Heute ein paar Lesetipps zum Wochenende. Nur „liken, plussen, sharen“ ist mir oft einfach zu flüchtig. Alsdenn:
- Die neuen Regeln – „Ein paar böse Bemerkungen von einem, der älter geworden ist, und vielleicht immerhin punktuell ein bisschen weiser“. (Claus Grütering auf Tears iof Joy)
- Leiden am Sex: Über die emotionale Überforderung durch das libertäre Scheinselbstverständnis der Gesellschaft – Jan „Pettre“ Petter beschreibt, wie es jungen Menschen heute so ergeht. Mir scheint, nichts ist wirklich besser als früher – nur anders.
- Die Netze der Anderen: Kann die Forschung unsere digitale Gesellschaft nachhaltig aufklären? Über die deutschsprachige Online-Forschung redet “so gut wie niemand”, öffentliche Debatten werden von US-Wissenschaftlern bestimmt. Cornelius Puschmann geht der Frage nach, warum das so ist.
- To the citizens of the United States of America from Her Sovereign Majesty Queen Elizabeth II – dazu sag ich nur: Good save the Queen!
Diesem Blog per E-Mail folgen… (-> Sidebar)
Mit 8,9 Prozent der Stimmen wurde gestern die Piratenpartei ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Mit einem so großen Erfolg hatten sie selbst nicht gerechnet, sonst hätten sie wohl mehr Kandidaten aufgestellt: alle 15 Leute von der Landesliste ziehen ein, einige BVV-Sitze in den Bezirken bleiben sogar leer, da die Gewählten wider Erwarten gleich ins Abgeordnetenhaus können.
Ein Augenleiden, das meine Sehkraft im einen Auge schwanken lässt, war mir berechtigte Ausrede, das ganze Vorhaben zu vertagen. Doch nicht allein die Schwierigkeit mit den „richtigen Werten“ schreckte mich. Die letzten Versuche, vor riesigen Brillenregalen etwas Passendes zu finden, waren trotz ‚zig Anproben vor dem Spiegel frustrierend ergebnislos gescheitert: ich weiß einfach nicht, mit was für einer Brille ich gut, weniger gut oder beschissen aussehe, und es nervt, mich plötzlich dafür interessieren zu müssen. Dass ich aber auch nicht einfach mit „irgendwas“ auf der Nase aus dem Laden gehen kann, wirft einen Blick auf die gleichwohl vorhandene Eitelkeit. Alles in allem ein Elend, dessen Wiederholung ich gern auf den St.Nimmerleinstag verschoben hätte, wenn, ja wenn ich nicht wirklich langsam mehr Brille im Leben bräuchte.