Thema: Konsum-Blog

An der Konsumfront: Erlebnisse, Bewertungen, Philosophisches….

Claudia am 14. Juli 2011 — 6 Kommentare

Obszoleszenz: Kaufen für die Müllhalde

Nicht neu, nein – aber ein sehr eindrücklicher ARTE-Beitrag, den vielleicht nicht alle gesehen haben.

In der Doku (1 Std. 14 Min.) kommt eine Glühbirne vor, die noch nicht „optimiert“ bzw. laufzeitbegrenzt wurde: zu ihrem 100. Geburtstag gab es eine Riesenparty! Sie ist wohl vor den Zeiten des „Glühbirnen-Kartells“ produziert worden, das einst (illegal aber effektiv) die Glühzeit auf 1000 Stunden begrenzte.

Ich hab‘ gerade ziemlich die Nase voll von CANON-Digitalkameras. Die dritte in 5 Jahren ist genau nach Ablauf der nur noch 1-jährigen Garantiezeit kaputt gegangen.

Könnte es nicht auch mal ein „Kartell der Verweigerer“ geben? Produzenten, die einfach mal ein paar „Dinge für die Ewigkeit“ produzieren. Dinge, die dann FERTIG sind: keine Innovation mehr, kein Wachstum, nur noch Reparaturen. Keine Verschwendung, kein Müll.
Einfach nachhaltig gut.

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Claudia am 09. August 2010 — 22 Kommentare

Produktoptimierung: Es werde Müll!

Es ist ein Elend, dass es heute kaum mehr möglich ist, zu irgendwelchen Gebrauchsgegenständen eine persönliche Beziehung zu entwickeln, wie Thinkabout sie in „Meine angegossene Wohlfühlgarantie“ bezüglich seiner Hausschuhe beschreibt:

„Vor dem Bett stehen meine Hauslatschen. Offene Sandalen, deren Riemen über den Rist längst undefinierbare Flecken tragen. Die Gummisohlen sind durchgetreten; sie stehen vorn und hinten vom Boden ab, als würde es sich bei den beiden Schuhen um am Sandstrand auf Grund gelaufene Ruderbote handeln, in die nun aber wirklich keiner mehr freiwillig steigen würde. Weiter → (Produktoptimierung: Es werde Müll!)

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Claudia am 21. Dezember 2007 — 7 Kommentare

Gegenstände, die niemand braucht

Gestern war ich bummeln: Tauentzien, Ku’damm, Weihnachtsmarkt an der Gedächniskirche. Die aufwändige Illuminierung der Shopping-Meile schert sich nicht ums Klima und beeindruckt mit Lichterketten und strahlenden Tierformen auf dem Mittelstreifen. „Fröhliche Weihnachten allen Berlinern wünscht die Wall GmbH“ schreit es in Leuchtschrift quer über die Straße, kaum trete ich aus der U-Bahn am Wittenbergplatz. Dem Klohäuschen-Hersteller verdankt die City-West ihr Weihnachtslicht – danke, danke, danke!

Noch ist es früh am Abend, es herrscht kein Gedränge, so dass ich das Angebot der Buden und Verkaufsstände problemlos sichten kann. Was es da nicht alles gibt! Steckerleuchten für 10 Euro im Retro-Design (kultig!), Brettchen und Körbe aus poliertem Wurzelholz, jede Menge Schmuck, Schals, Buddha-Statuen, noch mehr Lampen, Räucherstäbchen, Aroma-Öl, weitere Schals, Wandschmuck in Schiefer mit Uhr drauf, noch mal Wurzeln mit „eingebauten“ Emaille-Gesichtern (hübsch!), Holzspielzeug, Baumschmuck, Kerzen und wieder andere Schals – manches gefällt mir sogar, doch bin ich, wie meistens, konsumbehindert: Ansehen ist ok, aber sobald ich daran denke, etwas von alledem nach hause zu tragen, sehe ich es bei mir herum stehen, Platz wegnehmen und heftig verstauben. Verrückt – oder allzu normal? Früher fehlte das Geld und ich beneidete die Leute, die sich alles Schöne leisten konnten, wonach es sie gelüstete. Heute könnte ich auch, zumindest ein bisschen, aber das Besitzverlangen ist weg! Weiter → (Gegenstände, die niemand braucht)

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Claudia am 17. Oktober 2007 — 5 Kommentare

Das Yoga-Poster und wie es entstand

Ich mag es wirklich sehr, zu sehen und zu lesen, wie ein sinnvolles Produkt entsteht, das die Welt auch wirklich braucht. Das Yoga-Poster und seine Präsentation im Web ist dafür ein wundervolles Beispiel. Enno Peters, der es – zusammen mit Silke Maschinger und Silke de Sousa erschaffen hat, schrieb mir zur Entstehungsgeschichte des aufwändigen Posters: Weiter → (Das Yoga-Poster und wie es entstand)

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Claudia am 03. September 2007 — 16 Kommentare

Einen neuen Computer kaufen – für mich ein mittlerer Horror!

Es ist wieder mal soweit: mein PC ist jetzt vier Jahre alt und ich will die entspannte Finanzlage nutzen, um mir einen Neuen zuzulegen. Das Altgerät – ein DELL-Dimension 8300 – wird dann noch einige Zeit bei einem lieben Freund seinen Dienst tun, der es gerade gut brauchen kann.

Computer kaufen ist für mich alles andere als ein Spass! Aufgrund der schnellen Entwicklung und der großen Zeitabstände muss ich mich jedes Mal neu einlesen, um auch nur den Schimmer einer Ahnung zu bekommen, was heute für meine Nutzungen so „angesagt“ ist. Wobei mich der Blick auf die technischen Details immer ungeheuer anödet, denn ich bin kein Technik-Freak und mag mich eigentlich gar nicht damit befassen. Muss aber sein, schließlich will ich keinen Schrott kaufen! Weiter → (Einen neuen Computer kaufen – für mich ein mittlerer Horror!)

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Claudia am 08. Juli 2006 — 8 Kommentare

Aus dem Alltag einer LIDL-Kundin

Endlich Regen. Gestern hab‘ ich überall nasse Tücher aufgehangen, um die 29 Grad Raumtemperatur (Nordseite!) etwas zu mildern. Dann erst mal der Gang zu LIDL, die mir nächstgelegene Einkaufsgelegenheit. Zwei- bis dreimal die Woche kaufe ich hier für zehn bis 15 Euro ein, der Laden ist mir vertrauter als mein Hinterhof. Für alles andere müsste ich deutlich weiter gehen und ein Bioladenbesuch wäre richtig aufwändig. Ans latent schlechte Gewissen, das mich – mehr gedacht als gefühlt – stets zum Discounter begleitet, hab‘ ich mich gewöhnt und nehme es kaum noch wahr. Wohl aber die angenehme Kühle der klimatisierten Räume, in diesen Tagen die reine Erholung. Weiter → (Aus dem Alltag einer LIDL-Kundin)

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