Claudia am 06. Oktober 2012 — 5 Kommentare

Männer ab ins Handwerk? Berufsbildende Schule nimmt nur weibliche Schüler an

Ein junger Mann will gerne in der Pflege arbeiten. Claudia (Sammelmappe) suchte für ihn einen Bildungsgang, wobei sich zunächst ein berufsvorbereitendes Jahr anbot. Das gibt es in unterschiedlicher Form, z.B. im Bereich Hauswirtschaft/Sozialpädagogik, was für dien Berufswunsch „Pflege“ die richtige Wahl wäre – oder eben auch im Bereich Handwerk und Technik für entsprechende Berufsziele.

Doch dann der Hammer: die „Berufsbildende Schule BBS Hauswirtschaft / Sozialpädagogik Ludwigshafen/Rhein“ schreibt auf ihrer Webseite:

In eigener Sache: An unserer Schule werden für das BVJ in der Regel nur weibliche Schülerinnen aufgenommen. Männliche Schüler, die ein Berufsvorbereitungsjahr absolvieren wollen, wenden sich bitte an die Berufsbildende Schule Technik II in Ludwigshafen. Hier besteht die Möglichkeit, handwerkliche Grundfertigkeiten (Metall, Holz) zu erwerben.

Ist das denn zu fassen? Wer als Mann in der Pflege arbeiten will, soll erstmal mit Metall und Holz umgehen lernen? Antje Schrupp findet das auch KRASS und hat eine Anfrage hingeschickt. Ich bin gespannt, was da als Antwort kommt!

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Claudia am 04. Oktober 2012 — Kommentare deaktiviert für Wie Sprache funktioniert – ein lehrreicher Vortrag

Wie Sprache funktioniert – ein lehrreicher Vortrag

In verständlicher Sprache ohne abgehobenen Wissenschaftler-Jargon erzählt Anatol Stefanowitsch auf der 12. OpenMind-Konferenz vom „Medium Sprache“ und wie sie funktioniert. Spannend die Ausführungen über diskriminierende Wörter, bzw. darüber, in welcher Weise sie verwendet werden, um diskriminierend zu wirken (Muslim, Schwuler, Neger, Farbiger, etc.).

„Die Wörter kommunizieren nicht nur das, was sie bezeichnen, sondern auch ein Modell der Welt“.

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Claudia am 02. Oktober 2012 — 7 Kommentare

Vom Altern mag man nicht lesen

Nun ja, manch einer schon: So ca. 20 bis 50 Leser pro Tag verirren sich immerhin auf mein Blog zur „Kunst des Alterns“. An den Artikeln liegt es nicht, denn die halten die Leser vergleichsweise lange auf der Seite: nur 51% klicken gleich wieder weg, was ein sehr guter Wert ist (auf unverbissen-vegetarisch.de und im wilden Gartenblog sind das z.B. über 70%). Weiter → (Vom Altern mag man nicht lesen)

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Claudia am 24. September 2012 — 7 Kommentare

Vom Aufräumen und der Entwöhnung von der Welt des Materiellen

Mit der materiellen Welt, die uns im richtigen Leben umgibt, hat es eine Bewandnis, die sie von den virtuellen Welten, die ich per Computer und Bildschirm betrete, drastisch unterscheidet. Gestalte ich eine Webseite oder bearbeite ein Bild, geschieht nichts, was ich nicht will. Zwar kann ich etwas falsch machen und sehe dann ein falsches Ergebnis, doch nichts passiert ohne mich.

Auch Webseiten und die Ströme der Nachrichten in sozialen Medien sind weitgehend auf mein steuerndes Maus-klicken und neuerdings „drüber wischen“ angewiesen: Was ich nicht anschauen will, ignoriere ich, was ich auswähle, zeigt sich brav in voller Schönheit – und verschwindet wieder, wenn ich weiter surfe. Alles ist zu jeder Zeit „da“ – und zwar prinzipiell unverändert, es sei denn, die jeweiligen Administratoren oder ihre willfährigen Algorithmen haben etwas hinzugefügt oder weggenommen. Weiter → (Vom Aufräumen und der Entwöhnung von der Welt des Materiellen)

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Claudia am 18. September 2012 — 23 Kommentare

Von der Streitkultur in Beziehungen

Wo Menschen zusammen kommen, gibt es nicht nur gemeinsame, sondern auch individuelle, oft widerstreitende Interessen. Trotzdem hat das „Streiten“ einen schlechten Ruf. Man fürchtet den Streit, denn allzu schnell hat man sich gegenseitig verletzt, ohne es zu wollen. Streiten widerspricht der Harmonie, die man sich in nahen Beziehungen wünscht, doch ist das zwanghafte Vermeiden jeglicher Auseinandersetzung auch keine Lösung. Es ist unwahrhaftig, unauthentisch und man wird sich innerlich einsam fühlen, wenn man – warum auch immer – nicht wagt, für die eigenen Interessen offen einzutreten.
Weiter → (Von der Streitkultur in Beziehungen)

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Claudia am 14. September 2012 — 33 Kommentare

Vom nicht-einvernehmlichen Sex

Seit gestern wissen es nun alle, die es interessiert: ein bloßes „Nein, ich will das nicht!“ reicht nicht aus, um jemanden wegen Vergewaltigung zu verurteilen. Der einschlägige Paragraph 177 StGb kennt nur drei konkret benannte Voraussetzungenm, die das ermöglichen: Gewalt, Drohung mit Gefahr für Leib und Leben, Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist. Weiter → (Vom nicht-einvernehmlichen Sex)

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Claudia am 13. September 2012 — 2 Kommentare

Kleider machen Leute? #609060

Antje Schrupp hat heute etwas zum kursierenden Mem #609060 geschrieben, das mich zum kommentieren reizte. Und weil es ein sehr persönliches Thema ist, nehme ich den Schreibimpuls gerne auch hier auf.

Seit einiger Zeit zeigen Frauen (und auch Männer) auf Instagramm Fotos von sich: morgens vor dem Spiegel, bevor sie aus dem Haus gehen. Journelle startete die Aktion unter dem Hashtag #609060, was zunächst ein Vertipper war und eigentlich #906090 hätte heißen sollen. Titel der Fotos: „Normale Menschen in Oberbekleidung“ – es soll das gängige Schönheitsideal ironisiert und ad absurdum geführt werden. Schöne Aktion! Weiter → (Kleider machen Leute? #609060)

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Claudia am 12. September 2012 — 2 Kommentare

Die Roten Roben haben gesprochen

Heut früh‘ hab ich PHOENIX eingeschaltet, um die Verkündung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum ESM-Vertrag zu sehen, auf die Europa mit einiger Spannung wartete. Sie fiel aus, wie erwartet: Durchgewunken mit der Auflage, die deutsche Beteiligung auf die angesagte Summe von gut 190 Milliarden völkerrechtsverbindlich zu begrenzen.

Kein Fass ohne Boden also, immerhin.

Da ich einst auch mal Jura studiert habe, finde ich das Bundesverfassungsgericht immer schon sehr interessant. Oft genug entscheidet es drastisch anders, als die Politik sich das wünscht – zum Beispiel bezüglich der Summen, die Asylbewerber als Sozialhilfe bekommen. Oder auch die Entscheidung zur Verfassungswidrigkeit des aktuellen, gerade erst „nachgebesserten“ Bundestagswahlrechts. Weiter → (Die Roten Roben haben gesprochen)

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