Thema: Leben & Arbeiten

Claudia am 17. Dezember 2007 — 2 Kommentare

Jahresendzeit – lockende Stille

Eigentlich weiß ich ja, wie es geht: in der Morgenfrühe die kreative Arbeit – und alles andere gar nicht erst anschauen, was „herein kommen“ will, sonst zerfasert der Geist! Keine endlosen To-Do-Listen, sondern Tages- und Wochenpläne, die das Gefühl geben, es geschafft zu haben. Regelmäßig aufräumen, damit nicht unübersichtliche Dünen mit Papieren entstehen, und nicht zu lange am Monitor sitzen, sondern ordentliche Pausen machen: Bewegung, Frühstücken, frische Luft.

Klingt einfach und phasenweise mache ich das auch so. Doch immer wieder kehrt der Schlendrian ein: dann schaue ich morgens gleich in die Mailbox, werde gefangen von Angelegenheiten, die vermeintlich sofortige Bearbeitung brauchen, surfe im Web, um mir erst ein wenig „Rumlesen“ auf News-Seiten, Foren und Blogs zu gönnen, um dann – mittlerweile 1000 verschiedene Dinge im Kopf – im Gefühl einer gewissen Gehetztheit ans „eigentliche“ zu gehen, auf das ich mich aber nurmehr mühevoll konzentrieren kann. Tage des rasenden Stillstands reihen sich aneinander, wenn ich es nicht schaffe, das „wie von selbst“ ablaufende Geschehen zu stoppen, um mich in einer bewussten Anstrengungen wieder besser zu organisieren. Weiter → (Jahresendzeit – lockende Stille)

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Claudia am 27. November 2007 — 4 Kommentare

Rasender Stillstand – ein Blitzlicht

Manchmal fasere ich nach allen Seiten aus und tue nichts dagegen. Ich spüre, wie die zentrifugalen Kräfte an mir zerren und mich immer weiter zerstreuen, bemerke, wie ich in fluktuierendem Multitasking durch den Tag wusele, von Thema zu Thema zappe und oft nur noch staune, dass meistens alles klappt, gut sogar, und dass dieser Zustand „normal“ ist.

Getting information from the internet is like drinking water from a fire hydrant – das geflügelte Wort beschreibt das Gefühl, das ich meine, nur dass es nicht alleine die Infos sind, die durch ihre schier unendliche Vielfalt überwältigen: hinzu kommt alles, was ‚rein kommt auf den verschiedenen, selbst gewählten Spielfeldern. All die verschiedenen Anforderungen der Kunden, Auftraggeber und Kursteilnehmer, die Kommentargespräche und Mail-Reaktionen rund um meine Blogs, das Geschehen in den Communities, die ich gelegentlich aufsuche, hunderte SPAM-Mails auf sieben verschiedenen Mailboxen, dazu Nachrichten, Anfragen, Einladungen, Bitten um Verlinkung, Hilfe und Meinung, Hinweise auf interessante Webseiten, lustige Videos, neue Werke von Freunden und Bekannten – und das ist immer noch nicht alles. Täglich besuche ich ein paar Lieblingsblogs, verfolge über einen Feedreader zweihundert weitere, recherchiere viermal die Woche Wellnessthemen und lese gelegentlich DIE ZEIT, das Wochenblättchen aus dem Briefkasten, eine Tageszeitung und diverse Printmagazine. Weiter → (Rasender Stillstand – ein Blitzlicht)

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Claudia am 04. November 2007 — 7 Kommentare

Stille

Anders als an den Werktagen, an denen die To-Do-Liste ihren Sog entfaltet, nehme ich Sonntags morgens die Stille war. Nicht nur die da draußen, wo jetzt kaum Autos und weniger Busse unterwegs sind, sondern die in mir selbst: ich schalte den PC ein, werfe den Browser an, starte den Feedreader, der sogleich Postings aus weiß-nicht-wieviel Blogs anzeigt – und spüre doch kein Verlangen, den verführerischen Überschriften zu folgen, mich von irgend einem Thema verschlucken zu lassen. Es ist, als wolle ich die Leere noch ein wenig schützen, die mir das Gefühl der Freiheit gibt: bevor ich etwas wähle ist noch alles möglich, da spüre ich, welchen Schatz ich besitze, solange die Aufmerksamkeit noch nicht zu den 10.000 Dingen strömt, die in meinem Alltag um ein Stück davon konkurrieren. Rechts neben mir rauscht der Lüfter des Midi-Towers in monotoner Gleichmäßigkeit; auf der Fensterbank steht die Amaryllis, der es herzlich schnuppe ist, ob jemand ihre spektakulären Blüten bewundert oder nicht. Vor mir blinkt der Cursor, auf den nächsten Satz wartend – was, wenn er nicht käme? Weiter → (Stille)

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Claudia am 22. September 2007 — 15 Kommentare

Wie verbessere ich die Welt?

Kleine Meditation über die menschlichen Möglichkeiten, die Welt zum Schöneren zu verändern

Jeden Tag gestalte ich meine Welt und trage damit zum Ganzen der Welt bei. Ob ich nun einen Artikel schreibe, eine Website gestalte, im Garten das „Unkraut“ lieber stehen lasse oder in der Schlange vor der Supermarktkasse meine Stimmung mit den anderen Wartenden teile: Ich bin immer Täterin und Opfer zugleich, empfange Eindrücke, interpretiere sie auf meine Art und reagiere darauf. Dem kann ich mich gar nicht entziehen, denn wie alle lebenden Wesen bin ich dem Stoffwechselprozess mit der „Umwelt“ ausgesetzt. Schon die Pflanzen streben nach „Weltverbesserung“, indem sie sich lieber dem Licht zuwenden als der Dunkelheit und so geht es weiter, quer durch die Lebensformen: Leiden meiden und Freude suchen ist unsere Grundmotivation, von dem aus sämtliche Welt- und Selbstverbesserungsbemühungen nur Varianten darstellen, keine Ausnahme. Weiter → (Wie verbessere ich die Welt?)

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Claudia am 13. September 2007 — 32 Kommentare

Wie viel Geld ist für dich GENUG?

…diese Frage habe ich Bernd Franzen gestellt, dessen Entspannungsblog „Im Alltag leben“ ich gerne lese. Ich freue mich, dass er sich zu einem Gastbeitrag zu diesem spannenden Thema hat hinreissen lassen!

Geld?

Als Claudia mich fragte ob ich zu dem Thema etwas schreiben wollte, war ich erst einmal überfahren.

Geld ist immer ein Thema – aber für mich eines mit Stolpersteinen, weil mir dazu der Bezug fehlt.

Früh stand ich auf mehr oder weniger eigenen Füßen. Das Studium habe ich alleine finanziert, bin also schon in jungen Jahren darauf angewiesen gewesen von dem zu leben, was ich erwirtschafte. Man sollte annehmen, dass man es dann lernt, Geld zu schätzen.

Geld bestimmt unseren Status. Mit Geld sind wir Privatpatient beim Arzt, fahren erster Klasse – egal ob bei PKW, Bahn oder Flugzeug, haben ein dickes Büro ganz oben im Haus und in der Hierarchie. Mit Geld können wir uns das Leben bequem machen in dem wir andere für uns arbeiten lassen können und mit Geld haben wir viele Freunde. Jedenfalls wenn sie etwas von uns erwarten können. Geld ist Macht, Macht macht frei, weil wir selbst entscheiden können. Macht ist geil! Weiter → (Wie viel Geld ist für dich GENUG?)

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Claudia am 10. September 2007 — Kommentare deaktiviert für Letzte Woche: gelesen, kommentiert, terminiert

Letzte Woche: gelesen, kommentiert, terminiert

Wenn ich morgens den PC einschalte, surfe ich oft erstmal durch die Weiten des Webs und besuche andere Blogs und Diarys, schaue auf manche News-Seite und kommentiere auch hier und da. Hier eine kleine Rückschau auf gern gelesene und kommentierte Artikel der letzten Woche: Weiter → (Letzte Woche: gelesen, kommentiert, terminiert)

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Claudia am 03. September 2007 — 16 Kommentare

Einen neuen Computer kaufen – für mich ein mittlerer Horror!

Es ist wieder mal soweit: mein PC ist jetzt vier Jahre alt und ich will die entspannte Finanzlage nutzen, um mir einen Neuen zuzulegen. Das Altgerät – ein DELL-Dimension 8300 – wird dann noch einige Zeit bei einem lieben Freund seinen Dienst tun, der es gerade gut brauchen kann.

Computer kaufen ist für mich alles andere als ein Spass! Aufgrund der schnellen Entwicklung und der großen Zeitabstände muss ich mich jedes Mal neu einlesen, um auch nur den Schimmer einer Ahnung zu bekommen, was heute für meine Nutzungen so „angesagt“ ist. Wobei mich der Blick auf die technischen Details immer ungeheuer anödet, denn ich bin kein Technik-Freak und mag mich eigentlich gar nicht damit befassen. Muss aber sein, schließlich will ich keinen Schrott kaufen! Weiter → (Einen neuen Computer kaufen – für mich ein mittlerer Horror!)

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Claudia am 31. August 2007 — 9 Kommentare

Selbständigkeit: Vom Einkommen und Auskommen

Um zu erfahren, was meine Leser hier suchen, verwende ich ein nützliches Tool, das mir die Suchbegriffe und Fragen anzeigt, die über Google kommende Surfer/innen eingeben, bevor sie hier landen. Mal sind diese Anliegen erheiternd, mal erschreckend, manchmal inspirieren sie mich auch zum schreiben. So fragte heute jemand: „selbstständig wann reichts zum leben?“

Eine seltsame Frage. Weiß denn nicht jeder, wann das Geld zum Leben reicht? Das ergibt sich doch ganz einfach aus den Festkosten plus dem Betrag, den man im Schnitt pro Monat für die Lebenshaltung ausgibt. Warum wird da noch Google gefragt? Weiter → (Selbständigkeit: Vom Einkommen und Auskommen)

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