Thema: Weltgeschehen

Claudia am 24. Dezember 2007 — 5 Kommentare

Ruhe, Freude – und 1000 Dank den Unterstützern!

Endlich ist alles geschafft: Lebensmittel eingekauft, letzte wartende Mails beantwortet, Familientelefonate erledigt, Mülleimer und Papierkörbe geleert, Zeitungsstapel entsorgt – ab jetzt ist „freie Zeit“! Das große Aufräumen werde ich locker über die stillen Tage verteilen und ansonsten einfach tun, was mir Freude macht.

Zum Beispiel hat es mich gefreut, in den letzten Tagen das Digital Diary zu überarbeiten. Man sieht (fast) nichts davon, doch endlich stimmt auch der Code wieder und nutzlos gewordene Features sind endlich weg: vor allem das Forum, das ich lange schon nicht mehr „pflegen“, aber auch nicht auf die Schnelle abschalten wollte. Dafür sind die Kommentare jetzt nach Themen geordnet, was gleichzeitig auch einen Blick auf andere Artikel-Überschriften eröffnet, die Leser/innen vielleicht interessieren.

Brunnen für Kamboscha

Als vollen Erfolg sehe ich die Spendenaktion „Brunnen für Kambodscha“: Deutlich über 2000 Euro kamen binnen drei Wochen zusammen (es darf noch weiter gespendet werden!). Neben den Spendern, denen ich noch einmal herzlich danke, haben verschiedene Blogger und Webmedien das Projekt publizistisch unterstützt: Robert Basic, Kolumnen.de, Kamphausen Verlag, Oliver Gassner, Sandra Wöhe, Hor.de, Peter Bieling, Problogger World, Charming Quark, Claudia Kilian, Side Effects, Kreative Strukturen, Tage wie diese und noch einige mehr, die ich jetzt gerade nicht finde. Euch allen ebenfalls ein herzliches Dankeschön und ein wunderschönes Weihnachtsfest!! Ich denke daran, auch nächstes Jahr eine ähnliche Aktion zu veranstalten und hoffe weiter auf Eure wohlwollende Mitwirkung!

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Claudia am 20. Dezember 2007 — Kommentare deaktiviert für Wieder gelesen: Vom Weihnachts-Irresein

Wieder gelesen: Vom Weihnachts-Irresein

Gestern hab‘ ich mal in alten, rund um Weihnachten geschriebenen Diary-Artikeln gestöbert. Seit 1999 sind das immerhin acht Jahre Weihnachten. Meine Scheu, eigene Texte wieder zu lesen, kann ich noch nicht wirklich erklären, doch empfand ich gelindes Erschrecken über die Gleichförmigkeit der Gedanken und Empfindungen, die da zum Ausdruck kommen. Als würde die Schreibende sich niemals ändern. Mit immer gleichen Blick beschreibt sie die wieder kehrenden Phänomene: die gewisse Genervtheit vom kollektiven Weihnachtszirkus, dann die Freude an der Stille und Leere, am Freiraum, der sich da auf einmal auftut – und in dem dann doch nichts Bemerkenswertes passiert. Same procedure as every year. Weiter → (Wieder gelesen: Vom Weihnachts-Irresein)

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Claudia am 14. Dezember 2007 — 4 Kommentare

Spenden-Erfolg der 1.Woche: 1221 Euro = 4 Brunnen!!

Da sage noch jemand, man könne nichts machen! Zwanzig Menschen sind während der ersten Woche dem Spendenaufruf gefolgt und haben ihren Beitrag geleistet: 1221 Euro sind kein Pappenstiel, ich bin begeistert!

Ich bedanke mich herzlich bei Liisa (Charming Quark), Ina Müller-Schmoß (kreative-strukturen.de), Werner Krischak, erdeundlicht.ch, Daniela Mausolf, hilo, the-oestricher.de, Ulrike Linnenbrink (literatur-fast-pur.de), bloglinks.biz, Arthur Stauffacher, Wolf von R., Ulrike Lossau, Isabella Straub (textbar.at) und sieben weiteren Spendern. Alle Spender sind jetzt auf der Spenderliste „verewigt“ – teils mit, teils ohne Namen und Website, ganz wie jeweils gewünscht. Weiter → (Spenden-Erfolg der 1.Woche: 1221 Euro = 4 Brunnen!!)

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Claudia am 06. Dezember 2007 — 21 Kommentare

Mach mit: Spende einen Brunnen für Kambodscha!

…oder einen Teil davon – jeder Euro kommt garantiert an!

Dies ist mein erster Spendenaufruf im Digital Diary: Ich bitte dich um deine Unterstützung für ein Hilfsprojekt in Kambodscha: 100 neue Brunnen für Tani und Angkor Chey!

Noch immer schöpfen viele Menschen auf dem Land ihr tägliches Wasser aus verschmutzten und mit Giften belasteten Tümpeln. Für Touristen sieht das manchmal recht idyllisch aus, doch ist es Ursache vieler Krankheiten und Gesundheitsprobleme. Mit einer so einfachen Maßnahme wie der Installation eines Brunnens wird den Menschen effektiv geholfen – die Lebensqualität großer Familien und ganzer Dörfer steigt deutlich, wenn sauberes Wasser nach Bedarf zur Verfügung steht. Für uns eine Selbstverständlichkeit, für sie großer Schritt hin zu einem besseren Leben. Weiter → (Mach mit: Spende einen Brunnen für Kambodscha!)

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Claudia am 10. Oktober 2007 — 6 Kommentare

Burma, Kambodscha, 3.Welt: Wie helfen?

Kürzlich wurde ich von einer lieben Bekannten, die ich 2006 in Phnom Pen zum ersten Mal „von Angesicht“ getroffen habe, in eine Kambodscha-Mailingliste eingeladen. Dort sind Menschen versammelt, die auch ganz privat Hilfe leisten, Projekte unterstützen und jenseits großer Organisationen Spenden sammeln, die bist auf den letzten Cent die Adressaten erreichen. Ich bin begeistert!

Vitamintabletten statt Spielzeug

Und gleichzeitig auch wieder entsetzt, denn es gab‘ auch Bilder zu sehen, privat fotografiert, die Kinder, Jugendliche und Kranke in allermiesesten Verhältnissen zeigen. Man kennt Hungerbilder aus Afrika, aus Kambodscha waren mir solche Extreme noch nicht bekannt. Rachitische, verwachsene Kinder, deren lebenslange Schädigung einzig dem Vitaminmangel zu verdanken ist. Dazu die Info, Reisende sollten keine Schulhefte und Spielzeuge mitbringen, sondern Vitamintabletten. Die Mangelernährung mit ausschließlich Reis, die vielerorts aufgrund der Armut der Bevölkerung üblich ist, reicht einfach nicht und ergibt Folge-Schäden, die man hierzulande lange schon nicht mehr kennt. Weiter → (Burma, Kambodscha, 3.Welt: Wie helfen?)

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Claudia am 17. September 2007 — Kommentare deaktiviert für Kambodscha-Reise gebucht

Kambodscha-Reise gebucht

Nun steht es also fest: Am 13. Februar 2008 fliege ich wieder nach Kambodscha – mit demselben Liebsten an meiner Seite wie vor zwei Jahren, auch unser Gastgeber wird derselbe sein – ich freu‘ mich riesig! (Obwohl auch die „Angst vorm Fliegen“ sich wieder meldet, doch das hab‘ ich letztes Mal ja auch gut überstanden).

Angkor Wat am Abend

In Siem Reap werde ich dieses Mal mein Patenkind Khim Ponlen besuchen, das im House of Peace zur Schule geht: ein Projekt der Deutsch-Kambodschanischen Gesellschaft, die diese Patenschaften in kleinem Rahmen vermittelt. Nach meiner Rückkehr im März 2006 war ich so berührt und begeistert von diesem Land und den Menschen dort, dass ich mich entschloss, lieber den sprichwörtlichen „Tropfen auf den heißen Stein“ beizutragen, anstatt wieder im Lamentieren über all das, was dort getan werden könnte / sollte / müsste, stecken zu bleiben. Weiter → (Kambodscha-Reise gebucht)

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Claudia am 28. August 2007 — 6 Kommentare

Keine Begegnung

18.40 Uhr, endlich hab‘ ich einen Platz im Board-Restaurant des ICE ergattert! Um halb neun werde ich in Hannover umsteigen, bis dahin will ich es mir hier gut gehen lassen. Ohne Platzreservierung verbringe ich die Reisezeit gerne im Speisewagen, sofern vorhanden. Das Abteil ist recht voll, ich sitze an einem Tisch für zwei, mir gegenüber ein Mann um die dreißig, dunkle, kurze Haare, unauffälliges Äußeres, SPIEGEL-Leser. Weiter → (Keine Begegnung)

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Claudia am 19. August 2007 — 5 Kommentare

Wieder daheim, zum Glück allein

Wieder zuhause zu sein ist mir ein richtiges Fest! Die Routine der eigenen, wohl bekannten Räume, in denen alles da steht, wo ich es hingestellt habe, tut mir richtig gut, erst recht, wenn es auf der Reise etwas turbulent zuging. Ich war in Wiesbaden bei meinen Schwestern, um das Begräbnis meiner Mutter und manches andere zu regeln, wohnte in einem umtriebigen Haushalt mit aufgeweckten Kindern, und auf dem Hinweg war mir im Zug mein Rucksack entwendet worden, während ich mich im Speisewagen aufhielt. Dem forschte ich dann per Internet-Café nach und staunte über den guten Service der Bahn in Sachen „Verlustanzeige“. Auf der Rückreise händigte mir ein freundlicher Bahner den Rucksack auf der Frankfurter Fund-Stelle wieder aus – obwohl diese Samstag und Sonntag geschlossen hat. „Ja, das geht! Trotz Beamtensstatus!! Wenn wir mal Börsen-Bahn sind, wird das teuer!“, bemerkte er fröhlich-sarkastisch und zwirbelte seine aufwärts gebogene Schnurrbartspitzen.

Im Rucksack fehlte nichts, was nicht wundert, denn es war absolut nichts Geld-wertes drin. Tja, besitze nichts, dann kann dir nichts genommen werden!

Familiengefühl?

Nun bin ich also wieder „am Draht“ und sichte die vielen Mails, schaue durch die Blogs, beantworte die wichtigsten Anfragen und trinke dabei den gewohnten Milchkaffee aus Espresso, der zuhause einfach anders schmeckt als anderswo. Ich merke, wie sehr ich mich zur „Einsiedlerin“ entwickelt habe, die ihre persönliche Umgebung braucht und die Ungestörtheit genießt, die die eigenen vier Wände bieten. Es hat mir zwar gefallen, mal „Familie“ mitzubekommen, ich mag meine Schwestern und deren Kinder, keine Frage – aber so richtig „beheimatet“ fühle ich mich da trotz aller Blutsverwandschaft nicht. Kein Wunder, hab ich mich doch schon mit 26 aus der Heimatstadt Wiesbaden nach Berlin abgeseilt – andrerseits könnte man sagen, ich bin auf bestem Wege, eine „schrullige Alte“ zu werden!

„Dir fehlt das Familiengefühl“, sagte meine Schwester und sie hat recht damit. Gut, dass ich nie eine gegründet habe, es wär‘ mein Unglück gewesen!

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