Claudia am 07. Februar 2008 — 11 Kommentare

Angst – nicht nur vorm Fliegen

Nur noch wenige Tage, dann steige ich in den Flieger und betrete eine komplett andere Ebene des Daseins – zumindest kommt es mir gerade so vor, obwohl die Erinnerung an die letzte Reise nach Kambodscha natürlich da ist. Ich weiß recht genau, was mich am Ziel erwartet, realistisch betrachtet gibt es keinen Grund für irgendwelche Ängste. Und doch…

Nun ja, ich kenne es ja schon: das FLIEGEN ist nicht mein Ding, das Ausgeliefertsein an neuzeitliche Technik, die mich von der Erde, auf der ich sicher stehe, in 10 Kilometer Höhe trägt (gruslig!!!), aktiviert die Grundangst ums Überleben. Ein Drittel der Flugreisenden spürt diese Angst beim Fliegen, wenn man den Umfragen glaubt. Bei mir lebt sich diese Angst hauptsächlich im Vorfeld der Reise aus, denn wenn ich dann einsteige, habe ich es ziemlich gut im Griff, fürchte also nicht direkt „Panikattacken“. Weiter → (Angst – nicht nur vorm Fliegen)

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Claudia am 05. Februar 2008 — 5 Kommentare

Langsam werd‘ ich nervös…

Na, darf ja auch sein, man fliegt ja nicht alle Tage für fünf Wochen nach Kambodscha!

Nächste Woche geht es los und gestern hab‘ ich endlich meine ToDo-bis-dahin-Liste zustande gebracht. Heute morgen dann glatt zwei Stunden darauf verwendet, nach einem guten 8 GB-USB-Stick zu suchen: ich nehme das ganze Mailprogramm mit, damit ich in Phnom Pen nur wieder einstöpseln muss und mir nichts entgeht. Wolfgang, der Initiator des Brunnenprojekts, ist schon dort und ich kann ihn, wenn ich mag, gleich anrufen. Werde mich aber wohl erst ein paar Tage akklimatisieren, bevor ich auf Abenteuer ausgehe. Der Sprung von fünf auf 29 Grad (und über 60% Luftfeuchtigkeit) ist ja kein kleiner. Vermutlich werde ich im Nebeneffekt ein wenig abnehmen, auch die Haut „verjüngt“ sich im tropischen Klima – nett! Weiter → (Langsam werd‘ ich nervös…)

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Claudia am 01. Februar 2008 — 2 Kommentare

Vorfrühling, Vorfreude, Vergänglichkeit

Einen richtigen Winter gab es auch dieses Jahr nicht, bisher jedenfalls nicht. Im Garten blühen schon seit Mitte Januar die Winterlinge, zur Zeit öffnen sich die Krokusse und Schneeglöckchen – noch ein wenig früher als letztes Jahr, wie mir scheint.

Persönlich vermisse ich den Winter nicht, ich mag milde Witterungen lieber und kann auf frieren gerne verzichten. Und doch ist es komisch, wie so langsam der Winter zur „Regenzeit“ mutiert!

Bald werde ich im tropischen Klima Kambodschas landen (wenn ich denn den Flug überlebe, flüstert meine „Angst vorm Fliegen“). Da ich an sich keine Weltbürgerin bin, die viel reist und zwischen den Jahreszeiten „zappt“, ist das für mich eine schwer beeindruckende Sache: starten im milden Berliner Winter, 10 Stunden später in einem „Hochsommer“ landen, der gelegentlich wie ein Dampfbad wirkt. Die Erfahrung irritiert die Idee einer „festen Realität“ mit kontinuierlich verlaufender Zeit und die Flugangst konfrontiert mich mit der Endlichkeit des Daseins, die ich im Alltag gerne vergesse. So ist meine Freude auf die Reise recht ambivalent: einerseits echte Freude, andrerseits der Gedanke: Wär ich nur schon wieder daheim in „sicheren“ Gefilden! (Dabei kann mich ja auch hier jeden Moment der Dachziegel oder der Hirnschlag teffen…)

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Claudia am 24. Januar 2008 — 24 Kommentare

Vom menschlichen Klon – was ist so schlimm an ihm?

Seit letzter Woche ist er also technisch möglich: der menschliche Klon aus einer entkernten Ei-Hülle und den implantierten Erbinformationen eines Erwachsenen. Amerikanischen Wissenschaftlern gelang der Durchbruch mit dem seit dem Klon-Schaf Dolly bekannten Verfahren: Die in der Ei-Hülle enthaltenen Substanzen programmieren den erwachsenen Zellkern wieder in ein frühes Stadium zurück. Damit erhält der „alte“ Kern die Möglichkeit, sich zu teilen und zu einem „neuen“ Embryo heranzuwachsen. Weiter → (Vom menschlichen Klon – was ist so schlimm an ihm?)

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Claudia am 21. Januar 2008 — 10 Kommentare

Endlich wieder Yoga

Schon die mehr oder weniger exotischen Yoga-Videos im Webwriting-Magazin hab‘ ich dort versammelt, um die eigene Motivation wie ein zartes Pflänzchen zu päppeln: Mal wieder ZUSEHEN macht Lust, endlich selbst wieder einzusteigen – und heut‘ morgen fing mein Tag tatsächlich mit „kleinen Übungen“ an. In der Mittagspause dann eine weitere Runde mit klassischen Asanas: es fühlte sich an, als hätte ich nie aufgehört, wenn ich auch nicht in jede Übung so weit hinein komme wie zu meiner aktiven Zeit.

Selbstdisziplin

Obwohl mir Yoga spürbar und sofort sehr gut tut, fällt es mir unsäglich schwer, alleine eine regelmäßige Praxis einzuhalten, bzw. erstmal wieder reinzufinden. Morgen will ich früher aufstehen, damit ich nicht das Gefühl habe, mir „Arbeitszeit zu rauben“ – kompletter Quatsch, denn ich arbeite weit besser und konzentrierter, wenn eine Yoga-Stunde hinter mir liegt. Jetzt zum Beispiel ist es Nachmittag und üblicherweise lege ich mich dann ein wenig hin, heute dagegen bin ich nicht mal müde!

Warum hab‘ ich nur solche Probleme mit der Selbstdisziplin? Äußeren Anforderungen nachzukommen, ist so viel einfacher: wenn der Kunde ruft, muss er bedient werden, keine Frage! Aber warum kann ich mir so schlecht selber dienen? Weiter → (Endlich wieder Yoga)

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Claudia am 17. Januar 2008 — 24 Kommentare

Vom Leben im Schwarm

Alles wächst zusammen, nicht nur das, was zusammen gehört. Fast jeder ist ständig per Handy erreichbar, wer sich im öffentlichen Raum bewegt, wird gefilmt. Von oben kann man überall drauf sehen und bald ist auch jede Straßenecke gesichtergenau im Blick. Social Communities lokalisieren ihre User im physischen Raum: Bei townkings.de kann ich Haus-genau sehen, wer in meiner Nachbarschaft Mitglied ist und was diese Leute von sich zeigen. (Schräg gegenüber wohnt ein Student, der Programmierdienstleistungen anbietet, aha!) Noch sind es nicht viele, doch ist das ja nicht die einzige Com. Facebook, Xing, StudiVZ und viele andere, noch wachsende Gemeinschaften zeigen „Mitglieder in deiner Nähe“. Und wenn ich selber mal nicht weiß, wo ich bin, kann mir Qiro helfen, ein Navi-Programm fürs Handy, das meinen Standort anzeigt, aber auch den meiner „Freunde“, dazu die nächsten Geldautomaten, Kinos und herum stehende Mietfahrräder. Weiter → (Vom Leben im Schwarm)

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Claudia am 03. Januar 2008 — 30 Kommentare

Die edle Wahrheit vom Leiden

War der Buddha ein Weichei?

Von allen spirituellen Lehren, mit denen ich mich je im Leben befasst habe, sind die Lehren des Buddha diejenigen, zu denen ich alle paar Jahre einen neuen Zugang finde. Auf einmal verstehe ich etwas, das ich früher gar nicht oder ganz anders verstanden hatte.

So geht’s mir gerade mit den „vier edlen Wahrheiten“, deren erste da heißt: „Alles Leben ist Leiden“. Mir erschien das früher als eine viel zu negative Beschreibung: zwar stimmt es, dass das Leiden unvermeidlich ist, dass es Altern, Krankheit und Tod gibt, dass Sorgen, Trauer, Unwohlsein und Schmerz nicht auszurotten sind, sondern sich immer wieder einfinden. Deren Gegenteil könnten wir ja gar nicht erleben, gäbe es diese Gegensätze nicht. Mir war „denklogisch“ schnell klar, dass es von daher gesehen ein sinnloses Unterfangen ist, stets nach den Freuden zu suchen und die Leiden vermeiden zu wollen, was ja unser gewöhnliches In-der-Welt-Sein ausmacht. Weiter → (Die edle Wahrheit vom Leiden)

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Claudia am 02. Januar 2008 — Kommentare deaktiviert für Start 2008: Energie!

Start 2008: Energie!

Es ist, als hebe sich eine Wolke der Trägheit von mir! Die „festlichen Tage“ hab‘ ich in aller Ruhe mit lieben Freunden verbracht (immer einzeln, Gruppen meide ich eher). Es gab nichts zu meckern, das allgemeine Weihnachts- und Silvester-Geschwurbel ließ ich nur in homöopathischen Dosen an mich heran, was echt gut geklappt hat. Weiter → (Start 2008: Energie!)

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