Thema: Weltgeschehen

Claudia am 17. März 2009 — 11 Kommentare

Finanzkrise – müssen wir uns fürchten?

Da man im Internet äußerst unterschiedliche Einschätzungen zur weiteren Entwicklung lesen kann (bis hin zu Untergangspropheten, die allen Ernstes zur Bewaffnung raten), frage ich immer mal wieder mir persönlich bekannte Menschen aus anderen Ecken der Welt nach ihrer Sicht der Dinge.

Zum Beispiel Peer, meinen lieben Freund in Phnom Penh, der in Kambodscha an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes mitarbeitet. Ich wollte wissen, ob er vielleicht Gründe sieht, meinen nächsten Besuch bei ihm vorsichtigerweise ausfallen zu lassen. Mit seinem Einverständnis zeige ich hier seine Antwort auf meine Mail, in der ich ihm auch allerlei besonders „katastrophische“ Webseiten, die sich fast genüsslich dem Ausmalen zivilisatorischer Zusammenbrüche widmen, zeigte. Weiter → (Finanzkrise – müssen wir uns fürchten?)

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Claudia am 16. März 2009 — Kommentare deaktiviert für Anstatt eines weiteren Beitrags zur Sache

Anstatt eines weiteren Beitrags zur Sache

Hannos Blog: Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen die Abendnachrichten.
„Sollten Sie sich zu Hause nun Gedanken über Ihre oder unsere Verantwortung machen, können wir Sie beruhigen – der Täter war anders als wir, deshalb kann die Gesellschaft keinerlei Mitschuld an dieser schrecklichen Tat treffen. Auch unsere Berichterstattung hat sicherlich keinen Einfluss auf spätere Nachahmer.“ Weiter → (Anstatt eines weiteren Beitrags zur Sache)

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Claudia am 14. März 2009 — 7 Kommentare

Erste Erinnerung

Es war ein sonniger, warmer Tag. Meine Mutter hatte mich bäuchlings auf eine Wolldecke gelegt, denn ich konnte noch nicht sitzen oder gar stehen. Ich bewegte den Kopf und damit änderte sich zu meiner Freude auch der Ausschnitt der Welt, den ich erblickte: ein Stück Steinmäuerchen, das die Nische mit Parkbank umgrenzte. Die Schatten nahe stehender Büsche tanzten auf den Steinen, alle Farben – z.B. die roten und blauen Karos auf meiner Decke – leuchteten intensiv. Ich spürte die Wärme der Sonne wie ein Streicheln, doch all das war es nicht, was mir den ersten Euphorie-Schub meines kurzen Lebens verschaffte. Ich hatte keine Worte für das, was ich erblickte, doch bemerkte ich auf jener Parkbank zum ersten Mal: ICH BIN! Weiter → (Erste Erinnerung)

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Claudia am 12. März 2009 — 22 Kommentare

Und Psychologen stehen bereit

Eigentlich will ich gar nicht schreiben, denn damit werde ich zum Teil der medialen Verarbeitungsmaschine, die „Amok-Läufe“ gierig aufsaugt wie Manna, das vom Himmel fällt. Doch Schweigen geht auch nicht, denn die Überschrift des letzten Beitrags („Magazin für Lebenslust“) wirkt angesichts der Ereignisse höhnisch und ignorant, ich kann’s gar nicht ansehen!

Erst ab dem späten Nachmittag hatte ich gestern mitbekommen, was die Stunde in Winnenden geschlagen hatte. Ich verfolgte die Berichte, die Nachrichtensendungen, die „Specials“ und abends dann die Sendung „Hart aber fair“, in der sich die üblichen Experten zur Sache und möglichen Ursachen äußerten. Anders als sonst zeigte der Sender (weil es ja schon entsprechend spät war) so manche Gewaltszene aus Computerspielen, dazu das „Amok-Video“ eines Rappers und verherrlichende Videos über die Täter der Vergangenheit: Erfurt, Columbine…. Weiter → (Und Psychologen stehen bereit)

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Claudia am 04. März 2009 — 20 Kommentare

Welt erkennen – ja wie denn?

Noch nie gab‘ es so viele Möglichkeiten sich zu informieren wie heute. Wenn ich morgens den PC einschalte, schaue ich kurz auf die Themen der klassischen Medien SPON, FAZ, ZEIT, SZ, TAZ, dann auf den „Memetracker“ Rivva mit den aktuellen Beiträgen aus der Blogger-Szene. Und zuletzt sind die ellenlangen News auf Net News Global dran, die ich auch noch kurz überfliege: Hier geben sich sämtliche Apokalyptiker, Verschwörungstheoretiker und Weltuntergangs-Propheten ein Stelldichein – vermischt mit durchaus seriösen Nachrichten vertrauenswürdiger Quellen aus den Weiten des Webs.

Wenn’s mir dann noch nicht reicht, gibt’s ja noch Yigg und Wikio, die Nachrichten und Beiträge einerseits von Menschen, andrerseits von Programmen zusammen stellen lassen. Und auf Twitter lese ich zwischendurch Meldungen wie „So auf zur #Cebit“ und „Vergessen Frühstück vorzubereiten. mist.“ Weiter → (Welt erkennen – ja wie denn?)

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Claudia am 28. Februar 2009 — 3 Kommentare

Web 2.0: Ja verdammt, wo bleibt die Rendite?

Da wurde, wie ich auf Riva mitbekam, die „Konferenz Web 2.0 Expo Europe“ von den amerikanischen Veranstaltern abgesagt, weil die sich so einen Event in der Krise nicht mehr leisten können. Und das Handelsblatt-Blog schreibt dazu:

„Wohlgemerkt: das ist jetzt keine Häme gegen die Web-2.0er. Aber es wird immer klarer, das Web 2.0 eben nicht die Antwort war, auf die alle gewartet haben. Das letzte erfolgreiche Geschäftsmodell aus dem Valley war Google. Die sind nun mal so richtig 1.0ig. Facebook? Myspace? Twitter? Publikumserfolge, ja. Unbestritten. Aber where’s the beef? Die Frage wird immer lauter.“ Weiter → (Web 2.0: Ja verdammt, wo bleibt die Rendite?)

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Claudia am 26. Februar 2009 — 11 Kommentare

Finanzkrise: Wann kommt der Google?

Dass es – zumindest virtuell – viel zu viel Geld gibt, das in keiner Weise mehr mit Waren und Dienstleistungen abgedeckt ist, entnehme ich den vielfältigen Infos und Erläuterungen der letzten Monate. Eigentlich müssten die Geldbesitzer bzw. die Eigner der zunehmend uneinbringlichen Forderungen (faule Kredite, toxische Papiere etc.) neun Zehntel ihrer prekären Werte VERNICHTEN, damit das Ganze wieder ein wenig ins Lot kommt – aber sowas macht natürlich niemand freiwillig.

Also versucht man, all das Problematische unter den Teppich zu kehren, bzw. in „Bad Banks“ auszulagern, um zumindest Zeit zu gewinnen. Ob das unter verstaatlichten oder privaten Rahmenbedingungen stattfindet, ist im Grunde egal: im ersten Fall haftet der Steuerzahler direkt, im zweiten Fall indirekt, denn die Realwirtschaft befindet sich ja quasi in Geiselhaft des Finanzsystems. Die Banken müssen gestützt werden, da scheinen sich alle einige zu sein, die nicht auf einen totalen Crash spekulieren – und den finden eigentlich nur Leute spannend, die immer schon nur Gift & Galle auf alles Bestehende sprühen. Weiter → (Finanzkrise: Wann kommt der Google?)

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Claudia am 24. Februar 2009 — 6 Kommentare

Politiker: Zum Beispiel Steinmeier

Walter Steinmeier repräsentiert für mich noch ein Stück mehr den Politiker der Zukunft als Typen wie Merkel, Schröder und Fischer. Schon diese unterschieden sich ja stark von heute nostalgisch beweihräucherten Legenden wie Helmut Schmidt, die noch den Eindruck vermittelten, sie wüssten, wohin die Reise gehen soll: es waren und sind interaktive Politiker, deren Job es ist, den sich im ständigen Interessenkampf heraus kristallisierenden „machbaren Kompromiss“ zu entwickeln und umzusetzen. Sie haben kein Programm, sondern machen, was geht.

Und je nachdem, wieviel Wind eine gesellschaftliche Gruppe oder Lobby um ihr Anliegen zu entfachen vermag, desto mehr wird diesem Interesse entsprochen – sei es wegen der aufgebauten Drohkulisse im Falle der Weigerung, sei es aufgrund der Mobilisierung „gefühlter Mehrheiten“ über die Medien. Integere Charakterköpfe mit eigener Meinung wären da nur hinderlich: sie müssten ja dauernd zurücktreten, wenn der Wind wieder aus der anderen Richtung bläst und sie nicht hinter dem stehen könnten, was sie in ihrer Position abzusegnen haben. Weiter → (Politiker: Zum Beispiel Steinmeier)

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