Claudia am 14. Dezember 2007 — 4 Kommentare

Spenden-Erfolg der 1.Woche: 1221 Euro = 4 Brunnen!!

Da sage noch jemand, man könne nichts machen! Zwanzig Menschen sind während der ersten Woche dem Spendenaufruf gefolgt und haben ihren Beitrag geleistet: 1221 Euro sind kein Pappenstiel, ich bin begeistert!

Ich bedanke mich herzlich bei Liisa (Charming Quark), Ina Müller-Schmoß (kreative-strukturen.de), Werner Krischak, erdeundlicht.ch, Daniela Mausolf, hilo, the-oestricher.de, Ulrike Linnenbrink (literatur-fast-pur.de), bloglinks.biz, Arthur Stauffacher, Wolf von R., Ulrike Lossau, Isabella Straub (textbar.at) und sieben weiteren Spendern. Alle Spender sind jetzt auf der Spenderliste „verewigt“ – teils mit, teils ohne Namen und Website, ganz wie jeweils gewünscht. Weiter → (Spenden-Erfolg der 1.Woche: 1221 Euro = 4 Brunnen!!)

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Claudia am 06. Dezember 2007 — 21 Kommentare

Mach mit: Spende einen Brunnen für Kambodscha!

…oder einen Teil davon – jeder Euro kommt garantiert an!

Dies ist mein erster Spendenaufruf im Digital Diary: Ich bitte dich um deine Unterstützung für ein Hilfsprojekt in Kambodscha: 100 neue Brunnen für Tani und Angkor Chey!

Noch immer schöpfen viele Menschen auf dem Land ihr tägliches Wasser aus verschmutzten und mit Giften belasteten Tümpeln. Für Touristen sieht das manchmal recht idyllisch aus, doch ist es Ursache vieler Krankheiten und Gesundheitsprobleme. Mit einer so einfachen Maßnahme wie der Installation eines Brunnens wird den Menschen effektiv geholfen – die Lebensqualität großer Familien und ganzer Dörfer steigt deutlich, wenn sauberes Wasser nach Bedarf zur Verfügung steht. Für uns eine Selbstverständlichkeit, für sie großer Schritt hin zu einem besseren Leben. Weiter → (Mach mit: Spende einen Brunnen für Kambodscha!)

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Claudia am 27. November 2007 — 4 Kommentare

Rasender Stillstand – ein Blitzlicht

Manchmal fasere ich nach allen Seiten aus und tue nichts dagegen. Ich spüre, wie die zentrifugalen Kräfte an mir zerren und mich immer weiter zerstreuen, bemerke, wie ich in fluktuierendem Multitasking durch den Tag wusele, von Thema zu Thema zappe und oft nur noch staune, dass meistens alles klappt, gut sogar, und dass dieser Zustand „normal“ ist.

Getting information from the internet is like drinking water from a fire hydrant – das geflügelte Wort beschreibt das Gefühl, das ich meine, nur dass es nicht alleine die Infos sind, die durch ihre schier unendliche Vielfalt überwältigen: hinzu kommt alles, was ‚rein kommt auf den verschiedenen, selbst gewählten Spielfeldern. All die verschiedenen Anforderungen der Kunden, Auftraggeber und Kursteilnehmer, die Kommentargespräche und Mail-Reaktionen rund um meine Blogs, das Geschehen in den Communities, die ich gelegentlich aufsuche, hunderte SPAM-Mails auf sieben verschiedenen Mailboxen, dazu Nachrichten, Anfragen, Einladungen, Bitten um Verlinkung, Hilfe und Meinung, Hinweise auf interessante Webseiten, lustige Videos, neue Werke von Freunden und Bekannten – und das ist immer noch nicht alles. Täglich besuche ich ein paar Lieblingsblogs, verfolge über einen Feedreader zweihundert weitere, recherchiere viermal die Woche Wellnessthemen und lese gelegentlich DIE ZEIT, das Wochenblättchen aus dem Briefkasten, eine Tageszeitung und diverse Printmagazine. Weiter → (Rasender Stillstand – ein Blitzlicht)

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Claudia am 07. November 2007 — 117 Kommentare

Vertrauen und Beziehung

Was bedeutet es, einem Menschen, insbesondere einem geliebten Partner, zu vertrauen? Worauf vertraue ich da? Was kann das Vertrauen zerstören und was lässt es wachsen?

Wenn ich mich an so manche frühe »Clinch-Beziehung« erinnere, dann war »Vertrauen« damals nicht mehr als ein Kampfbegriff im Rahmen des ständigen Bemühens, mein Gegenüber nach meinen Vorstellungen zu erziehen. Er sollte gefälligst tun, was ich von ihm erwartete und was mir gut tat – tat er etwas anderes, warf ich ihm vor, er gefährde mein Vertrauen und laufe Gefahr, es ganz zu verlieren.

Solches »Vertrauen« ist im Grunde nichts anderes als eine lange oder kurze Hundeleine: Verhalte dich berechenbar, bewege dich im von mir gesetzten Rahmen, erfülle meine Erwartungen, sonst gibt es Ärger! Und wenn ich mich ärgere, werde ich dich bestrafen, indem ich mich sexuell verweigere und dir das Gefühl entziehe, geliebt zu werden – bis du mein Vertrauen wieder verdient hast! Weiter → (Vertrauen und Beziehung)

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Claudia am 04. November 2007 — 7 Kommentare

Stille

Anders als an den Werktagen, an denen die To-Do-Liste ihren Sog entfaltet, nehme ich Sonntags morgens die Stille war. Nicht nur die da draußen, wo jetzt kaum Autos und weniger Busse unterwegs sind, sondern die in mir selbst: ich schalte den PC ein, werfe den Browser an, starte den Feedreader, der sogleich Postings aus weiß-nicht-wieviel Blogs anzeigt – und spüre doch kein Verlangen, den verführerischen Überschriften zu folgen, mich von irgend einem Thema verschlucken zu lassen. Es ist, als wolle ich die Leere noch ein wenig schützen, die mir das Gefühl der Freiheit gibt: bevor ich etwas wähle ist noch alles möglich, da spüre ich, welchen Schatz ich besitze, solange die Aufmerksamkeit noch nicht zu den 10.000 Dingen strömt, die in meinem Alltag um ein Stück davon konkurrieren. Rechts neben mir rauscht der Lüfter des Midi-Towers in monotoner Gleichmäßigkeit; auf der Fensterbank steht die Amaryllis, der es herzlich schnuppe ist, ob jemand ihre spektakulären Blüten bewundert oder nicht. Vor mir blinkt der Cursor, auf den nächsten Satz wartend – was, wenn er nicht käme? Weiter → (Stille)

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Claudia am 28. Oktober 2007 — 66 Kommentare

Wie romantische Liebe zum Beziehungselend wird

Ab und an lese ich in Foren mit, in denen Menschen vom Leiden an ihren Liebespartnern berichten. Auch für viele Printmedien ist das verbreitete Beziehungselend ein niemals endendes, immer aufs Neue viele Leserinnen anziehendes Thema. Garniert wird das Ganze oft mit Zeitgeist-Analysen: zwar stünde Romantik hoch im Kurs (Treue, Zweisamkeit, Family Values), doch nehme die Lebensdauer der Beziehungen ständig ab. Anscheinend werde der Mitmensch nurmehr konsumiert, um dann bei Nichtgefallen ausgetauscht zu werden. Was ja auch nicht wundert: Liebespartner brauchen einander nicht mehr zum Überleben. Lange schon haben wir die Sicherung der Existenz ans soziale Netz und andere Institutionen delegiert. Warum also bei jemandem verweilen, mit dem es nur noch Konflikt, gegenseitige Vorwürfe, Schuldgefühle und Miesepetrigkeiten aller Art zu erleben gibt? Weiter → (Wie romantische Liebe zum Beziehungselend wird)

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Claudia am 25. Oktober 2007 — 11 Kommentare

Das Fallbeil

Aufstehen, kurz ins Bad, dann rüber in die Küche, Espressokanne ausspülen, neuen Kaffe rein, glatt streichen. Nun das Wasser in die untere Hälfte, Kanne zusammen drehen, wo ist das Feuerzeug? Ah, hier! Fehlt noch der Milchtopf, ein halber Liter, wie immer. Während Kaffee und Milch auf sich warten lassen, spüle ich ein paar Tassen und Teller von gestern abend. „Kung fu“ heißt vollständige Handlung, sagte mein Ex-Lebensgefährte immer, wenn ich das Spülen auf später verschob. Lange Zeit spülte ich sofort, ganz ohne innere Widerstände, stolz auf „Kung fu“ und wie weit ich es in den kleinen Dingen gebracht habe. Dann wieder langweilt mich das. Mal einen halben Tag einfach alles abstellen, nur den Monitor als Tor zur Welt anerkennen, mit einem Blick die Küche als auf dem Weg in die Verwahrlosung erkennen – huch, will ich das? Bin ich das? Drohe ich, wieder so zu werden? Blödsinn, es gibt keinen Weg zurück, selbst wenn ich Sorgen hätte, wenn ich leiden würde wie ein Schwein, würde ich doch spätestens morgens das dreckige Geschirr spülen. Dann erst recht. Weiter → (Das Fallbeil)

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Claudia am 17. Oktober 2007 — 5 Kommentare

Das Yoga-Poster und wie es entstand

Ich mag es wirklich sehr, zu sehen und zu lesen, wie ein sinnvolles Produkt entsteht, das die Welt auch wirklich braucht. Das Yoga-Poster und seine Präsentation im Web ist dafür ein wundervolles Beispiel. Enno Peters, der es – zusammen mit Silke Maschinger und Silke de Sousa erschaffen hat, schrieb mir zur Entstehungsgeschichte des aufwändigen Posters: Weiter → (Das Yoga-Poster und wie es entstand)

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