Claudia am 22. August 2026 — 11 Kommentare

Update: Die größten Nervereien beim Kommentieren

Weil ich gerne in Blogs kommentiere, begegne ich fast täglich den Hindernissen, die dem entgegen stehen: Mal nervt es nur, mal verschwindet jede Lust, an der Idee, im jeweiligen Blog zu kommentieren. Und ja, über dieses Thema hab‘ ich schon öfter gebloggt. Weil mir aber zur Zeit eher mehr Hindernisse als weniger begegnen und ein Kommentar von mir grade dreimal aus undurchsichtigen Gründen abgelehnt wurde, wiederhole ich mich gerne. Ist ja mein Blog, da darf ich das! :-)

Hier folgen also DIE nervigsten Hindernisse, die MIR täglich begegnen – dieses Mal ist es keine Zusammenstellung häufiger Kritiken durch KI, die ich auch schon mal dazu befragt hatte. Los gehts:

  • Der GAU: WordPress lehnt meinen Kommentar ab mit der Meldung: „Nonce-Überprüfung fehlgeschlagen“ – ich hab mir das von Gemini erklären lassen – der Blogger, bei dem das zuerst passierte, weiß von nichts. Und grade eben wieder bei einem anderen Blog, mehrere Versuche, immer abgelehnt! Dieses Mal war der Kommentar sogar recht kurz, an der Länge liegt es also nicht.
  • Genauso schlimm: WP meldet, ich hätte das Captcha (mathematisch) nicht richtig beantwortet – was aber nicht stimmt, jedoch begrenzt das System die Zeit, in der das Captcha gilt. Schreibe ich länger oder überlege zwischendrin, läuft die Gültigkeit ab, ohne dass das erkennbar wird. Folge: Nicht nur wird der Kommentar abgelehnt, beim „Zurück“ ist er dann auch komplett verschwunden.
  • Häufig: Mein Kommentar verschwindet ohne irgendeine Meldung, dass er z.B. in Moderation sei.
  • Auch häufig: Fehlende Abo-Möglichkeit für Folgekommentare, die ich gerne nutzen würde, um nicht immer wieder vorbei surfen zu müssen, um zu sehen, ob es eine Antwort gibt (es gibt dafür Plugins).
  • Eher selten: Kommentar erscheint nicht, wird aber gezählt, z.B. „3 Kommentare“, sichtbar sind nur zwei, der dritte muss meiner sein, der „verschwunden“ ist – das ist ein Cache-Problem, was sich im Maildialog mit dem Blogger herausstellte.
  • Zwang zur Registrierung: Wo ich mich erst anmelden muss, kommentiere ich in der Regel nicht.
  • Anmeldung nur über Plattformen (FB, Google) oder Disqus: Nein danke, die müssen nicht alle meine Kommentare sammeln! 
  • Fehlende Formatierungsmöglichkeiten:  Fett, kursiv, Zitat – das ist optisch eine schöne Verbesserung. (Plugin: Comment Edit Core). Wirklich nervig ist das Fehlen der Verlinkungsmöglichkeit: Weil ich dann nicht weiß, wie das System URLS handhabt: ist HTML ok? Oder wird dann der Code (a href.. ) abgebildet? Setzt es einkopierte Netzadressen automatisch als Link um oder nicht? Früher stand unter jedem Kommentarfeld, welche HTML-Tags man nutzen kann. Seit HTML-Grundlagen nicht mehr vorausgesetzt werden können, gibt es keinerlei Hinweise mehr.
  • Kommentieren unmöglich: Blogg doch selbst, steht dann z.B. da. Ok, alles klar, ich lese dann aber auch nicht mehr mit. Für mich sind Blogs die einzig verbliebenen Medien, wo noch gute Gespräche möglich sind – keine Wandzeitungen.

Vielleicht wäre es hilfreich, wenn die Betreiber/innen eines Blogs gelegentlich die Kommentarfunktion selbst testen würden, um zu sehen ob und wie es funktioniert (nicht eingeloggt natürlich!)

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Diskussion

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11 Kommentare zu „Update: Die größten Nervereien beim Kommentieren“.

  1. Auch noch Nervpunkt beim Kommentieren. Wenn der Artikel nichts hergibt. Wenn es einfach das hunderste Mal das gleiche Thema ist, über das sich aufgeregt wird. Überschrift, erster Abschnitt, ich komm nicht mal mehr bis zum Kommentar. Geht vielen sicher bei meinen Artikeln auch so, entschuldigt.

  2. Du fällst halt ein wenig „aus der Zeit“. ;)

    Ich erinnere mich noch an 2007, wo es viele Blogs mit sehr vielen Kommentaren und häufig interessanten Meinungen oder Diskussionen gab. Dadurch lernte man rasch andere Blogger kennen, private und berufliche Netzwerke entstanden und viele Zugriffe kamen aus diesem Bereich auf die eigene Website, für jene, denen das beruflich oder privat wichtig war.

    Anno 2026 sind Blogkommentare und -kommentatoren die letzten Briefmarkensammler, die sich und einander im kleinen Vereinszimmer im aufgelassenen Bahnhofsgebäude treffen. Einmal wöchentlich. Jeder hat schon alles. Es ist schon alles gesagt, seit 20 Jahren. Die Welt hat sich weiter gedreht.

  3. @Holger: danke für deinen Kommentar! Zum Glück ist eine Themenwiederholung hier ein Einzelfall – nach dem morgendlichen Lesefrust wegen der angesprochenen Bugs war ich so derart motiviert, das zu verbloggen, dass ich garnicht daran dachte….

    @Patrick: danke auch Dir für deinen witzigen Kommentar! Musste wirklich grinsen, das mit der Briefmarkensammelei… :-))) Deinen Eindruck teile ich natürlich nicht, denn tatsächlich erscheinen ständig jede Menge sehr unterschiedliche Blogposts (z.B. hier, hier, und hier) – darunter etliche, die quasi „kommentierfreundlich“ schreiben, sodass auch Gespräche entstehen. Ich kann mich hier über mangelnde Teilnahme nicht beklagen – und das bei geringer Reichweite, die so ein Mischthemenblog nun mal heute hat!

    Es ist schon alles gesagt, seit 20 Jahren. Die Welt hat sich weiter gedreht.“ Mit so einem Statement wirkst jetzt aber DU wie ein Methusalem! :-) Hier und anderswo gibts regelmäßig aktuelle Themen, zu denen schon mangels Zeitablauf nicht alles gesagt sein kann!

  4. Hallo Claudia,
    ich selber liebe die Möglichkeit, unter Blog-Beiträgen anderer Kommentare zu hinterlassen und so miteinander ins Gespräch zu kommen! Zeitgleich habe ich mich gerade vom letzten Punkt deiner Liste ertappt gefühlt. In meinem Blog gibt es keine Möglichkeit Kommentare zu schreiben – abgesehen davon, mir per E-Mail Feedback zu geben, was ich dann ggf. in den Blog einbauen kann.
    Dass ich kein WordPress einsetze, macht mich (zumindest gefühlt) ein wenig zum Außenseiter. Ich mag es, dass mein Blog einfach ein Haufen statischer HTML-Dateien ist, die ich mit Hugo generiere, und so das „Angriffsrisiko“ stark eingeschränkt ist.

    Ich überlege trotzdem immer mal wieder, eine Kommentar-Funktion einzubauen. Ich glaube das würde das Community-Gefühl noch mal verstärken. Danke für deinen Input im Beitrag und dem Auflisten möglicher Fallstricke. :)

    Viele Grüße,
    Marius

  5. Anno 2026 sind Blogkommentare und -kommentatoren die letzten Briefmarkensammler, die sich und einander im kleinen Vereinszimmer im aufgelassenen Bahnhofsgebäude treffen.

    Ja, @Patrick Jobst, da ist was dran.
    Aber ich bin bekennender Nerd, das sieht man an meinen Hobbys Insektenfotografie, Schach, Zeichnen, Keramik und…Bloggen.
    Das einzige Dumme dabei ist, daß sich Schachler selten auf Musikevents wiedersehen, auch Schmetterlingsnachsteller wirst Du dort nicht finden oder aus Versehen.
    Aber das Komische ist doch, daß es Leute gibt, die viel Zeit in sozialen Medien verbringen und dennoch auch Leute satt offline treffen und über Gott und die Welt diskutieren. Wie könnte man die einordnen?!

  6. […] meiner Kommentarmöglichkeit hier am Blog durchaus bewusst, deshalb habe ich Claudias Post zu den den größten Nervereien beim Kommentieren mit großen Interesse gelesen. Gehen wir’s […]

  7. Bei einigen Punkten musste ich echt schmunzeln. Gerade wenn man sich Mühe mit einem Kommentar gibt und dann irgendwo an einer technischen Hürde hängen bleibt, ist das schon nervig. Liebe Grüße

  8. Mein Blog (unterschiedliche Iterationen davon) gibt es seit 2002 und in den ersten 10-15 Jahren gab es da auch immer viele Kommentare, eine eigene kleine Community. Irgendwann ist das aber immer weniger geworden, bestimmt auch, weil ich selbst Zeiten hatte, wo das Blog monatelang brach lag.

    Ich hatte immer wieder testweise mal Kommentare aktiviert, in den verschiedenen Blog-Systemen, die ich so verwendet habe, aber eine Diskussion kam da in den seltensten Fällen zustande. Liegt bestimmt an meinen Artikeln, okay. Ich fand das irgendwann auch nicht besonders dolle, das da immer 0 Kommentare stand und hab Kommentare vor einigen Jahren selbst abgestellt und seitdem ist es mir auch egal.

    Ich bekomme immer mehr Feedback im Fediverse oder auch auf Bluesky, das ist viel direkter und ich kann auch direkt antworten. Find ich eigentlich gut und hat auch bei mir dazu geführt, das ich Bloggern auf ihre Artikel am ehesten im Fediverse antworte. IMHO gehören Gespräche auch dorthin, dafür ist das gesamte System ausgerichtet. Das merkt man immer dann, wenn man mal sein Blogsystem wechselt und die Kommentare einfach nicht mitkommen können. Alles bleibt identisch, Layout, URL … nur die Kommentare sind weg.

    Ich hab kürzlich erst überlegt, ob ich die Kommentare aus dem Fediverse und Bluesky wieder in meinen Blog hole, aber wenn ich mal keinen Kommentar habe (was gerade bei Shortposts häufig vorkommt), dann steht da wieder diese 0 und direkt im Blog kann man schlecht kommentieren, wenn man keinen Fediverse oder Bluesky-Account hat. Das ist also auch keine wirklich gute Lösung.

    Wie man es dreht und wendet, es gibt keine perfekte Lösung :)

  9. @Marius: jaaaa, mach mal! Bei Dir hätte ich schon öfter mal kommentieren wollen.. Bezübl. meinem WordPress hab ich mir immer gedacht: Was soll MIR schon passieren durch einen „Angriff“? Wohl nicht mehr als das, was mir ständig passiert, indem jemand meine Mailadresse als Absender für Spam nutzt…

    Bei benedict.io steht jetzt über dem Kommentarfeld: HTML erlaubt! Super!

    @Michael: schade aber auch, wenn es garkeine Kommentiermöglichkeit gibt!

    @Renè: noch nie habe ich auf Bluesky oder Mastodon ein Gespräch mitbekommen, das mit den hier entstehenden Debatten, an denen sich ja mehrere beteiligen, vergleichbar gewesen wäre! Allenfalls gibt es da kurze Reaktionen – und mehr noch: bei weitem nicht alle, die hier kommentieren, treiben sich auch auf diesem Plattformen herum! Aber wie du sagst: Eine perfekte Lösung „für alle“ scheint es nicht zu geben – oder doch?

    Auf Wirres.net gibts seit einiger Zeit auch ein klassisches Kommentarfeld – daneben aber auch viele andere Reaktionsvarianten.

  10. […] Update: Die größten Nervereien beim Kommentieren […]

  11. Dein wiederholter Anstoß war für mich der Anlass darüber nachzudenken, wie man die einzelnen Punkte harmonieren und vereinheitlichen könnte (für WordPress). Was hier zusammengefasst ist, habe ich in meinen Blog (erstmal versuchsweise) integriert. https://drive.google.com/file/d/1R_KUUjVgVkfP8gJ6XqobP0gH7sbdAYzP/view

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