Claudia am 31. August 2007 — 9 Kommentare

Selbständigkeit: Vom Einkommen und Auskommen

Um zu erfahren, was meine Leser hier suchen, verwende ich ein nützliches Tool, das mir die Suchbegriffe und Fragen anzeigt, die über Google kommende Surfer/innen eingeben, bevor sie hier landen. Mal sind diese Anliegen erheiternd, mal erschreckend, manchmal inspirieren sie mich auch zum schreiben. So fragte heute jemand: „selbstständig wann reichts zum leben?“

Eine seltsame Frage. Weiß denn nicht jeder, wann das Geld zum Leben reicht? Das ergibt sich doch ganz einfach aus den Festkosten plus dem Betrag, den man im Schnitt pro Monat für die Lebenshaltung ausgibt. Warum wird da noch Google gefragt? Weiter → (Selbständigkeit: Vom Einkommen und Auskommen)

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Claudia am 28. August 2007 — 6 Kommentare

Keine Begegnung

18.40 Uhr, endlich hab‘ ich einen Platz im Board-Restaurant des ICE ergattert! Um halb neun werde ich in Hannover umsteigen, bis dahin will ich es mir hier gut gehen lassen. Ohne Platzreservierung verbringe ich die Reisezeit gerne im Speisewagen, sofern vorhanden. Das Abteil ist recht voll, ich sitze an einem Tisch für zwei, mir gegenüber ein Mann um die dreißig, dunkle, kurze Haare, unauffälliges Äußeres, SPIEGEL-Leser. Weiter → (Keine Begegnung)

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Claudia am 19. August 2007 — 5 Kommentare

Wieder daheim, zum Glück allein

Wieder zuhause zu sein ist mir ein richtiges Fest! Die Routine der eigenen, wohl bekannten Räume, in denen alles da steht, wo ich es hingestellt habe, tut mir richtig gut, erst recht, wenn es auf der Reise etwas turbulent zuging. Ich war in Wiesbaden bei meinen Schwestern, um das Begräbnis meiner Mutter und manches andere zu regeln, wohnte in einem umtriebigen Haushalt mit aufgeweckten Kindern, und auf dem Hinweg war mir im Zug mein Rucksack entwendet worden, während ich mich im Speisewagen aufhielt. Dem forschte ich dann per Internet-Café nach und staunte über den guten Service der Bahn in Sachen „Verlustanzeige“. Auf der Rückreise händigte mir ein freundlicher Bahner den Rucksack auf der Frankfurter Fund-Stelle wieder aus – obwohl diese Samstag und Sonntag geschlossen hat. „Ja, das geht! Trotz Beamtensstatus!! Wenn wir mal Börsen-Bahn sind, wird das teuer!“, bemerkte er fröhlich-sarkastisch und zwirbelte seine aufwärts gebogene Schnurrbartspitzen.

Im Rucksack fehlte nichts, was nicht wundert, denn es war absolut nichts Geld-wertes drin. Tja, besitze nichts, dann kann dir nichts genommen werden!

Familiengefühl?

Nun bin ich also wieder „am Draht“ und sichte die vielen Mails, schaue durch die Blogs, beantworte die wichtigsten Anfragen und trinke dabei den gewohnten Milchkaffee aus Espresso, der zuhause einfach anders schmeckt als anderswo. Ich merke, wie sehr ich mich zur „Einsiedlerin“ entwickelt habe, die ihre persönliche Umgebung braucht und die Ungestörtheit genießt, die die eigenen vier Wände bieten. Es hat mir zwar gefallen, mal „Familie“ mitzubekommen, ich mag meine Schwestern und deren Kinder, keine Frage – aber so richtig „beheimatet“ fühle ich mich da trotz aller Blutsverwandschaft nicht. Kein Wunder, hab ich mich doch schon mit 26 aus der Heimatstadt Wiesbaden nach Berlin abgeseilt – andrerseits könnte man sagen, ich bin auf bestem Wege, eine „schrullige Alte“ zu werden!

„Dir fehlt das Familiengefühl“, sagte meine Schwester und sie hat recht damit. Gut, dass ich nie eine gegründet habe, es wär‘ mein Unglück gewesen!

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Claudia am 08. August 2007 — 4 Kommentare

Kommentare warteten auf Genehmigung – ein Rätsel!

Durch einen Hinweis wurde ich heute darauf aufmerksam gemacht, dass Trackbacks hier nicht automatisch erscheinen. Als ich der Sache nachging, bemerkte ich zu meinem Erstaunen, dass sogar ganze neun Kommentare und Trackbacks „auf Genehmigung warteten“. Ich hatte mich ja schon gewundert, dass es hier so still ist, es aber auf’s Sommerloch geschoben.

WordPress, die bekannte Blogsoftware, auf der das Digital Diary läuft, ist ja insgesamt ein wundervolles System, doch seine oft unerklärlichen Verhaltensweisen können doch ganz schön nerven! Alle meine Voreinstellungen ermöglichen derzeit freies Kommentieren ohne Moderation – die Option „mir eine E-Mail senden, wenn ein Kommentar eingeht“ ist aktiviert. Als SPAM-Schutz fungiert das PlugIn „Math Comment Spam Protection“ und AKISMET, was auch sehr gut klappt. Doch tatsächlich bekam ich KEINE Mail über die eingegangen Kommentare und bekam also nicht mit, dass sie entgegen der Voreinstellung „auf Genehmigung warteten“.

Wer irgend eine Idee hat, woran dieses „renitente“ Verhalten von WordPress liegen könnte, möge mit seinem Wissen nicht hinterm Berg halten!

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Claudia am 07. August 2007 — 18 Kommentare

Spiritueller Materialismus

Worum geht es eigentlich in diesem Leben? Die Frage erfordert zwar eine individuelle Antwort, doch kommt sie mir vor allem dann in den Sinn, wenn ich lese, wie andere sich ums „richtige Leben“ bemühen. Dreh- und Angelpunkt solcher Strebungen ist meist das eigene Ich, das gleichzeitig als bloßes „Konzept des Verstandes“ angesehen wird (denn: WO ist das Ich?? Es gibt nichts Substanzielles, an dem wir es festmachen könnten).

Diese Sicht der Dinge schützt nun aber nicht vor dem spirituellen Materialismus, der das eigene Wohlergehen als „ganz bei sich sein“ definiert und idealisiert, und so neue Probleme mit der Außenwelt produziert: Immer wieder sind da Andere, die mit ihren gewöhnlichen Ängsten und Aggressivitäten, mit ihren sozialen Masken und mentalen Verwirrungen die Harmonie stören. Wie unangenehm, von diesem ganzen Wust der Alltäglichkeit berührt und bewegt zu werden! Weiter → (Spiritueller Materialismus)

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Claudia am 29. Juli 2007 — 7 Kommentare

Täglich Neues vom Abbau des Rechtsstaats

Nun ist die SPD also gesprächsbereit: über die von Schäuble angestrebten Online-Durchsuchungen werde man reden, sagte Kurt Beck. Auch die vorbeugende Festsetzung von „Gefährdern“ ist für Fraktionschef Struck ein Thema – andere Vorschläge gingen aber zu weit.

Wie lange noch? Und: man werfe mal einen Blick auf DIESE SEITE, die einen guten Überblick darüber gibt, was bereits verabschiedet wurde und was noch in der Pipeline ist. Der aufwändig in Szene gesetzte Vergleich Hitler/Schäuble (man beachte die BILDER!!!) mag einerseits abgegriffen, andrerseits weit hergeholt und übertrieben wirken, doch wer die angeführten Fakten durchliest, versteht die Motivation des Autors, mit groben publizistischen Mitteln zu agieren – so lange das noch geht! Er hat ANGST, den Artikel online zu stellen, wie er am Ende der Seite schreibt, doch habe Schäuble ja, man müsse in einer offenen Gesellschaft (auch beleidigende) Kritik ertragen.

Demo gegen Sicherheits- und Überwachungswahn in Berlin am 22. September 2007

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Claudia am 27. Juli 2007 — 10 Kommentare

Warum Doping sein muss…

…wir aber lieber nichts davon wissen wollen

Was ist der Reiz an einer Veranstaltung wie der Tour de France?? Warum gucken so viele Menschen, die selbst ein bewegungsarmes Leben am Schreibtisch führen, begeistert hin und fiebern mit den Athleten? Und sind dann vergrätzt, wenn sie erfahren, dass diese so „gehypten“ Spitzensportler alle bekannten Mittel einsetzen, um den Erwartungen gerecht zu werden – warum? Sie wollen doch nur siegen, also das tun, was man von ihnen erwartet. Weiter → (Warum Doping sein muss…)

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Claudia am 24. Juli 2007 — 23 Kommentare

Was ist Jugend? Zum 53. Geburtstag

Gestern bin ich 53 geworden. Dass mir rein äußerlich die Jugendfrische langsam abhanden kommt, ist zwar schade, doch nicht wirklich stimmungsdämpfend. Wer wie ich nie viel Wert auf die Optik gelegt hat, lernt das halt auch im fortgeschrittenen Alter nicht mehr! :-)

Mir geht es mit diesem Lebensalter tatsächlich so gut, wie ich es mir mit 20, 30 und auch noch mit 40 gar nicht vorstellen konnte. Ich lebe, liebe und arbeite genau so, wie ich es mir wünsche, und selbst bei längerem Grübeln fällt mir nichts ein, was ich gerne anders hätte. Weiter → (Was ist Jugend? Zum 53. Geburtstag)

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