Hätte ich nicht viele Jahre Hatha-Yoga praktiziert, wäre ich gar nicht darauf gekommen, das Leben unter dem Blickwinkel von Spannung und Entspannung zu betrachten: In den einzelnen Übungen dieser Praxis kommt es darauf an, zunächst eine genau definierte Körperhaltung einzunehmen, dort alle unnötigen Anspannungen loszulassen, die Stellung ein paar ruhige Atemzüge lang zu halten – und dann wieder in die Ausgangsposition zurück zu gehen. Anders als im heutigen „Fitness-Center-Yoga“ üblich, folgt dann eine Zeitspanne des „Nachspürens“, etwa so lange wie die Übung gedauert hat, in der man genau beobachtet, welche Reaktionen in Körper und Geist durch die Haltung ausgelöst wurden. Erst wenn sich alles wieder beruhigt hat, geht man in die nächste „Asana“.
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