nächste Woche. Weiter → (Kraft zur Veränderung II)

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Claudia am 18. Juli 2006 — 22 Kommentare

Kraft zur Veränderung ?

Jeden Morgen öffne ich die Espressokanne, indem ich die obere Hälfte aus dem Gewinde drehe. Der Alu-Einsatz mit dem feuchten Kaffeesatz von gestern wird über dem Mülleimer ausgeklopft, dann ausgespült. Nun kommt Wasser in die untere Hälfte, dann mahle ich den Kaffe, fülle den Einsatz mit dem duftenden Pulver, streiche die Oberfläche glatt und schließe die Kanne wieder. Die Milch kommt in einen extra Topf, dann entzünde ich die Gasflammen. Gute fünf Minuten werden verstreichen, bis der Kaffe durch den entstehenden Dampfdruck in die obere Hälfte der Kanne gepresst wird und mittels eines röchelnden Geräusches signalisiert, dass er fertig ist. Wenn ich in dieser Zeit an den PC gehe und mich in die ersten Mails des Tages vertiefe, kann es gut sein, dass ich es überhöre, bzw. vergesse. Dann erinnert mich irgendwann der Kaffeeduft, ich springe auf und rette, was zu retten ist – die Milch ist schon mal übergekocht, hat sich aber auch wieder „beruhigt“. Nun gieße ich den Espresso aus der Kanne in den Milchtopf und dann in eine Tasse – der Tag kann starten! Weiter → (Kraft zur Veränderung ?)

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Claudia am 08. Juli 2006 — 8 Kommentare

Aus dem Alltag einer LIDL-Kundin

Endlich Regen. Gestern hab‘ ich überall nasse Tücher aufgehangen, um die 29 Grad Raumtemperatur (Nordseite!) etwas zu mildern. Dann erst mal der Gang zu LIDL, die mir nächstgelegene Einkaufsgelegenheit. Zwei- bis dreimal die Woche kaufe ich hier für zehn bis 15 Euro ein, der Laden ist mir vertrauter als mein Hinterhof. Für alles andere müsste ich deutlich weiter gehen und ein Bioladenbesuch wäre richtig aufwändig. Ans latent schlechte Gewissen, das mich – mehr gedacht als gefühlt – stets zum Discounter begleitet, hab‘ ich mich gewöhnt und nehme es kaum noch wahr. Wohl aber die angenehme Kühle der klimatisierten Räume, in diesen Tagen die reine Erholung. Weiter → (Aus dem Alltag einer LIDL-Kundin)

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Claudia am 27. Juni 2006 — 6 Kommentare

Warten auf die Abkühlung

Druck auf dem Kopf, 27 Grad Raumtemperatur trotz Nordseite. Ich schwitze nicht, leide nicht, wünsch mich nirgendwo anders hin, kann aber nicht arbeiten. Jeder Gedanke springt ein wenig im Hirn hin und her, und gerade dann, wenn ich zu einem Tun ansetze, ist er wieder verschwunden. Naja, nicht eigentlich weg, nur das Gefühl, dass er eine Folge haben sollte, hält sich nicht. Schlimm?

Ich werde auf die Kühle warten, abends oder nachts, vielleicht auch morgen früh ab sechs. Es hat noch immer geklappt mit den Terminen. Nie krank gemeldet in zehn Jahren Internet, wie käme ich dazu? Vom im Bett liegen wird man nicht gesünder und wer aufstehen kann, kann auch eine Maus bedienen. Weiter → (Warten auf die Abkühlung)

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Claudia am 13. Juni 2006 — 14 Kommentare

König Alkohol – Teil 2

(Dies ist die Fortsetzung meiner „Geschichte mit dem Alkohol“ –
lies dazu auch Teil 1: Der Kontrollversuch ist der Kontrollverlust)

An jenem Tag vor 15 Jahren, als die alte Dame bei den Anonymen Alkoholikern zu mir sagte, ich solle doch mit dem Trinken aufhören, änderte sich mein Leben komplett. Ich hatte „ausgetrunken“, hatte mein ganz persönliches Tief erreicht. Endlich war der Groschen gefallen, der im ersten Schritt des 12-Schritte-Programms der AA in die Worte gefasst ist: „Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind und unser Leben nicht mehr meistern können“. Weiter → (König Alkohol – Teil 2)

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