Claudia am 12. Juni 2001 — Kommentare deaktiviert für Das Chaos beginnt

Das Chaos beginnt

Bisher schien es so, als würde dieser Umzug wie am Schnürchen klappen. Aber das kann ja eigentlich nicht sein, ich hätte es wissen müssen. Gestern also nach Berlin gefahren, um einen Termin mit der Telekom wahrzunehmen: ab 13 Uhr, Einrichten des ISDN-Anschlusses. Ha, ich saß also wartend in der leeren Wohnung und pünktlich um 13 Uhr fuhr tatsächlich ein Telekom-Bus vor. Nur: Der war nicht für mich gekommen, sondern für Leute aus dem fünften Stock, Mieter, die nun ihrerseits nicht zuhause waren, so daß der arme Monteur unverrichteter Dinge wieder abziehen mußte. Bis halb sechs blieb ich dann noch dort, gewöhnte mich an die neue Lautstärke, schob im Geiste Möbel hier und dahin und ärgerte mich über die nutzlos gefahrenen 500 Kilometer. Zwischenzeitlich hatte sich auch herausgestellt, daß die Telefonanlage im Heizungskeller liegt, zu dem ich keinen Schlüssel habe. Klar doch, es hat eine umfangreiche Wohnungsübergabe mit drei Seiten Protokoll gegeben, aber dass ein Mieter auch ein Telefon braucht, war dem Mitarbeiter der Hausverwaltung nicht aufgefallen. Weiter → (Das Chaos beginnt)

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Claudia am 08. Juni 2001 — Kommentare deaktiviert für Verwahrlost verenden?

Verwahrlost verenden?

Unter dem Titel „Verwahrlost und verendet“ beschreibt Michael de Ridder im aktuellen SPIEGEL (S.208), wie heutzutage alte hilflose Menschen in Pflegeheimen oder zuhause dahinvegetieren und elend sterben, wie sie manchmal bei lebendigem Leib regelrecht verfaulen. Wie sich „Armut, Isolation, Partnerverlust, Depressionen, Mangelernährung, Kräfteverfall und nachlassende Hygiene mit physischen Leiden verschränken – zu stummer, nicht mehr erreichbarer Verzweiflung, die irgendwann nur noch erschöpft danach verlangt, ein Ende zu finden“. Weiter → (Verwahrlost verenden?)

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Claudia am 06. Juni 2001 — Kommentare deaktiviert für Sich umbringen?

Sich umbringen?

Wer mal ernsthaft darüber nachdenkt, was wohl – denkt man die jetzigen Verhältnisse einfach weiter – in der letzten Phase des Lebens an Unerträglichem auf uns zukommt, landet schnell beim Gedanken an den „rettenden Schnellzug“, den Sprung aus dem Fenster oder anderen Möglichkeiten, sich dem drohenden Elend durch vorzeitiges Ableben zu entziehen. Speziell für meine Generation ist das ein erstaunlicher Fatalismus, sind wir doch mit dem Gedanken sozialisiert, alles verändern zu können, was uns nicht paßt. Weiter → (Sich umbringen?)

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Claudia am 03. Juni 2001 — Kommentare deaktiviert für Abschied von Mecklenburg

Abschied von Mecklenburg

Die letzen Wochen auf dem Land verbringe ich in einem seltsamen Zwischenzustand. Noch nicht in Berlin, aber auch nicht mehr richtig hier, haben die Tage etwas träumerisch-irreales. Auf Spaziergängen fange ich Bilder und Stimmungen ein, gestern zum Beispiel auf dem Weg nach Lützow, danach dann im Wald hinter dem Schloß, der sich in diesen Frühsommertagen märchenhaft entfaltet.
Wer mag, kann mal eben mitgehen:

Abschied von Mecklenburg – ein Spaziergang (aber Achtung, die Bilder haben eine gewisse Ladezeit, ich wollte sie einfach GROSS haben…)

in Mecklenburg

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Claudia am 31. Mai 2001 — Kommentare deaktiviert für Das Netz LEBT und WÄCHST!

Das Netz LEBT und WÄCHST!

Zum 4. InternetBreakfastForum traf man sich im Berliner Kempinsky zum Thema: Welche Dienste und Unternehmen haben Zukunft? Eine spannende Frage, die mich auch oft bewegt. Schade also, dass ich (noch) nicht hingehen konnte, dachte ich mir so, doch immerhin gab es gleich hinterher einen Ergebnisbericht. In dem steht wieder mal nur das drin, was derzeit geradezu litaneienhaft wiedergekäut wird, nämlich die tausendfach wiederholte Beschwörung: Weiter → (Das Netz LEBT und WÄCHST!)

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Claudia am 28. Mai 2001 — Kommentare deaktiviert für Friedrichshain – gebongt!

Friedrichshain – gebongt!

Der Mietvertrag ist da! Es hat wirklich geklappt! Zwar war ich mir eigentlich sicher, dass wir die Wohnung bekommen, doch wollte ich nicht allzu sehr dran glauben, ohne den Vertrag in Händen zu haben. Es ist eine 84 Quadratmeter große Zwei-Zimmer-Wohnung gleich beim Boxhagener Platz in Friedrichshain (hier noch eine eher „amtliche“ Kurzbeschreibung). Die beiden Zimmer sind gleich groß, nach vorne raus und mit je einem eigenen Eingang zum Balkon, klasse! Sogar mit großer Wohnküche, nicht ganz so riesig wie hier im Schloß, aber doch größer als alles, was ich in Berlin bisher an Altbau-Küchen so zu Gesicht bekam. Weiter → (Friedrichshain – gebongt!)

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Claudia am 25. Mai 2001 — Kommentare deaktiviert für Vom Nichtstun

Vom Nichtstun

Während der mediengenerierte Meinungsmainstream sich in den letzten Wochen den Kopf über ein „Recht auf Faulheit“ zerbricht, wird mir nach einem halben Jahr unproduktivem Herumhängen klar, wie wichtig, richtig und unverzichtbar echtes Nichtstun ist. Weiter → (Vom Nichtstun)

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Claudia am 21. Mai 2001 — Kommentare deaktiviert für Ein Hauch von Freiheit

Ein Hauch von Freiheit

Im Rückblick erfindet ein jeder die eigene Vergangenheit täglich neu – ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat, doch zweifellos hat er recht. Jede Veränderung im Jetzt zeigt die Vergangenheit in anderem Licht, man merkt es allerdings nur anhand großer Brüche, nach Krisen, bei kleinen und großen Katastrophen. Jetzt zum Beispiel kann ich langsam erkennen, wie meine innere und äußere Stagnation des letzten halben Jahres zustande kam, ja, ich nenne das erst jetzt „Stagnation“ oder auch Krise, denn es verabschiedet sich gerade in Lichtgeschwindigkeit und gerät so überhaupt erst in den Blick. Weiter → (Ein Hauch von Freiheit)

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