Claudia am 12. September 1999 — Kommentare deaktiviert für Keine besonderen Vorkommnisse…

Keine besonderen Vorkommnisse…

Keine Einträge, nichts zu vermelden. Sonnige Tage, der Morgen wird Mittag, wird Abend, ganz ohne Kritik. Selbstbetrachtung, Weltanschauung – wozu eigentlich, es gibt doch genug zu tun. Zum Beispiel den Salat gießen, zum Beispiel ein paar Schnecken töten, zum Beispiel vor einer wildgewordenen Hornisse in der Nacht ins andere Zimmer fliehen, zum Beispiel die Tischplatte endlich an die Wand bringen, den Computer mehrfach aus- und einschalten, in die Tasten tippen und die Maus auf dem kleinen schwarzen Rechteck hin- und herbewegen.
Keine besonderen Vorkommnisse. Gut so.

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Claudia am 08. September 1999 — Kommentare deaktiviert für Wer einmal eine Maus geklickt….

Wer einmal eine Maus geklickt….

Was für ein schrecklicher Tag! Dabei hatte er sehr gut angefangen: warme, leicht diesige Luft, so, als wäre noch ganz ungebrochen Sommer. Der Körper entspannt ganz von alleine und ich dachte: nutze die Stunde und kauf‘ was ein!

Ich hatte es wochenlang vor mir hergeschoben: eine Arbeitsplatte soll in die Küche neben die Spüle. Eigentlich ganz einfach – schon mein erster Gedanke dazu war: Platte kaufen, Winkel drunter, an die Wand dübeln, fertig. Weiter → (Wer einmal eine Maus geklickt….)

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Claudia am 07. September 1999 — Kommentare deaktiviert für Land-Marketing?

Land-Marketing?

Volker Feddersen hat einen denkwürdigen Leserbrief zum Thema Stadt-Land geschickt, der die Frage nach dem Verhältnis von Stadt und Land unter dem Aspekt des Marketing stellt. Offensichtlich gibt es einen städtischen Bedarf an Authentizität und Echtheit, der nicht nur in der griechischen Eck-Kneipe gedeckt wird, sondern auch durch Ausflüge aufs Land. Dort aber will der Städter nicht etwa selber Früchte pflücken… nein, das ist to much! Allein die Umgebung will genossen werden – wie aber soll der Bauer davon leben? Hilft es ihm denn, „echt & authentisch“ zu sein – oder geht er daran pleite? Weiter → (Land-Marketing?)

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Claudia am 05. September 1999 — Kommentare deaktiviert für Namenskriege, Content-Jäger…

Namenskriege, Content-Jäger…

Jemand hat „Missing Link“ als MARKE angemeldet – jemand war so freundlich, mich davon in Kenntnis zu setzen. Offensichtlich in der Erwartung, ich werde nun alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen, seit 1996 für mein Cyberzine bestehenden Namen, zu verteidigen oder zumindest irgendwelche SCHRITTE einzuleiten. Weiter → (Namenskriege, Content-Jäger…)

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Claudia am 31. August 1999 — Kommentare deaktiviert für Alt? Jung? Angst?

Alt? Jung? Angst?

Dies ist ein interaktives Tagebuch, wenn es auch nicht so aussieht, zum großen Teil inspiriert durch E-Mails, die täglich in meine Box rinnen. Die Sound-Website (derzeit inaktiv, wegen laufender Gema-Anfrage!), die ich vorgestern fertig hatte, war die erste Seite, auf der ich mich mal deutlich einer Altersgruppe – den Over40s – zugeordnet hatte: Nur so ist die Musikauswahl einschließlich der Kommentare verständlich. Weiter → (Alt? Jung? Angst?)

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Claudia am 28. August 1999 — Kommentare deaktiviert für Neues Spiel, neues Glück, neue Website!

Neues Spiel, neues Glück, neue Website!

In letzter Zeit hatte ich keine Lust zum Arbeiten. Trotz aller Mühen, nun aber endlich mit den wichtigen Dingen, den Aufträgen, den Brotjobs weiter zu machen, schlugen fehl. Ich sitze dann vor dem Monitor, klicke herum und denke: eigentlich sollte ich…. Doch es treibt mich, auf irgend eine Weise wieder einen neuen EIGENEN Bezug zum Web herzustellen, etwas zu machen, das ich bisher NICHT angefaßt habe, ein neuer unverbrauchter Gegenstand, an dem sich die Begeisterung füs Netz erneuern kann. (Offenbar bin ich nicht in der Lage, längere Zeit zu arbeiten, ohne begeistert zu sein! Das war auch schon vor den Netz-Zeiten so….) Weiter → (Neues Spiel, neues Glück, neue Website!)

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Claudia am 26. August 1999 — Kommentare deaktiviert für Zurück aus dem Moloch Berlin

Zurück aus dem Moloch Berlin

Kurzreise in den Moloch Berlin. Es stinkt. Es lärmt. Alles bewegt sich eilig hin und her. Kopfschmerzen, Druck auf das Schädeldach, zwei Stunden Akklimatisierungsprobleme: mein Gott, diese dicke Luft hab‘ ich früher nie wahr genommen! Alle leben mitten im Gestank, als wär‘ nix. So ist halt Stadt, dafür gibt es viel zu sehen: Eindrücke drücken von allen Seiten herein und ich komme mir vor wie ein Flaschenhals. Keine Zeit, auf alles zu reagieren. Man muß abstumpfen, das allermeiste übersehen, kommentarlos ins Unbewußte wegstecken, an den Menschen vorbei sehen, nicht fragen, nicht wundern, nicht hassen, nicht lieben. Geradeaus laufen, die eigenen Gedanken, den Affen im Kopf an die erste Stelle setzen, sonst kommt man zu nix. Weiter → (Zurück aus dem Moloch Berlin)

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Claudia am 22. August 1999 — Kommentare deaktiviert für Es muß doch gebaut werden….

Es muß doch gebaut werden….

…sagte der Architekt, einer der vielen, mit denen ich mitten im wilden, konfliktreichen Sanierungsgeschehen der frühen 80ger Jahre in Berlin-Kreuzberg Streitgespräche führte. Wir hatten uns in den heruntergekommenen und entsprechend romantischen Gründerzeitbauten verschanzt und der „Zugriff des Kapitals“ (Entmietung, offensives Verfallen-lassen vor Luxusmodernisierung) auf diese brach liegenden Ressourcen hatte einen Sturm der Entrüstung entfacht. Ein Sturm, mit dem keiner gerechnet hatte, auch wir selber nicht. Weiter → (Es muß doch gebaut werden….)

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