Thema: Liebe, Beziehung, Geschlecht

Claudia am 25. Januar 2013 — 35 Kommentare

Von Grenzüberschreitungen und der Anstößigkeit sexuellen Begehrens – #Aufschrei

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„#Aufschrei könnte die größte politisch-gesellschaftliche Bewegung sein, die Deutschland bislang auf Twitter erlebte“ schreibt MEEDIA über das aktuelle „trending Topic“ auf Twitter. Und wirklich: verglichen mit einem üblichen Shitstorm ist „#Aufschrei“ ein gewaltiger Hurrican. Hunderte Tweets im Minutentakt, in denen Frauen über ihre Erlebnisse mit Alltagssexismus berichten – hier ein paar Beispiele: Weiter → (Von Grenzüberschreitungen und der Anstößigkeit sexuellen Begehrens – #Aufschrei)

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Claudia am 18. September 2012 — 23 Kommentare

Von der Streitkultur in Beziehungen

Wo Menschen zusammen kommen, gibt es nicht nur gemeinsame, sondern auch individuelle, oft widerstreitende Interessen. Trotzdem hat das „Streiten“ einen schlechten Ruf. Man fürchtet den Streit, denn allzu schnell hat man sich gegenseitig verletzt, ohne es zu wollen. Streiten widerspricht der Harmonie, die man sich in nahen Beziehungen wünscht, doch ist das zwanghafte Vermeiden jeglicher Auseinandersetzung auch keine Lösung. Es ist unwahrhaftig, unauthentisch und man wird sich innerlich einsam fühlen, wenn man – warum auch immer – nicht wagt, für die eigenen Interessen offen einzutreten.
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Claudia am 14. September 2012 — 33 Kommentare

Vom nicht-einvernehmlichen Sex

Seit gestern wissen es nun alle, die es interessiert: ein bloßes „Nein, ich will das nicht!“ reicht nicht aus, um jemanden wegen Vergewaltigung zu verurteilen. Der einschlägige Paragraph 177 StGb kennt nur drei konkret benannte Voraussetzungenm, die das ermöglichen: Gewalt, Drohung mit Gefahr für Leib und Leben, Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist. Weiter → (Vom nicht-einvernehmlichen Sex)

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Claudia am 14. Mai 2012 — 19 Kommentare

Hab keine Angst!

Gegen Mitternacht laufe ich allein durch eine dunkle Nebenstraße. Um mich her Gründerzeit-Häuser, kein Licht in den Erdgeschossen – die Imbisse, Spätkauf-Läden und Kneipen sind erst irgenwo da vorne.

Da kommt mir ein Mann entgegen, auf meiner Straßenseite. Nicht ganz jung, aber auch kein bisschen alt. Seine Art zu gehen wirkt gleichzeitig selbstbewusst als auch leicht angetrunken. Sein Gesicht kann ich nicht erkennen, es ist zu dunkel und meine neue (meine erste!) Gleitsichtbrille macht die Dinge nicht besser.

Ich spüre, wie sich ein für solche Situationen typisches Hab-acht-Gefühl in mir ausbreitet. Mehr Körperspannung, mehr Aufmerksamkeit, weniger Denken an das, was ich tun werde, wenn ich nach hause komme.

„Hab keine Angst!“ ruft mir der Mann da im selben Moment entgegen.

Ich lächle, laufe auf ihn zu, hebe wie selbstverständlich die linke Hand zu einer Art Gruß, eigentlich zur Geste des „abklatschens“, wie man es unter guten Kumpeln tut. Es endet in einem grüßenden Winken, er lächelt auch, dann ist er vorbei.

Noch jetzt, eineinhalb Stunden später freu ich mich über dieses Erlebnis. Post-Gender-Solidarität – einfach so.

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Claudia am 30. April 2011 — 8 Kommentare

Partnersuche online: Sich selbst zur Ware machen

Auf das Thema bin ich heut‘ früh gestoßen, weil grade mal wieder ein „revolutionär anderes“ Dating-Portal seine virtuellen Tore öffnet. Das Berliner Startup „Loverty“ wirbt mit einem voll nutzbaren, kostenlosen Basis-Account, der im Unterschied zu anderen Anbietern alle nötigen Features für die Partnersuche ohne Zwang zum Premium-Upgrade ermöglichen soll.

Ok, ich finde es immer sympathisch, wenn jemand eine ganze Branche mit eingefahrenen Gewohnheiten (wie etwa das möglichst hochpreisige Abkassieren suchender Singles) aufmischen will. Deshalb die Erwähnung und der Link. Viel Glück den Machern und allen, die da suchen! Weiter → (Partnersuche online: Sich selbst zur Ware machen)

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Claudia am 25. September 2010 — 20 Kommentare

Geschlecht und Geschlechtsrolle: weiblich, männlich, menschlich?

Als Kind bekam ich genau wie meine Schwestern einen jungenhaften Kurzhaarschnitt und trug die meiste Zeit Hosen. Wir wurden von den Eltern so zugerichtet, fernab von jeglichem Kleinmädchen-Schick. Den vermisste ich allerdings auch nicht, sondern litt schwer darunter, dass ich zum Spielen im Hof nicht die neuen, angesagten „Blujeans“, sondern nur altertümliche Trainingshosen bekam – ein Elend!

Mein Vater behandelte mich eher wie einen Sohn, verlangte Mut und Kampfkraft im Umgang mit der manchmal grausamen Kinderbande (wobei ich hoffnungslos versagte) und förderte Wissen, Leistung, Intellekt. Schon vor der Einschulung hatte ich mir das Lesen und Schreiben „zusammen gereimt“, hatte immer gute Noten, las mich begeistert durch die öffentliche Bibliothek und merkte erst in der Pubertät, dass mir etwas fehlte. Weiter → (Geschlecht und Geschlechtsrolle: weiblich, männlich, menschlich?)

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