Claudia am 02. Oktober 2012 — 7 Kommentare

Vom Altern mag man nicht lesen

Nun ja, manch einer schon: So ca. 20 bis 50 Leser pro Tag verirren sich immerhin auf mein Blog zur „Kunst des Alterns“. An den Artikeln liegt es nicht, denn die halten die Leser vergleichsweise lange auf der Seite: nur 51% klicken gleich wieder weg, was ein sehr guter Wert ist (auf unverbissen-vegetarisch.de und im wilden Gartenblog sind das z.B. über 70%). Weiter → (Vom Altern mag man nicht lesen)

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Claudia am 14. August 2010 — 53 Kommentare

Engagement und Alter: eine persönliche Geschichte

Zwischen 15 und 25 fand um mich herum der große Umbruch statt. 1968 war ich 14 und mein Vater sorgte sich, weil ich „Gammler“ (und bald darauf Hippies) spannend fand. Die saßen im Stadtpark, wo Rasen betreten eigentlich verboten war, spielten Gitarre, sahen wild aus und ließen den Joint kreisen. Wir Gymnasium-Girlies gesellten uns manchmal dazu, träumten von einem schulfreien Leben, von Reisen nach Indien und – tja, Freiheit halt, es war gar nicht nötig, so ganz genau zu wissen, was man wollte. Die alte Welt war in Bewegung geraten und wir wollten einfach mit.

Studentenproteste, APO, SDS und all das „Politische“ jener Zeit berührte mich nur am Rande – ich verstand es noch nicht wirklich, fand den Wirbel aber toll, denn es war offensichtlich etwas, worüber die Eltern sich aufregten. Ich machte brav Abi (immerhin mit Hauptfach Kunst!), studierte ein wenig suchend herum, wohnte endlich alleine, bezog BAFÖG und interessierte mich weit mehr fürs andere Geschlecht als für Politik. Weiter → (Engagement und Alter: eine persönliche Geschichte)

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Claudia am 20. Februar 2010 — 15 Kommentare

Begeisterung und ihre Verknappung im zunehmenden Alter

„Die Vernunft erscheint im Leben zuletzt; je mehr sie erkennt, je reifer sie wird, umso mehr lassen Gefühl und Einbildungskraft nach, jene beiden Kräfte, denen jede nachhaltige Initiative und jede echte Begeisterung entstammt.“ – Francesco de Sanctis, Über die Wissenschaft und das Leben

„Begeisterung ist eine Jugendkrankheit; heilbar durch Reue in kleinen Dosen, verbunden mit äußerlicher Anwendung von Erfahrung.“ – Ambrose Bierce, The Devil’s Dictionary

Diese Zitate fand ich gestern bei wikiquote.org, als ich mal schauen wollte, was so alles zum Thema „Begeisterung“ gesagt wurde. Natürlich stehen dort auch noch andere Sprüche, die mit mehr Begeisterung von der Begeisterung handeln, doch diese beiden entsprechen ziemlich gut meiner aktuellen Stimmung. Weiter → (Begeisterung und ihre Verknappung im zunehmenden Alter)

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Claudia am 25. April 2009 — 13 Kommentare

Hospiz: Stirb schneller, Alter!

Unglaublich, heut bin ich auf einen kleinen Bericht im Gemeinsam leben Weblog gestoßen, der mir echt die Schuhe auszieht!

Ein Bekannter des Autors kam zum Sterben in ein Hospiz. Normalerweise denkt man ja: ein Glück für denjenigen! Da kann er in Ruhe und Frieden bei guter Pflege seine letzte Zeit verbringen – aber Pustekuchen, das finale Glück ist befristet, nämlich auf genau drei Monate:

„Nach 3 Monaten lebte er immer noch. Schon in den letzten Tagen seiner Frist wurde die Ausweisung betrieben – irgendwo anders hin, aber dort musste er raus. Ein hinzugezogener Arzt gab ihm noch eine Woche. Am nächsten morgen war er tot. Er hatte sein letztes Limit um einen Tag überzogen.“

Was wäre passiert, wenn er nun nicht gestorben wäre? Und: hätte er vielleicht noch ein paar Wochen länger gelebt, wenn es die Frist nicht gegeben hätte??

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Claudia am 29. Dezember 2008 — 22 Kommentare

Vom Altern

Alt werden verbinden die meisten Menschen mit dem körperlichen Verfall: allerlei Zipperlein stellen sich ein, die Figur verändert sich (noch weiter) weg vom jugendlichen Ideal, das Gesicht wird faltiger und die Kräfte lassen nach. Ein paar chronische Krankheiten kommen hinzu und am Ende vegetiert man als Pflegefall im Heim – wenn man nicht grade Helmut Schmidt heißt und als Hoffnungsträger der rauchenden Klasse fröhlich die nächste Zigarette in die Kamera hält. Weiter → (Vom Altern)

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Claudia am 20. Mai 2008 — 16 Kommentare

Das Alter – ein Schröckensgespinst?

Da schreibt mir ein alter Bekannter auf die Frage, wie es ihm geht: „Es kommt jetzt das Schröckensgespinst „Alter“ mit größeren Schritten angelaufen, lässt sich nicht mehr
leugnen. Aber davon abgesehen ist alles schön.“

Eigentlich ein ganz normaler Satz – und gerade deshalb stutze ich und bin wieder mal ein wenig erschüttert, wie sehr das Alter doch in Verruf ist. In diesen jugendwahnsinnigen Zeiten erscheint es als absoluter GAU, als finales Stranden in einer Art Hölle, an die man lieber gar nicht erst denkt, vielleicht in der irrationalen Hoffnung, es werde einen nicht treffen. Ähnlich wie Kinder, die die Hand vor die Augen halten und meinen, dann nicht gesehen zu werden. Weiter → (Das Alter – ein Schröckensgespinst?)

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