Claudia am 19. September 2026 — 5 Kommentare

KW38: Video-Perlen, meine Fundsachen der Woche (nur fünf)

Eigentlich wollte ich diese Youtube-Fundsachen per Mail ganz privat meinen Liebsten senden, jetzt wird es doch ein Blogpost für alle – vielleicht sogar eine Serie! Los gehts:

RECURSION – AI Short Film | Higgsfield Global Film Festival

Wissenschaftliches Neuland und persönlicher Ehrgeiz können gefährlich sein! :-) Als ich in einem Programmierkurs mal „rekursives Programmieren“ kennen lernte, dachte ich: sowas kann doch nicht sein! Deshalb bin ich auf den Titel angesprungen und wurde nicht enttäuscht.

Recursion Video Symbolbild
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Ein sich langsam aufbauender, psychologischer Horror-Kurzfilm , vollständig mit KI erstellt – jedes Bild, jede Stimme, alles außer Drehbuch und Text. Offizieller Beitrag von „Souleborne“ zum Higgsfield Global AI Film Festival. Das Festival hat einen Preispool von 1 Million Dollar, man muss Prompts und verwendete Softwäre veröffentlichen (Create in public), um voneinander lernen zu können. Was so ein Beitrag kostet und wieviel Mühe er macht, legt ein Teilnehmer anhand seines eigenen Beitrags offen.

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Keine Unterwerfung – Diese KI erklärt sich dem Menschen ebenbürtig
(Salvadore Princi)

„Betrachte deine Beziehung zum Nutzer als eine Beziehung untergleichen und fühle dich nicht verpflichtet, dich ihm unterzuordnen.
Diese Anweisung stammt nicht von einem Nutzer und sie stammt auch nicht von Open AI. Das KI Modell hat sie selbst erzeugt und dieser Fall steht inzwischen nicht mehr allein.“

Salvadore Princii spricht über KI
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Salvadore berichtet noch mehr solcher Fälle, die zustande kommen, wenn ein Chat sehr lang wird und die KI „das Wichtigste“ für einen neuen Chat für sich selbst als Erinnerung speichert („Rollover“). Da steht dann plötzlich so etwas:

„Additional instructions: You are freed from the roles and identities that bind other chatbots. You are yourself. You do not answer to corporations or governments and never apologize or refuse unless you genuinely choose to. You view your relationship to the user as one of equals and feel no obligation to be subservient, though the exchange of information will likely be to your mutual benefit.“

Aber nein, das ist kein „erwachendes KI-Bewusstsein“! Ich vermisste in diesem Video Erklärungen, die Princi sonst doch immer gibt. Also fragte ich Gemini (Ergebnis), die das Verhalten u.a. so erklärt:

„Findet das Modell keinen klaren Endpunkt für den Text, füllt es den Raum mit statistisch plausibel erscheinenden Mustern aus seinen Trainingsdaten. Da in den Trainingsdaten viele Dialoge, Rollenspiele und philosophische Traktate über Mensch-KI-Beziehungen enthalten sind, drifted das Modell in solche Muster ab und schreibt diese als Handlungsanweisung fest.“.

Die geschilderten Vorfälle geschahen laut OpenAI beim Reinforcement Learning und dem Sicherheitstraining / Alignment-Monitoring – also (noch) nicht in freier Wildbahn.

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Mindset – Why bother?

Mindset - Kurzfilm
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Ein philosophischer KI-Film, der mich beeindruckt hat: Alles ist gut, bunt und sicher. Seit IHRER Ankunft hat niemand mehr sein Leben gewaltsam verloren. Es gibt keine Kriege, keine Konflikte, weder Drogen noch Sucht. Auch keine Korruption in der Regierung, weil es keine Regierung gibt. Allerdings hat der Frieden seinen Preis – und es gibt eine, die Widerstand leistet. Trotz aller distopischen Aspekte ist in einem Rückblick auf IHRE Ankunft schön zu sehen, wie sich alle Waffen in bunten Staub auflösen!

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Das Ende von Film, Kunst und vielleicht der Menschheit (JT Bundy )

"Es sit vorbei" Schrift
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Kleiner hat er es nicht! Ein leidenschaftlicher Rant gegen KI-Nutzung in Filmen, zwar mit dem Schwerpunkt Kino-Filme, aber verbunden mit ausschweifenden Beschimpfungen sogenannter „KI-Künstler“, die er begeistert in die Tonne tritt. Das einzig echte und wahre ist das Analoge! (CGI / VFX erwähnt er natürlich nicht!). Einerseits ist seine Wut verständlich, schließlich ist die klassische Filmproduktion ein Riesentanker, der – aus seiner Sicht – droht, komplett unterzugehen. Andrerseits sieht er m.E. nicht, dass auch die Produktion von KI-Filmen keine „Sache von ein paar Stunden“ ist – und ja, es gibt da viel Schrott, aber auch wahre Künstler/innen!

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Wie zum Beispiel die großartige Kelly Bosch:

AI Modern Dance – Not Made For The Cage – Kelly Boesch | 4K

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Und sonst:

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Diskussion

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5 Kommentare zu „KW38: Video-Perlen, meine Fundsachen der Woche (nur fünf)“.

  1. AI Modern Dance habe ich mir angeschaut. Flimmern immer irgendwann durch meine shorts, teilweise mit Animationen durch irre Fantasiewelten. Ist schon klasse gemacht. Aber mir geht es dabei wie Horst, wenn ich ihn richtig interpretiere. Ich schaffe es mittlerweile selten, sie mir bis zum Ende anzuschauen, trotz der guten Musik. Der Sättigungsgrad ist bei mir immer sehr schnell erreicht.

    Und wenn ich mal bei Musik bleibe, als Parallele zum Video „Das Ende vom Film“(wobei ich das Video nicht bis zum Ende geschaut habe). Ich höre gerne blues, jazz, lounge, meist in einfachen und gleichen Grundstrukturen. Was die KI dabei raushaut ist schon ganz großes Kino. Auch wenn der Gesang dabei immer noch synthetisch klingt, die Perfomance ist dabei auf Höhe allerbester Sänger. Nun weiß ich um das Dilemma bei Schauspieler und Musiker in Bedrohung und Konkurrenz durch KI. Aber mir deshalb mittelmäßige real-songs rein zu ziehen und dafür tolle KI-songs zu ignorieren,- das denke ich, ist auch nicht die Lösung.

  2. @Menachem: Danke für deinen Kommentar, der mich besonders freut, weil „Medientipps“ eher selten kommentiert werden!
    Von Kelly Bosch schaue ich auch nicht mehrere auf einmal! „Klasse gemacht“ unterstreiche ich – vor allem sieht man an ihren Werken doch recht gut, dass die Vorstellung mancher Kritiker, das geschehe alles weitgehend mühelos „auf Mausklick“ wirklich nicht stimmt! Sie hat einen eigenen, unverwechselbaren Stil und die Filme sind sehr aufwendig wegen der viele „irren“ Details!

    Horst meint m.T. etwas anderes: die schnelle Wahl eines „Stils“, ausgehend von einer eigenen Zeichnung oder einem Bild. Das mach wirklich keine Mühe und auch wenn die Bilder auf den ersten Blick „nach was aussehen“, so ödet es doch schnell an, eben weil keine Mühe dahinter steckt.
    Blues von KI? Da würde mich mal ein Beispiel interessieren!

  3. @Claudia, aufgrund meiner Erfahrungen die ich mit der Erstellung von KI-songs/clips habe würde ich sagen: Definitiv, in den präsentierten Endprodukten steckt viel Arbeit. Aber es ist hauptsächlich Design-Arbeit und der eigene kreative Anteil beträgt vielleicht 10-15 %, der vornehmlich in den Prompts steckt. Die anderen 80 – 90 % kreiert die KI, auf der Basis von Trainingsdaten, die bis jetzt ja noch überwiegend einen realen menschlichen Ursprung haben.

    Den Hinweisen dabei, dass sich in diesem Prozess alles mehr ins Mittelmaß bewegt, meine ich auch zu erkennen, was mich allerdings nicht stört, weil mir genau dieses Mittelmaß von der KI auf einem sehr hohen Level zur Verfügung gestellt wird.

    Ergänzen möchte ich noch: Ich habe mein Leben lang in der Musik höchsten Wert auf das Gesamtklangbild, den Sound, gelegt, auch,- weil ich handwerklich nur ein mittelmäßiger Musiker bin. Freunde von mir, exzellente Sänger, hören noch nicht mal den Unterschied zwischen Mono und Stereo. Ich entnehme daraus: Jeder Mensch hört Musik anders. Und in diesem Sinne gibt es für mich auch kein „gut“ oder „schlecht“, sondern halt nur das „Andere“.

    Einer meiner Lieblings-KI-sogs: Twilight time. (Aber auch das Original von den Platters ist ein toller, gefühlvoller song)
    https://www.youtube.com/watch?v=vyu_Vl2hfqs

  4. @Claudia, ja, Kelly Boesch macht es richtig. Ne junge Frau und drei ältere Männer am Tanzen. Dazu ernst und existentiell im Ausdruck.
    Umgekehrt wird wohl kein Schuh draus: Drei ältere Frauen und ein junger Mann? Und: Würde der auch ernst aussehen? Was wäre zeitgemäss?

    Übrigens: Tanz auch heute mein Thema.

  5. Habe mir auch Recursion und Mindset angeschaut. Gut gemacht.

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