Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst?
Nachdem ich einige Beiträge lang recht Diary-untypisch in den Niederungen des politischen Alltags wühlte, bewegt mich derzeit die Frage: Was ist eigentlich “Lebenskunst” ? Wie gelingt es Menschen, in zunehmend unsicheren und ungewohnt bewegten Zeiten doch “guter Dinge” zu bleiben?
Mit ein paar Mausklicks können wir heute ganz locker durch verschiedene Weltuntergangsszenarien surfen: Die Klimakatastrophe (eher langfristig), die Bankenkrise als weltweite Wirtschaftskrise, das Schwarze Loch vom CERN, das vielleicht doch demnächst die Erde auffrisst, neue Kriegsgefahren und die immer wieder leicht zu vergessenden Dauerbrenner wie der drohende Ausbruch des Mega-Vulkans unter dem Yellowstone-Park (alsbald oder in 100.000 Jahren), der die Sonne so lange verdunkeln würde, dass von unseren Ökosystemen vielleicht nicht viel übrig bleibt, ganz zu schweigen von der technischen Zivilisation. Und natürlich könnte uns jederzeit ein Komet treffen, z.B. im Jahr 2036 mit einer Wahrscheinlichkeit von immerhin 1:450.
Wie damit umgehen? Was ist es, das die einen Überlegungen anstellen lässt, ob man nun Gold oder Lebensmittel im Garten vergraben soll, um im Zusammenbruch der Wirtschaft bessere Karten zu haben, während die anderen über solchen Aktionismus nur amüsiert lächeln? Ist es Ignoranz oder höhere Einsicht? Bessere Information oder innere Gelassenheit? Waldsterben, Ozonloch und Y2K (wisst ihr noch? Der für 2000 angekündigte “Millenium-Bug”, das Ende von “Life as we know it”) haben sich ja auch als zahnlose Tiger entpuppt, warum sich also sorgen?
Aber mal weg vom “größten anzunehmenden Unfall”: Abbau des Sozialstaats, flexibler Kapitalismus, kurzfristige Jobs statt planbarer Karriere, Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche, jeder Einzelne ein Ich-Unternehmer, der sich kümmern muss, wo er bleibt – doch gleichzeitig boomt der Wellnessmarkt und die “digitale Bohème” feiert das neue Arbeiten und die unendlichen Möglichkeiten des Web 2.0. . Alles wird mit allem zusammen geschaltet, das Private ist im Verschwinden begriffen, es entstehen neue, virtuelle Öffentlichkeiten, deren Bezug zum “realen Leben” erst verstanden werden muss – wie orientiert sich der Mensch in der neuen Unübersichtlichkeit? Ist maximale Transparenz (”ich hab ja nichts zu verbergen”) eine erfolgversprechende Flucht nach vorne oder komplett bescheuert? Mit dem neuen “persönlichen Gesundheits- und Fitness-Trainer Fitbit” verdatet der gesundheitsbewusste User sein tägliches Leben mittels eines Sensors, der jede Bewegung aufzeichnet – fehlende Angaben, z.B, darüber, was man im Lauf des Tages alles isst, werden manuell nachgetragen. Und wie wunderbar: all diese Daten kann man “mit Freunden teilen”!
Liebe, Beziehung, Verwandtschaft – inwiefern gibt diese Ebene persönlichen Miteinanders noch ausreichend Halt? Ich kenne nicht wenige Menschen, die ihr Leben (ähnlich wie ich) vornehmlich vor dem Monitor verbringen, sich dabei nicht etwa einsam, sondern gut vernetzt fühlen und “Realkontakte” auf wenige Freunde beschränken. Andere sind ganz offensichtlich sehr unglücklich, wenn sie nicht täglich “unter Menschen kommen” – und sei es auch nur zu einer wirklich öden, schlecht bezahlten Arbeit. Liebesbeziehungen werden mehr denn je als Insel wahrer Erfüllung romantisiert, doch real sind sie immer kurzlebiger und wer sucht, blättert sich durch die Kataloge der Dating-Communities als gehe es darum, ein neues technisches Gerät mit möglichst passenden Features zu erwerben. Dass man auch schnell wieder ersetzt, wenn der Markt ein noch besseres anbietet.
Ein paar Fragen als Schreibimpulse
Wenn die Arbeitswelt sich wandelt, der physische Raum als “Heimat” (was für ein antikes Wort!) an Bedeutung verliert, Beziehungen so prekär werden wie Jobs und sämtliche Institutionen an Vertrauen verlieren – wie schaffen es Menschen, trotz alledem eine “gefühlt gutes Leben” zu führen? Woran orientiert man sich, wenn man von unterschiedlichsten Informationen und Bewertungen ohne Ende überschüttet wird? Welchen Stellenwert hat persönliche Integrität in einer Welt, in der die rechte Hand oft nicht weiß, was die linke tut und Verlässlichkeit und Bindung der allseits gewünschten “Flexibilität” im Wege steht?
Kann der postmoderne Mensch einfach wieder gläubig werden und sich in religiöse Tröstungssysteme flüchten? Ist Selbsterfahrung und Selbstbesinnung ein gangbarer Weg, Stabilität inmitten der Instabilität zu finden oder doch nur ein neuer Gipfelpunkt der Egozentrik und Ignoranz? Gibt es noch übergreifende Werte, die tatsächlich das tägliche Handeln bestimmen? Wie entscheidet sich, auf welchem Gebiet uns ORDNUNG wichtiger ist als Chaos und Beliebigkeit? Wofür wir uns also engagieren und wofür nicht?
Diese und andere Fragen rund um das Thema “Lebenskunst heute” sind nicht allgemein, sondern nur individuell zu beantworten. Dazu möchte ich dich mit diesem Artikel einladen:
Greif dir die für dich wichtigsten und anregendsten Aspekte heraus und teile mit der Welt, wie du “dein Leben meisterst”, oder auch, wie du mit dem “nicht-meistern-können” umgehst. Arbeit, Beziehungen, Lebensphilosophie, Streben nach Glück (was immer das für dich ist): bewältigst du dein Leben von Tag zu Tag, wie es eben kommt, oder hast du bestimmte Rezepte, an denen du dich orientierst? Also so etwas wie deine ganz persönliche Lebenskunst?
Zum mitmachen:
Wer im eigenen Blog mit schreibt, möge bitte einen Link zu diesem Artikel setzen und auf das “Blogprojekt Lebenskunst” hinweisen. Ich werde die Beiträge dann hier versammelt präsentieren. Vergiss also nicht, deinen Beitrag in den Kommentaren oder als Trackback hier bekannt zu machen!
Schreibzeitraum: 15. bis 30.September

Lass mich dir mit Rosa Luxemburg antworten:
“Dein Kopf ist voller Sorgen um die schiefgehende Weltgeschichte und Dein Herz voller Seufzer um die Erbärmlichkeit der Scheidemänner und Genossen. Und jeder, der mir schreibt, stöhnt und seufzt gleichfalls. Ich finde nichts lächerlicher als das. Begreifst Du denn nicht, daß der allgemeine Dalles viel zu groß ist, um über ihn zu stöhnen? Ich kann mich grämen, wenn mir die Mimi krank wir, oder wenn Dir etwas fehlt. Aber wenn die ganze Welt aus den Fugen geht, da suche ich nur, zu begreifen, was und weshalb es passiert ist, und hab ich meine Pflicht getan, dann bin ich weiter ruhig und guter Dinge (…)
Schau z.B. wie ein Goethe mit kühler Gelassenheit über den Dingen stand. (…) Und wenn Du etwa sagst: Goethe war eben kein politischer Kämpfer, so meine ich: Ein Kämpfer muß erst recht über den Dingen zu stehen suchen, sonst versinkt er mit der Nase in jedem Quark.”
(Rosa Luxemburg an Luise Kautsky)
[15. September 2008 um 12:39 Uhr]http://www.duckhome.de/tb/archives/352-Ein-Trost-von-Rosa-Luxemburg.html
Dieser Planet und das Leben Leben darauf sind schön – allen drohenden Katastrophen und menschlichen Zerstörungen zum trotz. Das erkenne ich jedes mal aufs Neue, wenn ich in der Natur unterwegs bin oder die Hummeln und Bienen in meinem Garten beobachte. Dann wird mir nämlich auch bewusst, dass wir Menschen uns die meiste Zeit viel zu wichtig nehmen.
[15. September 2008 um 15:30 Uhr]Wenn ich in tausend nervigen Ärgernissen zu versinken drohe, ist es Zeit, mal für ein paar Stunden oder Tage auszusteigen, mich in die Natur oder in meinen Garten zurückzuziehen. Aus der Distanz betrachtet, ist vieles nur noch halb so dramatisch.
Davon abgesehen: Wir nehmen heute mehr Wirklichkeiten wahr als die Menschen früherer Zeiten. Aber deren Zeiten waren deswegen ja nicht besser, einfacher oder sicherer, oder? Es gab Epedemien, Kriege, Naturkatastrophen schon bevor ich auf der Welt war. Aber es gab auch Leben, Liebe, Hoffnung und Glück, nehme ich an. Andernfalls hätten unsere Vorfahren bestimmt längst aufgegeben ;o).
“Woran orientiert man sich …”
Ich hab vier Eckpfeiler an welche ich mich halte.
Da gibt es ein afrikanisches Lied, welches sehr in meinen Knochen und meinem Herzen festsitzt, und welches ich immer wieder hoere:
http://www.youtube.com/watch?v=ks3I6t72d1I
sina mali sina deni von Khadja Nin
Ahiya, Ahiya
Kwa baraka – welches Glueck
Mimi napona – ich werde gesund
Kabisa, ni ajabu – ganz und gar, bin verwundert
Sina mwili tena – habe keinen Koerper mehr
Niko sawa upepo – bin wie der Wind
Mimi maskini – bin arm
Sina mali mali, sina deni – habe keinen Besitz und keine Schulden
Mali yangu baba – was ich habe ist Gott
Ina nyesha kama mvua – regne wie der Regen
Ina ruka kama ndege – huepfe wie ein Vogel
Ina cheka kama mtoto – lache wie ein Kind
Ahiya, mam’ahiya
Sina haja, ya kitu – ich brauche keine Dinge
Mimi napona – ich werde gesund
I’m free, kama maji – ich bin frei wie das Wasser
na tembeya mpaka katika pori – wandere in die Wildnis hinein
Mimi, mi masikini – ich …. bin arm
Sina mali mali, sina deni – habe keinen Besitz und keine Schulden
Mali yangu baba – was ich habe ist Gott
Ina ota kama maua – bluehe wie eine Blume
Ina pita kama nyota – bin weit oben wie ein Stern
Ina waka kama jua – brenne wie die Sonne
Pole pole mama – langsam Frau
Wakati wangu umefika, mimi napona – Meine Zeit ist gekommen, ich werde gesund
I’m free, kama hewa – ich bin frei wie der Himmel
Ina ingiya mpaka nafasi inapenda – gehe zu dem Ort den ich liebe
Mimi, mi masikini – ich …. bin arm
Sina mali mali, sina deni – habe keinen Besitz und keine Schulden
Mali yangu baba – was ich habe ist Gott
Ina ona kama macho – schaue wie die Augen
Ina waka kama moto – brenne wie das Feuer
Na lia kama ngoma – singe wie die Trommel
I’m free – bin frei
kama maji – wie das Wasser
Ana tembea mpaka katika pori – wandere in die Wildnis hinein
Kama hewa, kama macho kama nyota – wie der Himmel, wie die Augen, wie der Stern
Kama maji – wie das Wasser
Kama mimi leo, mimi napona – wie ich heute, ich werde gesund
I’m free, I’m free
Kama mimi leo, mimi napona – wie ich heute, ich werde gesund
Ahiya
Mam’ahiya
sina mali, Mungu, sina deni – kein Besitz – lieber Gott – keine Schulden
… dann halte ich mich an eine Signatur, die ich in einigen Foren trage:
Du hast in deinem Innersten, grosse, unversehrte Kraefte. Was immer das Leben gebracht hat, was immer du getan hast: die Erneuerungskraft in dir besteht. Wenn du die seelische Staerke auf diese unversehrten Kraefte einwirken laesst, kannst du das Leben neu aufbauen, was immer auch zuvor damit geschehen ist.
… wie ebenso ein Kleber “Coexist”, welchen ich hier nicht einkopieren kann.
… dann ist es die grosse Liebe, die meine Allerliebste und mich ueber Jahre ueber viele Hochs und Tiefs traegt.
… und im Zentrum dieser Eckpfeiler ist mein Herz, auf welches ich hoere und weiss, dass mein Tun und meine Kraft alleine aus diesem hervorkommen.
[15. September 2008 um 16:40 Uhr]Liebe Claudia
[15. September 2008 um 20:44 Uhr]ich habe deinen Beitrag in meinem Blog in Lesenswert vorgestellt, ich finde deinen Beitrag schon sehr Interessant und das Projekt auch. Ich weiss noch nicht ob ich mitmache, es muss mir noch was einfallen lassen.
Liebe Grüsse zentao
[...] Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst? [...]
[15. September 2008 um 22:02 Uhr]Meine Lebenskunst?
Körperliche Aktivität in der Natur (Fahrradfahren seit 13 Jahren 163.000 km bei ca. 10 km/h, also recht meditativ);
Stolz auf meine (inzw. erwachsenen) Kinder;
Viele versch. Kontakte zu versch. Menschen und dabei kann ich mich weitgehend geben, wie ich bin (soweit ich das überhaupt weiß/spüre ;-);
Neugierde, Interesse, Empathie an Vielem: Menschen, Natur, Politik, (Quanten-)Physik… Bücher … die Möglichkeiten des Internets;
Soziale Sicherheit;
Bedürfnislosigkeit. Nein, nicht wirklich. Aber ich brauch keine kostspieligen Äusserlichkeiten;
Mein Beruf, der auch mit Berufung zu tun hat und den ich gerne mache (Computertechniker) und der mich in Kontakt zu Menschen bringt, die ich sonst nicht kennenlernen würde;
Das alles, seitdem ich mich vor 15 Jahren in der (Midlife-)Krise selbst gefunden habe.
Tolle Anregung. Danke Claudia.
[15. September 2008 um 22:43 Uhr]Mit meiner eigenen Lebenskunst ist es (noch?) nicht sehr weit her, aber die eines anderen Menschen ist vielleicht hier drin ablesbar.
[15. September 2008 um 23:32 Uhr]LG
Susanne
Ich danke Euch für die bisherigen Beiträge – und hoffe, es kommen noch mehr! :-)
[16. September 2008 um 10:44 Uhr]Hallo Claudia,
[16. September 2008 um 16:04 Uhr]für mich gilt, daß mindestens eine aktuell nahe Beziehung zur Lebenserfüllung dazugehört.
Ich möchte vom anderen ungefiltert hören, was er denkt, fühlt, wie er mit dem Leben umgeht. Was anders ist bei ihr/ihm. Ich möchte mich mitteilen können, erfahren, daß ich “interessant für die/den anderen bin“, daß ich sie/ihn inspiriere.
Zur Zeit freut mich Musik besonders. Ich höre praktisch alles querbeet. Ich finde, es gibt unendlich viel ansprechende und anspruchsvolle Musik, Musik, die sich lohnt, studiert zu werden.
Ich finde, alles worin sich Könner – oder Kennerschaft entwickeln kann, lohnt sich.
Gruß
Gerhard
[...] Was ist (deine) Lebenskunst? Fragt Claudia in ihrem digital diary. [...]
[16. September 2008 um 16:24 Uhr]Blogprojekt »Lebenskunst«…
Claudia Klinger von Digital Diary hat am 15-September-2008 ihre Leser dazu aufgefordert, eine ganz persönliche Lebenskunst der deutschen Weltöffentlichkeit zum Besten zu geben. Nun, dies ist mein bescheidener Ping:
Orientierungsrezept? Ich…
[16. September 2008 um 17:09 Uhr]Aufgelesen: 78…
• ‘Freier’ Zugang zum Internet – über Gebühr mißbraucht
[16. September 2008 um 18:50 Uhr]• Tips für Väter
• Wie man eine Ulfkotterei macht.
• Ostfriesland – Bayern 2:1
• Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst?
‘Freier’ Zu…
Mein ganzer Blog, besonders in der Kategorie “Philosophie” beschäftigt sich immer wieder mit Lebenskunst. Allerdings dränge ich hier keine Tipps auf. Man muss schon genau hinschauen, sonst übersieht man leicht Wichtiges. Der letzte Satz zum Beispiel kann bereits selbst als ein handwerklicher Tipp zur Lebenskunst gelesen werden.
[16. September 2008 um 19:30 Uhr]Hier will ich nur noch einen Wink geben. Er ist entlehnt von Foucault, dem Philosophen, der ausdrücklich vorgeschlagen hat, sich selbst als Kunstwerk zu begreifen. Damit verlässt er, was auf dem ersten Blick nicht einleuchtet, den üblichen Ausgangspunkt all der Bemühungen der Meisten, ihr Leben zu organisieren (Auch hier gab es bereits entsprechende Winke), nämlich er fordert, nicht der Stimme des Herzens zu folgen und hier die Wahrheit über uns zu vermuten. Kurz gefasst fängt für mich Lebenskunst damit an, die nahen Dinge nicht zu übersehen und ihnen, wie unsere Vorfahren “Seele” zuzutrauen. Dann zeigen sie sich ganz anders: wir treten ins Leben, statt daran vorbei zu rauschen, wie rasant auch immer.
Hallo Claudia!
Meine erste Regel ist Dankbarkeit für all das was ich “besitze” und auch für das, was mir im Moment eben nicht vergönnt ist.
Was hätte es mir genutzt, wenn ich in einem reichen Elternhaus geboren wäre, wie ich mich kenne hätte ich unter diesen Bedingungen niemals den Weg zu Gott gefunden, Das meine Dankbarkeit sich in Gottes Segen “auszahlt” und das oft tausendfach, ist meine täglich erlebte Lebenserfahrung.
Zudem sollte man sich ein erreichbares Ziel suchen und ständig vor Augen halten. Bitten und Beten gehören für mich selbstverständlich dazu.
Die zweite Regel ist: Monatliche Ausgaben ganz konsequent zu prüfen und nur die notwendigsten Vertrage abzuschliessen. Eine Haftpflichtversicherung, ein Handy-Vertrag und Internetverbindung reichen mir aus.
Als dritte goldene Regel habe ich mir eiserne Sparsamkeit angewöhnt um mein gesetztes Ziel zu erreichen.
Mein Ziel ist ganz einfach die Unabhängigkeit vom Stromerzeuger durch den Kauf einer Solaranlage, ein grosser Wohncontainer und ein günstiges, passendes Grundstück in Israel, irgendwo, wo es Gott gefällt.
So geht es Schritt für Schritt weiter; das wichtigste ist, den ersten Schritt auch zu tun und nicht müde zu werden auf diesem Weg. Darum nehme ich jeden 1 Eurojob an und trage zusätzlich noch Zeitschriften aus.
Meine Ernährung ist (seit den Gammelfleischskandalen) vegetarisch und durch Dienstleistungen anstelle von Barzahlung fast kostenlos, oder im Handel zum Herstellerpreis.
Zu meinen bisherigen Anschaffungen gehören 2 Solarmodule mit 55 WP, wobei ich diese Stückzahl auf 10 ergänzen muß um den nötigen Strom zu gewinnen, was zus. 4000Euro Kosten bedeuten und ein Power Terminal 2000 Spannungswandler, den ich bereits besitze. All das und die Euro, die mir zur Verfügung stehen, habe ich mir vom Mund abgespart und über Jahre hinweg auf jeden Luxus verzichtet.
Meine gesetzte Aufgabe dient nicht dem Eigennutzen, sondern meinem Leben einen gemeinnützigen, wirtschaftlichen Sinn zu geben. Wäre dem nicht so, hätte ich längst alle Selbstachtung verloren und könnte mich gleich “weghängen”
[16. September 2008 um 22:06 Uhr]In Israel, wo ich die letzten 7 Jahre verbracht habe und ich beide “Konfliktparteien” ins Herz geschlossen habe, droht bereits in Sachen wertvollem, lebenswichtigstem Trinkwasser, ein neuer Konflikt.
Jahr für Jahr sinkt der Wasserspiegel des See Genezareth bedrohlich ab.
Der See ist mit 212 m unter dem Meeresspiegel der tiefstgelegene Süßwassersee der Erde und durch ständige Abnahme des Wasserdruck, droht ein Zulauf salzhaltigen Meerwassers und somit eine Versalzung.
Dieses Feld will ich nicht länger Spekulanten überlassen, sondern mit allen meinen bescheidenen Mitteln selbst etwas unternehmen, um Not und Leid nach allen meinen Kräften abzumildern.
Ich bin 52 Jahre alt und sage Ihnen ehrlich, was ich bereits jetzt empfinde.
Unaufhaltsam rückt der Tag näher, der vor Keinem und vor Nichts halt macht und selbst den Stärksten in die Knie zwingt.
Rückblickend werde ich dann gefragt, was ich denn in meinem Leben so alles wohlbringend, gemeinnützig und selbstlos getan habe, weil allein das im Leben zählt.
Ich möchte dann nicht antworten müssen: Ich habe bis jetzt Summe X Euro nutzloses Geld gespart; sondern anstelle dessen und aus tiefster Seele heraus, ich habe mein Bestes versucht und alles mir Mögliche getan.
Seitdem ich über den eigenen Tellerrand blicke, stoße ich leider sehr oft, oder wie immer auf meine finanziellen Grenzen, trotzdem ich bereit bin wirklich Alles zu geben, denn Mitnehmen kann ich eh nichts.
Und wieder habe ich durch Gebet ein Etappenziel erreicht und kaufe mir in den nächsten Tagen ein Gerät zur Meerwasserentsalzung und Trinkwasseraufbereitung mit einer Leistung von 25 Litern pro Stunde. Davon werden viele Menschen profitieren und eine Erweiterung der Anlage strebe ich als nächstes Ziel an.
Weil es gemeinschaftlich schneller geht, mochte ich an dieser Stelle zum mitmachen einladen und ernstgemeinte Absichten an meine E-Mail-Adresse zu senden.
Ich schreibe das hier in der Hoffnung Menschen kennen zu lernen, die in ehrlicher Absicht mitmachen- und in dieses Projekt einsteigen wollen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang
Meine E-Mailadresse ist wolfgangpatzer@Yahoo.de
[...] will nämlich wissen, welches unsere Lebenskunst wäre und leitet dazu meiner Meinung nach optimal und aufwühlend in das Thema ein. Durch die Wahl der Worte und dem Inhalt fühle ich mich angesprochen und möchte [...]
[17. September 2008 um 07:17 Uhr][...] Was ist meine Lebens Kunst Claudia Klinger am 15. September 2008 [...]
[17. September 2008 um 13:45 Uhr]Ars vivendi…
Claudia Klinger fragte ihre Leser nach deren ganz persönlicher Lebenskunst. Spontan antwortete ich in einem Kommentar , was mir nach der Lektüre ihres Blogpostings als erstes in den Sinn kam. Doch je öfter ich in den letzten Tagen über ihre Frage….
[17. September 2008 um 15:17 Uhr]Meine Lebens"kunst" ist Authentizität!
Nicht zu verwechseln mit Individualismus, denn dieser ist in der Praxis relativ als Abgrenzung zum Rest der Welt geprägt und trägt sich dadurch nicht selbst. Meist kippt er schnell in selbstrechtfertigenden Egoismus ala "Ich sage nur, was ich denke und mache, was ich will".
Authentizität ist ehrlich, selbstreflektierend und absolut. Sie trägt sch selbst und Ihre beheimateten Werte und Ideen. Das macht zufrieden…wenn es zufrieden macht, die eigenen Werte auch konsequent tragen zu wollen.
Ist leider auch manchmal schwer einzuhalten…
[17. September 2008 um 16:28 Uhr]Liebe Claudia,
[18. September 2008 um 00:49 Uhr]vielen Dank für diese tolle Idee und das schöne Blogprojekt.
Meine Gedanken zum Thema Lebenskunst findest Du hier.
Sonnige Grüße aus dem momentan kalten Isartal,
besser und besser,
Gaba
@Wolfgang: deinen 2.Kommentar habe ich gelöscht und die Mailadresse in den ersten gesetzt. Ich denke, du hast hier genug Raum für deine Suche eingenommen – dies ist ein Blogprojekt zum Thema “Lebenskunst”, keine Kontaktbörse für Arbeitsprojekte und Lebensgemeinschaften. Wünsche dir, dass du findest, was du suchst!
[18. September 2008 um 08:08 Uhr][...] Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst? [...]
[21. September 2008 um 23:19 Uhr][...] http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2008/09/15/blogprojekt-was-ist-deine-lebenskunst/ [...]
[23. September 2008 um 02:58 Uhr]Falls der Trackback nicht funkioniert:
http://machine314.wordpress.com/2008/09/23/art-of-life-was-ist-lebenskunst/
Gruß Patrick
[23. September 2008 um 03:19 Uhr][...] Claudia gibt es eine Blogparade “Was ist (deine) Lebenskunst?” Wie gelingt es Menschen, in zunehmend unsicheren und ungewohnt bewegten Zeiten doch “guter [...]
[23. September 2008 um 12:18 Uhr][...] aber sonst noch vom modernen Wissensarbeiter erwartet wird, dass er nicht ausruht, sondern die kostbare Online-Zeit nutzt, um für seine Kunden da zu [...]
[23. September 2008 um 17:16 Uhr]Hallo C l a u d i a ,
habe lange gezögert, weil es so einfach ist
und sage es jetzt mit Goethe:
“Tages Arbeit, abends Gäste!
[23. September 2008 um 22:24 Uhr]Saure Wochen, frohe Feste!
Sei dein künftig Zauberwort.”
Gruß Hanskarl
Lebenskunst ist: Trotz allem “unbeschwert zu leben”. Lebenskunst ist sich zu befreien von alltäglichen Zwängen. Unabhängigkeit in den Vordergrund zu stellen. Autonom hat was mit Lebenskunst zu tun, meiner Meinung nach.
[24. September 2008 um 10:36 Uhr][...] soll gleichzeitig mein Beitrag zu Claudias Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst sein. Ich besitze da weder ein Rezept, noch lassen mich die sich ständig häufenden [...]
[24. September 2008 um 10:45 Uhr][...] Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst? [...]
[24. September 2008 um 11:06 Uhr]manueller trackback, weil sich der link nochmal geändert hat:
[24. September 2008 um 14:31 Uhr]http://caipi.limone.de/index.php/2008/09/24/was-ist-deine-lebenskunst/
Immer wieder aufstehen, wenn man mal ganz unten ist.
[24. September 2008 um 16:47 Uhr][...] Klinger hat einen recht anspruchsvollen Blogkarneval ins Leben gerufen: “Lebenskunst“: Greif dir die für dich wichtigsten und anregendsten Aspekte heraus und teile mit der [...]
[25. September 2008 um 14:52 Uhr][...] zu diesem Artikel stammt von Claudia Klinger, die auf Ihrem Blog zu diesem Thema ein interessantes Blogprojekt gestartet hat. Schauen Sie mal rein, was Sie und viele andere bereits dazu geschrieben [...]
[26. September 2008 um 07:16 Uhr]Hallo Claudia,
[26. September 2008 um 07:22 Uhr]wie versprochen habe ich zu Ihrem Thema einen Artikel verfasst. Ist etwas länger geworden, deshalb passt er nicht als Kommentar. Hier der Link dazu: http://tinyurl.com/4r4xgm
Hallo Claudia,
[26. September 2008 um 07:48 Uhr]wie versprochen hier mein Beitrag zu Ihrem Blogprojekt. Ist etwas länger geworden, deshalb passt er nicht als Kommentar. Hier der Link: http://tinyurl.com/4r4xgm
[...] Nachdem Claudia Klinger hier das Blogprojekt gestartet hat und ich hier und hier meinen Senf dazu gegeben habe (so sagt man bei [...]
[26. September 2008 um 13:14 Uhr][...] Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst? [...]
[27. September 2008 um 09:39 Uhr]Hallo liebe Claudia :)
Lebenskunst ? Tolles und interessantes Thema. :)
Ich betreibe ein kleines Forum, das da heisst Kunstchalet- Dein Leben als Kunstwerk.
Hab mir damals bei Entstehung natürlich auch mit meinem Lebensgefährten Gedanken darüber gemacht, was “Lebenskunst” eigentlich ist.
Und dann möchte ich mal meine ureigenste und persönlichen Gedanken zur “Lebenskunst” beschreiben.
Das Leben als “Kunstwerk” zu sehen, ist vielleicht die einzige Variante um nicht irgendwann im Irrenhaus zu landen. *zwinker*
Kunst bedeutet auch variantenreich zu improvisieren, sprich :
Alles was einem widerfährt mit einem Zwinkern im Auge zu betrachten und das beste daraus zu machen.
Wenn nicht so, dann eben anders….
Mein Wahlspruch zur Zeit. ;-)
Im Grunde ist jeder Mensch ein Künstler, auch wenn es vielen nicht bewusst ist. Und wenn ich mir die ganzen vielfältigen Blogs und Antworten zu diesem Thema anlese, sehe ich doch wieder genau das:
[27. September 2008 um 21:23 Uhr]Viele Gedanken, viele inspirende Ideen und Konzepte, Lebensphilosophien, die sich zu vielen abstrakten Bildern zusammensetzen.
Kunstwerke eben…. :-)
PS. Ich vergöttere deinen Blog, Claudia… ;)
Ein schönes Blogprojekt, die verschiedenen Gedanken über Lebenskunst lesen und selbst dazu einige Gedanken beifügen.
Vielen Dank und liebe Grüsse
Marina
http://marinagrogger.blog.de/2008/09/27/personliches-blogprojekt-lebenskunst-4789037
[27. September 2008 um 22:30 Uhr]Lebenskunst…
Claudia Klinger hat in ihrem Digital Diary das Blogprojekt Lebenskunst gestartet.
[28. September 2008 um 18:28 Uhr]Lebenskunst? Ein Blick auf Wikipedia verrät, dass sich bereits die Philosophen der Antike mit dem Thema befassten. Die Gestaltung des eigenen Lebens beschäftigt die M…
Mensch das ist doch mal ein unheimlich inspirierender Blog, weiter so!!
[29. September 2008 um 11:47 Uhr][...] zu diesem Artikel stammt von Claudia Klinger, die auf Ihrem Blog zu diesem Thema ein interessantes Blogprojekt gestartet hat. Schauen Sie mal rein, was Sie und viele andere bereits dazu geschrieben [...]
[29. September 2008 um 19:20 Uhr][...] Was ist (deine) Lebenskunst? [...]
[30. September 2008 um 12:46 Uhr][...] letzten Augenblick habe ich das Blogprojekt von Digital Diary entdeckt, an dem ich gern teilnehmen möchte Was ist eigentlich “Lebenskunst” ? Das ist [...]
[30. September 2008 um 14:58 Uhr]Hallo Claudia,
mit den Trackbacks will das bei mir leider nicht klappen. Ich wähle daher diesen Weg, um mich für diese Blogparade zu bedanken. Welchen Reflexionsprozess es bei mir in Gang gesetzt hat und was ich dadurch Kostbares für mein Leben erfahren habe, ist in nachstehendem Beitrag zu lesen.
http://ver-rueckt.net/?p=1227
Herzliche Grüße
[30. September 2008 um 15:09 Uhr]Christa Schwemlein
[...] Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst? [...]
[2. Oktober 2008 um 01:23 Uhr][...] zu diesem Artikel stammt von Claudia Klinger, die auf Ihrem Blog zu diesem Thema ein interessantes Blogprojekt gestartet hat. Schauen Sie mal rein, was Sie und viele andere bereits dazu geschrieben [...]
[3. Oktober 2008 um 17:56 Uhr][...] interessante und zugleich fordernde Blogparade von Claudia Klinger ist beendet. Das Ergebnis liefert Claudia in einer straffen Zusammenfassung, in [...]
[3. Oktober 2008 um 20:15 Uhr][...] ist erstaunlich wie viel Resonanz dieses Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst? erhalten hat. Im Blog Yoda Blogprojekt: Was ist (deine) Lebenskunst? [...]
[9. Oktober 2008 um 17:35 Uhr]Lektion Leben…
Wie soll man sein Leben leben? Eine gewichtige Frage, auf die es vielleicht nicht die eine, passende Antwort gibt.
Aber es gibt einen Vortrag, den man sich dazu anschauen sollte. Es ist der Vortrag von Randy Pausch. Randy war Dozent für Informatik,…
[12. Oktober 2008 um 10:52 Uhr]Was ist deine Lebenskunst?…
Claudia Klinger fragte neulich: “Was ist deine Lebenskunst?”, und inzwischen sind die ersten Beiträge online, sehr schöne Beiträge, die zu ebenso schönen Blogs führen.
[11. Juni 2009 um 16:15 Uhr]Denkanstoß genug, zu überlegen, was i…