Claudia am 08. Mai 2008 — Kommentare deaktiviert für Zwischen Giersch, Blogprojekt und Altersheim 2.0

Zwischen Giersch, Blogprojekt und Altersheim 2.0

Da sich eine unziemlich lange Pause in meinem nachhaltigsten Blog ergeben hat, will ich kurz melden, womit ich grade beschäftigt bin:

Gestern ging es ganztags gegen Giersch. Es war ein wunderbarer Tag an der Sonne, den ich vornehmlich auf allen Vieren kriechend und wertvolle Wildkräuter ausreißend verbrachte ;-). Sehr erholend, endlich mal abends keine viereckigen Augen!

Blogprojekt GartengestaltungDas Blogprojekt Gartengestaltung ist auch endlich gestartet, das hatte ich lange schon vor. Einerseits, um mich mit virtuellen Garten-Aktivitäten über den Verlust des realen „Wilden Gartens“ zu trösten, andrerseits, um die schönen Gartenbücher unters Volk zu bringen, die jetzt als Preise für die schönsten Beiträge dienen.

Heute nun hab‘ ich endlich mein bisher nur als Ideenpaket im Kopf herum spuckendes Projekt „Altersheim 2.0“ in einen Artikel gefasst und ins Webwriting-Magazin gestellt. Es gibt ausnahmsweise sogar eine Text-only-Version zum ausdrucken und mitnehmen, damit er sich möglichst weit verbreitet. Im Untertitel heißt er „Wie Web2.0 den Alten und Pflegebedürftigen aus der Isolation helfen könnte“ – ich hoffe, in zehn Jahren ist das, was ich da hingeschrieben habe, allgemeiner Standard. Schließlich will ich eine entwickelte Netzinfrastruktur vorfinden, wenn’s mich mal eines Tages selber trifft! :-)

Der nächste, dann wieder besinnlichere Diary-Artikel kommt bestimmt! Im Moment zieht mich die Sonne und das schöne Wetter wie magisch vom Bildschirm weg – der Giersch-Einsatz hat nicht wirklich gereicht!

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Claudia am 28. April 2008 — 8 Kommentare

Lebenskunst: Vom unglücklichen Bewusstsein und der Schreckensherrschaft des Verstandes

Matthias H. schrieb mir kürzlich ins Gartenblog:

„Ich habe immer noch nicht wirklich gelernt, Schönes auf mich wirken zu lassen, ohne rasch wieder den Bogen zu spannen zu irgendeinem problematischen oder traurigen Aspekt der Sache. Während manch einer gut daran täte, mehr Ernsthaftigkeit in sein Leben zu bringen, steht bei mir immer noch das umgekehrte Lernziel an. Ich musste zunächst einmal begreifen, dass ich im ständigen Problematisieren deshalb immer bestens zu Hause war, weil mir zur Freude und zum Genuss irgendwie die Fähigkeiten fehlten. Hier die richtige Gewichtung hinzubekommen, so, dass Freude und Ernsthaftigkeit sich nicht gegenseitig die Luft wegnehmen, scheint mir ein großes Stück Lebenskunst zu sein.“

Gefangen im Problematischen

Dieses Dasein im „unglücklichen Bewusstsein“ kenne ich gut, es ging mir selber lange ganz genauso: Wie kann man sich über irgend etwas richtig freuen, wenn es doch so viel Elend auf der Welt gibt?? Ist das Genießen des Schönen nicht Egozentrik und Sünde, wenn es doch immer auch die dunkle Seite der Medaille gibt?

Wenn ich in der Stadt ein Stück Wildnis antreffe, so weiß ich doch, wie gefährdet sie ist und dass sie vermutlich bald zugebaut wird. Jede Mahlzeit und jeder Einkauf im Supermarkt gibt Anlass, an die Ausbeutung der dritten Welt, die verfehlte Agrarpolitik und die in den Lebensmitteln enthaltenen Chemie-Rückstände zu denken. Klamotten und Gerätschaften sind von grottenschlecht bezahlten Arbeitern in China und Indien hergestellt und an vielen Orten der Welt herrscht Krieg, Bürgerkrieg oder unsägliche Unterdrückung. Und wie kann ich 20 Euro in einer Saunalandschaft ausgeben, wenn ich doch weiß, dass der Betrag reichen würde, um ein Kambodschanisches Kind einen Monat zu verköstigen und zu beschulen? Weiter → (Lebenskunst: Vom unglücklichen Bewusstsein und der Schreckensherrschaft des Verstandes)

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Claudia am 23. April 2008 — 11 Kommentare

Web 2.0: Beschleunigt, zerstreut, mit allem verbunden

Lange hab‘ ich „Web 2.0“ mehr oder weniger ignoriert: der Hype um die „sozialen Netzwerke“ und Communities, die News-Portale, die „bewerte dies-bewerte-das“-Seiten, die Sammlungen öffentlicher Bookmarks und die unzähligen Möglichkeiten, irgendwo persönliche Daten zu hinterlassen, um „Freunde“ zu finden. All die Gelegenheiten, sich mit allem und jedem virtuell zu verbinden, ließen mich weitgehend kalt. Kein Wunder, es ist ja auch die dritte Welle grundstürzender Internet-Begeisterung, die ich mitbekomme, und so fallen mir zu den meisten hochgelobten Neuerungen erst mal Sätze ein wie „so neu ist das gar nicht!“, „das hatten wir doch 1997 auch schon“ und ähnliche eher abturnende Urgestein-Gedanken. Weiter → (Web 2.0: Beschleunigt, zerstreut, mit allem verbunden)

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Claudia am 17. April 2008 — 24 Kommentare

SPAMMER missbrauchen meine E-Mail-Adressen – anzeigen?

In den letzten Tagen werden meine drei Haupt-Mailadressen massiv von SPAMMERN missbraucht. Ich bekomme hunderte, ja tausende Rückläufer-Mails, die unzustellbar waren oder (zu Recht) in den SPAM-Filtern hängen bleiben. SPAM-Thema ist derzeit vor allem Viagra.

Nach allem, was ich weiß, lässt sich dagegen nichts machen. Die Spammer arbeiten mit Versende-Programmen, die den Header einer Mailadresse beim Aussenden komplett manipulieren, und funktionierende E-Mail-Adressen unbeteiligter Dritter sind beliebte Absenderadressen. Dingfest machen kann man die Täter auch nicht, da sie erstens irgendwo im Ausland sitzen und zweitens auch gern „gehackte“ Computer Unbeteiligter zur massenhaften Versendung missbrauchen – ohne dass die Eigentümer dieser gekaperten PCs überhaupt etwas davon mitbekommen.

Weiter → (SPAMMER missbrauchen meine E-Mail-Adressen – anzeigen?)

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Claudia am 08. April 2008 — 24 Kommentare

Was ist Wirklichkeit?

Wolf Schneider, der seit mehr als 20 Jahren „Connection – das „Magazin für’s Wesentliche“ heraus gibt, schreibt in seinem aktuellen Blog-Artikel:

„Mystik ist die direkte, unverstellte Wahrnehmung der Wirklichkeit, wie sie ist.“

Er grenzt diese Wahrnehmung einerseits gegen die Alltagswahrnehmung ab, die er als von Begriffen, Vorurteilen und Erwartungen verstellt beschreibt, andrerseits von der „mystifizierenden“, glorifizierenden und verklärenden Sicht vieler Esoteriker, die mit ihrem kindlichen Bedürfnis nach einer wieder verzauberten Welt nur einen weiteren Schleier über die Wirklichkeit legen. Weiter → (Was ist Wirklichkeit?)

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Claudia am 04. April 2008 — 174 Kommentare

Allergischer Schnupfen

Seit letztem Herbst litt ich unter einem seltsamen Schnupfen, der meist gegen Abend fast Schock-artig einsetzte: erst eine Reihe heftiger Niesanfälle, dann schwoll binnen weniger Minuten die Nase zu, so dass ich kaum mehr sprechen konnte. Das Ganze dauerte jeweils so zwei Stunden, in denen ich eine Menge Taschentücher verbrauchte. Dann ließ es ebenso abrupt nach, wie es gekommen war. Weiter → (Allergischer Schnupfen)

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Claudia am 02. April 2008 — 7 Kommentare

Ein Gefühl der Leere

Grade hab‘ ich die erste ernsthafte „To-Do-List“ geschrieben seit ich wieder zuhause bin. Alle Arbeit dieser ersten Woche war ein eher chaotisches Rumwuseln und Werkeln, reagieren auf das, was sich in den Vordergrund drängt, nicht etwa ein in die Zukunft gerichtetes planvolles Tun. Der Wechsel aus tropischer Hitze in den recht winterlichen deutschen Frühling, dazu die über die Medien herein dräuenden deutschen Stimmungen und Probleme waren als Eindrücke schon ganz für sich so spektakulär „anders“, dass ich mich auf einer ganz basalen Ebene einfach „geplättet“ fühlte und gar nicht erst versuchte, großartig aktiv zu sein. Weiter → (Ein Gefühl der Leere)

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Claudia am 29. März 2008 — 15 Kommentare

Bei den Brunnen in Tani

Insgesamt acht Brunnen können mit dem Geld gebaut werden, das großzügige Diary-Leser während der Spendenaktion vor Weihnachten dankenswerterweise rausgerückt haben. Deshalb war es der wichtigste Teil meiner Reise nach Kambodscha, den Ort zu besuchen, an dem die Brunnen erbaut werden und bereits eine ganze Reihe gespendeter Brunnen den Alltag der Menschen leichter machen.

Doch immer noch gibt es viele, die ihr Wasser aus Teichen und Tümpeln schöpfen und manchmal sehr weit tragen müssen:

Wassertraeger in Tani

Das ist zum Glück für alle vorbei, die jetzt direkt vor ihren Hütten einen Brunnen nutzen können:

Brunnen in Tani

Einer der Spender hatte nach einem Foto gefragt und von Wolfgang, dem Initiator des Brunnenprojekts auch eines bekommen. Auf dem Bild, das mir gerade nicht zur Verfügung steht, standen Menschen um den neuen Brunnen herum und schauten ausgesprochen misstrauisch bis bedrückt drein – ähnlich wie diese Familie:

Familie in Tani

Verständlicherweise fragte der Spender nach, warum die Menschen so wenig erfreut drein schauten, wo sie doch gerade mit einem funkelnagelneuen Brunnen beglückt worden waren. Seit meinem Besuch dort weiß ich, warum! Weiter → (Bei den Brunnen in Tani)

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