Claudia am 24. Februar 2026 — 0 Kommentare

KI-Nutzung im Alltag: Zeit sparen und Textbrücken bauen (Videos)

Was ich in den aktuellen Debatten um die KI-Nutzung immer wieder bemerke: Die jeweiligen Meinungen, Urteile und Vorurteile der Beteiligten sind ganz wesentlich von den je eigenen Erfahrungen bestimmt. Und die sind SEHR UNTERSCHIEDLICH.

Manche haben nur wenig ausprobiert und sich dann gleich abgewendet, haben also garnicht mitbekommen, wie extrem sich die Modelle entwickelt und auch verbessert haben. Bei Softwareentwicklern gibt es Begeisterte und Kritiker/innen, je nachdem, wie es ihnen gelingt, ihre Arbeit mit KI zu verbessern oder eben nicht. Zudem gibt es Unterschiede zwischen den großen LLMs, ebenso wie in der Art der Nutzung: kostenlos, Pro- oder Plus-Account, gar so ein teures Mega-Abo für Unternehmen, das Zugang zu Top-Modellen und vorgeformten “Agenten” bietet.
Das alles hat großen Einfluss auf die persönliche Meinung zur KI, deren Grundlagen in den Diskussionen aber meist nicht zur Sprache kommen. Und was häufig kritisiert wird, lässt sich lange schon abstellen, z.B. hab‘ ich im Zuge eines Chats mit Gemini einen Antwortstil vorgegeben, den die KI nun meistens (aber nicht immer) berücksichtigt.

Pro Austausch: Was machen wir mit KI im Alltag?

Wegen alledem finde ich es nützlich und hilfreich, dass viele von ihren KI-Nutzungen im Beruf und im Alltag berichten. Das ist nicht nur als Hintergrund von Meinungen gut zu wissen, sondern vermittelt auch Anwendungsfälle, auf die ich noch garnicht gekommen bin. Gerne berichte ich deshalb über eigenen Nutzungen, die sich derzeit wieder geändert haben: Perplexity (Pro-Account) besuche ich nur noch, wenn ich Auftragsartikel zu immer wieder ähnlichen Themen schreibe, denn dort liegen Beispieltexte, die Claude Sonnet 4.5 „meinen Stil“ beibringen. Für alles andere nutze ich jetzt Gemini, das seit weiß-nicht-mehr-wann in den Firefox-Browser integriert ist und dadurch viel spontaner nutzbar ist. Alsdenn, hier ein paar Beispiele:

Zeit sparen mit Gemini: Kampf dem Clickbait

Wie jeden Tag die Morgenroutine: Google News, Rivva, Blogroll – dann aber auch Youtube (Premium-Account, werbefrei), wo ich vielen Kanälen folge, teils wegen der erstaunlichen Info-Dichte, teils aus Interesse am Thema. Aber: Videos schauen passt nicht in meine Morgenroutine, soviel Zeit will ich jetzt nicht opfern. Also beschäftige ich GEMINI („Fast“) und formuliere eine erste Anfrage zum Video „Google empfiehlt Malware: Falsche KI-Tools stehlen eure Daten

„Liste und bewerte die Aussagen in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=MXVsWTyzMCc

Geminis Antwort ist wirklich beunruhigend! Weil ich nicht mehr sicher bin, wie Gemini selbst „in meinen Browser gekommen“ ist, enthält die Antwort auch dazu meine Nachfrage – zum Glück ist Gemini „echt“! :-).

Auf diese Weise kann ich die Infos aus sechs bis zehn Videos binnen kürzester Zeit zur Kenntnis nehmen, die mich ansonsten Stunden gekostet hätten.

Natürlich mache ich das nicht mit allen so, denn einige höre und sehe ich gerne in voller Länge!Warnhinweis: Das „Listen und Bewerten“ und jede Art Zusammenfassung gelingt nur, wenn ein Transscript vorhanden ist. Ist das nicht der Fall, halluziniert sich Gemini etwas aus den Metadaten und Wahrscheinlichkeiten zusammen!

Kommunizieren: Textbrücken bauen

Nebenbei fand ich gestern – ebenfalls morgens –  auf Youtube ein Interview mit Kelly Boesch, deren AI-Art ich bewundere. Kurz reingesehen und auf später vertagt (ist mehr was fürs Sofa/TV). Immerhin teilen kann ich es schon mal, logge also auf X ein und finde dort unter Mitteilungen eine Antwort von Geist & Gegenwart auf meine Frage: “Alles schön, aber woher kommt das Einkommen, damit die Leute ihre Festkosten zahlen und konsumieren können?– das hatte ich zu Bedenken gegeben, als jemand euphorisch das Verschwinden der Arbeit dank KI feierte.

Gilbert (G&G):

„Bürgergeld? Was mich auch umtreibt: Wie werden ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung die Sozialkassen unterhalten, wie wird Rente, Gesudheitssystem, Sozialhilfe etc. finanziert?…“

Jetzt erinnere ich mich an das ellenlange Interview mit Ferdinand von Schierach, der (neben vielem Anderen) eine neue Idee zur Rentenfinanzierung zum Besten gab. Aber wo in diesem 2,2 Stunden langen Video, das ich letzte Nacht nicht mehr ganz geschafft hatte? Gemini hilft, ich lasse sie nach der Stelle suchen, den Vorschlag zusammenfassen und kann nun „punktgenau informativ“ antworten:

Re: „So schnell das alles auch geht, passiert es doch nicht von heute auf morgen. Rentenfinazierung: Idee von Schierach, mal was Neues: https://gemini.google.com/share/94d6b2684e2f (der Video-Titel ist Clickbait, irrelevant, macht nur 1 winzigen Bruchteil des Interviews aus)“

Ich hätte auch nur den Link zur entsprechenden Minute im Video posten können, aber meine Erfahrung zeigt: Wer gerade lesend unterwegs ist (wie Du jetzt), ist nur selten bereit, spontan auf Video umzusteigen. Toll, dass ich dank Gemini jetzt eine Text-Brücke bauen kann.

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Und Ihr? Schreibt gerne in die Kommentare, wofür Ihr KI im Alltag nutzt!

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